Skip to content

Schwarz-Roter Ticker (Februar 2016) [ + + + Ticker mit + + +]

2. Februar 2016

ticker+++

Weiterlesen…

Münster: Gegen 1000 Kreuze 2016

13. Februar 2016

mitdatrumJa, ist denn schon wieder März?

2016: Wieder werden fundamentalistische Christ*innen mit weißen Holzkreuzen bewaffnet durch Münster ziehen, um betend, singend und schweigend ihre Verachtung gegenüber allem auszudrücken, was nicht ihrem Weltbild entspricht. Der von „EuroProLife“ organisierte Gebetszug‘richtet sich in erster Linie gegen Schwangerschaftsabbrüche und damit gegen das Selbstbestimmungsrecht von schwangeren Personen. Darüber hinaus lehnen sie Verhütung, Sex vor der Ehe, Homosexualität und queere Geschlechtsidentitäten ab. Ihr Kampf um reproduktive Rechte dient als Kristallisationspunkt für eine umfassende konservative Kulturkritik an der Gesellschaft. Durch das Aufgreifen von Themen der Familienpolitik und Sexualmoral und das Schüren von Angst vor dem Aussterben des “weißen‚ deutschen Volkes” produzieren und bedienen fundamentalistische Christ*innen zudem konservative bis extrem rechte völkische Gesellschaftsbilder.

Alles wie jedes Jahr? Nein.

Auch dieses Jahr bietet der Kreuze-Marsch wieder 1000 Möglichkeiten für Gegenaktionen: Nehmen wir ihnen die Meinungshoheit – nehmen wir ihnen die Straße! Ab 14.30h freuen sich die fundamentalistischen Christ*innen sicher über störenden Zuwachs in ihrem Marsch, oder aber über eine kreative Begleitung. Entert ihren Marsch – aber überlegt euch vorher gut, was ihr euch vorstellen könnt und geht nicht unvorbereitet in die “Hölle”.

Weiterlesen…

Emma Goldman – Ein Leben für die Freiheit

11. Februar 2016

emmaEmma Goldman war eine der wichtigsten Anarchistinnen der USA. Seit den 1890er-Jahren stritt sie für eine freie, sozial gerechte Gesellschaft. Immer wieder geriet sie ins Visier der Sicherheitsbehörden. So auch am 11. Februar 1916.

Von Anette Schneider

“Wir Amerikaner behaupten, ein friedliebendes Volk zu sein. Doch wir schäumen über vor Freude über die Möglichkeit, Bomben aus Flugzeugen auf hilflose Zivilisten werfen zu können. Unsere Herzen schwellen vor Stolz bei dem Gedanken, dass Amerika im Laufe der Zeit seinen eisernen Fuß auf den Nacken aller anderen Nationen setzen wird. Das ist die Logik des Patriotismus.” Das schreibt Emma Goldman 1911 in ihrem Artikel “Patriotismus – Eine Bedrohung der Freiheit”.

Seit den 1890er Jahren bis zu ihrer Ausweisung 1919 zählt die gebürtige Russin zu den wichtigsten Anarchistinnen der USA. 1934 darf sie noch einmal kurz ins Land und erklärt in einem Interview, das Pacific-Street-Films gesichert hat: “Ich freue mich, wieder in den Vereinigten Staaten zu sein, wo ich 35 Jahre lang politisch aktiv war: Wo ich an den sozialen und ökonomischen Kämpfen teilnahm und mich entschied, mich der Verbreitung des Anarchismus zu widmen, dessen Ziel die Befreiung des Menschen ist – wirtschaftlich, sozial, politisch und geistig.”

Weiterlesen…

Erdogan und ISIS – Türkische Generalkonsulin wollte Rosenmontagszug-Wagen entfernen lassen

9. Februar 2016

erdoganundis

RP-Online berichtet über den auf dem Foto abgebildeten Motivwagen des Rosenmontagszuges in Düsseldorf: “Gegen den Wagen hat die türkische Generalkonsulin Sule Gürel gestern am Rathaus bei CC-Chef Michael Laumen heftig protestiert. Sie verlangte laut Laumen, dass der Wagen entfernt wird. Es werde dem türkischen Volk nicht gefallen, was da gezeigt werde. Laumen weigerte sich und verwies auf die Meinungsfreiheit. Tilly: ‘Wenn es die in der Türkei nicht gibt, dann muss man schon aushalten, dass dies bei uns der Fall ist.’ Er habe nach dem Attentat in Istanbul gedacht, ein kritischer Erdogan-Wagen sei nicht möglich. ‘Aber dann ging einfach alles so weiter, und der Westen ignoriert, was mit den Kurden passiert. Es ist ein böses politisches Spiel, weil Erdogan die Flüchtlinge von uns fernhalten soll.'”

Quelle: RP Online

Anarcho-Syndikalismus in der Region Meiningen/Thüringen 1919-1933

8. Februar 2016

agitation-ds-42-1931-001Helge Döhring:

Anarcho-Syndikalismus in der Region Meiningen/Thüringen 1919-1933

In Thüringen, wie auch in Westsachsen hatte die anarcho-syndikalistische Gewerkschaftsbewegung eine flächendeckende Verbreitung.

Gab es in Berlin, an Rhein und Ruhr, sowie in vielen Landeshauptstädten industrielle und folglich organisatorische Ballungszentren, so stellten beispielsweise Meiningen, Zella-Mehlis oder Suhl in Thüringen nur wenige von vielen kleinen Zentren dar, in denen die Syndikalisten verankert waren. Vertreten waren sie besonders in der metallverarbeitenden Industrie, beispielsweise in der Kleinstadt Sömmerda, wo sie zu Beginn der Zwanziger Jahre 2.000 von 5.000 Arbeitern organisierten.

Die Mitglieder verteilten sich 1930: Auf Suhl 16 (1919 mit Heinrichs: 245), Zella-Mehlis 11 Metallarbeiter, Albrechts 15 Metallarbeiter, Heinrichs 23 Metallarbeiter. Die nächstgelegene betriebliche Basis fand sich im gleichen Jahr in Erfurt mit 63 Bauarbeitern, rund 60 Metallarbeitern, etwa ein Dutzend Verkehrsarbeitern und 19 Mitgliedern in der Lederindustrie (1919 umfasste die Vereinigung „aller Berufe“ 630 Mitglieder), sowie in Sömmerda mit 59 Metallarbeitern und 20 Bauarbeitern.(1) In Meiningen hatte die FAUD (alle Berufe) im Jahre 1930 nur noch 10 Mitglieder, 30 waren es Ende 1919. Über die Größenordnung eines Sommertreffens aus der Region im August 1927 gibt ein Polizeibericht Auskunft: „Gegen Nachmittag kamen etwa 200 Personen einschl. Frauen und Kinder nach Zella-Mehlis, wo sie ohne weitere Veranstaltungen in einem Saal bis gegen Abend zusammenblieben. Die größte Zahl der Teilnehmer stammte aus Erfurt, kleinere Trupps aus Halle und Suhl, während die übrigen Ortsgruppen nur vereinzelt vertreten waren.“(2)

Weiterlesen…

Beitrag zur Debatte um die sexuellen und sexualisierten Übergriffe in der Silvesternacht

3. Februar 2016

tumblr_inline_o1vih3KD6s1qzepp6_250Wie wahrscheinlich schon langläufig bekannt sein sollte, kam es in der Silvesternacht am Kölner Hbf zu einer Vielzahl von sexueller und sexualisierter Gewalttaten, zu anderen Angriffen auf die körperliche Unversehrtheit von Menschen und Diebstählen. An die 1000, oder mehr, Männer mit angeblich „nordafrikanischem“ und „arabischem“ Hintergrund, die sich in Gruppen zusammen schlossen, bewarfen und beschossen andere anwesende Menschen die den Jahreswechsel feiern wollten mit Feuerwerkskörpern, trennten Frauen von ihrer Familie oder Freund*Innen ab, belästigten sie und nutzten die Pein der Betroffenen um sie zu bestehlen.
Auch wenn diese Darstellung schon einige Ungenauigkeiten aufweist und ein Grund zum genaueren hinschauen sein müsste, scheint sich diese Darstellung in allen Medien zu bestätigen. Was sich nun im Einzelnen abgespielt hat und ob es Fehler beim Polizeieinsatz vor Ort gegeben hat soll im Folgenden weniger eine Rolle spielen. Uns, die Verfasser*Innen dieses Textes, geht es vielmehr um Sexismus, Rassismus und die Diskussionen die die Vorfälle in Köln ausgelöst haben.

Weiterlesen…

FAU Dresden beteiligt sich am 6. Februar an internationalem Protest gegen Pegida

2. Februar 2016

fauddMit eigenem Aufruf und eigener Mobilisierung beteiligt sich die Basisgewerkschaft FAU Dresden am internationalen Aktionstag gegen Pegida und die „Festung Europa“ am 6. Februar 2016. Das politische Programm Pegidas bezeichnet sie als Ablenkung von wirklichen gesellschaftlichen Problemen und möglichen Lösungen. Sie fordert auf, den Tag für eigene, soziale Aktionen zu nutzen.

In einem schriftlichen Aufruf geht die FAU auf das internationale Netzwerk von oft klar rechtsradikalen und teils sogar mit Waffengewalt agierenden Pegida-Bündnispartner_innen ein. Die Basisgewerkschaft warnt besorgt vor der Gefahr „einer zweiten Nacht des Faschismus“ über Europa. Mit verschiedenen Gruppen aus Deutschland und acht weiteren Ländern schloss sie sich letzte Woche dem Aktionsbündnis „Solidarity without limits!“ („Grenzenlose Solidarität!“) an.

FAU-Sprecherin Christina Müller (28) erklärt die Intension der Teilnahme: „Als Organisation die für die Rechte von ALGII-Empfänger_innen, prekär Beschäftigten, Streikenden und von Wohnungsverlust Bedrohten ebenso kämpft, wie für die Rechte von Refugees, plädieren wir für ein gemeinsames Handeln aller Unterprivilegierten. Bewegungen wie Pegida versuchen einzelne soziale Bewegungen gegeneinander auf zu bringen. Statt gegen Privatisierung und Prekarisierung sollen sich Lohnabhängige gegen Flüchtlingsunterkünfte wehren. Das führt nicht nur zu immer mehr Verletzten durch rechte Anschläge und Übergriffe, sondern auch dazu, dass ALLE weniger privilegierten verlieren. Wir rufen daher bundesweit zu Aktionen und zur Teilnahme an Gegendemos auf.“

Weiterlesen…

Suche nach der Wahrheit an der Alten Försterei

2. Februar 2016

126162Der fragwürdige Polizeieinsatz mit 80 Verletzten beim Freundschaftsspiel zwischen dem 1. FC Union und Austria Salzburg beschäftigt jetzt auch die Berliner Politik. Für die Polizei standen die Schuldigen schnell fest. Aber Videos der Stadionüberwachungsanlage sollen die Fans des 1. FC Union entlasten.

Das Freundschaftsspiel zwischen dem 1. FC Union Berlin und Austria Salzburg geht in die Nachspielzeit. Nachdem am Sonnabend bei einem Polizeieinsatz am und im Stadion An der Alten Försterei 80 Personen verletzt wurden, gibt es Klärungsbedarf – sogar in der Politik. »Die Fraktion DIE LINKE im Berliner Abgeordnetenhaus wird in der kommenden Sitzung des Innenausschusses hierzu nachfragen«, sagte der Landesvorsitzende der Partei, Klaus Lederer, am Montag. Die Aufgabe bis zum 15. Februar, der nächsten Sitzung des Innenausschusses, formulierte er wie folgt: »Wir fordern zudem, dass die Widersprüche, die zwischen der Darstellung der Ereignisse durch die Polizei und durch den den 1. FC Union sowie vieler Fanvereinigungen bestehen, rasch aufgeklärt werden.«

Widersprochen hatte der Zweitligist aus Köpenick schon am Sonntag der Polizei. »Erst eine für ein Benefizspiel außergewöhnlich hohe Polizeipräsenz und ein angesichts der Situation rund um das Stadion unerklärlich intensiver Polizeieinsatz haben die Lage eskalieren lassen«, schrieb er in einer Pressemitteilung.

Weiterlesen…

Folgen

Erhalte jeden neuen Beitrag in deinen Posteingang.

Schließe dich 105 Followern an