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Schwarz-Roter Ticker (Juni 2016) [+Ticker mit+]

1. Juni 2016

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Der Kampf geht weiter: Eine anarchosyndikalistische Sicht auf den Kampf gegen das neue Arbeitsgesetz

19. Juni 2016

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„In Frankreich wüten seit drei Monaten vielfältige und kreative Proteste gegen das „Loi Travail“. Diese sogenannte Arbeitsmarktreform wird von vielen als französische Variante der Agenda 2010 bezeichnet. Ein Gespräch zwischen Xavier und Valerie über das Was, Wie und Warum der Proteste und die Positionierung des französischen Anarchosyndikalismus darin. Xavier war lange Zeit in der französischen CNT aktiv und beide Gesprächsteilnehmer*innen sind in der FAU Berlin organisiert“ – so die Einleitung zu dem Gespräch „Zur Situation in Frankreich: Der Kampf geht weiter! „ von Anfang Juni 2016, das wir hiermit dokumentieren:

Zur Situation in Frankreich: Der Kampf geht weiter!

Über Streiks, Gewerkschaften und „Nuit debout“ im französischen Frühling

In Frankreich wüten seit drei Monaten vielfältige und kreative Proteste gegen das „Loi Travail“. Diese sogenannte Arbeitsmarktreform wird von vielen als französische Variante der Agenda 2010 bezeichnet. Ein Gespräch zwischen Xavier und Valerie über das Was, Wie und Warum der Proteste und die Positionierung des französischen Anarchosyndikalismus darin. Xavier war lange Zeit in der französischen CNT aktiv und beide Gesprächsteilnehmer*innen sind in der FAU Berlin organisiert.

Valerie: Worum geht es bei den Protesten in Frankreich? Warum ist dieser Kampf so wichtig?

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SZENE BIZARR – Kaffeetisch und Tristeza geben Durruti posthum Hausverbot

19. Juni 2016
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Badeten tatsächlich nackt und gemeinsam. Milizionärinnen und Milizionäre von CNT und FAI.

Spanische Revolution möglicherweise ungültig

Ein kleiner Teil der Berliner Linksszene wurde durch ein spektakuläres Hausverbot gegen Durruti verunsichert. Jemand hatte nämlich in der Schankwirtschaft Laidak eine Ausgabe des von Mary Low und Juan Breá herausgegebenen roten Notizbuchs aus der spanischen Revolution gefunden und sich bei dessen Lektüre durch folgende leicht gekürzte Passage an etwas Unangenehmes aus ihrem Leben erinnert:

„Wir, die beiden Ärzte und der Fahrer, gingen mit den Frauen hinunter zum Fluß. ‘Ich wünschte, wir hätten das gewußt, bevor wir hierher gekommen sind’, seufzte der hellhaarige Arzt, ‘dann hätte ich meine Badehose mitgebracht.’
Die beiden Frauen schauten sich an und lachten. Ich fragte mich warum.
Ich sollte es bald erfahren.

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Das revolutionäre Rumänien vor Augen

16. Juni 2016

cover-militant-gheorghiu-buchNach der 2013 erschienenen Biografie über den rumänischen Anarchisten und publizistischen (Arbeiter-) Aktivisten Panait Mușoiu hat der anarchistische Syndikalismusforscher Martin Veith eine weitere Studie vorgelegt.

Sein soeben neu erschienenes Buch behandelt auf knapp 300 Seiten das Leben und die Aktivitäten des Arbeiters, Syndikalisten und anarchistischen Kommunisten Ștefan Gheorghiu. Mit diesem Buch korrigiert er einige Falschinformationen und Darstellungen. Denn während der kommunistischen Herrschaft, besonders zu Zeiten Ceaușescus, machte die Partei einen stromlinienförmigen Parteisoldaten aus Gheorghiu. Sie stellten ihn als Marxisten und Sozialdemokraten dar, als Vorkämpfer der kommunistischen Partei und benannten sogar die Parteihochschule nach ihm. Bis zum Sturz Ceaușescus war der Name Gheorghius regelmäßig in Schule und Presse zu hören. Er wurde für die Propaganda des Regimes missbraucht. Wie das Buch darlegt und mit Aussagen von Gheorghius Freunden und Kampfgefährten belegt, war er aber alles andere als ein angepasster Parteimensch.

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Nomos-Sammelband „Den Staat zerschlagen“ erschienen

13. Juni 2016

staatzerschlagenDr. Peter Seyferth (Hg.): Den Staat zerschlagen!

Anarchistische Staatsverständnisse, 2015, 306 S., Broschiert, ISBN 978-3-8329-7986-7, 49,- €* (aus der Portokasse für Millionäre oder für 10 Hartz IV-Bezieher, wenn sie zusammenschmeißen)

„Das, was am Staat so übel ist, lässt sich nicht durch Reformen, Gewaltenteilung, Wahlen, internationale Verträge oder tugendhafte Politiker ausbessern. Weil der Staat immer eine gewaltsame Herrschaftsstruktur ist, muss er durch herrschaftsfreie Ordnungen ersetzt werden, die selbst nicht staatsförmig sind. […]“

Helge Döhring vom Institut für Syndikalismuforschung ist auf den Seiten 237-257 mit folgendem Beitrag vertreten:

„Die Rolle des Staates in der gesellschaftlichen Konzeption des Anarcho-Syndikalismus“ (Mit exemplarischem Fokus auf die Geschichte Spaniens und Schwedens)

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Fußball-EM: Kein Hoch auf Schwarz-Rot-Gold

12. Juni 2016

2474_club_not_country_1Pünktlich zur EM wird wieder die deutsche Nation bejubelt und der unverkrampfte Partypatriotismus zur Schau gestellt, warum aber auch während der EM Patriotismus negative Folgen hat, verdeutlicht Nils Böhlke in diesem Artikel.

Ich habe vor sechs Jahren zum ersten Mal für marx21 einen Artikel darüber geschrieben, dass ich mir den Fußball nicht von den Nationalisten nehmen lassen möchte und mich niemals in eine Fanmeile stellen würde, um dort mit Schwarz-Rot-Gold auf der Wange der deutschen Nationalmannschaft zuzujubeln. Heute ist deutlicher denn je erkennbar, wie sich die Enttabuisierung nationaler Symbolik bei Sportevents negativ auf die gesellschaftliche Entwicklung auswirkt. Wenn ich das schreibe, geht es mir keinesfalls darum, mich gegen diejenigen zu stellen, die sich für Fußball begeistern. Nichts liegt mir ferner. Ich bin Fußballfan seit ich denken kann. Das erste Mal war ich im Alter von sieben Jahren im Stadion. Ich habe mich heiser geschrien für den FC St. Pauli und mit den anderen Fans viele Siege gefeiert und leider noch mehr Niederlagen erlebt. Während der Europameisterschaft werde ich mir so viele Spiele wie möglich anschauen. Dennoch werde ich niemals eine Deutschlandfahne in die Hand nehmen.

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Wurde V-Mann „Corelli“ doch umgebracht?

12. Juni 2016

bild-nsu-corelli-und-der-verfassungsschutz-100~_v-gseapremiumxlVon Tobias Al Shomer

Kein gewöhnlicher Todesfall

Als der V-Mann des Bundesamtes für Verfassungsschutz, Thomas Richter, besser bekannt unter seinem Arbeitsnamen „Corelli“, am 7. April 2014 in Paderborn tot aufgefunden wird, ist schnell klar: Das hier ist kein gewöhnlicher Todesfall. Corelli war im Schutzprogramm des Verfassungsschutzes. 18 Jahre spitzelte er deutschlandweit in der militanten Neonazi-Szene, bis er 2012 auffliegt. In der Szene ist er jetzt ein Verräter und in Gefahr. Deshalb muss er von Leipzig schließlich nach Paderborn ziehen. Dort steht er unter dem Schutz des Verfassungsschutzes. Geholfen hat es ihm nicht.

Todesursache Zuckerschock

Für seinen Tod finden Rechtsmediziner schnell eine plausible Erklärung: hyperglykämischer Schock in Folge einer unbekannten Diabetes. Tod durch Überzuckerung. Die Staatsanwaltschaft holt ein laborchemisches Gutachten in Münster ein – Ergebnis: keine Auffälligkeiten. Als dann der erfahrene Diabetologe Werner Scherbaum aus Düsseldorf in seinem Gutachten feststellt, dass es gar keine Substanz gebe, die solch einen hyperglykämischen Schock auslösen könne, schließt die Staatsanwaltschaft Paderborn den Fall – ohne ein umfassendes toxikologisches Gutachten einzuholen. Dass Corelli umgebracht wurde, wird ausgeschlossen.

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Demonstration für Gewerkschaftsfreiheit durch Berlin

9. Juni 2016

Unter dem Motto „Gewerkschaftsfreiheit statt Klassenjustiz“ zogen am 4. Juni rund 300 Personen lautstark durch Berlin-Mitte. Zur Demonstration aufgerufen hat die anarchosyndikalistische Basisgewerkschaft Freie Arbeiterinnen- und Arbeiter-Union (FAU) Berlin.

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Demonstration für Gewerkschaftsfreiheit durch Berlin

Rund 300 Personen folgten am Samstag einem Demonstrationsaufruf der FAU Berlin. Unter gleißender Sonne zog die außerordentlich lautstarke Menge vom Hackeschen Markt via Oranienburger- und Friedrichstraße vor die Französische Botschaft beim Brandenburger Tor und schließlich zum Einkaufscenter „Mall of Berlin“. Die DemonstrantInnen forderten nicht nur die sofortige Zahlung ausstehender Löhne für einen Gastronomie- und sieben Bauarbeiter, sondern protestierte auch gegen den Versuch der Unternehmerseite, die Gewerkschaft mittels einstweiligen Verfügungen und Strafanzeigen gegen AktivistInnen zum Schweigen zu bringen.

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