Skip to content

Martin Luther im Original (1)

24. Februar 2017

lutherjahr1

4 Kommentare leave one →
  1. Adé Anti-D's permalink
    4. März 2017 07:13

    Ist schon seltsam, dass die furchtbar authentische soziale Bewegung der „Antideutschen“ (also nicht die Opas und Omas, die gegen die Anektion der DDR waren…) hier bei Luther irgendwie ganz seltsam in den Kanon bundesrepublikanischer Feierlichkeit durch Schweigen einstimmt – jedenfalls sehe ich die Aufschreie nicht, die proportional zu nichtvorhandenem Antisemitismus beim politischen Gegner der Antideutschen, bei diesem unleugbaren Antisemitismus kommen müssten!
    So eine verheuchelte Drecksbande – Noam Finkelstein als Antisemiten zu betiteln und dann, wenn der deutsche Staat und die Kirche (!!!) Luther feiert – siehst du keine ADs, Credit Point Hunters auf der Straße oder eher gesagt, im Internet, ihrem vorrangigen Aktivitätsfeld….
    So ein lächerliches Armutszeugnis dieser scheiß Nazis.

    Die intellektuellen Bonzenkinder, die die „Antideutschen“ aktueller Prägung geformt haben, sind eben nur Diener der Macht. „Solidarität“ mit einem Staat bedeutet eben doch nur solidarisch, das heißt in diesem Fall opportun, zur Macht zu sein, egal was sie plant und durchzieht. Was dabei herauskommt, sieht man ja an den aktuellen Genoziden der Welt, Morde, die nur ein Intellektueller durch seine Akademikerbrille vom heimischen Schreibtisch aus wegrationalisieren kann.

    Bei diesem flächigen Antisemitismus, jenem, auf den sich der Staat u.a. stützt, weil er zur Mythen- und Identitätsbildung dessen, was uns als „Deutsch“ verkauft wird gehört, sind sie eben genauso opportun. Und deshalb steht eben bei den Schweinen nicht der Kampf gegen Antisemitismus im Vordergrund, sondern eben das Kriechen vor der Macht der BRD, der USA und Israels – aus irgendwelchen Gründen, die niemand nachvollziehen kann, denn ich sehe die Belange der jüdischen Arbeiterklasse in keinem dieser Staaten vertreten… aber gut – dumm-bürgerlich und nichts dazu gelernt.
    Für diesen Widerspruch finden die Großmäuler bestimmt wieder ein neues Wörtchen, hinter dem sie sich verstecken können: „Ideologiekritisch“ war ja eines von denen.

    • Thomas Ebermann über den Bellizismus in der antideutschen Szene permalink
      4. März 2017 21:51

      Thomas Ebermann über den Bellizismus in der antideutschen Szene

  2. "religiös oder tolerant?" ~ Jutta Ditfurth versus Margot Käßmann (Streitgespräch) permalink
    4. März 2017 22:04

    „religiös oder tolerant?“ ~ Jutta Ditfurth versus Margot Käßmann (Streitgespräch)

    Audiomitschnitt der „Leipziger Disputation: religiös oder tolerant?“ vom 24. Juni 2013
    Ein Streitgespräch zwischen Margot Käßmann und Jutta Ditfurth
    Moderator: Thomas Bille
    Veranstalter: Ev.-Luth. Kirchgemeinde St. Thomas, Stadt Leipzig, Universität Leipzig und MDR Figaro

  3. LUTHER --- Volksheld, Antisemit, Hassprediger permalink
    21. Mai 2017 13:22

    LUTHER — Volksheld, Antisemit, Hassprediger

    Giordano-Bruno-Stiftung veröffentlicht kritische Broschüre zum Luther-Jahr

    Rund 250 Millionen Euro aus allgemeinen Steuergeldern bringt die öffentliche Hand für die „Luther-Dekade“ auf. Der 500. Jahrestag seines angeblichen „Thesenanschlags“ soll sogar als bundesweiter Feiertag begangen werden. Doch war Martin Luther ein Mann, den man feiern sollte? Nein, sagt die Giordano-Bruno-Stiftung, die in ihrer soeben veröffentlichten kritischen Luther-Broschüre aufzeigt, dass der Reformator einer der „wirkmächtigsten Vertreter des Judenhasses von Golgatha bis Auschwitz“ war.

    Für Adolf Hitler war Martin Luther „ein großer Mann, ein Riese“, der „den Juden“ sah, „wie wir ihn erst heute zu sehen beginnen.“ Auch für den evangelischen Landesbischof Martin Sasse, der 1938 (nach der Reichspogromnacht) das Heft „Martin Luther über die Juden: Weg mit ihnen!“ herausgab, war der Reformator ein leuchtendes Vorbild, der „größte Antisemit seiner Zeit, der Warner seines Volkes wider die Juden“.

    Die Nationalsozialisten setzten um, was Luther 400 Jahre zuvor in seiner Hetzschrift „Von den Juden und ihren Lügen“ gefordert hatte, nämlich Zwangsarbeit und Zwangsunterbringung für Juden sowie das Niederbrennen ihrer Synagogen. Von Martin Luther übernahmen die Nazis auch den Leitspruch ihres Hetzblattes „Der Stürmer“: „Die Juden sind unser Unglück!“ Kein Wunder also, dass sich „Stürmer“-Herausgeber Julius Streicher 1946 beim Nürnberger Prozess mit Berufung auf Martin Luther verteidigte: „Dr. Martin Luther säße heute sicher an meiner Stelle auf der Anklagebank, wenn dieses Buch von der Anklagevertretung in Betracht gezogen würde. In dem Buch ‚Die Juden und ihre Lügen‘ schreibt Dr. Martin Luther, die Juden seien ein Schlangengezücht. Man solle ihre Synagogen niederbrennen, man solle sie vernichten.“

    Den meisten protestantischen Theologen sind diese geschichtlichen Zusammenhänge wohlbekannt, weshalb sie auf kritische Nachfragen durchaus einräumen, dass es bei Martin Luther „dunkle Flecken“ und „beschämende Aussagen“ gebe. Allerdings legt die Evangelische Kirche in Deutschland (EKD) großen Wert darauf, dass hierdurch das öffentliche Bild des Reformators nicht beschädigt wird. Daher soll die Beschäftigung mit Luthers „dunklen Flecken“ möglichst Fachkreisen vorbehalten bleiben, während für die breite Bevölkerung das Loblied auf den Verkünder der „Freiheit des Christenmenschen“ angestimmt wird – angereichert mit allerhand harmlos-lustigem Luther-Tand wie etwa „Luther-Lutschern“, „Luther-Bonbons“ oder „Luther-Playmobilfiguren“.

    Die Giordano-Bruno-Stiftung möchte diesem unkritischen, geschichtsverfälschenden Luther-Bild entgegenwirken. Zu diesem Zweck lässt sie den Reformator in der Broschüre selbst zu Wort kommen. Dabei zeigt sich, dass Luther nicht nur ein besonders vehementer religiöser Judenhasser (Antijudaist) war, der den Begriff der „Judensau“ wie kaum ein Zweiter popularisierte, sondern dass er auch im Sinne eines vormodernen Rassismus (Antisemitismus) gegen „die Juden“ agitierte. So schrieb Martin Luther im Jahr 1543: „Das israelitische Blut ist vermischt, unrein, verwässert und verwildert worden. […] Dieser trübe Bodensatz und stinkender Abschaum, dieser verschimmelte Sauerteig und sumpfige Morast von Judentum sollte die Erfüllung des Messias verdient haben, aber doch nichts weiter ist als ein fauler, stinkender, verrotteter Bodensatz vom Blut ihrer Väter?“

    Neben Luthers unbändigen Judenhass werden in der gbs-Broschüre auch die menschenverachtenden Positionen des Reformators gegenüber Frauen, „Hexen“, Behinderten und aufständischen Bauern dokumentiert. Allerdings kann eine 12-seitige Broschüre nur einen kurzen Einstieg in Luthers Weltbild bieten. Daher verweist der Text zur weiteren Vertiefung auf die aktuelle dreibändige Edition der judenfeindlichen Schriften Luthers, herausgegeben von Karl-Heinz Büchner, Bernd P. Kammermeier, Reinhold Schlotz und Robert Zwilling (allesamt Mitglieder der gbs-Regionalgruppe Rhein-Neckar). Außerdem bezieht sich die Broschüre auf die von der gbs-Rhein-Neckar konzipierte Ausstellung „Von Golgatha nach Auschwitz“ sowie auf das gleichnamige Buch von Reinhold Schlotz. Buch und Ausstellung ordnen Luthers Denken historisch ein und belegen anhand zahlreicher Quellen, dass die christliche Judenfeindschaft zwar keine hinreichende, wohl aber eine notwendige Voraussetzung für den Holocaust war.

    Wer die Broschüre „Martin Luther: Volksheld – Antisemit – Hassprediger“ im Luther-Jahr verteilen oder als Korrektiv zu den offiziellen EKD-Materialien im Unterricht einsetzen möchte, kann gedruckte Exemplare über dieses Formular https://www.giordano-bruno-stiftung.de/content/bestellung-der-broschuere-martin-luther-volksheld-antisemit-hassprediger kostenfrei beim Stiftungssekretariat bestellen. Die Onlineversion der Luther-Broschüre ist ab sofort als pdf-Datei über die gbs-Website verfügbar:
    https://www.giordano-bruno-stiftung.de/sites/gbs/files/download/2017luther-broschuere-web.pdf

    Lesen Sie zum Thema auch:

    Interview zum Luther-Jahr mit gbs-Vorstandssprecher Michael Schmidt-Salomon (NOZ, 25.3.2017)
    http://www.noz.de/deutschland-welt/kultur/artikel/864136/michael-schmidt-salomon-ein-hassprediger-1#gallery&0&0&864136
    Interview mit den Herausgebern zur Neuedition von Luthers Hetzschriften gegen die Juden (hpd, 17.3.2016)
    https://hpd.de/artikel/wir-wollten-luther-selbst-sprechen-lassen-12859
    Die Kosten der Lutherdekade 2008 – 2017 (fowid, 31.10.2016)
    https://fowid.de/meldung/kosten-lutherdekade-2008-2017


    http://zersetzer.blogsport.de/2013/01/13/rebell-thomas-muentzer

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s

%d Bloggern gefällt das: