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Emma Goldman im Rap

12. Februar 2017

Die Anarchistin Emma Goldman, Weggefährtin Johann Mosts, Alexander Berkmans und Rudolf Rockers ist für viele Anarchisten und syndikalistische Gewerkschafter in den USA noch heute eine inspirierende Person. Auch für deutsche Genossen und Genossinnen, besonders jene, die sich dem Feminismus widmen, eignet sich Emma Goldmans Lektüre mit ihren alles andere als abstrakten Positionen. Wie SLIME die „linken Spießer“ besang, bemerkte Goldman schon viel früher, dass es „Spießbürger auch in der Frauenbewegung“ gibt. Diese Erkenntnis bezeichnet ihren wachen und undogmatischen Geist, der sich nicht monokausalen Erklärungsmustern hingab oder im elitären akademischen Schlagwortaustausch unserer Tage vertrocknete.

2013 Veröffentlichte Sole, ein us-amerikanischer Rapper, einen Song über Goldman. Hier das Video im DIY Stil dazu!

Quelle: Eingesandt

„BURN EVERY CROSS THAT DEMANDS SUBMISSION!“

4. Februar 2017

Nicht „Religionskritik“, der Kampf gegen Religion, wird selten genug in der laschen, opportunistischen anarchistischen Szene geführt. Man hat sich von den Linken die selbstgefällige, blasierte „Toleranz“ abgeschaut, die den Bruch mit den eigenen Bedürfnissen andauernd einschließt. Feige Pazifisten verstecken sich hinter ihrem Dasein als moralische Aristokratie und spielen sich als Wortführer auf. „Islamophobie“ soll bekämpft werden… damit übernehmen die heutigen Aktivisten von den Medien der Herrschenden die Aussage, dass „da unten alle Muslime seien“ und stellen ein religiöses Merkmal vor das erste und bedeutendste Merkmal der dort sterbenden Menschen: Dass es Menschen sind. Bei diesem traurigen Zustand der allgemeinen geistigen Schwäche der modernen anarchistischen Szene, die mal eine Bewegung war, ist es umso erfreulicher andere Klänge da draußen zu vernehmen, und die glauben wir in z.B. dem Song „True deceivers“ von der anarchistischen Band Wolf down gefunden zu haben. Das wollen wir euch nicht vorenthalten:

Quelle: Eingesandt

Schwarz-Roter Ticker (Februar 2017) [+Ticker mit+]

4. Februar 2017

ticker+++

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IWW-Mitglied in Seattle bei Anti-Trump-Protesten niedergeschossen

23. Januar 2017

seattle2588433975d8c2Am Freitag, dem 20. Januar 2017, wurde in Seattle, USA, ein Gewerkschafter der „Industrial Workers of the World“ (IWW) bei einer Kundgebung gegen die Amtseinführung des Immobilien-Milliardärs Trump als US-Präsidentendarsteller und seiner publizistischen Helfer der rechtsextremen „Breitbart-News“ durch einen Schuss in den Bauch schwer verletzt. Die IWW rufen u.a. zu einem kurzfristigen Fundraising für die Behandlungskosten auf. Wir bitten alle LeserInnen, sich daran zu beteiligen.

Der Angriff auf unseren Genossen von den IWW fand auf dem sog. „Red Square“ der University of Washington in Seattle statt. In der Uni sollte an diesem Abend Milo Yiannopoulos, einer der übelsten Schreiberlinge der sog. „Breitbart-News“ sprechen. Der Schütze, ein Täter aus dem Dunstkreis der sog. „weißen Suprematisten“ verletzte unseren Genossen bei Protesten gegen die ausgebuchte Veranstaltung durch einen Bauchschuss schwer. Der Wobbly befindet sich zwar nicht mehr in akuter Lebensgefahr, sein Zustand ist nach Angaben des „Harborview Hospital“ aber nach wie vor kritisch. Der Polizei gelang es, den Täter festzunehmen, sie ließ in kurzerhand wieder frei, nachdem der Breitbart-Fan behauptete, er habe „in Notwehr“ geschossen.

In Seattle finden aktuell Mobilisierungen gegen diesen versuchten Mord an einem bekannten Antifaschisten und gegen das Pack statt, das im Zusammenhang mit der Amtseinführung von Trump und dem Aufstieg seiner rechtsextremen Sponsoren à la „Breitbart-News“ an die Schalthebel der Macht, derzeit nach oben geschwemmt wird.

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Suche nach Essen im Müll: Rentner verurteilt

21. Januar 2017

altersarmutAuch Müll ist heiliges Privateigentum.

Ein 78-jähriger Rentner mit ersten Anzeichen einer Altersdemenz und 300 Euro Rente (!) wurde jetzt vom Amtsgericht Mühldorf in Oberbayern zu 30 Tagessätzen, also 300 Euro Strafe verurteilt.

Sein Verbrechen:

Er hatte in den Abfallcontainern eines Discounters nach Essensresten gesucht.

Eine Zeugin rief die Polizei, die Filialleiterin erstattete Anzeige, der Rentner wegen Hausfriedensbruch und Diebstahl vor Gericht gestellt und verurteilt.

Ein toller Staatsapparat, der wieder einmal sein wahres Gesicht zeigt. Es sind die christlichen Werte des Abendlandes und der Demokratie, die hier offensichtlich verteidigt wurden. Und da steht an oberster Stelle nicht der Mensch sondern natürlich das heilige Privateigentum, selbst wenn es Müll ist.

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Das Jahrbuch „Syfo – Forschung & Bewegung“ für 2016 ist erschienen

19. Januar 2017

titel-syfo6In gewohnter Qualität befassen sich die Beiträge mit einer Vielzahl von Themen, die für die anarcho-syndikalistische Bewegung von Bedeutung sind.

Stephan Geuenich behandelt in einem fulminanten Text die Frage von Syndikalismus und Pädagogik. Was er niedergeschrieben hat, ist wohl das ergiebigste, das zu dieser Thematik in der Nachkriegszeit erschien. Wir haben seinen Beitrag unter die Überschrift „Ökonomischer Kampf und die Revolutionierung der Köpfe“ gestellt. Abermals konnten wir Hans Jürgen Degen gewinnen, der seinen Beitrag zur Strategie und Positionsbestimmung des Anarcho-Syndikalismus aus dem vorangegangenen Jahrbuch weiterführt. Wir wünschen uns, dass ihr seinen neuen Beitrag „Über das Soll des Anarcho-Syndikalismus II“ ebenso anregend findet und für Diskussionen nutzt, wie wir es getan haben. Wolfgang Haug geht näher auf Erich Mühsams Text zur „Einigung des revolutionären Proletariats im Bolschewismus“ ein und rückt dessen Aussagen in den Kontext des damaligen Wissens.

Wir selber bohren auch gerne nach, und zwar haben wir uns gefragt, warum Stolpersteine nur für NS-Opfer gelten. Mordete das Kapital nicht schon vor 1933 mit Hilfe anderer Regierungen? Wir meinen: Ja. Wie und wo dies geschah, damit können sich beispielsweise regionale Gedenkinitiativen befassen, denen wir gerne beratend zur Seite stehen.

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Robin Hood

16. Januar 2017