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Schwarz-Roter Ticker (125) [6 Meldungen]

20. Mai 2013

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Dokumentation “Killing Nazis”

23. Mai 2013

Die Film-Doku “Killing Nazis” erzählt die reale Geschichte eines wahren “Inglourious Basterd”, des heute 91-jährigen Alfred Müller aus Wien-Ottakring. Als Jugendlicher vor den Nazis nach Palästina geflüchtet, wurde er im Exil zu Chaim Miller und in einer Spezialeinheit der britischen Armee für den Einsatz als Agent in Nazi-Uniform ausgebildet. 1945 kehrte er als Soldat der “Jüdischen Brigaden” zurück nach Österreich, wo seine Eltern im Holocaust ermordet wurden. Alfred Müller übte mit seiner Einheit in Selbstjustiz Rache, indem er Dutzende SS- und Gestapoangehörige aufspürte, entführte, verhörte und hinrichtete. Der Film lässt den Zuseher miterleben und mitfühlen, wie und warum Chaim Miller vom Opfer zum Täter wurde, und er zeigt eindrucksvoll, wie das Leben eines Menschen durch die Geschichte geprägt wird und wie die Geschichte durch das Leben eines Menschen beeinflusst wird.

Die Realität des Kapitalismus im Bild dargestellt

23. Mai 2013

antideutscheEin kleiner Tip für unsere antideutschen Studenten: Schaut euch das Bild genau an. Hier sind keine abstrakten “Märkte” und “Funktionen” am Werke, sondern Kapitalisten aus Fleisch und Blut wringen und zerstören den lohnabhängigen Menschen. Das nennt man übrigens Ausbeutung, liebe Antideutsche, und es ist das Lebensprinzip des Kapitalismus.

Wien: Vortrag zu Streiks in der 2. Republik

23. Mai 2013

Kurze Anmerkung: Die Organisatoren der hier beworbenen Veranstaltung sind Trotzkisten, doch ist das behandelte Thema ebenso für Syndikalisten, Anarcho-Syndikalisten und klassenkämpferische ArbeiterInnen von generellem Interesse. Es bietet zudem die Gelegenheit selbstorganisierte und selbstbestimmte Kampfformen vorzustellen und zentrale Gewerkschaftsinstanzen, auch anhand ihrer Struktur, treffend ob ihrer Untauglichkeit bei der Durchsetzung von ArbeiterInneninteressen bloßzustellen.

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Wie die Mechanismen von Herrschaft unsere Welt kaputt machen (II)

23. Mai 2013

Beispiel Wasserprivatisierung

Wir weisen in diesem Fall auf den Film “Water Makes Money” hin. Hierzu eine knappe Hintergrundinformation von Chefduzen.de – Das Forum der Ausgebeuteten:

“Prozess gegen Water Makes Money

Wenn die Wasserversorgung privaten Unternehmen anvertraut wird, dann wird das Wasser teurer und seine Qualität sinkt rapide. Vorteile genießen allein die Konzerne – und die Politiker.

Der Film “Water Makes Money” von Leslie Franke und Herdolor Lorenz erklärt anhand von Beispielen aus Frankreich und Deutschland die Mechanismen der Korruption in der Wasserprivatisierung.

Der Konzern Veolia verklagte den Verleih und Jean-Luc Touly, einen ehemaligen leitenden Angestellten, auf dessen Aussagen sich der Film unter anderem stützt. Drei der vier Anklagepunkte Veolias wurden vom Pariser Gericht abgewiesen . Mit Ausnahme einer für den Film nicht entscheidenden Passage werden die im Film genannten Fakten nicht angezweifelt und dürfen in Water Makes Money weiterhin als Korruption bezeichnet werden. Unmittelbar nach dem Gerichtsverfahren griffen Hacker die Webseite von www.watermakesmoney.com an und legten sie dauerhaft lahm.”

Die Immunität der reichen Konzernherrscher gegenüber dem Gesetz ergibt sich aus Gesetzesverstößen, die vom Gericht anerkannt werden, aber die zu keiner Konsequenz für die Herrschenden führen. Wir müssen daraus schließen, das alles Gesetz und jede Bürokratie korrupt und käuflich ist und für die gesunde Organisierung der menschlichen Gemeinschaft ungeeignet.

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150 Jahre SPD

22. Mai 2013

asozialespdBei der Reichstagswahl 1928 hatten die Berliner Sozialdemokraten eine saubere Idee. Sie verteilten auf ihren Kundgebungen Toilettseife mit dem Aufdruck: »Wählt SPD«

Wir haben unsre Brüder
mit Wahlkampfseife bedacht.
Das tun wir das nächste Mal wieder;
es hat sich bezahlt gemacht.

Wir schlagen Schaum.
Wir seifen ein.
Wir waschen unsre Hände
Wieder rein.

Wir haben ihn gebilligt
den großen heiligen Krieg.
Wir haben Kredite bewilligt,
weil unser Gewissen schwieg.

Wir schlagen Schaum.
Wir seifen ein.
Wir waschen unsre Hände
Wieder rein.

Dann fiel’n wir auf die Beine
und wurden schwarz-rot-gold.
Die Revolution kam alleine;
wir haben sie nicht gewollt.

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Die Ghostwriter der Hartz IV Kommission

21. Mai 2013
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Helga Spindler

Von Prof. Dr. jur. Helga Spindler

Speziell Hartz IV und die verbliebene Rest-Arbeitslosenversicherung und Rest- Sozialhilfe haben wir nicht in erster Linie der Hartz-Kommission oder gar dem Namensgeber Peter Hartz persönlich zu verdanken, sondern, einer geheimen Staatsaktion, einer recht undemokratischen, handstreichartigen Hintergrundarbeit aus dem Bundesarbeitsministerium (BMA) und dem Bundeskanzleramt, einverständlichkoordiniert und gelenkt durch die Bertelsmann Stiftung.

Wenn heute an die Übergabe des Berichts: „Moderne Dienstleistungen am Arbeitsmarkt“ im Französischen Dom in Berlin erinnert wird, dann denken viele spontan an Hartz IV, das neue Grundsicherungssystem, in das Millionen Menschen mit Partnern und Kindern ohne Rücksicht auf Qualifikation und Berufserfahrung hineingepresst werden und das Hunderttausende in unterwertige Arbeitsplätze gezwungen hat, ohne ihnen sozialen Schutz zu bieten. In der Tat hat die Kommission einige Dämme zur Regulierung am deutschen Arbeitsmarkt eingerissen und eine Sozialbehörde zum datenfressenden Controlling- und ITMonster pervertiert“ (1) und sie hat mit Modul 6: „Arbeitslosenhilfe und Sozialhilfe zusammenführen“ und Modul 3 mit dem etwas zynischen Titel : Neue Zumutbarkeit und Freiwilligkeit“ die Stichworte für Hartz IV gegeben, aber eben nur die Stichworte. Auch hat sie diese mit teilweise anderen Vorstellungen über die Umsetzung verbunden, was letztlich die Öffentlichkeit besonders raffiniert getäuscht hat in Bezug darauf, was mit Hartz IV und nicht zu vergessen auch mit der deutlichen Verschlechterung der Arbeitslosenversicherung in Hartz III auf sie zukommen sollte.

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