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Schwarz-Roter Ticker (193) [4 Meldungen]

15. Dezember 2014

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Jahresendzeit – Welche Bücher schenken und lesen?

3. Dezember 2014

anarchistbuchDas Jahresende rückt näher und mit ihr die Zeit, in der an Freundinnen, Freunde, Bekannte und Familienangehörige Geschenke gemacht werden. Einige Betriebe schließen über die Feiertage und wir haben mehr Zeit zur freien Verfügung als sonst. Was liegt also näher, als diese Zeit zu nutzen auch ein gutes Buch zu lesen oder zu verschenken? Was lest ihr? Was verschenkt ihr? Was empfehlt ihr? Alle Leserinnen und Leser sind eingeladen, hier ihre Lieblingsbücher oder Lesetipps vorzustellen.

Aktuelle Neuigkeiten zu den Kämpfen in Kobane und Solidaritätsaktionen

7. Oktober 2014

solikobaneWir verweisen auf die folgenden beiden Infoseiten, die ständig aktualisiert werden:

Der kurdische Nachrichtendienst Firatnews, welcher den Kämpferinnen und Kämpfern von YPG und YPJ nahesteht:
http://en.firatajans.com/news/news (Informationen in Englisch)

Newsticker des Kurdischen Zentrums für Öffentlichkeitsarbeit (Civaka Azad)
http://civaka-azad.org/ (Informationen in Deutsch)

9. Juni 2013

gegenkrieg

Buchbesprechung: Oskar Lubin – „Triple A“

20. Dezember 2014

Lubin Avon Florian Becker

Untersuchungsgegenstand?

Jede libertäre Richtung hat ihre eigenen Voraussetzungen und Strategien. Lubin wirft sie jedoch in seiner „Streitschrift für ein Upgrading“ unter den Stichworten „Anarchismus, Aktivismus, Allianzen“ alle durcheinander, vor allem Anarchismus und Anarcho-Syndikalismus, springt von einer zur nächsten. Dieses Problem mangelnder Differenzierung fällt mir bei den Büchern der Verlage „Unrast“ und „Assemblage“ desöfteren auf. Was die Analyse als auch, was die Perspektive angeht, sollten die unterschiedlichen libertären Bewegungen detailliert für sich untersucht und Schnittmengen sorgfältig herausgearbeitet werden. Denn Anarchismus und Anarcho-Syndikalismus gehören differenzierter betrachtet. Nach Epochen und Ländern gibt es teils erhebliche Unterschiede. Auf 100 Buchseiten ist das nicht zu bewerkstelligen. So ist das Buch von Lubin nicht wirklich grundiert. Ich habe viele Fragezeichen am Buchrand gesetzt, die für elementare Einwände und für nötige Ergänzungen stehen.

Viel Philosophie – wenig Praxis

Die Vorschläge Lubins sind bekannt und werden in der Praxis teilweise angewandt, Bündnispolitik („Allianzen“) wurde zu jeder Zeit kontrovers diskutiert. Diesbezüglich (S. 84) fehlen bei Lubin auf jeden Fall eine Auseinandersetzung mit der Geschichte der syndikalismusbetonten Schwedischen „Sveriges Arbetares Centralorganisation“ (SAC) *1* einerseits und mit dem wohl reichhaltigsten praktischen anarchistischen Papier, Horst Stowassers „Projekt A“. *2* Auch die „Föderation Freiheitlicher Sozialisten“ (FFS), die in Deutschland einen sehr revisionistischen Standpunkt bezog, ganz ähnlich wie Lubin, taucht nicht auf. *3*

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Radiotipp: Klassismus – eine Einführung

20. Dezember 2014

klassengesellschaft“Klassismus” meint klassenspezifische Diskriminierung, Unterdrückung, Ausbeutung, Marginalisierung. Der Begriff ist im Deutschen weniger etabliert als die entsprechenden Begriffe “Classism” im Englischen bzw. “Classismo” im Spanischen. Der Vortrag ist inhaltlich nicht schlecht, auch wenn er nichts neues zum Wesen der Klassengesellschaft bringt. Zumindest wird die auseinanderdriftende Kluft zwischen Arm und Reich thematisiert und Andreas Kemper fordert zum Zusammenschluss, u.a. der Arbeiterkinder und Erwerbslosen, auf.

10 Minuten, erstellt von Radio Corax, Halle
Hier zu hören als mp3

Die Wildcat #97 ist erschienen

19. Dezember 2014

w97_cover_rgbInhalt:
Ferguson: Bewegung gegen Bullenmorde
Bodentruppen gesucht – Der globale Bürgerkrieg
»Jahrhundert der Mittelklasse«
Drei Tage Volksaufstand in Turin – Krise der selbstständigen Arbeit in Italien
Südafrika: »Economy can go to hell«
Indien: Kapitalistische Arbeitsteilung und Egalitarismus
Zehntausende Schuh-ArbeiterInnen streiken in China
Beruf und Bewegung (Teil 2)
Berlin: Mall of Shame – rumänische Bauarbeiter fordern ihren Lohn
Buchbesprechungen
Streiks im Perlflussdelta
»Die Massen sind aber nicht zu halten gewesen«
Neue Bücher zum NSU
Krieg und Revolution in Syrisch-Kurdistan

Einzelheft: 4 € plus 85 ct Porto
Wir empfehlen den Einzelheft-Interessenten in den größeren Städten, die Wildcat in einer unserer Verkaufsstellen zu holen. Das geht schneller und ist billiger.  Ansonsten Bestellung per email: versand@wildcat-www.de

Skandal-Firma erhält neuen Großauftrag für Flüchtlingsheim

19. Dezember 2014

Auch nach dem Misshandlungsskandal in ihrem Flüchtlingsheim in Burbach hat das Unternehmen European Homecare einen Großauftrag von der öffentlichen Hand erhalten, berichtet die “Süddeutsche Zeitung”.

Im September war bekannt geworden, dass Wachmänner einer Sicherheitsfirma in einem Heim von European Homecare im nordrhein-westfälischen Burbach Flüchtlinge misshandelt hatten. Sie filmten sich dabei mit Handy-Kameras. Besonders schockierte ein Bild, auf dem ein Wachmann seinen Fuß auf den Hals eines gefesselten Flüchtlings stellt.

Auftrag für Unterkunft mit 75 Asylbewerbern

Der Anbieter von Heimleitung, Hausmeister- und Verpflegungsdiensten für Asylbewerberheime darf eine Unterkunft in Meinersen im niedersächsischen Kreis Gifhorn vom 1. Januar an für fast vier Jahre führen. Dort leben 75 Asylbewerber. Es ist der erste Auftrag, den die Firma seit den Vorfällen in Burbach erhält, der so groß ist, dass er im Vergabe-Datenbanksystem der EU veröffentlicht werden muss: mindestens 207 000 Euro. Vermutlich sind es deutlich mehr. Das lässt sich anhand der jährlichen Pauschale schätzen, die Niedersachsen Kommunen für jeden Asylbewerber zahlt. Damit werden wiederum Dienstleister wie European Homecare bezahlt.

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Polizei, Gewalt und Videos

18. Dezember 2014

Aus dem Infotext der ARD: “Immer häufiger tauchen Handyvideos von polizeilichen Übergriffen gegen Bürger im Internet auf. Sie zeigen Polizisten, die auf wehrlos am Boden liegende Menschen einschlagen, sie mit Füßen treten oder gar mit Schüssen töten. Es sind erschütternde Szenen, die emotional aufwühlen und die eine gesellschaftliche Debatte um Gewaltexzesse von Polizisten in Deutschland ausgelöst haben.”

“Mall of shame” – Gewerkschaft fordert Lohn statt Mitgefühl

18. Dezember 2014

mallofshame1. Herr Fettchenhauers „Mitgefühlsbekundung“ in einem Interview mit dem Tagesspiegel können wir nur als billige Heuchelei empfinden. Verantwortlich dafür, dass die Kollegen kein Geld erhielten, sei er angeblich nicht. Doch Fakt ist: Die FCL hat auf dubiose Subunternehmen gesetzt, die zu keinem Zeitpunkt von ihren Aufträgen entbunden wurden. Er trägt auch die rechtliche Verantwortung für das Geschehen auf der Baustelle inkl. nichtgezahlter Löhne (§14 AEntG).

2. Die im Tagesspiegel erwähnten Vereinbarungen, die Fettchenhauer für die Arbeiter erzielte, waren ein Witz! Es handelte sich um Verzichtserklärungen auf den versprochenen Lohn mit einer verbundenen Einmalzahlung einiger hundert Euro. Die Behauptung, er habe dies mit dem DGB getan, stimmt nach Kenntnisstand der FAU Berlin nicht. Das zuständige Büro für entsandte Beschäftigte hat von solchen Erklärungen abgeraten. Letztlich sind solche Verzichtserklärungen ebenso rechtswidrig wie rechtlich gegenstandslos (§ 9 AEntG). Sie sind vielmehr ein Eingeständnis, dass die Arbeiter dort – entgegen anderer Behauptungen (bspw. durch das Subunternehmen Metatec) – tätig waren.

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Radiotipp: Die umkämpfte Region Rojava – ein Modell kurdisch demokratischer Selbstverwaltung?

17. Dezember 2014

radiotipp2Seit Juli wird die kurdische Region Rojava vom sogenannten Islamischen Staat belagert. Mitte September rückten die Einheiten des IS bis zur syrischen Stadt Kobane vor, die nahe der Grenze zur Türkei liegt. Seither wird die Stadt Kobane belagert und avancierte zum Symbol des Widerstandes gegen den sogenannten Islamischen Staat. Verteidigt wird die Stadt von kurdischen Verteidigungseinheiten, die bisher einen beeindruckenden Abwehrkampf führen. Die kurdischen Einheiten kämpfen dabei nicht nur für Kobane, sondern auch für die drei Kantone in Nordsyrien. Das besondere an den Kantonen ist, dass es Orte basisdemokratischer Selbstverwaltung sind. Am Beispiel Rojava wollen wir herausfinden, was basisdemokratische Selbstverwaltung bedeutet. Dazu sprachen wir mit Xelil. Er ist Teil des Unterstützer_innennetzwerks “Tatort Kurdistan” und war Ende September mit einer Delegation der Vereinigung der Studierenden Kurdistans vor Ort.

Eine Sendung von Radio Corax. 11.26 Minuten.

Hier zu hören als mp3

Quelle: Freie Radios

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