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Auf welcher Seite sie stehen

29. Oktober 2014

Der Streik der Gewerkschaft der Lokomotivführer (GdL) ist ein Politikum. Arbeiterinnen und Arbeiter die die wenigen gesetzlichen Rechte die sie haben tatsächlich in Anspruch nehmen und streiken, werden seit Wochen von einer medialen Hetzkampagne überzogen. „Egoisten“, „Verrückte“ seien sie, die die „ganze Nation“ als „Geißel“ für ihre „überzogenen Forderungen“ nehmen würde. Die deutliche Mehrheit bei der Urabstimmung der Gewerkschaftsmitglieder über den Streik wird ignoriert und gleichzeitig versucht, das bekannteste Gesicht der GdL, ihren Vorsitzenden, als egomanischen und machtgeilen Mann darzustellen. Höhepunkt der an Höhepunkten wirklich nicht armen Hetzkampagne gegen die Lokomotivführer und Zugbegleiter war am vergangenen Freitag (24.10.2014) die Sendung „Heute-Show“. Oliver Welke, Alexis Kara und Christian Ehring (genau, der von Extra3) ließen eine Hass- und Hetzkanonande gegen die Streikenden und ihre Forderungen vom Stapel, die die bisherige Hetze von FAZ, BILD und Bahnkapitalisten noch toppte. Vergleiche mit Adolf Hitler und adeligen Vergewaltigern wurden gezogen.

Die Redaktion der viel gesehenen Heute-Show hat damit deutlich gemacht auf wessen Seite sie steht, wenn es um die Interessen der Arbeiterinnen und Arbeiter geht: Auf der der Regierung und Kapitalisten, die unter dem Begriff der „Tarifeinheit“ die Rechte, und damit den legalen Aktionsradius der Gewerkschaften abschaffen wollen. Was am Freitag ausgestrahlt wurde ist nichts anderes als ein Teil medialer Kriegsführung gegen die Piloten und Eisenbahner, die hier stellvertretend für alle kämpfenden Arbeiterinnen und Arbeiter denunziert und verächtlich gemacht wurden, um ihre berechtigten Ansprüche und Forderungen in den Dreck zu treten. Was würde Johann Most wohl zu Gestalten wie Oliver Welke und Co. sagen? Spräche er in ihre Richtung von Speichelleckern der Kapitalisten und kriecherischen Erfüllungsgehilfen der Ausbeutung – oder fände er noch deftigere Worte?

Als Anschauungssunterricht wie kapitalistische Medien in Form von „Satire“ gegen Arbeiterinnen und Arbeiter hetzen, stellen wir die Sendung hier online. Auf das wir Arbeiterinnen und Arbeiter uns diese Figuren gut einprägen (!) und in unserer Solidarität mit den kämpfenden und streikenden Arbeitern noch weiter bestärkt werden. Der entsprechende Beitrag dauert bis Minute 10:38.

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