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Georgi Boshilow Nedjalkow ist gestorben

25. Dezember 2010

Georgi Boshilow Nedjalkow ist gestorben. Der am 16. April 1927 in Rosoman geborene bulgarische Anarchist verstarb im Alter von 83 Jahren. Nedjalkow war einer jener Genossen, der über 8 Jahren in stalinistischen KZ zugebracht hat – und dennoch bis zum Schluss ein aufrechter Anarcho-Kommunist geblieben ist. In den 90-er Jahren war Nedjalkow Redakteur der „Свободна мисъл“ („Der Freie Gedanken“) gewesen – dem Organ der FAB.

Ehre seinem Andenken!

Eine kleine Liste seiner veröffentlichten Bücher findet sich hier

 

4 Kommentare leave one →
  1. Anarchosyndikalist permalink
    25. Dezember 2010 22:09

    Möge dem Genossen, nach einem langen & ereignisreichen Leben, die Erde leicht sein.

    Über die erwähnte Zeit in den stalinistischen KZs seien diese beiden ASF-Hefte empfohlen.

    Klicke, um auf 126.pdf zuzugreifen

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  2. 27. Dezember 2010 01:39

    Salud!

    gibt es noch mehr info’s zur person (aktivitäten, organisationen,…) und zu seinem tod (datum, ort, ursache)?

    LG
    Rudi

  3. Ergänzung permalink
    27. Dezember 2010 14:27

    Georgi Nedjalkow Boshilow wurde am 16. April 1927 in dem Ort Rosoman bei Sofia geboren. Er war das siebente Kind einer Bauernfamilie. In Pernik beendete Georgi die Bergbauschule und schloss dort auch mit den Ideen des Anarchismus Bekanntschaft – denen er sein ganzes Leben über treu blieb. Zu Zeiten der stalinistischen Tyrannei ging er durch die Gefängnisse von Chaskowo, Varna, Kjustendil und die Konzentrationslager auf den Donauinseln Persin und Belene – insgesamt 8 Jahre der „Akademie des Lebens hinter Gittern“. 1976 – 1977 fand die Miliz bei einer Durchsuchung seiner Wohnung „feindliche Schriften“, für die Boshilow für mehrere Jahre in der Siedlung Bystra bei Silistra interniert wurde, wonach er in Sofia als Maler und bei Erdarbeiten arbeitete. Dies fand im Rahmen der Beschränkung seiner Bürgerrechte statt (u.a. Verbot der Teilnahme an Wahlen, Verbot gewählt zu werden, Verbot des Studiums, Berufs- und Arbeitsverbot für bestimmte Berufe).
    Nach der Wende 1989 war er über 10 Jahre verantwortlicher Redakteur der „Свободна мисъл“ – dem Organ der FAB (Föderation der Anarchisten Bulgariens). Georgi war verheiratet und hatte einen Sohn und eine Tochter. 2008 hatte er bereits vier Enkel und vier Urenkel.
    P.S.: die Schreibweise der Ortsnamen wurde nicht gegenrecherchiert – kann daher von der üblichen abweichen.
    mit der FAB gab es wohl zum Schluss einige Reibereien, was genau die Ursache war – keine Ahnung. (http://anarchy.bg/pozicia/deklaracii/158-politzejski-shantazh-sreshtu-fab.html)

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