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Suche nach Essen im Müll: Rentner verurteilt

21. Januar 2017

altersarmutAuch Müll ist heiliges Privateigentum.

Ein 78-jähriger Rentner mit ersten Anzeichen einer Altersdemenz und 300 Euro Rente (!) wurde jetzt vom Amtsgericht Mühldorf in Oberbayern zu 30 Tagessätzen, also 300 Euro Strafe verurteilt.

Sein Verbrechen:

Er hatte in den Abfallcontainern eines Discounters nach Essensresten gesucht.

Eine Zeugin rief die Polizei, die Filialleiterin erstattete Anzeige, der Rentner wegen Hausfriedensbruch und Diebstahl vor Gericht gestellt und verurteilt.

Ein toller Staatsapparat, der wieder einmal sein wahres Gesicht zeigt. Es sind die christlichen Werte des Abendlandes und der Demokratie, die hier offensichtlich verteidigt wurden. Und da steht an oberster Stelle nicht der Mensch sondern natürlich das heilige Privateigentum, selbst wenn es Müll ist.

Eigentlich hätte das kapitalistische System und sein Staat auf der Anklagebank sitzen müssen. Denn diese schaffen es, Menschen mit 300 Euro Rente ins Elend zu stürzen, sodass diese im Müll suchen oder bis sie nicht mehr können, irgendwelche Billigjobs machen müssen. Die Zahl der Rentner, die Abfalleimer durchwühlen, Pfandflaschen sammeln, bis 80 und darüber noch arbeiten müssen, steigt ständig. Die Rente wird permanent gesenkt. Doch nicht etwa Sozialministerin Nahles (SPD) oder der frühere Arbeitsminister Riester mit seiner verlogenen Riester-Rente und massiven Rentenkürzungen stehen vor Gericht sondern Menschen, die ums Überleben kämpfen.

Gnade kannte das Gericht nicht. Dass bei dem Rentner eine beginnende Altersdemenz diagnostiziert wurde, spielte wohl keine Rolle. Ein psychiatrischer Gutachter bescheinigte dem Manne trotzdem „Schuldfähigkeit“. Auch dass der Rentner nun wohl einen Monat hungern muss, weil er seine magere Rente als Strafe an die Staatskasse abliefern muss, interessierte nicht.

Quelle: AZ

7 Kommentare leave one →
  1. Danke für meine Arbeitsstelle. Danke für jedes kleine Glück. permalink
    22. Januar 2017 16:40

    Danke für meine Arbeitsstelle. Danke für jedes kleine Glück.

    Kindergeburtstag mit Freddy Quinn. Ein Nachwuchsökonom erklärt Blockupy

    Leider macht es oft am meisten Spaß, Erwiderungen auf Texte zu schreiben, die solcher überhaupt nicht bedürfen. Wie ein Furz in der Konferenz rufen sie bei jedem sensiblen Rezipienten das gleiche Urteil hervor, ohne dass man sich darüber auszutauschen hätte. Sie sind sozusagen die Prämisse eines Standardschlusses, das Negativ ihrer Widerlegung. Ein solcher Glücksfall von Text ist der kleine Artikel eines hoffnungsvollen Jungökonomen mit russischem Migrationshintergrund, der kürzlich im Onlineangebot der WELT erschienen ist.

    weiter https://deadwallreveries.wordpress.com/2015/03/27/kindergeburtstag-mit-freddy-quinn-ein-nachwuchsokonom-erklart-blockupy

  2. Joachim Schwitalla permalink
    30. Januar 2017 18:24

    Grundsätzlich finde ich ein solches Urteil empörend und würde gerne so eine Schweinerei, die offenbar in unserem Staat möglich ist, auch weiter verbreiten, allein die Quelle AZ, sagt mir i. M. nicht viel. Kann ich es genauer haben? Wer oder welches Medium ist AZ?

  3. Die große Geldflut - Wie Reiche immer reicher werden permalink
    21. Februar 2017 01:45

    Die große Geldflut – Wie Reiche immer reicher werden

  4. Trump "I Was The Best Golfer Of All The Rich People" permalink
    26. Februar 2017 11:44

    Donald Trump has spent nearly 1/5th of his time in the White House visiting golf courses, but even when he’s back “on the job” his mind is wandering to the links. Nowhere was that more evident than during his much publicized jobs meeting scheduled for this morning.

    Surrounded by CEOs and leaders of industry, Trump managed to make the conversation not about helping everyday Americans get high quality jobs but about his golf skills. To the gathered group Trump was thinking only of bragging about himself.

    While General Electric CEO Jeff Immelt began discussing the idea of bringing manufacturing jobs back to the country (one of Trump’s major campaign promises) Trump interrupted him mid-sentence to demand that he tell the story of the time Trump got a hole-in-one while the two were golfing.

    Immelt said that while the two were out on one of Trump’s courses, Trump turned to him and said “I’m the richest golfer in the world,” then he got a hole-in-one. The room – filled with millionaires and billionaires – burst into laughter. Trump’s clarification is equally gross: “I actually said I was the best golfer of all the rich people.”

    —–
    Be Thankful for a Dysfunctional, Chaotic White House

    Henry Giroux and Paul Jay discuss the Trump-Bannon-Pence administration, a naked display of the 1% ruling without apologies and damn what comes tomorrow

    http://therealnews.com/t2/story:18466:Be-Thankful-for-a-Dysfunctional%2C-Chaotic-White-House

    http://therealnews.com/t2/

    http://www.alternet.org/

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  1. „Schutz des privateigentums“ des tages | Schwerdtfegr (beta)

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