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Januar Ausgabe der Gaidao erschienen – Solidarität mit türkischen Genossen

4. Januar 2017

gaidao73-coverDie erste Ausgabe im Jahr 2017 der Zeitschrift der Föderation deutschsprachiger AnarchistInnen ist erschienen. Über den Inhalt informiert die Redaktion der Gaidao im Editorial:

Liebe Leser*innen,

am 22. Dezember wurde unser Genosse Hüseyin Civan zu einem Jahr und drei Monaten Haft verurteilt. Hüseyin war Chefredakteur der Zeitung Meydan, die von der Devrimci Anarsist Faaliyet (DAF, dt. Revolutionäre Anarchistische Aktion) herausgegeben wird. Der türkische Staat verurteilte ihn für drei Artikel, die in der Meydan-Ausgabe von Dezember 2015 erschienen waren. Bei ihnen handele es sich um “Propaganda für die Methoden einer terroristischen Organisation”.

Dieses Urteil ist nicht verwunderlich. Alle Ideen und Werte, für die Anarchist*innen stehen, sind für den türkischen Staat extrem gefährlich, seien es Gleichheit der Geschlechter, Arbeiter*innenrechte, die Prinzipien der gegenseitigen Hilfe oder der individuellen Selbstbestimmung. Die Verhaftung fügt sich deshalb in Reihe von Repressionsmaßnahmen der Regierung unter Präsident Erdogan gegen jegliche Opposition, insbesondere gegen Linke und die kurdische Befreiungsbewegung, die auch von der DAF unterstützt wird. Die Zahl der Verhaftungen und Entlassungen geht in die tausende.

Die Redaktion der Meydan schrieb zum Urteil: „Als anarchistische Zeitung, die weiß, dass das freie Leben, an das wir glauben, nur durch Kampf entstehen kann werden wir niemals aufgeben, zu schreiben, wofür wir stehen und zu verbreiten, was wir schreiben. Wir werden weiterhin Widerstand leisten im Handeln und Schreiben, gegen Unterdrückung, polizeiliche Ermittlungen, Gewahrsam und Haft.“ Bei diesem Kampf werden sie unsere Solidarität brauchen.

Die Repression in der Türkei ist nicht das einzige, was uns auch im kommenden Jahr beschäftigen wird. In dieser Ausgabe findet ihr u.a. einen weiteren Text aus den USA nach der Wahl Trumps und einen Nachtrag der Alpine Anarchist Productions zu anarchistischer Organisierung. Viele Spaß beim lesen!

Wir wünschen euch und uns ein erfolgreiches neues Jahr, ein Jahr mit deutlich weniger schlechten Nachrichten.
Bleibt kämpferisch und unangepasst!

Und hier findet sich die Ausgabe im PDF-Format

8 Kommentare leave one →
  1. ~~~ NoBorder Kunst~Aktion am Checkpoint~Charly ~~~ Refugees Welcome! ~~~~~~~~~ NoBorder Art~Happening on Checkpoint~Charly ~~~ Refugees Welcome! ~~~ permalink
    5. Januar 2017 00:33

    ~~~ NoBorder Kunst~Aktion am Checkpoint~Charly ~~~ Refugees Welcome! ~~~

    ~~~ NoBorder Art~Happening on Checkpoint~Charly ~~~ Refugees Welcome! ~~~

    • Künstler sind ganz wichtig und unentbehrlich permalink
      7. Januar 2017 13:20

      Als ich „Art-Happening“ gelesen habe, dachte ich, es wäre ein Scherz und habe draufgeklickt…. Mist!

      • SpiegelTV permalink
        8. Januar 2017 13:19

        Spieglein, Spieglein an der Wand,
        wer ist der ganz Wichtige & Unentbehrlichste im ganzen Land?

        Das weißt DU doch selber am besten: DU, und nur DU!

      • Kunst ist was ganz tolles... permalink
        14. Januar 2017 18:42

        Abstrakte Kunstprojekte ändern ungefähr so viel an der Lebensrealität der Unterdrückten, wie abstrakte Schlagworte, die in den Reden ganz famoser „Aktivisten“ fallen.
        Und deshalb ist es falsch, dass du hier auf Moralapostel machst. Du verteidigst hier irgendwelche Kunstkacke, die jeder, auch der Klassenfeind abnickt, weil sie den Kampf auf eine Ebene heben, die keinen interessiert und nichts bewegt. Großmäuligkeit ist nicht die Kritik an so einem Abfall, sondern der Kunstmüll, der nach viel aussieht, aber innen leer ist und keine Folgen zeitigt.
        Den Kampf in die Kunst zu verlagern ist genauso, wie ihn ins Parlament zu verlagern – weg von den Orten, um die es geht. Das ist eine schöne Vermeidung von Klassenkampf, aber sonst nichts.
        Und deshalb ist es völlig richtig diesen ganzen bourgeoisen Kunstdreck zurückzuweisen – können die Sondernaturen, die ihn fabriziert haben gerne behalten, um ihr Gewissen aufzbessern.

      • Eine rein rethorische Frage ... permalink
        18. Januar 2017 17:35

        Kann es sein, dass
        Dein Therapeut
        mit Deinem Frisör
        durchgebrannt ist?

  2. Full solidarity with Apollo House occupation permalink
    8. Januar 2017 21:46

    Full solidarity with Apollo House occupation

    ireland is in the depths of a severe homelessness crisis, with 7,000 people without a home. With the government refusing to act, some activists in Dublin did.

    Apollo House was occupied by Home Sweet Home Eire on the 15th December, to intervene in the housing crisis and to save lives.

    There are around 190,000 vacant buildings in Ireland, that’s 27 houses for every homeless person.

    The wealth divide is growing in Ireland and the lives of the homeless mean nothing to a government that values profit over people. For instance, Dublin is in the world’s top 15 for concentration of millionaires, something only intensified as the wealth trickled up after the financial crash. If it is shocking that the rich have become richer as the rest of us have gotten poorer, this is because of the class divide built into our society. When the capitalist class gains, the working class loses.

    Around 40 people a night have found a home in Apollo House, in the coldest time of the year. People in desperation are coming to it for shelter, rather than to the state which is officially, legally, tasked with ensuring their welfare. There’s no doubt that Apollo House shows us the effectiveness of direct action. Where the government fails the people can provide.

    And futher still, the Apollo House occupation demonstrates through action a different ethic, of ownership through use, and exposes the terrible contradiction of the private property system where there can be people without homes yet homes without people. We get so wrapped up in the way things are, how things are supposed to be done, what’s legal and illegal rather than right and wrong. By reclaiming this building and collectively running it according to the needs of the people, Home Sweet Home are injecting a vital dose of compassion and humanity back into our society.

    A court injunction has decreed that the residents of Apollo House must turf themselves back onto the frigid street by January 11th or else. Are we willing to tolerate this? Should this be the end of Apollo House and everything it stands for? A question we should all be asking is what will we do to further this rebellion against cruelty. Apollo House can’t be a stand alone act of care and defiance. We should take inspiration from it and spread outwards – the aim being similar occupations all over the island of Ireland supported by a democratic self-organised movement of people. A movement which the Irish Housing Network is building in this moment.

    True revolutionaries serve the people, and that’s exactly what Home Sweet Home are doing.

    Full support and solidarity from the Workers Solidarity Movement. Better to squat than let homes rot!

  3. "alles für alle!" - eine reportage über die kampagne "berlin umsonst!" permalink
    8. Januar 2017 22:01

    „alles für alle!“ – eine reportage über die kampagne „berlin umsonst!“

  4. Frontier Psychiatrist permalink
    13. Januar 2017 10:47

    Frontier Psychiatrist

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