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Neujahrsgrüße des Barrikade-Verlags

1. Januar 2017

220px-toque_revolucionarioDer anarcho-syndikalistische „barrikade-Verlag“ veröffentlichte kurz vor Neujahr einen kleinen Rück- und Ausblick über seine Aktivitäten. Da diese von Interesse für alle an Anarchismus und Syndikalismus Interessierten sein dürften, geben wir ihn vollständig wieder.

Es ist leider weiterhin so, dass das meistverkaufte Buch unseres Verlages das Fußballbuch über Adolf Jäger ist. Das ist ebenso erfreulich wie ärgerlich, sind wir doch ein explizit anarchistischer Verlag. Wir wollen nicht klagen, denn die Bücher von Doris Ensinger und Tim Wätzold werden über die Zeit auch ihre Käufer finden.

Die angekündigte Erstveröffentlichung von deutschen Texten von Emma Goldmann kostet Zeit und viel Energie, da wir doch einiges an weiterem Material aus der damaligen Yellow-Press (Boulevard-Zeitung seiner Tage, u.a. der New York World von Joseph Pulitzer, einem Konkurrenten des Hearst-Konzern) aus dem Jahre 1893 hinzufügen wollen … es folgt aber in einigen Tagen eine Erstveröffentlichung über Die ‚deutsche‚ Emma Goldmann. Hier dann auch die Neuerung, dass längere Texte auch gleich als pdf-Datei zur Verfügung stehen werden.

Der geplante Reprint des Büchleins von Albert Weidner – Aus den Tiefen der Berliner Arbeiterbewegung – hat sich insofern erübrigt, als dieser Text bereits im Internet vorliegt
( http://digital.zlb.de/viewer/image/15751978/4/#topDocAnchor )
und eine neuerliche Veröffentlichung so ziemlich wenig Sinn machen würde …

Wir drucken hier aber zur Erbauung und Erinnerung das Kapital Die Arbeitslosenversammlung ab. Der springende Punkt ist allerdings die doch ziemlich ehrabschneidende Darstellung Albert Weidners, denn er geht auf die Folgen des Skandals nicht weiter ein. Es folgen nämlich umfangreiche Gerichtsverfahren, die als Gummischlauch-Prozesse oder auch als Massenpresse-Prozeß nicht nur in die Annalen der Berliner Arbeiterbewegung und reichsdeutsche Geschichte 1894 eingehen.

Ergänzt wird das Ganze durch einen juristischen Artikel aus der Zeit: Anarchistenprozesse. Hier die pdf-Datei zum schnellen download: bieber_anarchisten-prozesse_1897

Damit machte sich Weidner m.E. nicht nur für seine Ex-Genossen zum Verräter. Dennoch folgt hier eine würdigende Erinnerung an den anarchistischen Genossen und Verleger Albert Weidner.

Wer selber weiter forschen möchte, hat hier eine Auswahl Zeitungen, in denen nach Vorliebe gut recherchiert werden kann: http://zefys.staatsbibliothek-berlin.de/list/

In diesem Sinne, möge der Glockenschlag der Geschichte mal wirklich zu unseren Gunsten erklingen – noch wartet der „Schläger“ ja mit seinem toque revolucionario … leider seit viel zu vielen Jahren und Jahrzehnten sehnsüchtig.

Quelle: Muckracker

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