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Die Erwerbslosen und Jobberinitiativen der 80iger Jahre und ihr Kampf um mehr Geld und weniger Arbeit

8. Oktober 2016

wildcat1000Am Dienstag, den 25.10.2016 um 19:00 Uhr, werden wir im Rahmen einer Veranstaltung, im Bürgertreff Altona Nord in der Gefionstraße, erfahren, wie soziale Kämpfe in den 1980er bis in die 1990er Jahre hinein, in Hamburg geführt wurden.

Ein wesentlicher Grund für die Entstehung dieser kreativen Proteste der 80iger Jahre, die bis hin zu gelungenen Sabotageakten führten, waren die aufkommende Massenarbeitslosigkeit und das Abschieben der Menschen auf die damals existierenden Sozialämter, aber auch die aufkommenden neuen Formen von unsicheren Arbeitsverhältnissen in der BRD. Aber auch die Unzufriedenheit mit den Verhältnissen im Land in Bezug auf die Umstrukturierung der Stadtteile, die sich in besetzten Häusern äußerte oder der Kampf gegen Atomkraftwerke und gegen geschlossene Heime und Hochsicherheitstrakte sind in diesen Organisationsansatz eingegangen.

Mittlerweile haben sich die Verhältnisse, mit der Schaffung des SGB II (Hartz IV) noch einmal deutlich verschärft. Wir werden zu ergründen versuchen, ob und wie wir an den Widerstand der „schwarzen Katze“ anknüpfen können.

Dazu haben wir die beiden damalige Aktivisten Dirk und Ronny eingeladen, die die damalige Situation in Hamburg schildern, die zentralen Überlegungen vorstellen und einige Hinweise geben werden, warum diese Bewegung Mitte der 90iger Jahren an ihr Ende kam. Moderiert wird diese Veranstaltung von der Journalistin Siri Keil.

Eine Veranstaltung der Landesarbeitsgemeinschaft „Arbeit und Armut“.

Quelle: Eingesandt

2 Kommentare leave one →
  1. Harald Rein (Hg.) Dreißig Jahre Erwerbslosenprotest 1982 - 2013 permalink
    9. Oktober 2016 17:19


    http://www.bag-hartz-iv.de/nc/politik/aktuell/

    Harald Rein (Hg.): Dreißig Jahre Erwerbslosenprotest 1982 – 2012. Dokumentation, Analyse und Perspektive (ISBN 978-3-940865-37-3 I Verlag AG SPAK I Neu-Ulm 2012 I 262 Seiten I 22,00 € (Inhaltsverzeichnis)

    1982 haben sich erstmals Erwerbslose in der damaligen Bundesrepublik zusammen gefunden, um ihre Interessen und Forderungen in der Öffentlichkeit sichtbar zu machen. Es ist im klassischen Sinne keine Erfolgsgeschichte, aber in der langen Zeitspanne Anlass genug, den Widerstandskampf von Erwerbslosen in all seinen Facetten darzustellen und zu bewerten, aber auch ihre phasenweise Unsichtbarkeit oder Duldsamkeit zu begreifen.
    Es wird deutlich werden, warum Erwerbslose nur in besonderen Augenblicken Geschichte schreiben, aber dennoch tagtäglich einen individuellen Kampf um Würde und Anerkennung führen.
    Mit Beiträgen von Anne Allex, Michael Bättig (ALSO Oldenburg) , Horst Schmitthenner (IG Metall), Mag Wompel (www.labournet.de) und vielen anderen.

    Der Ausblick des Herausgebers Harald Rein ist hier auf labournet.de online zugänglich.
    http://ifg.rosalux.de/2013/03/18/buch-uber-dreisig-jahre-erwerbslosenprotest-1982-2012/

    Inhaltsverzeichnis

    Harald Rein Vorwort 2. und 1. Auflage

    Harald Rein Möglichkeiten des Protestes armer Leute

    Mag Wompel Vom Protest zur Revolte?

    Harald Rein Traditionslinien des Erwerbslosenwiderstandes, von der Weimarer Republik bis zu den Anfängen des Nationalsozialismus

    Erwerbslose und SozialhilfebezieherInnen agieren – die Achtziger Jahre bis heute

    Harald Rein Geschichte des organisierten Erwerbslosenprotestes in Deutschland (1945 – 2010

    Wolfgang Scherer Bundesarbeitsgemeinschaft der Sozialhilfeinitiativen e.V. – BAG SHI

    Hinrich Garms Epilog. Wann und warum die BAG-SHI ihr eigenes Ende beschließen musste

    Martin Künkler/Horst Schmitthenner/Uwe Kantelhardt (Koordinierungsstelle gewerkschaftlicher Arbeitslosenarbeit): Wer bei Erwerbslosen kürzt, drückt auch die Löhne

    Bernhard Jirku (ver.di-Erwerbslose) Erwerbslosenarbeit in den Gewerkschaften

    Anne Allex Initiativen Erwerbsloser in Berlin 1992-1995

    Edgar Schu (Aktionsbündnis Sozialproteste) Vorwärts zu 10 – 30 – 500! Die Triade der Sozialproteste und der ABSP

    Marion Droegsler Der Arbeitslosenverband Deutschland Bundesverband e. V. ein kurzer und unvollständiger Einblick

    Gerd-Erich Neumann Im Osten kreative Lösungen gegen die Massenarbeitslosigkeit gesucht

    Thilo B. Rückblick auf die Geschichte der Erwerbslosen- und Jobberinitiativen Schwarze Katze in Hamburg

    Søren Jansen Die Legende vom glücklichen Arbeitslosen

    Michel Rousseau Schon 15 Jahre! Eine kleine Geschichte der „Europäischen Märsche gegen Erwerbslosigkeit, ungeschützte Beschäftigung und Ausgrenzung (ins Deutsche übersetzt von Angela Klein

    Anne Allex Wohnen-Würde-Widerstand. Keine Zwangsumzüge durch Hartz IV! Sechs Jahre Kampagne gegen Zwangsumzüge

    Peter Nowak Erwerbslosenwiderstand unter Hartz IV

    Michael Bättig (Arbeitslosenselbsthilfe Oldenburg) Die Geschichte der ALSO vor dem zeitgeschichtlichen Hintergrund

    Neue Strategien

    Michael Bättig Strategien von Erwerbslosenprojekten – Versuch einer Neuorientierung

    Harald Rein Existenzgeld und Gutes Leben – Erwerbslose auf neuen Pfaden!

    Erwerbslosenproteste in der Schweiz und in Österreich

    Avji Sirmoglu/Christoph Ditzler Aus der Schweiz

    Ueli Mäder Wie Arme in der reichen Schweiz protestieren

    Markus Griesser Jenseits von Marienthal. Schlaglichter auf die Geschichte von Erwerbslosenprotesten in Österreich

    Martin Mair / Karin Rausch Aktive Arbeitslose: Von echten und von falschen Freunden – auf der Suche nach dem gemischten Kollektiv

    Harald Rein Ausblick

    Chronologie des Erwerbslosenwiderstandes

    http://www.agspak-buecher.de/epages/15458842.sf/de_DE/?ObjectPath=/Shops/15458842/Products/%22M%20261%22

  2. Guy Standing ~ Eine Charta des Prekariats - Unrast- Verlag permalink
    11. Oktober 2016 00:35

    Guy Standing ~ Eine Charta des Prekariats – Unrast- Verlag

    Guy Standing hat in diesem Band Kritiken und Reaktionen auf den von ihm erschienenen Titel Das Prekariat verarbeitet. Er begründet hier, warum es sich beim Prekariat um eine Klasse handelt und geht auf Produktions- und Verteilungsverhältnisse ein. Er analysiert, wie Utilitarismus und Neoliberalismus die Konzepte der Sozialdemokratie zum Einsturz brachten und wie dagegen vorgegangen werden kann. Schließlich formuliert er in 20 Aufsätzen, wie dieser Entwicklung begegnet werden kann – er entwirft dazu eine Charta des Prekariats und erörtert, welche Koalitionen in der Lage sind, diese umzusetzen.

    »Viel zu viele Jobs sind zeitlich begrenzt und unsicher. Eine neue Klasse – das Prekariat – wächst heran. Guy Standing hat darauf mit einer beeindruckenden Vision einer gerechten Gesellschaft geantwortet. […]

    Eine Charta des Prekariats ist ein solch rares Buch: ein Text aus der Linken, der sich nicht nach einer verlorenen Vergangenheit sehnt, sondern energiegeladen die Zukunft anpackt. Standing bietet progressiver Politik einen belebenden Grund: nicht vor den ökonomischen Praktiken zu kapitulieren, als wären sie Naturgewalten, sondern nach einem Wohlstand für alle zu streben, der unsere Menschlichkeit steigern wird – weil, wie er es ausdrückt ›zu wissen, dass dein Mitbürger die gleichen Rechte hat wie du selbst, uns alle menschlicher macht‹.«

    John Harris | The Guardian

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