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Martin Luther: Von den Juden und ihren Lügen

12. Juli 2016

564_0Von den Juden und ihren Lügen. Erstmals in heutigem Deutsch mit Originaltext und Begriffserläuterungen. Luthers judenfeindliche Schriften, Band 1. Herausgegeben von Karl-Heinz Büchner, Bernd P. Kammermeier, Reinhold Schlotz und Robert Zwilling. Zweite, korrigierte Auflage.

Mit Martin Luther hat die Evangelische Kirche ein erhebliches Problem: der Reformator war ein wirkmächtiger Judenhasser. Unter seinen judenfeindlichen Hetzschriften sticht sein Buch Von den Juden und ihren Lügen von 1543 in makabrer Weise hervor. Darin entwickelt er sein berüchtigtes Sieben-Punkte-Programm zur Beseitigung des Judentums in Deutschland:

• Verbrennen ihrer Synagogen
• Zerstörung ihrer Häuser und Zwangsunterbringung
• Wegnahme ihrer religiösen Bücher
• Lehrverbot für Rabbiner bei Androhung der Todesstrafe
• Aufhebung der Wegefreiheit
• Zwangsenteignung
• Zwangsarbeit

Hatte der Philosoph Karl Jaspers also Recht, als er bemerkte: „Was Hitler getan, hat Luther geraten, mit Ausnahme der direkten Tötung durch Gaskammern“?

Diese Ausgabe stellt erstmals Luthers Originaltext einer werkgetreuen Übertragung in heutiges Deutsch gegenüber – ergänzt durch eine Einführung und 200 Begriffserläuterungen. Dies ermöglicht es, die fatale Wirkung des Reformators zur Verbreitung der Judenfeindschaft in Europa zu erkennen.

Vorwort [Download]
Probekapitel [Download]

347 Seiten, kartoniert, Euro 20.-, ISBN 978-3-86569-196-5, erschienen 2016 im Alibri-Verlag

Quelle: Alibri-Verlag

3 Kommentare leave one →
  1. K.I.Z. permalink
    13. Juli 2016 01:12

    K.I.Z. – Ich bin Adolf Hitler

  2. Von Golgatha nach Auschwitz – Martin Luthers Judenhass und seine Folgen permalink
    16. September 2016 14:14

    Von Golgatha nach Auschwitz – Martin Luthers Judenhass und seine Folgen: Vortrag, Ausstellung und Diskussion am gbs-Stiftungssitz in Oberwesel

    Im kommenden Jahr feiert die Evangelische Kirche – mit großzügiger staatlicher Unterstützung – 500 Jahre Reformation. Doch mit ihrem Aushängeschild Martin Luther hat die Evangelische Kirche ein großes Problem. Denn der Reformator war ein wirkmächtiger Judenhasser. In seiner judenfeindlichen Hetzschrift „Von den Juden und ihren Lügen“ entwickelte er u.a. ein berüchtigtes Programm zur Beseitigung des Judentums in Deutschland: Verbrennen ihrer Synagogen, Zerstörung ihrer Häuser, Wegnahme ihrer religiösen Bücher, Aufhebung der Wegefreiheit, Zwangsenteignung, Zwangsunterbringung, Zwangsarbeit.

    Hatte der Philosoph Karl Jaspers also Recht, als er bemerkte: „Was Hitler getan, hat Luther geraten, mit Ausnahme der direkten Tötung durch Gaskammern“? Karl-Heinz Büchner, Bernd P. Kammermeier, Dr. Reinhold Schlotz und Prof. Dr. Robert Zwilling von der gbs-Regionalgruppe Rhein-Neckar haben das Originalmanuskript von 1543 ins heutige Deutsch übertragen, so dass man sich dazu nun selbst eine Meinung bilden kann.

    Klar ist: Martin Luther, auf den sich viele Nationalsozialisten berufen haben, war ein besonders einflussreicher Propagandist des Judenhasses, jedoch beileibe kein Einzelfall in der Geschichte des Christentums. Dies zeigt die große Wanderausstellung „Von Golgatha nach Auschwitz“, die von der gbs-Regionalgruppe Rhein-Neckar konzipiert wurde und am 28. August erstmals öffentlich am gbs-Stiftungssitz zu sehen sein wird. Die 18 Plakate der Ausstellung belegen in unmissverständlicher Weise, dass Auschwitz ohne die zweitausendjährige christliche Judenfeindschaft gar nicht möglich gewesen wäre. Begleitend zur Ausstellung wird im Alibri Verlag eine von Reinhold Schlotz verfasste kompakte Zusammenfassung dieser unheilvollen Geschichte erscheinen. Zusammen mit Heinz Büchner, Bernd P. Kammermeier und Robert Zwilling wird Reinhold Schlotz im „Haus Weitblick“ sowohl das neuaufgelegte Luther-Buch als auch die Wanderausstellung vorstellen und mit dem Publikum diskutieren.

    Die Veranstaltung beginnt am Sonntag, dem 28. August 2016, im Haus WEITBLICK (Auf Fasel 16, 55430 Oberwesel) um 14.30 Uhr (Einlass: 14.00 Uhr). Da die Anzahl der Sitzplätze begrenzt ist, ist eine vorherige Anmeldung erforderlich. Eine Rückmeldung erfolgt nur, sofern alle Plätze bereits vergeben sind. Der Eintritt ist frei, Spenden werden jedoch dankend entgegen genommen.

    Kostenfreie Anmeldung zur Veranstaltung am 28. August über das Webformular:
    http://www.giordano-bruno-stiftung.de/veranstaltung-haus-weitblick

    ————————————————————————————————————–

    Von Golgatha nach Auschwitz

    Wanderausstellung

    (29.12.2016)

    „Der Holocaust ist nur vor dem Hintergrund des Atheismus denkbar…“ ist eine Behauptung, die von hochrangigen Theologen gerne verbreitet und von manchen christlichen Politikern leichtgläubig übernommen wird. Beispiele liefern hier u. a. Joseph Ratzinger – alias Papst Benedikt XVI., Bischof Walter Mixa, Kardinal Joachim Meisner und die katholischen Politiker Wolfgang Thierse (SPD) und Christian Wulff (CDU, Altbundespräsident). Dem gegenüber stehen Aussagen von kritischen Theologen und Historikern, die den christlichen Kirchen eine Mitverantwortung am Zustandekommen der Judenvernichtung im Holocaust zuweisen.

    Die Ausstellung zeigt in zwei Teilen (1) das christlich-jüdische Verhältnis von den Anfängen bis in die Zeit des Nationalsozialismus, sowie den permanent vorhandenen Antisemitismus bis heute und (2) Einstellung und Verhalten der Kirchen zur Judenverfolgung und -Vernichtung im Dritten Reich.

    Die Ausstellung besteht aus 18 Plakaten (Roll-Ups, 85 × 200 cm) und ist wie folgt zusammengesetzt:

    4 Plakate · christlich-jüdische Geschichte von Golgatha bis Auschwitz.
    1 Plakat · Antisemitismus nach Auschwitz bis heute.
    1 Plakat · Adolf Hitler als gottesgläubiger Katholik.
    1 Plakat · die Katholiken Hitler, Goebbels, Himmler.
    1 Plakat · zwei religiöse Gemälde des Kunstmalers Adolf Hitler 1913/1915.
    2 Plakate · Katholizismus und kirchliche Fluchthilfe für Kriegsverbrecher und Massenmörder.
    3 Plakate · Protestantismus: Martin Luther, Deutsche Christen, Bekennende Kirche.
    1 Plakat · christliche Gesellschaft 1933-1945.
    1 Plakat · Sterilisierung Behinderter und Euthanasie im Dritten Reich.
    1 Plakat · priesterlicher Widerstand.
    1 Plakat · Humanismus 1933-1945.
    1 Plakat · Angriff auf die Gottlosen.

    Die Ausstellung zeigt in unmissverständlicher Weise, dass die traditionelle christliche Judenfeindschaft zwar keine hinreichende, sehr wohl aber eine notwendige Bedingung für das Zustandekommen des Holocaust war: „Ohne die nahezu zweitausendjährige christliche Judenfeindschaft, wäre Auschwitz nicht möglich gewesen.“

    Die Ausstellung kann bei uns angefragt werden. Ab 2017 wird es mehrere Exemplare der Ausstellung geben, so dass parallele Ausleihe möglich ist.
    Termine 2017

    24. April – 5. Mai · Koblenz (angefragt)
    14. Mai · Gärtnerstraße, Mannheim
    24–28 Mai · Die Ausstellung unterwegs beim „Kirchentag auf dem Weg“ (für diesen Zeitraum kann die Ausstellung nicht ausgeliehen werden)

    http://gbs-rhein-neckar.de/golgatha-auschwitz

    ————————————————————————————————————–

    Von Golgatha nach Auschwitz: Martin Luthers Judenhass und seine Folgen

    28. August (14:30 Uhr): Vortrag, Ausstellung und Diskussion am gbs-Stiftungssitz in Oberwesel
    08.08.2016
    luther_juden_cover.jpg

    Alibri Verlag

    Im kommenden Jahr feiert die Evangelische Kirche – mit großzügiger staatlicher Unterstützung – 500 Jahre Reformation. Doch mit ihrem Aushängeschild Martin Luther hat die Evangelische Kirche ein großes Problem. Denn der Reformator war ein wirkmächtiger Judenhasser. In seiner judenfeindlichen Hetzschrift „Von den Juden und ihren Lügen“ entwickelte er u.a. ein berüchtigtes Programm zur Beseitigung des Judentums in Deutschland: Verbrennen ihrer Synagogen, Zerstörung ihrer Häuser, Wegnahme ihrer religiösen Bücher, Aufhebung der Wegefreiheit, Zwangsenteignung, Zwangsunterbringung, Zwangsarbeit.

    Hatte der Philosoph Karl Jaspers also Recht, als er bemerkte: „Was Hitler getan, hat Luther geraten, mit Ausnahme der direkten Tötung durch Gaskammern“? Karl-Heinz Büchner, Bernd P. Kammermeier, Dr. Reinhold Schlotz und Prof. Dr. Robert Zwilling von der gbs-Regionalgruppe Rhein-Neckar haben das Originalmanuskript von 1543 ins heutige Deutsch übertragen, so dass man sich dazu nun selbst eine Meinung bilden kann.

    Die Mitverantwortung des Christentums für den Holocaust

    Foto: Evelin FrerkMartin Luther, auf den sich viele Nationalsozialisten berufen haben, war ein besonders einflussreicher Propagandist des Judenhasses, jedoch beileibe kein Einzelfall in der Geschichte des Christentums. Dies zeigt die große Wanderausstellung „Von Golgatha nach Auschwitz“, die von der gbs-Regionalgruppe Rhein-Neckar konzipiert wurde und am 28. August erstmals öffentlich am gbs-Stiftungssitz zu sehen sein wird. Die 18 Plakate der Ausstellung belegen in unmissverständlicher Weise, dass Auschwitz ohne die zweitausendjährige christliche Judenfeindschaft gar nicht möglich gewesen wäre. Begleitend zur Ausstellung wird im Alibri Verlag eine von Reinhold Schlotz verfasste kompakte Zusammenfassung dieser unheilvollen Geschichte erscheinen. Zusammen mit Heinz Büchner, Bernd P. Kammermeier und Robert Zwilling wird Reinhold Schlotz im „Haus Weitblick“ sowohl das neuaufgelegte Luther-Buch als auch die Wanderausstellung vorstellen und mit dem Publikum diskutieren.

    Die Veranstaltung beginnt am Sonntag, dem 28. August 2016, im Haus WEITBLICK (Auf Fasel 16, 55430 Oberwesel) um 14.30 Uhr (Einlass: 14.00 Uhr). Da die Anzahl der Sitzplätze begrenzt ist, ist eine vorherige Anmeldung erforderlich (vorzugsweise über dieses Webformular). Eine Rückmeldung erfolgt nur, sofern alle Plätze bereits vergeben sind. Der Eintritt ist frei, Spenden werden jedoch dankend entgegen genommen.

    https://www.giordano-bruno-stiftung.de/meldung/golgatha-auschwitz-luthers-judenhass

  3. Ungeglaubter Glaube, gläubiger Unglaube: Katholizismus im Land d. permanenten Reformation permalink
    1. November 2016 19:19

    Ungeglaubter Glaube, gläubiger Unglaube: Katholizismus im Land d. permanenten Reformation

    „Der scheidende Papst Benedikt XVI. hat offenkundig genug von den kalten Böen, die ihm ständig die Soutane aufwirbelten, den äußerst lästigen Benedetto-Chören und den ständigen Mikrophonrückkopplungen. Der Vorsteher der meistgehassten und meistverfolgten Religionsgruppe der Welt hat kaum seinen Rücktritt angekündigt, da erhebt sich im deutschen Blätterwald und den nie fehlenden Umfragen die fast einhellige Forderung nach Reformen, nach einem neuen aggiornamento an den postmodernen Zeitgeist, nach einer Vertiefung der Ökumene, nach weiblichen Priestern, schwulen Ehepaaren und selbstverständlich nach einem nichtweißen Kirchenoberhaupt, sprich: nach einem Obama-Papst, einem antipapstKrankenhausclown mit großem Latinum.

    Die Segel gebläht von der heißen Luft, die sie erzeugen, und doch irgendwie vom Heiligen Vater so plötzlich verlassen wirkend wie das Kirchenvolk selbst, rufen sie nun von Spiegel bis Zeit nach dem Ende des finsteren Mittelalters, nach innerkirchlicher Demokratie und der endlichen Preisgabe der irrationalen Dogmen, die doch nur den interreligiösen Dialog belasten und den Reproduktionsbetrieb stören. In der katholischen Kirche selbst, namentlich in der deutschen, ist der Wunsch groß, ein reibungslos in den Staat gefügtes Dienstleistungsunternehmen mitsamt pflegeleichter corporate identity zu werden, und dementsprechend klingen viele katholische Wortmeldungen wie aufdringliche Bewerbungen beim Souverän als Sinnstifter.

    Benedikt XVI. aber, der „erzkonservative“ Dorn in allen Augen, machte sich trotz der schwer identitätsbedürftigen Zeiten verhasst, weil er die Rolle des österlichen Grußaugusts immer wieder dazu nutzte, der sogenannten westlichen Zivilisation in Erinnerung zu rufen, was ihre unhintergehbaren Ausgangspunkte sind, wo ihre zu entfaltenden Forderungen wurzeln: in der hebräischen Gottessuche, der griechischen Philosophie und dem römischen Recht. Es wird zu untersuchen sein, was es mit diesem XXI. Jahrhundert des Abendlandes auf sich hat, an welches sich der vermeintlich „mittelalterliche“ Klerus anpassen soll und nicht ganz will, das sich mit Riesenschritten an die Abwicklung und Einebnung des katholischen Ärgernisses, des fundamentalistischen US-Christentums und last but not least des orthodoxen Judentums macht und gleichzeitig die Diversität der menschenverachtendsten Ideologien von den Islamisten bis zum Dalai Lama abfeiert. Richard Kempkens ist Redakteur der Kölner Zeitschrift Prodomo und schreibt überdies für die Bahamas.“

    (Text & Veranstalter: https://ideologiekritik.org/2013/02/2… | Quelle & MP3: https://soundcloud.com/gruppe-kir-roy… | Gesamter Text ist hier nachlesbar: https://goo.gl/yxa9sa )

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