Skip to content

Aus dem kapitalistischen Alltag

17. Januar 2016

10414550_1286248681392595_6494366828010436606_n

16 Kommentare leave one →
  1. Hentai-Boy666 permalink
    27. Januar 2016 18:58

    Hahaha – genauso sieht’s aus!
    Und in Bild Fünf steht die FAU und bietet vegane Vokü und die Fischli-Ichtys mit den Helmen kratzen sich am Kopp und denken: Meinen die das ernst!?
    In Bild 6 kloppen sie herzhaft drauf und dann kommt die Graswurzelrevolution und schreit „Wir sind friedlich, was seid ihr?“ und dann kloppen sie noch lieber zu, weil es so mehr Spaß macht.
    Im Hintergrund wollen die Ereignisse welche bei Chefduzen diskutieren, aber die Veganer reißen die Threads an sich und posten nur noch Veganerpropaganda Free Animal und so ne Kacke.

    Geil, könnte ein ganzes Comicbuch werden!

  2. Mit 3D-Druckern den Sozialismus ausdrucken? permalink
    30. Januar 2016 18:05

    Mit 3D-Druckern den Sozialismus ausdrucken?

    “Kann mit 3D-Druckern “der Sozialismus ausgedruckt” und etablierte kapitalistische Strukturen unterlaufen werden? Oder aber werden durch 3D-Drucker der Reichtum einzelner und der Gesellschaft weiter wachsen und die Teilhabe an ihm weiter schrumpfen?”

    Am Ende waren es wieder mal mehr Fragen als Antworten. Einen 3D-Drucker in den gesellschaftlichen Zuständen, die wir jetzt vorfinden, ohne Gegenwehr oder -entwurf zu etablieren, ist grob fahrlässig. Der Kapitalismus macht mit dieser Form des technischen Fortschrittes das, was er mit allen anderen Errungenschaften auch macht: Er akkumuliert den Gegenstand zu noch mehr Kapital.

    Die Linken halten mit diesem rasantem Tempo kaum mit. Es wurden bisher gar keine oder nur marginal auftauchende Visionen für eine zukünftige Gesellschaft entwickelt. Der Neoliberalismus ist die erfolgreichste Ideologie der modernen Welt der letzten Jahrzehnte und hat sich in den Alltag, in den Denkstrukturen, eine Gesellschaft zu begreifen, rein geschlichen. Die Linken sind ausschließlich mit Abwehrkämpfen beschäftigt und von Gestaltung überwiegend ausgeschlossen.

    Die Idee der 3D-Druckers birgt aber unglaubliches Potenzial, auch linke und emanzipierte Gesellschaftsentwürfe zu verwirklichen. Die nötige Neujustierung des Arbeitsbegriffes, die individuelle, auf Selbstermächtigung orientierte Freiheit, die Schaffung einer egalitären Gesellschaft mit einer breiten und für alle erreichbaren Teilhabe an Reichtümern und am technischen Fortschritt sind Chancen für die Menschen in der Zukunft und könnten Teil von linken Antworten zum Gestalten zukünftiger Welten sein. Ein bedingungsloses Grundeinkommen als gesellschaftliches und globales Projekt, könnte da helfen.

    Die Errungenschaften des digitalen Zeitalters sind für die Menschen nur erfolgreich, wenn sie auch ankommen, wenn sie leistbar sind, wenn sie, bei allem Schaffen von noch mehr individueller Freiheit und Unabhängigkeit, solidarisch und sozial gedacht und angewendet werden.

    Peter Laskowski, Shaked Spier, Oliver Höfinghoff und Klaus Lederer gestalteten einen sehr interessanten Abend im Berlinxxnet, der sich mit diesen Fragen beschäftigte. Der Laden war voll, die Stimmung gut. Anschließend konnte man sich noch entspannt austauschen, neue Termine verabreden oder einfach ein Bierchen trinken. Die Reihe “Das Internet und der Sozialismus” wird in dieser Form auf jedem Fall fortgesetzt und das ist auch gut und wichtig so. @Rutzel21

    Video zur Veranstaltung “Mit 3D-Druckern den Sozialismus ausdrucken?” ist online, mit Nachbericht von Klaus Lederer versehen.

    https://emaliberlin.wordpress.com/2016/01/22/wir-brauchen-eine-linke-erzaehlung

  3. Warum die Rettung Europas nicht gelingen kann - Prof. Dr. Heiner Flassbeck permalink
    6. Februar 2016 12:20

    Warum die Rettung Europas nicht gelingen kann – Prof. Dr. Heiner Flassbeck

    Vortrags- und Diskussionsveranstaltung zur Krise in Europa mit Prof. Dr. Heiner Flassbeck, langjähriger Chefvolkswirt der UNCTAD
    Universität Passau, Hörsaal 7, Gebäude Wirtschafswissenschaften (WIWI)

    Der international renommierte Ökonom Heiner Flassbeck analysiert die Ursachen der europäischen Finanzkrise, untersucht die aktuelle Geld- und Finanzpolitik in Europa und hinterfragt, wem bzw. wozu diese Geldpolitik nützt. Er erläutert, welche Folgen die aktuell betriebene Finanzpolitik für die wirtschaftliche Entwicklung in Europa, die Zukunft des Euro sowie die politische Stabilität in Europa haben wird. In diesem Zusammenhang geht er auch auf die Entwicklung in Griechenland ein.

    Eine Veranstaltung des Rosa-Luxemburg-Clubs Passau in Kooperation mit Attac Passau HSG, IG Metall Passau, Verdi Passau und dem Kurt-Eisner-Verein / Rosa-Luxemburg-Stiftung Bayern.


    Eine Videoaufzeichnung der Universität Passau.
    Veranstaltungswebseite: http://www.rosalux.de/event/54600

  4. Yanis Varoufakis (DiEM25.org): Europa vom Kopf auf die Füße stellen! permalink
    20. Februar 2016 16:34

    Yanis Varoufakis (DiEM25.org): Europa vom Kopf auf die Füße stellen!

    „Europa vom Kopf auf die Füße stellen“ lautete der Titel der Veranstaltung, die die Bundestagsfraktion Die Linke orga­nisiert und dazu den früheren Finanzminister Griechenlands eingeladen hatte.

    Yanis Varoufakis sprach über Griechenland, Troika, die Funktionsweise des Kapitalismus, die Erpressung durch die Troika und notwendige Veränderungen in der Europäischen Union.

    http://diem25.org/de

    http://www.griechenland-blog.gr/2016/01/neue-partei-diem25-des-ehemaligen-finanzministers-griechenlands/2136580

  5. What Socialism Is, And is not permalink
    2. März 2016 15:27

    What Socialism Is, And is not

    Flippin Liberals

    So, because I was feeling like I wanted to lose a few IQ points I went and talked to some liberals on the young turks live show. I mentioned a few topics, including the abolishment of capital, representative democracy and Bernie goddamn Sanders.

    There was one socialist in there, a couple talked about coporatism and one said that this is socialism for the corporate class (*applauds*). Of course, with all the Bernie Sanders supporters there was a lot of misunderstood social-democrats flying around. One called themselves “democratic socialist”, and of course he wasn’t talking Fabianism.
    The Socialist Mode of Production

    Of course, determining whether you’re a socialist or not all boils down to the socialist mode of production. The socialist mode of production is where the workers own the means of production and democratically.

    For example, if there was a factory making hats then the workers would collectively own that, they would decide 1) how many hats they made 2) how they would be made and how long the workers would work 3) how the materials would be sourced. Then, after that, in a larger anarchist society, they would distribute the hats for people’s’ good instead of just making huge profits.
    Conclusion

    In conclusion, if you do not agree with the worker ownership of the means of production, you’re just a liberal or social democrat. Also, the coporate class can’t have socialism because they aren’t workers😄

    Have a good one!

    https://anarchoblonde.wordpress.com

  6. Europa in Zeiten des Aufruhrs - Stunde der linken + rechten Nationalisten permalink
    4. März 2016 18:42

    ………….. zum rekapitulieren ……………..

    Europa in Zeiten des Aufruhrs – Stunde der linken + rechten Nationalisten

    Einem ganzen Kontinent wird klar: Die Zeit der Gewissheiten ist vorbei. Europa befindet sich in einer tiefen Krise, die weit mehr ist als eine Wirtschaftskrise. Der Unmut der Öffentlichkeit entlädt sich in Massendemonstrationen, wüsten Strassenschlachten und Generalstreiks von Lissabon bis Athen.
    Ein Film von Simon Christen

    Die etablierten Parteien und der von ihnen beschworene «Geist von Europa» scheinen diskreditiert. Populistische Nationalisten von links und von rechts haben in zahlreichen Ländern Europas Rückenwind. In Griechenland machte der Linkspopulist Alexis Tsipras aus der völlig unbedeutenden 5-Prozent-Partei «Syriza» im Zuge der Krise die wichtigste Oppositionspartei mit heute 27 Prozent Wähleranteil. In Frankreich erzielte Marine Le Pen, Vorsitzende des rechtspopulistischen «Front National», bei den diesjährigen Wahlen das beste Ergebnis in der Parteigeschichte.

    Und in Österreich hat Heinz-Christian Strache mit seiner rechtspopulistischen FPÖ laut Umfragen gute Chance, bei den nationalen Wahlen 2013 stärkste Kraft zu werden. Allen gemeinsam ist ihr Kampf für mehr nationale Souveränität und für mehr demokratische Rechte in Bezug auf die künftige Architektur der EU und der Währungsunion, womit sie offenbar vielen Bürgern aus den Herzen sprechen.

    DOK hat alle drei Länder bereist, mit Populisten und Bürgern gesprochen und die gesammelten Eindrücke mit nach Brüssel genommen, um sie dort mit einem der einflussreichsten europäischen Politiker zu diskutieren: mit Jean-Claude Juncker, dem Vorsitzenden der Euro-Gruppe. «Dass unsere Politik nicht auf Zustimmung stösst, das ist unverkennbar, dass sich die europäische Politik in einem Erklärungsnotstand befindet, ist auch offensichtlich», sagt Juncker im Interview mit DOK, «aber dass wir tun müssen, was wir tun, steht ausser Frage.»
    Team

    Mitarbeit: Adrian Arnold, Jonas Projer, Erwin Schmid, Werner van Gent
    Kamera: Raphael Gubler, Björn Kathöfer
    Schnitt: Serge Wohlgensinger
    Produktionsverantwortung: Monika Zingg
    Redaktion: Nathalie Rufer
    Leitung: Marius Born
    Interview mit Hanspeter Kriesi

    Hanspeter Kriesi, Jahrgang 1949, gehört zu den renommiertesten Politologen Europas. Seine Forschungsschwerpunkte sind direkte Demokratie, soziale Bewegungen, öffentliche Meinungen und Meinungsbildung, politische Parteien, Wahlen und Abstimmungen. Von 2005 bis 2012 war er Direktor des Forschungsprogramms NCCR-Democracy des Schweizer Nationalfonds. Der NCCR Democracy untersucht die wichtigsten Herausforderungen für die Demokratie im 21. Jahrhundert.

    Videos:

    Der Handelspielraum der Regierungen wird kleiner
    Es gibt ein Demokratiedefizit in Europa
    National versus supranational
    Die EU schützt die Grundrechte
    Das Dilemma der etablierten Parteien in der Krise

    Links:

    NCCR Democracy
    Homepage von Hanspeter Kriesi

    http://www.srf.ch/sendungen/dok/europa-in-zeiten-des-aufruhrs-stunde-der-nationalisten

  7. Ist der Mensch nichts anderes als ein Arbeitstier? ~ Hartz IV und die Folgen permalink
    19. März 2016 11:39

    Ist der Mensch nichts anderes als ein Arbeitstier? ~ Hartz IV und die Folgen

    Podiumsdiskussion mit
    Prof. Dr. Christoph Butterwegge, Köln
    Inge Hannemann, Hamburg
    Prof. Dr. Franz Segbers, Marburg
    Prof. Dr. Matthias Zimmer, MdB, Frankfurt
    Moderation: Katja Irle (hr-Info)
    am 12. Februar 2015
    im Haus am Dom in Frankfurt a. M.

  8. Anfang und Ende des Kapitalismus permalink
    19. März 2016 13:01

    Anfang und Ende des Kapitalismus

    Vortrag von Ulrike Herrmann, am 12.10.2015, Wissensturm Linz, im Rahmen der Vortragsreihe „Talk im Turm“. Eine Veranstaltung der VHS Linz.
    https://de.wikipedia.org/wiki/Ulrike_Herrmann

  9. Das Glücks-Versprechen des Geldes & der globalen kapitalistischen Produktionsweise permalink
    19. März 2016 14:10

    Das Glücks-Versprechen des Geldes & der globalen kapitalistischen Produktionsweise

  10. Wem gehören unsere Städte? ~ Widerstand gegen die Herrschaftsar(s)chitektur permalink
    29. März 2016 23:20

    Wem gehören unsere Städte? ~ Widerstand gegen die Herrschaftsar(s)chitektur

    In Deutschland, Griechenland, Italien, Spanien und der Türkei sind Menschen in den vergangenen Jahren immer wieder auf die Straße gegangen, um ihre Rechte einzufordern. Mit Märschen und Ortsbesetzungen engagieren sich die Bürger zunehmend für den städtischen Raum als Ort, an dem Protest artikuliert werden und urbanes Leben stattfinden kann. Ist die öffentliche Hand noch immer der Garant einer menschengerechten Stadt? Wo stehen wir heute in Sachen städtischer Demokratie? Wie können die Einwohner ihre Rechte gegenüber Politikern, Stadtplanern und Investoren durchsetzen? Welche langfristigen Auswirkungen haben die zunehmenden öffentlich-privaten Partnerschaften (ÖPP) und sogenannten Business Improvement Districts (BID).

    Der Dokumentarfilm führt unter anderem nach Hamburg, Berlin, Paris, Kopenhagen, Istanbul, London, Toulouse und Lyon. Er untersucht die Hintergründe von städtebaulichen Konzepten und städtischem Wandel und fragt nach den Bürgerrechten. Die politisch gewollte und mittels Bulldozer und Expropriation ganzer Stadtviertel forcierte Urbanisierung gehörte zu den Auslösern der Kundgebungen auf dem Taksim-Platz in Istanbul. Doch auch in Deutschland und Frankreich werden Großbaustellen aus dem Boden gestampft – ob der Bau einer IKEA-Niederlassung im Hamburger Stadtzentrum oder die Planung eines gigantischen Einkaufszentrums der Vertriebskette Auchan im Rahmen des Projekts „Grand Paris“ zur Neugestaltung des Pariser Ballungsraums. Die öffentliche Hand sieht diese Vorhaben als Chance, weil sie selbst nicht mehr die finanziellen Mittel hat, den öffentlichen Raum zu gestalten.

    Der Film beleuchtet die fortschreitende Privatisierung Londons, die Umwandlung Kopenhagens zur Fußgängerstadt und die schwierige Stadtplanung in Lyon und Toulouse. Dabei wird klar, welche bedeutende Rolle die wirtschaftlich-politischen Interessen spielen. Gelungene Modelle der bürgerschaftlichen Mitbestimmung und Rückgewinnung öffentlicher Räume zeigen aber auch, wie es möglich ist, ein Gegengewicht zur aktuellen Entwicklung zu schaffen.

  11. Die 2000er Jahre: Ein Jahrzehnt der Gleichgültigkeit & des Nichts permalink
    26. Mai 2016 23:25

    Die 2000er Jahre: Ein Jahrzehnt der Gleichgültigkeit & des Nichts ~ Vortrag Roger Behrens

  12. DIE 10 GEBOTE DES KAPITALISMUS permalink
    5. Juni 2016 01:33

    DIE 10 GEBOTE DES KAPITALISMUS

  13. RUAMSCHIFF ERDE ~ arte doku permalink
    5. Juni 2016 17:12

    RUAMSCHIFF ERDE ~ arte doku – 5h

  14. Alltag in Deutschland +++ Der Zerfall der EU & der europäischen Sitten permalink
    10. Juni 2016 00:18

    Rainer Trampert und Thomas Ebermann – Alltag in Deutschland

    Sie gelten im bürgerlichen Feuilletion als die „linksaußen der deutschsprachigen Satire“. Sie, das sind Thomas Ebermann und Rainer Trampert. Beide sind Grünenaktivisten der ersten Stunde. Und: Beide haben sich Ende der 80-er Jahre aus der aktiven Politik zurückgezogen – aus Frust über den eingeschlagenen Weg der einst so hoffnungsvoll gestarteten Partei. Seitdem sind Ebermann und Trampert als Publizisten und vor allem Satiriker tätig. Vor einigen Wochen sprachen die Beiden etwa im Leipziger Conne Island (sprich:engl.) über „die Krise“. Dabei haben Ebermann und Trampert ihre Geschichten in einer Art Montage von unverfälschten Originalzitaten und eigener Kommentierung vortragen. Ein kurzer Ausschnitt dieses Programms hören wir im Folgenden – die wöchentliche Rubrik Deutschlandwahn bei Radio Corax. — freie-radios.net

    Der Zerfall der EU & der europäischen Sitten ~ Vortrag Rainer Trampert

    „Rainer Trampert wird in seinem Vortrag zentrale Thesen seines Buches „Europa zwischen Weltmacht und Zerfall“ vorstellen und mit einer Einschätzung aktueller Konflikte verbinden. Er analysiert dabei eine neue Epoche, in der der Kapitalismus in Europa und den USA stagniert, während sich die halbe Menschheit auf dem Weg der größten Industrialisierung aller Zeiten befindet. Dabei geht er der Frage nach welche Auswirkungen die Verschiebung der Produktion nach Asien, das Tauziehen um die Ukraine, die Stellvertreterkriege im Nahen Osten, in Afrika und anderen geostrategischen Brennpunkten haben werden. Rainer Trampert untersucht auch den Führungsanspruch Deutschlands in der EU, beschreibt die europäische Geschichte, räumt mit der Mär vom «guten Nachkriegskapitalismus» auf und stellt die Systemfrage. „Die Marktwirtschaft ist historisch überholt, aber wo ist das Bewusstsein für eine neue Gesellschaft?“

    Zur Person: Rainer Trampert, geb. 1946, war Mitbegründer und Sprecher der Grünen. 1990 verließ er die Partei. Seither ist er publizistisch tätig. Der »Saarkurier« hält ihn für einen der »wenigen Aufklärer, die es in der Bundesrepublik noch gibt. Während die Mehrzahl seiner ehemaligen Kollegen als Sprachbaukästen in Talkshows oder Aufsichtsräten gelandet sind, blieb Trampert unversöhnt mit den Verhältnissen.« Zuletzt erschien von ihm das Buch »Europa zwischen Weltmacht und Zerfall« (ND).“ (Text: https://www.facebook.com/events/195982750776337 )

  15. DAS KAPITALISMUSTRIBUNAL ~ 2016 permalink
    20. Juni 2016 02:26

    Statut des Kapitalismustribunals Wien 2016

    A Das Kapitalismus-Tribunal findet und erfindet in einem fairen Verfahren einen Umgang mit den Verbrechen des europäischen Kapitalismus.
    B Anklageberechtigt ist jeder lebende Mensch auf dem Planeten.
    C Angeklagt werden können alle juristischen Personen, Unternehmen, Konsortien, Konzerne, Institutionen, Staaten, Ereignisse und im Kapitalismus gültige Rechtsnormen. Natürliche Personen (einzelne Menschen) sollten nur dann angeklagt werden, wenn sie aus eigener Entscheidung Personen des öffentlichen Lebens in Europa sind.
    D Nicht zugelassen werden Anklagen, die in ihrer primären Intention antisemitisch, rassistisch, sexistisch oder sonstwie xenophob sind.
    E Das Tribunal nimmt ökologische, ökonomische, und ethische Auswirkungen des europäischen Kapitalismus von 1971 bis heute in den Prozess auf. Exemplarisch werden persönliche Einzelfälle im Zusammenhang als solche dargestellt.
    F Das Gericht behält sich Auswahl und Sammlung der Anklagen vor.
    G Erste Grundlage des Tribunals stellt der Forschungsbericht »Die Grenzen des Wachstums« des Clubs of Rome von 1971 dar. Das Tribunal bezieht sich über die Radebruch’sche Formel auf weitere anerkannte Texte der Rechtsgeschichte, der Literatur wie das Naturrecht, das Venunftrecht wie generell überpositivistische Rechtsnormen.
    H Als Kapitalismus wird die gegenwärtige Wirtschaftsweise & deren Vergesellschaftungsformen aufgefasst, die kurzfristig, rationalistisch, in übergroßem Maßstab akkumulierend und warenförmig operationalisiert und rechtlich durch Staaten geschützt wird (d.h. im ethischen Kern nicht-humanistisch und nicht-ökologisch vorgeht). Die vereinfachte Verwendung des Begriffes Kapitalismus ist dem Tribunal bewusst und wird Teil des Prozesses sein.
    I Die Anklagen sollen in englischer, französischer, spanischer oder deutscher Sprache verfasst sein. Gerichtssprache der Verhandlung ist Deutsch (Wien). Einzelbeiträge können auf Englisch eingebracht werden. Zeugenaussagen und Anklagen können im Einzelfall übersetzt werden. Eine Dolmetscherin für Gebärden wird bei der Verhandlung anwesend sein.
    J Jede Anklage, die vor das Tribunal im Gerichtshof in Wien gebracht wird, wird fair verteidigt. Die Verteidigung wird mit allen dafür nötigen Mitteln ausgestattet.
    K Das Gericht findet eine zutreffende Auswahl aus den eingegangenen Anklagen. Es können Anklagen gesammelt und zusammengefasst werden. Jede zugelassene Anklage kann sowohl durch eine advokatorische Vertretung als auch persönlich vorgetragen werden.
    L Die Richter ordnen des Verfahren, rufen zur Erhebung der Anklage auf, lassen die Verteidigung gegenreden, können auf Antrag beider Parteien Zeugen und Beweise zulassen und aufrufen. Jeder Fall wird circa maximal eine Zeitstunde verhandelt.
    M Die Einbeziehung der Jury und des Publikums in Verfahren, Urteilsfindung und Strafmaß wird vor Beginn des Wiener Tribunals bekannt gegeben.
    N Urteile und Strafmaß des Kapitalismus-Tribunals werden nicht exekutiert. Die Todesstrafe bleibt abgeschafft.
    O Die genaue Verfahrensordnung wird Anklage, Verteidigung, Jury und Richtern rechtzeitig vor Beginn des Tribunals mitgeteilt, abgesprochen und bei Bedarf verändert.
    P Das Kapitalismustribunal tagt 1. BIS 12. MAI 2016 + NOVEMBER 2016 in Wien.
    Q Am Ende des Tribunals kann der Kapitalismus insgesamt verurteilt werden.
    R Als Folge des Kapitalismus-Tribunals wird eine neu zu entwickelnde »Erklärung der Menschenrechte und Pflichten im Umgang mit dem Planeten« vorgeschlagen.
    S Das Kapitalismus-Tribunal hat keine Exekutive und lehnt exekutierte Selbstjustiz ab. Schuldsprüche und Freisprüche des Kapitalismus-Tribunals haben somit zunächst symbolischen oder theatralischen Charakter. Gleichwohl kann das Tribunal einen ethischen Paradigmenwechsel in institutionalisierten oder demokratisch neu vereinbarten Gesetzgebungsverfahren befördern. Das ist ausdrücklich gewünscht.

    http://capitalismtribunal.org/de/pages/statute

  16. "Anarcho"-Kapitalismus --- Revolution der Reichen permalink
    12. Oktober 2016 16:41

    „Anarcho“-Kapitalismus — Revolution der Reichen

Schreibe einen Kommentar

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s

%d Bloggern gefällt das: