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Anarcho-Syndikalistischer Tag – „Alles muss man selber machen!“

7. November 2015

AS Tag 2015Anarcho-Syndikalistischer Tag
Bremen – Samstag, 21. November 2015

„Alles muss man selber machen!“
Forschen – schreiben – publizieren – organisieren

Als Anarcho-Syndikalist und Anarcho-Syndikalistin muss man wirklich alles selber machen. Dazu gibt es drei Vorträge: einmal zum Forschen und Erarbeiten der eigenen Geschichte -lokal, national, international, weltweit- mit einem Beitrag zur Geschichte der rumänischen Arbeiterbewegug – sowie einem zur Abschaffung der Lohnarbeit.
Geschichte, unsere Geschichte ist gleichzeitig unsere Wappnung gegen die „sozialpartnerschaftliche“ Verklärung der Vergangenheit.

Als Anarcho-Syndikalist und Anarcho-Syndikalistin muss man die Welt verändern wollen, dazu gehört ein Basisgerüst – ein Fundament an Wissen und Bewußtsein. Bewußtsein, besonders Klassenbewußtsein, ist ein Produkt von Nachdenken und alltäglicher Reibung mit dem Unternehmertum und Kapitalismus. Genau darum geht es – ausdauernd den steten Tropfen fördern und fordern, um den Kapitalismus zu zerschlagen und eine neue freiheitlich-libertäre Gesellschaft von unten auf zu organisieren.

Als Anarcho-Syndikalist und Anarcho-Syndikalistin sollte man sich nicht der Idee hingeben, dass es baldigst zur sozialen Revolution kommen wird oder kommen könnte. Wir sehen das anders: wir wollen uns nicht sklavisch als Lohnabhängige durch kapitalistische Zwänge hindurchquälen und Ausbeutung und Unterdrückung zermürben lassen. Deshalb gibt es einen Vortrag über die Idee der Kollektivbetriebe zur ökonomischen Einübung der Arbeiterselbstverwaltung und den dabei gemachten Erfahrungen.

Wir warten nicht auf Reformen oder ein paradisisches Endziel, wir wollen schon im Hier und Jetzt Verbesserungen erringen, im täglichen Leben – der Alltag bedeutet Abhängigkeit von Lohnarbeit, daher ist dies unser Tätigkeitsfeld. Zum Kampf um eine befreite Gesellschaft, ausgehend von ihrer materiellen Grundlage, der Arbeit, gehören Bildung und konkrete Erfahrungen, nicht Dampfplauderei am Anarcho-Stammtisch oder auf einer veganen Selbstfindungsparty. Um diese Bildung zu mehren und gemeinsam zu diskutieren, laden wir euch ein am Samstag, den 21. November am Anarcho-Syndikalistischen Tag in Bremen teilzunehmen.

Programm:

15:00 Uhr: Institut für Syndikalismusforschung: Buchvorstellung – Stefan Gheorghiu und die revolutionäre Arbeiterbewegung Rumäniens

16:30 Uhr: Institut für Syndikalismusforschung: Anarcho-Syndikalismus und Wissenschaft

18:00 Uhr: Anarcho-Syndikalistische Gruppe Hamburg: Kollektivbetriebe. Arbeiterselbstverwaltung als libertär-sozialistisches Gegenmodell zur kapitalistischen Profitwirtschaft. Erfahrungen und praktische Tipps.

Danach singt und spielt Christoph Holzhöfer Lieder nach Texten von Erich Mühsam, Oskar Kanehl und zu eigenen Texten

Ort: Resonanz, Hohentorsheerstraße 24 (Ecke Lahnstrasse), 28199 Bremen. Haltestellen „Hochschule Bremen“ oder „Pappelstraße“.

Veranstalter: Institut für Syndikalismusforschung (Bremen/Mainz), Anarcho-Syndikalistische Gruppe Hamburg.

Quelle: Eingesandt

5 Kommentare leave one →
  1. Bernie permalink
    8. November 2015 12:28

    In Bremen gab es mal eine aktive FAU mit eigenem Ladenlokal. Machen die da auch mit? Habe in Bremen schon länger nichts mehr von der FAU mitbekommen, aber schön, dass man sich mit Hamburgern versteht und gemeinsam Veranstaltungen macht – in Bremen😉

  2. Der Staat marschiert permalink
    12. November 2015 01:08

  3. CNT Barcelona permalink
    17. November 2015 10:44

    erster link ins Übersetzungsprogramm geworfen:
    An diesem Morgen, 28. Oktober 2015 haben wir erneut erlitt einen repressiven Staatsstreich vom nationalen Gericht orchestriert und von der katalanischen Polizei durchgeführt in verschiedenen Stadtteilen von Barcelona und Manresa. Die Entschuldigung ist alt, die angebliche Beziehung / als Gefangene / als auch lokale und Geschichten so aufgezeichneten „anarchistischen Terrorismus“ genannt haben.

    Einer der Gefangenen ist unsere Gewerkschaft militant. Zusätzlich zu den registrierten Räumlichkeiten, die Athenaeum Llibertari Sants, ist der Treffpunkt der Gruppe der CNT-AIT in dieser Gegend, sowie eine lokale Referenz in der Verbreitung der Kultur und libertäre Ideen in Barcelona. Natürlich, da die CNT-AIT stehen hinter jedem einzelnen der Militanten Praktiken in diesem Ort entwickelt, und jeder der von unserem Kollegen vorgenommen militante Praktiken.

    Da die Medien bereits versucht, die Gefangenen zu kriminalisieren. Sie setzen den Begriff „Terrorismus“ zu „Anarchismus“ und versuchen, die Aktivität von anderen Gefangenen angeblich friedlichen und moderaten Aktivisten zu trennen. Aber zumindest unsere Organisation, eine Vereinigung, nicht jede Art von Terrorismus, sondern eine starke Verteidigung der Arbeiterklasse zu üben, unterstützt er und macht seine eigene der Kampf aller, die im Zusammenhang mit der Polizeioperation festgenommen.

    An diesem Morgen wurden wir Zeugen eines Terror-Operation. Die Polizei Hgan gewaltsames Eindringen in das Haus von mehreren / os Begleiter / os, Arbeiter, Arme, Arbeitslose und den Nachbar beliebten Stadtteilen von Barcelona und Manresa. Und sie haben ein paar Leute entführt. Das ist der wahre Terrorismus, weil sein Ziel ist es, die Angst auf alle Menschen, die auf eine gerechtere Welt verlassen zu verhängen, und die Bestrafung all jener, die dafür zu kämpfen wagen.

    Vom Barcelona CNT bekräftigen unsere Unterstützung und Solidarität mit allen, festgenommen am Morgen und wir öffentlich unsere Verpflichtung, den Kampf für die Freiheit. Da rief jemand an diesem Morgen bei der Durchsuchung des Hauses von unserem Freund, „Sie kann uns aufhalten, aber sie haben uns nicht aufhalten können.“

    ——-
    Was sind militante Praktiken?
    http://deu.anarchopedia.org/Militanz > dort unter:

    Andere Sprachen
    Militanz bezeichnet im Französischen [6] und philippinischen Englisch ein vehementes Eintreten eines Aktivisten für eine Sache, die zumeist gewaltlos, etwa mittels Schrift, Lied und zivilem Ungehorsam umgesetzt wird.

    ———
    Militanz und Militanz

    Das syndikalistische Verhältnis zur Gewalt ist relativ einfach benannt: Es geht um eine Zweck-Mittel-Argumentation. Und diese erschöpft sich nicht in der relativ simplen Weisheit, dass das Mittel dem Zweck entsprechen müsse. Der eigentlich wesentliche Punkt ist ein anderer, der mit einem zentralen Aspekt der syndikalistischen Ideenwelt beschrieben ist: Der Direkten Aktion. Ausgerechnet in diesem, alltagssprachlich oft als „militant“ oder sogar „gewaltverherrlichend“ aufgefassten Begriff steckt die tendenzielle Ablehnung von Gewalt.

    Von den traditionellen Texten (Arnold Roller, Rafael Friedeberg, Pierre Ramus), bis hin zu aktuellen Reflexionen (Harald Beyer-Arnesen) des Begriffs wird betont, dass die Aktion dann direkt ist, wenn das Mittel auf einfachstem Weg zum Ziel führt. Da steckt der anarchistische Ethos der Zweck-Mittel-Relation noch gar nicht drin, vielmehr gehorcht die Direkte Aktion einer Kosten-Nutzen-Logik, und die besagt: Ich wende ein Mittel nur dann an, wenn es entsprechend etwas bringt. (…)
    http://www.syndikal.info/index.php?article_id=1&artid=120&j=2014&f=militant

    ——–
    Anarchosyndikalistische Gewerkschaftsstrategie
    Anarchistische »Ultras« oder Kampf um alltägliche Verbesserungen?

    Die Diskussion um die richtige Strategie einer anarchosyndikalistischen Gewerkschaft ist eine spannende Geschichte, denn wenn der Weg mit dem Ziel nicht mehr übereinstimmt, verliert eine Organisation ihre
    sozialrevolutionäre Identität. Wer seine Entwicklung von Zufällen und aufgezwungenen Konflikten abhängig macht, der ist auf dem falschen Weg. Deshalb müssen wir die Geschichte unserer eigenen Organisation(en) selbst bestimmen. Dies ist ein kleiner Beitrag, der sich mit der Positionierung der FAU-IAA auseinandersetzt. (…)
    http://www.syndikal.info/index.php?article_id=1&artid=104&j=2007&f=militant

  4. Rare footage from Buenaventura Durruti's funeral in Barcelona attended by half a million anarchists permalink
    20. November 2015 10:48

    Rare footage from Buenaventura Durruti’s funeral in Barcelona attended by half a million anarchists

    Rare newsreel footage from José Buenaventura Durruti Dumange’s (14 July 1896 – 20 November 1936) funeral in Barcelona, attended by more than half a million anarchists.

    He died on 20 November 1936, at the age of 40, in a makeshift operating theatre set up in what was formerly the Ritz Hotel. The bullet was lodged in the heart; the diagnosis recorded was „death caused by pleural haemorrhage“. The doctors wrote a report in which the path of the bullet and the character of the wound was recorded but not the calibre of the bullet, since no autopsy was performed to remove it.

    His driver’s gave the following testimonial about the events that lead to his death: „We passed a little group of hotels which are at the bottom of this avenue [Avenida de la Reina Victoria] and we turned towards the right. Arriving at the big street, we saw a group of militiamen coming towards us. Durruti thought it was some young men who were leaving the front. This area was completely destroyed by the bullets coming from the Clinical Hospital, which had been taken during these days by the Moors and which dominated all the environs. Durruti had me stop the car which I parked in the angle of one of those little hotels as a precaution. Durruti got out of the auto and went towards the militiamen. He asked them where they were going. As they didn’t know what to say, he ordered them to return to the front. The militiamen obeyed and Durruti returned towards the car. The rain of bullets became stronger. From the vast red heap of the clinical hospital, the Moors and the Guardia Civil were shooting furiously. Reaching the door of the machine, Durruti collapsed, a bullet through his chest.“

    — It is we the workers who built these palaces and cities, here in Spain and in America and everywhere. We, the workers. We can build others to take their place. And better ones! We are not in the least afraid of ruins. We are going to inherit the earth. There is not the slightest doubt about that. The bourgeoisie might blast and ruin its own world before it leaves the stage of history. We carry a new world here, in our hearts. That world is growing in this minute.
    — Buenaventura Durruti –

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