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„Direct Unionism“: Strategiepapier für erfolgreiche Basisgewerkschaften

21. Oktober 2015

Direct-UnionismWir wissen alle, dass heutzutage immer weniger Arbeiter*innen gewerkschaftlich organisiert sind. Solche, die es noch sind, müssen immer öfter Verträge akzeptieren, die nicht in ihrem Interesse sind. Es sieht so aus, als wenn Arbeiter*innen überall dazu gezwungen sind mehr und mehr Zugeständnisse in Konflikten mit den Arbeitgeber*innen zu machen. Was können wir dagegen tun?

Unter dem Titel: „Direct Unionism« – Strategie für erfolgreiche Basisgewerkschaften auf der Höhe der Zeit“ hat die Ortsgruppe Frankfurt am Main der IWW ein Diskussionspapier über die Zukunft von Basisgewerkschaften im deutschsprachigen Raum herausgegeben.

Dieses Diskussionspapier entwirft eine Vision davon, wie Arbeiter*innen zurückschlagen können. Eine Vision von der wir hoffen, dass sie eine breitere Diskussion entfachen wird. »Direct Unionism« beschreibt deutlich und offensiv was es heißt Macht am Arbeitsplatz auf der Basis kollektiver direkter Aktionen aufzubauen – mehr noch als Tarifverträge und Betriebsvereinbarungen abzuschließen. Wir denken, dass Arbeiter*innen ihre Kämpfe am Arbeitsplatz durch ihre Fähigkeit den Betriebsablauf zu stören, gewinnen, und nicht dadurch, dass sie die offizielle Anerkennung durch ihre Chef*innen erlangen. Mit diesen Gedanken haben wir ein paar spezifische Szenarien zusammen getragen, die uns beim Organizing und den alltäglichen Auseinandersetzungen helfen. Es sind die Modelle und Pläne, von denen wir denken, dass Arbeiter*innen sie überall einsetzen können.

Dieser Text ist der Beginn einer Diskussion – und damit alles, aber nicht das letzte Wort. Aber wir denken es ist ein wichtiger Anfang.

Hier gibt es den Text als PDF

Quelle: IWW Bremen

4 Kommentare leave one →
  1. 22. Oktober 2015 13:04

    Öfter mal Altes in neuen Schläuchen – „Organizing“ nun in neuem Outfit verpackt als „Direct Unionism“ mit „DU“-Organizer/innen …

    Hier gab es einen ausführlichen kritischen Artikel dagegen:
    https://muckracker.wordpress.com/anarchosyndikalistische-theorie/organizing/

    Man muss nicht jeden kalten Kaffee wieder aufwärmen, zumal die deutsche Arbeitsgesetzgebung und die reduzierenden Bedingungen des BVerfG und des Tarifvertragsgesetzes inklusive der Tarifeinheitsklausel hier noch nicht einmal Erwähnung finden. Die Übersetzung einer kanadischen/amerikanischen IWW-Broschüre ist ja ganz nett, hilfreich ist sie ohne deutsche Kommentierung m.E. nicht wirklich.
    Und eine grün-blaue Welt, na, nichts für mich.

  2. Lerche, ick hör dir strapsen permalink
    25. Oktober 2015 15:41

    1. kalter Kaffee macht bekanntlich schön

    2.1. viel Spass beim umstreichen der grün-blaue Welt
    2.2. viel Spass beim auswandern auf den roten Planeten

    • Bonaventura permalink
      31. Oktober 2015 01:27

      1. Kannst du was konkretes zu den Unterschieden zur deutschen Gesetzeslage sagen?
      2.1. also zum Inhalt des von Leo Lerche genannten Artikels?
      2.2. oder bist du nur angepißt, weil der Text nicht bedingungslos gelobt wurde?
      3. Stimmt letzteres, dann empfehle ich den Kommentar von x374636: den IWW-Schlafwagen.
      4. Die Revolution ist immer konkret – besonders in ihren Ausgangsbedingungen …

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