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Türkei, Ankara: Beerdigung des Anarcho-Syndikalisten Ali Kitapçı

13. Oktober 2015

turasDie für den 10. Oktober 2015 geplante Friedensdemonstration in Ankara, welche von den landesweiten Gewerkschaften organisiert wurde (DİSK, KESK, TMMOB und TTB) [Konföderation der Revolutionären Arbeitergewerkschaften der Türkei, Konföderation der im öffentlichen Dienst beschäftigten Arbeiter, Vereinigung der Ingenieurs- und Architektenkammern und Vereinigung der türkischen Ärzte], konnte aufgrund eines Bombenanschlags nicht durchgeführt werden. Die zwei aufeinander folgenden Detonationen töteten 128 Menschen und verletzten mehr als 500 Menschen. Dieses grauenhafte Ereignis, welches den höchsten Verlust menschlichen Lebens in einem derartigen Vorfall, in der Geschichte der Türkei, darstellt, ereignete sich genau einen Tag vor der erwarteten Erklärung einer Waffenruhe durch die PKK/KCK.

Ali Kitapçı (1958–2015) war einer von 14 Mitglieder von BTS-KESK (Unabhängige Transportarbeiter Gewerkschaft) die bei der Detonation getötet wurden. In der anarchistischen Bewegung brachte er sich das erste mal in England ein und er führte dieses Engagement über die letzten 30 Jahre fort. Neben seinem Kampf für die Gewerkschaftsbewegung, war er seit der zweiten Hälfte der 1980er, ein aktives Mitglied vieler anarchistischen Organisationen in Ankara, und er setzte sich für die Vereinigung der Anarchisten für einen gemeinsamen Kampf ein. Er war die erste Person, in der modernen Türkei, die sich für die anarcho-syndikalistische Sache engagierte. Für viele GenossInnen, aus unterschiedlichen Hintergründen und Generationen, war er eine Inspiration.

Tausende versammelten sich bei der Gedenkveranstaltung, die am 12. Oktober im Bahnhof Ankara, von seiner Gewerkschaft für alle Gewerkschaftsmitglieder die ihr Leben verloren, organisiert wurde. Nach dieser Veranstaltung wurde sein Leichnam im Karşıyaka Friedhof, in Anwesenheit seiner Lebensgefährtin und Genossin Emel, seinem Sohn Artun Siyah und seinen anarchistischen GenossInnen, welche aus verschiedenen Orten der Türkei gekommen waren, beerdigt. Hunderte AnarchistInnen, die seiner Beerdigung beiwohnten, schworen seinen Kampf fortzuführen.

Die Worte seiner Lebensgefährtin und Genossin Emel bei der Beerdigung spiegelten auch die Gefühle aller anderen GenossInnen wieder:

“Unser Herz ist mit ihm. Unsere Wut nährt sich aus seiner Kraft. Wir sind alle hier. Wir sind alle hier. Es ist nur sein Körper der hier bleiben wird. Er wird für immer mit uns sein. Er wird für immer unser führendes Licht sein.”

Von Alis Genossen

Für Ali Kitapçı…

Es regnet. Auf alle unsere Erinnerungen mit Ali…

Es regnet. Erst Gestern haben die Mörder das Blut von der Straße weg gewaschen.

Es regnet.

Alle die gemeinsamen Umtrunke, alle Aktionen zu denen wir gingen, alle diese Slogans die wir schrieen, all das Tränengas das wir atmeten. Alis Asthmaattacken…

Es regnet.

Der Staat greift an.

Es regnet so heftig.

Alle Genossen, wir sind zusammen genau wie vor 20 Jahren.

Wir sind zusammen, als ob es 1936 passiert wäre!

Ali gab sein Leben für den Klassenkampf, für die Gewerkschaftsbewegung.

Er war einer der ungenannten “Helden” die dafür kämpften die anarchistische Bewegung von einem schwachen Atmenzug zu seiner lebendigen Alternative der Freiheit zu transformieren.

Sein Andenken soll unser Begleiter sein…

Wir werden nicht vergessen, wir werden nicht vergeben!

ANARCHISTEN

Quelle: FAU Duisburg

11 Kommentare leave one →
  1. Angesichts der Wahlen am 1. November betreibt die EU Wahlkampfhilfe für Erdogan / Die Proteste gegen den Staatsterror in der Türkei gehen weiter permalink
    14. Oktober 2015 17:10

    Türkei-Experte zu Ankara-Attentat „Totalversagen des türkischen Staats“

    Ein klarer Appell: Die EU sei nach dem Attentat von Ankara in der Verantwortung, die Türkei als ein zweites Syrien zu verhindern, sagt Politikwissenschaftler Çopur im Gespräch mit tagesschau.de. In Präsident Erdogan sieht er dafür den falschen Gesprächspartner.

    tagesschau.de: Nach dem Anschlag in Ankara mit vielen Toten und Verletzten will Cem Özdemir, Vorsitzender von Bündnis90/Grüne, die Gespräche mit der Türkei abbrechen. SPD-Chef Sigmar Gabriel drängt darauf, die Zusammenarbeit in der Flüchtlingsfrage zu intensivieren. Wer hat Recht?

    Burak Çopur: Natürlich muss man mit der Türkei weiter über die Lage der Flüchtlinge sprechen, aber es ist die Frage: Wie und mit wem? Niemand hat bislang öffentlich hinterfragt, warum ausgerechnet Staatspräsident Recep Tayyip Erdogan statt Ministerpräsident Achmet Davutoglu nach Brüssel eingeladen wurde.

    Damit hat die EU etwas erreicht, für das Erdogan lange vergeblich gekämpft hat. Sie hat ihn nämlich aus seiner internationalen Isolation befreit, ihn wieder hoffähig gemacht. Angesichts der Wahlen am 1. November betreibt die EU also so etwas wie Wahlkampfhilfe für Erdogan, der sich jetzt als Krisenmanager profilieren kann. Das Timing der Einladung in Brüssel und die Fotos der EU mit Erdogan waren für überzeugte Europäer mehr als befremdlich. (…)

    Quelle: Tagesschau – http://www.tagesschau.de/ausland/anschlag-ankara-interview-101.html

    FAU: Soli-Statement Ankara-Anschlag

    Statement auch auf Englisch und Türkisch unten
    Am 10.10. kamen in Ankara (Türkei) bei einer gewerkschaftlichen Friedensdemonstration unter dem Motto „Arbeit, Frieden und Demokratie“ mindestens 128 Menschen bei einem Anschlag ums Leben, über 200 weitere Menschen wurden verletzt und schweben zum Teil in Lebensgefahr. Die Gewerkschaftsföderation FAU zeigt sich entsetzt über diesen feigen Anschlag auf die Arbeiter- und Friedensbewegung in der Türkei.

    Die Demonstration, war im Angesicht des drohenden Bürgerkrieges und der zunehmenden Repression gegen linke und kurdische Oppositionelle unter dem Erdoğan-AKP-Regime, von den unabhängigen Gewerkschaften und Berufsverbänden: DİSK (Konföderation der Revolutionären Arbeitergewerkschaften der Türkei), KESK (Konföderation der im öffentlichen Dienst beschäftigten Arbeiter), TMMOB (Vereinigung der Ingenieurs- und Architektenkammern) und TTB (Vereinigung der türkischen Ärzte) organisiert worden. Daneben wurde die Demonstration von der linken, demokratischen und kurdischen Opposition unterstützt.

    Dieser mörderische Angriff steht in einer Linie mit den Anschlägen in Diyarbakir/Amed, Suruç/Pirsus und den Angriffen gegen die linkssozialdemokratische HDP (Demokratische Partei der Völker) und die kurdische Bevölkerung in Nordkurdistan/Osttürkei. Seit Jahren wird das Land unter der religiös-nationalistischen AKP autoritär regiert.

    Als Reaktion rufen DİSK, KESK, TMMOB und TTB, für den 12. und 13. Oktober, zum Generalstreik auf.

    Die FAU steht als internationalistische, anarcho-syndikalistische Gewerkschaftsföderation, in diesen schweren Stunden, an der Seite der Arbeiter_innen der Türkei und erklärt hiermit ihre Solidarität.
    Außerdem sprechen wir allen Betroffenen und Angehörigen unser Beileid aus.
    Die FAU ruft ihre Mitglieder und ihr Umfeld zur Solidarität auf.

    Ankara katlıamına ilişkin dayanışma mesajı
    10 Ekim 2015 tarihinde Ankara’da „Emek, Barış ve Demokrasi“ şiyarıyla bir araya gelip sendikal bir barış yürüyüşüne katılan en az 128 insan bombalı saldırılar sonucu hayatlarını kaybetti, 200’e aşkın insan yaralandı ve birçoğunun hayatı hala tehlikede. Özgür İşiçiler Federasyonu FAU, Türkiye’deki İşçi ve Barış Hareketine düzenlenen bu korkakça saldırıyı dehşetle kınıyor.

    Söz konusu yürüyüş, Erdoğan-AKP rejimi sayesinde çıkmakta olan iç savaş ve sol ile Kürt muhalefetine karşı giderek artan baskılara karşı bir direniş olarak bağımsız sendikalar DİSK ile KESK ve meslek odaları TMMOB ile TTB tarafından düzenlenerek sol, demokrat ve Kürt muhalif güçlerince desteklenmişti.

    Bu vahşi saldırı, Diyarbakır/Amed ve Suruç/Pirsûs’deki bombalı saldırılar ve Kürt halkına ve sol demokratik HDP’ye yönelik Kuzey Kürdistan/Güneydoğu Türkiye’de düzenlenen saldırılar ile aynı bağlamda yer alıyor. Türkiye, senelerdir dinci-milliyetçi AKP iktidarınca otoriter bir şekilde yönetilmektedir.

    Tepkilerini ifade etmek amacıyla DİSK, KESK, TMMOB ve TTB 12 ve 13 Ekim tarihleri için genel grev çağrısında bulunuyor.

    Enternasyonalist ve anarko-sendikalist işçiler birliği FAU bir sendika olarak bu karanlık ve zorlu saatlerde Türkiye’nin işçilerinin yanında yer alarak dayanışmasını beyan etmektedir.
    Aynı zamanda tüm mağdur ve yakınlarına baş sağlığı dileriz.
    FAU, tüm üyelerini ve aktif oldukları çevreleri dayanışmaya çağırmaktadır.

    Quelle: http://www.fau.org/artikel/art_151011-225853

    Die Proteste gegen den Staatsterror in der Türkei gehen weiter

    “Nach dem Bombenanschlag auf die Friedensdemonstration vergangenen Samstag, die von Gewerkschaften und Berufsverbänden organisiert wurde und bei der 105 Menschen ihr Leben verloren haben, ist die Türkei nun auf den Straßen. Die Gewerkschaften haben für Montag und Dienstag zu einem Generalstreik aufgerufen. In allen 4 Ecken der Türkei haben die Arbeiter ihre Arbeit niedergelegt, die Schüler und Studenten boykottieren die Schule und die Universität. In Beyazit/Istanbul wurden, wie in vielen anderen Städten, Arbeiter des Krankenhauses, die streikten, von der Polizei angegriffen. Das Bild des zweiten Streiktages sieht im ganzen Land ähnlich aus. Die Polizeigewalt nimmt immer mehr zu. Auch in Ankara wurden die Demonstranten wieder von der Polizei mit Tränengas angegriffen, so wie direkt nach dem Bombenanschlag am Samstag. Die brutalen Angriffe gehen weiter…” Wir dokumentieren die DIDF-Stellungnahme zum Stand der Dinge vom 13. Oktober 2015 sowie Berichte von den verschiedenen Schul- und Uniboykotten, Arbeitsniederlegungen, Demonstrationensowie von dem eingeschränkten Informationszugang selbst für die Anwälte der Opfer und Angehörigen im Dossier “Nach dem Massaker: Proteste und Generalstreik” und Hintergründe im Dossier Bombenanschlag auf Friedenskundgebung in Ankara: “Sie meinen nicht nur die HDP, sie meinen uns alle” – wir teilen Trauer und Wut. http://www.labournet.de

    Quellen: Labournet – http://www.labournet.de/internationales/tuerkei/politik-tuerkei/ankarakat/nach-dem-massaker-proteste-und-generalstreik/
    http://www.labournet.de/?p=87571


    Klein, Mittel, Monopol – Polarisierungen des Kapitals in der Türkei
    Von Özgür Öztürk
    http://www.hessen.rosalux.de/fileadmin/ls_he/dokumente/infobrief_tuerkei_112015.pdf

  2. Ein Pakt mit Herrn Erdogan ist der ganz falsche Weg Plenarrede - von Sevim Dağdelen permalink
    14. Oktober 2015 17:23

    am 14.10.2015 im Deutschen Bundestag

    Sehr geehrte Damen und Herren, Sehr geehrter Herr Präsident,

    die aktuelle Stunde im Bundestag findet zu den bisher schwersten Terroranschlägen in der türkischen Geschichte statt. Nach offiziellen Angaben wurden 97 Menschen getötet. Hunderte verletzt. Unabhängige Quellen gehen sogar von über 130 Toten aus. Ermordet wurden Demonstranten des Friedensmarsches der von Gewerkschaften, Ärzte- und Architektenkammer, der oppositionellem Partei HDP, der Partei der Arbeit (EMEP) bis hin zur sozialdemokratischen Jugend der CHP getragen wurden.

    Wir verneigen uns vor den Opfern und sprechen Angehörigen wie Freunden unser tiefes Mitgefühl aus. Auch ich selbst habe bei diesem Anschlag Menschen verloren, die ich kannte, die mir lieb waren, die engagiert waren im Kampf gegen die wachsende Unterdrückung durch das AKP-Regime und für den Frieden in der Türkei. Sie nicht mehr bei uns zu wissen, ist unfassbar.

    Sehr geehrte Damen und Herren,

    mit diesem Anschlag geht die blutige Saat der Politik des türkischen Staatspräsidenten Erdogan auf, Andersdenkende als Terroristen zu diffamieren. Erdogan hat in den letzten Jahren eine massive politische Verfolgungswelle gegen Journalisten, Gewerkschafter, gegen Kurden und Aleviten losgetreten. Im Sommer hat er den Friedensprozess aufgekündigt. Er führt Krieg gegen die Kurden. Und er führt Krieg ausgerechnet gegen diejenigen, die sich dem barbarischen IS in der Region entgegenstellen. Und beliefert zugleich islamistische Terrormilizen in Syrien mit Waffen. Und deshalb fordern wir: Erdogan darf kein Partner mehr für die Bundesregierung sein.

    Es ist skandalös, dass Union und SPD jetzt auf Erdogan bei der Abwehr der Flüchtlinge setzten und die Türkei sogar zum sicheren Drittstaat erklären wollten. Das ist so als würde man an einem Schlachthaus ein Schild auf dem Gemüseladen steht, anbringen wollen. Und ich appelliere an ihr Gewissen liebe Kolleginnen und Kollegen von Union und SPD. Stimmen sie diesem Anschlag auf die Menschenrechte nicht zu. Sagen Sie nein zu diesem Zynismus und einem Bündnis mit Erdogan.

    Diesen Sonntag wird Bundeskanzlerin Merkel in Ankara zum Staatsbesuch erwartet. Staatspräsident Erdogan kann sich freuen. Eine Woche vor den Wahlen in der Türkei kommt dies einer ungeheuerlichen Aufwertung und Rückenstärkung für Herrn Erdogan gleich. Und im selben Atemzug erfahren wir, dass die Bundeskanzlerin nicht einmal beabsichtigt, die Opposition der HDP und CHP zu treffen. Wer in diesem Moment nach Ankara fährt und sich von Staatspräsident Erdogan den roten Teppich ausrollen lässt, der geht wirklich über Leichen. Das ist wirklich schändlich.

    Sie wollen mit Erdogan die Flüchtlinge abwehren. Ankara soll ihr Grenzwächter werden. Dafür werden Sie diesem Despoten natürlich etwas anbieten müssen. Und ich sage ihnen nicht einmal ihr zynisches Kalkül auf Erdogan zu setzen, um Flüchtlinge abzuwehren, wird aufgehen. Denn treibt Erdogan seine Kriegspolitik in der Türkei, in Syrien und im Irak weiter, dann werden schon bald hunderttausende neue Flüchtlinge sich aufmachen, weil sie in ihrer Heimat nicht mehr sicher sind. Wir brauchen endlich den Bruch mit dem Despoten Erdogan! Stellen Sie endlich die Unterstützung ein. Keine Waffe und keinen Cent mehr für dieses Unterdrückungssystem!

    Wir fordern Frau Merkel! Bleiben Sie jetzt vor den Wahlen zu Hause! Das ist doch das Mindeste, was Sie für all diejenigen tun können, die in der Türkei für Frieden und Demokratie kämpfen.

    Sehr geehrte Damen und Herren,

    deutsche Außenpolitik muss endlich auf Frieden, Demokratie und Menschenrechte orientieren. Ein Pakt mit Herrn Erdogan ist dabei ganz sicher der ganz falsche Weg.

    Quelle: http://www.sevimdagdelen.de/de/article/4127.ein_pakt_mit_herrn_erdogan_ist_der_ganz_falsche_weg.html

  3. Ali Kitapçı, İdil Güneyi ve Av.Uygar Coşkun'a BTS Ankara Şube önünde Yapılan Anma Töreni permalink
    16. Oktober 2015 12:24

    Ali Kitapçı, İdil Güneyi ve Av.Uygar Coşkun’a BTS Ankara Şube önünde Yapılan Anma Töreni

  4. Anarşist Yoldaş Ali Kitapçı'nın Cenaze Töreninden permalink
    16. Oktober 2015 12:24

    Anarşist Yoldaş Ali Kitapçı’nın Cenaze Töreninden

  5. Ali Kitapçı'nın eşi Emel Kitapçı'nın, cenaze törenindeki konuşması permalink
    16. Oktober 2015 12:28

    Ali Kitapçı’nın eşi Emel Kitapçı’nın, cenaze törenindeki konuşması

  6. Kein Vergeben Kein Vergessen Kein Vergeben Kein Vergessen Kein Vergeben Kein Vergessen Kein Vergeben Kein Vergessen Kein Vergeben Kein Vergessen Kein Vergeben Kein Vergessen Kein Vergeben Kein Vergessen Kein Vergeben Kein Vergessen Kein Vergeben Kein Verg permalink
    16. Oktober 2015 12:35

  7. Was ist so schlimm an "Anti-Islamismus"? permalink
    17. Oktober 2015 08:01

    Der Vorwurf geistert durch die linken, marxistischen Politszenen, also auch durch die anarchistische Szene, die sich noch nicht von der Vormundschaft politischer Korrektheit und den Intellektuellen Nachgeburten der 68′ befreien konnte.
    Jetzt brandneues Beispiel: Der sog. „Anti-Islamismus“.

    Natürlich bin ich gegen den Islam. Der Islam ist die Anerkennung der Taten eines shizzophrenen, Kinder und Frauen vergewaltigenden Antisemiten aus dem Altertum, als „heilig“, „gottgewollt“ – das ist geistige Finsternis, die gegen alles Anarchistische läuft und deshalb ist es ganz logisch, dass wir gegen den Islam als solchen sind.
    Natürlich mit unseren Mitteln: Mit Aufklärung und dem Versuch Verirrte Menschen durch Partizipation und Befreiung zu retten, als mit den Mitteln des Staates: Durch Ausgrenzung, Vernichtung oder Verfolgung und Unterdrückung.
    Aber dennoch: Wir sind Anti-Islam, so wie wir das religiöse Prinzip als solches, auch in Politik und Wirtschaft und anderen Lebensbereichen bekämpfen, weil es den Menschen innerlich versklavt – die wichtigste Vorstufe von Sklaverei und Ausbeutung des Menschen durch den Menschen.

    Kein Anarchist braucht wegen seiner libertären Prinzipien religiöse Gebräuche oder irgendwelche herbeigelogenen „religiösen Gefühle“ zu achten – das Geistige an der Religion ist Freiwild und muss gnadenlos geächtet und aus der Gesellschaft ausgeschaltet werden.
    Religion ist unter anderem das Dogma, welches wir auch im Marxismus erkennen, weswegen wir auch den Marxismus bekämpfen.

    Leider kommt es oft genug vor, dass auch Islamisten persönlich bekämpft werden müssen, wie im Fall des IS.
    Diese geistig schwer geschädigten Personen, denen sogar der Selbstmord für einen Übersetzungsfehler erfolgreich eingegeben wurde, waren zu gefährlich und menschenverachtend, als dass man sie hätte irgendwie heilen können. In dem Fall der Türkischen Genossen ist es daher angebracht den Feinden eine klare Botschaft zukommen zu lassen und nicht Nelken, sondern ihrerstatt die Kadaver der Verursacher des Attentats auf, oder besser unter die Gräber der Ermordeten zu legen.
    Es gibt eben Fälle im Leben, da muss eine Idee bekämpft werden und es gibt Fälle, wie beim IS, da haben sich Menschen so erniedrigt, dass außer dem Wirken dieser Idee kaum mehr Anknüpfungspunkte in ihnen bestehen, an denen Menschentum und Vernunft andocken könnten – sie sind durch diese Ideen dann so vertiert, dass der Selbstschutz tatkräftige Konsequenzen fordert.

  8. Den Dialog mit der PKK suchen, statt die Gewalt herbeireden permalink
    17. Oktober 2015 12:02

    Veröffentlicht am 13. Oktober 2015 von Ulla Jelpke

    „Die Bundesregierung schreibt militante Aktionen von PKK-Anhängern in Deutschland förmlich herbei. Dabei sie hat nicht die Spur eines Beweises, dass die PKK ihre bisherige Linie des gewaltfreien Agierens in Deutschland verlassen könnte“, erklärt die innenpolitische Sprecherin der Fraktion DIE LINKE., Ulla Jelpke zur Antwort der Bundesregierung auf eine schriftliche Frage zu den von Sicherheitsbehörden befürchteten militanten Aktionen von Kurden in Deutschland (siehe Anhang). Jelpke weiter:

    „Insbesondere lässt sich eine angebliche Gewaltbereitschaft der PKK nicht mit Verweis auf die von der Bundesregierung genannten `demonstrativen Ereignisse´ in Hannover, Bern und Berlin belegen. Schließlich kam es in allen drei Städten zu gewaltsamen Übergriffen türkischer Faschisten und Nationalisten auf Kurden und linke Türken –nicht umgekehrt. So wurde in Hannover ein Kurde im Anschluss an eine türkisch-nationalistische Demonstration von einem türkischen Faschisten mit einem Messerstich lebensgefährlich verletzt. In Bern raste ein türkischer Nationalist mit seinem Wagen in kurdische Demonstranten. Und in Berlin griffen Faschisten im Anschluss an eine nationalistische Demonstration einen Infostand der prokurdischen Demokratischen Partei der Völker HDP an.

    Die Bundesregierung beklagt, dass es der PKK zunehmend schwerer falle, ihre jugendlichen Anhänger im Griff zu halten. Dies ist auch eine Folge des PKK-Verbots. Denn kurdische Politiker, die entsprechend mäßigend auf die kurdische Jugend einwirken, müssen damit rechnen, wegen Rädelsführerschaft in einer terroristischen Vereinigung verfolgt zu werden. Könnte die PKK in Deutschland offen und frei agieren, dann fiele es ihr leichter, die Disziplin unter ihren Anhängern durchzusetzen.

    Im Interesse des friedlichen Zusammenlebens der Völker sollte sich die Bundesregierung endlich den Dialog mit den PKK-nahen kurdischen Verbänden in Deutschland suchen. Gleichzeitig ist ein konsequentes – auch strafrechtliches – Vorgehen gegen gewalttätige Graue Wölfe und andere türkische Nationalisten geboten. Insbesondere die CDU muss sich endlich klar von den wiederholt entlarvten Grauen Wölfen unter ihren Mitgliedern distanzieren.“

    Quelle: http://www.ulla-jelpke.de/2015/10/den-dialog-mit-der-pkk-suchen-statt-die-gewalt-herbeireden/

  9. Mass murder in Ankara - the finger points at the Turkish state permalink
    17. Oktober 2015 12:59

    Graffiti has appeared at the site of the bomb explosion in Ankara yesterday (10th October 2015) that reads „It was not terror that killed us, it was the state.“ This is reflecting the widespread belief that the true origins of the bombing that killed around 100 people at the pro Kurdish peace demonstration are to be found in Erdogan’s AKP party desperate attempt to intensify conflict in the hope of polarizing the electorate ahead of Novembers elections. The same process in other words that those killed yesterday were demonstrating against.

    Turkish election law doesn’t allow a party that wins less than 10% of the vote to take any seats. In the June elections the radical left and pro-Kurdish HDP ( Peoples‘ Democratic Party ) acheived 13% of the vote, taking seats and denying the AKP a majority. Since then Turkey has been ran by an interim prime minister. By intensifying conflict the AKP hopes to drives the vote for the HDP back below that 10% bar, allowing the AKP to hold onto power.

    This is the context to understand why the Turkish state blocked Twitter & Facebook in the immediate aftermath of the bombing as pro government media sought to blame it on the PKK. The huge spontaneous demonstrations in Istanbul and elsewhere yesterday suggest that few who access the facts are liable to be fooled, hence the need to throttle social media.

    Those killed included Anarcho-syndicalist Ali Kitapçı. Another anarchist in Turkey who..
    Source: http://anarchism.pageabode.com/andrewnflood/mass-murder-ankara-turkish-state

  10. Dublin Solidarity protest with those killed in Ankara bombing - the dead are remembered permalink
    31. Oktober 2015 14:40

    Around 40 people gathered outside the Turkish embassy in Dublin last night to take part in a soldiarity protest of remembrance for the 100 plus people killed in the bombing of a peace rally in Ankara on Saturday. The protest was called by the Rojava rising page.

    In this video the names and some details of most of those killed are read out (at least one person has died of wounds received since the protest took place)

    Four our coverage of the attack see http://www.wsm.ie/ankara-bomb

    Dublin Solidarity protest with those killed in Ankara bombing – the dead are remembered

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