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Schwarz-Roter Ticker (Oktober 2015) [4 Meldungen]

11. Oktober 2015

ticker+++

Ankara Türkei – Anschlag auf friedliebende Kurden

Anstatt den Opfern Hilfe zu leisten, haben die türkischen Sicherheitskräfte direkt nach dem Anschlag mit Schlagstöcken und Gasgranaten die noch lebenden zusammengetrieben und sogar die Zufahrtswege für Krankenwagen versperrt. AKP Anhänger und türkische Faschisten (Graue Wölfe, MHP) feiern in sozialen Medien die feigen Anschläge auf friedliebende Kurden und beglückwünschen sich gegenseitig! Die AKP-Islamisten haben den Anschlag als Begründung für weitere massive Luftangriffe auf PKK-Stellungen missbraucht.

„Ein Angriff des Staates auf das Volk“

Nach dem tödlichen Anschlag auf eine Friedensdemonstration linker Gruppen, Parteien und Gewerkschaften in Ankara ist die Zahl der Toten auf 95. gestiegen. 246 Menschen wurden verletzt. In Istanbul und anderen Städten des Landes gingen Tausende aus Trauer und Wut auf die Straße. Allein in Istanbul beteiligten sich schätzungsweise 10.000 Menschen an der Protestkundgebung gegen den autoritären Staatspräsident Recep Tayyip Erdogan und seine islamisch-konservative Regierung. Spontane Demonstrationen wurden auch aus mehreren europäischen Ländern gemeldet. Pro-kurdische und linke Kundgebungen gab es unter anderem in Berlin, Hamburg, Frankfurt/Main und Stuttgart. Die Polizei sprach von einem friedlichen Verlauf der Proteste. Am Samstagmorgen hatten zwei starke Explosionen die Umgebung des Hauptbahnhofs der türkischen Hauptstadt erschüttert. Auf Videoaufnahmen war zu sehen, wie Demonstranten sich tanzend auf die Demonstration einstimmten, als plötzlich hinter ihnen eine gewaltige Detonation erfolgte. Am Ort des Anschlags lagen später dutzende Leichen am Boden. Zu dem regierungskritischen Protestmarsch hatte unter anderen die Kurdenpartei HDP aufgerufen. Ihr Ko-Chef Selahattin Demirtas sprach von einem »riesigen Massaker« und einem »barbarischen« Angriff auf diejenigen, die Frieden im Land und kein Blutvergießen wollten. Demirtas äußerte Zweifel, dass die Regierung von dem Anschlag überrascht wurde. »Ist es möglich, dass ein Staat mit so einem starken Geheimdienstnetzwerk im Vorfeld keine Informationen über den Anschlag hatte?« Laut HDP richtete sich der Anschlag gegen die Kurdenpartei, die Sprengsätze wurden demnach am Aufmarschplatz der HDP-Delegation gezündet. Ministerpräsident Ahmet Davutoglu sagte, der Anschlag sei vermutlich von zwei Selbstmordattentätern verübt worden. Er verdächtigte die verbotene Arbeiterpartei Kurdistans (PKK), die Dischahistenmiliz Islamischer Staat (IS) oder Linksextremisten der DHKP-C, hinter dem Attentat zu stehen. Innenminister Selami Altinok sprach von einem »Terrorakt« gegen den Staat, die Demokratie und das türkische Volk. Er wies Vorwürfe zurück, die Sicherheitskräfte hätten die Demonstration nicht genügend abgesichert. Die Regierung rief eine dreitägige Staatstrauer aus. »Das ist kein Angriff auf die Einheit unseres Landes oder dergleichen, sondern ein Angriff des Staates auf das Volk«, sagte dagegen Demirtas. Er fügte an: »Ihr seid Mörder. An Euren Händen klebt Blut.« Demirtas kritisierte, die islamisch-konservative Regierung habe weder den Anschlag auf pro-kurdische Aktivisten im Juli im südtürkischen Suruc noch den auf eine HDP-Wahlveranstaltung im Juni in der Kurdenmetropole Diyarbakir aufgeklärt. Ein HDP-Funktionär, der anonym bleiben wollte, sagte der Deutschen Presse-Agentur, die Führung des Landes habe den Anschlag »entweder organisiert oder nicht verhindert«. Die Verdächtigungen Davutoglus nannte er »Unsinn«. Möglicherweise wolle die Regierung den Anschlag dazu nutzen, die für den 1. November geplante Neuwahl abzusagen. (Neues Deutschland)

250.000 in Berlin gegen TTIP und CETA

berlinttipNichts ging mehr im Berliner Regierungsviertel: Ein Fahnenmeer wogte über den Vorplatz des Hauptbahnhofs, auf Plakaten wurde unter anderem ein »Referendum für Europa« gefordert, die Stimmung unter den vielen Menschen war nahezu euphorisch. Hatten die Veranstalter der Demonstration »Stop TTIP und CETA – für einen gerechten Welthandel« noch mit etwa 50.000 Teilnehmern gerechnet, demonstrierten nach ihren Angaben am Sonnabend schließlich etwa eine Viertelmillion gegen die geplanten Handelsabkommen zwischen der Europäischen Union und den USA (TTIP) sowie Kanada (CETA). Außerdem haben bereits über drei Millionen Menschen aus ganz Europa den Aufruf gegen das Vorhaben unterschrieben. Ein Sprecher der Demonstration verdeutlichte: Wenn sich alle Unterzeichner an der Hand fassen würden, könne eine Menschenkette von Gibraltar bis zum Polarkreis gebildet werden. (Junge Welt)

Exporte mit stärkstem Rückgang seit 2009

Die deutschen Exporte sind im August wegen der schwachen Nachfrage aus großen Schwellenländern und der späten Sommerferien so stark zurückgegangen wie seit Ausbruch der weltweiten Finanzkrise nicht mehr. Sie fielen um 5,2 Prozent zum Vormonat. »Einen stärkeren Rückgang gab es zuletzt im Januar 2009«, erklärte das Statistische Bundesamt am Donnerstag. Ökonomen hatten lediglich mit einem Rückgang von 1,2 Prozent gerechnet, nachdem es im Juli noch ein Plus von 2,2 Prozent gegeben hatte. (Reuters/jW)

65 Kommentare leave one →
  1. 12. Oktober 2015 15:44

    unter den in Ankara ermordeten GenossInnen befindet sich auch der anarchosyndikalistische Gewerkschaftsaktivist Ali Kitapçı

    http://libcom.org/forums/middle-east/turkey-news-27072015?page=1#comment-566524

    http://libcom.org/forums/middle-east/turkey-news-27072015?page=1#comment-566530

    kein Vergeben, kein Vergessen!

  2. 12. Oktober 2015 16:04

    http://libcom.org/news/massacre-labor-democracy-peace-meeting-ankara-10102015

    CAN’T BE FORGOTTEN, CAN’T BE FORGIVEN

    Today, on the 10th of October, the “Labor, Democracy and Peace Meeting” that was organized by various unions, associations and organizations has been attacked. Like in Amed on June and in Suruc on July, the bombs exploding in Ankara today has killed tens of people.

    Thousands of people came together from many different cities of the geography against the politics of war, against war profiteering of different power groups. Today, the bombs that exploded, murdered the people who wanted peace, life and freedom against war.

    This explosion, in which more than 30 people have lost their lives until now, is a reflection of the blood thirsty greed of the powers. The ones who murdered in Amed, in Pirsus, in Cizir, are now trying to intimidate the peoples, frustrate with war politics and discourage from the struggle for freedom, by murdering tens of people in Ankara.

    The powers should know that by any means, be it arrests or murder with bombs, we will not be afraid of the powers or submit their war politics.

    For a new world, a life of freedom, the murderers in Amed, in Pirsus, Cizir and Ankara, murdered ones
    CAN’T BE FORGOTTEN, the murderers CAN’T BE FORGIVEN.

    Revolutionary Anarchist Action / Devrimci Anarşist Faaliyet (DAF)

    • 13. Oktober 2015 07:55

      Did Turkish Security Forces Know About Deadly Ankara Attack?

      Baris Karaagac explains what forces are play behind the Ankara bombing and what role Turkey’s key ally the United States could play in helping get justice for its victims – October 12, 2015
      […]
      PERIES: All right, Baris. So why would the state be attacking and bombing its own people?

      KARAAGAC: Well, I think it’s a continuation of the same story. The main reason behind this violence, the escalation of this violence, and a significant shift in the discoursive space, particularly on the part of the government in Turkey is that the government, Davutoglu, above all Recep Tayyip Erdogan, president of the republic, have been doing their best to push the HDP, the pro-Kurdish party, under the 10 percent electoral threshold, which would give them the majority in the parliament and which in turn would enable the AKP, future AKP government to change the constitution that would give more powers to President Erdogan. I think this is the main reason.

      PERIES: And Baris, now every single media report we have seen starts with Erdogan and the Turkish government indicating that these are allies of the United States in the region. If that is in fact the case, Erdogan’s here, if he’s responsible, if the state is responsible, and really interfering the democratic process here in terms of the upcoming elections. What should the Americans be saying or doing in this case?

      KARAAGAC: Well, they should be siding with the victims. That’s, that’s just plain morality, ethics. But what President Obama did after the attacks is that he did not call [inaud.] or the other co-chair of the pro-Kurdish HDP. He called Erdogan, and he said that the United States is on the side of Turkey against any acts of terrorism. Here we are talking about possible state terrorism against the civilians, against the citizens of Turkey, and on the other side the president of the United States, most powerful nation in the world, is calling the culprits. There’s a significant hypocrisy and a contradiction.

      PERIES: Now, Turkey is also a member of NATO and the tension is high in the region. One of the things that everyone, as far as the state of Turkey and the U.S. is saying is that they think IS is responsible for this attack. Why would we think otherwise?

      KARAAGAC: Well, it could be ISIS, or it could be an ultra-nationalist terrorist from Turkey. We do not know. But the point is that the Turkish state could have prevented this from happening. Secondly, the Turkish state is still responsible, because the state itself, above all the government, created an environment that is conducive or that facilitated such acts by ISIS or other terrorist groups within Turkey in the last few years.

      But the Turkish state, the Turkish government has not taken any responsibility for any of these acts. There have been many attacks against civilians in the past two, three years. And the culprit, the people who were behind these attacks have not been found, or they have not been taken to court. And no minister from the government has resigned. That is very, very interesting. And after the bombings, the explosions, there was a press conference with three ministers. And one of the journalists asked if any of the ministers were willing to resign. One of the ministers responded with a smile. More than 100 people have been killed, 500 people have been injured and some of them will definitely die, unfortunately, and the minister appears before the cameras with a smile, with a grin on his face. And no one has assumed any responsibility. And Davutoglu on top of this, and other government officials, have blamed the victims.
      Source: http://therealnews.com/t2/index.php?option=com_content&task=view&id=31&Itemid=74&jumival=14881

    • Pfiffe und Buhrufe für die Terroropfer von Ankara permalink
      14. Oktober 2015 11:42

      Große Aufregung rund um das EM-Qualifikation-Spiel der Türkei gegen Island: Bei einer Schweigeminute für die Opfer von Ankara kommt es zum Eklat. Dahinter stecken vermutlich Erdogan-Anhänger.
      Wenn es noch eines Beweises dafür bedurfte, dass keineswegs die ganze Türkei um die rund hundert Toten des Terroranschlags von Ankara trauert, das EM-Qualifikationsspiel zwischen der Türkei und Island hat ihn geliefert. Vor dem Anpfiff in Konya gab es eine Schweigeminute. Aber während die Spieler auf dem Platz – darunter Hakan Calhanoglu von Bayer Leverkusen und Arda Turan vom FC Barcelona – schwiegen, schallte es von der Tribüne Pfiffe, Buhrufe und schließlich „Allahu-akbar“-Rufe.

      Quelle: Die Welt – http://www.welt.de/sport/article147573168/Pfiffe-und-Buhrufe-fuer-die-Terroropfer-von-Ankara.html

      —-
      Amnesty International wirft Kurden Vertreibung von Arabern vor http://www.heise.de/tp/artikel/46/46247/1.html

      Syrische Kurden weisen Vorwürfe von Amnesty zurück http://www.welt.de/newsticker/dpa_nt/infoline_nt/brennpunkte_nt/article147526511/Syrische-Kurden-weisen-Vorwuerfe-von-Amnesty-zurueck.html

  3. 12. Oktober 2015 17:55

    Auf der kommenden Linken Literaturmesse in Nürnberg ist auch die BUNĂ vertreten. Am Infotisch des Instituts für Syndikalismusforschung werden die aktuellen Ausgaben angeboten und es kann mit uns diskutiert werden. Am Samstag, den 31.Oktober 2015 um 12:00 Uhr stellt Martin Veith aus der Redaktion der BUNĂ sein Buch “Militant – Stefan Gheorghiu und die revolutionäre Arbeiterbewegung Rumäniens” dem interessierten Publikum vor. Die Linke Buchmesse dauert vom 30. Oktober bis zum 1. November. Von den libertären Verlagen sind unter anderem der Verlag Edition AV und der Verlag Barrikade vertreten. Veranstaltungsort ist das Künstlerhaus im KunstKulturQuartier in der Königstraße 93, Nürnberg. Wir freuen uns euch begrüßen zu können. Der Eintritt ist frei.

  4. Neue Broschüre „Existenzminimum besteuern? Nein danke!“ permalink
    12. Oktober 2015 19:19

    Neue Broschüre „Existenzminimum besteuern? Nein danke!“
    Klartext hat zu diesem Thema eine ausführliche Broschüre herausgebracht,
    die wir jedem Mitglied kostenlos zuschicken.
    http://klartext-info.de/broschueren/Existenzminimum_besteuern-NEIN_danke_a5.pdf
    Sie wurde von Edgar Schu, Tobias Weissert und Rainer Roth erstellt, hat
    85 Seiten und kostet einen Euro plus Porto. Sie enthält eine Kurzfassung
    unserer Position, Antworten der Steuerexperten von SPD und Linkspartei
    auf ein Anschreiben des Kampagnenrats und unsere Erwiderungen, eine
    Expertise für den LV der Linkspartei Niedersachsen und unser Flugblatt.

    Kurzes Flugblatt mit dem gleichen Titel
    Da die Materie reichlich kompliziert ist, ist ein kurzes Flugblatt
    entwickelt worden, das beim Gewerkschaftstag der IG Metall verteilt
    werden soll und natürlich überall, wo es sonst eingesetzt werden kann.
    http://klartext-info.de/flugblaetter/Existenzminimum_steuerfrei.pdf

    Hier erhältlich:

    KLARtext e.V.
    Berger Str. 195
    c/o Rainer Roth
    60385 Frankfurt
    info[at]klartext-info.de
    http://klartext-info.de

  5. Max Uthoff -Verrohung der Gesellschaft- Hartz IV - Gegendarstellung 2015 permalink
    12. Oktober 2015 19:26


    Ralph Boes setzt sich mit seiner ganzen Person gegen die
    Sanktionspraxis des Hartz-IV-Systems ein.
    Im Newsticker findet ihr die neuesten Infos und einen Überblick über alles, was schon war:
    http://www.wir-sind-boes.de/newsticker-2.html
    http://grundrechte-brandbrief.de/BUKA-berichte-ereignisse-2015.htm

  6. Intereconomía permalink
    12. Oktober 2015 20:51

    Intereconomía

    Un médico de Alicante llama a Intereconomía y pone patas arriba la actuación del Gobierno en materia de Sanidad.
    No OLVIDAMOS

  7. Rückkehr der schlechten Laune - Sehenswerte BPK vom 12. Oktober 2015 permalink
    13. Oktober 2015 08:50


    Anschlag in der Türkei/EU-Flüchtlingspolitik
    – Herr Schäfer, hat die Bundesregierung eigene Erkenntnisse über die Hintergründe des Attentats in Ankara am Samstag? (5:00 min)
    – Gibt es irgendwelche Erkenntnisse, dass es sich vielleicht um eine False-Flag-Operation handeln könnte? Denn vor anderthalb Jahren sind Leaks vom türkischen Außenminister Davutoğlu, dem Chef des Geheimdienstes und dem Generalleutnant aufgetaucht, die über genau solch ein Attentat spekuliert und darauf gesetzt haben, dass dadurch ein NATO-Bündnisfall ausgelöst werden könnte. (5:20 min)
    – Mit der Türkei wird gerade darüber verhandelt, dass es ab 2016 für türkische Bürger Visumsfreiheit in die EU oder nach Deutschland geben und dass die Türkei ein sicheres Herkunftsland werden soll. Das verwirrt mich. Wenn türkische Bürger ab 2016 visumsfrei nach Deutschland kommen können, wozu braucht es dann noch den Begriff „sicheres Herkunftsland“? Denn wie will man Türken abschieben, die sich visumsfrei in Deutschland aufhalten? (12:45 min)
    – Herr Schäfer, genau das hat mich interessiert. Wie lässt sich das trennen: „Ich bekomme ein Visum, aber mein Land ist trotzdem ein sicheres Herkunftsland“? (16:04 min)
    – Ich habe es doch vorhin gesagt: Wie will man Türken abschieben, die sich visumsfrei hier in Deutschland aufhalten können? Sie sagen, politisch lässt sich das nicht trennen, aber juristisch schon. Wie lässt sich das trennen? (16:15 min)
    – Aber das Asylgrundrecht hat doch nichts mit sicheren Herkunftsländern zu tun. Bei Asyl wird doch immer noch individuell geprüft. (16:55 min)
    – Eine kurze Lernfrage. Gibt es Hinweise, dass Deutsche unter den Opfern sind, Herr Schäfer? (19:10 min)

    Von der Leyens Doktorarbeit/Lebenslauf
    – Mich würde interessieren, wie der hippokratische Eid einer Medizinerin mit dem Amt einer Verteidigungsministerin zusammenpasst. (21:20 min)

    TTIP (ab 51:05 min)
    – Wann klären Sie die Bevölkerung einmal über die Risiken eines solchen Abkommens auf, wann kommen von der Seite der Bundesregierung also einmal Gründe gegen TTIP? Denn die wird es ja geben. (57:45 min)
    – Herr Toschev, ich wollte von Ihnen eine konkrete Bewertung hören, was den Abschluss von TPP angeht. Welche Standardsetzungen begrüßt die Bundesregierung in diesem Abkommen und welche sieht sie als Gefahr an? (1:04:50 min)
    – Herr Seibert, bei dieser Anti-TTIP-Demo sind mehr verschiedene Menschen als in allen Pegida-Demos dieses Jahr zusammengenommen mitgelaufen. Die sogenannten Sorgen der Bürger wurden ja in Ihren Asylreformplänen im Grunde mit berücksichtigt. Kann die große Zahl von TTIP-Gegnern jetzt auch damit rechnen? (1:05:40 min)
    http://www.jungundnaiv.de/

  8. TTIP: Verhandlungen im Geheimdienst-Milieu permalink
    13. Oktober 2015 09:45

    Das Interesse an den Verhandlungen um das Freihandelsabkommen ist groß. Doch die TTIP-Dokumente werden höchst geheim gehalten.
    Über einhunderttausend Dollar haben dreitausend Menschen bisher dafür spendiert, potentielle Whistleblower zu motivieren, geheime TTIP-Dokumente freizugeben. TTIP ist das milliardenschwere Handelsabkommen, das seit 2012 zwischen den Vereinigten Staaten und Europa unter Ausschluss der Öffentlichkeit ausbaldovert wird. Man gibt sich ausgesprochen wirtschaftsnah: Neben den offiziellen Verhandlungen fanden seither etwa sechshundert Treffen mit Lobbyisten und Unternehmensvertretern statt, wie durch Recherchen und Informationsfreiheitsanfragen rauskam.
    Auf beiden Seiten des Atlantiks ist der springende Punkt neben einer generellen Kritik am Freihandel und der geplanten Schattenrechtsprechung seit langem die mangelnde Transparenz der Verhandlungen. Es gibt zwar für die TTIP-Papierstapel „Leseräume“, jedoch nur mit begrenztem Zugang für ein paar Dutzend berechtigte Regierungsmitglieder, die Deutschland dafür angemeldet hat. Sie dürfen zwei Stunden lang lesen und „Kugelschreiber oder Bleistift und Papier“ nutzen, um sich Stichpunkte zu notieren. Verboten sind „Mobiltelefone, Kameras oder sonstige Aufnahmetechnik“. Die TTIP-Verhandlungen scheinen im Geheimdienst-Milieu angekommen zu sein.
    Ob und wann dieses lächerliche analoge Leserecht in Anspruch genommen wurde, bleibt indes unklar. Auf einer Bundespressekonferenz im Sommer konnte auf Nachfrage kein einziges deutsches Ministerium bestätigen, dass in diesen Leseräumen ein Mitarbeiter Einblick genommen hätte. Auch das mit der Materie betraute Wirtschaftsministerium musste passen. Man müsse erst mal nachforschen.
    Quelle: FAZ – http://www.faz.net/aktuell/feuilleton/aus-dem-maschinenraum/grossdemonstration-gegen-ttip-verhandlungen-im-geheimdienst-milieu-13838479.html

    Anmerkung JK/ http://www.nachdenkseiten.de/?p=27907#h01 : Der Witz dabei, über was wollen die Abgeordneten des Bundestages eigentlich mit gutem Gewissen abstimmen? Über etwas, dessen Inhalt sie nicht einmal im Ansatz kennen? Für nicht wenige „Volksvertreter“ wird aber wohl die Gewissheit genügen, dass das TTIP ganz im Sinne der herrschenden Eliten ist.
    Zudem sollte man sich die Besitzverhältnisse der transnationalen Großkonzerne als wesentliche Treiber des TTIP ansehen. Man wird wohl nach einigen Verästelungen über Hedge Fonds oder Investmentgesellschaften bei der globalen Oligarchie der Superreichen landen. Die sich mit TTIP, TTP, TISA und CETA ihre privates Rechtssystem schneidern lassen.

  9. Ni dios Ni amo - Historia del Anarquismo en Argentina - 10-08-2013 permalink
    14. Oktober 2015 12:02

    Proyección: Ni dios ni amo, historia del anarquismo en Argentina***

    Capitulo1. En la brecha. 50min.

    „Ni dios ni amo, historia del anarquismo en Argentina“ es una serie documental que recupera la historia del anarquismo dentro de la vida política, social y cultural de la Argentina. Desde las primeras organizaciones sindicales, su posterior crisis dentro del movimiento obrero, su presencia en la cultura, las persecuciones a las que fue sometido, los atentados que lo hicieron protagonista y la disidencia como signo.

    A lo largo de 13 capítulos el programa establece un recorrido articulando movimientos políticos, hechos históricos, corrientes estéticas, y formas de pensar la condición humana de los últimos años.

    „Ni dios ni amo“ cuenta con entrevistas a los filósofos, historiadores y pensadores mas importantes del anarquismo y también con exclusivos testimonios a militantes anarquistas que hicieron de la causa libertaria un estilo de vida.

    „Ni dios ni amo“, es el audiovisual periodístico más completo que se haya realizado sobre anarquismo en la Argentina.

    Ver trailer

  10. Buchholzens Wochenschauer - 656 permalink
    16. Oktober 2015 08:04

    Buchholzens Wochenschauer – 656
    vom 15. Oktober 2015

    Nachspiel zur Berliner Demo:
    Das Volk hat in Europa
    überhaupt nichts zu suchen

    Da waren am letzten Sonnabend Hunderttausende von Bundesbürgern auf den Beinen – sie liefen an gegen eine europäisch-amerikanische Geschäftspolitik, die zum Zwecke des internationalen Geschäftemachens die nationalen Parlamente und damit uns alle als Wähler entmündigen soll.

    Und wieder erlebe und erlese ich das, was ich früher (besonders im vorigen Jahrtausend) bei vielen Demonstrationen in Bonn und Berlin erlebt habe: Nicht nur, dass die Polizei-Führung regierungs-brav die Zahl der Teilnehmer herunterrechnet – weil nicht sein kann, was nicht sein darf. Nicht nur, dass „spiegel-online“ und „Welt“ mit ein paar manipulativen Schmuddel-Tricks die Demonstranten als Quasi-Pegida-Mitläufer denunzierten. Nicht nur, dass die meisten Medien, egal ob geprintet oder ongelined, eine der größten Demonstrationen seit Jahrzehnten bestenfalls unter „ferner liefen“ vermeldeten. Alles wie gehabt!

    Hätten sich zum Beispiel am gleichen Tag ein paar hundert Leute in Moskau versammelt, um gegen Putin zu protestieren, wären ihnen die Schlagzeilen sicher gewesen. Aber das wäre natürlich auch etwas ganz, ganz anderes gewesen: Eben, weil es sich in Moskau um eine lupenreine Demokratiebewegung gehandelt hätte, während die Berliner Manifestation gegen den Ausverkauf der parlamentarischen Souveränität überhaupt nichts mit Demokratie zu tun hatte. Oder falls doch, dann hat eine solche Art von Demokratie im vereinten Europa nichts zu suchen.

    Die für die geheimen TTIP-Verhandlungen verantwortliche EU- Kommissarin Cecilia Malmström hat das neue europäische Demokratie-Verständnis in einem Gespräch mit der britischen Zeitung „Independent“ noch einmal klipp-und-klar gestellt. Der Interviewer konfrontierte sie mit den (bislang) weit über drei Millionen Protest-Unterschriften gegen die Freihandels-Abkommen und mit der demonstrativen Opposition von 250.000 Menschen in Berlin. Die eiskalte Reaktion der Polit-Kommissarin war knapp, nur zehn Wörter umfassend: „I do not take my mandate from the European people.“ Ungefähr übersetzt: Mein Mandat habe ich nicht von der europäischen Bevölkerung erhalten.

    Klar, das Mandat haben andere erteilt: Die Europäische Kommission macht auch kein Geheimnis daraus, dass es die Industrie-Lobbies sind (hauptsächlich „Business Europe“ und „European Services Forum“), die die Vorlagen für die Vertragstexte lieferten. Da kann „the European people“ noch so viel protestieren. Die EU ist doch nicht für irgendwelche popligen Peopels zuständig, die sich plötzlich volks-herrschaftlich aufspielen.

    Seit wann hat denn die EU-Kommission mit diesem Volk in Europa irgend etwas zu tun? „The European people“ ist bei diesen Kommissaren längst abgeschrieben, selbst wenn da Abermillionen an Protesten unterschrieben werden. Und von einem abgeschriebenen Volk lässt man sich doch nichts vorschreiben. Dazu hat dieses Volk schließlich überhaupt kein Mandat.

    Tscha, und weil das so ist, müssen wir uns dieses Mandat eben nehmen. Rein kommissarisch, versteht sich. Oder – um es im korrekten EU-Englisch zu formulieren: Let’s take our mandate from ourselves!

    PS. Übrigens: Am 25. Oktober, also am übernächsten Sonntag, stehe ich in Leipzig mal wieder auf der Bühne – um 20 Uhr in der „Pfeffermühle“ – mit dem neuen Programm „Denkste?!“

    Quelle: Newsletter Martin Buchholz – http://www.martin-buchholz.de/index.php

  11. Amazon Arbeiter_innen treffen sich in Poznań (September 2015) permalink
    17. Oktober 2015 09:10

    Amazon Arbeiter_innen treffen sich in Poznań

    polnisch, deutsch, englisch mit dt. UT | 15 min | 2015

    Im September 2015 trafen sich Lagerarbeiter_innen aus Polen und der BRD in
    Poznań, um zu beratschlagen, wie sie sich gemeinsam gegen ihren Arbeitgeber
    Amazon zur Wehr setzen können.

    video:
    http://de.labournet.tv/video/6803/amazon-arbeiterinnen-treffen-sich-poznan

    http://labournet.tv

  12. Chaos und permanenter Krieg: Wie die US-Außenpolitik den Nahen Osten und Osteuropa destabilisiert permalink
    17. Oktober 2015 09:14

    mit:
    Elizabeth Murray, arbeitete 27 Jahre lang als Geheimdienstanalystin mit Schwerpunkt Naher Osten beim „National Intelligence Council“ der US-Regierung. Sie ist heute Mitglied bei der Organisation „Veteran Intelligence Professionals for Sanity“.

    Ray McGovern, arbeitete fast drei Jahrzehnte als Analyst für die CIA mit Schwerpunkt russische Außenpolitik. Zu seinen Aufgaben gehörte es u.a., die tägliche Lagebesprechung für den US-Präsidenten vorzubereiten. Heute ist McGovern im Lenkungsausschuss der Organisation „Veteran Intelligence Professionals for Sanity“.

    Der Beitrag ist online zu finden unter: http://www.kontext-tv.de/node/490.

    Die US-Außenpolitik und westliche Interventionen hätten seit der Jahrhundertwende eine Spur der Zerstörung nach sich gezogen, so die beiden Ex-Geheimdienstanalysten Ray McGovern und Elizabeth Murray. Die Invasion im Irak, die militärische Intervention in Libyen, die Unterstützung von radikalen Rebellengruppen in Syrien hätten die Region ins Chaos gestürzt und die aktuelle Flüchtlingskrise ausgelöst. Die deutsche Regierung sollte ihr Verhältnis zu den USA und ihre Beihilfe zum Drohnenkrieg überdenken, wenn sie nicht will, dass immer mehr Menschen aus ihrer Heimat fliehen müssen. Die USA hätten mit dem Islamischen Staat die Geburt eines Frankensteinmonsters zugelassen, während man die Warnungen der eigenen Geheimdienste ignorierte. Eine diplomatische Lösung dort sei ohne Einbeziehung Assads nicht denkbar; die Alternative sei der IS. Die Krise in der Ukraine sei Ergebnis eines Putsches, vorangetrieben durch westliche Geheimdienste. Merkel und Holland müssten die USA nun überzeugen, dass eine Lösung ohne Autonomiezugeständnisse an die Ostukraine nicht möglich sei. Besorgt zeigen sich McGovern und Murray über die Gleichgültigkeit und Naivität der Deutschen in Sachen Massenüberwachung. In den USA lebten die Menschen in einer Neuauflage des „Stasi-Staats“. Der Netzpolitik-Skandal zeige, dass auch Deutschland Whistleblower wie Edward Snowden brauche.
    Die Sendung gliedert sich in vier Teile:
    1. Die „Geburt eines Frankensteinmonsters“: Die Verantwortung des US-Politik für IS, Flüchtlingskrise und Chaos im Nahen Osten: http://www.kontext-tv.de/node/491

    2. Der Putsch und seine Folgen: Ist eine Lösung der Ukraine-Krise in Sicht?: http://www.kontext-tv.de/node/492

    3. Die Herstellung von „failed states“: Irak, Libyen und Syrien: http://www.kontext-tv.de/node/493

    4. Das „Leben der Anderen“ reloaded: Die Deutschen und der Überwachungsstaat: http://www.kontext-tv.de/node/494

    Die Sendung kann über „embedded code“ auf anderen Seiten integriert werden (Creative Commons NC-BY).
    Kontext TV ist auch auf Facebook vertreten: http://www.facebook.com/KontextTV

  13. Hartz IV für Flüchtlinge: Sozialleistungen müssen überprüft werden permalink
    17. Oktober 2015 10:43

    Eine Million zusätzlicher Hartz-IV-Empfänger erwartet die Bundesarbeitsministerin. Der Bundesfinanzminister denkt über Kürzungen bei Hartz IV für Flüchtlinge nach – zurecht.
    13.10.2015, von Heike Göbel , FAZ
    …Hält der starke Zustrom an, müssen die Sozialleistungen durchforstet werden. Es wird Kürzungen geben, nicht nur für die Flüchtlinge. …
    Quelle: FAZ – http://www.faz.net/aktuell/wirtschaft/wirtschaftspolitik/schaeuble-senkt-hartz-iv-fuer-fluechtlinge-13854600.html


    … ZEIT Wissen: Wäre es vorstellbar, dass die „Waste“-Klasse irgendwann eine gewisse kritische Größe erreicht, sodass sie für die Kontrollgesellschaft nicht mehr zu handhaben ist?

    Han: Nein. Die verstecken sich, die schämen sich, das sind zum Beispiel „Hartzer“. Sie werden ständig in Angst versetzt. Es ist Wahnsinn, in welcher Angst die Hartzer hier leben. Sie werden festgehalten in diesem Bannoptikum, auf dass sie nicht ausbrechen aus ihrer Angstzelle. Ich kenne viele Hartzer, sie werden wie Müll behandelt. In einem der reichsten Länder der Welt, in Deutschland, werden Menschen wie Abschaum behandelt. Ihnen wird die Würde genommen. Diese Menschen protestieren natürlich nicht, weil sie sich schämen. Sie beschuldigen sich selbst, anstatt die Gesellschaft verantwortlich zu machen, anzuklagen. Von dieser Klasse kann man keine politische Handlung erwarten.

    Quelle: http://www.zeit.de/zeit-wissen/2014/05/byung-chul-han-philosophie-neoliberalismus/komplettansicht


    Quelle: http://www.wir-sind-boes.de/newsticker-2.html

  14. Eurozone Zurück zur Deflation? permalink
    17. Oktober 2015 10:46

    Zurück zur Deflation?
    Tomasz Konicz 16.10.2015
    Trotz der expansiven Geldpolitik der EZB droht der Eurozone abermals ein Abdriften in eine deflationäre Abwärtsspirale

    Von der hiesigen Wirtschaftspresse größtenteils ignoriert, befindet sich die Eurozone seit September wieder am Rande einer Deflation. Die Preise sind im vergangenen Monat innerhalb des europäischen Währungsraumes um 0,1 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum gefallen, womit die erst im vergangenen März durch die expansive Geldpolitik der EZB überwundenen deflationären Tendenzen erneut Auftrieb gewinnen.
    Quelle: Telepolis – http://www.heise.de/tp/artikel/46/46262/1.html
    http://www.heise.de/tp/artikel/46/46262/2.html

  15. Die neoliberale Domestizierung der Sozialen Arbeit permalink
    17. Oktober 2015 11:55

    Wir alle sind – auf Gedeih und Verderb – auf unser Gesundheits- und Sozialsystem angewiesen. Aber wer weiß schon genau, wie die Systeme funktionieren? Wie sie sich verändert haben? Wer begreift noch den Sinn und die Auswirkungen staatlicher Verordnungen, der »Reformen« der letzten Jahre? Wer begreift, wie die Denkgifte [PDF] der neoliberalen Ideologie mehr und mehr die Institutionen durchdrungen, sich in den Köpfen und Herzen der Menschen festgesetzt haben und hierdurch etwa den Armen immer besser weißzumachen vermögen, sie selbst seien ihres Unglückes Schmied. Diese Entwicklung beobachtet der Pädagoge und Familientherapeut Matthias Heintz auch im Bereich der Sozialen Arbeit sowie der Kinder- und Jugendhilfe, weswegen er zur Abwehr der immer massiveren Angriffe auf diesen Bereich auch das „Bündnis Kinder- und Jugendhilfe – für Professionalität und Parteilichkeit“ ins Leben gerufen hat. Jens Wernicke sprach mit ihm darüber, wie Politik unter dem Deckmantel des Fortschritts immer deutlicher soziale Rechte unterminiert, soziale Sicherheit abschafft sowie einer Ökonomisierung und Privatisierung der öffentlichen Daseinsvorsorge in die Hände spielt.

    Quelle: http://www.nachdenkseiten.de/?p=27957#more-27957

  16. Auch Bundesrat beschließt Verfassungsbruch in Fragen des Rechts auf Asyl permalink
    17. Oktober 2015 12:19

    Der Sächsische Flüchtlingsrat und weitere Flüchtlingsräte der Bundesländer kritisieren den Bundesrat, sich am offenen Verfassungsbruch zu beteiligen / „Die beschlossenen Gesetzesverschärfungen sind in höchstem Maße menschenfeindlich!“
    In dieser Woche hat die Bundesregierung das „Asylverfahrensbeschleunigungsgesetz“ im Eilverfahren durch Bundestag und Bundesrat gepeitscht. Soeben hat der Bundesrat den Gesetzesentwurf verabschiedet. Damit ist die letzte Hürde für die zweite massive Asylrechtsverschärfung innerhalb eines Jahres genommen.
    Der Sächsische Flüchtlingsrat und weitere Landesflüchtlingsräte kritisieren, dass die geplanten Gesetzesänderungen nicht zur Lösung der Probleme beitragen. Stattdessen setzen sie einseitig auf Abschreckung und sind in Teilen schlicht verfassungswidrig.
    „Der Bundesrat hat sich heute, auch mit Stimmen grün mitregierter Länder, am offenen Verfassungsbruch beteiligt. Der Anspruch auf ein menschenwürdiges Existenzminimum ist gekippt“, kritisiert Patrick Irmer, Sprecher des Sächsischen Flüchtlingsrats.
    Die Gesetzesverschärfungen treffen geduldete Flüchtlinge besonders hart. Ein großer Teil von ihnen soll zukünftig nur noch „Leistungen zur Deckung ihres Bedarfs an Ernährung und Unterkunft einschließlich Heizung sowie Körper- und Gesundheitspflege“ erhalten. Jegliches Bargeld soll ihnen gestrichen werden, auch eine Arbeitserlaubnis sollen sie nicht erhalten. Damit wird ihnen nicht nur das „soziokulturelle Existenzminimum“ entzogen, das laut Bundesverfassungsgericht bar ausbezahlt werden muss. Sogar das „physische Existenzminimum“ kann unter das vom Verfassungsgericht festgelegte Niveau abgesenkt werden.
    „Viele der geduldeten Flüchtlinge sind bereits jetzt völlig verzweifelt angesichts ihrer Perspektivlosigkeit. Diese Verzweiflung wird noch weiter zunehmen, wenn man bei diesen Menschen die Daumenschrauben noch weiter andreht. Die Bereitschaft zur Ausreise wird dadurch trotzdem nicht steigen, denn die Menschen können nicht in ihre Herkunftsländer zurück. Die beschlossenen Verschärfungen sind deshalb in höchstem Maße menschenfeindlich. Wir werden betroffene Flüchtlinge dabei unterstützen, gerichtlich gegen diese verfassungswidrige Neuregelung vorzugehen“
    Tim Thaler sprach mit Patrik Irmer vom Sächsischen Flüchtlingsrat e.V. darüber.
    Audio
    11:40 min, 23 MB, mp3
    Quelle: Freie-Radios.net / Radio: coloradio, Dresden
    http://www.freie-radios.net/73155

    http://www.proasyl.de/

    http://www.proasyl.de/de/news/detail/news/pro_asyl_will_klagen_gegen_das_asylverschaerfungsgesetz_unterstuetzen/

  17. Sahra Wagenknecht zur Flüchtlingskrise // “Asyl”: Wer nicht geht, wird ausgehungert permalink
    17. Oktober 2015 12:38

    http://www.sahra-wagenknecht.de/de/article/2207.was-wir-zurzeit-erleben-ist-eklatantes-staatsversagen.html

    Pro Asyl hatte gewarnt (wie viele andere auch): “Die geplanten Maßnahmen drohen die Integration von Flüchtlingen massiv zu erschweren: Die Ausdehnung des Zwangsaufenthalts in der Erstaufnahmeeinrichtung auf bis zu sechs Monate, die Wiedereinführung des Sachleistungsprinzips, die Ausdehnung des Arbeitsverbotes auf sechs Monate und weitere geplante Maßnahmen zielen auf die Ausgrenzung von Schutzsuchenden in Deutschland. Besonders entwürdigend ist der geplante Umgang mit Flüchtlingen aus sogenannten „sicheren Herkunftsstaaten“. Sie sollen bis zu ihrer Abschiebung in den Erstaufnahmeeinrichtungen untergebracht werden – de facto heißt das auf unbestimmte Zeit. Auch wenn Menschen nach Ablehnung ihres Asylantrags Deutschland wieder verlassen müssen: Der Schutz der Menschenwürde muss das staatliche Handeln bestimmen. Eine Absenkung von Leistungen unter das vom Verfassungsgericht bestimmte Leistungsniveau, mit der Absicht Menschen, die ausreisen sollen, außer Landes zu treiben, ist inakzeptabel…” – und wurde dennoch beschlossen! Siehe unser Dossier und zur Asyl-Verhinderungspolitik: Abriegelung der griechisch-türkischen Grenze in Kooperation mit der Türkei: Moralische Bankrotterklärung Europas

    http://www.labournet.de/internationales/tuerkei/politik-tuerkei/abriegelung-der-griechisch-tuerkischen-grenze-in-kooperation-mit-der-tuerkei-moralische-bankrotterklaerung-europas/

    http://www.labournet.de/interventionen/asyl/asylrecht/ausweisung/schon-wieder-debatte-ueber-asylleistungen-heringsfilet-in-tomatensosse-als-abschreckung/

  18. Nachruf zum Tod von Wolfgang Zucht (1929-1915) permalink
    17. Oktober 2015 12:46

    Nachruf
    >> GWR NR. 402 oktober 2015
    Ein Langmütiger ist gegangen
    Persönliche Gedanken zum Tod von Wolfgang Zucht (geboren am 30.1.1929 – gestorben am 17.9.2015)

    Als sie kam, war es eine jener Nachrichten, die man als Freund nicht wahrhaben mochte, mit der aber seit einiger Zeit gerechnet werden musste. Wieder einmal hat der Krebs in einem menschlichen Organismus – obwohl mit der Energie guter Ernährung und gewaltfreier Lebenseinstellung erstaunlich lange aufgehalten – gesiegt. Nun ist Wolfgang am Ende des Wegs, der auch Ziel war, angelangt.

    Eine große aktive Seele, die vom erschöpften Körper nicht mehr getragen und genährt werden konnte, hat nach langem Leben ihr Wirken unter uns eingestellt. Diese Seele aber ist nicht gestorben. Darum verzagen wir nicht, die wir zurück bleiben und zurück blicken.

    Es bleibt die leibhafte Erinnerung an den Menschen Wolfgang. An einen Kämpfenden und Arbeitenden für Gewaltfreiheit und Frieden, in den letzten beiden Lebensjahrzehnten vielleicht eher im Stillen und Hintergrund, aber immer präsent, aufmerksam, teilnehmend, herzlich, engagiert. Die lauten Töne, das aus Erregung schnell dahin Gesagte, waren nicht seine Sache. Manchmal sind es bestimmte prägende Charakterbilder, die einen an einen anderen Menschen erinnern. Wolfgang hatte einen bisweilen trockenen, hintergründigen Humor und konnte wunderbar verschmitzt und liebenswert lachen. Und er besaß einen großen, reflektierten Langmut, was für alle geistigen Menschen kennzeichnend ist.

    Am liebsten beschäftigt mit Büchern, ihrer Herausgabe, der Präsentation per phänomenalem Büchertisch und auf konventionellen wie alternativen Buchmessen, der Historie gewaltfreier Literatur und Suche nach neuen Projekten – zum Beispiel der „Dokumente zum Widerstand gegen die Wehrpflicht“ (in zwei Auflagen) oder Wolfgang Hertles Larzac-Buch, die wichtige politische Beiträge, ja Pioniertaten waren. Und natürlich war da noch vieles mehr, darunter auch zahlreiche eigene Verlagsbücher (unter ISBN 3-88713 – …).

    Hier eine kleine bunte Auswahlliste: „Leben und Lernen in Landkommunen“ (1979), Bill Moyers „Aktionsplan für Soziale Bewegungen“, „Politik und Selbstverwirklichung in der Alternativbewegung, Bd. 1“ (1981), „My Life is my message. Das Leben und Wirken Mahatma Gandhis“ (1988), George Woodcocks Gandhi-Biographie oder „Das freundliche Klassenzimmer. Gewaltfreie Konfliktlösungen im Schulalltag“ (1996).

    Einen besonderen Raum nahmen die Veröffentlichungen der französischen gewaltfreien Arche-Gemeinschaft um den Gandhi-Inspirierten Lanza del Vasto ein.

    Extra erwähnt sei auch in Wiederherausgabe das Büchlein Leonard Nelson: „Die sokratische Methode“ (1992, 1995). Wolfgang war selbst wahrhaft ein sokratisch Denkender, Ergründender und Sprechender. Ein Philosoph also. Bis 2009 erschienen im 1976 gegründeten WeZu-Verlag an die 35 eigene Publikationen, 2014 dann erfolgte die Auflösung.

    Eng beteiligt war Wolfgang auch an der Zeitschrift Graswurzelrevolution (GWR), verpflichtet dem pazifistischen, antimilitaristischen, gewaltlosen Anarchismus. Verpflichtet auch dem Geist Tolstois und Gandhis und dessen Ahimsa-Lehre. Anhänger vegetarischer Ernährungsweise. Wolfgang ist in der Uckermark in bäuerlicher Umgebung aufgewachsen. Als Kind und Jugendlicher hatte er sein überwiegendes Aufwachsen in der Zeit des Nationalsozialismus erleben müssen. Und wurde dennoch davon weder nachhaltig begeistert noch fanatisiert noch in dessen Sinn bleibend geprägt.

    Man kann und darf in einer Erinnerung an Wolfgang aber nicht nur von ihm sprechen. Es ist auch eine Würdigung seiner hinterbliebenen Partnerin, Lebensgefährtin, Mitstreiterin, Helga Weber (*1935). Die beiden hatten – positiv gesprochen – so etwas wie eine einander ergänzende Symbiose-Beziehung, politisch gleichklingend wie auch eigenständig nuanciert. Das macht den Verlust des anderen doppelt schwer.

    Der vertraute dialogische Widerpart fehlt plötzlich. Sie traten nicht als „Einheit“ auf, waren je individuell beteiligt und ansprechbar, was ihre „Dualität“ für viele so wertvoll machte.

    Ihre „Kongenialität“ realisierte sich auch in so praktischen Dingen wie Gartenarbeit, Obst- und Gemüseanbau, Blumenpflege, Kompostanlage, Imkerei. So eine Art von naturverbundenem „Stoffwechsel“ bringt außer Achtung für Natur und Kreatur auch Ausgleich, Ruhe und Geduld ins revolutionäre Gemüt. Im Einklang mit einer eigenen, wenn auch bescheidenen vorstädtischen Scholle. Es war übers Jahr zu sehen und erleben, wie aus der Saat etwas wächst und reift.

    Man mochte sich die beiden gar nicht anders als so denken und vorstellen. Und für viele Besuchende war dieser graswurzelnde Weber-Zucht-Garten neben dem ebenerdigen Verlagsbüro gelegen ein Refugium, Erholung. So manches Zeitungstreffen fand dort bei schönem Wetter im Freien statt. Im großen Haus am Steinbruchweg konnten bis zu zehn Personen bequem übernachten. Wolfgangs und Helgas netzwerkende Gastfreundschaft war sprichwörtlich.

    Wolfgang und Helga haben beide über viele Jahre mit Abstand den besten, klügsten Büchertisch zu gewaltfrei-anarchistischer-alternativer Literatur gemacht. Das mehr als praktisch eingelöste Anliegen war „Bücher der Befreiung als Handwerkszeug gegen Unrecht und Gewalt“ zur Verfügung zu stellen. Immer mit kleinen, liebevollen wie auffallenden Akzenten und Accessoires ausgestattet, vermutlich überwiegend Helgas Handschrift, die ihre andere eigene Art des Humors in diese Lebenssymbiose einbrachte. Wenn man was aus älterer Zeit gesucht hat, in Wolfgangs umsichtiger, zuletzt 32 Seiten umfassender, eng bedruckter Vertriebsliste war es meist zu finden (noch immer im Internet wenigstens abrufbar), über Weber-Zuchts Zündbuchversand (ehemals Weber, Zucht & Co.) noch aufzutreiben, oder sogar sorgsam aufbewahrt noch am Lager. Ein praktisches Kleinod. Unverzichtbar, von manchen vielleicht erst richtig registriert, seit es nicht mehr existiert.

    In einer politischen Aufbruchszeit der gewaltfreien Bewegung, als dies sehr wichtig und notwendig war, haben Wolfgang und Helga den Informationsdienst für gewaltfreie OrganisatorInnen übernommen, herausgegeben und vertrieben. Viele, auch ich, haben daraus über Jahre wertvolle Nachrichten und Anregungen bezogen, sich gewaltfrei weiter gebildet, am Netzwerk teilgehabt. Nicht extra zu erwähnen braucht es Wolfgangs und beider zuverlässiges Wirken in verschiedenen Lebensader-Funktionen (u. a. der Finanzen) der Föderation Gewaltfreier Aktionsgruppen. Wolfgang und Helga haben nicht nur über gewaltfreies Organisieren berichtet, sie waren über viele Jahre selbst diese Organisatoren, stützendes Rückgrat. Den Neustart 1988 zu einem anderen Gesicht und Konzept der Zeitschrift Graswurzelrevolution, die „Thesen zu Staatlichkeit und Anarchie heute“, haben beide begrüßt, aktiv mitgetragen und begleitet.

    Ohne Wolfgangs und Helgas koordinierende Herausgeberschaft, Zu- und Mitarbeit, wären die von Redaktionen und AutorInnen erarbeiteten Jahrbücher für gewaltfreie und libertäre Aktion, Politik und Kultur wie auch die langjährig erschienenen Graswurzelkalender nicht denkbar gewesen.

    Und natürlich gibt es auch die Zeit davor, als ich Wolfgang und Helga in den 80er Jahren bei Treffen der GA-Föderation und dann im GWR-HerausgeberInnenkreis näher kennen lernte, als Wolfgang und Helga einige Jahre lang für die WRI-Koordination in London tätig waren und auch dort lebten. Viele internationale FreundInnen und Kontakte haben sie dadurch gewonnen und geknüpft. Darüber mögen andere besser schreiben und erzählen können. Und nicht vergessen seien unsere gemeinsamen Tage beim Auftakt-Festival im Sommer 1993 in Magdeburg.

    In Lateinamerika gibt es einen schönen Brauch, von einem verstorbenen Menschen stets in Respekt und Gedenken so zu reden, als sei er noch unter uns, und so möchte ich diese kurze erinnernde Betrachtung schließen mit den Worten „Wolfgang, presente!“

    Quelle: Elmar Klink, Bremen, 25.9.2015 / GWR – http://www.graswurzel.net/402/wolfgang.php

  19. Entrevista al anarcosindicalista Joan Ullés permalink
    17. Oktober 2015 13:22

    Hijo de uno de los fundadores de Fraternidad Republicana-Casa del Pueblo y segundo de cuatro hermanos, tuvo que dejar de ir a la escuela a la edad de 12 años para ayudar a su madre, trabajadora textil. A los 14 años entró como aprendiz de mecánico en un taller de metal y el año siguiente se adhirió a la CNT.

    Tras participar en la lucha contra la sublevación militar de julio de 1936, participó en la colectivización de la tienda de reparación de maquinaria téxtil, Casa de Bach de Terrassa, que tenía ocho trabajadores, y pasó a llamarse Taller Confederal Número 1. El taller se dedicó a la fabricación de la pistola Astra, conocida como Pistola Ascaso.

    En el mes de marzo de 1938, se alistó como voluntario en la Columna Durruti de la CNT, (más tarde llamada 26ª división) en el frente de Aragón, y luego fue enviado a la 25 División, con la que participó en la batalla del Valle Farrera. Luego fue enviado unos meses en la escuela militar para estudiar en los servicios de información y observación. Al salir de la escuela militar, fue enviado a la 62ª Brigada Mixta, que pertenecía a la 31 División comandada por Manuel Trueba Mirones.

    Al finalizar la guerra, habiendo participado en la lucha en Cataluña, se retiró con el ejército republicano, pasando por el Coll de Ares (Pirineo), hacia Francia y fue internado en el campo de concentración de Barcarès durante 8 meses. Después de pasar por varios campos de concentración, fue enviado a trabajar en Toulouse a Société de Construction del Aréonautique du Midi. Con la ocupación nazi de Francia, en el mes de junio de 1940, es trasladado a trabajar en las minas de Decazeville y con otros militantes de la CNT forman un grupo de resistencia contra el ocupante nazi.

    En el mes de enero de 1946 se instaló en Marsella, donde su mujer tenía familia, y trabajó como mecánico tornero hasta febrero de 1951, cuando emigró a la Argentina. En febrero de 1976, tras la muerte de Franco, hizo un viaje a Cataluña y Europa, y volvió definitivamente el 24 de mayo de 1982, estableciéndose en Terrassa. Dos años después se afilió a ERC, sumándose a la tarea de consolidar la sección local.

    Actualmente es militante de la CNT, ERC y miembro del Centro de Estudios Libertarios Francesc Sàbat de Terrassa.

    La ruta del anarquismo – Turismo Táctico http://www.turismotactico.org/marianomaturana/
    —–
    Die Utopie leben – Vivir la utopía. Der Anarchismus in Spanien. Film arte-TVE, 1997 von Juan Gamero. http://deu.anarchopedia.org/Die_Utopie_leben

  20. Gregor Gysi interpretiert K.I.Z. Texte - Flüchtlinge, Marihuana, Wohlstand permalink
    18. Oktober 2015 12:10

    Gregor Gysi interpretiert K.I.Z. Texte – Flüchtlinge, Marihuana, Wohlstand

  21. WERBETERROR AUSSCHALTEN - Bug + AdBlockPlus permalink
    19. Oktober 2015 01:59

    WERBETERROR AUSSCHALTEN – Bug + AdBlockPlus

  22. TTIP: Campact fordert Gabriel zum Rededuell permalink
    19. Oktober 2015 16:24

    Gabriels offener Brief anlässlich der Großdemonstration in Berlin kommt nach einer Umfrage nicht gut an
    Mit seiner Werbung für das Freihandelsabkommen TTIP hat sich der Bundeswirtschaftsminister und SPD-Vorsitzende Sigmar Gabriel keinen Gefallen getan, geht man nach einer aktuellen, repräsentativen Umfrage aus, die TNS Emnid im Auftrag der Organisationen foodwatch und Campact durchgeführt hat. Am Samstag, als die Großdemonstration gegen TTIP und CETA stattfand, hatte Gabriel einen „offenen Brief“ als ganzseitige Anzeige in verschiedenen Zeitungen veröffentlichen lassen, um für TTIP zu werben. Nach Angaben der Veranstalter nahmen 250.000 daran teil.
    Die Umfrage lässt sich auch als Versuch verstehen, welche der Botschaften bei den Menschen am besten angekommen sind. Wenn 60 Prozent sagen, dass Gabriel mit seiner Werbekampagne der SPD geschadet habe, ist die Botschaft jedenfalls deutlich. Wenn nun aber heute zur Veröffentlichung der Umfrage Campact eine zwar nicht ganzseitige, aber doch große Anzeige in Zeitungen geschaltet hat, um Gabriels Botschaft mit einem Brief an den „sehr geehrten Herrn Gabriel“ auf derselben Schiene zu kritisieren, darf man auf die Reaktion gespannt sein…
    Quelle: Florian Rötzer auf hese project – http://www.hese-project.org/Forum/forum3/index.php?mode=thread&id=2676#p4811

    TTIP: Campact fordert Gabriel zum Rededuell

    surfer, Samstag, 17. Oktober 2015, 05:07 (vor 2 Tagen) @ user

    http://www.heise.de/tp

    Florian Rötzer 16.10.2015

    Gabriels offener Brief anlässlich der Großdemonstration in Berlin kommt nach einer Umfrage nicht gut an

    Mit seiner Werbung für das Freihandelsabkommen TTIP (◢ Erwiderung auf Gabriels Pro-TTIP-Werbung) hat sich der Bundeswirtschaftsminister und SPD-Vorsitzende Sigmar Gabriel keinen Gefallen getan, geht man nach einer aktuellen, repräsentativen ◥ Umfrage aus, die TNS Emnid im Auftrag der Organisationen foodwatch und Campact durchgeführt hat. Am Samstag, als die Großdemonstration gegen TTIP und CETA stattfand, hatte Gabriel einen „offenen Brief“ als ganzseitige Anzeige in verschiedenen Zeitungen veröffentlichen lassen, um für TTIP zu werben. Nach Angaben der Veranstalter nahmen 250.000 daran teil.

    Die Umfrage lässt sich auch als Versuch verstehen, welche der Botschaften bei den Menschen am besten angekommen sind. Wenn 60 Prozent sagen, dass Gabriel mit seiner Werbekampagne der SPD geschadet habe, ist die Botschaft jedenfalls deutlich. Wenn nun aber heute zur Veröffentlichung der Umfrage Campact eine zwar nicht ganzseitige, aber doch große http://blog.campact.de/wp-content/uploads/2015/10/Anzeige-1-1-Taz-1.pdf ◥ Anzeige in Zeitungen geschaltet hat, um Gabriels Botschaft mit einem Brief an den „sehr geehrten Herrn Gabriel“ auf derselben Schiene zu kritisieren, darf man auf die Reaktion gespannt sein………..
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    Was bei TTIP leider meist verschwiegen wird
    es sind nicht nur die berühmten Chlorhühnchen, Umweltstandards,
    Arbeitnehmerrechte, private Schiedsgerichte usw., sondern auch die
    sogen. Sperrklinkenklausel. D.h., wenn Einrichtungen der öffentlichen
    Daseinsvorsorge, z.B. Verkehrsmittel, Wasserversorgung, Müllabfuhr
    etc. einmal privatisiert sind, und es stellt sich hinterher heraus,
    dass die Leistungen schlechter und teurer geworden sind, dann lassen
    sich die Privatisierungen nach der derzeitigen Planung nicht mehr
    rückgängig machen. M.E. ein ganz wichtiger Punkt. Dazu habe ich von
    Gabriel oder anderen Politikern noch nichts gehört.

    https://twitter.com/telepolis_news

    http://blog.campact.de/wp-content/uploads/2015/10/Anzeige-1-1-Taz-1.pdf

    • TTIP: Campact fordert Gabriel zum Rededuell permalink
      20. Oktober 2015 09:21

      auf https://www.facebook.com/campact
      Hans Braun: Ich würde gerne mal mit Gabriel einen Vertrag abschließen.
      Auf dem „Vertragsexemplar“ würde nur der Kopf und die Unterschriftenzeilen stehen. Den „Vertrag“ soll Gabriel dann unterschreiben. Den Vertragstext würde Gabriel nicht lesen dürfen oder würde von mir dann später eingesetzt.

      Ob Gabriel so was unterschreiben würde?

      http://blog.campact.de/2015/10/wer-ttip-verteidigt-darf-zu-ceta-nicht-schweigen/?utm_source=post-facebook&utm_medium=social&utm_term=Wer+TTIP+verteidigt%2C+darf+zu+CETA+nicht+schweigen&utm_content=-blog&utm_campaign=%2Fttip-ebi


      https://www.campact.de/

    • (TV) Konzerne klagen, wir zahlen: Wie Schiedsgerichte den Rechtsstaat aushebeln permalink
      20. Oktober 2015 10:27

      Im Namen des Volkes urteilen sie nicht. Im Gegenteil: Sie tagen hinter verschlossenen Türen. Sie verurteilen Staaten zu Strafen in Milliardenhöhe. Konzerne verklagen mit ihrer Hilfe Regierungen, wenn sie ihre Geschäfte bedroht sehen. Und zahlen – müssen wir.
      Schiedsgerichte gelten vielen als große Bedrohung in den geplanten Freihandelsabkommen TTIP und CETA – den Verträgen der EU mit den USA und Kanada. Zu Recht? Noch sind die Abkommen nicht unterzeichnet. Doch Schiedsgerichtsverfahren sind bereits heute weltweit in tausenden Verträgen verbindlich verankert. Und kein anderes Land hat in so vielen Verträgen private Schiedsgerichte zugelassen wie Deutschland. Mit welchen Folgen? Autor Michael Wech geht in dieser Dokumentation konkreten Fällen nach und stellt fest: Von der Öffentlichkeit weitgehend unbemerkt ist rund um die Schiedsgerichtsverfahren eine boomende, private Justizindustrie entstanden. Schiedsgerichte sind längst zu einem Geschäftsmodell geworden. Bei dem die Konzerne die Gewinner sind – und souveräne Staaten und deren Bürger die Verlierer…
      Quelle: Das Erste Die Story – http://www.daserste.de/information/reportage-dokumentation/dokus/sendung/konzerne-klagen-wir-zahlen-102.html

    • 235.794 Euro Steuergelder gegen TTIP-Kritiker Regierung schlüsselt auf Nachfrage Kosten für Zeitungsanzeigen des Wirtschaftsministers auf permalink
      20. Oktober 2015 11:20

      von Harald Neuber, TP/Heise 20.10.2015

      Bundesregierung schlüsselt auf Nachfrage Kosten für Zeitungsanzeigen des Wirtschaftsministers auf

      Parallel zur Großdemonstration gegen das geplante Freihandelsabkommen TTIP zwischen der EU und den USA hatte Bundeswirtschaftsminister Sigmar Gabriel (SPD) in mehreren überregionalen Tageszeitungen Anzeigen gegen die Protestaktion schalten lassen – und damit selbst für Widerspruch gesorgt.

      Die Kritik an dem Vorgehen dürfte sich nun noch verschärfen, nachdem die Bundesregierung auf Nachfrage aus der Linksfraktion die Zahlen für die Anzeigenkampagne bekannt gegeben hat. 235.794 Euro haben die großflächigen Annoncen in fünf Zeitungen demnach gekostet. Erschienen war der Text mit dem Porträt des SPD-Politikers unter anderem in der taz, der Süddeutschen Zeitung und dem Tagesspiegel. (..)
      Quelle: Telepolis – http://www.heise.de/tp/news/235-794-Euro-Steuergelder-gegen-TTIP-Kritiker-2850751.html

  23. Ralph Boes - 19.10.15 Hungertag 112!!!! permalink
    19. Oktober 2015 16:40

    Newsticker http://www.wir-sind-boes.de/newsticker-2.html
    19.10.15 Hungertag 112!!!!
    14:25 Wie fühlt es sich an, mit Hartz-IV zu leben? Eine Woche Selbstversuch. Ein interessanter Artikel. http://www.rnz.de/nachrichten/heidelberg_artikel,-Wie-fuehlt-es-sich-an-von-Hartz-IV-zu-leben-_arid,134359.html

    09:15 Kraftlosigkeit und Ratlosigkeit umgibt uns. Ralph ist meistens sehr schwach und müde, hat oft
    Konzentrationsschwierigkeiten.
    Insgesamt sind wir in einer tiefen Krise, bei der wir nicht wissen, wie es weiter geht.

    ————-
    http://tacheles-sozialhilfe.de/startseite/

    Hartz‐IV‐Sanktionen abschaffen! Solidarität mit Ralph Boes!
    Erstellt am 26.09.2015

    Leistungskürzungen der Jobcenter, die Existenzen bedrohen und vernichten, sind das zentrale Instrument der Grundsicherung für Arbeitssuchende. Sie sind das Druckmittel, jeden Job oder jede „Beschäftigung“ anzunehmen, egal unter welchen Bedingungen. Daher gehört der Kampf gegen die Hartz‐IV‐Sanktionen auch zu den zentralen Anliegen der Erwerbslosengruppen und ‐organisationen bundesweit.

    Über die Mittel, diesen Kampf sowohl auf rechtlicher als auch auf politischer Ebene zu führen, gibt es gewiss unterschiedliche Auffassungen und Erfahrungen. Dennoch haben wir, die Unterstützer/innen dieser Erklärung, ein gemeinsames Ziel.

    Wir erklären uns daher solidarisch mit dem Berliner Aktivisten Ralph Boes, der sich seit fast 80 Tagen im politischen Hungerstreik gegen die 100prozentige Leistungskürzung des Berliner Jobcenters befindet, und fordern die Verantwortlichen auf, die Dauersanktionierung gegen ihn sofort einzustellen!

    Unsere gemeinsame Forderung lautet:

    Die Hartz‐IV‐Sanktionen müssen abgeschafft werden ‐ sofort!

    Diese Erklärung wurde vom Plenum der BAG‐PLESA‐Fachtagung am 19.09.2015 verabschiedet.

    Unterstützer:

    • Bundesarbeitsgemeinschaft Prekäre Lebenslagen e.V. (BAG PLESA),
    • Koordinierungsstelle gewerkschaftlicher Arbeitslosengruppen (KOS),
    • Tacheles e.V. Wuppertal
    • Initiative AufRechtbestehen Rhein‐Main

    Aufruf: http://www.widerspruch-sozialberatung.de/PDF/Baustelle/Erklaerung%20Boes_Hartz-Sanktionen01.pdf

    Infos zu Ralph Boes und seiner Aktion:

    http://www.wir-sind-boes.de/
    ————————————————————————————————————
    http://www.arbeitslosen-telefonhilfe.de/
    —————————
    http://altonabloggt.com/
    —————————-
    https://www.facebook.com/gegenhartz

    http://www.gegen-hartz.de/
    ————————————
    http://www.sanktionsmoratorium.de/
    —————————————-
    http://www.klartext-info.de/
    http://www.klartext-info.de/flugblaetter/Existenzminimum_steuerfrei.pdf
    —————————————–
    http://umfairteilen.de/

  24. Mehr als hunderttausend Selbstständige brauchen Hartz IV permalink
    20. Oktober 2015 08:54

    Spiegel-Online :Geringe Einkommen: Mehr als hunderttausend Selbstständige brauchen Hartz IV

    Immer mehr Unternehmer beantragen staatliche Unterstützung. Laut einem Bericht bekamen im vergangenen Jahr fast 118.000 Selbstständige Hartz IV. Besonders schlecht verdienen demnach Leute mit Ich-AG.
    Quelle: http://www.spiegel.de/wirtschaft/soziales/selbststaendige-brauchen-oftmals-hartz-iv-zum-lebensunterhalt-a-1058591.html

    http://www.sabine-zimmermann.info/service/aktuelles/aktuelles-details/article/zahl-der-soloselbstaendigen-im-zeitverlauf-deutlich-angestiegen.html?tx_ttnews%5Byear%5D=2015&tx_ttnews%5Bmonth%5D=07&tx_ttnews%5Bday%5D=27&tx_ttnews%5BbackPid%5D=2&cHash=b59731f5f6

  25. nachdenKEN über: Wirtschaftsflüchtlinge ...u. über Anarchie permalink
    20. Oktober 2015 10:05


    siehe zu Anarchie ca. ab Min. 6:30

    • RE bei "Me, Myself and Media #11 - Putin greift an, TTIP, Kundus, Flüchtlinge in der ARD" permalink
      21. Oktober 2015 11:20

      zum Schluß ab ca. Min. 26.50 nochmal ein Aufruf von KenFM/Ken Jebsen sich mit Anarchie zu beschäftigen. Er erwähnt erneut George Orwell „Mein Katalonie“ Bericht über den Spanischen Bürgerkrieg, Diogenes-Verlag, Zürich 2000, ISBN 3-257-20214-8.

      Und er erwähnt erneut den Dokumentarfilm „Die Utopie leben. Der Anarchismus in Spanien“ von J. Gamero von 1997.

      https://de.wikipedia.org/wiki/Mein_Katalonien

      Der Schriftsteller George Orwell beschreibt seine Eindrücke während der Zeit der Sozialen Revolution in Spanien, in seinem Buch ‚Mein Katalonien‘, Diogenes TB, Zürich, Auflage 1996, Seite 9-10 u. 132-134. [Orginal (englisch):’Homage to Catalonia‘, 1938]. „Der Anblick von Barcelona hatte etwas Überraschendes und Überwältigendes. Zum erstenmal war ich in einer Stadt, in der die arbeitende Klasse im Sattel saß. Die Arbeiter hatten sich praktisch jedes größeren Gebäudes bemächtigt und es mit roten oder der rot und schwarzen Fahne der Anarchisten behängt. Vor allen Dingen aber glaubte man an die Revolution und an die Zukunft. Man hatte das Gefühl, plötzlich in einer Ära der Gleichheit und Freiheit aufgetaucht zu sein. Menschliche Wesen versuchten, sich wie menschliche Wesen zu benehmen und nicht wie ein Rädchen in der kapitalistischen Maschine“.

      Und weiter schilderte Orwell seine Erlebnisse, wie folgt: “Ich war mehr oder weniger durch Zufall in die einzige Gemeinschaft von nennenswerter Größe in Westeuropa gekommen, wo politisches Bewusstsein und Zweifel am Kapitalismus normaler waren als das Gegenteil. Hier oben in Aragonien lebte man unter zehntausenden von Menschen, die hauptsächlich, wenn auch nicht vollständig, aus der Arbeiterklasse stammten. Sie lebten alle auf dem gleichen Niveau unter den Bedingungen der Gleichheit, und selbst in der Praxis war man nicht weit davon entfernt. In gewisser Weise ließe sich wahrhaftig sagen, daß man hier einen Vorgeschmack des Sozialismus erlebte. Damit meine ich, daß die geistige Atmosphäre des Sozialismus vorherrschte. Viele normale Motive des zivilisiertenn Lebens – Snobismus, Geldschinderei, Furcht vor dem Boß und so weiter, hatten einfach aufgehört zu existieren. Die normale Klasseneinteilung der Gesellschaft war in einem Umfang verschwunden, wie man es sich in der geldgeschwängerten Luft Englands fast nicht vorstellen kann. Niemand lebte dort außer den Bauern und uns selbst, und niemand hatte einen Herrn über sich. Es war einfach ein zeitlich und örtlich begrenzter Abschnitt in einem gewaltigen Spiel, das augenblicklich auf der ganzen Erdoberfläche gespielt wird. Aber es dauerte lange genug, um jeden, der es erlebte, zu beeindrucken. Wie sehr damals auch geflucht wurde, später erkannte jeder, daß er mit etwas Fremden und Wertvollen in Berührung gewesen war. Man hatte in einer Gemeinschaft gelebt, in der Hoffnung normaler war als die Gleichgültigkeit oder der Zynismus, wo das Wort Kamerad für Kameradschaft stand und nicht, wie in den meisten Ländern, für Schwindel. Man hatte die Luft der Gleichheit eingeatmet. Ich weiß sehr genau, wie es heute zum guten Ton gehört zu verleugnen, daß Sozialismus etwas mit Gleichheit zu tun hat. In jedem Land der Welt ist heute ein ungeheurer Schwarm Parteibonzen und schlauer, kleiner Professoren beschäftigt zu ‚beweisen‘, daß Sozialismus nichts anderes bedeutet als planwirtschaftlicher Staatskapitalismus, in dem das Motiv des Raffens erhalten bleibt. Aber zum Glück gibt es daneben auch eine Version des Sozialismus, die sich hiervon gewaltig unterscheidet. Die Idee der Gleichheit zieht den normalen Menschen zum Sozialismus hin. Diese ‚Mystik‘ des Sozialismus läßt ihn sogar seine Haut dafür riskieren. Für die große Mehrheit der Menschen bedeutet der Sozialismus die klassenlose Gesellschaft, oder er bedeutet ihnen überhaupt nichts. Unter diesem Gesichtspunkt aber waren die wenigen Monate in der Miliz wertvoll für mich. Denn solange die spanischen Milizen sich hielten, waren sie gewissermaßen der Mikrokosmos einer klassenlosen Gesellschaft. In dieser Gemeinschaft, in der keiner hinter dem Geld herrannte, wo alles knapp war, es aber keine Privilegien und kein Speichellecken mehr gab, fand man vielleicht in groben Umrissen eine Vorschau davon, wie die ersten Schritte des Sozialismus aussehen könnten. Statt mir meine Illusion zu rauben, fesselte mich dieser Zustand. Die Folge war, daß ich noch viel stärker als vorher wünschte, der Sozialismus möge verwirklicht werden. Teilweise kam das daher, weil ich das Glück gehabt hatte, unter Spaniern zu leben. Mit ihrer angeborenen Anständigkeit und ihrem immer gegenwärtigen anarchistischen Gefühl würden sie selbst die ersten Stadien des Sozialismus erträglicher machen, wenn man ihnen nur eine Chance gäbe“.
      http://deu.anarchopedia.org/Anarchismus_in_Spanien#Die_Soziale_Revolution_von_1936

      Die Utopie leben! Vivir la utopía! Der Anarchismus in Spanien.
      Dokumentarfilm von Juan Gamero, 1997. Dauer ca. 95 Minuten/Farbe, in deutscher Sprache.

      Ein eindrucksvoller Film über den Anarchismus in Spanien und seine Entwicklung von den Anfängen um 1860 bis zum Höhepunkt des Kampfes gegen den Faschismus und für die Soziale Revolution 1936 bis 1939. Historische Bilder und Filmaufnahmen lösen sich ab mit bewegenden Interviews mit 30 alten anarchistischen KämpferInnen für Freiheit, Gleichheit und menschliche Würde.

      Als Einstimmung in die Thematik drei Augenzeugen über ihre Eindrücke während der sozialen Revolution, (die in diesem Dokumentarfilm aber keine, bzw. eine sehr kleine Rolle spielen):

      „Und dann, als wir um die Ecke in die Ramblas (die Hauptverkehrsader Barcelonas) einbogen, kam eine gewaltige Überraschung: schlagartig breitete sich die Revolution vor unseren Augen aus. Es war überwältigend. Es war, als wären wir auf einem Kontinent gelandet, der sich von allem unterschied, was ich bisher gesehen hatte.“ – (Franz Borkenau).

      „Man hatte das Gefühl, plötzlich in einer Ära der Gleichheit und Freiheit aufgetaucht zu sein. Menschliche Wesen versuchten, sich wie menschliche Wesen zu benehmen und nicht wie ein Rädchen in der kapitalistischen Maschine.“ – (George Orwell).

      „Am 19. Juli 1936 begann die Hoffnung der Arbeiterklasse auf eine bessere Zukunft. 1939 wurde das einzigartige Experiment beerdigt. Die Totengräber waren der Stalinismus und der Faschismus. Die Demokratien haben die Schaufeln geliefert. Aber die Hoffnung konnten sie nicht begraben.“ (Abel Paz)

      Der Dokumentarfilm Vivir la utopía! – Die Utopie leben! gibt einen Überblick über die Geschichte der anarchistischen Bewegung Spaniens seit dem 19.Jahrhundert: Die Gründung der anarchosyndikalistischen Gewerkschaft CNT-AIT (Confederación Nacional del Trabajo) und der FAI (Federación Anarquista Ibérica), die Rolle von Kultur und Erziehung (Modernes Schulwesen nach F. Ferrer), die Vielfalt der Ideen und Aktivitäten im Vorfeld der Zweiten Republik, den Staatsstreich der Militärs, der sowohl einen Bürgerkrieg als auch eine Soziale Revolution auslöste, und insbesondere die Einrichtung und das Funktionieren der Kollektivbetriebe in den ländlichen und städtischen Gebieten.

      Das republikanische Spanien wurde von den Franco-Faschisten mit militärischer Hilfe der italienischen Faschisten und deutschen Nationalsozialisten bekämpft; die westlichen „Demokratien“ leisteten keine Hilfe, und die Stalinisten verrieten und bekämpften die soziale Revolution. Der Film zeigt die zu wenig bekannte konstruktive Seite der radikalen gesellschaftlichen Veränderungen, durch die einfachen ArbeiterInnen und Bauern im republikanischen Teil Spaniens. http://www.anarchismus.at

      Zeitzeugen aus der Reihe der Anarchisten berichten u.a. über das konstruktive Werk des „Anarchismus in Aktion“ während der Sozialen Revolution, dies bedeutete: Auf dem Lande bilden etwa 3 Millionen Bäuerinnen und Bauern Kollektive, in den Städten werden etwa 3000 Fabriken und Produktionsbetriebe in Selbstverwaltung der Arbeiter-innen überführt, circa 150 000 Anarchist-innen schließen sich den Milizkolonnen im Kampf gegen den Faschismus an. Gesprächspartner sind 30 Überlebende, viele kamen aus dem Exil in Frankreich, Kanada, Mexiko und Venezuela, um Zeugnis abzulegen über das größte sozialrevolutionäre Experiment in der Menschheitsgeschichte!

      Die Namen der Interviewten Anarchistinnen und Anarchisten: Miguel Alba, Ramon Álvarez, Frederico Arcos, Marcelino Bailo, Maria Batet, Severio Campos, Francisco Carrasquer, Miguel Celma, Valerio Chiné; José Espana, Jose Fortea, Juan Giménez, Antonio Lahuerta, Concha Liano, Fidel Miró, Aurora Molina, Heleno Molina, Conxa Pérez, Suceso Portales, Dolores Prat, Ximo Queirol, Maravilla Rodríguez, Juan Romero, Manuel Sanz, Liberto Sarrau, José Sauces, José Serra Estruch, Antonio Turón, José Urzáiz und Antonio Zapata. http://flag.blackened.net/revolt/spaindx.html

      [Den Film anschauen z.B.: auf deutsch: „Die Utopie leben!“ via youtube, auch auf französisch:“Vivir l‘ Utopie“, englisch:“Living Utopia“, spanisch oder griechisch siehe: „Vivir la utopía“]. http://deu.anarchopedia.org/Die_Utopie_leben

      Literatur u.a.:
      Augustin Souchy/Erich Gerlach: „Die soziale Revolution in Spanien. Kollektivierungen der Industrie und Landwirtschaft in Spanien 1936-39. Dokumente und Selbstdarstellungen der Arbeiter und Bauern“. (1974), Karin Kramer Verlag, Neu (ohne ISBN) bei Verlag Barrikade, Hamburg 12/2012, siehe:[3]

      Augustin Souchy: „Nacht über Spanien. Anarcho-Syndikalisten in Revolution und Bürgerkrieg 1936-39. Ein Tatsachenbericht“. Neuauflage Trotzdem Verlag, Frankfurt 2007 ISBN 3-922209-51-3. Vorwort von Wolfgang Haug.

      Augustin Souchy: „Bei den Landarbeitern von Aragon. Der freiheitliche Kommunismus in den befreiten Gebieten.“ Edition AV, Lich 2012. ISBN:978-3-86841-067-9.[4]

      Horst Stowasser: „Freiheit pur. Die Idee der Anarchie, Geschichte und Zukunft.“ Eichborn Verlag, Frankfurt (Main) 1995. Später als: „ANARCHIE! – Idee, Geschichte, Perspektiven“, Edition Nautilus, Hamburg. http://deu.anarchopedia.org/Freiheit_pur

    • GenFM permalink
      25. Oktober 2015 18:59

      GenFM

  26. Wahlkampfhilfe für Sultan Erdogan permalink
    20. Oktober 2015 10:29

    Angela Merkel hofiert mitten im türkischen Wahlkampf jenen Mann, dem Korruption, die Unterdrückung politischer Opposition und sogar Mord vorgeworfen werden –

    Von Thomas Eipeldauer, Hintergrund.de 19. Oktober 2015 –

    Während Angela Merkel in einem vergoldeten Thron neben Recep Tayyip Erdogan sitzt und freundlich in die Kameras lächelt, ringt Dilek Dogan um ihr Leben. Die junge Frau war während einer Polizeioperation gegen Linke im Istanbuler Stadtteil Kücük Armutlu in den Rücken geschossen worden. Die Behörden behaupten, ähnlich wie bei der vor einigen Monaten ebenfalls in Istanbul durch Beamte getöteten Günay Özarslan, es habe Widerstandshandlungen gegeben. Belege dafür gibt es nicht, kritische Anwälte behaupten das Gegenteil.

    Die massive Repression, mit der Recep Tayyip Erdogan und die regierende neoliberal-islamistische Partei für Gerechtigkeit und Aufschwung (AKP) ihre Gegner überziehen, hat viele Facetten. … Quelle: http://www.hintergrund.de/201510193712/politik/welt/wahlkampfhilfe-fuer-sultan-erdogan.html

    • heute show ZDF 23.10.2015, 10:59 sonnenklaro.tv mit Tina Hausten & Angela Merkel permalink
      24. Oktober 2015 08:46


      ab Min. 10:58

  27. Auf der »UmCare«-Konferenz wurde diskutiert, wie sich Verbesserungen in der Pflegebranche erreichen lassen. Die häufigste Antwort: Durch mehr Streiks permalink
    20. Oktober 2015 10:34

    Aus: junge welt, Ausgabe vom 20.10.2015, Seite 5 / Inland
    Der Weg der Charité
    Auf der »UmCare«-Konferenz wurde diskutiert, wie sich Verbesserungen in der Pflegebranche erreichen lassen. Die häufigste Antwort: Durch mehr Streiks
    Von Johannes Supe
    https://www.jungewelt.de/2015/10-20/044.php

  28. Chomsky's Favorite Anarchist Thinker permalink
    20. Oktober 2015 11:11

    http://deu.anarchopedia.org/Noam_Chomsky

    Ein Anarchist FAQ „ist ein Online geschriebes Archiv mit „häufig zum Anarchismus gestellten Fragen [und Antworten]“ (Frequently asked Questions/FAQ) in englischer Sprache http://deu.anarchopedia.org/Anarchist_FAQ
    http://anarchism.pageabode.com/afaq/pdf.html

  29. "COLLECTIVE DREAMS" / "Sueños Colectivos" (VOS Inglés/ Untertitel in Englisch) permalink
    20. Oktober 2015 13:02


    “Sueños Colectivos” (104′, 16/9, Color y B/N, 2011)
    un documental de Marco Potyomkin y Manuel Gómez
    COLLECTIVE DREAMS

    Sinopsis
    During the Spanish Civil War 1936-1939, many villages of Republican –Loyalist– Spain, and among them the enormous majority of those in Upper Aragon, were involved in the development of a collectivist experience founded on mutual support and solidarity. Villagers collectivised the land putting an end to the exploitation of man by his fellow man. They abolished money and replaced it with the interchanging of products and produce. They distributed everything according to the needs of each person. With little or no formal education but with vision and decision, they proved themselves capable of laying out a new society.

    Interviewed:
    Martín Arnal, Francisco Carrasquer, Presen Carrasquer, Alejandro Diez Torre, Luis Hernández, Graham Kelsey, José Luis Ledesma, Raúl Mateo, José Oto Ezquerra, Alejandro Pascual, María Sesé, Mariano Viñuales, Hanneke Willemse.

    Documental „Sueños Colectivos“ en VO subtitulado al inglés. Experiencia colectivista en el Alto Aragón.
    https://potyomkinproducciones.wordpress.com/suenos-colectivos-2011/

    Filme zur Sozialen Revolution in Spanien
    siehe: http://deu.anarchopedia.org/Die_Utopie_leben#Filme_zur_Sozialen_Revolution_in_Spanien

  30. Vagabond Way - Marianne Faithfull permalink
    20. Oktober 2015 16:47


    „Vagabond Ways“ hat sie M.F. geschrieben, nachdem sie in einer Zeitung eine kleine Meldung gelesen hat, „da stand doch allen Ernstes, dass in Schweden bis 1972 Frauen, die Probleme mit Alkohol oder Drogen hatten, die nymphoman waren oder, und jetzt wird’s heftig, ein Vagabundenleben führen wollten, einfach zwangssterilisiert wurden.“


    Marianne Faithfull – Deep Water

  31. ZDF Die Anstalt 20. Oktober 2015 komplett | 20.10.2015 permalink
    21. Oktober 2015 10:11

    • "Rat für Migration" zur deutschen Asylpolitik // Die Anstalt – Der Faktencheck permalink
      22. Oktober 2015 10:36

      Sehenswerte BPK mit dem „Rat für Migration“ zur deutschen Asylpolitik

      BundesPresseKonferenz vom 29. September 2015
      Vertreter des „Rats für Migration“, der ein Netzwerk von mehr als 100 deutschen Wissenschaftlern ist, waren zu Gast in der Bundespressekonferenz und haben die von der Bundesregierung geplanten Reformen des Asylrechts kritisiert. Es werde ein große Chance vertan. Die Bundesregierung setze eine Politik fort, die in erster Linie auf Abschreckung und Abschottung basiere, bemängelte der Vorsitzende des Rates, der Kultur- und Sozialanthropologe Werner Schiffauer von der Europa-Universität Viadrina Frankfurt (Oder) am Dienstag in Berlin. Er und die anderen Wissenschaftler plädieren stattdessen dafür, die jetzige Situation als Herausforderung und Chance zu sehen, die ganze Asylpolitik grundsätzlich zu revidieren und Fehler wie das Dublin-System zu korrigieren.
      http://www.rat-fuer-migration.de/pdfs/Stellungnahme_Asylrechtsreform%281%29.pdf
      http://www.rat-fuer-migration.de/

      Die Anstalt – Der Faktencheck
      Quelle: ZDF – http://www.zdf.de/ZDF/zdfportal/blob/40647492/1/data.pdf

  32. „Der Militärisch-industrielle Komplex ist die größte Bedrohung für den Weltfrieden in unserer Zeit“ permalink
    21. Oktober 2015 11:33

    Kriege beginnen mit Lügen, die von Geheimdiensten verbreitet gestreut und von den Medien dann verbreitet werden. Kriege lösen keine Konflikte, sondern schaffen neue. Aber Kriege sichern auch Rohstoffe, erschließen Märkte und bringen Profit. Ist es wohl möglich, dass hinter all den nachweislichen Kriegslügen der letzten Jahre und Jahrzehnte sowie dem darauf initiierten Morden, das uns stets aufs Neue als „Notwehr“, „Menschenfreundlichkeit“ oder „Kampf für Freiheit, Demokratie und Menschenrechte“ schmackhaft gemacht wurde, und das oftmals Plänen folgte, die bereits seit Jahren oder Jahrzehnten in den Schubladen der Mächtigen lagen, sehr konkrete Interessen und Akteure stehen, die strategisch agieren und in der Lage sind, Kriege anzuheizen und initiieren? Folgt die Kriegslogik also auch einer Profit- und Interesselogik, die zu bestimmten Instanzen zurückzuverfolgen ist? Zu diesen Fragen sprach Jens Wernicke mit Mohssen Massarrat, Mitglied im Wissenschaftlichen Beirat von Attac.
    Quelle: http://www.nachdenkseiten.de/?p=28017

  33. Die dunkle Seite der Wikipedia permalink
    22. Oktober 2015 17:42

    Die Wikipedia ist für die meisten von uns inzwischen alltägliches Nachschlagwerk. Ist sie das aber auch zu Recht? Ist sie seriös und überparteilich, klärt sachlich über verschiedene Standpunkte auf? Nein, meint der Filmemacher Markus Fiedler, dessen Dokumentarfilm „Die dunkle Seite der Wikipedia“ soeben erschien. Fiedler bescheinigt dem Online-Lexikon vermachtet-autoritäre, intransparente Strukturen sowie Parteilichkeit bei gesellschaftspolitischen Artikeln – und steht mit dieser Einschätzung alles andere als allein. Stimmt es, dass die Wikipedia die Kriegslügen der Leitmedien überwiegen einfach nachvollzieht? Dass auch sie – wider alle Recherchepflicht und Wissenschaftlichkeit – Friedensbewegte zu Unrecht und womöglich gezielt als „Rechte“, „Irre“, „Verschwörungstheoretiker“ diffamiert? Jens Wernicke sprach mit Markus Fiedler zu seinen diesbezüglichen Recherchen und Erkenntnissen sowie seinem Film.

    Quelle: Nachdenkseiten – http://www.nachdenkseiten.de/?p=28035#more-28035

    • Ruhrbarone --- Offener Brief gegen 9/11-Truther in Witten permalink
      25. Oktober 2015 19:01

      Offener Brief gegen 9/11-Truther in Witten

      Wie ruhrbarone berichtete soll am 29. Oktober in der Universität Witten/Herdecke der Verschwörungsideologe Daniele Ganser sprechen. Nicht mehr alle sind nun damit einverstanden, dass die mit 3,5 Millionen Euro jährlich durch das Wissenschaftsministerium geförderte Hochschule, sich auf das wissenschaftliche Niveau dubioser Medien wie KenFM herab zulassen gedenkt. Seit heute gibt es einen offenen Brief, in welchem um die Ausladung Gansers gebeten wird. Unterzeichner sind die örtliche SPD, die Piraten, die Grünen und einige politisch arbeitende Jugendgruppen, wie etwa das Zentrum Trotz Allem, die städtische Antifa und die Parteijugend der Grünen.

      „Sehr geehrte Damen und Herren, liebe Studierende!

      Mit großer Verwunderung nehmen wir zur Kenntnis, dass in der nächsten Woche
      auf Einladung der Fakultät für Kulturreflexion Dr. Daniele Ganser zu einer
      öffentlichen, kostenpflichtigen Veranstaltung als Referent eingeladen ist.[1]

      Daniele Ganser stellt Verschwörungstheorien insbesondere zu den
      Terroranschlägen vom 11. September 2001 als in der Wissenschaft zu
      diskutierende Erklärungsansätze dar. In seinen Vorträgen unterschlägt er
      längst geklärte Sachverhalte und stellt Fragen als offen dar, die eine
      plausible und nahliegende Erklärung haben. Vertreter der ETH Zürich und der
      Universität Zürich, an denen Daniele Ganser beschäftigt war, lehnen seine
      Ideen als „völlig absurd“ ab und legen Wert auf die Feststellung, dass Ganser
      sie nicht während seiner Arbeit als Wissenschaftler an den Universitäten,
      sondern in seiner Freizeit entwickelt.[4] Auch die Universität Basel, an der
      er anschließend arbeitete, distanzierte sich wegen seiner Ansichten zu 9/11
      von Ganser. Der Rektor der Uni Basel, Antonio Loprieno, sagte in dem
      Zusammenhang, dass er Gansers Thesen zu 9/11 dieselbe empirische
      Wahrscheinlichkeit wie der Theorie, dass Ausserirdische die ägyptischen
      Pyramiden gebaut haben könnten, beimesse.[5] Damit benennt er in etwa das
      Niveau, auf dem sich die Ausführungen Daniele Gansers bewegen. Gansers Thesen
      sind ungefähr so seriös wie die Erich von Dänikens.

      Im März 2015 hat das Bündnis „Witten gegen Verschwörungswahn“, bestehend aus
      den Wittener Ortsgruppen von SPD, Bündnis 90/Die Grünen, Piratenpartei NRW,
      Bürgerforum, WBG, Die PARTEI, Witten Direkt, Jusos, Grüne Jugend und Ring
      politischer Jugend gemeinsam mit vielen Einwohnern der Stadt gegen den „1.
      Alternativen Wissenskongress“ (AWK) in Witten demonstriert und über die dort
      auftretenden rechtspopulistischen Verschwörungstheoretiker aufgeklärt.[2] Das
      Bündnis konnte damals nicht verhindern, dass diese Veranstaltung stattfindet.
      Dennoch demonstrierten über 250 Wittenerinnen und Wittener am
      Veranstaltungstag vor dem Saalbau. Ein Erfolg ist auch, dass der 2. AWK,
      anders als ursprünglich angekündigt, nicht mehr in Witten, sondern in Iserlohn
      stattfindet. Dieser Erfolg wird nun allerdings durch die Universität Witten /
      Herdecke in Frage gestellt, die mit Daniele Ganser einen der Referenten dieser
      2. Ausgabe des AWK[3] nach Witten einlädt.

      Daniele Ganser tritt regelmäßig mit anderen bekannten
      Verschwörungstheoretikern auf, so etwa mit Jürgen Elsässer, dem Chefredakteur
      des rechtspopulistischen Magazins Compact, und der AIDS-Leugnerin Juliane
      Sacher auf der vom Schweizer Sektengründer Ivo Sasek veranstalteten Anti-
      Zensur-Konferenz,[6] die in der Vergangenheit auch Holocaust-Leugnern eine
      Bühne bot. Immer wieder führt er Interviews mit Ken Jebsen, einem weiteren
      bekannten Vertreter der Verschwörungstheoretiker-Szene, der auch bei den
      rechtsoffenen „Montagsmahnwachen für den Frieden“ sehr aktiv ist.

      Wir können nicht nachvollziehen, wieso die Uni W/H Ganser eine Bühne zur
      Verfügung stellen will. Beim geplanten Thema soll er laut Mitteilung der
      Universität zeigen, „welche Recherchemöglichkeiten das Internet an die Hand
      gibt und wie man zwischen Fakten, Meinungen und Propaganda unterscheiden
      kann.“ Wenn Ganser hier nicht selbst als Negativbeispiel herhalten soll, hat
      man hier wohl den Bock zum Gärtner gemacht.

      Bei früheren Vorträgen gab er dazu den Rat: Exklusiv auf Youtube suchen statt
      die Abendnachrichten zu schauen. Dieses Argumenationsmuster entspricht in etwa
      dem PEGIDA-Spruch „Lügenpresse halt die Fresse!“, nur dass Ganser es auf eine
      vornehmere Art und Weise ausdrückt. Das Publikum, das sich von Gansers Thesen
      angesprochen fühlt, dürfte dementsprechend zum größten Teil aus PEGIDA- und
      AfD-Anhängern und einem irrlichtenden Verschwörungstheoretikermilieu bestehen.

      Die Grenze zwischen pluraler Meinungsbildung, akademischen Ideenstreit und
      politischer Meinungsmache plumpster Art, sind daher mit der Einladung Daniele
      Gansers klar überschritten. Innerhalb der seriösen akademischen Welt ist es
      unbestrittener Konsens, dass nicht jeder kruden These unter dem Deckmantel der
      Meinungsfreiheit ein Forum geboten wird. Die Universität Witten / Herdecke
      sollte sich daher entscheiden, ob sie auf dem Boden der Wissenschaft stehen
      möchte oder als vermeintlicher Tabubrecher lieber halbseidene Gestalten ihren
      Studierenden als Gesprächspartner anempfiehlt.

      Hinzu kommt, dass laut Presseberichten Herr Ganser für seine Vorträge 5000
      Schweizer Franken bekommt.[6] Es liegt daher offen auf der Hand, dass die
      Universität Witten / Herdecke Herrn Ganser und seinen Theorien nicht nur ein
      Forum bietet, sondern ihn bei seiner Arbeit auch finanziell unterstützt. Nicht
      zuletzt wollen wir Sie darauf hinweisen, dass zwar möglicherweise Ihre
      Studierenden im Rahmen ihrer Seminare auf die fragwürdigen Theorien und
      Argumente vorbereitet wurden, die beim Vortrag anwesende Öffentlichkeit jedoch
      nicht. Gerade in Zeiten von einer erstarkenden PEGIDA braucht es unserer
      Meinung nach keinen weiteren Nährboden für ähnliche, weltfremde und
      undifferenzierte Äußerungen – erst recht nicht bei einer öffentlichen
      Veranstaltung unter dem Deckmantel der Wissenschaft.

      Wir fordern daher die Universität Witten / Herdecke auf, Daniele Ganser
      wieder auszuladen und sich von ihm und seinen Thesen zu distanzieren. Wir sind
      für Meinungsfreiheit, halten aber die Kongresse und die
      Verschwörungstheoretiker-Szene, in der er sich bereits freiwillig regelmäßig
      bewegt, für einen passenderen Rahmen für seine abwegigen Thesen.

      Mit freundlichen Grüßen,

      SPD Witten
      Bündnis 90/Die Grünen Witten
      Piratenpartei NRW
      Jusos Witten
      Grüne Jugend Witten
      Antifabündnis Witten
      Trotz Allem – Soziokulturelles Zentrum Witten“

      http://www.ruhrbarone.de/offener-brief-gegen-911-truther-in-witten/116155

      • Weltbild in Gefahr: Auftritt von Daniele Ganser an Uni in Witten permalink
        30. Oktober 2015 10:48

        „Fakten, Meinungen, Propaganda – Wie mache ich mir selbst ein Bild?“ – unter diesem Titel wird der Schweizer Historiker und Friedensforscher Daniele Ganser heute einen Vortrag an der Universität Witten/Herdecke halten.
        Ziel ist es, laut Presseerklärung der Universität, den Besuchern der Veranstaltung aufzuzeigen, welche Recherchemöglichkeiten durch das Internet bestehen und wie sich zwischen Fakten, Meinungen und Propaganda unterscheiden lässt.
        Doch der Auftritt von Ganser, der ein Grundlagenwerk zu den Geheimarmeen der Nato und der „Strategie der Spannung“ abgeliefert hat, passt einigen nicht. Unter anderem haben die SPD Witten, die Jusos Witten, die Grüne Jugend Witten und auch die Piratenpartei NRW einen offenen Brief verfasst und die Universität aufgefordert, Ganser auszuladen „und sich von ihm und seinen Thesen zu distanzieren“ (Verschwörungstheoretiker blasen zur Hexenjagd auf Historiker).
        Im Interview mit Telepolis erklärt der Kunst- und Wahrnehmungswissenschaftler David Hornemann von Laer, was ihn dazu bewegt hat, Ganser einzuladen und warum die Universität den Forscher nicht ausladen wird.
        Quelle: Telepolis – http://www.heise.de/tp/artikel/46/46412/1.html


        http://www.vidiondo.de/video/RJiFy908Fhg/talk-im-hangar-7-zehn-jahre-9-11-wie-vernetzt-sind-angst-und-terror-8-9-2011/

    • Verschwörungstheoretiker blasen zur Hexenjagd auf Historiker permalink
      29. Oktober 2015 11:40

      Besorgte Bürger in Witten fordern Zensur von Wissenschaft

      Ein Bündnis begabter Verschwörungstheoretiker, getragen von Wittener SPD und Jusos, Wittener Bündnis90/Die Grünen und sogar der ehemals zensurkritischen Piratenpartei NRW, fordert von der privaten Universität Witten-Herdecke die Ausladung des Schweizer Historikers Dr. Daniele Ganser, der am Donnerstag dort einen Vortrag über Medienkritik halten soll. Außerdem fordern die Wittener Verschwörungstheoretiker Distanzierung von Gansers „Thesen“, ohne solche jedoch konkret zu benennen.
      Die selbst ernannten McCarthys, die sich irreführend als „Bündnis gegen Verschwörungswahn“ formiert haben, konstruieren in einem gemeinsamen offenen Brief selbst krude Verschwörungstheorien über Ganser und Personen, die rechtes Gedankengut verbreiten. Indiz für eine unerwünschte Gesinnung seien Auftritte des gefragten Redners auch auf Veranstaltungen, wo man tatsächlich fragwürdigen Personen eine Bühne bot. Ganser hat sich jedoch von Antisemitismus und Holocaust-Leugnung klar distanziert und bestreitet eine Kenntnis entsprechender Einladungen vehement. […]
      Nicht zu den provinziellen Blockwarten gesellt haben sich Linkspartei, FDP und CDU. Ausdrücklich distanziert von der Hetze gegen den Wissenschaftler hat sich inzwischen die Junge Union Witten, berichtet die Zeitung Der Westen. Die Forderung auf Ausladung Gansers sei ein „Angriff auf die freie Lehre“. Das Bündnis sei „dreist“ und wolle offenbar der Uni schaden.
      Was passiert, wenn sich Zensur-Eiferer durchsetzen, kann man dieser Tage in der Ukraine beobachten. Dort sind inzwischen etwa Schriften von Karl Marx und Filme mit Gérard Depardieu verboten. Schon Charlie Chaplin stand in den USA einst auf der Schwarzen Liste. Ungarn hat 2010 die Medienzensur eingeführt und damit in den Redaktionen ein auch nach Lockerung verbliebenes Klima der Selbstzensur etabliert. In Saudi Arabien werden Blogger ausgepeitscht, wenn sie Unerwünschtes schreiben. In der Türkei lässt die Regierung unliebsame Redaktionen mit Kettensägen stürmen.
      Neulich sagte der Iran seine Teilnahme an der Frankfurter Buchmesse ab, weil dort Salman Rushdie las. Mancherorts wird Kanzlerin Angela Merkel mit Fotoshop entfernt, weil man dort ein Problem mit mächtigen Frauen hat. In den USA wird in öffentlichen Einrichtungen der Zugriff auf WikiLeaks blockiert, bei der Air Force sogar der auf etablierte Medien, wenn diese über WikiLeaks-Cables berichten – obwohl es die eigenen Informationen sind. In Russland ist das Internet staatlich kontrolliert, ähnliche Pläne hegte „Zensursula“ von der Leyen.
      Quelle: Markus Kompa auf Telepolis – http://www.heise.de/tp/artikel/46/46404/1.html

  34. „Es geht nicht so sehr um Neugründung, sondern um effektive Gegenmacht“ permalink
    23. Oktober 2015 15:25

    Ein Interview mit Kolja Möller über linke Antworten und Optionen im Zeitalter der neoliberalen und postdemokratischen Globalisierung. Kolja Möller ist Politikwissenschaftler und wissenschaftlicher Mitarbeiter am Exzellenzcluster „Normative Orders“ an der Goethe-Universität Frankfurt. Das Interview führte Patrick Schreiner [*].

    Sie haben in Ihrem Buch „Formwandel der Verfassung“ gefragt, ob und inwiefern internationale Strukturen (etwa internationale Organisationen, internationale Verträge, NGOs, transnationale Konzerne usw.) eine Art neue Verfassung darstellen. „Verfassung“, das identifizieren wir traditionell ja mit Nationalstaaten. Wie würden sie vor dem Hintergrund ihrer Forschungsergebnisse das Verhältnis von Nationalstaaten und Internationalem beschreiben?

    Quelle: NDS – http://www.nachdenkseiten.de/?p=28058

  35. Der Hauptsponsor des Jihadismus // Außenpolitik der Bundesregierung: Waffenkonzerne schützen! permalink
    24. Oktober 2015 09:48

    Inmitten der internationalen Bemühungen um einen neuen Machtabgleich im Mittleren Osten intensiviert die Bundesregierung die Aufrüstung der arabischen Golfdiktaturen. Dies belegt der Rüstungsexportbericht für das erste Halbjahr 2015, der in dieser Woche vorgelegt worden ist. Demnach ist Saudi-Arabien zum drittgrößten Käufer deutschen Kriegsgeräts aufgestiegen. Von den sechs Staaten des Golf-Kooperationsrats, in dem sich die Länder der Arabischen Halbinsel organisiert haben, gehören vier zu den Top 20-Empfängern deutscher Rüstungslieferungen. Dadurch wird nicht nur eine Konfliktpartei im mittelöstlichen Machtkampf gegen Iran mit Waffen ausgestattet. Die Ausfuhren beinhalten auch Mordwerkzeuge, wie sie Saudi-Arabien und die Vereinigten Arabischen Emirate in ihrem Krieg im Jemen einsetzen oder zumindest einsetzen können: von Ersatzteilen für Kampfflugzeuge bis zu Maschinenpistolen. Mit Saudi-Arabien wird zudem ein Staat aufgerüstet, der, wie der Träger des Friedenspreises des Deutschen Buchhandels Navid Kermani bekräftigt, „Hauptsponsor des Dschihadismus“ ist und religiös eine große Nähe zum „Islamischen Staat“ (IS) aufweist. Sollte die Bundeswehr, wie Militärs es jetzt erneut in Aussicht stellen, im Anschluss an einen Machtabgleich in Mittelost in Syrien zum Einsatz kommen, dann stünden deutsche Soldaten wohl auch von Saudi-Arabien aufgerüsteten Milizen gegenüber.
    Quelle: German Foreign Policy – http://www.german-foreign-policy.com/de/fulltext/59232

    dazu: Außenpolitik der Bundesregierung: Waffenkonzerne schützen!
    Die Bundesregierung​ klärt auf, was sie unter Außenpolitik versteht: „Zur Außenpolitik gehört, welchen Ruf deutsche Rüstungsunternehmen im Nahen Osten genießen.“
    Übersetzt: Exporte von Panzern in Arabische Diktaturen sind zwar schwierig, aber sie wurden halt beschlossen. Sowas will die Bundesregierung nicht einfach stoppen. Auch nicht im Nachhinein. Sonst kaufen die Staaten vielleicht woanders Waffen, Panzer und andere Tötungsinstrumente. Und das kann ja keiner wollen!
    Quelle: Jung & Naiv via YouTube – https://www.youtube.com/watch?v=8oKzLbSCVWg

  36. Die dunkle Seite der Wikipedia --- Videos permalink
    24. Oktober 2015 13:55

    Die dunkle Seite der Wikipedia

  37. »Alles gesagt« Hartz-IV-Sanktionen gegen Minderjährige permalink
    25. Oktober 2015 13:16

    Hartz-IV-Sanktionen gegen Minderjährige: Arbeitsministerium lehnt Stellungnahme ab, Familienministerium fühlt sich nicht zuständig
    Von Christina Müller, jw

    Man trifft sie vor Bahnhöfen oder in Parks: Jugendliche, die Passanten anbetteln. Über 20.000 Minderjährige und gut 30.000 18- bis 27jährige leben auf Deutschlands Straßen abgekoppelt von allen Hilfesystemen, wie kürzlich das Deutsche Jugendinstitut in einer Studie schätzte. Nach Ansicht von Jörg Richert vom Berliner Verein »Karuna« könnten die Zahlen noch höher liegen (jW berichtete). Durch Agenda 2010 hat sich die Lage verschärft: Für unter 25jährige, die Hartz IV beziehen, kann eine nicht geschriebene Bewerbung schon drei Monate Leistungsentzug bedeuten. Das betrifft auch Minderjährige ab dem 15. Geburtstag. Rund 1.500 dieser nur eingeschränkt geschäftsfähigen Jugendlichen waren 2014 monatlich durch Jobcenter sanktioniert, mehr als 200 von ihnen sogar vollständig. Das räumte die Bundesagentur für Arbeit (BA) vergangene Woche auf Nachfrage ein (siehe jW vom 19. Oktober). Wie passt das mit dem Jugendschutz zusammen? …
    > Quelle: https://www.jungewelt.de/2015/10-22/026.php

    ——
    http://www.wir-sind-boes.de/aktion-was-tun-wir-1.html
    http://www.wir-sind-boes.de/newsticker-2.html
    http://www.ralph-boes.de, http://www.grundrechte-brandbrief.de

  38. Erdoğans Krieg gegen die Toten // Wieder Razzien u. Verhaftung gegen kurdische Befreiungsbewegung permalink
    25. Oktober 2015 13:26

    https://www.nadir.org/nadir/initiativ/isku/

    —-
    https://twitter.com/hashtag/kurds


    http://anfenglish.com/

  39. Das Milgram Experiment permalink
    25. Oktober 2015 13:34

    Ausschnitt aus dem Film „I wie Ikarus“ verfilmt im Jahr 1979

    Das Milgram-Experiment ist ein erstmals 1961 in New Haven durchgeführtes psychologisches Experiment, das von dem Psychologen Stanley Milgram entwickelt wurde, um die Bereitschaft durchschnittlicher Personen zu testen, autoritären Anweisungen auch dann Folge zu leisten, wenn sie in direktem Widerspruch zu ihrem Gewissen stehen. Der Versuch bestand darin, dass ein „Lehrer“ — die eigentliche Versuchsperson — einem „Schüler“ (ein Schauspieler) bei Fehlern in der Zusammensetzung von Wortpaaren jeweils einen elektrischen Schlag versetzte.
    Ein Versuchsleiter (ebenso ein Schauspieler) gab dazu Anweisungen. Die Intensität des elektrischen Schlages sollte nach jedem Fehler erhöht werden. Diese Anordnung wurde in verschiedenen Variationen durchgeführt.
    Das Milgram-Experiment sollte ursprünglich dazu dienen, Verbrechen aus der Zeit des Nationalsozialismus sozialpsychologisch zu erklären…..

    https://de.wikipedia.org/wiki/Milgram-Experiment

  40. Ohne Arbeit kaum Grundrechte Eine krebskranke Frau liegt im Krankenhaus, derweil durchsucht das Jobcenter ihre Wohnung permalink
    26. Oktober 2015 08:55

    Jobcenter durchsucht Wohnung
    Ohne Arbeit kaum Grundrechte

    Eine krebskranke Frau liegt im Krankenhaus, derweil durchsucht das Jobcenter ihre Wohnung: Grundrechtswidrig, aber nicht mehr ungewöhnlich, sagen Hartz-IV-Kritiker.

    Es ist eine jener Jobcenter-Geschichten, die gelegentlich an die Öffentlichkeit dringen, meist aber nur in den unzähligen Hartz-IV-Blogs im Internet die Runde machen. Am 24. März 2011 begibt sich Rebekka Müller (Name geändert) zur Krebsuntersuchung in die Klinik Havelhöhe. Die 57-Jährige denkt, dass sie nach drei Tagen wieder nach Hause kommt. Doch die Diagnose macht eine unverzügliche Weiterbehandlung nötig. Da Frau Müller Arbeitslosengeld II bezieht, hält eine Bekannte den Kontakt zum Jobcenter Reinickendorf und gibt dort wiederholt Dokumente ab, die auch über den jeweiligen Aufenthaltsort von Frau Müller informieren. …
    Quelle: taz – http://www.taz.de/!5114870/

  41. Gewalt gegen Flüchtlinge: Der Faschismus lebt permalink
    26. Oktober 2015 14:50

    Eine Kolumne von Jakob Augstein, SPON

    Enttäuschung, Lüge, Hass, Gewalt – wenn aus diesen Zutaten Politik wird, entsteht Faschismus. In Deutschland ist es wieder so weit. Leider scheut sich die Nation, bei der Ursachenforschung tief genug zu graben.
    Quelle: http://www.spiegel.de/politik/deutschland/gewalt-gegen-fluechtlinge-der-faschismus-lebt-kolumne-a-1059574.html

    —-
    Die Flucht vor der Realität
    geschrieben am 26. Oktober 2015 von Jens Berger
    Auf Einladung des EU-Kommissionspräsidenten Jean-Claude Juncker trafen sich an diesem Wochenende die Staatschefs von zehn EU-Staaten und den drei Balkanstaaten Albanien, Mazedonien und Serbien. Heraus kam ein 17-Punkte-Plan, der unter anderem vorsieht, dass auf der Balkanroute Internierungslager für 100.000 Flüchtlinge gebaut werden. Die Ursachen der Flucht waren in Brüssel mal wieder kein Thema und..
    Quelle: http://www.spiegelfechter.com/wordpress/132395/die-flucht-vor-der-realitaet?utm_source=feedburner&utm_medium=feed&utm_campaign=Feed%3A+DerSpiegelfechter+%28Der+Spiegelfechter%29

  42. Gewalt gegen Flüchtlinge: Der Faschismus lebt permalink
    26. Oktober 2015 14:55

    Wutbürger Die Koalition der Angst

    Wenn Dienstleistungsproletarier und prekär Wohlhabende sich in einem diffusen Misstrauen gegen das gesellschaftliche System in Deutschland verbünden, wird es brenzlig im Land. Ein Gastbeitrag. FAZ, 17.09.2015, von Heinz Bude

    Quelle: http://www.faz.net/aktuell/politik/denk-ich-an-deutschland-1/wenn-systemkritik-proletariat-und-mittelstand-eint-13797245.html

  43. Oury Jalloh Initiative: Pressekonferenz in Anwesenheit internationaler Gutachter und Experten / 27.10.2015 / Berlin permalink
    29. Oktober 2015 11:48

    https://initiativeouryjalloh.wordpress.com/


    http://www1.wdr.de/daserste/monitor/monitor/videomonitorinterviewmitprofdrrafaelbehrpolizeisoziologe100.html



    Feuertod von Oury Jalloh
    Mord doch möglich
    http://www.taz.de/!5245269/

  44. SI Cobas ruft zum Logistikstreik am 29. Oktober – die Opposition im größten italienischen Gewerkschaftsbund unterstützt ihn permalink
    29. Oktober 2015 19:28

    Nur wenige Tage, nachdem die italienische Regierung (Begründung: Expo) den Eisenbahn – Streik der Basisgewerkschaften CUB und CAT faktisch verboten hat (LabourNet Germany berichtete und dokumentierte) ruft die Basisgewerkschaft SI Cobas zum Streik im Logistikbereich. Zwei Besonderheiten hat dieser Streikaufruf: Zum einen ist SI Cobas in diesem Bereich durchaus stark organisiert, zum Anderen hat die Gewerkschaftsopposition in der CGIL massiv öffentlich die Unterstützung des Streiks bekundet. Der Beitrag der SI Cobas vermeldet diese Unterstützung, die in der öffentlichen Eindeutigkeit durchaus als Neuerung in der italienischen Gewerkschaftslandschaft bezeichnet werden kann, siehe dazu auch Streikaufruf und die Solidaritätserklärung der CGIL Opposition – http://www.labournet.de/?p=88351

    Quelle: http://www.labournet.de/

  45. (Radio) Neue Gutachten zum Mord an Oury Jalloh - Initiative Break the Silence stellt Ergebnisse vor permalink
    31. Oktober 2015 14:40

    Vor 10 Jahren verbrannte der Flüchtling Oury Jalloh in einer Dessauer Polizeizelle. Die Umstände seines Todes sind bis heute nicht aufgeklärt. Das liegt vor allem an dem Unwillen der Ermittlungsbehörden, die davon ausgehen, dass der an Händen und Füßen gefesselte Oury Jalloh sich in der Polizeizelle selbst entzündet hat.
    Die Initiative in Gedenken an Oury Jalloh begleitet den Fall von Beginn an und geht von Mord aus. Dafür haben sie zahlreiche Gutachten erstellen lassen und Beweise gesammelt, die darauf hindeuten, dass Oury Jalloh am 7. Januar 2005 im Polizeirevier Dessau angezündet wurde. Binnen 20 Minuten verbrannte der an Händen und Füßen Gefesselte in einer Zelle bis zur Unkenntlichkeit. Gestern stellte die Initiative neue Erkentnisse zum Fall von Oury Jalloh vor. Dabei wurden gutachterliche Analysen von internationalen Brandsachverständiger, Toxikologen und Gerichtsmediziner gehört. Was dabei herauskam, darüber haben wir uns mit Nadine von der Initiative in Gedenken an Oury Jalloh unterhalten.
    Audio
    08:38 min. Quelle: http://www.freie-radios.net/73281

  46. Tod in der Polizeizelle - Warum starb Oury Jalloh? | Monitor | Das Erste | WDR permalink
    31. Oktober 2015 15:27


    Seine Geschichte lieferte den Stoff zum Tatort am vergangenen Sonntag: Vor zehn Jahren verbrannte der Asylbewerber Oury Jalloh in einer Polizeizelle in Dessau. Anders als im fiktiven Film ist der reale Fall bis heute nicht aufgeklärt. Ermittler und Staatsanwaltschaft können noch immer nicht sagen, wie der Brand in der Zelle ausbrechen und Oury Jalloh sterben konnte. Nach wie vor steht die Frage im Raum: War es Mord? Über zehn Jahre nach dem Tod des Asylbewerbers wachsen die Zweifel am Aufklärungswillen der Ermittler.

    https://initiativeouryjalloh.wordpress.com/

  47. Wages of Rebellion: The Moral Imperative of Revolt - Chris Hedges (TV - The RealNews) permalink
    31. Oktober 2015 18:14

    Wages of Rebellion: The Moral Imperative of Revolt – Chris Hedges on RAI (2/3)

    On Reality Asserts Itself, Chris Hedges and Paul Jay discuss Ferguson, Baltimore and the need to build a movement with candidates that targets white supremacy and corporate capitalism – July 7, 2015
    Source: http://therealnews.com/t2/index.php?option=com_content&task=view&id=31&Itemid=74&jumival=14188

  48. Scheer & Hedges: They Know Everything About You (1/7) permalink
    31. Oktober 2015 18:21

    Pulitzer prize-winning journalist Chris Hedges interviews Truthdig’s editor in chief Robert Scheer about his latest book

    Robert Scheer: „They Know Everything About You: How Data-Collecting Corporations and Snooping Government Agencies Are Destroying Democracy“

    https://www.youtube.com/channel/UCrmm_7RDZJeQzq2-wvmjueg

    https://www.facebook.com/therealnews
    http://therealnews.com/t2/


    http://www.democracynow.org/
    https://www.youtube.com/user/democracynow
    https://www.facebook.com/democracynow

  49. Umfassende SGB II–Änderungen geplant permalink
    2. November 2015 11:01

    Dossier
    “Unter Federführung der Arbeits- und Sozialministerkonferenz (ASMK) wurde eine Bund-Länder-Arbeitsgruppe eingerichtet, die massive Änderungen und auch Verschärfungen zum SGB II plant. Dazu gibt es eine erste Veröffentlichung mit der die Änderungen unter dem Motto: „Vereinfachung des passiven Leistungsrechts – einschl. des Verfahrensrechts – im SGB II“ dargestellt werden. Wer sich die Details anschaut, wird eine Vielzahl von Verschärfungen finden. Hier sind jetzt die Wohlfahrts- und Sozialverbände und sonstige Interessensvereinigungen gefragt, sich dazu zu positionieren.” Aus dem Thomé Newsletter vom 21.10.2013.

    Quelle: LabourNet Germany – http://www.labournet.de/politik/erwerbslos/hartz4/auswirkungen/umfassende-sgb-ii-anderungen-geplant/

  50. LINKE: Staat versagt beim Schutz von Flüchtlingen permalink
    2. November 2015 16:45

    Magdeburg, Spremberg, Pirna: Anschläge und Überfälle von rechten Schlägertrupps / Berliner Journalist nach kritischer Kolumne angegriffen

    Quelle: ND, Neues Deutschland –
    http://www.neues-deutschland.de/artikel/989792.linke-staat-versagt-beim-schutz-von-fluechtlingen.html

  51. YPG Reports Continued Attacks by the Turkish Military on Kobanê Border // Is Turkey Setting a Kurdish Trap? permalink
    2. November 2015 17:08

    31st October 2015

    ANF/Kurdish Question – News Desk

    The People’s Defence Units (YPG) Press Office has reported ongoing attacks by the Turkish military since it first targeted the positions of the YPG/YPJ (People’s/Women’s Defence Units) at the Kobanê border on October 24.

    The statement by the YPG said; “Turkish forces conducted an attack with A4 weapons against Defence Units‘ positions at Zeytin point to the west of Tal Abyad-Girê Spî between 22.10 and 22.40 on October 30. Half an hour later, the Turkish military targeted the same area and its surroundings randomly with A4 weapons.”

    The YPG also reported that ISIS gangs conducted a concurrent offensive against the southern side of the Sirîn town of Kobanê at 22:00 on October 30. The statement added that the attack which targeted the village of Malha with mortar fire and heavy weaponry was responded against.

    The Turkish army have been attacking the YPG/YPJ forces following…
    Source: http://kurdishquestion.com/index.php/kurdistan/west-kurdistan/ypg-reports-continued-attacks-by-the-turkish-military-on-kobane-border.html

    http://kurdishquestion.com
    https://twitter.com/kurdishquestion
    https://www.facebook.com/thekurdishquestion

    Is Turkey Setting a Kurdish Trap?
    31st October 2015

    by Fehim Tastekin

    Many people skeptical of the Turkish government are wondering whether officials in Ankara might resort to drastic measures in Syria in the run-up to the Nov. 1 legislative elections. During the June 7 elections, the government tolerated Islamic State (IS) attacks against Kurds across the border in Kobani. Thus far, the upcoming elections have been preceded by government clashes with the Kurdistan Workers Party (PKK) in Turkey and verbal attacks against the Kurdish Peoples’ Democratic Party (HDP) entangled in the Syrian Kurdistan (Rojava) agenda. Skeptics believe the government will soon realize it won’t gain much through such tactics and, because of its desire to push the HDP below the 10% vote threshold, might resort to more extreme tactics in northern Syria.

    Recently, the Turkish Armed Forces (TSK) struck at the People’s Protection Units (YPG). The YPG issued a brief statement acknowledging that the Turkish army had attacked its positions on the border, using A-4 guns from 7 p.m. to 9 p.m. on Oct. 24 and MG-3 guns from 2 a.m. to 4 a.m. on Oct. 25. TSK typically lists all engagements on its website, but it did not mention these particular incidents. The government kept mum until the night of Oct. 26, when Prime Minister Ahmet Davutoglu said in a television broadcast, “We had told both Russia and the US that the PYD will not cross to the north of the Euphrates River. We struck the PYD twice.”

    Pro-government media reported a different version of events. According to the Daily Sabah, … http://kurdishquestion.com/index.php/insight-research/is-turkey-setting-a-kurdish-trap.html


    https://twitter.com/davidgraeber

  52. Nach den Wahlen in der Türkei: Progressive Kräfte unterstützen! // AKP mit absoluter Mehrheit, linke HDP wieder drin permalink
    2. November 2015 17:35

    Straßensperrungen in Richtung Wahllokal wegen Minengefahr, Stimmenabgaben für Verstorbene “im Auftrag”, erzwungene offene Abstimmungen unter den Augen der Sicherheitskräfte, Autos mit abmontierten Nummernschildern vor den Wahllokalen, ein Dorfvorsteher, der mal eben für all diejenigen abstimmt, die nicht zur Wahl erschienen sind, Übergriffe von AKP-Anhängern selbst in Wahllokalen, parallel dazu Festnahmen selbst von internationalen Wahlbeobachter-Delegationen – und am Ende geht die Strategie auf, die AKP kann mit den vorzeitigen Neuwahlen vom 1. November 2015 das “verheerende” Ergebnis aus den Juni-Wahlen revidieren und die absolute Mehrheit im türkischen Parlament zurück gewinnen. Ein Trost, dass die pro-kurdische HDP trotz aller Bedrängnis den Wiedereinzug ins Parlament geschafft hat (nirgendwo sonst liegen die Hürden für “Minderheiten” mit nötigen 10% für den Einzug ins Parlament so hoch wie in der Türkei). Ein weiterer Trost, dass es für die AKP nicht zu einer verfassungsändernden Mehrheit reicht, Erdogan also kein Präsidialsystem, kein “Sultanat Tayyipistan” errichten kann. Für die Opposition in der Türkei trotzdem ein Schock – doch die Arbeit geht weiter. Siehe dazu den Spendenaufruf von Sendika.Org vom 1. November 2015 und Infos zur Wahl
    http://www.labournet.de/interventionen/solidaritaet/nach-den-wahlen-in-der-tuerkei-progressive-kraefte-unterstuetzen/

    Spendenaufruf von Sendika.Org vom 1. November 2015 externer Link, in dem es heißt: “Sendika.Org publiziert online seit April 2001, besteht dank freiwilliger Arbeit ohne Werbeanzeigen, ohne irgendwelche Zuschüsse – und war von Anbeginn intensiver Zensur durch die Behörden ausgesetzt. Sendika.Org ruft seine Freund*innen auf zu finanzieller Unterstützung, um die vermehrten Kosten, die durch Zensur enstehen, dekcen zu können. Seit dem 24. Juli 2015 ist Sendika.Org insgesamt 8 mal zensiert worden, dass heißt: von türkischen Interntzugängen aus ist der Zugang zur Webseite gesperrt worden. Sendika.Org umgeht diese Sperrungen mit Software-Lösungen, technischen Vorkehrungen und mit Hilfe von Social Media – und versucht, die technische Ausrüstung uweiterzuentwickeln, um auch unter widrigen Umständen weiter publizieren zu können. Wir bitten unsere Freunde dafür um finanzielle Unterstützung. Spendenkonto:
    AKBANK FERİKÖY Branch
    Konto-Nr: 0125952
    Konto-Inhaber: ALTERNATİF MEDYA DERNEĞİ
    IBAN: TR930004600143888000125952″ (Übersetzung aus dem englischen Original)
    http://sendika7.org/2015/11/sendika-org-calls-for-solidarity/

    —————————–
    Live-Blog von Ismail Küpeli beim neuen deutschland online zu den Türkei-Wahlen vom 1. November 2015:
    AKP mit absoluter Mehrheit, linke HDP wieder drin
    Polizei geht in Diyarbakir gegen HDP-Anhänger vor / Viele Berichte über Behinderungen der Abstimmung und Rechtsbrüche / Überall Sicherheitskräfte aufgeboten / Zeitungen: Wahl »von existenzieller Bedeutung«
    http://www.neues-deutschland.de/artikel/989670.akp-mit-absoluter-mehrheit-linke-hdp-wieder-drin.html

    Wahlsystem und Mehrheiten

    Parteien in der Türkei müssen mindestens zehn Prozent der Stimmen erhalten, um ins Parlament einzuziehen. Die Hürde ist damit doppelt so hoch wie in Deutschland. Sie benachteiligt kleine Parteien und Minderheiten.

    Die 550 Sitze der Nationalversammlung werden je nach Bevölkerungszahl auf die 81 Provinzen der Türkei verteilt. Vergeben werden sie nach einer Mischung aus Mehrheits- und Verhältniswahlrecht.

    Mit 276 Sitzen kann eine Partei alleine regieren. Um die Verfassung zu ändern, ist eine Zweidrittelmehrheit (367 Abgeordnete) nötig. Eine 60-Prozent-Mehrheit (330 Abgeordnete) reicht allerdings aus, um das Volk in einem Referendum über eine Verfassungsänderung abstimmen zu lassen. In diesem Referendum wäre dann nur eine absolute Mehrheit nötig.

    Bei der Wahl im Juni stürzte die islamisch-konservative Regierungspartei AKP von 49,8 Prozent (2011) auf 40,9 Prozent der Stimmen ab. Sie kam nur noch auf 258 Sitze. Die größte Oppositionspartei – die Mitte-Links-Partei CHP – gewann 25 Prozent (2011: 26 Prozent) und stellte 132 Abgeordnete.

    Die ultrarechte MHP erreichte 16,3 Prozent (2011: 13 Prozent), 80 Abgeordnete zogen für sie ins Parlament ein. Die pro-kurdische HDP stellte ebenso viele Abgeordnete, obwohl sie bei ihrer ersten Parlamentswahl mit 13,1 Prozent auf weniger Stimmen kam als die MHP. dpa/nd – Neues Deutschland http://www.neues-deutschland.de

  53. (FES-Studie) Türkei: Analyse der Parlamentswahlen vom 1. November 2015 permalink
    2. November 2015 17:41

    Zentrale Ergebnisse und Einschätzungen:

    Mit voraussichtlich 316 Mandaten und 49,41 Prozent der Stimmen erreichte die AKP einen überraschenden Wahlsieg.

    Es gelang der AKP, sowohl nationalistische als auch konservative kurdische Wähler zurückzugewinnen.

    Als wichtigstes Wahlmotiv für die AKP scheint das Versprechen von „Stabilität“ gewirkt zu haben. Die Wiederaufnahme der Kämpfe mit der PKK und das Scheitern der Opposition nach der Wahl vom 7. Juni 2015 haben zu dieser Entscheidung beigetragen.

    Die großen Wahlverlierer sind die MHP und die HDP, die CHP konnte leichte Zugewinne verzeichnen.

    Für die Zukunft der Türkei wäre es entscheidend, dass die AKP nun einen Versöhnungsprozess einleitet: sowohl um die Spaltung innerhalb der Gesellschaft zu überwinden als auch um den Friedensprozess im Kurdenkonflikt wieder aufzunehmen.

    Publikation herunterladen (390 KB, PDF-File)
    http://library.fes.de/pdf-files/bueros/tuerkei/12031.pdf
    https://www.fes.de/de/tuerkei-wahlanalyse/


    http://www.neues-deutschland.de/rubrik/ausland/

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