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Neuerscheinung: Die wahre Geschiche von Captain Misson und der Republik Libertatia

2. September 2015

Misson„Es wäre ja auch ein Witz, wenn wir Untertanen von Leuten würden, die noch größere Schurken als wir selbst sind!“

Dieses Büchlein über Captain Misson wurde erstmals 1980 vom inzwischen verstorbenen britischen Situationisten Larry Law in seiner Reihe „Spectacular Times“ (kleine „booklets“ im A6-Format) veröffentlicht. Seitdem sind immer wieder verschiedene Nachdrucke erschienen und hier nun auch erstmals die vorliegende deutsche Übersetzung.

Die Geschichte von Captain Misson, seiner Mannschaft und ihrer freien Republik Libertatia soll kein Modell für ein Utopia bieten, und auch nicht aufzeigen, wie eine libertäre Gesellschaft heutzutage funktionieren könnte. Sie ist vielmehr ein Bericht über einen frühen Versuch einer Gruppe von Menschen, eine wirklich libertäre und egalitäre Gemeinschaft aufzubauen. Eine Gemeinschaft, die fast einhundert Jahre vor der Französischen Revolution versucht hat, nach der Maxime Freiheit, Gleichheit, Brüderlichkeit zu leben.

Die wahre Geschichte von Captain Misson und der Republik Libertatia. Nacherzählt von Larry Law. Übersetzt aus dem Englischen von Axel Monte und mit einem Nachwort versehen von Marvin Chlada über die Situationisten.

Larry Law – Die wahre Geschiche von Captain Misson und der Republik Libertatia, 50 Seiten mit vielen Illustrationen, 6 Euro, Trikont Duisburg, ISBN 978-3-88974-504-0

2 Kommentare leave one →
  1. 4. September 2015 11:20

    nicht über den Trikont Verlag, sondern über die Dialog-Edition (siehe Website)

  2. FETISCH ~ Spektakel & Entwendung: Was wollten die Situationisten? permalink
    22. Mai 2016 19:47

    FETISCH ~ Spektakel & Entwendung: Was wollten die Situationisten? – Vortrag Claus Baumann

    „Heutzutage scheint die reale Möglichkeit einer bewussten revolutionären Umgestaltung der Weltgesellschaft – vor allem in den Metropolen des Kapitals – hin zu einer Gesellschaft der »generalisierten Selbstverwaltung« (Ausdruck der Situationistischen Internationale 1968) ferner denn je, obgleich es um die objektiven Möglichkeiten für ihre Verwirklichung noch nie so gut bestellt war. Diese Situation wirft die Frage auf, wie aus dem Hier-und-Jetzt die Perspektive einer »Assoziation, worin die freie Entwicklung eines jeden Individuums die Bedingung für die freie Entwicklung aller ist« zur gesellschaftlichen Wirksamkeit gebracht werden kann.

    Aktuelle Bezugnahmen auf die Situationistische Internationale (S.I.,1958-72) sind nun mittlerweile wieder groß im Kommen. Das Spektrum der Sichtweisen reicht vom Bild der S.I. als einer sich politisch inszenierenden Kunstavantgarde, als Vorläuferin der Spontibewegung und Modell einer Spaßguerilla, über die Stichwortgeberin der Postmodernen bis zum untergründigen Faktor für die Punkbewegung … All diesen Aktualisierungsmotivationen ist die Unterbelichtung bzw. Ausblendung entscheidender Momente der situationistischen Theorie und Praxis gemeinsam: radikalste Kritik der dem Kapitalismus zugrunde liegenden Wert- und Warenform; von da aus sowohl Kritik des kapitalistischen Alltagslebens wie der Kunst, Kultur, Wissenschaft und aller sonstigen, bürokratischen Spezialisierungen; radikalste Desillusionierung der linken Praxis- und Organisationsvorstellungen (stalinistischer, trotzkistischer, maoistischer, reformistischer oder anarchistischer … Spielart), ohne sich jedoch auf eine praxisfeindliche, kontemplativ-theoretisierende »kritische Kritik« (Marx) zurückzuziehen. Im Gegenteil ist beeindruckend, wie es der S.I. gelang, in ihrer konsequenten Suche nach den modernen Möglichkeitsbedingungen kommunistischer Revolution als »Theoretiker- und ExperimentatorInnengruppe« Daseinsformen und Existenzbestimmungen revolutionärer Praxen kategoriell-begrifflich auszudrücken, die eine defetischisierende Kritik aller bestehenden Verhältnisse in Richtung ihrer praktischen Negation treiben.

    Entgegen dem vorherrschenden, »prosituationistischen« Trend der aktuellen Bezugnahmen auf »den Situationismus« wird im Rahmen dieser Diskussionsveranstaltung der Begriff und die Theorie des »Spektakels« herausgearbeitet, womit es der S.I. gelang, die Marxsche Verdinglichungskritik vom »Waren-und Kapitalfetischismus« auf die Höhe der Zeit zu bringen: wie verhalten sich »Fetischcharakter« und »spektakuläre Warenproduktion« zueinander? Von dieser nur scheinbar rein-theoretischen Grundlage kann der Fragehorizont nach den Möglichkeiten einer organisierten revolutionären Praxis mittels des Begriffs der »Entwendung« in angemessener Weise eröffnet und davon ausgehend auch die Aktualität der situationistischen Kritik sowie ihre Praxisrelevanz in unserer heutigen Situation diskutiert werden. Eine wenigstens oberflächliche Kenntnis der Marxschen Wertformanalyse und Fetischkritik wird allerdings vorausgesetzt.“


    (Text, Quelle & MP3: http://theoriepraxislokal.org/rev+s/fetisch-sp-entw.php )

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