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Die Solidaritätskampagne für Alexander Kolchenko geht weiter

24. Juni 2015
Alexander

Alexander Kolchenko

Vom 27. bis 30. Juni 2015 werden in Frankreich Aktionenstage stattfinden, auf welchen die Freilassung von Alexander Kolchenko gefordert wird. Aktionen werden in Paris, Lyon, Strasbourg, Marseille und Biarritz organisiert. Wir rufen auf sich der Solidaritätskampagne anzuschließen und Veranstaltungen zur Unterstützung von Alexander Kolchenko in der Woche vom 30. Juni bis 5. Juli duchzuführen. Am 11. Juni wurde der Fall der „Krim Terroristen“ Kolchenko und Sentsov an das Gericht übergeben.

Mitte Juli 2015 beginnen im Militärgericht in Rostow am Don die Anhörungen im Verfahren gegen Alexander Kolchenko. Ungeachtet der Absurdität der Anschuldigungen (ein Antifaschist wird der Mitgliedschaft in einer rechtsradikalen Gruppe beschuldigt), leitete der Ermittler das Verfahren ausgerechnet unter dem Strafparagrafen „Terrorismus“ und „Mitgliedschaft in einer terroristischen Gruppe“ ein. Alexander Kolchenko wird zusammen mit dem Filmregisseur Oleg Sentsov, den die russische Regierung für den Gründer und Anführer einer „terroristischen Gruppe“ hält. Zwei andere festgenommene „Mitglieder der Gruppe“ haben mit den Ermittlern kollaboriert und diesen die von ihnen benötigten Informationen geliefert. Sie wurden zu 7 Jahren Freiheitsentzug verurteilt.

Der Version der Ermittler zufolge wurde im Juni 2014 durch den „Rechten Sektor“ die Gründung einer „terroristischen Gruppe“ auf der Krim initiiert. Diese bekannte sich dazu Büros der Organisation der „Russischen Gemeinschaft der Krim“ und der Partei „Geeintes Russland“ in Brand gesetzt und die Sprengung einer Lenin-Statue geplant zu haben. Sentsov besteht auf seiner Aussage, dass der Fall gegen ihn komplett konstruiert wurde. Kolchenko streitet nicht ab am Tag des Brandes in der Nähe des Parteibüros gewesen zu sein, sieht das allerdings nicht als Terrorismus. Er erklärte, dass er als Antifaschist keiner nationalistischen Idee folge, aber von der Invasion russischer Truppe auf das Territorium der Krim aufgebracht war und sich vor einem ausgewachsenen Krieg zwischen Russland und der Ukraine fürchtete. Bei den vorgelegten Anschuldigungen drohen Sentsov 15 bis 20 Jahre Freiheitsentzug, Kolchenko 10 bis 20.

Alexander Kolchenko, 24 Jahre, Anarchist und Antifaschist, nahm an studentischen und umweltpolitischen Aktionen auf der Krim teil. Er arbeitete als Auslieferer für Postfilialen und Copyshops und absolvierte ein Fernstudium an der geografischen Fakultät. Er beteiligte sich an den Kampagnen gegen Studiengebühren, war Mitglied der Gruppe „Studentische Aktion“, half angestellten Arbeitern ihre Rechte zu verteidigen und unterstützte außerdem die Arbeiter der Krimer Trolleybusse. Nicht nur einmal war er war wegen seines antifaschistischen Engagements den Angriffen ultrarechter Schläger ausgesetzt.

Quelle: ABC Moskau

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