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Schwarz-Roter Ticker (216) [4 Meldungen]

22. Juni 2015

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Die Toten Europas erreichen Berliner Regierungsviertel

borderkillGrabkreuze, Kerzen, Blumen – mehrere tausend Demonstranten verwandelten die Wiese zwischen Reichstag und Bundeskanzleramt in Berlin am Sonntag in einen Friedhof, zumindest symbolisch. Mit einem »Marsch der Entschlossenen« brachten sie die Absperrung um das Gelände zu Fall und das Gedenken an die Menschen, die auf ihrer Flucht an den europäischen Außengrenzen gestorben sind, zu denjenigen, die sie dafür politisch verantwortlich machen. Bei jW-Redaktionsschluss versuchte die Polizei, das Gelände zu räumen. Dabei setzte sie auch körperliche Gewalt ein. Sogar anwesende Journalisten wurden des Platzes verwiesen. Die Beamten nahmen mehrere Menschen in Gewahrsam, darunter mindestens einen Fotojournalisten. Das »Zentrum für politische Schönheit« hatte zu der Protestaktion unter dem Motto »Die Toten kommen« aufgerufen. Angekündigt hatte es die Beisetzung Verstorbener mitten im Regierungsviertel. Die Aktionskünstler wollten eine Lücke im Berliner Bestattungsgesetz ausgemacht haben, die ihnen dies erlaubt hätte. Das Betreten des Platzes wurde ihnen allerdings per Auflage im Vorfeld untersagt. (jW)

Strafsteuer für Kinderlose verlangt

Die Junge Union (JU) fordert von der Mutterpartei CDU einen Kurswechsel in der Renten- und Familienpolitik. Die JU will unter anderem eine Sonderabgabe für Kinderlose, ein 1.000-Euro-Starterpaket für jedes Neugeborene sowie eine automatische Erhöhung des Renteneintrittsalters, wie die Süddeutsche Zeitung am Wochenende berichtete. JU-Chef Paul Ziemiak sagte dem Blatt, es müsse »eine Verknüpfung zwischen Renteneintrittsalter und Lebenserwartung geben«. Zur Gegenfinanzierung weiterer Familienleistungen sollten Kinderlose eine Sonderabgabe in Höhe von einem Prozent des Bruttoeinkommens zahlen. Christian Bäumler, Vizechef der Christlich-Demokratischen Arbeitnehmerschaft (CDA), sagte dem Handelsblatt (Montagausgabe) eine solche »Strafsteuer« sei »mittelalterlich«. (AFP/dpa/jW)

Pipelinebau durch Griechenland

Moskau und Athen haben am Freitag den Bau einer russischen Gaspipeline durch Griechenland vereinbart. Der griechische Energieminister Panagiotis Lafazanis und sein russischer Kollege Alexander Nowak unterzeichneten am Freitag in St. Petersburg eine entsprechende Absichtserklärung. Nach Angaben von Nowak soll die Pipeline mit russischem Geld finanziert werden. Geplant sei die Bildung eines russisch-griechischen Jointventures, das zwischen 2016 und 2019 die Leitung in Griechenland bauen solle, sagte Nowak nach Angaben russischer Nachrichtenagenturen bei der Unterzeichnung der Erklärung beim Internationalen Wirtschaftsforum in St. Petersburg. Der Konzern Gasprom hatte Anfang Juni angekündigt, die Kosten für eine durch Griechenland verlaufende Verlängerung der Leitung »Turkstream« zu übernehmen. Letztere soll an der Ukraine vorbei russisches Gas nach Europa bringen. (AFP/jW)

Erdogan droht mit Neuwahlen

Angesichts der sich abzeichnenden Schwierigkeiten bei der Bildung einer neuen Regierung in der Türkei hat Staatspräsident Recep Tayyip Erdogan mit vorgezogenen Wahlen gedroht. Es sei möglich, dass die Regierungsbildung sich bis Mitte August hinziehe, sagte Erdogan am Sonntag. „Ich glaube, die Türkei kann sich solch einen Zeitverlust nicht erlauben, also rufe ich dazu auf, so schnell wie möglich eine Regierung zu bilden“, fügte der Präsident hinzu. „Aber wenn die Politiker nicht in der Lage sind, das zu lösen, dann bleibt nur noch das Volk, um dies zu lösen“, erklärte Erdogan mit Blick auf Neuwahlen. Als Präsident kann er laut Verfassung das Parlament auflösen und Neuwahlen veranlassen, wenn eine Regierungsbildung nicht binnen anderthalb Monaten gelingt. Nach 13 Jahren Alleinherrschaft hatte Erdogans islamisch-konservative AKP bei der Parlamentswahl am 7. Juni ihre absolute Mehrheit verloren. Im Parlament stellt sie künftig nur noch 258 von 550 Abgeordneten, die neue Volksvertretung tritt am Dienstag zusammen. (FAZ)

9 Kommentare leave one →
  1. Granado permalink
    24. Juni 2015 18:25

    http://www.aktuelle-sozialpolitik.blogspot.de/2015/06/mehr-sie-brauchen-und-wollen-mehr-mehr.html
    Montag, 22. Juni 2015
    Mehr, sie brauchen und wollen mehr. Mehr Personal. Ein Streik, der das Gesundheitssystem erschüttern könnte. Der Arbeitskampf des Pflegepersonals an der Charité in Berlin

    http://www.aktuelle-sozialpolitik.blogspot.de/2015/06/von-heier-liebe-zum-deutschen-volk-zum.html
    Samstag, 20. Juni 2015
    Von „heißer Liebe zum deutschen Volk“ zum „1.000 Euro Starterpaket für jedes neue Baby“. Neues Altes zur Familien- und Rentenpolitik

  2. "Die Toten kommen" und anschließende massive Polizeigewalt Berlin 21.06.2015 permalink
    26. Juni 2015 13:46

    „Die Toten kommen“ und anschließende massive Polizeigewalt Berlin 21.06.2015

    Zentrum für Politische Schönheit: Wir holen das Problem nach Deutschland. Dahin, wo die wichtigsten Entscheidungen gegen die Humanität Europas gefällt werden, die Konsequenzen aber nicht anlanden. Wir werden sie empfangen und ihre Würde retten – und damit unsere eigene. Monatelange Recherchen an den Außengrenzen, auf Friedhöfen und nach Angehörigen führen zu der einen Meldung: Die Toten sind auf dem Weg in die deutsche Hauptstadt. Die letzte Ruhe der Mauertoten muss unsere politische Unruhe werden.
    Am Sonntag, 21.06.2015, haben wir mit den Toten Kurs auf das Kanzleramt genommen.

    Viele tausende Menschen begruben symbolisch die Toten auf der Wiese vor dem deutschen Parlament, dem Reichstagsgebäude. Es entstand eine Gedenkstätte für die Opfer der militärischen Abriegelung Europas unter dem titelgebenden Bogen „Den unbekannten Einwanderern“.

    Die Berliner Polizei beendete diese symbolischen Beerdigungen mit massiver Gewalt und trampelte auf den „Gräbern“ herum.

    In Italien und Griechenland stehen aufgrund der Vielzahl der Opfer des Europäischen Abwehrkrieges keine ausreichenden Bestattungsplätze zur Verfügung. Direkt vor den politischen Entscheidungsträgern ist aber noch Platz.

  3. Kann das Syriza-Projekt für Griechenland fortgeführt werden? permalink
    27. Juni 2015 20:00

    Kann das Syriza-Projekt für Griechenland fortgeführt werden?
    Kategorie: Euro-Krise

    Der »Grexit«, ein erzwungenes Ausscheiden Griechenlands aus der Euro-Zone, ist für einen Großteil der deutschen Bevölkerung eine politische Option. Laut einer aktuellen Umfrage von YouGov begrüßen es 58% der Deutschen, wenn Griechenland die Euro-Zone verließe – dieser Prozentsatz ist seit März ziemlich stabil.[1]

    Laut YouGov sind die Anhänger der SPD mit 63% und die der CDU/CSU mit 61% fast gleich häufig für einen »Grexit«. Vizekanzler und SPD-Chef Sigmar Gabriel spricht also durchaus für die Mehrheitsstimmung der Parteimitglieder, wenn er der BILD-Zeitung erklärt, Europa und Deutschland ließen sich nicht erpressen. Man werde nicht überzogene Wahlversprechen einer zum Teil kommunistischen Regierung durch deutsche ArbeitnehmerInnen und ihre Familien bezahlen lassen.

    Auch in der griechischen Regierungspartei Syriza gibt es einen bedeutenden Flügel, der in einer Rückkehr zur Drachme kein Katastrophenszenario erkennen kann.

    Joachim Bischoff ist Mitherausgeber, Björn Radke Redakteur von Sozialismus.

    Die komplette Leseprobe als pdf-Datei! 25. Juni 2015
    Quelle: Joachim Bischoff / Björn Radke – Sozialismus aktuell / Juli Heft Sozialismus –
    http://www.sozialismus.de/fileadmin/users/sozialismus/Leseproben/2015/Sozialismus_Heft_7-2015_L2_Bischoff_Radke_Griechenland.pdf

  4. Griechenland konfrontiert seine Erpresser mit Referendum // Das katastrophale Ende des griechisch-europäischen Trauerspiels permalink
    27. Juni 2015 20:11

    Auf die erpresserischen Ultimaten der Gläubiger und angeblichen Partner Griechenlands reagierend kündigte Premiermister Alexis Tsipras eine Volksabstimmung an.

    Griechenlands Premierminister Alexis Tsipras beschloss die Durchführung einer Volksabstimmung und betonte dabei, dies sei die Antwort auf die Ultimaten der Gläubiger und mit der Fragestellung, ob der Vorschlag der Institutionen akzeptiert oder angelehnt werden soll. Der Premierminister unterrichtete Angela Merkel, Francois Hollande und Mario Draghi.

    Diese Entwicklung ergab sich bei der Marathon-Sitzung im Megaro Maximou. Dort informierte nach Mitternacht der Premierminister die politischen Führer über seinen Entschluss, und die Volksabstimmung wird am kommenden Sonntag (05 Juli 2015) erfolgen. Am Samstagmorgen (27 Juni 2015) wird das Plenum des Parlaments einberufen werden, wozu Herr Tsipras betonte, die Gläubiger um eine Fristverlängerung von wenigen Tagen ersuchen zu werden, damit das griechische Volk frei entscheidet.
    Tsipras verpflichtet sich, das Ergebnis des Referendums zu akzeptieren

    Quelle: http://www.griechenland-blog.gr/2015/06/griechenland-konfrontiert-seine-erpresser-mit-referendum/2135371/

    Das katastrophale Ende des griechisch-europäischen Trauerspiels
    Wer bisher nicht glauben wollte, dass die Gläubiger im Krisenfall den Schuldnern im Detail vorschreiben, was sie zu tun und zu lassen haben, der hat jetzt die Gelegenheit zu lernen, dass Schuldner eigentlich keine Rechte mehr haben, sondern auf Gedeih und Verderb von den Gläubigern und deren Ideologien abhängen. Im Falle Griechenlands wird zur Zeit fast jedes Arbeitspapier veröffentlicht, so dass man sich selbst unmittelbar ein Bild von dem alltäglichen Irrsinn machen kann, der da hin- und hergeschoben wird.
    Das „letzte“ Angebot der Gläubiger findet man hier, wobei schon die Terminologie und die Art und Weise, nach welchem Zeitplan das letzte Angebot entschieden und umgesetzt werden soll, eine unglaubliche Demütigung des Schuldners ist. Ein paar Stunden bleiben dem griechischen Parlament, um zuzustimmen, bevor die „Frist“ abläuft. Welche Frist eigentlich? Ist es nicht vollkommen gleich, ob am 1. Juli zurückgezahlt wird oder am 10 Juli, im Einvernehmen mit den Gläubigern, in dem Fall dem IWF?
    Die formale Demütigung des Schuldners in den „Verhandlungen“ (man sollte statt Verhandlungen eher davon sprechen, dass hier übermächtige Gläubiger einen Schuldner fünf Monate lang am ausgestreckten Arm haben verhungern lassen) wird nur noch überboten von der materiellen Demütigung. Inhaltlich hat die Athener Regierung das genau nicht erreicht, was der Kern der Forderungen von SYRIZA war, nämlich die Möglichkeit, dem Land und der Wirtschaft neue Impulse zu geben. Genau das Gegenteil ist der Fall. Es werden Steuern erhöht, Ausgaben gekürzt und die „Flexibilisierung“ des Arbeitsmarktes wird weiter vorangetrieben. In einer Situation, wo der Einzelhandel eines Landes so am Boden liegt wie in Griechenland (siehe die unten stehende Abbildung aus unserem Konjunkturbericht von dieser Woche), ist schon der Gedanke an eine Mehrwertsteuererhöhung absurd.

    Quelle: flassbeck-economics – http://www.flassbeck-economics.de/das-katastrophale-ende-des-griechisch-europaeischen-trauerspiels/

    ———-

    dazu: Interview mit Fabio de Masi (MdEP) im Deutschlandfunk [Audio]
    Quelle: dradio.de [MP3] – http://ondemand-mp3.dradio.de/file/dradio/2015/06/25/dlf_20150625_2316_4e6f3359.mp3

  5. „In Griechenland muss die Mehrwertsteuer vereinfacht werden“ – Oder: Wie mit scheinbar technischen Formeln d. Raubzug der Institutionen in Griechenland verschleiert wird permalink
    28. Juni 2015 12:00

    28. Juni 2015 von faktencheckhellas

    Ein Vergleich der Mehrwertsteuer-Struktur in der Eurozone von Winfried Wolf
    Vorab aus Lunapark21 – zeitschrift zur kritik der globalen ökonomie, Heft 30 (Juli 2015).
    Download als PDF

    Neben der Forderung nach einer „Rentenreform“ in Griechenland spielte in den letzten Wochen die Forderung nach einer „Vereinfachung der Mehrwertsteuer“ in diesem Land eine wichtige Rolle. Bei beiden Themen gibt es die übliche doppelte Tarnung: Einerseits treten die tatsächlichen politischen Akteure – Lagarde, Draghi und Merkel-Schäuble – in den Hintergrund; sie schicken sogenannte technische Teams an die Front. Wobei auch die Eurozonen-Finanzminister sich als solche „Handwerker“ geben. Auf der anderen Seite wird das Bild vermittelt, es gehe um „Transparenz“ und um sinnvolle – objektiv notwendige –, „Reformen“.

    Das ist eine satte Lüge. In Wirklichkeit geht es um Politik; und um einen Raubzug. Hier findet ein neuer Zangenangriff auf den …
    Quelle: Winfried Wolf – Lunapark21, Faktencheck Hellas – http://faktencheckhellas.org/in-griechenland-muss-die-mehrwertsteuer-vereinfacht-werden-oder-wie-mit-scheinbar-technischen-formeln-der-raubzug-der-institutionen-in-griechenland-verschleiert-wird/#more-425

  6. Griechenland ist ein Nebenschauplatz. Die Eurozone ist gescheitert und Opfer sind auch die Deutschen permalink
    28. Juni 2015 23:00

    „Die diplomatischen Prügel, die Syriza verabreicht wurden seit sie an die Macht gekommen ist, können nur als Beispiel Europas an die spanischen Wähler gewertet werden, die versucht sein könnten Syrizas Schwesternpartei Podemos zu unterstützen. Wagt euch zu weit nach links, heißt die Nachricht, und euch widerfährt die gleiche Behandlung.
    Was auch immer die Gründungsideale der Eurozone sein mögen, sie halten nicht mit der düsteren Realität des Jahres 2015 mit. Das ist Thatchers Revolution, oder Reagans – aber nun in einer kontinentalen Größenordnung. Und dabei wird sie von der Idee begleitet, dass es keine Alternative gibt, entweder dazu eine Wirtschaft am Laufen zu halten oder sogar dazu welche Regierung die Bürger wählen können.“
    Quelle: http://www.maskenfall.de

    (Aditya Chakrabortty im Guardian – „Griechenland ist ein Nebenschauplatz. Die Eurozone ist gescheitert und Opfer sind auch die Deutschen“, 23.6.2015)
    http://www.theguardian.com/commentisfree/2015/jun/23/griechenland-eurozone-deutschen-einheitswahrung

    ——

    Zum Treffen der Griechenlandsoligruppen in Berlin

    Vortrag von Theano Fotiou beim Treffen von Griechenlandsoligruppen am 21.06.15
    dokumentiert

    Am 19.Juni demonstrierten um die 5000 Menschen gegen die unmenschliche Flüchtlingspolitik und die Erpressungspolitik gegenüber Griechenland. Auf der Kundgebung hielt die griechische Ministerin für Arbeit, soziale Sicherheit und Solidarität eine sehr engagierte Rede.
    Den Link dazu hier: https://soundcloud.com/briane-3/theano-fotiou-am-21062015-in-berlin

    Unvollständiges Bild gezeichnet

    Paul Kleisers Bilanz zu 100 Tagen Syriza

    von Paul Michel

    Paul Kleisers Zwischenbilanz von 100 Tage Regierung Tsipras beschränkt sich auf die Benennung zahlreicher konkreter Maßnahmen der Regierung Tsipras. Viele andere Aspekte, die für eine Bilanz der Entwicklung unerlässlich sind, bleiben außen vor.
    Quelle: http://www.sozonline.de/2015/06/unvollstaendiges-bild-gezeichnet/


    http://www.griechenland-blog.gr/

    Die TV-Ansprache von Alexis Tsipras.

    Zum Referendum. Für die interessierten Leser/innen die in deutscher Sprache vorliegende Ansprache von Alexis Tsipras hier (Quelle: Linke Zeitung)

    Ein Blog-Beitrag von Freitag-Community-Mitglied Hikikomori

    Griechin­nen und Griechen,

    Seit 6 Monaten fechtet die griechis­che Regierung unter Umstän­den einer beispiel­losen finanziellen Atem­not einen Kampf aus, um Euren Auf­trag vom 25 Jan­uar auszuführen. Den Auf­trag zur Ver­hand­lung mit unseren Part­nern, damit die Aus­ter­ität ein Ende findet und unser Land zu Gedei­hen und sozialer Gerechtigkeit zurück­kehrt. Zu einer tragfähi­gen Vere­in­barung, die sowohl die Demokratie als auch die gemein­samen europäis­chen Regeln respek­tiert und zu einem endgülti­gen Aus­gang aus der Krise führen wird.

    Während dieses ganzen Zeitraums der Ver­hand­lun­gen ..
    Quelle: https://www.freitag.de/autoren/hikikomori/die-tv-ansprache-von-alexis-tsipras

    http://marx-forum.de/Forum/index.php/Thread/460-Linke-Lehren-aus-dem-griechischen-Drama/?postID=2905#post2905

    https://wipokuli.wordpress.com/2015/01/27/gluckwunsch-syriza-gluckwunsch-griechenland-gluckwunsch-alexis-tsipras/

    Alexis Tsipras hat Recht:
    Nicht nur Griechenlands Schulden sind unbezahlbar

    Elmar Altvater in Widersprüche (25.06.2015)

    Die Schulden in der Welt sind gigantisch. Das ist kein Wunder, denn auch die Geldvermögen steigen in Höhen, die die normale Sterbliche niemals und der normale Sterbliche selten erreichen wird. Das zeigen die Statistiken über Wachstum und Verteilung des Reichtums in der Welt, über Geldvermögen oder Kapitalbesitz. Die Banken und Beratungsfirmen beziffern ihre Klientel der „high-net-worth Individuals“ (HNWI) im Jahr 2013 auf ungefähr 13 Millionen Superreiche. So viele Menschen hatten mindestens 30 Millionen US$ liquides Geldvermögen oder ein verfügbares Nettoeinkommen von 20 Millionen US$ pro Jahr. Kein Wunder, dass Banken und Beratungsunternehmen hinter dieser lukrativen Kundschaft her sind, um mit Anlageberatung profitable Geschäfte machen zu können. Deshalb weiß die Öffentlichkeit von diesen Großvermögen – nicht weil die HNWIs besonders auskunftsfreudig wären. Die Schweizer Großbank UBS verspricht schon beim Aufruf über die Google-Suchmaschine, „mit uns Ihr Vermögen (zu) schützen und (zu) vermehren“.

    Mit dem Wachstum des Reichtums halten die Schulden Schritt, denn sie sind seine Kehrseite. Wenn die Geldvermögen unermesslich sind, sind die Schulden unbezahlbar. In Deutschland sind allein 2014 mehr als 1.000 Milliarden Euro als Kredite vergeben worden, zum Kauf eines Autos, zum Bau eines Hauses oder für andere Konsumausgaben, und natürlich Kredite für Investitionen der Unternehmen, die aber nicht in dieser Billionensumme enthalten sind. 2010 gab es in Deutschland 6,5 Millionen Schuldner. Davon geraten jährlich an die 100.000, etwa eineinhalb Prozent in die Insolvenz. Sie haben dann im Kleinen und zumeist außerhalb des öffentlichen Interesses gegen Bank und Gerichtsvollzieher so zu kämpfen wie in großem Stil die Regierung eines Landes wie Griechenland gegen die Gläubiger und die Gerichtsvollzieher von IWF, EZB und Europäischer Kommission, die sich nicht mehr Troika nennen dürfen, aber deren Werk fortsetzen.

    Schulden und Geldvermögen
    Die Insolvenz ist keine Schande, denn dann wären auch die Geldvermögen…
    Quelle: http://www.linksnet.de/de/artikel/32489
    http://www.widersprueche-zeitschrift.de/IMG/pdf/Leseprobe_136.pdf


    http://sopos.org/dossier/Griechenland_als_Modellfall_fuer_die_Krise_in_der_europaeischen_Peripherie.php3


    http://www.neues-deutschland.de/artikel/975986.banken-in-griechenland-bleiben-montag-zu.html

  7. Volker Pispers Kapitalismus Erklärung 2015 permalink
    28. Juni 2015 23:04

  8. Wirft man Griechenland nun aus der EU? // Griechenland-Kurs lässt es in der Troika krachen permalink
    28. Juni 2015 23:31

    Wirft man Griechenland nun aus der EU?
    Ralf Streck 28.06.2015
    Die Eurogruppe spielt ein gefährliches Spiel für Europa und den Euro, die Frage ist, ob es nicht nur in Griechenland zum Bank Run kommt

    Es ist ein absurdes Theater, was im scheinbar letzten Akt mit ungewissem Ausgang auf der europäischen Bühne gegeben wird. Dass Syriza in Griechenland nun die Bevölkerung in einem Referendum über die „Reformauflagen“ der Troika entscheiden lassen will, führt offensichtlich im angeblich so demokratischen Europa dazu, dass man gegen eigene Verträge verstoßen und Griechenland aus dem Euro und/oder aus der EU werfen will. Quelle: telepolis – http://www.heise.de/tp/news/Wirft-man-Griechenland-nun-aus-der-EU-2730678.html

    Griechenland-Kurs lässt es in der Troika krachen
    Ralf Streck 07.06.2013
    Der IWF räumt Fehler bei Griechenland-Rettung ein, bei der EU-Kommission fühlt man sich auf den Schlips getreten
    Der Internationale Währungsfonds (IWF) hat „bedeutende Misserfolge“ bei der Griechenland-Rettung eingeräumt, weil stets von zu positiven Annahmen ausgegangen wurde. Die Wirkungen des strengen Sparkurses auf das Wachstum und Arbeitslosigkeit wurden massiv unterschätzt, aber die Schuldentragfähigkeit überschätzt. Verstoßen wurde gegen drei der vier eigenen Bedingungen. Nun meint der IWF, der Schuldenschnitt hätte viel früher kommen müssen. Doch man fragt sich, ob nicht alles genau wie geplant abgelaufen ist: Private Gläubiger und Hedge-Fonds bekamen genug Zeit, um Geld aus Griechenland abzuziehen und wurden vom Schuldenschnitt kaum belastet. Im Bericht angesprochene Differenzen in der Troika brechen nun deutlich auf. Die EU-Kommission will von Kritik nichts wissen und nennt sie „schlichtweg falsch und unfundiert“.
    Quelle: TP, Telepolis – http://www.heise.de/tp/artikel/39/39283/1.html


    http://www.michael-schlecht-mdb.de/einigung-mit-griechenland.html ??

  9. Der Zivilisationsbruch im 21. Jahrhundert: Die Fassbombe permalink
    2. Oktober 2015 14:50

    Der Zivilisationsbruch im 21. Jahrhundert: Die Fassbombe

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