Skip to content

Schwarz-Roter Ticker (213) [5 Meldungen]

18. Mai 2015

ticker+++

Bundespolizist soll Flüchtlinge gequält haben

Die Staatsanwaltschaft Hannover hat wegen des Verdachts der Misshandlung von Flüchtlingen in einer Wache der Bundespolizei in Hannover Medienberichten zufolge Ermittlungen gegen einen Polizeibeamten aufgenommen. Nach gemeinsamen Recherchen des NDR-Fernsehmagazins »Hallo Niedersachsen« und des Radiosenders NDR Info soll es im vergangenen Jahr mehrfach Übergriffe auf Menschen in den Gewahrsamszellen gegeben haben. In einem Fall soll den Berichten zufolge ein Flüchtling aus Afghanistan gewürgt und mit angelegten Fußfesseln durch die Wache geschleift worden sein. In einem anderen Fall bestehe der Verdacht, dass ein Marokkaner in der Zelle gezielt erniedrigt wurde; ihm sei unter anderem verdorbenes Schweinemett verabreicht worden. Nach Informationen des Senders soll sich der ins Visier der Staatsanwaltschaft geratene Beamte im Kurzmitteilungsdienst What’s App solcher Handlungen gerühmt haben und außerdem ein Foto gemacht und an Kollegen verschickt haben. Das Bild zeige einen gefesselten Menschen in unnatürlicher Haltung und mit erkennbar von Schmerz verzerrten Gesichtszügen. Auf dem Foto sind die Stiefel zweier Beamter zu sehen. (nd)

Jährlich 4 Millionen Übergriffe auf Homosexuelle

Hochgerechnet aus einer internationalen Umfrage von „PlanetRomeo“, an der 115.000 homosexuelle Männer aus 127 Ländern teilnahmen, waren 4 Millionen homosexuelle Männer im Jahr 2014 Opfer ernsthafter physischer Gewalt. 13 Millionen wurden von ihren Familien ausgeschlossen. 41 Millionen wollten ihr Heimatland verlassen. 66 Millionen haben sich ihren Eltern gegenüber nicht geoutet. In einem Drittel aller Länder weltweit wird Homosexualität noch immer als Delikt angesehen, in sieben Ländern wird sie mit der Todesstrafe geahndet.

Niederlande vor langen Streiks

In den Niederlanden stehen wochenlange Arbeitskämpfe bevor. Der Gewerkschaftsbund FNV kündigte am Samstag an, da die Gehalts- und Manteltarifverhandlungen mit der Regierung festgefahren seien, würden nun Arbeitskampfmaßnahmen eingeleitet. Den Auftakt machen am Dienstag die Bediensteten im Gesundheitssektor. Es geht um Einkommen und Arbeitsbedingungen für 700.000 Bedienstete bei der Polizei, im Gesundheitssektor, in anderen Bereichen des öffentlichen Dienstes sowie in der Metallindustrie. (Reuters/jW)

Weniger Bäcker- und Fleischerläden

Die Zahl der Bäckereien und Fleischereien in Deutschland hat sich in den vergangenen zwei Jahrzehnten annähernd halbiert. Kaum verändert hat sich hingegen die Zahl der Beschäftigten in diesen Branchen, wie aus einer Antwort der Bundesregierung auf eine kleine Anfrage der Grünen im Bundestag hervorgeht. Demnach arbeiteten 1995 rund 571.500 Personen in 55.955 Betrieben. Im vergangenen Jahr waren es etwa 530.100 Beschäftigte in nur noch 30.565 Fleischereien, Bäckereien und Konditoreien. (dpa/jW)
Artikelaktionen

Erinnerung an Artur Holke

stolpersteinholkeAuf dem Blog „Copper Anarchist“ erschien diese Tage ein Nachruf auf den Anarchosyndikalisten Artur Holke. Holke fungierte als Reichsarchivar in der historischen Freien Arbeiter Union Deutschlands (FAUD). In Leipzig hat die ASJ zusammen mit der FAU Leipzig 2013 einen Stolperstein in Ehre seines Andenken organisieren können. Er befindet sich in der Zentralstrasse 11 und wird jedes Jahr am 9. November gepflegt. Der Nachruf fand sich in einer Akte Rudolf Rockers, die sich im IISG in Amsterdam befindet. Der Nachruf kann hier gelesen werden: http://copperanarchist.com/?p=153#more-153

13 Kommentare leave one →
  1. ILO: Weltweit weniger sichere Arbeitsverhältnisse permalink
    19. Mai 2015 17:02

    Der neue Bericht der Arbeitsorganisation: Nur mehr jeder vierte Arbeitnehmer ist durch einen vertraglichen Vollzeit-Arbeitsplatz abgesichert
    Weltweit gibt es einen großen Trend, der zunächst ganz im Sinne der Angebotsseite, der Produzenten und Dienstleister, verläuft: immer weniger unbefristete Arbeitsverträge, immer mehr prekäre Arbeitsverhältnisse, mehr Teilzeitarbeit, mehr Selbstständige, für die keine Sozialleistungen zu entrichten sind.

    Der gegenwärtige globale Arbeitsmarkt ist von einer unsicheren Situation für die Arbeitnehmer geprägt, stellt der neue Bericht der Internationalen Arbeitsorganisation ILO fest.
    Quelle: TP / Heise – http://www.heise.de/tp/artikel/44/44974/1.html

  2. GR: ...40% der Krankenhäuser wurden einfach geschlossen, die Hälfte aller Ärzte im öffentlichen Gesundheitsdienst wurden entlassen... permalink
    19. Mai 2015 17:08

    “Das Besondere an diesem Troika-Regime ist eben, dass es völlig außerhalb jeglicher Verfasstheit der Europäischen Union und auch der einzelnen Mitgliedsstaaten stattfindet. Und das war das, was mich besonders interessiert hat. Weil, wie kann es denn sein? Also wir sind eine Gemeinschaft von Rechtsstaaten und schaffen eine, eine Nicht-Institution, deren Mitarbeiter oder Mitglieder außerhalb des Rechts stehen, und zwar im ganz großen Stil. […] Sie haben in Griechenland durchgesetzt, dass die Ausgaben für das Gesundheitswesen insgesamt 6% der gesamten Wirtschaftsleistung des Landes nicht überschreiten dürfen. Weißt Du, wie hoch es in Deutschland ist? […] 10%. So, warum beschließen sie dann, dass es in Griechenland nur 6% sein dürfen? Mit welchem Recht? […] Und man muss ja bedenken, gleichzeitig ist ja die Wirtschaftsleistung in Griechenland dramatisch eingebrochen, so dass die Folge war, dass insgesamt die Ausgaben im Gesundheitswesen innerhalb von vier Jahren um 30% gekürzt wurden. Also, ein Drittel der gesamten Gesundheitsausgaben fiel einfach weg. Das Ergebnis war, 40% der Krankenhäuser wurden einfach geschlossen, die Hälfte aller Ärzte im öffentlichen Gesundheitsdienst wurden entlassen, und ein Viertel der gesamten Bevölkerung hat heute keinen Zugang mehr zur medizinischen Versorgung. […] Aber was tatsächlich passiert ist, das Gesundheitssystem ist einfach zerstört worden. Das war keine Reform, das war einfach nur eine Auflösung.”

    (Harald Schumann, Journalist und Urheber der Dokumentation “Macht ohne Kontrolle – Die Troika” – im Interview mit Tilo Jung, 27.2.2015)
    Zitat auf: http://www.maskenfall.de/

  3. ErzierherInnen Streiktagebuch // Erneut rund 7.000 Zusteller bundesweit im Ausstand permalink
    19. Mai 2015 18:39

    http://www.neues-deutschland.de/rubrik/streiktagebuch

    Sozial- und Erziehungsdienst: unbefristeter Streik

    Solidarität mit dem Kitastreik: „Wer eine Horde Kinder managt, verdient ein Managergehalt!“93,44 Prozent der ver.di-Mitglieder und 96,37 Prozent der GEW-Mitglieder stimmten für unbefristete Streiks im Sozial- und Erziehungsdienst im Tarifkonflikt zur Aufwertung des Sozial- und Erziehungsdienstes. “Der Streik wird am Freitag mit einem spürbaren und starken bundesweiten Signal beginnen. Danach wird er in vielen Einrichtungen zunächst dauerhaft fortgeführt – notfalls auch über Pfingsten…” Siehe unser Dossier
    http://www.labournet.de/branchen/dienstleistungen/bildung/tarifeinordnung-sozial-und-erziehungsdienste-aufwertung-sozialer-berufe-naechste-etappe/

    —-
    Erneut rund 7.000 Zusteller bundesweit im Ausstand

    Arbeiten zum Hungerlohn? Wehrt Euch!„Die Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di) hält den Druck in der Tarifauseinandersetzung mit der Deutschen Post AG um die Arbeitszeit der 140.000 Tarifkräfte aufrecht. Auch am heutigen Samstag seien bundesweit rund 7.000 Zustellerinnen und Zusteller aus der Brief-, Paket und Verbundzustellung in den Arbeitskampf gerufen worden. Dadurch könne es in einigen Regionen zum zweiten Tag in Folge zu einem Ausfall der Zustellung kommen…“ Ver.di Mitteilung vom 16.05.2015 und weitere Infos in unserem Dossier zum Tarifkonflikt Deutsche Post AG

    http://www.labournet.de/branchen/dienstleistungen/post/tarifverhandlungen-2015-warnstreiks-bei-der-post-ag-ab-1-april/?cat=7755

  4. Endgame um Hellas // Israel hui, Griechenland pfui // GR: Schämen Sie sich, Herr Gabriel! permalink
    20. Mai 2015 10:06

    Endgame um Hellas
    Tomasz Konicz, TP 20.05.2015
    Berlin setzt alles in Bewegung, um an Griechenland ein Exempel zu statuieren und die dortige Linksregierung möglichst schnell zu delegitimieren
    Die Zeit läuft ab für Griechenland. Ende Mai droht dem geschundenen Mittelmeerland erneut die Staatspleite, sollte bis dahin keine Einigung mit der Bundesregierung bezüglich der weiteren Krisenpolitik erzielt werden.

    Sowohl die Bundesbank wie auch griechische Regierungsvertreter warnten vor der drohenden Zahlungsunfähigkeit Athens binnen der kommenden Wochen. Die Bundesbank sprach von einer „besorgniserregenden“ Lage in Hellas, da die Zahlungsfähigkeit Athens „akut bedroht“ sei.
    Sachzwang Deutschland
    Quelle: Telepolis / Heise – http://www.heise.de/tp/artikel/44/44977/1.html

    —-

    Israel hui, Griechenland pfui
    Deutschland zeigt sich wählerisch, wenn es um Solidarität mit anderen Ländern geht. Während beim 50. Jahrestag deutsch-israelischer Beziehungen vom “Wunder” der Versöhnung geschwafelt wird, wartet man bei Griechenland sabbernd auf den Grexit. Ein zutiefst beschämendes Bild…
    Was aber vergangene Woche zum 50. Jahrestag deutsch-israelischer Beziehungen aufgeführt wurde, war in meinen Augen Kitsch. Angerührt vom Bundespräsidialamt, in Kooperation mit dem Springer-Verlag. „Ein Wunder“, lärmten Gauck und seine festlich geschmückte Echokammer „Bild“. Auch Merkel, Steinmeier und andere Organe stimmten ein. „Was für ein Versöhnungswunder!“, keuchte der „Tagesspiegel“. „Doch, das ist ein Wunder!“, jubilierte der Bayerische Rundfunk.
    Also, ich war damals nicht dabei. Aber von Wundern war keine Rede. Viel kühles Kalkül auf beiden Seiten. Man kann das nachlesen, sogar online. Ich liefere hier mal Suchworte: Hallstein-Doktrin, Kalter Krieg, Waffenlieferungen, BND, DDR, Globke. Die damalige CDU-Regierung, die Vergangenheitsbewältigung klitzeklein schrieb, war brennend interessiert, dass im Eichmann-Prozess in Jerusalem nicht „führende Persönlichkeiten der Bundesrepublik“ belastet wurden. Verteidigungsminister Franz-Josef Strauß verteidigte Rüstungsdeals mit Israel im „Wunder“-Jahr 1965 mit dem Satz: „Die Israelis haben extreme Hetze gegen uns verhindert.“…

    Quelle: Tom Schimmeck in der FR – http://www.fr-online.de/kolumnen/kolumne-israel-hui–griechenland-pfui,29976192,30721848.html
    ——–

    „Wir können doch nicht einfach Geld dorthin schicken“ – Schämen Sie sich, Herr Gabriel!

    Von der CDU ist man ja einiges gewöhnt. Von der SPD weit weniger, weil sie in den letzten Jahren zu dem Drama, das sich in Europa, besonders aber in Südeuropa abspielt, meistens schweigt. Jetzt aber hat der SPD-Vorsitzende Griechenland im Schäuble-Duktus ermahnt, „Reformen“ durchzuführen. Laut Spiegel-Online sagte er der Bildzeitung: “Ein drittes Hilfspaket für Athen ist nur möglich, wenn die Reformen auch umgesetzt werden. Wir können nicht einfach Geld dorthin schicken.”
    „Die Reformen“ im Zusammenhang mit Griechenland zu sagen, ist eine grandiose Unverschämtheit. Ich kann nur wiederholen, was wir vor kurzem dazu gefragt haben: Die Löhne um 25 Prozent zu senken ist keine Reform, oder?
    Das untenstehende Bild zeigt noch einmal das Ergebnis der wichtigsten Reformen. Die Reallöhne pro Stunde in Griechenland sind in Euro auf der rechten Skala (einmal mit Verbraucherpreisen, einmal mit Produzentenpreisen gerechnet) aufgezeichnet, auf der linken Skala befindet sich die Arbeitslosigkeit. Die wichtigste Forderung an Griechenland von Seiten der großen Koalition aber auch der vorherigen Koalition in Deutschland war doch, das Land aufzufordern, durch einen „flexibleren“ Arbeitsmarkt wettbewerbsfähig zu werden. Von der Troika wurde folglich mit Billigung Deutschlands enormer Druck auf die Löhne ausgeübt. Der war „erfolgreich“, denn es kam zu einem starken absoluten Absinken der Reallöhne. Sie sanken ab 2009 von 15,50 Euro bis 2014 auf 12,70 Euro aus Verbrauchersicht und noch stärker aus Produzentensicht.
    Quelle: Heiner Flassbeck auf Flassbeck Economics – http://www.flassbeck-economics.de/wir-koennen-doch-nicht-einfach-geld-dorthin-schicken-schaemen-sie-sich-herr-gabriel/

  5. EU Flüchtlingspolitik: “Schutz der Reichen dieser Welt vor den Spannungen und Problemen der Armen” permalink
    20. Mai 2015 17:51

    von Jascha Jaworski, 19.05.15 – maskenfall.de

    Nachdem in diesem Jahr auf sehr tragische Weise wiederholt ins öffentliche Bewusstsein kam, dass es sich beim Mittelmeer um ein Massengrab vor Europas Haustür handelt, in dem tausende verzweifelter Menschen bei ihrem Versuch, Krieg, Folter und auch tödlicher Armut zu entkommen, ihr Leben gelassen haben, kam endlich Handlungsdrang bei den politisch Verantwortlichen aus der EU auf. Die Art und Weise, wie sie mit der humanitären Katastrophe umzugehen gedenken, macht jedoch einmal mehr deutlich, dass es sich beim aktuellen politischen System der EU eben doch um ein “neoliberal, militaristisch und weithin undemokratisch” organisiertes Gebilde handelt, wie die Linkspartei dies einst in ihrem Entwurf zum Europa-Wahlprogramm festgestellt, dann jedoch nach Kritik wieder zurückgenommen hatte.

    Wie der Handlungsplan der EU-Kommission (“A European Agenda on Migration”) es behauptet, und Teile der Medien es nachplappern, soll das Übel nun „an der Wurzel gepackt“ werden, wobei hierunter v.a. verstanden wird, die „Anreize“ für „irreguläre Migration“ zu reduzieren:
    Quelle: http://www.maskenfall.de/?p=8833

  6. Panorama vom 10. März 1975 - DEMAG Betriebsschließung; Radikalenerlass: Verletzung der Verfassung? permalink
    22. Mai 2015 16:42

    http://daserste.ndr.de/panorama/archiv/1975/Panorama-vom-10-Maerz-1975,panorama5078.html

  7. Tarifvertrag jetzt - Geringfügig Beschäftigte organisieren sich - Betriebsgruppe Lebenshilfe der FAU Frankfurt permalink
    22. Mai 2015 16:55

    Presseerklärung – 22.05.15 von faums6
    Spaziergang mit Betriebsgruppe Lebenshilfe der FAU Frankfurt
    Tarifvertrag jetzt – Geringfügig Beschäftigte organisieren sich

    80 Menschen haben heute gegen prekäre Arbeitsbedingungen in der Behindertenhilfe protestiert. Bei einem lautstarken Spaziergang durch Frankfurt Hausen trugen Mitarbeiter der Lebenshilfe Frankfurt am Main e.V. sowie weiterer sozialer Träger ihre Forderung nach Abschluss von Tarifverträgen auf die Straße.

    *Pressemitteilung der Betriebsgruppe Lebenshilfe der FAU Frankfurt*

    Protest bei Lebenshilfe Frankfurt: Mitarbeiter kämpfen für Tarifvertrag

    Frankfurt, 21.05.2015
    80 Menschen haben heute gegen prekäre Arbeitsbedingungen in der Behindertenhilfe protestiert. Bei einem lautstarken Spaziergang durch Frankfurt Hausen trugen Mitarbeiter der Lebenshilfe Frankfurt am Main e.V. sowie weiterer sozialer Träger ihre Forderung nach Abschluss von Tarifverträgen auf die Straße.

    Organisiert hatten den Spaziergang mehrere Beschäftigte der Lebenshilfe Frankfurt. Ein großes Banner mit der Aufschrift „Tarifvertrag jetzt!“ zeigte, worum es geht: „Wir fordern den Vorstand der Lebenshilfe dazu auf, endlich in Tarifverhandlungen mit uns einzutreten. Wir wollen und können nicht länger warten!“, erklärt eine der Beschäftigten. Auch Mitarbeiter des CeBeeF, sowie Mitglieder des Netzwerks der sozialen Arbeit haben sich dem Spaziergang angeschlossen, da sie ebenfalls für bessere Arbeitsbedingungen und eine angemessene Entlohnung bei sozialen Trägern eintreten. „Gerade bei freien Trägern im sozialen Bereich sind die Arbeitsbedingungen oftmals prekär und die Löhne liegen teilweise erheblich unter gängigem Tarif. Das wollen wir nicht länger hinnehmen und deshalb sind wir heute hier“, sagt einer der Anwesenden. Neben Mitarbeitern dieser zwei Träger waren auch zahlreiche weitere Kollegen aus dem sozialen Bereich vor Ort, um ihre Solidarität zu zeigen. Einige Eltern von Klienten, die von Mitarbeitern der Lebenshilfe betreut werden, unterstützen den Protest ebenfalls.

    Um sich für die Verbesserung ihrer Arbeitsbedingungen einzusetzen, hatten sich einige der rund 60 geringfügig beschäftigten Mitarbeiter der Lebenshilfe vor mehreren Monaten in der basisdemokratischen Gewerkschaft FAU organisiert und fordern seitdem vom Vorstand der Lebenshilfe Volker Liedtke-Bösl die Aufnahme von Tarifverhandlungen. Die meisten der Minijobber sind neben dem Studium bei der Lebenshilfe tätig und unterstützen in Einzelbetreuungen Menschen mit geistiger Behinderung in ihrer Alltags- und Freizeitgestaltung. „Seit 12 Jahren wurde unser Gehalt nicht mehr spürbar angehoben.“, berichtet eine Betroffene. „Während unsere vollzeitbeschäftigten Kollegen in Anlehnung an den Tarifvertrag des öffentlichen Dienstes bezahlt werden, verdient ein Großteil von uns nur zwischen 9€ und 9,50€ pro Stunde. Das ist nicht nur eine unangemessene Entlohnung für die verantwortungsvolle und wichtige Arbeit, die wir leisten, sondern auch viel zu wenig, um in einer teuren Stadt wie Frankfurt den Lebensunterhalt zu finanzieren!“

    Bisher lehnt Liedtke-Bösl die Aufnahme von Tarifverhandlungen mit der FAU-Betriebsgruppe ab. Die Mitarbeiter hoffen darauf, dass der Vorstand nach dem heutigen Tag seine Entscheidung nochmals überdenkt. Ansonsten werden sie weiterkämpfen.

    Quelle: http://www.fau.org/artikel/art_150522-084830

  8. Hilfe! Die Amis kommen! Das Handelsabkommen TTIP und seine Folgen permalink
    22. Mai 2015 18:32

  9. "Der Krieg verläuft nicht immer linear" ----- weil das nur ein Schwächköpf behäupten würde permalink
    23. Mai 2015 01:14

    „Der Krieg verläuft nicht immer linear“

    Florian Rötzer 22.05.2015
    Der Erfolg des Islamischen Staats in Syrien und im Irak bringt die US-Regierung unter Erklärungszwang

    Für die US-Regierung sieht es gerade schlecht in ihrem Krieg gegen den Islamischen Staat aus. Dieser baut in Syrien sein Territorium aus und kontrolliert bereits die Hälfte des Landes. Und auch im Irak hat der „Islamische Staat“ trotz der US-Luftangriffe Ramadi, die Hauptstadt der Provinz Al Anbar, einnehmen können.

    Peinlich ist, dass während der Einnahme von Ramadi und der Flucht der irakischen Truppen das Pentagon noch Erfolg meldete. Die Strategie greife, der IS werde zurückgedrängt und könne nicht mehr ungefährdet operieren. Zudem wurde als Erfolg berichtet, dass Spezialkräfte in Syrien einen IS-Führer getötet haben, was ein „weiterer wichtiger Schlag gegen den IS“ gewesen sei.

    Man habe damit die Möglichkeit für den IS beeinträchtigt, Operationen zu planen. Inzwischen hat der IS Palmyra in Syrien eingenommen und die Truppen von Assad in die Flucht geschlagen und weitet seinen Einfluss auf Sinai und Libyen aus.

    „Wir verlieren nicht“, beteuerte US-Präsident Obama am Dienstag. Die Einnahme von Ramadi sei nur ein taktischer Rückschlag und verdanke sich dem Umstand, dass die Stadt von irakischen Truppen verteidigt wurde, die nicht von den Amerikanern ausgebildet worden seien. Nun ja.

    General Martin Dempsey, der Vorsitzende des Generalstabs, machte es nicht weniger peinlich, als er sagte, dass die irakischen Truppen aus Ramadi nicht vertreiben wurden, sie seien vielmehr von Ramadi abgezogen. Man erkunde aber jetzt, was wirklich geschehen sei. Möglicherweise seien die irakischen Truppen am Samstag während eines Sandsturms aus Ramadi herausgefahren. Sie hätten den Eindruck gehabt, nicht gut unterstützt zu werden, die Stämme hätten sich mit den Streitkräften nicht verbündet. Möglicherweise habe der Kommandeur geglaubt, der Sandsturm verhindere US-Luftangriffe, was nicht stimmt. Es sei eine „unilaterale Entscheidung“ gewesen.

    Ansonsten verkündete das Pentagon, dass die irakischen Truppen mit der Unterstützung der USA bald Ramadi wieder zurückerobern werden. Und man mache ja in anderen Gebieten Fortschritte. „Jeder Quadratmeter Iraks ist wichtig“, sagte der Leutnant Patrick Ryde, „und jeder Quadratmeter des vom IS besetzten Gebietes ist wichtig. Aber ich bitte Sie, auf das große Bild zu achten. Sie müssen verstehen, dass der Krieg nicht immer linear abläuft. Es gibt Rückschläge und es wird Siege geben.“

    http://www.heise.de/tp/artikel/45/45007/1.html

  10. Klaus Triebe gestorben --- der Kampf geht weiter permalink
    23. Mai 2015 13:06

    Klaus Triebe gestorben

    In unserer Videofolge 1 zu Mahnwache(n) gegen Bahnwache – Vertreibung von Randgruppen am Hamburger Hauptbahnhof vom 06.02.2013 ist Klaus Triebe ab Minute 0,44 Sek. mit seinem Prinzip zu hören. Zitat: Die Würde des Menschen ist unantastbar.

    Leider ist er am 8. April 2015 gestorben. Wir hatten mit ihm viele Gespräche. Er hat das was wir 1 Jahr lang jeden Donnerstag um 18 Uhr versucht haben zu erkämpfen mit einem Satz auf den Punkt gebracht.

    Harte Bestrafungen wurden vom Staatsapparat verhängt immer wieder für die, die es wagten innerhalb der danger-zone zu rauchen oder zu saufen. Oder auch nur in einer kleinen Gruppe zusammen zu stehen und zu reden.

    Die Würde des Menschen ist unantastbar. Genau dafür hat er mit uns gekämpft. Klaus hat uns immer wieder auch Mut gemacht weiter zu machen. Auch wenn die Schwarzen Sheriffs, wie er sie auch nannte, mal wieder zu hart zugegriffen hatten.

    Wir werden nun JEDEN DONNERSTAG beginnend mit dem 7. Mai 2015 nach einer längeren Unterbrechung wegen Krankheit, weiter machen, genau da wo wir aufgehört haben.

    Diesmal ohne ihn, aber wieder rauchend und saufend gegen die Vertreibung von Randgruppen am Hamburger Hauptbahnhof.

    „Mahn­wa­che(n) gegen Bahn­wa­che!“
    Don­ners­tag am 7. Mai 2015 um 18:00 Uhr am Haupt­bahn­hof
    vor der Wan­del­hal­le (Aus­gang Kir­chen­al­lee) ge­gen­über der Dienst­stel­le (In­spek­ti­on) der Bun­des­po­li­zei.
    BRINGT BLUMEN MIT!

    http://mahnwachegegenbahnwache.blogsport.de

  11. Was der Mensch braucht Zum Leben zu wenig, zum Sterben zu viel. permalink
    24. Mai 2015 09:34

    Was der Mensch braucht

    ———-

    Zum Leben zu wenig, zum Sterben zu viel. Was braucht der Mensch? 1/2

    Der Paritätische Wohlfahrtsverband beschrieb und dokumentierte vor wenigen Wochen in seinem neuen Armutsbericht http://www.der-paritaetische.de/armutsbericht/die-zerklueftete-republik/ eine Entwicklung, die auch in Deutschland weiter ungebremst voranschreitet: die Zunahme von Armut. Aktuell leben hierzulande 12,5 Mio. Menschen in Armut. Im Bundesländer-“Ranking“ hält Bremen die traurige Spitzenposition – dort ist jeder vierte Einwohner von Armut betroffen. In insgesamt 13 der 16 Bundesländer ist die Armut angestiegen. Armut wird alltäglich in Deutschland. Von Lutz Hausstein
    Quelle: http://www.nachdenkseiten.de/?p=26178

    ——-

    Zum Leben zu wenig, zum Sterben zu viel. Was braucht der Mensch? 2/2

    Im gestrigen Artikel wurde nachgezeichnet, wie seit Wochen mehrere große Medien die öffentliche Debatte über die zunehmende Armut in Deutschland zu beeinflussen versuchen, indem sie die allseits gebräuchliche und auch wissenschaftlich anerkannte Armutsdefinition mit absurden Argumenten beiseite wischen wollen. Dass diese Debatte nun ausgerechnet von der Arbeits- und Sozialministerin Andrea Nahles aufgegriffen und dadurch mit einem noch höheren Gewicht versehen wurde, zeigt auf, wie wichtig die Aufklärung über das Problem der „relativen Armut“ ist. Von Lutz Hausstein
    Quelle: Lutz Hausstein / Nachdenkseiten – http://www.nachdenkseiten.de/?p=26205


    http://lutz-hausstein.com/

    ——-
    KALTES LAND Gegen die Verrohung der Bundesrepublik. Für eine humane Demokratie. (Laika-Verlag; ISBN: 978-3942281-24-9) http://www.laika-verlag.de/laika-diskurs/kaltes-land

  12. Neil Young - GMO-Starbucks permalink
    24. Mai 2015 10:47

    Neil Young – Monsanto Years

    5 Darkest Starbucks Secrets

  13. Leipzig-Leaks: Polizisten pflegen Kontakte in die Neonazi-Szene permalink
    25. Mai 2015 11:57

    Von THOMAS EIPELDAUER, 22. Mai 2015 –

    Am 17. Mai meldete sich auf dem linken Nachrichtenportal Indymedia eine anonyme Gruppierung unter dem Label „161Boxing“ zu Wort, die behauptete „beträchtliche Datenmengen von führenden Nationalisten“ sichergestellt zu haben. Die Daten, die den Antifaschisten wohl im Zuge einer Intervention bei dem Leipziger Neonazi Alexander Kurth in die Hände gefallen sind, bestanden zum einen in interner Kommunikation der NPD, zum anderen dokumentierten sie umfangreich die Kommunikation verschiedener Strömungen der Rechten in Sachsen. In Rahmen der zuerst geleakten Dokumente ließ sich etwa nachvollziehen, dass der Leipziger PEGIDA-Ableger LEGIDA logistische Hilfe aus Neonazi-Strukturen bezieht. (1)

    Interessanter noch als der erste Leak sollte allerdings der…
    Quelle: http://www.hintergrund.de/201505223545/politik/inland/leipzig-leaks-polizisten-pflegen-kontakte-in-die-neonazi-szene.html

Schreibe einen Kommentar

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s

%d Bloggern gefällt das: