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Neue Lohnspiegelkampagne der Basisgewerkschaft Nahrung und Gastronomie in Dresden

29. April 2015

lohnspiegel-postkarte_ansicht-1-website-672x372BNG-FAU ruft Beschäftige zur Veröffentlichung ihrer Arbeitsverhältnisse auf. Die BNG-FAU erstellt mit der Kampagne „Lohn oder Hohn?“ einen neuen Lohnspiegel, bei der Beschäftigte Lohnniveau, aber auch Arbeitsrechtsverstöße und andere Widrigkeiten melden können. Die Aktion dient sowohl der Orientierung von Kolleg_innen als auch von Kund_innen die Wert auf faire Bezahlung legen. Gleichzeitig zieht die Gewerkschaft schon jetzt ein Fazit aus den ersten Beobachtungen.

Bereits am Donnerstag letzte Woche wurde im Rahmen des monatlichen „Soli-Tresen“ der FAU mit einem Vortrag zum Thema „Lage und Gewerkschaftsarbeit in der Dresdner Gastronomie“ auch die neue Kampagne vorgestellt. Mit Fragebögen im Postkartenformat und einem Online-Formular sollen sich Kolleg_innen schnell und anonym melden können. Alle Informationen finden sich unter https://dresden.fau.org/lohn/

Wolf Meyer (26), Sprecher der BNG-FAU, dazu: „Die bisherigen Rückmeldungen legen nahe, dass Minijobber_innen in Dresdner Gastro-Betrieben v.a. massenhaft um ihre Urlaubsansprüche und die Lohnfortzahlung im Krankheitsfalle geprellt werden.“ Zudem kritisiert die Gewerkschaft die Praxis vieler Betriebe Bewerber_innen zu einer Gewerbeanmeldung zu nötigen. Als Selbstständige verlieren die Beschäftigten dabei ihren rechtlichen Anspruch auf Lohnfortzahlung im Krankheitsfall, Urlaub, Gründung von Betriebsräten, Streik und Kündigungsfristen. Gleichzeitig gehen damit für die meisten enorme Reallohnverluste einher. „Mit dem Ausweichen auf Selbstständige wird nicht nur der Mindestlohn umgangen, tatsächlich werden die Rechte der Beschäftigten fast völlig ausgehöhlt.“, so Meyer weiter.

Die BNG-FAU hofft nun darauf die Debatte um Arbeitsbedingungen in der Branche erneut zu entfachen, wie zuletzt im Rahmen des Streiks in der Kneipe „Trotzdem“ 2014. Den Lohnspiegel sieht sie dabei als ersten Schritt für gewerkschaftliche Aktionen. Nach der Einführung des Mindestlohns im Januar war eine grundlegende Erneuerung des Dresdner Gastro-Lohnspiegels nötig geworden, da kaum einer der erfassten Betriebe vorher das Niveau des Mindestlohns erreichte.

Quelle: PM

One Comment leave one →
  1. Rudi rockt permalink
    2. Mai 2015 20:12

    Wär doch rattenscharf, wenn die BiNGFAU sich zur
    Vorband mausern dürfte/könnte/würde/odersowieso

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