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Demo in Offenbach: Gedenken an den Karfreitagsputsch 1919

31. März 2015

karfreitag offenbachVor 96 Jahren am 18.04.1919 haben Tausende in Offenbach an militanten Aktionen gegen unterdrückende Verhältnisse teilgenommen. Einer herrschenden Politik und Polizei, ihr kommunistisches Verständnis einer anderen Gesellschaft in Offenbach entgegen zu setzen, führte zu einer militärischen Niederschlagung der Proteste und einer tagelangen Ausgangssperre. Im Verlauf des Versuchs der Erstürmung der Kaserne in Offenbach wurden 17 Menschen getötet und mindestens 26 weitere schwer verletzt (Eine weitere Person starb in den folgenden Tagen im Krankenhaus).

Wir sehen einige der damals geforderten kommunistischen Veränderungen der Verhältnisse nach wie vor als Notwendigkeit an, um eine emanzipatorische Gesellschaft zu schaffen. Weiterhin verstehen wir die Aufbegehrenden dieser Zeit und ihre Sympathisant*innen in Offenbach als Vorkämpfer*innen gegen den deutschen Militarismus des 1. Weltkrieges und seinen dann in den 20er Jahren erstarkenden faschistischen Ausprägungen. Wir nehmen den Karfreitagsputsch, als historische Gegebenheit wahr, die uns daran erinnert, eine Solidarisierung derjenigen, die eine emanzipatorische Gesellschaft erkämpfen, als Bewegung wahrzunehmen und vor Ort gemeinsam sichtbar zu machen.

Wir sehen den aktuellen Bezug

Vor allem der neoliberalen Umstrukturierung des städtischen Lebens in Offenbach sind Werktätige, Arbeitslose oder Menschen, die so oder anderweitig ihr Dasein zu fristen haben, schutzlos ausgeliefert. Auch hier wollen wir solidarisch zusammenkommen und aktiv werden.

Das Erstarken rechtsradikaler und anderer reaktionärer Bewegungen, muss man auch als Offenbacher radikale Linke vor Ort ernst nehmen. Pegida, als eine ihrer Ausprägungen, blieb Offenbach zwar bisher erspart, offenkundig ist aber, dass auch Offenbacher Rechte an Pegida-Kundgebungen in Frankfurt teilnehmen. Ebenso gilt es den seit Jahren stattfindenden Veranstaltungen von Pierre Vogel und der jüngsten Intensivierung salafistischer Arbeit in Offenbach eine handlungsfähige radikale Linke entgegen zu setzen.

Die Bedrohungen und Umstände unter denen viele Menschen in Offenbach heute ihr Leben führen müssen, macht den Aufruf zum Gedenken an den Karfreitagsputsch auch weiterhin als revolutionären historischen Bezugspunkt notwendig.

Wir sehen uns auf der Straße!

Dem Gedenken an den Karfreitagsputsch als Anlass, soll mit Entschlossenheit und Solidarität einer autoritären, polizeistaatlichen Politik entgegen getreten werden, um eine Perspektive für eine bessere Welt zu schaffen. Und zwar nicht irgendwo, sondern vor allem vor Ort in den Lebensalltag hinein kämpfend. Hier und jetzt. Offenbach braucht eine handlungsfähige, widerständige radikale Linke, die auch öffentlich in Erscheinung tritt. Nehmt daran teil diese zu organisieren und sichtbar zu machen. Dieses Mal keine halben Sachen machen: Solidarität muss praktisch werden.

Erinnern an den Karfreitagsputsch heißt: Heute eine befreite Gesellschaft erkämpfen!
Remembering means fighting! Solidarität wie 1919!

18.04.2015, 18.00 Uhr, Offenbach Marktplatz

Weitere Infos: Karfreitagsputsch

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  1. 31. März 2015 17:45

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