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Schwarz-Roter Ticker (207) [5 Meldungen]

30. März 2015

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Wieder Streiks bei Amazon

Die Gewerkschaft ver.di hat erneut Streiks beim Onlineversandhändler Amazon angekündigt. Für den heutigen Montag und für morgen sind die Beschäftigten in Bad Hersfeld (Hessen), Koblenz (Rheinland-Pfalz) sowie in Rheinberg und Werne (beide Nordrhein-Westfalen) zu Arbeitsniederlegungen aufgerufen. »Die Beschäftigten beweisen auch im Ostergeschäft einen langen Atem und verlangen mit Nachdruck ihre Rechte. Sie fordern einen existenzsichernden Tarifvertrag, der ihnen verlässliche und gute Arbeitsbedingungen garantiert«, sagte Stefanie Nutzenberger vom ver.di-Bundesvorstand. Die Gewerkschaft will Amazon seit zwei Jahren zur Aufnahme von Tarifverhandlungen zu den besseren Bedingungen des Einzel- und Versandhandels statt denen der Logistikbranche zwingen. (dpa/jW)

Tausende gegen Naziaufmarsch in Dortmund

Ein Aufmarsch Hunderter Rechtsextremisten in Dortmund ist am Samstag bis zum frühen Abend weitgehend friedlich verlaufen. Ein Großaufgebot der Polizei hielt den Marsch, der von Mitgliedern der Gruppierung „Hooligans gegen Salafisten“ unterstützt wurde, auf Abstand zu mehr als 2.000 Gegendemonstranten. Außerdem veranstaltete die Stadt ein Familien- und ein Friedensfest. Den Schlusspunkt des Neonazi-Aufmarsches setzte ein Rechtsrockkonzert in der Nähe des Signal-Iduna-Parks von Borussia Dortmund, das ebenfalls von der Polizei abgeschirmt wurde. Aus Protest gegen das Konzert schaltete der BVB die sonst weithin sichtbare Stadionbeleuchtung aus. Der Verein wolle Neonazis keine Kulisse bieten, hieß es in einer Mitteilung. Bei der Abreise der Demonstrationsteilnehmer kam es am Abend zu mindestens einem Zwischenfall. Im Regionalexpress Richtung Essen habe eine Gruppe Rechter die Auseinandersetzung mit einer Gruppe von Punks gesucht, sagte ein Sprecher der Bundespolizei. (die bürgerliche taz) Fotos von am Aufmarsch beteiligten Neonazis hier bei der Recherche Nord: http://recherche-nord.com/gallery/2015.03.28.html

Vorsitzender der Berliner Polizeigewerkschaft, ehem. Rechtsradikaler REP

Der Berliner Vorsitzende der Deutschen Polizeigewerkschaft, Bodo Pfalzgraf, findet es kein Problem, dass er früher Mitglied bei den rechtsradikalen Republikanern war. Zwar sei er vor 26 Jahren für 20 Monate bei den Republikanern gewesen, schreibt Pfalzgraf in einem Brief vom 27. März an den Landes- und Bundesvorstand der DPolG. Er sei aber 1991 ausgestiegen, weil »der ursprüngliche Plan, aus den Republikanern eine demokratische und konservative Partei zu gestalten, die sich deutlich nach rechts abgrenzt, nicht aufgegangen« sei. Das »Antifaschistische Infoblatt« hatte vor kurzem die politische Vergangenheit Pfalzgrafs enthüllt. Er sei auch an der Gründung des »Hoffmann von Fallersleben Bildungswerks e.V.« (HvFB) im November 1990 beteiligt gewesen, heißt es dort – eines Vereins, der wegen seiner Nähe zu rechtsradikalen Kreisen vom Verfassungsschutz beobachtet worden sein soll. Auf diesen Vorwurf ging Pfalzgraf, der nach eigenen Angaben gerade im Urlaub ist, in seinem der Deutschen Presse-Agentur vorliegenden Brief nicht ein. Anfragen zu der Vereinsgründung beantwortete er ebenfalls nicht. (ND)

Italien: 60 000 gegen den „Jobs Act“

60.000 Menschen haben am Samstag in Rom für die Bildung einer »Sozialen Koalition« der Gewerkschaften gegen den Abbau von Arbeiterrechten demonstriert. Die Demonstration, zu der u.a. die FIOM aufgerufen hatte, richtete sich gegen den anhaltenden Sozialabbau und zunehmende Verelendung. Die Gewerkschafter fordern die Schaffung von Arbeitsplätzen und die Sicherung menschenwürdiger Lebensbedingungen. Aus Triest waren Tausende Werftarbeiter des mit über zehntausend Beschäftigten größten italienischen Staatskonzerns Fincantieri nach Rom gekommen, die unter einem Meer roter Fahnen in ihren blauen Overalls die Spitze des Demonstrationszuges bildeten. Die Regierung habe mit ihrem Arbeitsmarktgesetz »Jobs Act« »Italiens Arbeiter all ihrer Rechte beraubt«, kritisierte der FIOM-Vorsitzende Maurizio Landini auf der Kundgebung. Die Staatsführung unter Premierminister Matteo Renzi gehe »schlimmer als Berlusconi vor«. Seit Inkrafttreten des »Jobs Acts« sei nichts geschehen, um die Lage der arbeitenden Menschen auch nur im geringsten zu verbessern, erklärte Landini weiter. (jW)

Insider: Intel vor größter Übernahme

Intel arbeitet Insidern zufolge an der größten Übernahme der Unternehmensgeschichte. Der US-Chipkonzern führe Gespräche über den Kauf des kleineren Konkurrenten Altera, sagte eine mit den Plänen vertraute Person am Freitag, wie Reuters am Wochenende berichtete. Das Geschäft könnte mehr als zehn Milliarden Dollar schwer sein und damit den Kauf des Antivirenspezialisten McAfee für 7,7 Milliarden Dollar im Jahr 2011 in den Schatten stellen. Sowohl Intel als auch Altera lehnten eine Stellungnahme ab. (jW)

43 Kommentare leave one →
  1. 31. März 2015 00:42

    Die finsteren Machenschaften von Berlin Aspire Real Estate:
    http://www.bmgev.de/mieterecho/mieterecho-online/aspire.html

  2. 31. März 2015 00:56

    Das MURKS.CENTER ist das Informationszentrum und der Veranstaltungsort von MURKS? NEIN DANKE! e.V. in Berlin. An diesem Standort haben Sie die Gelegenheit, sich umfassend über uns, unsere Projekte, Kampagnen und Initiativen gegen die geplante Obsoleszenz und für nachhaltige Produktqualität zu informieren. Sie erfahren, wie Sie Murks erkennen und vermeiden können. … http://www.murks-nein-danke.de

  3. 31. März 2015 00:57

  4. 31. März 2015 00:58

  5. 31. März 2015 00:59

  6. 31. März 2015 01:19

    sind 5 Teile

  7. Granado permalink
    2. April 2015 00:09

    http://www.mdr.de/fakt/abschiebungen100-download.pdf
    Fakt 31.3.2015
    Berlin: Ausländerbehörde beschäftigt dubiosen Gutachter
    Die Berliner Ausländerbehörde arbeitet bei Abschiebungen von abgelehnten Asylbewerbern mit einem dubiosen Gutachter zusammen. Der angebliche Arzt Rainer Lerche hat nach Recherchen des ARD-Magazins FAKT in den vergangenen Jahren in zahlreichen Fällen die Reisefähigkeit von Menschen bestätigt, die nach Ablehnung ihrer Asylanträge abgeschoben werden sollten. Jedoch gibt es Zweifel an der fachlichen Kompetenz des Mannes. So hat das Verwaltungsgericht Berlin im Februar in einer Verhandlung über die Klage der Türkin Banu O. gegen ihre Abschiebung festgestellt, dass in den mehr als 30 Jahren der Tätigkeit des Mannes für Polizei und Behörden in Berlin niemand die Approbation, also die Zulassung des angeblichen Arztes gesehen und überprüft habe.

    Wirtschaftlich abhängig von Auftraggebern
    Aus Gerichtsakten geht hervor, dass Rainer Lerche nach eigenen Angaben rund 50.000 medizinische Gutachten in Abschiebefällen abgegeben hat. Christian Oestmann, Richter am Verwaltungsgericht Berlin, sagte FAKT, es entstehe der Eindruck, dass der Gutachter bewusst von den Behörden beauftragt worden sei mit dem Ziel, Abschiebungen zu ermöglichen. Der Mann sei offenbar wirtschaftlich abhängig von seinen Auftraggebern.
    Rechtsanwalt Hans-Georg Lorenz hat erwirkt, dass die Abschiebung für rechtswidrig erklärt wurde. Er sieht in der Beauftragung des Gutachters Lerche ein System. Gegenüber FAKT sagt er, offenbar gebe es zehntausende von derartigen Fällen wie den seiner Mandantin. „Nach unseren Berechnungen hat der Mann mit seinen Gutachten in den letzten 20, 30 Jahren zehn bis 30 Millionen Euro verdient“, sagte er.
    Der Menschenrechtsbeauftragte der Berliner Anwaltskammer, Bernd Häusler, sprach von einem skandalösen Vorgang. Noch skandalöser sei aber, dass dahinter offenbar ein System stecke, sagte er FAKT. Der Innenpolitische Sprecher der Grünen-Bundestagsfraktion, Volker Beck, sagte, es sei grob fahrlässig, dass Behörden den Mann beschäftigten, ohne sich von seiner fachlichen Kompetenz zu überzeugen.
    Der Berliner Innensenator begründete die Beschäftigung des Arztes als Gutachter der Ausländerbehörde auf FAKT-Anfrage damit, dass der Mann zuvor auf Honorarbasis für die Berliner Polizei und die Bundespolizei tätig gewesen sei. Jedoch ist der Behörde weder die Adresse noch eine Telefonnummer des Mannes bekannt. An den offiziell angegebenen Wohnadressen in Berlin und Kassel war Lerche für FAKT-Reporter nicht erreichbar.

  8. 2. April 2015 00:59

    Ein Kuriosum der Serie ist der Pilotfilm. Er handelt vom Plan eines US-amerikanischen Geheimdienstes, ein Passagierflugzeug per Funkfernsteuerung in das World Trade Center (WTC) in New York zu lenken, um einen Vorwand für die Erhöhung der Verteidigungsausgaben zu erhalten und den Anschlag ausländischen Diktatoren anzuhängen. Diese Folge wurde in den Vereinigten Staaten Anfang März 2001 ausgestrahlt, ein halbes Jahr vor dem tatsächlichen Anschlag.

    In der deutschen Version dieses Pilotfilms, Die Verschwörung, wurden alle auf das World Trade Center bezogenen Kommentare anders übersetzt. Dort heißt es dann, die Verschwörer hätten vor, eine Boeing 727 über der Stadt abstürzen zu lassen, während in der Originalfassung ausdrücklich von dem Plan die Rede ist, sie in einen Turm des WTC zu lenken. Alle Szenen, in denen dieses Vorhaben angesprochen wird, wurden entweder geschnitten oder so übersetzt, dass nicht ersichtlich ist, worum es im Original geht. Zudem wurden in der deutschen Version fast alle Bilder herausgeschnitten, in denen das World Trade Center zu sehen ist. In einer kurzen Szene kann man in der Silhouette von New York das World Trade Center sehen. Insgesamt wurden zirka fünf Szenen manipuliert, in denen es um den Anschlag geht oder in denen man sieht, wie das Flugzeug auf einen der Türme zufliegt.

    Eine in Deutschland angekündigte DVD-Edition ist mehrere Male wegen des Rechtsstreits Chris Carters mit FOX verschoben worden. Bis jetzt sind Die einsamen Schützen nur in der englischen Originalfassung erhältlich.

    http://de.wikipedia.org/wiki/Die_einsamen_Sch%C3%BCtzen

  9. Libertäre Wochen in Köln (März-Juni 2015) permalink
    2. April 2015 17:33

    https://libertaerewochen.wordpress.com

    Mo., 06.04., 19 Uhr, LC36, Ludolf-Camphausen-Str. 36:
    Schwarz-Roter Tresen: Eröffnungsfeier

    Mo. 13.04., 19 Uhr, LC36, Ludolf-Camphausen-Str. 36:
    Film über Solidarische Landwirtschaft: “Die Strategie der krummen Gurken”

    Mo. 20.04., 19 Uhr, LC36, Ludolf-Camphausen-Str. 36:
    Vortrag und Diskussion: “Freiheitsziele und Knastwirklichkeiten –
    Libertäres Antiknast-Engagement, Tradition und heute”

    So. 26.04., 15 Uhr, SSK Ehrenfeld, Liebigstr. 25:
    Vortrag zur Geschichte der FAU in Köln in den 1970er/80er Jahren

    Di. 28.04., 18 Uhr, Rudolfplatz (Treffpunkt: Hahnentor):
    Spaziergang zum Workers Memorial Day (Gedenktag für Opfer von Arbeitsunfällen und Berufskrankheiten) mit Infos zu Sicherheit am Arbeitsplatz und Gesundheitsschutz. Dauer: ca. 1 h, Endpunkt: Severinsstraße

    Fr. 01.05., Erster Mai:
    Teilnahme an anarchistischen Demos/Aktionen in Köln, Bonn, Dortmund,…

    Mo., 04.05., 19 Uhr, LC36, Ludolf-Camphausen-Str. 36:
    Schwarz-Roter Tresen: Libertäre Kritik an Pädagogik und Religion

    Mo. 11.05., SSK Ehrenfeld, Liebigstr. 25, 19 Uhr:
    Infos und kritische Diskussion zum Aufbau des Demokratischen Konföderalismus in Rojava/Kurdistan

    Mi., 13.05., 20 Uhr, SSK Ehrenfeld, Liebigstr. 25:
    Film: „Noam Chomsky and the media“

    Mi., 20.05., 20 Uhr, SSK Ehrenfeld, Liebigstr. 25:
    Vortrag zu Arbeitsbedingungen in der globalen Textilindustrie

    Mo. 25.05., 19 Uhr, SSK Ehrenfeld, Liebigstr. 25:
    Filme und Infos über das anarchistische Camp „Pinksterlanddagen“ (Niederlande)

    So. 31.05., 15 Uhr, SSK Ehrenfeld, Liebigstr. 25:
    Vortrag „anarchosyndikalistische Arbeitskämpfe in Osteuropa“ (z.B. Polen, Tschechien/Slowakei, Bulgarien, Ex-Jugoslawien und Russland)

    Mo., 01.06., 19 Uhr, LC36, Ludolf-Camphausen-Str. 36:
    Schwarz-Roter Tresen: „sozialrevolutionärer Liederabend“

    Fr., 05.06., 19 Uhr, SSK Ehrenfeld, Liebigstr. 25:
    Vortrag zum Anarcha-Feminismus

    Mi. 08.06., 19 Uhr SSK Ehrenfeld, Liebigstr. 25:
    Film über Selbsthilfeprojekte in Lateinamerika

    http://digitalresist.blogspot.de/2015/03/libertare-wochen-und-das-uber-monate.html

  10. 2. April 2015 20:11

    „Tanz auf den Trümmern“

  11. 2. April 2015 20:40

    Klage gegen Kruzifix-Pflicht in Bayern – Karlsruhe vertrödelt Urteil

    Es wäre eine spannende Entscheidung geworden: Ein Lehrer hatte gegen die Kruzifix-Pflicht in Schulen geklagt. Doch das Gericht wartete zu lange.

    Bayerische Lehrer können auch künftig in der Regel nicht verlangen, dass ein Kruzifix im Klassenzimmer abgehängt wird. Das Bundesverfassungsgericht ließ die Klage des bayerischen Grundschullehrers Christoph Wolf so lange liegen, bis er altersbedingt aus dem Schuldienst ausschied. Die mit Spannung erwartete Grundsatzentscheidung entfällt also.

    (…)

    Wolf, lange aktiv in der Lehrergewerkschaft GEW und Mitglied im Bund für Geistesfreiheit, ist nun frustriert. Für den Rechtsstreit hatte er einiges auf sich genommen, bekam Dutzende anonyme Briefe, wurde im Lehrerkollegium schief angeschaut und die örtliche CSU forderte sogar, ihn an eine andere Schule zu versetzen.

    Am Ende hat sich das Verfassungsgericht nicht einmal mit seinen Argumenten befasst. „Ich gehe davon aus, dass die Richter an das Problem nicht rangehen wollten“, sagte er der taz, „nachdem es 1995 so viel Ärger gab.“

    weiter http://www.taz.de/Klage-gegen-Kruzifix-Pflicht-in-Bayern/!157525

  12. 2. April 2015 20:41

    Vatikan erklärt Boko Haram den Krieg

    Der Vatikan hat am Mittwoch bei einer Sondersitzung des UNO-Menschenrechtsrats in Genf ein rasches und entschlossenes Vorgehen der Staatengemeinschaft gegen die Terrormiliz Boko Haram verlangt.

    weiter http://religion.orf.at/stories/2703231

  13. Naomi Klein: Kapitalismus vs. Klima - Kontext TV permalink
    3. April 2015 11:22

    Quelle: youtube – Veröffentlicht am 02.04.2015

    Volständige Sendung: http://www.kontext-tv.de/lecture/0104
    Mit Naomi Klein: kanadische Journalistin, Bestseller-Buchautorin und Aktivistin, Korrespondentin des US-Nachrichtenmagazins „The Nation“. Ihr neues Buch ist vor Kurzem auf Deutsch erschienen: „Die Entscheidung. Kapitalismus vs. Klima“. Bekannt wurde Naomi Klein durch Bücher wie „No Logo“ und „Die Schock-Strategie. Der Aufstieg des Katastrophen-Kapitalismus“.

    Die kanadische Buchautorin Naomi Klein argumentiert in ihrer „Democracy Lecture 2015“ in Berlin (veranstaltet von den „Blättern für deutsche und internationale Politik“ https://www.blaetter.de/ ), dass sich Klima und Kapitalismus auf Crashkurs befinden. Es sei „bad timing“ gewesen, dass die Klimaerwärmung genau zu dem Zeitpunkt als gesellschaftliches Problem erkannt worden sei, als sich ein neoliberaler Kapitalismus in Form von freien Märkten und Deregulierung durchsetzen konnte. Seit den 1990er Jahren stiegen die Treibhausgase wegen fehlender, ineffektiver oder zu lascher Regulierungen global weiter an. Nun reichten Reformen nicht mehr, man komme an radikalen Lösungen nicht mehr vorbei, um katastrophalen Klimawandel zu verhindern. Doch Klein bleibt optimistisch. Es gäbe die Chance, das Ruder rumzureißen. Deutschland sei dafür zwar in gewisser Weise Vorbild, aber die Regierung in Berlin habe in den letzten Jahren der Kohlelobby zu sehr nachgegeben und sei auf einem falschen Kurs. Die Klima- und Energieaktivisten Tadzio Müller und Luise Neumann-Cosel fordern daher, gegen die Kohleindustrie und die großen Energiekonzerne in Deutschland mobil zu machen.

  14. Radiointerview mit Fabian Scheidler: Das Ende der Megamaschine. Geschichte einer scheiternden Zivilisation permalink
    4. April 2015 10:55

    LiteRadio: Interview mit Fabian Scheidler auf der Leipziger Buchmesse, 13. März 2015, hier: http://cba.fro.at/281291

    Warum schreitet die ökologische Zerstörung des Planeten trotz unzähliger Klimagipfel ungebremst voran? Warum hungern mehr Menschen als je zuvor auf der Erde, obwohl noch nie so ungeheure Reichtümer angehäuft wurden wie heute? Warum erweisen sich die globalen Eliten als unfähig, die Richtung zu ändern, obwohl ihr Kurs in einen planetaren Crash führt?

    Der Berliner Journalist Fabian Scheidler legt in seinem Buch „Das Ende der Megamaschine“ die Wurzeln der Zerstörungskräfte frei, die heute die menschliche Zukunft infrage stellen. Er erzählt in leicht verständlicher Sprache die Vorgeschichte und Genese des modernen Weltsystems, wie es vor etwa 500 Jahren entstanden ist und seither seinen Siegeszug um die Erde angetreten hat. Daraus entsteht eine faszinierende Gegengeschichte unserer Zivilisation.

    Promedia Verlag, Wien, 03/2015. ISBN 978-3-85371-384-6, br., 272 Seiten, 19,90 Euro, bebildert.
    ca. 220 Seiten Text, ca. 25 Seiten Anmerkungen/Fußnoten, 6 Seiten Zeittaffeln, 5 Seiten Literaturangaben, 1 Seite Bilderangaben, 6 Seiten Register.

    >> Geschichte von unten as it’s best! <<

    Verlag PROMEDIA: http://www.mediashop.at/typolight/index.php/home.html

    Präsentation des Buches auf kontext.tv-de: http://www.kontext-tv.de/sendung/19032015/megamaschine

    Pressetext: http://www.counter-images.de/megamaschine/Megamaschine_Pressetext_Promedia.pdf

    Inhaltsverzeichnis: http://www.counter-images.de/megamaschine/Megamaschine_Inhaltsverzeichnis.pdf

    Lesereise: http://www.counter-images.de/megamaschine/megamaschine-lesereise.html

    Warum schreitet die ökologische Zerstörung des Planeten trotz unzähliger Klimagipfel ungebremst voran? Warum hungern mehr Menschen als je zuvor auf der Erde, obwohl noch nie so ungeheure Reichtümer angehäuft wurden wie heute? Warum erweisen sich die globalen Eliten als unfähig, die Richtung zu ändern, obwohl ihr Kurs in einen planetaren Crash führt?

    Der Berliner Autor und Journalist Fabian Scheidler legt in seinem Buch „Das Ende der Megamaschine“ die Wurzeln der Zerstörungskräfte frei, die heute die menschliche Zukunft infrage stellen. In einer Spurensuche durch fünf Jahrtausende führt das Buch zu den Ursprüngen ökonomischer, militärischer und ideologischer Macht. Der Autor erzählt die Vorgeschichte und Genese des modernen Weltsystems, das Mensch und Natur einer radikalen Ausbeutung unterwirft. Dabei demontiert er Fortschrittsmythen der westlichen Zivilisation und zeigt, wie die Logik der endlosen Geldvermehrung von Anfang an menschliche Gesellschaften und Ökosysteme verwüstet hat. So entsteht eine faszinierende Gegengeschichte unserer Zivilisation.

    Das Buch schöpft aus einer Vielzahl von Quellen, von der Anthropologie und Geschichtswissenschaft über die Chaosforschung bis zur Populärkultur. Es verändert eingefahrene Sichtweisen, indem es Verbindungen quer durch Zeiten, Räume und Denktraditionen herstellt. Die Kenntnis der historischen Zusammenhänge bildet die Grundlage dafür, neue Möglichkeiten für eine notwendige zivilisatorische Wende zu entdecken.

    Wer verstehen will, warum wir menschheitsgeschichtlich in eine Sackgasse geraten sind und wie wir aus ihr wieder herauskommen können, der kommt an Fabian Scheidlers „Das Ende der Megamaschine“ nicht vorbei. Es ist ein Buch, das zum Handeln einlädt und Möglichkeiten eröffnet, gemeinsam einen Ausgang aus der gefühlten Ohnmacht zu finden.

    Der Autor:
    Fabian Scheidler, geboren 1968, studierte Geschichte und Philosophie an der Freien Universität Berlin und Theaterregie an der Hochschule für Musik und Darstellende Kunst in Frankfurt/M. Seit 2001 arbeitet er als freischaffender Autor für Printmedien, Fernsehen, Theater und Oper. 2009 gründete er mit David Goeßmann das unabhängige Fernsehmagazin Kontext TV http://www.kontext-tv.de/ , das regelmäßig Sendungen zu Fragen globaler Gerechtigkeit produziert. Zahlreiche Vorträge zu Globalisierungsthemen bei Kongressen von Attac, Deutsche Welle, Greenpeace, Evangelische Akademie u. a. Otto-Brenner-Medienpreis für kritischen Journalismus (2009). Programmkoordinator für das Attac-Bankentribunal in der Volksbühne am Rosa-Luxemburg-Platz (2010). Als Dramaturg und Theaterautor arbeitete er viele Jahre für das Berliner Grips Theater. 2013 wurde seine Oper „Tod eines Bankers“ (Musik: Andreas Kersting) am Gerhart-Hauptmann-Theater in Görlitz uraufgeführt.
    http://www.counter-images.de/index.html

    https://www.youtube.com/user/KontextTV

  15. H. M. Enzensberger: Über die Schwierigkeiten der Umerziehung permalink
    4. April 2015 11:21

    Wenn es um die Befreiung der Menschheit geht
    laufen sie zum Friseur.
    Statt begeistert hinter der Vorhut herzutrippeln
    sagen sie: jetzt wär ein Bier gut.
    Statt um die gerechte Sache
    kämpfen sie mit Krampfadern und mit Masern.
    Im entscheidenden Augenblick
    suchen sie einen Briefkasten oder ein Bett.
    Kurz bevor das Millenium ausbricht
    kochen sie Windeln.
    An den Leuten scheitert eben alles.

  16. 4. April 2015 15:00

  17. 6. April 2015 21:48

  18. 8. April 2015 00:04

    Herrenmenschen im Regenwald – Das Geheimnis der deutschen Amazonasexpedition

    1935 quälten sich deutsche Forscher durch den Dschungel Brasiliens. Wollten sie Fauna und Flora dokumentieren? Oder die Eroberung Amerikas vorbereiten? Geblieben ist einzigartiges Filmmaterial, das ZDF-History jetzt erstmals auswertet.

    Die Bilanz der exotischen NS-Expedition blieb ernüchternd: Ein Expeditionsteilnehmer starb an Fieber, ein Eingeborenenmädchen wurde von einem der Deutschen schwanger, und im Krieg spielte die Gegend um den Rio Jary keine Rolle mehr.

    Großer Kino-Erfolg

    Ende 1935 brach der junge Zoologe Otto Schulz-Kampfhenkel zu einer groß angelegten Expedition in den seinerzeit noch gänzlich unerforschten Urwald am Rio Jary im Nordosten Brasiliens auf. Schulz-Kampfhenkel und seine beiden deutschen Begleiter verbrachten 17 Monate in dem entlegenen Dschungelgebiet unter Ureinwohnern, legten eine umfangreiche zoologische und ethnographische Sammlung an und drehten den Film „Rätsel der Urwaldhölle“.

    Der Film wurde in Deutschland ein großer Kinoerfolg. Er beschreibt die Reise als großes Abenteuer im Dienste der Wissenschaft und begründete Schulz-Kampfhenkels Ruf als Doyen der deutschen Auslandsforschung.

    Die wahren Motive

    Die Dokumentation „Ein Herrenmensch im Regenwald“ erzählt die Geschichte hinter den Kulissen und enthüllt die wahren Motive der Forschungsreisenden. Denn Schulz-Kampfhenkel war ein überzeugter Nazi, dem es unter dem Deckmantel der Wissenschaft vor allem um die Präsentation des „Neuen Deutschlands“ in der Welt und um die eigene Karriere in Staat und Partei ging.

    Im Überlegenheitsgefühl eines „Herrenmenschen“ hatte er das Abenteuer technisch und inhaltlich mangelhaft vorbereitet und bezahlte dies mehrfach fast mit seinem Leben. Die Expedition geriet zum Horrortrip; ihr wissenschaftlicher Wert bleibt fraglich.

    Einzigartiges Filmmaterial

    Die Bilanz des Unternehmens ist zwiespältig: Die Reise in die „Urwaldhölle“ entpuppt sich bei kritischer Betrachtung zwar als Himmelfahrtskommando, doch die Ergebnisse und ihre geschickte Vermarktung bringen Schulz-Kampfhenkel gleichwohl eine bemerkenswerte Karriere im Nazi-Reich ein.

    Und noch eines ist dem Expeditionsleiter nicht zu nehmen: Sein Film ist ein einzigartiges Zeugnis über das Leben der Ureinwohner in dieser Region in den 30er Jahren des vergangenen Jahrhunderts.

  19. Der letzte Akt im griechischen Drama beginnt permalink
    8. April 2015 05:18

    07. April 2015 l Heiner Flassbeck
    Gibt es eine „Reformliste“ der Regierung in Athen oder nicht? Ist die Liste vollständig oder nicht? Sind die für die Geldgeber wichtigen Bereiche abgedeckt oder nicht? Sind die „Institutionen“ einbezogen oder nicht? Seit Wochen werden wir stündlich mit neuen halbfertigen Informationen darüber zugeschüttet, wie die griechische Regierung und die Gläubiger um einen „Kompromiss“ ringen, der keiner sein wird. Der einzige Punkt, an dem man der griechischen Regierung – und das sogar in der deutschen Presse – „substantiell“ entgegengekommen ist, scheint der Verzicht auf das Wort „Troika“ zu sein. Welch eine Kompromissfähigkeit auf Seiten der Gläubiger und welch ein Erfolg für die griechische Seite!

    In der eigentlichen Frage, um die es spätestens seit der Wahl dieser Regierung hätte gehen müssen, nämlich, wie man die griechische Wirtschaft endlich rasch auf einen Wachstumskurs bringt, ist der Fortschritt genau gleich Null. Im Gegenteil, nach allem, was wir wissen, ist die Lage zuletzt schlechter geworden, was auch die Lage des Staatshaushalts Tag für Tag verschlechtert (wir haben das unter anderem hier kommentiert). Die Entwicklung der Industrieproduktion, der wichtigste aktuelle Indikator der konjunkturellen Entwicklung, ist trotz des schon extrem niedrigen Niveaus noch weiter abwärts gerichtet (Abbildung).

    Quelle: http://www.flassbeck-economics.de/der-letzte-akt-im-griechischen-drama-beginnt/

  20. Der Zerfall des deutschen Europa ( Tomasz Konicz, Telepolis 03.04.2015 ) permalink
    8. April 2015 05:23

    Wie die Systemkrise in Wechselwirkung mit der deutschen Krisenpolitik die gerade erst errungene europäische Dominanz Berlins unterminiert. Aufstieg und Zerfall des „deutschen Europa“, Teil 2
    War es Zufall, Fügung, Schicksal – oder eine Folge skrupelloser Großmachtpolitik, dass Deutschland zur dominierenden europäischen Großmacht aufstieg? Das European Council on Foreign Relations ist der Ansicht, die „hegemoniale“ Rolle Berlins sei Folge eines „Zufalls“, da die Bundesrepublik im Kontext eines „Vakuums“ und durch zufällige „Umstände“ an die „Spitze der EU“ gerückt sei. Deutschland habe zwar eine „Schlüsselrolle“ während der Eurokrise gespielt und über allen Entscheidungen in Finanzfragen „emporgeragt“, doch sei Berlin zugleich vor den „Verantwortlichkeiten“ in anderen Politikbereichen zurückgewichen und habe die „Kosten der Führung“ gescheut.

    Berlin formte die ökonomische Krisenpolitik in Europa nahezu im Alleingang, in anderen Fragen – wie denen der Geopolitik – hielt man sich, vorerst, zurück. Dieser hierdurch entstehende Eindruck eines „widerwilligen Führers“ (wörtlich: reluctant Leader) der EU, wie es der Thinktank European Council on Foreign Realtions formulierte, ergibt sich somit aus der sozioökonomischen Strategie, die Deutschlands Funktionseliten einschlugen (genaueres siehe Teil 1 Der Aufstieg des deutschen Europa). Der deutsche Neo-Merkantilismus beruhte auf der – durch Agenda 2010 und Steuererdumping ins Extrem getriebenen – Erzielung möglichst hoher Außenhandelsüberschüsse gegenüber der Eurozone, die zu Deindustrialisierung und Verschuldung in den gegenwärtigen „Krisenländern“ führten.

    Hiernach wurde diesen niederkonkurrierten Volkswirtschaften der südlichen Peripherie einseitig die Schuld für die Schuldenkrise zugewiesen und – nachdem die drohenden Verluste der Banken des nördlichen Zentrums sozialisiert wurden – diese einem drakonischen Sparregime unterworfen sowie in eine Art Schuldknechtschaft getrieben. Und hier hat Berlin tatsächlich seine ökonomisch dominante Machtstellung voll ausgenutzt und ist keine Kompromisse bei der Durchsetzung seines Spardiktats eingegangen, obwohl Merkel von einer breiten internationalen Koalition unter Einschluss der USA dazu massiv gedrängt wurde.

    Quelle: Telepolis / Heise / T. Konicz – http://www.heise.de/tp/artikel/44/44497/1.html

  21. Marx and Tolstoy Helped Me See the Limits of Liberalism - Vijay Prashad permalink
    8. April 2015 10:10

    on Reality Asserts Itself (1/4) – TheRealNews.com

    On the first episode of Reality Asserts Itself with Paul Jay, Vijay Prashad talks about growing up in India and coming to the realization that liberalism could never eliminate poverty – April 7, 15

    Bio
    Vijay Prashad is the George and Martha Kellner Chair in South Asian History and Professor of International Studies at Trinity College. He is the author of sixteen books, including
    The Poorer Nations: A Possible History of the Global South (Verso, 2013),
    Arab Spring, Libyan Winter (AK, 2012) and (co-edited with Paul Amar)
    Dispatches from the Arab Spring (2013).
    His latest book is No Free Left: The Futures of Indian Communism (Leftword Press, 2015). Vijay is the chief editor at Leftword Press http://mayday.leftword.com/, and writes regularly for The Hindu, Frontline, Jadaliyya, Counterpunch, Himal and Bol.
    Quelle: TheRealNews – http://therealnews.com/t2/index.php?option=com_content&task=view&id=31&Itemid=74&jumival=10523

    https://www.facebook.com/therealnews?_rdr

  22. February 2015 Kate Sharpley Library Bulletin online permalink
    8. April 2015 11:14

    KSL: Bulletin of the Kate Sharpley Library No. 81, February 2015 has just been posted on our site.
    The PDF is up at: http://www.katesharpleylibrary.net/h18bdv

    This issue contains:
    “Nameless in the crowd of nameless ones…” Some thoughts on The Story of A Proletarian Life, by Bartolomeo Vanzetti, 1923 by Barry Pateman http://www.katesharpleylibrary.net/vhhp2j
    The slow burning fuse: the lost history of the British anarchists [Book review] http://www.katesharpleylibrary.net/rfj87m
    Strikers, Hobblers, Conchies & Reds : The Bristol Radical History Group book http://www.katesharpleylibrary.net/5hqd16
    Updates on the history of Russian anarchism (February 2015) http://www.katesharpleylibrary.net/nk9b8h
    Friends of the Kate Sharpley Library (2015) http://www.katesharpleylibrary.net/4j10ps
    Anarchist Research: A Postcard from Berta Tubisman http://www.katesharpleylibrary.net/hx3grd

    Source: http://www.katesharpleylibrary.net/doc/february-2015-kate-sharpley-library-bulletin-online

    http://www.katesharpleylibrary.net/

    ———————————————————————————–

    https://www.facebook.com/AnarchistWriters

  23. Folter in Italien jetzt vom Gericht bestätigt permalink
    8. April 2015 12:26

    Peter Nowak, Tp 08.04.2015
    Der Europäische Gerichtshof für Menschenrechte entscheidet gegen das Vorgehen der italienischen Polizei beim G8-Gipfel in Genua

    Späte Gerechtigkeit gab es gestern für einen heute 62jährigen Globalisierungskritiker, der, wie hunderte weitere Demonstranten bei den Protesten gegen den G8-Gipfel im Juli 2001 in Genua von einer schwerbewaffneten Polizei misshandelt wurde. Er wehrte sich dagegen juristisch gewehrt und hat Erfolg.

    Fast 14 Jahre später
    Quelle: telepolis http://www.heise.de/tp/news/Folter-in-Italien-jetzt-vom-Gericht-bestaetigt-2596823.html

  24. Granado permalink
    8. April 2015 16:21

    http://www.faz.net/aktuell/politik/inland/leiharbeitsfirmen-beuten-junge-wanderarbeiter-aus-13524429.html
    Arbeitskräfte aus Rumänien: Verkauft an den Meistbietenden
    Leiharbeitsfirmen locken junge Rumänen auf Arbeitssuche nach Deutschland. Hier werden sie ausgenutzt und ausgebeutet – mitunter jahrelang. Zwei rumänische Krankenpfleger erzählen, was sie in deutschen Pflege- und Altenheimen erlebten.
    07.04.2015, von Leonie Feuerbach, Schwalbach

    http://www.accionsindical.org/?p=1
    Zu Gast bei Ausbeutern
    19 de Octubre de 2014
    Junge Spanier werden zu Hunderten in die deutsche Pflegebranche gelockt. Dort finden sie miese Arbeitsbedingungen und Knebelverträge. In Berlin formieren sie sich nun zum Widerstand…

  25. 8. April 2015 20:17

  26. Deutschlands repressive Krisenpolitik ist maßgeblich für Aufschwung d. extremistischen Rechten in Europa verantwortlich. permalink
    8. April 2015 22:26

    Die Steigbügelhalter

    Tomasz Konicz, Telepolis 08.04.2015

    Deutschlands repressive Krisenpolitik ist maßgeblich für den Aufschwung der extremistischen Rechten in Europa verantwortlich. Aufstieg und Zerfall des „deutschen Europa“, letzter Teil
    Wer kennt sie nicht, die unzähligen Plakate und Transparente auf Demonstrationen in Südeuropa, die Merkel oder Schäuble als neue deutsche Nazis – mit Hitlerbärtchen oder in SS-Uniformen – darstellen? Inzwischen scheint man sich auch in Deutschland an diesen Anblick gewöhnt zu haben; ganz so wie sich die Öffentlichkeit in den USA daran gewöhnt hat, dass die US-Fahne irgendwo in Südamerika oder dem Nahen Osten mal wieder bei Protesten verbrannt wird.

    Dabei handelt es sich bei diesen Protestäußerungen selbstverständlich um Übertreibungen. Bei Merkel, Schäuble sowie dem Großteil des deutschen Politestablishments handelt es sich nicht um Nazis, sondern um Steigbügelhalter eines europäischen Faschismus des 21. Jahrhunderts. Eine korrekte historische Analogiebildung würde die deutsche Kanzlerin nicht als Adolf Hitler, sondern als Hindenburg, Heinrich Brüning, Kurt von Schleicher oder Franz von Papen darstellen. Es war die Politik des „Reichskanzlers“ und „seiner“ autoritären Präsidialkabinette, die dem Faschismus in der Spätphase der Weimarer Republik den Boden bereitete – genauso, wie nun das deutsche Sparregime in Europa der extremen Rechten immer neuen Auftrieb verschafft.

    Quelle: Tomasz Konicz / Telepolis / Heise Verlag –
    http://www.heise.de/tp/artikel/44/44598/1.html

  27. Der eindimensionale Mensch / u. als Bühnenstück permalink
    9. April 2015 14:57

    Der eindimensionale Mensch ist eines der Hauptwerke des deutsch-amerikanischen Soziologen und Philosophen Herbert Marcuse. Es erschien 1964 in den USA unter dem Titel One-Dimensional Man und wurde drei Jahre später in der Übersetzung von Alfred Schmidt auch in Deutschland verlegt. Der Untertitel der deutschen Ausgabe lautet: Studien zur Ideologie der fortgeschrittenen Industriegesellschaft.

    Inhalt:
    Marcuse konstatiert sowohl in der Wissenschaft als auch im öffentlichen Diskurs ein „eindimensionales“ und „positives’“ bzw. „positivistisches“ Denken. Insbesondere die Wissenschaft flüchtete sich aus Furcht vor Werturteilen oder politischer Einmischung in die Empirie und in quantitatives Denken. Grundsätzliche, qualitative Reflexion der gesellschaftlichen Probleme und Aufgabenstellungen fänden in dieser technokratischen Herrschaftswissenschaft nicht statt. Statt die Ungleichheit im Kapitalismus und die nukleare Bedrohung zu hinterfragen und zu kritisieren, würden diese Probleme nur verwaltet und somit immer neu reproduziert. Marcuse hebt in diesem Zusammenhang einen vom klassischen Marxismus noch nicht beachteten Kapitalismus-Aspekt besonders hervor: Die Manipulation des Individuums, seine Instrumentalisierung durch die suggestive Kraft der Konsumwerbung.

    Herbert Marcuse setzt dem die Negation entgegen: einerseits die Verneinung durch Kritik, andererseits die Weigerung, dieses Spiel mitzuspielen und die Suche nach dem qualitativ Anderen. Marcuse ist bezüglich der Änderung dieser Verhältnisse pessimistisch und betont die stabilisierende, affirmative Kraft des eindimensionalen Denkens.

    Das oft aufgegriffene Schlagwort der Großen Verweigerung als Ausweg taucht auf den letzten Seiten auf. Viele Gruppen der 68er-Bewegung und der alternativen Szenen bezogen sich auf dieses Motiv, aber auch auf seine anderen Werke und propagierten ein Aussteigen aus dem kapitalistischem System. Marcuses Utopie liegt darin, eine befreite Gesellschaft vernunfttheoretisch und triebtheoretisch zu begründen, mindestens jedoch die Möglichkeit einer anderen freieren Gesellschaft wach zu halten. In seinem Essay Versuch über die Befreiung (1969), unter dem Arbeitstitel Jenseits des eindimensionalen Menschen geplant, entwickelte Marcuse im Anschluss an Der eindimensionale Mensch eine optimistischere Position.

    In seinem 1967 vor Studenten der Freien Universität Berlin gehaltenen Vortrag: Das Ende der Utopie wird dieser Ansatz ausgeführt. In Gesellschaften mit hochentwickelten Produktivkräften besteht demnach die Möglichkeit zu einer Umwälzung, durch die Armut und Elend und entfremdete Arbeit abgeschafft werden können. Anders als Marx beschrieben hatte, kann „das Reich der Freiheit im Reich der Notwendigkeit“ erscheinen. Marcuse bezeichnet die Negation der bestehenden Gesellschaft als Voraussetzung zur Transformation menschlicher Bedürfnisse. Es bedarf einer jenseits der judäochristlichen Moral stehenden neuen Moral, die die vitalen Bedürfnisse nach Freude und nach dem Glück erfüllt und die ästhetisch-erotischen Dimensionen umfasst. Er befürwortet ein Experiment der Konvergenz von Technik und Kunst sowie von Arbeit und Spiel.

    Charles Fourier habe die Differenz zwischen einer freien und einer unfreien Gesellschaft erstmals deutlich gemacht, indem er eine Gesellschaft in Aussicht stellte, „in der selbst gesellschaftlich notwendige Arbeit im Einklang mit den befreiten, eigenen Bedürfnissen der Menschen organisiert werden kann.“ In dieser Rede prägt Marcuse den Begriff vom möglichen Ende der Geschichte.

    Das Werk schließt mit dem Zitat von Walter Benjamin: „Nur um der Hoffnungslosen willen ist uns die Hoffnung gegeben“.
    Ausgaben

    One-Dimensional Man. Beacon: Boston 1964
    Der eindimensionale Mensch. Studien zur Ideologie der fortgeschrittenen Industriegesellschaft. Übers. von Alfred Schmidt. Luchterhand, Neuwied 1967 u. ö.* 4. Aufl. Deutscher Taschenbuchverlag, dtv wissenschaft, München 2004 ISBN 3-423-34084-3
    wieder bei: Peter-Erwin Jansen, Hg., im Zu Klampen Verlag, Lüneburg 2014
    ISBN 3866742398

    Quelle: http://de.wikipedia.org/wiki/Der_eindimensionale_Mensch

    http://www.taz.de/!130903/
    http://de.wikipedia.org/wiki/Kritische_Theorie
    http://de.wikipedia.org/wiki/Herbert_Marcuse
    ————————————————————————————————

    Herbert Marcuse
    „Der eindimensionale Mensch“ als Bühnenstück

    Vor 50 Jahren erschien Herbert Marcuses Buch „Der eindimensionale Mensch“ – eine scharfe Abrechnung des Philosophen und Vordenkers der Linken mit dem Kapitalismus. Heute sind Autor und Werk nahezu vergessen. Zum Jubiläum geht jetzt eine Theaterversion auf Tournee.

    „Morgen hatte gestern noch einen ganz anderen Klang…“

    Vier alte Bekannte, die etwas Neues wagen: Da ist der Schauspieler Robert Stadlober, der jetzt singt, da sind Kristof Schreuf, Ex-Frontmann der kolossalen Jugend und Andreas Spechtl, Sänger der Band Ja, Panik. Und dann noch Thomas Ebermann, Ex-Politiker, der sich heute geehrt fühlt, wenn man ihn den „letzten Querulanten“ nennt. Zusammen sind sie das „Team Marcuse“. Ebermann hat das Gesamtwerk des linken Philisophen studiert:

    http://www.deutschlandfunk.de/herbert-marcuse-der-eindimensionale-mensch-als-buehnenstueck.807.de.html?dram:article_id=300156
    —-
    Vor 50 Jahren herrschte Ruhe – dann, wie man weiß, brach einiges los: Rebellion in Paris, Zerwürfnis mit der Staatspolitik in den USA, wilde Streiks in Turin, Unbotmäßigkeiten (fast) überall. Nicht hervorgerufen, aber doch beeinflusst vom »Philosophen der Neuen Linken«, wurde das herrschende System, wenn nicht bedroht, so doch herausgefordert. Eine »Kraft der Negation«, deren Verfallsdatum man kennt, entstand. Sie wollte mehr als das dankbar-bescheidene »IMMERHIN«.
    Herbert Marcuses Porträt des »Eindimensionalen Menschen«, der bis heute die Mehrheit in allen Industrieländern stellt, und sich immer treu zu bleiben scheint, analysierte und ätzte gegen die »Hölle der Gesellschaft im Überfluss«. Dem Deal aus wachsendem Konsum und Unfreiheit. Was machte und macht sein »glückliches Bewusstsein« aus? Wie gehen Informiertheit und Verblödung Hand in Hand? Wie hat das Sich-Einfügen über das Denken, das mit Kritik erst beginnt, turmhoch gesiegt? Keine dieser Fragen ist veraltet – die »Große Weigerung« bleibt so notwendig, wie sie wenige Anhänger hat.
    Kompositionen, mit denen drei Musiker aus der Eindimensionalität dessen ausbrechen, was sie mit ihren Formationen sonst so pflegen, lehnen sich an den Kritischen Theoretiker an. Natürlich – schon weil die Revolte damals sich anti-autoritär nannte – wird er auf der Bühne kritisiert, wo er im Irrtum war. Der »ALTE« kommt auch selbst zu Wort, wird rezitiert oder quatscht (von woher genau auch immer) dazwischen. Das »Team Marcuse« leidet schließlich auch an manchem »falschen Bedürfnis«.
    Versprochen wird ein Abend, der unakademisch ist – und dennoch nicht dem »gesunden Menschenverstand« huldigt.
    Text, Regie, Songs, Musik von und mit: Thomas Ebermann, Kristof Schreuf, Andreas Spechtl, Robert Stadlober

    —————————————————————————————————————-
    Schwandt, Michael: Kritische Theorie,
    Eine Einführung
    http://www.theorie.org/titel/664_kritische_theorie_5_aufl
    Schmetterling Verlag, Stuttgart, 5. Auflage 2010
    240 Seiten, kartoniert
    ISBN 3-89657-664-X
    10,00 Euro
    http://www.theorie.org

    Inhatlsverzeichnis:
    http://www.schmetterling-verlag.de/download.php?id=3-89657-664-X&mode=1
    http://www.schmetterling-verlag.de/start.htm

  28. Protest gegen TTIP globaler Aktionstag am 18. April 2015 permalink
    9. April 2015 17:51

    Liebe Mitaktive, Unterstützerinnen und Unterstützer im Protest gegen TTIP (*),

    von Stockholm bis Sidney, von Quebec bis Tokio: Am globalen Aktionstag am 18. April protestieren die Menschen weltweit vereint gegen Investitionsschutz- und Freihandelsabkommen!

    Auch Attac-Aktive gehen an dem Tag unter dem Motto „Mensch und Umwelt vor Profit“ gegen TTIP, CETA, TiSA und Co. auf die Straße. Allein in Deutschland sind in mehr als 75 Städten Kundgebungen und Aktionen geplant – an den meisten sind Attac-Gruppen beteiligt. Sicherlich gibt es auch eine Aktion in der Nähe. Gleich mal schauen!

    Attac-Aktionsseite mit Karte: http://www.attac.de/globaltradeday
    Allgemeiner Facebook-Termin

    Unten in dieser Mail haben wir zudem eine Auswahl an Orten mit Daten aufgelistet.

    Die EU-Kommission und hierzulande die CDU-SPD-Regierung stehen nackt da: Ihre zentrale Werbelüge „TTIP bringt Wachstum und Arbeitsplätze“ ist in sich zusammengefallen. Auch die Industrieverbände mussten öffentlich zurückrudern und ihre falschen Zahlen zum vermeintlichen Freihandelssegen löschen. Nun gibt es für uns BürgerInnen genau *keinen* Grund mehr, TTIP gut zu finden – doch die umso stärkere Notwendigkeit, dem Treiben ein Ende zu setzen!

    Lasst uns nach dem erfolgreichen europäischen Aktionstag am 11. Oktober 2014 und den mehr als 1,6 Millionen Unterschriften für die selbstorganisierte Europäische Bürgerinitiative den kommenden Aktionstag groß und stark machen! Wir setzen uns für eine ganz andere, eine demokratische, soziale und ökologische Handelspolitik ein.
    Und wir werden TTIP stoppen!

    Außerdem bitte vormerken:

    Am 16. April startet die Agrar-Doku „10 Milliarden – wie werden wir alle satt?“ von Valentin Thurn („Taste the waste“). Attac begleitet die Kinotour des Regisseurs mit Infoständen und Veranstaltungen, u.a. in Stuttgart, Nürnberg, Bamberg, Dresden, Kassel oder Saarbrücken.
    Attac-Aktionsseite: http://www.attac.de/10milliarden
    Für den 10. Oktober plant Attac mit starken Partnern eine Großdemo gegen TTIP, CETA & Co in Berlin! Termin gleich in den Kalender eintragen!

    Liste einiger ausgewählter Aktionsorte für den 18. April:

    Augsburg, ab 11 Uhr Infostände Innenstadt, ab 13 Uhr Demo und Kundgebung Augsburger Dom. Facebook-Termin
    Berlin, 16 Uhr Potsdamer Platz, Menschenkette. Bündnis-Webseite
    Bochum, 12 – 15 Uhr Bongard Boulevard, Aktionsmarkt. Bündnis-Webseite ; Facebook-Termin
    Bremen, um 11 Uhr Teerbaumbrücke / Schlachte, Kundgebung. Webseite ; Facebook-Termin
    Düsseldorf, ab 14 Uhr Marktplatz, kreative Aktionen, Sambagruppe. Facebook-Termin
    Frankfurt, 14 Uhr Eiserner Steg, Protest, Party & Kundgebung. Webseite
    Hamburg, 11 – 15 Uhr, Centro Sociale, Sternstraße 2, Info-Frühschoppen mit Kurzreferaten, Videos, Infomaterial und Musik. Webseite ; Facebook-Termin
    Hannover, 11 – 15 Uhr Kröpcke, Kundgebung mit kreativem Rahmenprogramm. Facebook-Termin
    Karlsruhe, ab 11 Uhr Friedrichsplatz Fahrraddemo mit Infostationen. Webseite ; Facebook-Termin
    Kassel, 14 Uhr Kaiserplatz, Demonstration. Facebook-Termin
    Köln, 14 bis 14 Uhr Rudolfplatz, Kundgebung, Aktionen, Kabarett, Musik. Bündnis-Webseite ; Facebook-Termin
    Leipzig, ab 11 Uhr Infostände Marktplatz, ab 14 Uhr Demo durch Innenstadt. Bündnis-Webseite ; Facebook-Termin
    Mainz, ab 12 Uhr Gutenberg-Platz, Diskussionen, Reden und Musik. Webseite ; Facebook-Termin
    München, ab 13:30 Uhr Demo mit Kundgebungen und Musik. Bündnis-Webseite ; Facebook-Termin
    Nürnberg, 11 Uhr Jakobsplatz, Demo mit Kundgebung. Webseite
    Regensburg, 13 Neupfarrplatz Demo mit Bühnenprogramm, abends Konzert in der Wechselwelt. Facebook-Termin
    Stuttgart, 13 – 15:30 Uhr ab Urbanplatz, Gemeingüter-Tour. Webseite ; Facebook-Termin
    http://www.attac-netzwerk.de/

    —————————————–
    http://bewegung.taz.de/

  29. U.S. Assistant Secretary of State Criticizes Solidarity of Latin American Countries for Venezuela permalink
    9. April 2015 18:45

    Miguel Tinker Salas says the U.S. plan to destabilize and isolate Venezuela has backfired as most Latin American states resent the interference and threats against Venezuela – April 9, 2015

    Source: http://therealnews.com/t2/index.php?option=com_content&task=view&id=31&Itemid=74&jumival=13614

    https://amerika21.de/

  30. Der Namenlose permalink
    9. April 2015 19:46

    Am heutigen Tage, dem 9. April, jährt sich das Massaker von Deir Yasin zum 67. Mal. In dem kleinen palästinensisch-arabischen Dorf nordwestlich von Jerusalem im heutigen Israel richteten die zionistische Terror-Milizen Irgun und Lehi 1948 während des Palästinakriegs ein grauenhaftes Massaker an mehr als hundert Bewohnern an. Der Kommandeur dieses Massakers war der Irgun-Terrorist Menachem Begin, später israelischer Ministerpräsident und Friedensnobelpreisträger, der seine Taten noch Jahre danach gerechtfertigt und verteidigt hat. Nach Deir Yasin setzte die erste große Fluchtwelle der palästinensischen Araber ein, die natürlich nicht die nächsten sein wollten.

    Man darf dieses Massaker nicht als losgelösten Einzelfall oder gar Unfall ansehen. In Wirklichkeit passt es perfekt in die politische Strategie der Zionisten, in Palästina einen jüdischen Staat aufzubauen. Während der Nakba (arabisch für „Katastrophe“) von 1947/48 wurden mehr als 750.000 Palästinenser entweder vertrieben oder flohen, weil ihr Ruf den jüdischen Milizen vorauseilte. Das war nicht unabsichtlich oder wegen des Krieges. Die einzigen beiden logischen Möglichkeiten, um einen jüdischen Staat in einem mehrheitlich nichtjüdischen Land zu errichten sind Vertreibung oder Massenmord. Man muss eigentlich nur logisch denken, um das zu erkennen. Und die Politik der Vertreibung, Entrechtung und Enteignung der Palästinenser dauert schließlich bis heute an. Leider gibt es halt Leute, die weder logisch denken können noch ein Funken Anstand im Leib haben. Das sind die Leute, die sich links oder sogar linksradikal nennen und auf Demos mit US- und Israelfahnen herumrennen. Man muss diese Leute und ihre ebenso dumme wie bösartige Ideologie konsequent und mit allen Mitteln bekämpfen.

    Und das perfekte Schlusswort zu Deir Yasin hat der Genosse As’ad AbuKhalil: Kein Vergeben, kein Vergessen.

    http://www.angryarab.blogspot.co.at/2015/04/dayr-yasin.html

  31. Gefängnisse immer voller: Weltweit bereits 10,2 Millionen Häftlinge permalink
    10. April 2015 07:40

    London – 10,2 Millionen Menschen sitzen weltweit im Gefängnis. Dies zeigt eine am Freitag veröffentlichte Studie des Londoner Internationalen Zentrums für Gefängnisstudien (ICPS). Mehr als ein Fünftel aller Häftlinge sitzen in US-Gefängnissen, die damit ihren Spitzenplatz in der Statistik klar behaupten.

    In absoluten Zahlen liegen die USA mit 2,22 Millionen Häftlingen vor China (1,64 Millionen) und Russland 680.000. Auf 100.000 Einwohner kommen in den USA 716 Häftlinge, während es in China nur 121 sind. Allerdings sind in dieser Zahl rund 650.000 Personen, die in chinesischer „Verwaltungshaft“ sitzen, nicht berücksichtigt.

    Quelle: http://derstandard.at/1381374166725/102-Millionen-Menschen-sitzen-im-Gefaengnis-meisten-in-USA?hc_location=ufi

  32. Die US-Polizei: “Operation Ghettostorm” fordert im März mehr als 3 Todesopfer täglich permalink
    10. April 2015 18:09

    Ein Video eines Passanten, das zeigt, wie ein unbewaffneter Mann von einem Polizisten in den Rücken geschossen wird, führt in den USA erneut zu massiven Protesten gegen rassistische Polizeiwillkür – und ausnahmsweise scheint es in diesem extrem krassen Fall sogar eine Anklage gegen den Todesschützen zu geben, was aber am “System Ferguson” leider überhaupt nichts ändert. Weder haben irgendwelche Untersuchungsberichte – vor gerade einem Monat erschien der folgenlose Regierungsbericht über Rassismus in der Polizei – oder Zusagen “nach Ferguson” irgendetwas verändert, noch gar die kriegführende Polizei. Die – tatsächlich existierende – Webseite “Killed by Police” dokumentiert für den Monat März 2015 sage und schreibe 114 von der Polizei erschossene Menschen, von denen knapp über 80 definitiv unbewaffnet waren, bei anderen ist es umstritten. Für das bisherige Jahr 2015 sind auf der Seite exakt 320 Todesopfer dokumentiert – und etwa für Mittwoch, den 8. April gleich fünf Tote.

    Quelle 1: LabourNet – http://www.labournet.de/internationales/usa/politik-usa/ferguson/die-us-polizei-operation-ghettostorm-fordert-im-maerz-mehr-als-3-todesopfer-taeglich/

    Quelle 2: Killed by Police – http://killedbypolice.net/

    • 11. April 2015 20:07

      Operation Ghetto Storm Author Arlene Eisen

      Arlene Eisen, the researcher and author behind the Operation Ghetto Storm: 2012 Annual Report on the Extrajudicial Killing of Black People, joined us clarify some of the late, loud and wrong media coverage/critique of her work. We spoke with her about press coverage and some of the more popular criticism of the report which often include dismissals based on “armed versus unarmed” victims and then critiques of the report’s focus being the police and the state rather than so-called “Black on Black violence.” Ultimately, as Eisen makes clear, much of the criticism of the report is based on its being the first systematic study of police killings of Black people and that it is people in the street, the protesters, activists and movement-builders who make routine use of and reference to the report. You can also read some of her previously published response to reactions to her report since being initially published in 2012 and see the updated version, which includes her chart on the “Impunity in the Judicial System for Extrajudicial Killers” at http://www.operationghettostorm.org

    • 11. April 2015 20:09

      Kali Akuno and Operation Ghetto Storm

      October 1, 2014 Kali Akuno of the Malcolm X Grassroots Movement joined us as part of our special WPFW 89.3 FM Ferguson and Beyond programming to discuss Operation Ghetto Storm and the Every 28 Hours report on police violence in the U.S. Important here was specifically Akuno’s ability to address media coverage, appropriation and omission of the report, its findings and framework in approaching the incredible numbers of Black people killed by the police.

  33. „EU-Sozialpolitik: Formierung einer Klassengesellschaft der billigen Arbeit“ permalink
    10. April 2015 18:12

    Interview mit Prof. Albrecht Goeschel:
    Die von Berlin via Brüssel diktierte Austerity-Politik benutzt in der Tat die Euro-Krise, also die Finanz-, Banken- und Budgetkrise um die Realwirtschaft, die kapitalistische Mehrwertproduktion auf breiter Front wieder so richtig profitabel zu machen. Dazu gehört es, dass der ganze Sozialballast aus den Zeiten der Systemkonkurrenz abgeworfen wird, die nationalen Klassenkompromisse aus dem Kalten Krieg aufgekündigt werden.
    Interessant ist nun, wie zwischen 2010 und 2012 erkennbar zwei unterschiedliche Strategien der Verbilligung und Entrechtung der Ware Arbeitskraft durch Zerstörung der nationalen Sozialordnungen entwickelt wurden. In den kerneuropäischen Volkswirtschaften mit ihren ausgebauten Sozialschutzsystemen wird diese Verbilligung und Entrechtung bürokratisiert und intransparent durch gesetzgeberische „Stellschraubenmanipulation“ erreicht. „Neben“-Löhne und Lohn-„Ersatz“, ja selbst der wundervolle „Mindestlohn“ bieten die Schleichwege.
    In den randeuropäischen Volkswirtschaften mit ihren wenig ausgebauten Sozialschutzsystemen geht dies brutal und ostentativ vor sich: Lohnsenkungen direkt, Sozialeinkommensenkungen direkt, Daseinsvorsorgeabbau direkt, Verkauf der Infrastruktur direkt etc. Nötigenfalls Polizeiterror auf den Hauptstraßen.
    Quelle: LabourNet [PDF] – http://www.labournet.de/wp-content/uploads/2015/04/goeschel_pad.pdf

  34. Summit of the Americas: U.S. Agenda is to Push TPP to Split Latin American Integration permalink
    11. April 2015 11:19

    Miguel Tinker Salas say the new U.S. agenda is an old one, a free trade agreement; this time it’s the Trans-Pacific Partnership, many call NAFTA on steroids – April 10, 2015

    Source: http://therealnews.com/t2/index.php?option=com_content&task=view&id=31&Itemid=74&jumival=13627

  35. 11. April 2015 12:02

    Russisch-orthodoxe Kirche — Putins Propagandaabteilung

    Boris Reitschuster im Gespräch mit Thielko Grieß


    Der Moskauer Patriarch Kyrill I. bei einem Gottesdienst nach der Amtseinführung des russischen Präsidenten Wladimir Putin im Jahr 2012. (picture alliance / dpa / Alexei Druzhinin)

    In Russland profitierten Kreml und Kirche gegenseitig voneinander, sagte der Russland-Experte und frühere Focus-Korrespondent Boris Reitschuster im DLF. Der atheistische Präsident Wladimir Putin brauche eine Ideologie, um seine diktatorische Herrschaft zementieren zu können. Dass auch der griechische Ministerpräsident Alexis Tsipras den Patriarchen Kyrill trifft, sei nicht verwunderlich.

    „Unter Wladimir Putin wird die Orthodoxie wieder zu einer Staatsreligion gemacht“, sagte Boris Reitschuster im Deutschlandfunk. Dass Kirche und Staat in Russland laut Verfassung offiziell getrennt seien, hält der Autor des Buchs „Putins Demokratur“ für irrelevant: „Die russische Verfassung zeichnet sich vor allem dadurch aus, dass die wesentlichen Artikel, die darin stehen, nicht eingehalten werden.“ Als Beispiele nannte er die Versammlungs- und die Wahlfreiheit, die auch nur den Buchstaben nach bestünden.

    Putin geht es nach Reitschusters Ansicht nicht um den Glauben, den die Kirche vertritt. Inhaltlich habe er damit wenig am Hut, wichtig sei dagegen die Symbolik, etwa wenn Putin in Kirchen auftrete oder sich mit dem Patriarchen Kyrill zeige. Die unterbewusst vermittelte Grundstimmung sei: Putin hat Gottes Segen. Welche Positionen die Kirche sonst vertrete, sei für viele Russen nicht so wichtig – eine Folge der kommunistischen Erziehung über Jahrzehnte hinweg. Die Menschen glaubten an Gott, sagte Reitschuster, aber nicht unbedingt an die Kirche.

    Reitschuster: Tsipras‘ Glaube passt gut zu Kyrills

    Reitschuster sprach von einer alten Tradition, dass die russisch-orthodoxe Kirche immer eine Art Unterstützungsverein für die Mächtigen gewesen sei – auch zu Sowjetzeiten: „Sie ist ein bisschen das, was früher die Propagandaabteilung unter den Kommunisten war.“

    Der frühere Focus-Korrespondent Reitschuster sagte im Deutschlandfunk, über den Patriarchen Kyrill gebe es hartnäckig das Gerücht, er sei früher beim Geheimdienst KGB gewesen, insofern sei ihm die Treue zum Staat wichtiger als die zum „obersten Dienstherrn im Himmel“. Insofern, deutete Reitschuster an, passe der fehlende Glaube beim griechischen Ministerpräsidenten Alexis Tsipras, der heute Kyrill in Moskau trifft, „ganz gut dazu“.

    Das vollständige Interview mit Boris Reitschuster können Sie mindestens sechs Monate hier nachhören. http://ondemand-mp3.dradio.de/file/dradio/2015/04/09/dlf_20150409_1312_dc8d5cb2.mp3

    http://www.deutschlandfunk.de/russisch-orthodoxe-kirche-putins-propagandaabteilung.694.de.html

  36. 11. April 2015 12:12

    Der Mensch ist schon eine seltsame Spezies. So kauft er sich jeden Tag am Busch-Funk-Kiosk einen Strauß voller Brennesselblätter, um daraufhin seine Nase ganz tief in das Blätterwerk hinein zu stecken. Völlig perplex stellt er dann dabei sehr schmerzhaft fest, dass Brenneseln brennen und schimpft darüber auch noch sogleich los wie ein Rohrspatz.

    Statt nun aber am nächsten Tag den Busch-Funk-Kiosk mit seinen brennenden (Lügen-) Blättern zu umgehen, fängt das Ritual nicht nur wieder von vorne an, sondern wiederholt sich sogar noch Woche für Woche, Monat für Monat und Jahr für Jahr.

    Warum tun sich Menschen so etwas freiwillig an? Warum ist der Mensch medial kaum lernfähig? Ist das ein genetischer Defekt?

    Warum konsumieren und kommentieren tagtäglich Millionen von Menschen immer wieder die Mainstream-Medien und -Meldungen, obwohl sie ganz genau wissen, dass sie belogen und betrogen sowie manipuliert und benutzt werden?

    Warum suchen sie nicht nach alternativen und lassen dass, was ihnen nachweislich nicht gut tut, einfach links liegen?

    Um zu versuchen, dieser spannenden Frage auf den Grund zu gehen, habe ich als alternativer Medienmacher mal in meinen Kreis der Aktivisten hinein gerufen, welche medialen Wege sie nutzen um sich alternativ zu informieren oder selbst sogar alternative Medienarbeit zu vollführen.

  37. 11. April 2015 13:04

  38. 11. April 2015 13:10

    Athens: Front line view of the riot in solidarity to political prisoners on hunger strike

    On April 7, 2015 following a protest of 1.500 – 2.000 anarchists in the center of Athens, riots erupted in Exarchia to bring attention to a mass hunger strike of olitical prisoners taking place in Greece since March 2, 2015. At the moment (April 10) 8 anarchists still continue the hunger strike, some of them for the 40th day.

    The political prisoners demand from the so-called left government of SYRIZA the

    – Withdrawal of the special anti-terrorist legislation for political activists (laws 187A and 187)
    – Withdrawal of the special repressive laws (“anti-hoodie” law)
    – Abolition of the “C-type” prisons
    – Delineation of the use and processing of DNA as legal.
    – Immediate release of disabled prisoner “Savvas Xiros” (98% handicapped)

  39. 11. April 2015 13:38

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