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Radiotipp: Warum demonstrieren Anarchisten gegen die Eröffnung der Europäischen Zentralbank?

16. März 2015

radiotipp2Am 18.3.2015 findet im Frankfurter Ostend die Eröffnung des neuen EZB-Gebäudes statt. Neben Blockupy, Ums Ganze und der Föderation deutschsprachiger Anarchist*innen (FdA) mobilisieren auch einzelne Anarchist*innen zu diesem politischen Großereignis. Was unsere Freund*innen bewegt und warum sie an diesem Tag auf die Straße gehen, könnt ihr im folgendem Aufruf hören, den das Anarchistische Radio Berlin vertont hat.

Das Audio kann hier als mp3 angehört werden. (Länge: 9:20 min)

Info. Aktionstag gegen die EZB in Frankfurt/Main: ab 7:00Uhr – Blockaden der EZB, ab 14:00Uhr – Kundgebung am Römerberg, ab 17:00Uhr – transnationale Großdemonstration. Weitere Infos bei Blockupy.

2 Kommentare leave one →
  1. Gähn... permalink
    18. März 2015 20:52

    …wer schafft es länger als 5 Minuten zuzuhören?
    Da ist ja der Cop-Twitter-Account lustiger gewesen!
    https://twitter.com/Polizei_Ffm

  2. 3. April 2015 14:35

    Bargeld abschaffen?

    Arno Klönne 03.04.2015

    In der Bankenwelt macht man sich Gedanken, wie Sparer entmündigt werden können

    Die finanzpolitische Strategie der Negativzinsen hat ihre Risiken für die Geldinstitute. Großvermögende schieben ihre Guthaben hin und her, um doch noch zu ihren Renditen zu kommen, das jedoch gehört zum System, dagegen ist nichts zu machen. Aber es gibt eine Ebene, die sich neu regeln ließe, die nämlich, auf der eine Masse von Kleinsparern agiert. Bei denen breitet sich die Neigung aus, ihr Geld von der Bank zu holen, in Bares zu verwandeln und dieses zu Haus oder im Tresor aufzuheben. So sind private Verluste zu vermeiden. Und dagegen sollen die Banken nichts tun können?

    Es gibt eine Patentlösung: Schaffen wir das Bargeld ab, es ist doch ein antiquiertes Zahlungsmittel. In einem Interview(X) mit den Deutschen Wirtschafts Nachrichten berichtet Robert Halver von der Baader Bank über diese Idee als Perspektive auf mittlere Sicht.

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    Interview(X)

    Schuldenkrise: Baader-Bank erwartet Abschaffung des Bargelds in Europa
    Deutsche Wirtschafts Nachrichten | Veröffentlicht: 31.03.15 23:45 Uhr | 110 Kommentare

    Der Chef-Analyst der Baader Bank, Robert Halver, sieht als Folge der Einführung von Negativ-Zinsen die Abschaffung von Bargeld in zahlreichen europäischen Staaten. „Wenn Bargeld abgeschafft wird, kann sich auch niemand mehr gegen Negativ-Zinsen wehren, so Halver. Die Furcht der Regierenden vor einem Bank-Run ist groß.
    http://deutsche-wirtschafts-nachrichten.de/2015/04/01/schuldenkrise-baader-bank-erwartet-abschaffung-des-bargelds-in-europa
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    Sie hat, ist hinzu zu fügen, ihre wohlklingenden propagandistischen Begründungen: Wenn alles elektronisiert wird – weshalb sollen dann die Leute noch mühsam mit barem Geld in der Tasche hantieren? Die Bankcard mache das Alltagsleben einfacher. Außerdem sei die Abschaffung von Bargeld geeignet, Kriminalität zu mindern und den schwarzen Geldverkehr zu reduzieren. Nicht erwähnt wird bei dieser Bankenwerbung: Wenn es das Bargeld nicht mehr gibt, werden die kleinen Wirtschaftsteilnehmer vollends zu gläsernen Menschen.

    Sicherlich wird der Finanzmarkt, wenn es der Kapitalverwertung dient, den Zinssatz auch mal wieder erhöhen, auch Wechselbäder gehören hier zum System. Aber die Eigenhaltung von Erspartem per Bargeld ist aus Sicht der Banken so oder so ein Störfaktor, sie lässt sich wegreformieren.

    Kapitalismuskritiker haben einst vor einer „Diktatur des Finanzkapitals“ gewarnt. Der Trend dahin muss nicht mit der Abschaffung demokratischer Politikformen einhergehen, er kann ganz moderat verlaufen, unter Beihilfe von Regierungen und Parlamenten: Bargeld? Braucht das Volk nicht mehr, in der schönen neuen Welt der Digitalität.
    Cover

    Rainer Sommer
    Es werde Geld …
    Zur Theorie und Geschichte des Geldes
    Als eBook bei Telepolis erschienen http://www.heise.de/tp/ebook/ebook_14.html

    http://www.heise.de/tp/artikel/44/44558/1.html

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