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Workers Wild West – Tastende Schritte einer politischen ArbeiterInnenzeitung in West-London

6. März 2015

wild_west2FreundInnen, GenossInnen,

Wir wollen euch die erste Ausgabe unserer lokalen Zeitung vorstellen und euch zur Zusammenarbeit einladen. Wir gehen davon aus, dass politische Kollektive in diesen schwierigen, aber nicht hoffnungslosen Zeiten experimentieren sollten, wie folgende drei Ebenen revolutionaerer Tätigkeit wieder enger zusammenkommen koennen:

– PROPAGANDA: Verbreitung eines Standpunkts innerhalb der lokalen ArbeiterInnenklasse, der den Kapitalismus als ausbeuterisches und krisengebeuteltes System denunziert, welches uns zunehmend in kriegerische Auseinandersetzungen stürzt und demgegenüber nur ein globaler proletarischer Aufstand einen Ausweg bietet

– UNTERSUCHUNG: Dieser Standpunkt muss in enger Beziehung zu den tatsächlichen Erfahrungen von ArbeiterInnen auf der Arbeit und in der proletarischen Umgebung entwickelt werden; dies erfordert eine kollektive Untersuchung und Zirkulation von Informationen ueber die Stärken und Schwächen der selbst-organisierten Initiativen der ArbeiterInnen gegen die Bosse – und gegen die Spaltungen innerhalb der ArbeiterInnenklasse

– GEGENSEITIGE PRAKTISCHE UNTERSTÜTZUNG: Unterstützung des Aufbaus von ArbeiterInnenkollektiven in Betrieben und von praktischen Solidaritaetsnetzwerken gegen die organisierte Gewalt der Unternehmer, Vermietermafia und der Staatsvertreter

Im letzten Jahr haben wir viele Erfahrungen in den lokalen Warenlager- und Industriezonen West-Londons sammeln können und FreundInnen gefunden – eine englische Zusammenfassung könnt ihr hier finden: https://libcom.org/blog/grford-where-hells-14092014

In diesem Jahr wollen wir mit der Herausgabe einer lokalen ArbeiterInnenzeitung beginnen, die wir in einer monatlichen Auflage von rund 2000 Stück vor Warenlagern, Nahrungsmittelfabriken, lokalen Krankenhäusern und Arbeitsämtern verteilen wollen. Der Grossteil der lokalen ArbeiterInnen kommt aus Ost-Europa und Südasien. Wir hoffen, dass die Verteilung der Zeitung zur Entwicklung eines Informations- und Solidaritaetsnetzwerks beitragen kann, u.a. auch durch Organisierung von Treffen und Veranstaltungen.

Wie können wir zusammenarbeiten?

Wir freuen uns auf Austausch mit Personen und Gruppen, die ebenfalls versuchen, politische Propaganda innerhalb der ArbeiterInnenklasse mit der Analyse der Schwierigkeiten von proletarischer Selbstorganisierung zusammenzubringen.

Wir brauchen dringend Informationen über Kämpfe im Ausland, speziell im Warenlager- und Logistikbereich. Falls Ihr Erfahrungsberichte aus erster oder zweiter Hand ueber Bedingungen in diesem Sektor habt, bitte schickt sie uns (in einer der Sprachen dieses Aufrufs).

Wir werden versuchen, die Entwicklung des Zeitungsprozesses zu dokumentieren und die Erfahrungen unserer (Fehl-)Schritte zurück in die Debatte zu werfen.

Bis bald – Liebe und Wut aus West-London

angryworkersworld@gmail.com

Inhalt der ersten Ausgabe:

– Vorstellung des Sinn und Zwecks der Zeitung und unserer Position zur sozialen Krise

– Wincanton/Waitrose: Bericht ueber einen inoffiziellen Überstundenstreik von LeiharbeiterInnen in einem lokalen Supermarktlager und über die Spaltungen zwischen Leiharbeitern und Festeingestellten

– Jack Wills: Artikel über die Arbeitsbedingungen in einem lokalen Mode-Warenlager und in den Zulieferfabriken in Delhi, Indien; wir stellen die Frage, wie internationalen Zulieferketten von ArbeiterInnen für ihre Interessen subversiv genutzt werden können

– Wealmoor: Text zur Situation in einem lokalen Nahrungsmittelwarenlager, das alle grossen Supermarktketten beliefert und in die globale Agro-Industrie eingebunden ist; Informationen zu Kämpfen in den Mango-Anbaugebieten des Unternehmens in Peru

– Solidaritätsnetzwerke: Bericht über eine erfolgreiche Aktion von LeiharbeiterInnen für die Auszahlung von einbehaltenem Urlaubsgeld

– Kämpfe einer globalen ArbeiterInnenklasse: Telegramme zu weltweiten Kämpfen im Dezember/Januar

– ArbeiterInnen-Kommentare: Individuelle Kommentare von lokalen ArbeiterInnen zu ihrer Situation

– Streik von Reinigungs-ArbeiterInnen im lokalen Ealing Krankenhaus: Stärken und Schwächen des Streiks von in erster Linie migrantischen und weiblichen ArbeiterInnen gegen die Mindestlohnbezahlung

Die englische Ausgabe der Zeitung könnt Ihr hier finden: www.workerswildwest.wordpress.com
Hier als PDF: https://workerswildwest.files.wordpress.com/2015/01/wild_west2.pdf

2 Kommentare leave one →
  1. 6. März 2015 22:55

    Hat dies auf SORTE FANE BLOG rebloggt.

  2. Issue no.2 – April/May 2015 permalink
    17. Mai 2015 23:26

    Issue no.2 – April/May 2015

    https://workerswildwest.wordpress.com/

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