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Heraus zum anarchistischen 1. Mai in Dortmund

5. März 2015

1maidoLange genug wurde der 1.Mai im Ruhrgebiet von Nazis und staatskonformen Gewerkschaften bestimmt. Kommt zur 1.Mai-Demonstration nach Dortmund und holen wir uns gemeinsam die Straße zurück!

Wir haben es satt zuzusehen wie der 1. Mai immer mehr zu einem bürgerlich reformistischen Schaulaufen verkommt. Der Staat und alle ihn und den Kapitalismus unterstüzenden Institutionen wie dem Deutsche Gewerkschaftsbund (DGB), die uns das Gefühl geben sollen es gäbe so etwas wie gerecht bezahlte Lohnarbeit, machen diesen Tag zu einem befriedeten “Feiertag“. Mit ihren Veranstaltungen und Scheinforderungen für ein bisschen mehr Lohn, für ein bisschen weniger Arbeitszeit, für ein bisschen dies und ein bisschen das gaukeln sie uns vor, sie würden irgendwie Veränderungen hervorbringen.

Jedes Jahr versuchen wir richtigerweise die Nazis zu stoppen, doch scheitern wir gleichzeitig daran gerade am 1. Mai eigene Inhalte zu verbreiten und auch auf der Straße eigene Akzente zu setzen. Selbsverständlich müssen wir den Rechten die Straße nehmen und ihre Aufmärsche verhindern. Aber vergessen wir dabei nicht, dass Antifaschismus auch daran arbeiten muss eben jene Gesellschaft zu verändern, durch welche faschistische Meinungen überhaupt Fuß fassen können.

Wir sehen uns in einer Reihe mit kämpferischen Arbeiter*Innen, Schüler*innen, Student*innen, Erwerbslosen und allen anderen Menschen, die sich eine Verbesserung Ihrer realen Lebensbedingungen wünschen und darum streiten. Besonders der Kampf der Gefangengewerkschaft/Bundesweite Organisation, welche sich in den Knästen organisiert und noch viel zu wenig Aufmerksamkeit erfährt, gibt uns Mut und Kraft!

Wir wollen an diesem Tag keine Forderungen an Parteien, Gewerkschaften, Konzerne/Firmen oder andere Autoritäten stellen, sondern wollen alle ermutigen selbst zu handeln! Der 1. Mai ist kein Tag für Forderungen! Es ist ein Tag für selbstbestimmtes und selbstbewusstes Handeln.

Der 1. Mai ist ein Kampftag gegen den Arbeitswahn und gegen den Kapitalismus. Es geht um die Befreiung aller Menschen aus der Abhängigkeit der Lohnsklaverei. An diesem Tag geht es darum, unsere Vorstellung einer herrschaftsfreien Gesellschaft zu propagieren und unmissverständlich und kompromisslos zu zeigen, dass es viele Menschen gibt, die sich nicht verblenden und befrieden lassen.

Wir sind Feinde von Unterdrückung, Konsum und des Gehorsams. Wir wollen leidenschaftlich Zeit und Arbeit in Dinge investieren, die uns interessieren oder die wir als notwendig erachten. Das kann innerhalb der Logik des Kapitalismus nicht realisiert werden.

Obwohl es in Wuppertal und Bonn zwei unterstützenswerte Demonstrationen geben wird wollen wir in Dortmund auf die Straße, da es dort durch den Wegfall des Euromayday sonst ein Vakuum geben würde. In Dortmund wollen wir ein starkes Zeichen für den antiautoritären Widerstand und die Anarchistische Bewegung im Ruhrgebiet zu setzen, welches seit drei Jahren einen kontinuierlichen und erfolgreichen Aufbauprozess herrschaftsfreier Strukturen erlebt hat. Dieser wird auch in Zukunft weiter fokussiert und vorangetrieben.

Wir wollen am 1. Mai mit allen freiheitsliebenden Menschen für unsere Ziele demonstrieren. Deshalb rufen wir unter dem Motto “An der Befreiung arbeiten! Die Anarchistische Bewegung vorantreiben!” zur 1. Mai Demonstration am Kirchplatz in der Münsterstr. in Dortmund um 18 Uhr auf.

In den Tagen und Wochen vor dem 1. Mai wird es eine Reihe von Veranstaltungen und Aktionen zur Geschichte und anderen Themen rund um den 1. Mai geben. Der Höhepunkt soll dann die 1. Mai Demonstration werden.

Anarchistische Föderation Rhein/ Ruhr, Anarchistische Gruppe Nordstadt (Dortmund) und Schwarze Ruhr-Uni

Heraus zum 1.Mai in Dortmund! Ab morgens: Nazis blockieren!
Demo: Dortmund, 18.00 Uhr – Kirchplatz, Münsterstr.

Quelle: 1 Mai Dortmund

One Comment leave one →
  1. Anna Ski permalink
    5. März 2015 16:13

    Ich finde das Wort „Erster Mai“ ist viel zu heteronormativ und latent mit subtiler Gewalt besetzt. Außerdem finde ich, dass die Tiere viel zu wenig berücksichtigt werden.
    Das ist schon sehr problematisch, wie da einfach drüber hinweggegangen wird.

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