Skip to content

Online-Petition gegen den §166

11. Februar 2015

??????????????????????????????????????????????????????????????????????????????????????????????????????????????????????????????????????????????????????????????????????????????????????????????????????????????????????????????????????Von Michael Schmidt-Salomon, Vorstandssprecher der Giordano-Bruno-Stiftung und Beiratsmitglied des „Internationalen Bund der Konfessionslosen und Atheisten“, wurde beim Deutschen Bundestag eine Petition gegen den Paragraphen 166 Strafgesetzbuch eingereicht. Dieser bedroht jene mit bis zu drei Jahren Haft, die Aussagen einer Religion oder eine Kirche „beschimpfen“ und damit den „öffentlichen Frieden“ stören.

Im Effekt ist der Paragraph ein Zensurinstrument gegen Kirchen- und Religionskritik. Der IBKA fordert seit jeher seine Abschaffung. Wer diese Auffassung teilt, ist aufgefordert, sich auf der Seite der Petition unter die Mitzeichner einzureihen. Die Zeichnungsfrist läuft nur noch bis zum 17. Februar.

> https://epetitionen.bundestag.de/content/petitionen/_2015/_01/_08/Petition_56759.html

One Comment leave one →
  1. "Christliche Moral" gibt es nicht permalink
    12. Februar 2015 23:53

    „Christliche Moral“ gibt es nicht

    Von Michael Shermer

    BERLIN. (hpd/rdf) „Die meisten Religionen wurden zur modernen Aufgeklärtheit gezwungen und krallten sich dabei an der Vergangenheit fest“ schreibt Michael Shermer in seinem Buch „The Moral Arc“. Die Richard-Dawkins-Foundation hat Auszügen aus dem Buch jetzt ins Deutsche übersetzt.

    Die meisten Leute glauben, dass der moralische Fortschritt vor allem dem leuchtenden Vorbild religiöser Lehren zu verdanken sei, den Aktivitäten spiritueller Führer und der Kraft glaubensbasierter Initiativen. In „The Moral Arc“ behaupte ich, dass dies nicht der Fall ist, und dass der größte Teil des moralischen Fortschritts das Ergebnis von Wissenschaft, Vernunft und säkularen Werten ist, die während der Aufklärung entwickelt wurden. Wenn auf einem bestimmten Gebiet moralischer Fortschritt erst einmal in Gang gekommen ist, springen die meisten Religionen mit auf den Zug – wie bei der Abschaffung der Sklaverei, den Rechten der Frau und den Rechten der Homosexuellen im 20. Jahrhundert – aber das geschieht meist nach einer beschämend langen Verzögerung. Weshalb?

    Die Regeln, die von zahlreichen Religionen durch die Jahrtausende erträumt und erfunden wurden, haben die Ausdehnung der moralischen Sphäre, eingeschlossen anderer empfindungsfähiger Wesen, nicht zum Ziel. Moses kam nicht vom Berg mit einer detaillierten Liste von Wegen, auf denen die Israeliten das Leben von Moabitern, Edomitern, Midainitern oder eines anderen Stammes, der nicht zu ihnen gehörte, verbessern konnten. Eine Begründung für diese beschränkte Sphäre kann in der Anordnung aus dem alten Testament “Liebe deinen Nächsten” gefunden werden, die zu jener Zeit die unmittelbar nächste Verwandtschaft und Mitmenschen waren, was allerdings eine der Zeit angemessene evolutionäre Strategie war.

    Es wäre selbstmörderisch gewesen, deinen Nächsten wie dich selbst zu lieben, wenn dieser nichts lieber getan hätte, als dich zu vernichten, was für die bronzezeitlichen Menschen des alten Testaments häufig galt. Was hätte für die Israeliten beispielsweise Gutes dabei heraus kommen können, die Midianiter wie sich selbst zu lieben? Das Ergebnis wäre katastrophal gewesen, bedenkt man, dass die Midianiter mit den Moabitern in ihrem Wunsch, die Israeliten vom Angesicht der Erde zu tilgen, verbündet waren.

    Heute glauben natürlich die meisten Juden, Christen und Moslems, dass die moralischen Prinzipien universell sind und auf jeden angewendet werden sollen, aber das liegt daran, dass sie das Bestreben der modernen Aufklärung, die Parameter der moralischen Vorstellung auszuweiten und neu zu definieren, in ihr moralisches Denken übernommen haben. Aber ihrer Natur nach sind die Weltreligionen stammesbezogen und xenophob. Sie dienen dazu, moralische Regeln innerhalb der Gemeinschaft zu regulieren, nicht aber dazu, außerhalb ihres Kreises Menschlichkeit anzustreben. Religion erzeugt ihrer Definition nach eine scharf umrissene Identität von „uns“ und „nicht wie wir“, diesen Heiden, diesen Ungläubigen. Die meisten Religionen wurden zur modernen Aufgeklärtheit gezwungen und krallten sich dabei an der Vergangenheit fest. Wenn sie überhaupt erfolgen, sind Veränderungen in religiösem Glauben und religiösen Praktiken langsam und schwerfällig und praktisch immer eine Reaktion der Kirche auf politische oder kulturelle Kräfte von außen.

    ……. http://hpd.de/artikel/11197?nopaging=1

Schreibe einen Kommentar

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s

%d Bloggern gefällt das: