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Schaffen wir zwei, drei, viele Rojavas!

10. Februar 2015

demoflyer_A5_web01Kobanê ist frei! Es lebe Rojava! Demonstration am 21. Februar in Bremen.

Am 26.1.2015 wurden die Banden des „Islamischen Staates“ aus der Stadt Kobanê in der nord­syrischen autonomen kurdischen Region Rojava vertrieben. Seit September 2014 hatte der IS Kobanê angegriffen und für Wochen zu großen Teilen eingenommen. Die kurdischen Kampfeinheiten YPG und YPJ sowie PKK haben mit Unterstützung Kobanê vom IS-Terror befreit. Die kurdischen Kämpfer*innen haben unseren größten Respekt. Als Einzige stellen sie sich dem mörderischen IS entgegen, der alle abschlachtet, die sich ihm nicht unterwerfen. In Kobanê haben sie dem IS seine erste große Niederlage beigebracht.

Rojava?

Kobanê liegt in der Mitte der kurdischen Region Rojava in Nordsyrien an der Grenze zur Türkei. In Rojava hat die Bevölkerung 2011 ein selbstverwaltetes Gesell­schaftsmodell auf der Grundlage von Freiheit und Gleichberechtigung ins Leben gerufen: Basisdemokratische Strukturen und gewählte Räte bestimmen die Politik. Verschiedene Religionen, Ethnien und Minderheiten leben gleichberechtigt miteinander.

Im Zentrum von Rojava steht die basis­demokratische Selbstverwaltung.

Das heißt, die Menschen haben sich von unten organisiert. Jede Straße verfügt über eine eigene Versammlung, wo die Nachbarn zusammenkommen und darüber diskutieren, wie sie ihr Zusammenleben gestalten wollen. Aus jeder Versammlung gibt es eine Verantwortliche, die die Entscheidungen in die Versammlungen der nächsthöheren Ebene trägt – im Stadtteil, in der Stadt usw. So wurde innerhalb kurzer Zeit eine ganze Region politisiert. Die Menschen denken mit, treffen Entscheidungen und handeln sie solidarisch miteinander aus. Besonders emanzipatorisch und fortschrittlich sind für uns die Frauenrechte und die Flüchtlingspolitik. Das Projekt Rojava ist eine große Hoffnung, nicht nur für die Menschen der Region, sondern für alle, die ein basisorientiertes Gesellschaftsmodell dem hiesigen „Normalzustand“ mit Rassismus, Sexismus und kapitalistischer Verwertungslogik vorziehen. Wir wollen auch hier eine andere Politik, die sich nicht an der Markt­logik orientiert, sondern an den Bedürfnissen der Menschen!

Rojava braucht unsere Solidarität!

Der Sieg von Kobanê ist ein Sieg der Menschlichkeit. Es ist ein Sieg aller Kräfte, die für eine gemeinsame und demokratische Zukunft in Rojava und im ganzen Nahen Osten eintreten. Doch der IS mordet weiter und bedroht auch Rojava in Syrien und das jesidische Shingal im Irak. Hunderttausende Menschen sind auf der Flucht. Tausende Frauen und Mädchen sind noch immer versklavt. Der IS beansprucht mit seiner Ideologie ein Großkalifat, das die Gebiete der Staaten Syrien, Irak, Libanon und Israel umfassen soll. Seit Mitte Januar wird die Stadt Haseke im Kanton Cezire von der Syrischen Armee angegriffen.

Die Befreiung von Kobanê war nur die erste Etappe.

Jetzt geht es darum, die ganze Region von den Banden des IS zu befreien. Kobanê ist zu einem großen Teil zerstört. Es braucht Hilfe für die Flüchtlinge und den Wiederaufbau der Stadt.

Wir fordern mit den Menschen von Rojava:

Die Anerkennung von Rojava als demokratisches Gesellschaftsmodell!
Die Türkei muss die Unterstützung für den IS beenden!
Die Errichtung eines Hilfskorridors für Rojava – für humanitäre Hilfe und den Wiederaufbau der Infrastruktur!
Das PKK-Verbot in Deutschland muss ­auf­gehoben werden!

Bremen, Samstag, 21. Februar 2015 | 13 Uhr | Leibnizplatz (Bremen-Neustadt)

Quelle: End of Road

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