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Chronik der Übergriffe auf Migranten und Flüchtlinge sowie deren Unterkünfte

28. Januar 2015

nopegidaSeit der ersten Pegida-Demonstration am 20. Oktober 2014 in Dresden haben bundesweit die Übergriffe auf Migranten und Flüchtlinge sowie deren Unterkünfte dramatisch zugenommen. Das hat eine umfangreiche Recherche des ARD-Politmagazins REPORT MAINZ ergeben. Systematisch ausgewertet wurden Agenturen, Zeitungs-, Hörfunk-und Fernsehberichte, Pressemitteilungen der Polizei sowie Chroniken der regionalen Arbeitsstellen für Bildung, Integration und Demokratie (RAA).

20. Oktober 2014 – 20. Januar 2015

(1) Plauen / Sachsen
In der Nacht zum 22. Oktober wurde die Fensterscheibe einer Flüchtlingswohnung im Plauener Stadtteil Neundorf mit einer Flasche eingeworfen. Gebrüllt wurde unter anderem „Wir bringen euch um“. Die vier dort untergebrachten Tunesier und Libyer hatten die Wohnung erst an diesem Tag bezogen.
(http://vogtland-anzeiger.de v. 27. Oktober 2014)

(2) Berlin
Am frühen Morgen des 22. Oktober wurde ein 38-jähriger Jamaikaner in Berlin von einem 27-Jährigen Deutschen zweimal mit der Faust ins Gesicht geschlagen und beleidigt.
(www.taz.de v. 23. Oktober 2014)

(3) Aue / Sachsen
Am 22. Oktober wurde ein libyscher Asylsuchender in Aue von mehreren Personen überfallen und ausgeraubt.

(www.raa-sachsen.de v. 22. Oktober 2014)

(4) Limburg / Hessen
In der Nacht zum 23. Oktober wurde ein 55-Jähriger aus Ruanda in einer städtischen Unterkunft in Limburg zu Tode geprügelt. Drei polizeibekannte Tatverdächtige im Alter zwischen 22 und 43 Jahren sitzen wegen Verdachts auf Totschlag in Untersuchungshaft. Von zwei Tätern liegen Fotos vor, die sie beim Zeigen des Hitlergrußes zeigen.
(www.hr-online.de v. 29. Oktober 2014 / http://www.mittelhessen.de v. 20.
November 2014)

(5) Hildburghausen / Thüringen
In der Nacht zum 23. Oktober haben Neonazis mit zehn bis 15 Autos eine
Hetzjagd auf Menschen in einem Transporter mit rumänischem Kennzeichen
in Hildburghausen gemacht. Zuvor sollen sich die Beteiligten über eine
geschlossene Facebook-Gruppe, die dem Neonazi Tommy F. zugerechnet wird,
verabredet haben.
(https://haskala.de v. 24. Oktober 2014)

(6) Berlin
In der Nacht zum 26. Oktober wurde ein 29-jähriger Mann aus Syrien in Friedrichshain von drei Männern rassistisch beschimpft, ausgeraubt und dabei schwer verletzt. Dem auf dem Boden liegenden Opfer wurde gegen den Kopf getreten.
(www.taz.de v. 27. Oktober 2014)

(7) Köln / Nordrhein-Westfalen
Nach der Demonstration der Gruppe „Hooligans gegen Salafisten“ am 26. Oktober in Köln mussten Schaffner in einem Zug von Köln nach Münster Reisende mit Migrationshintergrund vor Hooligan-Attacken im hintersten Abteil in Sicherheit bringen und abschließen. Auf dem hinweg zur Demonstration sollen Neonazis der Kameradschaft „Aachener Land“ in Düren Migranten aus dem Zug geworfen haben.
(www.focus.de v. 01. November 2014)

(8) Berlin
Am Abend des 26. Oktober hat ein 49-Jähriger in Köpenick ein Ehepaar fremdenfeindlich beleidigt und den 28-jährigen Mann geschlagen.
(www.berlin.de v. 27. Oktober 2014)

(9) Franzburg / Mecklenburg-Vorpommern
In der Nacht zum 26. Oktober haben Jugendliche Böller im Flur und auf dem Vorplatz des Asylbewerberheims in Franzburg (Vorpommern-Rügen) gezündet.
(www.svz.de v. 27. Oktober 2014)

(10) Halle / Sachsen-Anhalt
Ein zehnjähriges dunkelhäutiges Mädchen wurde am 26. Oktober in Halle von Kindern ausländerfeindlich beleidigt, geschlagen und im Gesicht verletzt. Das Opfer ist in Halle geboren.
(www.taz.de v. 31. Oktober 2014)

(11) Oschatz / Sachsen
In der Nacht zum 28. Oktober warfen mehrere Täter Steine auf die Asylunterkunft in Oschatz.
(www.raa-sachsen.de v. 28. Oktober 2014)

(12) Schmiedeberg / Sachsen
Am Nachmittag des 29. Oktober wurden vier Inder in Schmiedeberg von
einem Mann mit einer Eisenstange angegriffen.
(www.raa-sachsen.de v. 29. Oktober 2014)

(13) Oschatz / Sachsen
Ein Flüchtling wurde in Oschatz von sieben Personen verprügelt. Das Opfer musste mehrere Tage im Krankenhaus behandelt werden.
(www.raa-sachsen.de v. 31. Oktober 2014)

NOVEMBER

(14) Berlin
Bei einer Flüchtlingsunterkunft in Spandau wurden Anfang November zwei Stahlkugeln mit einer Zwille durch ein Fenster geschossen.
(berlin-gegen-nazis.de)

(15) Münchberg / Bayern
Anfang November wurden mit Steinen drei Fensterscheiben der
Asylbewerberunterkunft in Münchberg eingeschlagen.
(www.br.de v. 18. November 2014)

(16) Zwönitz / Sachsen
In der Nacht zum 2. November wurde die künftige Unterkunft für Flüchtlinge im Zwönitzer Ortsteil Kühnhaide mit Steinen beworfen. Die Steine waren mit Papier umwickelt, auf dem ausländerfeindliche Parolen standen.
(www.raa-sachsen.de v. 02. November 2014)

(17) Senftenberg / Brandenburg
Am ersten November-Wochenende wurden an einem Schullandheim in Senftenberg, das künftig als Flüchtlingsheim genutzt werden soll, der Schriftzug „Werden hier Asylbewerber wohnen, werden hier schnell Flammen lodeln!“ (Originalwortlaut) in einer Größe von 6,70* 2,50 Metern in schwarzer Farbe angebracht. Auch ein unbeschädigter Brandsatz (Molotowcocktail) wurde in unmittelbarer Nähe gefunden. Dieser war „scheinbar als Drohung gegen die Überfremdung von den bisher nicht identifizierten Asylheim-Gegnern symbolisch als Warnung hinterlassen“, so die Neonazi-Partei Der Dritte Weg.
(www.der-dritte-weg.info v. 06. November 2014 /
http://www.niederlausitz-aktuell.de v. 03. November 2014)

(18) Neubrandenburg / Mecklenburg-Vorpommern
Eine Gruppe von Asylbewerbern wurde am 8. November in Neubrandenburg von Unbekannten fremdenfeindlich beleidigt. Ein Täter schlug einen 23-jährigen Mann aus Eritrea.
(www.nordkurier.de v. 10. November 2014)

(19) Wittenberg / Sachsen-Anhalt
Am Nachmittag des 8. November wurde in Wittenberg eine deutsch-türkische Familie von zwei Männern zunächst beleidigt und mit Reizgas besprüht. Anschließend brüllten die Täter rechtsextreme Parolen.
(www.mz-web.de v. 09. November 2014)

(20) Anklam / Mecklenburg-Vorpommern
Am 10. November wurden drei Asylbewerber aus Afghanistan und dem Iran in Anklam brutal zusammengeschlagen. Zuvor wurden die Opfer fremdenfeindlich beleidigt. Ein Opfer versuchten die Täter mit dem Auto zu überfahren. Er musste sich mit einem Sprung zur Seite retten. Die Täter, zwei 21 und 26 Jahre alte Männer sowie eine 19-Jährige, sind polizeibekannt. An dem Übergriff waren auch fünf Kinder und Heranwachsende im Alter von 13 bis 20 Jahren beteiligt.
(www.nordkurier.de v. 11. November 2014 / http://www.welt.de v. 12. November
2014 / http://www.svz.de v. 17. November 2014)

(21) Dresden / Sachsen
Eine seit Oktober in Dresden-Gorbitz lebende Flüchtlingsfamilie aus Syrien wurde in einem anonymen Brief vom 11. November massiv bedroht. In dem Schreiben heißt es: „Sieg Heil! Wir wollen Euch hier nicht haben. Macht Euch weg, sonst machen wir es!“. Der Drohbrief-Schreiber wurde als 20-ähriger Dresdner enttarnt.
(www.mdr.de v. 26. November 2014 / http://www.sz-online.de v. 28. November 2014
/ http://www.welt.de v. 16. Dezember 2014)

(22) Halle / Sachsen-Anhalt
Am 12. November wurde ein zehnjähriges Mädchen auf einem Spielplatz in Halle-Silberhöhle von bis zu acht Kindern rassistisch beleidigt, geschlagen und getreten. Das Opfer musste im Krankenhaus behandelt werden. Seit Monaten wird in dem Stadtteil gegen Sinti und Roma gehetzt.
(jw v. 15./16. November 2014)

(23) Marienberg / Sachsen
In der Nacht zum 12. November sprühten Unbekannte Hakenkreuze und SS-Runen an die künftige Flüchtlingsunterkunft im Marienberger Ortsteil Hüttengrund.
(www.raa-sachsen.de v. 12. November 2014)

(24) Strasburg / Mecklenburg-Vorpommern
Am 14. November wurde in eine Wohnung im Asylbewerberheim in Strasburg (Landkreis Vorpommern-Greifswald) ein Böller durch ein geöffnetes Küchenfenster geworfen.
(www.welt.de v. 24. November 2014)

(25) Friedberg / Hessen
Am Abend des 15. November haben Rechtsextremisten, die zuvor in Hannover unter dem Motto „Hooligans gegen Salafisten“ aufmarschiert waren, in Friedberg mehrere Personen angegriffen und rassistische Parolen gegrölt.
(www.wetterauer-zeitung.de v. 18. November 2014)

(26/27) Feilitzsch – Hof / Bayern
In Feilitzsch wurden Hakenkreuze an eine leer stehende Gaststätte angebracht. Die Gaststätte ist als Unterkunft für Flüchtlinge aus dem Nahen Osten im Gespräch. In Hof wurden Hakenkreuze an die Asylbewerberunterkunft gesprüht.
(www.br.de v. 18. November 2014)

(28) Meßstetten / Baden-Württemberg
Im Laufe der 47. Kalenderwoche wurden Wegweiser zur neuen Flüchtlingsunterkunft in Meßstetten (Zollernalbkreis) besprüht. Im näheren Umfeld wurden Hakenkreuze, Neonazi-Parolen und SS-Runen hinterlassen.
(Stuttgarter Zeitung v. 21. November 2014)

(29) Lindau / Bayern
Am Nachmittag des 17. November warf ein Unbekannter eine Fensterscheibe des Asylbewerberheims in Lindau mit einem Stein ein. Der Eindringling gelangte so in den Heizungsraum und riss Dämmmaterial des Warmwasserspeichers heraus.
(www.allgaeuhit.de v. 19. November 2014)

(30) Bernburg / Sachsen-Anhalt
Am 20. November wurde ein türkischer Mann in Bernburg von fünf Männern verprügelt. Die Polizei schließt einen politisch motivierten Hintergrund nicht aus. Das Fahrrad des Opfers wurde in die Saale geworfen.
(http://dokmz.wordpress.com/page/6/ v. 24. November 2014)

(31) Schwedt / Mecklenburg-Vorpommern
Am 22. November betraten ein 23-jähriger Syrer sowie ein 38-jähriger Kenianer ein Schnellrestaurant in Schwedt. Ein polizeibekannter 25-Jähriger entbot den Hitlergruß und schlug den Syrer mit der Faust ins Gesicht. Den Kenianer beleidigte der Schläger. Der Syrer musste im Krankenhaus behandelt werden.
(www.internetwache.brandenburg.de v. 24. November 2014)

(32) Strasburg / Mecklenburg-Vorpommern
In der Nacht zum 23. November wurde eine Wohnung im Asylbewerberheim in Strasburg (Landkreis Vorpommern-Greifswald) mit einer Silvesterrakete beschossen. Es entstand Sachschaden.
(www.welt.de v. 24. November 2014)

(33) Krumpa / Sachsen-Anhalt
Ein 22-Jähriger schlägt am 24. November auf der Fahrt von Merseburg nach Krumpa einen 23-jährigen Flüchtling aus Guinea zu Boden. Als das Opfer aufsteht, erhält es einen Schlag ins Gesicht.
(www.mut-gegen-rechte-gewalt.de v. 24. November 2014)

(34) Bad Schandau / Sachsen
Ein Asylsuchender und seine Frau wurden in Bad Schandau von zwei Männern beleidigt, dann wurde der Mann geschlagen und getreten.
(www.raa-sachsen.de v. 25. November 2014)

(35) Dresden / Sachsen
Am Nachmittag des 25. November beleidigte ein 35-Jähriger in einer Straßenbahn in Dresden einen Mann rassistisch und warf kleine Schnapsflaschen nach ihm. Als sich Fahrgäste vor das Opfer stellten, schlug der Täter auf eine der Personen ein und verletzte einen 32-Jährigen.
(www.addn.me v. 26. November 2014)

(36) Senftenberg / Brandenburg
In der Nacht zum 26. November-Wochenende wurde ein Weg zu einem Schullandheim in Senftenberg, das künftig als Flüchtlingsheim genutzt werden soll, auf einer Länge von ca. 300 Metern mit rechtsextremen Parolen beschmiert.
(www.lr-online.de v. 27. November 2014)

DEZEMBER

(37) Dresden / Sachsen
Anfang Dezember wurde ein 23-Jähriger vor einer Disco in Dresden von drei Männern rassistisch beleidigt und geschlagen. Zwei junge Flüchtlinge wurden in Dresden beleidigt und ins Gesicht geschlagen.
(www.raa-sachsen.de v. 06. Dezember 2014)

(38) München / Bayern
Am Abend des 6. Dezember haben mehrere Männer in der Nähe des Münchner Viktualienmarktes ein deutsch-türkisches Ehepaar zusammengeschlagen haben. Zuvor wurden sie rassistisch beleidigt. Beide Opfer erlitten eine Gehirnerschütterung und zahlreiche Prellungen.
(www.donaukurier.de v. 11. Dezember 2014)

(39) Vorra / Bayern
Am späten Abend des 11. Dezember wurde im mittelfränkischen Vorra (Landkreis Nürnberger Land), etwa 30 Kilometer östlich von Nürnberg, eine geplante Flüchtlingsunterkunft, ein Komplex von drei Gebäuden, angezündet und abgebrannt. Die Parole „Kein Asylat in Vorra“ und Hakenkreuze wurden auf Gebäude geschmiert. Man geht von einem Schaden von 700.000 Euro aus. Auf der Homepage der Neonazi-Partei Der Dritte Weg wurde der Anschlag kommentiert: „Eine drohende Asyl-Überflutung scheint zumindest in der beschaulichen mittelfränkischen Gemeinde Vorra … durch ein nächtliches Großfeuer nun erfolgreich gestoppt worden zu sein. So sollen laut Medienmeldungen dort diverse Brandherde gleich drei leerstehende Räumlichkeiten vernichtet haben, die von volksfeindlichen Überfremdungsprotagonisten als künftige Asylanten-Behausungen angedacht
waren. … Mit den perfiden Asyl- und Überfremdungsplänen ist dank dem Feuerchen … erst einmal Schluß. Nicht wenige in der Hersbrucker Schweiz sehen daher in dem Feuerspektakel so auch ein vorzeitiges Weihnachtsgeschenk“.
(www.tagesspiegel.de v. 12. Dezember 2014 / http://www.der-dritte-weg.info v.
13. Dezember 2014)

(40) Pasewalk / Mecklenburg-Vorpommern
Nach einer Zeitungsmeldung im Nordkurier, wonach die Stadt Pasewalk um Fahrradspenden für Flüchtlinge warb, wurde in der Nacht zum 13. Dezember ein Fahrrad an die Eingangstür der Zeitungsredaktion angekettet. An die Türscheibe wurden Zettel mit den Worten „Asylmissbrauch“ und „Spenden??? Nein Danke!!!“ sowie „Mehr hat Deutschland nicht übrig für Asylmissbrauch!!!“ geklebt.
(www.nordkurier.de v. 14. Dezember 2014)

(41) Burg / Sachsen-Anhalt
Am Nachmittag des 14. Dezember wurde in Burg (Jerichower Land) ein aus Bulgarien stammender 15-Jähriger von einem polizeibekannten 23-Jährigen rassistisch beleidigt, gewürgt und zu Boden gestoßen.
(www.focus.de v. 15. Dezember 2014)

(42) Berlin
Ein aus Algerien stammender Taxifahrer wurde am 15. Dezember in Treptow-Köpenick von seinen Fahrgästen fremdenfeindlich attackiert. Ein Mann der siebenköpfigen Gruppe schlug sein Opfer mehrfach auf den Kopf. Der Taxifahrer musste im Krankenhaus behandelt werden.
(www.welt.de v. 15. Dezember 2014)

(43) Merseburg / Sachsen-Anhalt
Am Abend des 15. Dezember wurde ein Mann aus Mali von einem mit Haftbefehl gesuchten 23-Jährigen in Merseburg als „Neger“ beleidigt und dann ins Gesicht geschlagen.
(www.lvz-online.de v. 16. Dezember 2014)

(44) Braunschweig / Niedersachsen
In Braunschweig wurde am 16. Dezember eine aus Syrien stammende 29-jährige Muslimin von einem Autofahrer angefahren. Dabei brüllten die Insassen islamfeindliche Parolen.
(www.derwesten.de v. 19. Dezember 2014)

(45) Wackersdorf / Bayern
Am Vormittag des 18. Dezember wurde ein 49-jähriger Syrer in Wackersdorf von einem Unbekannten unvermittelt mit einem Ast von hinten niedergeschlagen und verletzt.
(www.mittelbayerische.de v. 19. Dezember 2014)

(46) Brand-Erbisdorf / Sachsen
In der Nacht zum 19. Dezember warfen Unbekannte mehrere Farbbeutel gegen die Fassade der Flüchtlingsunterkunft in Brand-Erbisdorf.
(www.raa-sachsen.de v. 19. Dezember 2014)

(47) Großköllnbach / Bayern
Am frühen Morgen des 20. Dezember traten Unbekannte gegen die Tür der Flüchtlingsunterkunft in Größköllnbach.
(www.idowa.de v. 22. Dezember 2014)

(48) Villmar-Weyer / Hessen
In der Nacht zum 20. Dezember ging ein leerstehendes Wohnhaus in Villmar-Weyer in Flammen auf. Die Polizei schließt einen fremdenfeindlichen Hintergrund nicht aus. An dem Haus wurden fremdenfeindliche Schmierereien angebracht.
(www.hr-online.de v. 27. Dezember 2014 / http://www.faz.net v. 29. Dezember 2014)

(49) Rottenburg / Baden-Württemberg
Ein 21-Jähriger, der der rechten Szene zugerechnet wird, hat am 20. Dezember in Rottenburg zwei 27 und 36 Jahre alte Asylbewerberinnen aus Gambia angepöbelt und geschlagen. Das ältere Opfer stürzte und wurde mehrmals getreten. Die Frau musste mit Kopf- und Knieverletzungen ins Krankenhaus gebracht werden.
(www.neues-deutschland.de v. 22. Dezember 2014)

(50) Straubing / Bayern
Ein 18-jähriger Flüchtling aus Mali wurde am 20. Dezember in einem Regionalzug von Straubing nach Niederlindhart von drei Unbekannten zusammengeschlagen. Der Asylbewerber erlitt mehrere Platzwunden am Kopf und wurde in ein Krankenhaus eingeliefert.
(www.sueddeutsche.de v. 21. Dezember 2014)

(51) Berlin
Beim Öffnen der Wohnungstür seines Bruders in Mariendorf am späten Abend des 20. Dezember wurde ein 25-jähriger dunkelhäutiger Mann von Unbekannten mit Reizgas angegriffen. Nach der Flucht der Täter bemerkten die Brüder rassistische Parolen, Hakenkreuze und Schriftzüge wie „Deutschland den Deutschen – Ausländer raus“ im Treppenhaus und am Fahrstuhl.
(www.tagesspiegel.de v. 21. Dezember 2014)

(52) Sebnitz / Sachsen
Am Abend des 20. Dezember wurde eine aus Vietnam stammende Familie auf dem Marktplatz in Sebnitz von einem Mann mit einer Pistole bedroht. Dabei gröhlte der Täter rassistische Hetzparolen.
(www.sz-online.de v. 23. Dezember 2014)

(53) Plöwen / Mecklenburg-Vorpommern
Am Abend des 20. Dezember fuhr ein Autofahrer in Plöwen (Ostvorpommern-Greifswald) gezielt auf zwei syrische Asylbewerber, die auf dem Fahrrad unterwegs zurück in ihre Unterkunft waren. Die 20 und 24 Jahre alten Flüchtlinge konnten dem Skoda rechtzeitig ausweichen.
(www.t-online.de v. 21. Dezember 2014 / http://www.nordkurier.de v. 22. Dezember 2014)

(54) Dormagen / Nordrhein-Westfalen
In der Nacht zum 21. Dezember haben Unbekannte den Rohbau einer Moschee in Dormagen großflächig mit Hakenkreuzen und rassistischen Sprüchen wie „mit euch ins KZ“ beschmiert. Auch der Schriftzug „NSU“ wurde angebracht.
(www.spiegel.de. v. 21. Dezember 2014)

(55) Schwerin / Mecklenburg-Vorpommern
Am 21. Dezember wurde der Ghanaer Solomon Yeboah in Schwerin von drei Unbekannten getreten und mit einem Baseballschläger zusammengeschlagen.
(www.taz.de v. 21. Januar 2015)

(56) Tannenberg / Sachsen
In der Nacht zum 27. Dezember wurde an ein Gebäude im Tannenberger Ortsteil Siebenhöfen der Schriftzug „Volksverräter“ geschmiert. In dem Haus hat der Besitzer eine serbische Flüchtlingsfamilie untergebracht.
(www.raa-sachsen.de v. 27. Dezember 2014)

(57) Merseburg / Sachsen-Anhalt
Am frühen Morgen des 28. Dezember wurden zwei 26 und 34 Jahre alte Afrikaner in Merseburg nach dem Verlassen einer Discothek von einer fünfköpfigen Männergruppe rassistisch angepöbelt und geschlagen. Der 34-Jährige wurde mit einem Bierglas auf den Kopf attackiert. Das Opfer musste im Krankenhaus behandelt werden.
(www.spiegel.de v. 28. Dezember 2014)

(58) Brand-Erbisdorf / Sachsen
In der Nacht zum 31. Dezember wurde ein Sprengsatz aus einem Auto heraus auf das Grundstück des Asylbewerberheims in Brand-Erbisdorf geworfen. Dabei gingen zwei Scheiben zu Bruch.
(www.neues-deutschland.de v. 31. Dezember 2014)

2015

JANUAR

(59) Pforzheim / Baden-Württemberg
In der Silvesternacht haben zwei 24- und 26-jährige Bruder sowie die Mutter und die Frau des Jüngeren an die Scheiben eines Lokals in Pforzheim, in dem türkische Familienmitglieder feierten, geklopft. Dabei brüllten sie unter anderem „Scheiß Türken“. Mit einem Kampfmesser wurde die Tür eingeschlagen und ein Opfer durch einen Stich verletzt. Einer der Täter hatte eine Schreckschusspistole bei sich.
(www.pz-news.de v. 4. Januar 2015)

(60) Grabau / Schleswig-Holstein
Am Abend des 2. Januar wurde in einer Flüchtlingsunterkunft in Grabau (Kreis Stormarn) eine Rauchgaspatrone im Treppenhaus platziert, der starken Qualm verursachte.
(www.abendblatt.de v. 08. Januar 2015)

(61) Magdeburg / Sachsen-Anhalt
Am Abend des 3. Januar randalierten Fußballhooligans aus dem Umfeld der Hoolstruppe „Blue White Street Elite“ und des 1. FC Ostelbien Dornburg in einer Magdeburger Diskothek, zeigten Hitler-Grüße und griffen nach ihrem Rauswurf auf dem Weg zum Bahnhof mehrere Iraker an.
(http://fussball-gegen-nazis.de v. 08. Januar 2015)

(62) Bochum / Nordrhein-Westfalen
Ein Flüchtlingsheim in Bochum wurde am zweiten Januar-Wochenende mit ausländerfeindlichen Parolen beschmiert.
(www.rp-online.de v. 12. Januar 2015)

(63) Dormagen / Nordrhein-Westfalen
In der Nacht zum 11. Januar hat ein Unbekannter wiederholt den Rohbau einer Moschee in Dormagen großflächig mit Hakenkreuzen beschmiert.
(www.rp-online. v. 11. Januar 2015)

(64) Bochum / Nordrhein-Westfalen
Vermutlich in der Nacht zum 11. Januar wurde in Bochum ein Flüchtlingsheim mit ausländerfeindlichen Parolen beschmiert.
(www.rp-online.de v. 12. Januar 2015)

(65) Güstrow / Mecklenburg-Vorpommern
Am Morgen des 11. Januar wurde ein Stein gegen ein Flüchtlingsheim in Güstrow geworfen.
(www.nordkurier.de v. 11. Januar 2015)

(66) (Dresden / Sachsen
In der Nacht zum 13. Januar wurde ein 27-jähriger Asylbewerber aus Libyen in Dresden zunächst von Männern in Bomberjacken angesprochen und dann mit einer heißen Flüssigkeit übergossen.
(https://mopo24.de v. 22. Januar 2015)

(67) Suhl / Thüringen
Ein 26-jähriger Asylbewerber aus Syrien wurde am 13. Januar in Suhl von einem Unbekannten angegriffen und leicht verletzt.
(www.insuedthueringen.de v. 14. Januar 2015)

(68) Dresden / Sachsen
Mit Drohungen und Hakenkreuzschmierereien haben Asylgegner eine geplante Asylunterkunft im Dresdner Stadtteil Laubegast verhindert. Das Hotel sollte für Flüchtlinge angemietet werden.
(www.faz.net v. 14. Januar 2015)

(69) Dresden / Sachsen
In der Nacht zum 16. Januar wurden zwei Flüchtlinge aus Syrien, die in einer Erdgeschosswohnung in Dresden-Gorbitz untergebracht sind, von zwei Männern mit einem Messer bedroht.
(www.raa-sachsen.de v. 16. Januar 2015)

(70) Schwerte / Nordrhein-Westfalen
Am Abend des 16. Januar haben drei Jugendliche Steine auf die Flüchtlingsunterkunft im Schwerter Stadtteil Villigst geworfen. Kurze Zeit darauf brannten sie in der Nähe der Unterkunft Feuerwerkskörper ab. Ein ähnlicher Zwischenfall hat sich bereits am vergangenen Wochenende ereignet.
(www.derwesten.de v. 18. Januar 2015)

(71) Sangerhausen / Sachsen-Anhalt
Am Morgen des 17. Januar drangen drei Unbekannte in das Asylbewerberheim in Sangerhausen ein, bedrängten die Einwohner und beschmissen die Zimmertür mit Eiern.
(www.mz-web.de v. 20. Januar 2015)

(72) Bielefeld / Porta Westfalica
In der Nacht zum 17. Januar haben ca. sechs männliche Erwachsene die Asylbewerberunterkunft in Porta Westfalica (Kreis Minden-Lübbecke), Ortsteil Vennebeck, mit Paintballwaffen beschossen. Dabei brüllten die Täter ausländerfeindliche Parolen.
(www.presseportal.de/polizeipresse v. 17. Januar 2015)

(73) Haselbachtal / Sachsen
In der Nacht zum 18. Januar haben Unbekannte in Haselbachtal (Kreis Bautzen) den Keller einer Flüchtlingsunterkunft, die demnächst eröffnen sollte, unter Wasser gesetzt.
(www.raa-sachsen.de v. 18. Januar 2015)

(74) Essen / Nordrhein-Westfalen
In der Nacht zum 18. Januar hat ein polizeibekannter 24-Jähriger im Hauptbahnhof von Essen mit Springerstiefeln einen 34-jährigen Mann mit marokkanischen Wurzeln gegen die Brust getreten. Das Opfer schlug mit dem Hinterkopf auf dem Boden auf und verlor das Bewusstsein.
(www.derwesten.de v. 19.Januar 2015)

(75) Mannheim / Baden-Württemberg
Am Abend des 18. Januar wurde ein 45-jähriger Koran-Lehrer in Mannheim von drei Schlägern angegriffen und niedergeschlagen.
(www.mz.de v. 23. Januar 2015)

(76) Magdeburg / Sachsen-Anhalt
Zwei 14 und 15 Jahre alte Heranwachsende haben am Abend des 20. Januar einen 21-jährigen Asylbewerber aus Eritrea in einer Straßenbahn in Magdeburg angespuckt, geschlagen und getreten. Zudem sollen sie ihrem Opfer eine Halskette abgerissen haben.
(www.t-online.de v. 21. Januar 2015)

Stand: 27.01.2015, 17.05 Uhr

Quelle: Südwest Rundfunk

One Comment leave one →
  1. Dokumente eines Versagens Tom Strohschneider über Angriffe auf Flüchtlinge in Pegida-Zeiten permalink
    29. Januar 2015 07:02

    Seit Pegida marschiert, hat die Zahl der Angriffe auf Flüchtlinge deutlich zugenommen. Die rassistische Bedrohung von Menschenleben wächst, das ist eine empirische Realität. Ein Zusammenhang mit den
    Quelle: ND – http://www.neues-deutschland.de/artikel/960067.dokumente-eines-versagens.html

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