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Kobane befreit! Kurden vertreiben IS-Faschisten

27. Januar 2015

Kobane_26.01.15-300x200Dschihadisten ziehen sich komplett aus syrischer Stadt zurück. Kurdische Einheiten übernehmen Kontrolle.

Kobane. Nach monatelangen heftigen Kämpfen haben kurdische Einheiten die nordsyrische Stadt Kobane vollständig von der IS-Terrormiliz befreit. Die Kurden seien nun dabei, im Osten der Stadt Häuser auf der Suche nach Sprengladungen zu durchkämmen, meldete die Syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte am Montag. Kurden-Sprecher Idriss Nassan bestätigte der Deutschen Presse-Agentur die Information. »Dies ist ein Sieg für alle Kurden«, sagte er. Die Terrormiliz Islamischer Staat (IS) hatte im vergangenen September ihren Vormarsch auf Kobane begonnen. Die Stadt liegt an der Grenze zur Türkei in einer Enklave, die vor allem von Kurden bewohnt wird. Zunächst überrannten IS-Kämpfer die Dörfer im Umland von Kobane und trieben Zehntausende Menschen in die Flucht. Von Kobane konnten die Extremisten teilweise mehr als die Hälfte unterKontrolle bringen.

Mit Hilfe von Luftangriffen der USA und ihrer arabischen Verbündeten gelang es den Kurden jedoch, die Extremisten nach und nach zurückzudrängen. Sie erhielten dafür auch Unterstützung von Kurden aus dem Irak, die schwere Waffen nach Kobane brachten. Die IS-Terrormiliz beherrscht jedoch weiterhin das Umland Kobanes. dpa/nd

Mythos der Unbesiegbarkeit des IS ist gebrochen

Nachdem die Volksverteidigungseinheiten (YPG) und Frauenverteidigungseinheiten (YPJ) den seit dem 15. September 2014 andauernden Angriffen des Islamischen Staats (IS) auf Kobanê (Rojava/Nordsyrien), Einhalt geboten haben und den IS an den meisten Fronten zurückdrängen konnten, erklärt die YPG nun, dass sie kurz vor der vollständigen Befreiung Kobanês steht.

„Baldige Verkündung des Sieges“

Gegenüber der Nachrichtenagentur ANF erklärte der YPG-Kommandant an der Ostfront von Kobanê, Mazlum Kobanê, dass mit der am 23. Januar begonnenen Befreiungsoperation der YPG/YPJ die Straßen Sukulhal, Seyda Cami und Seyda gesäubert wurden und der IS in die Region Kaniya Kurda zurückgedrängt wurde: „Die IS-Banden halten in dieser Region nur noch vier Viertel. Wenn unsere Kräfte in diese vier Straßen erfolgreich vorrücken, ist die Ostfront vollständig gesäubert und wir können unserer gesamten Bevölkerung den Sieg des heldenhaften Kampfes gegen den IS um Kobanê verkünden.“

„Letzte große Offensive dauert an“

Die Co-Vorsitzende der Partei der Demokratischen Einheit (PYD) Asia Abdullah, die sich gegenwärtig in Kobanê befindet, erklärte gegenüber Civaka Azad am Mittag des 26.01.2015 (14.30 Uhr) telefonisch:„Die   zur Befreiung von Kobanê dauern weiter an. Die YPG und YPJ kämpfen hierbei an der vordersten Front. Auch die Brigaden Sems El-Semal und Suwar El Rakka der FSA nehmen Teil an diesen Operationen. Die Anti-IS-Koalition hat in den letzten Tagen und Wochen durch Luftangriffe Hilfe geleistet. Das Gebiet Kaniya Kurda und der sich dort befindende strategische Hügel Gire Kâni wurden befreit. Der Islamische Staat erlitt vor einigen Wochen einen schweren Schlag. Nun hat die YPG/YPJ diese letzte große Offensive begonnen.“

„Eine neue Phase für Kobanê“

Für die Zeit nach der Befreiung erklärte Abdullah weiter: „Mit dieser Offensive beginnt nun eine neue Phase für Kobanê. Wenn in den kommenden Tagen der Sieg verkündet wird, ist dies nicht gleichbedeutend mit einem Ende der Gefahr. Denn der IS sammelt bereits seine Kräfte in der Region zusammen. Die Selbstverteidigungseinheiten brauchen deshalb ein nachhaltiges Verteidigungssystem und weiterhin Unterstützung. Mit dieser Offensive beginnt gleichzeitig auch eine neue Phase für die Zivilbevölkerung. Neben den vielen Menschen die in Kobanê leben, werden weitere zehntausende geflüchtete Menschen zurückkehren. Da vieles in der Stadt zerstört ist, werden wir Camps und vorläufige Unterkünfte brauchen. Die Grundbedürfnisse der Menschen müssen erfüllt werden und es braucht medizinische Versorgung. Dafür ist Kobanê auf internationale Unterstützung angewiesen. Die Türkei soll hierbei eine unterstützende Rolle spielen. Allen voran die UN und die UNHCR müssen Verantwortung für diese Menschen übernehmen. Deshalb erneuern wir unseren Aufruf an die internationale Öffentlichkeit, dass Delegationen sich ein Bild von der Lage in der Region machen sollen. Der Widerstand in Kobanê hat den Mythos der Unbesiegbarkeit des IS nun endgültig gebrochen. Das wird allen Kämpfenden gegen den IS, ob in Syrien oder im Irak, Hoffnung und Moral geben. Die Erfolge in Kobanê sind Erfolge für alle Menschen, die unseren Kampf unterstützt haben. Die Befreiung von Kobanê wird beweisen, dass ein gerechter Widerstand nicht zu besiegen ist.“

Pressemitteilung vom Civaka Azad, 26.01.2015

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  1. Monarchistische Volksfront permalink
    4. Februar 2015 23:48

    Jordaniens König Abdullah schwört Rache

    Zwei islamistische Terroristen gehängt, Angriffe auf „ISIS“-Stellungen. Obama sichert seinem Verbündeten Unterstützung zu.

    Nach der Verbrennung des jordanischen Piloten Moath al-Kassasbeh (27) bei lebendigem Leib greift Jordanien unerbittlich durch.

    Das haschemitische Königreich ließ die beiden Islamisten Sadschida al-Rischawi und Siad al-Karbuli hängen, beide hatten sich an Terrorakten beteiligt. Das Dekret für die Hinrichtung kam direkt von König Abdullah II (53). Zuvor hatte „ISIS“ wochenlang über einen Austausch der Dschihadistin al-Rischawi verhandelt – obwohl al-Kassasbeh nach Auskunft des jordanischen Militärs wohl bereits am 3. Januar ermordet wurde.

    In einer ersten Stellungnahme forderte Abdullah die Bewohner seines Landes auf, zusammenzustehen. Zuvor hatten Tausende Mitglieder des einflussreichen Stammes, dem der Pilot angehörte, demonstriert.

    Auch die Streitkräfte setzen Abdullah unter Druck. Die jordanische Armee erklärte in einer Stellungnahme, das „Blut des getöteten Piloten“ zu rächen. Jordanien, das als enger Verbündeter der USA (major non-NATO-ally) gilt, gehört zur Koalition, die Luftangriffe gegen die „ISIS“-Terrormiliz fliegt.

    Der US-Terrorexperte Max Abrahms geht davon aus, dass Jordanien den Kampf gegen „ISIS“ intensivieren wird. Abrahms zu B.Z.: „Das Ironische am Terror ist, dass er politische Zugeständnisse erpressen will, aber die Staaten, auf die er zielt, meistens harte Gegenmaßnahmen ergreifen.“ Auch Jordanien werde vermutlich militärisch reagieren.

    Tatsächlich bestätigten am Mittwoch Aktivisten aus der syrischen „ISIS“-Hochburg Raqqa der B.Z., dass Drohnen und Kampfflugflugzeuge über der Stadt im Einsatz waren.

    „ISIS“ veröffentlichte am Mittwoch ein weiteres Video, in dem eine öffentliche Vorführung des Mordfilms zu sehen ist. Anscheinend präsentierten die Mörder in Raqqa das Video der Ermordung von Moath al-Kassasbeh auf Großbildleinwänden und fingen die begeisterten Reaktionen in Interviews ein. Unter den Zuschauern befanden sich auch Kinder.

    Derweil wurde bekannt, dass die Vereinigten Arabischen Emirate, nach der Gefangennahme al-Kassasbehs am 24. Dezember 2014 aus Sorge um ihre Piloten alle Einsätze gegen die Terroristen gestoppt hatten. Bei einem Besuch König Abdullahs II. im Weißen Haus erklärte US-Präsident Barack Obama (53) seine Solidarität mit Jordanien. Ahmed al-Tayeb, Großscheich der Al-Azhar-Universität in Kairo, forderte die Kreuzigung der „ISIS“-Mörder.

    http://www.bz-berlin.de/welt/jordaniens-koenig-abdullah-schwoert-rache

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