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Pegida: Fremdenfeindlichkeit unter dem Deckmantel der Islamkritik

8. Januar 2015

dlogoZu den Pegida-Demonstrationen erklärt René Hartmann, Erster Vorsitzender des Bundes der Konfessionslosen und Atheisten:

Bei Pegida handelt es sich nicht um ein Eintreten gegen islamistische Gewalt und Intoleranz, sondern um schlecht verhüllte Fremdenfeindlichkeit.

Mit der Berufung auf das „Abendland“, das es zu verteidigen gelte, wird eine Abwehrhaltung gegenüber als „fremd“ empfundenen Religionen und Kulturen eingenommen. Es handelt sich folglich um das Gegenteil einer aufklärerischen und an Menschenrechten orientierten Religionskritik. Das ist auch insofern kein Zufall, als es sich um einen Versuch von Akteuren aus dem rechten Spektrum handelt, über ihre ‚Szene‘ hinaus größere Bevölkerungskreise anzusprechen. Auch das verbale Bekenntnis zum Asylrecht für Flüchtlinge kann über die fremdenfeindliche Stoßrichtung von Pegida nicht hinwegtäuschen.

Eine legitime Islamkritik muss wie jede Religionskritik vorrangig die Institutionen und Strukturen in den Blick nehmen. Hier gibt es durchaus einiges, das Grund zur Sorge gibt, wie etwa die Tendenz, die Privilegien der christlichen Kirchen auf islamische Organisationen auszuweiten. Eine Islamkritik jedoch, die Migranten aufgrund ihrer Herkunftsregionen als Gefahr für die eigene Kultur darstellt, entpuppt sich letztlich als kaum verhüllte rassistische Hetze und ist daher nachdrücklich abzulehnen.

Quelle: PM

6 Kommentare leave one →
  1. PEGIDA ist das Symptom eines größeren Problems permalink
    8. Januar 2015 10:45

    PEGIDA ist in aller Munde und wird dabei in aller Regel entweder vermeintlich „verstanden“ und in Teilen „respektiert“ oder aber als Problem der radikalen Rechten in Deutschland klassifiziert und bekämpft. Umfragen und Studien ergeben jedoch, dass die „Angst vor dem Islam“ seit Langem ein deutsches wie internationales Problem darstellt – und sich nicht nur in einzelnen politischen Lagern verorten und an diese „wegdelegieren“ lässt. Manch einer spricht daher auf der Suche nach Verständnis für die aktuelle gesellschaftliche Situation inzwischen von PEGIDA als dem „Produkt einer (langfristigen) politischen und medialen Inszenierung” und betont vor allem die Funktion von Rassismus in einer immer ungleicheren Welt. Die seit Jahren geschürte Islamfeindlichkeit diene dabei vor allem dazu, eigene Privilegien zu verteidigen sowie die nationale deutsche Identität zu revitalisieren, wie beispielsweise die Professorin für Diversity Studies, Rassismus und Migration Iman Attia betont. Jens Wernicke geht im Gespräch mit der Medienkritikerin sowie Sprach- und Islamwissenschaftlerin Sabine Schiffer[*] diesen Fragen und Hintergründen weiter nach.
    Quelle: Nachdenkseiten – http://www.nachdenkseiten.de/?p=24460

  2. Die Lügner des Richtigen permalink
    9. Januar 2015 12:41

    von Holdger Platta

    Es tut mir leid: so erfreulich man’s finden mag, daß jetzt selbst Leute wie Walter Steinmeier und Gerhard Schröder gegen PEGIDA öffentlich Stellung beziehen – zweierlei stört mich ganz gewaltig dabei: erstens, daß sie’s ausgerechnet in der BLÖD-Zeitung tun, in einem Lügenblatt, das selber so manches beigetragen hat zur Fremdenfeindlichkeit in unserem Land. Und zweitens: daß ausgerechnet solche Figuren wie Schröder und Steinmeier das tun.

    Ich sage es deutlich: von Leuten wie Steinmeier und Schröder ausgesprochen, werden selbst richtige Sätze zur Schwafelei: beide wenden sich gegen Fremdenhaß – prima, sollte man meinen. Aber sie selber haben dafür gesorgt, daß Menschen im eigenen Land zu Fremden wurden! Ich habe das, vor mehr als einem Jahr, deutlichst dargelegt in meinem HdS-Artikel „Hartz IV: Elend und Ausbürgerung im eigenen Land“ http://hinter-den-schlagzeilen.de/2013/07/11/hartz-iv-elend-und-ausburgerung-im-eigenen-land/ .
    Ich meine daher: diese Herren sollten keinen Satz gegen PEGIDFA äußern, ohne einen Satz gegen Hartz-IV hinzuzufügen. Sie sollten sich damit deutlichst distanzieren von einem Politikprojekt, das nichts anderes war und ist als ein furchtbares Ausgrenzungs- und Entfremdungsprogramm für Millionen von Menschen in unserem Land. Für diese,…

    Quelle: http://hinter-den-schlagzeilen.de/2015/01/09/die-luegner-des-richtigen/

  3. Dresden: Flüchtling ermordet permalink
    15. Januar 2015 16:07

    Dresden: Polizei informiert nur zögerlich, Mordkommission ermittelt. Atmosphäre der Angst durch Pegida-Aufmärsche
    In Dresden ist ein Flüchtling ermordet worden. Anwohner hatten am Dienstag morgen die Leiche des 20jährigen Khalid I. aus Eritrea im Hof eines Mehrfamilienhauses im Stadtteil Leubnitz-Neuostra gefunden. Jetzt ermittelt die Mordkommission, wie die Polizeidirektion Dresden am Mittwoch nachmittag einräumte. Der Dresdner Polizeichef Dieter Kroll bestätigte am Mittwoch schließlich gegenüber der Dresdner Morgenpost: »Nach jetzigem Befund legen wir uns darauf fest, dass ein Messerstich ursächlich für die Verletzung verantwortlich ist. Wir schließen aus, dass es sich um einen Unfall handelt. Es ist ein Tötungsdelikt. Von vorsätzlichem Handeln ist auszugehen.« Zeugen zufolge hatte der Tote Verletzungen an Hals und Schulter. Eine Obduktion der Leiche soll weitere Aufschlüsse liefern. Ergebnisse würden am Mittwoch abend vorliegen, sagte ein Polizeisprecher auf jW-Nachfrage. Zunächst hatten sich die Beamten abwiegelnd geäußert. Eine offizielle Pressemitteilung zu dem Fall hatte die Direktion nicht herausgegeben. Laut MDR sprach die Polizei am Dienstag abend noch davon, dass es keinen Hinweis auf »Fremdeinwirkung« gebe.
    Nach einem Bericht der Sächsischen Zeitung (SZ) hatte das Todesopfer Khalid I. am Montag abend seine Unterkunft in der Innenstadt verlassen und war nicht zurückgekehrt. Freunde und Mitbewohner des jungen Mannes erklärten gegenüber dem Sozialistisch-Demokratischen Studierendenverband (SDS) Dresden, den Toten »blutüberströmt« vorgefunden zu haben. Sie gehen deshalb von einer gewaltsamen Tötung aus, wie der Verband am Mittwoch informierte. Der 20jährige hatte sich demnach gegen 20 Uhr auf den Weg zum Einkaufen begeben. Sein Mobiltelefon habe er zu Hause gelassen. Das Bündnis »Dresden für alle« hielt am Mittwoch nachmittag eine Trauerkundgebung auf dem Jorge-Gomondai-Platz ab, der nach einem 1991 in Dresden ermordeten Mosambikaner benannt wurde.
    Quelle: junge Welt – http://www.jungewelt.de/2015/01-15/001.php

  4. PegidAdölfchen permalink
    22. Januar 2015 00:43

  5. rächts 2 3 5 permalink
    24. Januar 2015 09:55

  6. Toter Flüchtling in Dresden permalink
    25. Mai 2015 02:36

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