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Erich Mühsams FANAL jetzt online!

4. Januar 2015

418px-Cover_Fanal_Nr_1_1926_OktoberDank an die Anarchistische Bibliothek in Wien!

Das von Erich Mühsam herausgegebene „Fanal“ zählt zu den anspruchsvollsten und ergiebigsten sozialistischen Zeitschriften der 1920er Jahre. Auch für die Syndikalismusforschung ist sie ein verlässlicher Fundus, und einige Syndikalisten zählten zu den Autoren. Sie ist wertvoll für die allgemeine Bildung, aber auch die Positionen sind stimmig sowie literarisch gehaltvoll als auch geschichtsbewußt präsentiert. Den Originalausgaben folgte in den späten 1970er Jahren ein Reprint vom „Impuls-Verlag“ in fünf Bänden, Bestandteil jeder anspruchsvollen Handbibliothek, antiquarisch mittlerweile allerdings ziemlich teuer zu erwerben.

Nun wird das „Fanal“ online zugänglich! Der erste Jahrgang steht der Forschung und anderen Interessierten bereits zur freien und kostenlosen Verfügung. Ermöglicht wird dies von den fleißigen Genossinnen und Genossen der Anarchistischen Bibliothek in Wien. Danke für diese Leistung, endlich hat’s mal jemand angepackt. Wir freuen uns auf die weiteren Jahrgänge und Projekte dieser Art.

FANAL, erster Jahrgang

Quelle: Blog Institut für Syndikalismusforschung

6 Kommentare leave one →
  1. Einfach machen - ohne Tamtam :) Danke Anarchistische Bibliothek Wien! permalink
    4. Januar 2015 16:23

    http://dadaweb.de/wiki/Das_Fanal-Projekt

  2. 4. Januar 2015 19:39

    Schon seit längerem in der Anarchistischen Bibliothek Wien online: Erich Mühsams Zeitschrift »Kain« (1911-1914 & 1918-1919), als PDF und DjVu
    http://kain.muehsam.de/

    – und noch andere Schätze.

    Weiter so!

  3. 4. Januar 2015 20:19

    Anmerkung Syndikalismus: Anonymes Rumtrollen scheint deine Leidenschaft zu sein. Zieh Leine.

  4. 4. Januar 2015 21:44

    Hmmmm, in der Zeit, in der der „Libertad-Verlag“ die großen Vorreden zum Fanal-Projekt geschrieben hat, hätte er es gleich und unkompliziert selber scannen und hochladen können. Warum einfach, wenns auch umständlich geht 🙂 Dank an die Genossen aus Osterlitz: Machen statt palavern…..wunderbar!

  5. Die Dichter & die Münchner Räterepublik permalink
    28. Januar 2015 01:23

    Die Dichter & die Münchner Räterepublik

  6. DAS PRINZIP NOLO permalink
    30. Januar 2016 17:45

    „Nolo will ich mich nennen – nolo: ich will nicht! Nein, ich will
    in der Tat nicht! Nein, ich will nicht mehr all die unnötigen Leiden
    sehn, deren die Welt so übervoll ist; mich all den Torheiten
    fügen, die uns die Freude rauben; das Glück in all den Ketten
    hängen, die unsere Füße hindern, auszuschreiten, und unsere
    Hände, zuzugreifen. Ich will nicht mehr mit ansehen, wie ungerecht
    und chaotisch des Lebens höchste Güter – Kunst und Wissen,
    Arbeit und Genuss, Liebe und Erkenntnis – verstreut liegen.
    Ich will nicht mehr – nolo!
    Lindern will ich die Leiden und sprengen die Fesseln, soweit
    meiner Sprache Kraft reicht. Doch nicht zu euch rede ich, die ihr
    euch sonnt im Glanze derer, welche den andern das Licht abfangen;
    – nicht zu euch, die ihr die Füße küsst, die euch treten; sondern
    zu euch, die ihr Abscheu und Ekel davor empfindet, die
    ihr gleich mir ausruft: Nolo – ich will das alles nicht mehr sehn,
    nicht mehr dulden.“

    Erich Mühsam, 1902

    DAS PRINZIP NOLO

    Es ist nicht möglich, Leben und Werk Erich Mühsams getrennt voneinander zu betrachten. Der schüttelreimende Kabarettist lässt sich ebenso wenig vom staatsfeindlichen Freigeist trennen, wie der melancholische Poet vom politischen Häftling, der anarchistische Agitator nicht vom lebenslustigen Erotomanen und der Dramatiker nicht vom handelnden Revolutionär. Selbst Mühsams langsames und qualvolles Sterben als eines der ersten Opfer der nationalsozialistischen Vernichtungsmaschinerie war kein bitterer Zufall. Denn er wurde nicht vorrangig seiner jüdischen Herkunft wegen ermordet, wie so viele nach ihm, sondern als Anarchist und Autor jenes umfangreichen Werkes, das er uns hinterlassen hat, ein Werk, das weder im unverwechselbaren Sound und Witz seiner Sprache noch in seinen emanzipatorischen Inhalten an Aktualität verloren hat. Mühsams Kernthemen waren unbeschränkte Freiheit im Leben und Denken sowie der Kampf „für Gerechtigkeit und Kultur“. Zwar entwickelte sich seine politische Weltsicht mit den gesellschaftlichen Brüchen, die er erlebte, aber zum revolutionären Anarchisten wurde er nicht erst mit den Jahren, er war es von Anfang an. Und dafür gab es gute Gründe.

    WEITER:
    https://emaliberlin.files.wordpress.com/2014/07/nolo-mc3bchsam-fest-2014-sonderausgabe.pdf

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