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Einen guten Rutsch…

31. Dezember 2014

schwarz-rotfigurDas Team des Syndikalismus-Blogs wünscht allen FreundInnen und LeserInnen einen guten Rutsch ins Jahr 2015. Möge es uns durch unser aller Anstrengungen der Emanzipation und einer freien Gesellschaft näher bringen. Wir melden uns wieder im nächsten Jahr.

Für die Idioten und Rassisten von PEGIDA und ihren Ablegern hier ein kleiner Gruß, der ihren Intellekt allerdings überfordern dürfte:

 

7 Kommentare leave one →
  1. Durchgewunken permalink
    31. Dezember 2014 15:35
    ……….. Lesefutter für Alle 😉 Kommentar zu Für ein Ende der Gewalt! Den Wiener Akademikerball unmöglich machen von Arbeitslosendemokratie gestern und heute Dienstag, 30. Dezember 2014 14:01 Arbeitslosendemokratie gestern und heute Der heute von Sanktionen bedrohte und verfolgte Arbeitslose sehnt sich nach seinem Bruder vor siebenundsechzig Jahren, denn der war geschützt durch eine demokratische Institution, die sich innerhalb des militärisch straff organisierten Besatzungsregimes der vier Siegermächte der Anti-Hitler-Koalition herausbilden konnte. Im Bericht des Berliner Magistrats vom Februar 1947 heißt es: „Während noch in den Jahren 1945 bis 1946 die Arbeiten in der Enttrümmerung und die notwendige Instandsetzung von Verkehrsanlagen, Schulen, Krankenhäusern usw. im Vordergrund standen, war im Jahre 1947 ein Übergang zu erweiterten Arbeitsgebieten zu verzeichnen. Die Entwicklung , sowohl der öffentlichen Verkehrs- und Versorgungsbetriebe als auch der gewerblichen Wirtschaft, führte dazu, dass die Anforderungen von Arbeitskräften ständig zunahmen … Um den hohen Bedarf an Arbeitskräften auch nur einigermaßen zu befriedigen, musste eine straffe Erfassung und Arbeitslenkung aller verfügbaren Arbeitskräfte – auch der zu einer produktiven Arbeit nicht bereiten Personen – eingeführt werden. Unter diesen Umständen konnte es nicht ausbleiben, dass die Freizügigkeit in der Arbeitsaufnahme nicht immer berücksichtigt werden konnte. Um besondere Härten hierbei auszuschalten, wurden bei den Bezirks–Arbeitsämtern am 3. Januar 1947 Beratungsausschüsse gebildet, denen auch Vertreter der Arbeitgeber, der Arbeitnehmer und der öffentlichen Körperschaften angehörten.“ 1) Siebenundfünfzig Jahre später tauchte in der Arbeitslosenbewegung ein Aufruf unter dem Titel „Bildet Arbeitslosenräte!“ auf, der die deutschen Eliten, die gerade die Hartz-Gesetze aus dem Boden gestampft hatten, erschrecken ließ. Dabei wurde im Grunde nichts anderes gefordert als ein Zurück zum Jahr 1947! Nichts anderes als die Bildung eben solcher Beratungsausschüsse! So heißt es in diesem Aufruf von 2004 programmatisch, fast in direkter Nachfolge der Beratungsausschüsse von 1947: „Die Machthaber der Arbeitsverwaltungen müssen die Macht mit den Arbeitslosenräten teilen.“ Der vollständige Wortlaut des Aufrufes ist bei der Internet-Zeitung LABOURNET abrufbar. 2) Allein – es geht hier nicht bloß um die Verteidigung der Rechte der Arbeitslosen, sondern um die Verteidigung eines unverzichtbaren Lebenszusammenhanges, die ihrer Ausgrenzung entgegenwirkt. Es geht um ihren Lebenszusammenhang mit der von den Arbeiterinnen und Arbeitern produzierten gesellschaftlichen Wirklichkeit, um eine begehbare Brücke hin zu ihren arbeitenden Schwestern und Brüdern. Die Politikwissenschaftlerin und Anti-Nazi-Emigrantin Hannah Arendt warnte vor dem Abhängen ganzer Bevölkerungsgruppen von der Arbeit: „Welche Behandlung die Rechtlosen auch immer erfahren mögen und ganz unabhängig davon, ob sie gerecht oder ungerecht behandelt werden, in Internierungslagern sitzen oder in Freiheit sich bewegen, sie haben die Bezüge zu der von Menschen errichteten Welt und zu allen jenen Bezirken menschlichen Lebens, die das Ergebnis gemeinsamer Arbeit sind, verloren.“ 3) Diese Zeilen eines durchdachten und nicht bloß akklamierten Antifaschismus schrieb sie in New York zum gleichen Zeitpunkt, als im zerstörten Berlin zaghaft die ersten Pflänzchen der Arbeitslosendemokratie aus Schutt und Trümmern des Dritten Reiches sprossen. Die hier zu diskutierenden Fragen gehen mittelbar und unmittelbar auf diese unverfälschten Anfänge zurück. Gegenwärtig machen in der Öffentlichkeit CSU-Vorstöße die Runde, die Sanktionen vor allem gegen junge Arbeitslose dramatisch zu lockern. Gewiss nicht aus Menschenliebe, natürlich nicht! Mit ziemlicher Sicherheit kann davon ausgegangen werden, dass der heimliche Antrieb dieser Vorstöße die Terrorangst ist. Ein nicht unbeträchtlicher Teil jugendlicher Arbeitsloser setzt sich nämlich aus enttäuschten Einwandererkindern zusammen. Um dem Druck deutscher Jobcenter auszuweichen und sich auf die Suche nach einer echten Lebensperspektive zu begeben, entschließen sich einige von ihnen, in den Süden abzuwandern, zu ihren vermeintlichen Quellen, zu religiös aufgeladenen Terrorcamps. Sie wollen authentisch bleiben. Es sind einzelne, man kann sie zählen, eine verschwindend geringe Zahl von deutschlandmüden und behördlich gedemütigten Jugendlichen – südlicher Menschenstolz und deutscher Arbeit-macht-frei-Reflex stehen sich hier wie auch woanders unversöhnlich gegenüber – aber sie stellen, zurückgekehrt, eine Gefahr dar für den inneren Frieden, der hierzulande, wir wissen es alle und wollen es nie vergessen, auch mit unlauteren Mitteln aufrechterhalten wird, Hartz IV ist eines davon. Wie ein Echo auf diese verzweifelten Fluchten aus dem deutschen Arbeitsverwaltungssystem, und auch der Selbstmord oder der tätliche Angriff auf einen Akteur dieses Systems gehört zu diesen Fluchten, kommt da eine revolutionär anmutende Totallösung der Arbeitslosenproblematik daher, die die Vorsitzende der Partei der LINKEN Katja Kipping in die Debatte geworfen hat – ein bedingungsloses und sanktionsfreies Grundeinkommen, kurz gesagt, ein Leben in Freiheit von der Lohnarbeit. Dass dieser Vorstoß aber alles andere als revolutionär ist, stößt einem sofort auf, wenn man die Frage konsequent zu Ende denkt und weiterfragt: Aber ein Leben in Freiheit wofür, Frau Vorsitzende, es ist nur eine halbe Sache zu fordern, ein Leben in Freiheit von. Das Freiheitsproblem beginnt aber genau an diesem Punkt, und dieser Punkt der Fragestellung wird auch durch eine bestmöglich herausgeputzte Proklamation eines bedingungslosen Grundeinkommens für alle arbeitslos gewordenen Arbeitnehmer nicht beantwortet. Also alles nur Rausch? Befreiungsrausch mit anschließendem Verrauschen der Ideale? In der Tat – die Kippingsche Lösung ist nur das Negativ des Staatssozialismus, wie ihn der Sohn einer verarmten Weberfamilie – Johann Gottlieb Fichte – vor zweihundert Jahren in seiner utopischen Schrift „Der geschlossene Handelsstaat“ mit dem Ziel der Befreiung vom Hunger entworfen hatte. Die Voraussetzung dieser Sozialutopie ist der staatliche Zwang zur Arbeit für alle Mitglieder der Gesellschaft, und dessen Negativ ist der Nicht-Zwang, denn die Lohnarbeit bleibt bei dieser Art von Freiheit unangetastet. Und das ist das Reaktionäre an dieser revolutionären Phrase. Fast sind wir geneigt, der Vorsitzenden warnend zuzurufen: „Das Negativ des reaktionären preußischen Sozialismus, meine Dame, der im Manifest der Kommunistischen Partei längst widerlegt worden ist, ergibt immer nur die Wiederholung des preußischen Sozialismus – beim besten Willen nie etwas darüber Hinausgehendes!“ Aber wir rufen nicht zu, denn das Problem liegt doch viel tiefer: Aus der Situation der unter den Sanktionen eines sozialpathologischen Systems sich wegduckenden Arbeitslosen ist für menschenliebende Theoretiker bestimmt kein Honig zu saugen, sondern nur die ethische Aufforderung zu geben, zu geben und nochmals zu geben, und das heißt, ernsthaft geistig an der widersprüchlichen und schier unlösbaren Problematik der Arbeitslosigkeit im Kapitalismus zu arbeiten, auch ohne Grundeinkommen, auch ohne Lohnarbeit, irgendwo zwischen Hunger und Freiheit glücklich hängend, was heißt, leidenschaftlich die Aufgabe ins Auge zu fassen, die konkreten Situationen der Arbeiter und Arbeitslosen zu studieren, auch ihren Zusammenhang, ihre gemeinsamen ökonomischen Kreisläufe, zunächst festzustellen, dass die zu leistende Arbeit kapitalistische Lohnarbeit ist und derjenige davon ausgeschlossen, der arbeitslos und Transferempfänger ist, Träger von Arbeitskraft im Wartestand innerhalb kapitalistischer Produktions- und Zirkulationsprozesse. Die wirkliche, positive Negation der Lohnarbeit ist nämlich nicht, finden wir heraus, vielleicht schon sogar über die Schwarzarbeit, in die sich viele Arbeitslose stürzen, die Nicht-Arbeit, sondern die schöpferische Lebenstätigkeit! Um es plastisch, das heißt mit Marx hier offenzulegen: „Aus dem Bisherigen geht hervor, dass produktive Arbeit zu sein eine Bestimmung der Arbeit ist, die zunächst absolut nichts zu tun hat mit dem bestimmten Inhalt der Arbeit, ihrer besonderen Nützlichkeit oder dem eigentümlichen Gebrauchswert, worin sie sich darstellt. Dieselbe Sorte Arbeit kann produktiv oder unproduktiv sein. Z. B. Milton, who did the ‚Paradise Lost‘ for 5 Pounds Sterling, war ein unproduktiver Arbeiter. Der Schriftsteller dagegen, der Fabrikarbeit für seinen Buchhändler liefert, ist ein produktiver Arbeiter. Milton produzierte das ‚Paradise Lost‘ aus demselben Grund, aus dem ein Seidenwurm Seide produziert. Es war eine etätigung seiner Natur. Er verkaufte später das Produkt für 5 Pfund Sterling. Aber der Leipziger Literaturproletariar, der unter Direktion seines Buchhändlers (z. B. Kompendien der Ökonomie) fabriziert, ist ein produktiver Arbeiter; denn sein Produkt ist von vornherein unter das Kapital subsumiert und findet nur zu dessen Verwertung statt. Eine Sängerin, die auf eigene Faust ihren Gesang verkauft, ist ein unproduktiver Arbeiter. Aber dieselbe Sängerin, von einem entrepreneur engagiert, der sie singen lässt, um Geld zu machen, ist ein produktiver Arbeiter; denn sie produziert Kapital.“ 4) Wer daher die soziale Hängematte für alle Arbeitslosen als Totallösung empfiehlt, genannt sanktionsfreies und bedingungsloses Grundeinkommen, riskiert den Vorwurf, das System der kapitalistischen Lohnarbeit bis in alle Ewigkeit verlängern zu wollen. Worum es heute vielmehr geht, ist die Erweiterung des Sektors der Lebenstätigkeit gegenüber dem Sektor der Lohnarbeit, und nicht erst morgen, sondern heute. Wir könnten heute schon mit dieser Freiheit anfangen, und dies wäre authentische und glaubwürdige Freiheit, nämlich Freiheit für etwas! Dazu gehörte natürlich eine Sensitivität, die weit über die Hungerbeseitigungsfrage und weit über das geistige Niveau des Industriekapitalismus des neunzehnten Jahrhunderts hinausginge, z. B. die hochempfindliche Fähigkeit, aus gewissen Großstadtgeräuschen Mikroimpulse für ein Musikstück herauszudestillieren, man höre dazu nur die eigentümlichen Abfahrtssignale einer Berliner S-Bahn, die, wenn man genau hinhört, die Fähigkeit haben, eine Schubertsonate zu evozieren, ich schwöre es und schließe eine Wette ab mit jedem, der das bestreitet! Und das wäre so ein einfaches Gleichnis für den Beginn hochentwickelter Lebenstätigkeit – jenseits der eingeschliffenen Kapitalproduktion! Und daher heißt es in dem Aufruf „Bildet Arbeitslosenräte!“ unter Punkt 9 ebenso schlicht wie in gemeinsamer Aussprache mit vielen anderen Arbeitslosen gründlich erörtert: „Die Arbeitslosenräte unterstützen Initiativen selbstbestimmter Arbeit der Arbeitslosen.“ 5) Und diese soziale Aufgabe, diese gemeinsame Aufgabe von Arbeitenden und Arbeitslosen, die dafür erforderliche Machtstellung der Arbeitslosen sich in den Jobcentern zunächst einmal Schritt für Schritt zu erarbeiten, zu erkämpfen, den Machthabern der Arbeitslosenverwaltungen in einem beharrlichen Kleinkrieg regelrecht abzutrotzen, im Schutze einer demokratischen Organisation von Gesellschaft, die immer, jedenfalls was Deutschland anbetrifft, auf dem Sprung ist zur Autokratie – das ist heute aktueller denn je. Und zwar nicht nur für die Freiheit der Arbeitslosen, sondern für die Freiheit aller. Und das wäre auch der erstrebenswerte Süden in diesem sozial immer kälter werdenden Norden, der Süden in uns, die tagtägliche Aufforderung zu schöpferischer Solidarität zwischen Hiergeborenen und Einwanderern mit dem Ziel eines gemeinsamen Aufbruchs, einer wahrhaft revolutionären Veränderung der Lebens- und Arbeitsbedingungen aller Mitglieder der Gesellschaft, gleichgültig, woher sie kommen und welchen sozialen Stands sie sind, auf die wir sehnlichst warten, und gleichgültig, ob in Zukunft diese Gesellschaft mit ihren jetzigen staatlichen Grenzen Bestand haben wird oder nicht. Hannah Arends Hauptwerk „Elemente und Ursprünge totaler Herrschaft“, das aber im vollständigen Titel mit Untertitel eigentlich „Elemente und Ursprünge totaler Herrschaft Antisemitismus, Imperialismus, Totalitarismus“ heißt, wird gern zitiert, um die Auflösung des Staatssozialismus nachträglich wissenschaftlich zu begründen, und da weiß man nicht recht, ob es darum geht, das Geschäft der Apologeten der kapitalistischen Ausbeutung zu betreiben oder ein Fenster in die Zukunft der Menschheit aufzuschlagen. Geflissentlich vergessen wird nämlich oft eines der wissenschaftlichen Vermächtnisse dieser bedeutsamen Theoretikerin des 20. Jahrhunderts, das gerade auch in ihrem Hauptwerk eine zentrale Rolle spielt und geradezu als revolutionärer Akt aller modernen Umwälzungen im staatstheoretischen Denken anzusehen ist: die Notwendigkeit eines nichtstaatlichen Rätesystems von unten als unverzichtbares Korrektiv für das Funktionieren eines demokratischen Staates mit Gewaltenteilung, Menschenrechten und öffentlicher Meinung, kurz, das Vermächtnis der Pariser Kommune, das der russischen Revolution und das der mitteleuropäischen Antimonarchierevolutionen. Die Begründung, die Hannah Arendt für die Unverzichtbarkeit eines Rätesystems als Korrektiv der bürgerlich-parlamentarischen Demokratie, bemüht, ergibt sich u. a. aus einem aktuellen, weltweiten Problem: der Flüchtlingsproblematik. Hannah Arendt schreibt, und sie schreibt so, als ob sie uns selbst den Spiegel vorhalten würde: „Hochentwickelte Gemeinwesen, wie die antiken Stadtstaaten oder die modernen Nationen, in denen große Bezirke des Lebens zum Gegenstand der öffentlichen Angelegenheiten geworden sind, zeigen immer eine Neigung zur Fremdenfeindlichkeit, weil sich in dem Fremden die von Natur gegebene Unterscheidung und das natürlich Unabänderliche viel deutlicher offenbaren als in dem Einheimischen. Aus dem gleichen Grunde sind sie so verhängnisvoll interessiert an ethnischer Gleichförmigkeit und gehen oft gerade an ihrer Unfähigkeit, Unterschiedliches zu assimilieren, zugrunde. Das Unterschiedliche, das in dem Fremden repräsentiert ist, zeigt innerhalb der öffentlichen Sphäre die Grenzen an, die jeder menschlich sinnvollen Betätigung innerhalb des Reiches den Handelns gezogen sind; die Grenze ist eine dauernde Mahnung an die Begrenztheit der Macht des Menschen. Jede Zivilisation noch hat die Neigung gehabt, diese Mahnung zu überhören und diese Grenze zu überschreiten. Wenn es ihr gelingt, den dunklen Hintergrund des rätselhaft Gegebenen auszuscheiden oder zu reduzieren und die unendliche, natürliche Differenziertheit einzuebnen, so endet sie in den bekannten Formen der Versteinerung, wenn nicht die Barbarenstämme, die sie nicht mehr assimilieren kann, sie überrennen und eine neue Herrschaft aufrichten. Das sind die Strafen dafür, dass Menschen vergessen, dass sie vielleicht die Herren der Welt, aber niemals ihre Schöpfer sind. Innerhalb der zivilisierten Welt, in der wir normalerweise leben und die sich in unserem Jahrhundert über die ganze Erde erstreckt hat, ist der Naturzustand, der vormals von wilden Völkerschaften repräsentiert wurde, in den Staaten- und Rechtlosen verkörpert, die, indem sie aus allen menschlichen Gemeinschaften herausgeschleudert wurden, auf ihre naturhafte Gegebenheit und nur auf sie zurückgeworfen sind … Die Existenz solch einer Kategorie von Menschen birgt für die zivilisierte Welt eine zweifache Gefahr. Ihre Unbezogenheit zur Welt, ihre Weltlosigkeit ist wie eine Aufforderung zum Mord, insofern der Tod von Menschen, die außerhalb aller weltlichen Bezüge rechtlicher, sozialer und politischer Art stehen, ohne jede Konsequenzen für die Überlebenden bleibt. Wenn man sie mordet, ist es, als sei niemandem ein Unrecht oder auch nur ein Leid geschehen. Dies war die furchtbare Gefahr, welche der antike und mittelalterliche Brauch der Vogelfreiheit und Friedlosigkeit mit sich führte, bis das neuzeitliche Polizeisystem und die modernen Auslieferungsverträge dieses Mittel, den Verbrecher zu zwingen, sich dem Gesetz zu stellen, überflüssig machten. Es ist die alte Vogelfreiheit, welche die Staatenlosigkeit heute über die Flüchtlinge in aller Welt verhängt, nur dass die alte Voraussetzung, dass Vogelfreiheit Folge einer Handlung ist, mit der sich der Betroffene selbst und freiwillig aus der menschlichen Gesellschaft ausgeschlossen hat, nicht mehr zutrifft. Ferner bedroht ihre ständig wachsende Zahl unsere Zivilisation und politische Welt in ähnlicher und vielleicht noch unheimlicherer Weise wie einst barbarische Völker oder Naturkatastrophen, nur dass diesmal nicht diese oder jene Zivilisation auf dem Spiele steht, sondern die Zivilisation der gesamten Menschheit.“ 6) Anmerkungen. 1. Magistratsbericht 1947, Seite 92 ff. VOBl. von Berlin, 1947 / 2 2. Antonín Dick: Bildet Arbeitslosenräte, siehe Archiv Labournet.de Germany http://labournet.de/diskussion/arbeit/realpolitik/zwang/raete2.html 3. Hannah Arendt: Elemente und Ursprünge totaler Herrschaft, Antisemitismus, Imperialismus, Totalitarismus. München und Zürich 1986, Seite 621 4. Karl Marx: Theorien über den Mehrwert, in: Karl Marx / Friedrich Engels: Werke, Band 26, Erster Teil, Berlin 1965, Seite 376-377 5. Antonín Dick, ebenda, Archiv Labournet.de Germany 6. Hannah Arend, ebenda, Seite 622 – 625 von Antonín Dick http://www.trend.infopartisan.net/trd1214/t421214.html Kommentar zu Anarchonauten – Apathie von Alle gegen uns – Blokkmonsta, Uzi & Schwartz Dienstag, 30. Dezember 2014 13:42 Alle gegen uns – Blokkmonsta, Uzi & Schwartz [youtube=https://www.youtube.com/watch?v=fZ2iormhLag&w=600&h=368] http://de.wikipedia.org/wiki/Blokkmonsta Kommentar zu Volksaufstand der wutbürgerlichen Unanständigkeit? von #Schneegida – Twittertrend macht sich über #Pegida lustig Dienstag, 30. Dezember 2014 12:07 #Schneegida – Twittertrend macht sich über #Pegida lustig Hier ein Best of: Ich bin gegen die Eislamisierung unserer Städte! Dafür bin ich 89 nicht Schlitten gefahren! “Ich habe ja nichts gegen Schnee, aber er soll halt nicht hier liegen.” Einige meiner besten Freunde sind Schneemänner. Aber die haben einfach nicht unsere Arbeitsmoral. Wenn das so weitergeht, müssen wir in 20 Jahren unsere Kinder in Iglu-Schulen schicken! Schnee nimmt unseren Sommerreifen die Arbeit weg “Die meisten Schneeglätteunfälle geschehen bei Schnee! Das wird man wohl noch sagen dürfen!” “Ich habe nichts gegen Schnee, solang er sich an unser Klima anpasst und Regen ist.” Ich hasse Schnee! Und ich sage das auch in jede von den verlogenen Medien in meine Richtung gehaltene Kamera. Weiße Scheiße. Der Schnee, der vor der globalen Erwärmung flüchtet, kann gern herkommen. Aber nicht der andere Schnee, der uns nur ausnutzt. War ja zu erwarten: #Schneegida in der Systempresse. Viele meiner besten Freunde sind Schneemänner. Die leben gut integriert seit Jahren hier. Aber irgendwann ist auch mal Schluss. Immer mehr Kirchen werden dem eisigen Griff der weißen Flut überlassen. Die Polizei schaut tatenlos zu. Dahinter steckt doch ein Schneeballsystem! Die #schneegida Bewegung ist ja vor allem hier im Norden durch eine diffuse Angst geprägt. Das muss man ernst nehmen. es schneit doch gar nicht, #luegenpresse ! Gelber Schnee muss unverzüglich abgeschoben werden!!! Am Schlimmsten am Schnee finde ich ja, dass sich die Frauen da immer so dick verhüllen müssen. Am Anfang sind’s nur ein paar Flocken. Das geht ja noch. Aber irgendwann erkennst du dein eigenes Land nicht mehr wieder! Dieser Schnee ist ja meistens schön Weiß, aber manchmal ist auch Gelber dabei, das wird man wohl noch sagen dürfen! Der Schneefall zeigt, wie wichtig eine starke EU – Aussengrenze nach oben hin ist. Ich habe nichts gegen Schnee in seinen Heimatländern. Aber die deutsche Leitkultur ist nun einmal Regen! Unverfroren, wie Schnee die deutschen Straßensysteme belastet! RTL-Reporter verkleidet sich als Schneemann! Das wird man doch wohl noch streuen dürfen!? Wie viel Schnee wirklich liegt, erfahren wir nie aus der Lügenpresse! Die ersten Mitbürger wurden bereits von Schneebällen getroffen. Wehret den Anfängen! “Wer betrügt, der fliegt!” Recht hat er, der Schneehofer. Ich bin nicht schneefeindlich, aber die in der Arktis lassen unseren Regen auch nicht rein. “Nicht jede Schneeflocke ist kriminell. Aber treten sie in Massen auf, liest und hört man doch überall vom Wintereinbruch.” Wieviel Schnee kommt denn da noch, bevor man beginnt ihn (ab)zu schieben? https://blasphemieblog2.wordpress.com/2014/12/29/schneegida-twittertrend-macht-sich-uber-pegida-lustig/#more-69108 Kommentar zu “Betriebsinfo” für Dezember erschienen und online von Gleiches Recht für alle — Selten waren die Möglichkeiten, das Kirchliche Arbeitsrecht zu Fall zu bringen, so gut wie derzeit Dienstag, 30. Dezember 2014 11:59 Gleiches Recht für alle Selten waren die Möglichkeiten, das Kirchliche Arbeitsrecht zu Fall zu bringen, so gut wie derzeit von Gunnar Schedel Nach zwei Jahren neigt sich die Kampagne Gegen religiöse Diskriminierung am Arbeitsplatz (GerDiA) ihrem Ende entgegen. Sie war in vielerlei Hinsicht erfolgreich: Die Medien haben breit über aufsehenerregende Einzelfälle, aber auch das zugrundeliegende Problem kirchlicher Sonderrechte berichtet; in der Politik ist das Thema Kirchliches Arbeitsrecht angekommen. Der Druck auf die Kirchen wächst. Zum ersten Mal seit 50 Jahren besteht die reale Möglichkeit, bei einem der zentralen Kirchenprivilegien grundlegende Veränderungen herbeizuführen. Die GerDiA-Kampagne enthielt viele Elemente, die eine moderne Interessenvertretung für Konfessionslose kennzeichnen könnten. Sie verknüpfte eine kontinuierliche Ansprache der Medien mit Kontaktpflege in Parlament und Parteien, sorgte durch die Erstellung einer wissenschaftlichen Studie dafür, dass sie mit exklusivem Wissen aufwarten konnte, und brachte an zwei Aktionstagen die säkulare Szene auf die Straße. Für die Kontakte auf politischer Ebene war es dabei von großer Bedeutung, dass mittlerweile in drei Parteien – der Linken, den Grünen und der SPD – laizistisch ausgerichtete Gruppierungen existieren, die als erste Ansprechpartner fungierten. Ohne diese Verbindungen wäre es sehr viel schwieriger gewesen, auf die Diskussion der Wahlprogramme Einfluss zu nehmen. Dass alle drei Parteien letztlich mit der Forderung nach einer Änderung des Kirchlichen Arbeitsrechts in den Wahlkampf zogen, ist Folge der Zusammenarbeit mit diesen, erst in den letzten Jahren entstandenen Strukturen. Die Partei-Laizisten profitierten ihrerseits von der inhaltlichen Kompetenz der Kampagne, konnten Sachkenntnis abfragen und somit gut formulierte Anträge einbringen. Allerdings waren auch die Umstände dafür, dass die GerDiA-Forderungen in der Politik wahrgenommen werden, günstig. Durch die Streikrecht ist Grundrecht-Kampagne der Dienstleistungsgewerkschaft ver.di war das Thema zumindest in den gewerkschaftsnahen Parteien schon bekannt. Da sich ver.di auf die Punkte Streik und Tarifvertrag konzentrierte, konnte GerDiA ein eigenes Profil entwickeln, indem die individuelle Diskriminierung der Beschäftigten bzw. erst gar nicht Eingestellten in den Vordergrund gerückt wurde. Noch stärker spielten der Kampagne „glückliche Ereignisse“, die sich nicht einfach wiederholen lassen, bei der Medienarbeit in die Karten. So erwies es sich als großer Vorteil, mit Ingrid Matthäus-Maier eine prominente Persönlichkeit als Sprecherin zu haben; ihr Name öffnete einige Türen in den Redaktionen. Von noch größerer Bedeutung dürfte allerdings gewesen sein, dass die katholische Kirche insbesondere 2013 das Thema Kirchliches Arbeitsrecht selbst mehrfach in die Medien brachte. Der Fall einer mutmaßlich vergewaltigten Frau, die in zwei Kölner Krankenhäusern in katholischer Trägerschaft nicht untersucht wurde, rief vielen Menschen ins Bewusstsein, dass kirchliche Moralvorstellungen sogar eine medizinische Behandlung in öffentlich finanzierten Gesundheitseinrichtungen bestimmen (oder wie hier: verhindern) kann. Dann der Fall der Kindergartenleiterin, die nach einer Trennung mit ihrem neuen Lebenspartner zusammengezogen war und deshalb von der katholischen Kirchengemeinde, die als Trägerin der Einrichtung fungierte, ohne einen Cent zum Betrieb beizusteuern, gekündigt werden sollte. Dieses Beispiel machte einer breiteren Öffentlichkeit deutlich, wie tief ins Privatleben die katholische Kirche eingreifen will und dass selbst Grundrechte nicht als Grenze akzeptiert werden. Schließlich der Fall des Limburger Bischofs Franz-Peter Tebartz-van Elst. Dessen Umgang mit Macht und Geld, vor allem aber mit der Wahrheit, machte nicht nur Medienvertretern klar, dass starke Kräfte innerhalb der Kirchen sich noch immer als „Staat im Staat“ begreifen, für die Gesetze und sonstige Regeln nur gelten, wenn sie den eigenen Interessen dienen. All diese Ereignisse stießen Debatten über kirchliche Privilegien an, in deren Verlauf auch das besondere Kirchliche Arbeitsrecht eine Rolle spielte. Dieser Hinweis soll die Leistung der GerDiA-Aktiven nicht schmälern. Mitglieder des Internationalen Bundes der Konfessionslosen und Atheisten (IBKA) und der Giordano-Bruno-Stiftung (gbs) haben zwei bundesweite Aktionstage und etliche Abendveranstaltungen durchgeführt; insgesamt wurden an die 40.000 Faltblätter verteilt. Corinna Gekelers Studie bietet die bisher umfassendste Darstellung zu den diskriminierenden Auswirkungen des Kirchlichen Arbeitsrechts und hat beachtliche Verbreitung gefunden. Bis ins Europaparlament hinein wurde die Arbeit der Kampagne wahrgenommen. Und für alle Aktivitäten (es sei an dieser Stelle erwähnt, um die Relation der Möglichkeiten klarzumachen) stand weniger Geld zu verfügen, als ein einziger Pfarrer im Jahr verdient. Beachtliche Breitenwirkung Am Ende der Kampagne hat sich das Thema „verselbständigt“. In Osnabrück hat der Stadtrat auf Initiative des Abgeordneten Felix Wurm (Die Grünen) am 12. November den Antrag „Gleiche Rechte für MitarbeiterInnen in kirchlichen Arbeitsverhältnissen“ beschlossen. Die Verwaltung wurde damit beauftragt, in Absprache mit den von der Stadt finanzierten kirchlichen Einrichtungen kurzfristig für eine freiwillige Verbesserung bei den Arbeitnehmerrechten zu sorgen. Der SPD-Parteitag Mitte November, der eigentlich nur über die angepeilte Große Koalition debattieren sollte, fasste einen Beschluss zu gleichen Arbeitnehmerrechten auch in kirchlichen Einrichtungen – womit sich die Parteibasis gegen die Vorstellungen des Parteiestablishments durchsetzte. Im Landtag von Nordrhein-Westfalen fand – auf Antrag der CDU – am 21. November eine Anhörung zum Thema „Die Kirchen als Diener am Gemeinwohl“ statt, auf der auch das kirchliche Arbeitsrecht zur Sprache kam. Und an gleich mehreren Universitäten haben Studierende die besonderen Loyalitätsanforderungen und die Folgen für ihre Beschäftigungsaussichten thematisiert und Veranstaltungen dazu organisiert. Selten ist es gelungen, in relativ kurzer Zeit ein „säkulares“ Thema so nachhaltig auf die Tagesordnung zu setzen. Wenn sich die NRW-CDU dazu genötigt sieht, mit ihrem Antrag im Landtag gewissermaßen eine Solidaritätsadresse für die Kirchen abzugeben, deutet dies darauf hin, dass auch die Konservativen zu der Einschätzung gelangt sind, dass hier ein Kirchenprivileg ins Wanken gerät und ihre Verbündeten der Stützung bedürfen. Rein rechnerisch gäbe es derzeit sogar im Bundestag eine Mehrheit für die Änderung des Kirchlichen Arbeitsrechts: Denn sowohl die SPD als auch Grüne und Linke hatten diese Forderung in ihrem Wahlprogramm. Andererseits: noch ist nichts erreicht. Wer sich an die frühen 1990er Jahre erinnert, weiß, wie gut die Kirchen darin sind, kritische Situationen auszusitzen. Damals gab es große Erwartungen, dass die Vereinigung der beiden deutschen Staaten und die europäische Integration das Aus für Kirchensteuer, Religionsunterricht und Militärseelsorge bringen könnten. Zwanzig Jahre später ist alles noch beim Alten. Es wird also darauf ankommen, ob es gelingt, das Thema zu „verstetigen“. Handlungsperspektiven Es zeichnen sich derzeit vier Handlungsebenen ab, auf denen Druck aufgebaut werden kann. Die „sauberste“ Lösung wäre eine Gesetzesänderung. Wenn die Ausnahmeregelungen aus dem Betriebsverfassungsgesetz und dem Allgemeinen Gleichbehandlungsgesetz gestrichen würden, hätten die Kirchen fortan den Status normaler Tendenzbetriebe: Streiks und Tarifverträge wären der Normalfall und besondere Loyalitätspflichten gäbe es nur noch für tatsächliche Tendenzträger: für Pfarrer oder den Pressesprecher des Bistums, nicht aber für Ärztinnen, Verwaltungsangestellte oder Altenpfleger. Deutschland hätte dann in dieser Frage das Rechtsniveau der übrigen Staaten der Europäischen Union erreicht. Doch auch wenn es im Bundestag dafür derzeit eine rechnerische Mehrheit der Abgeordneten gibt, ist angesichts der Großen Koalition in dieser Legislaturperiode hier keine Änderung zu erwarten; die Mehrheit der Union beharrt auf einer Diskriminierung von Konfessionslosen, Andersgläubigen und „Abweichlern“ (worunter Homosexuelle, wiederverheiratete Geschiedene und Mütter „unehelicher“ Kinder fallen), also fast der Hälfte der Bevölkerung. Auch die Klage eines Betroffenen könnte Bewegung in die Sache bringen. Das Urteil des Europäischen Gerichtshofs für Menschenrechte im Fall eines Kirchenmusikers aus dem Jahr 2010 hatte bereits die extrem kirchenfreundliche Rechtsprechung des Bundesverfassungsgerichts korrigiert. Seitdem gab es einige Gerichtsurteile, die andeuteten, dass sich die bisher vorherrschende Rechtsauffassung wandelt: das Urteil des Bundesarbeitsgerichts vom November 2012, das Streiks in kirchlichen Einrichtungen unter bestimmten Umständen für zulässig erklärte, oder mehrere Entscheidungen, zuletzt im Dezember durch das Berliner Arbeitsgericht, in denen von „kirchlichen“ Sozialeinrichtungen abgelehnte konfessionslose Bewerber Schadensersatz zugesprochen bekamen. Wenn es gelingen würde, in einem solchen Fall zu einer höchstrichterlichen Entscheidung zu kommen, wäre die Anpassung der Gesetzeslage in Deutschland an den Wortlaut der EU-Richtlinie zum Diskriminierungsschutz wohl nur noch eine Frage der Zeit. Aber selbst wenn aus Legislative und Judikative keine Impulse für eine Veränderung kommen werden, wird das kirchliche Arbeitsrecht nicht bleiben, wie es ist. Zumindest für den Bereich der Diakonie steht der Dritte Weg vor dem Aus. Die Gewerkschaft ver.di drängt auf Tarifverträge und alles deutet darauf hin, dass es früher oder später zu Abschlüssen kommen wird. Das ist konsequent, denn das Konzept einer „Dienstgemeinschaft“ entspricht längst nicht mehr der Realität der diakonischen Einrichtungen, in denen Lohndumping, Leiharbeit und Ausgründungen zum Alltag gehören. Wenn aber erst einmal Tarifverträge abgeschlossen sind, dann kann über alles verhandelt werden – auch über die Loyalitätspflichten von Mitarbeitern, die nicht als Tendenzträger einzustufen sind. Dies wird allerdings nur passieren, wenn Gewerkschaftsmitglieder die Bedeutung der individuellen Diskriminierung immer wieder gegenüber ihren Funktionären betonen; die säkularen Verbände können sie dabei unterstützen. Schließlich könnte das Osnabrücker Beispiel Schule machen. Zwar hat die kommunale Ebene in Sachen Arbeitsrecht keine „gesetzgeberischen“ Möglichkeiten, aber alleine der Beschluss, die Stadtverwaltung anzuweisen, mit den kirchlichen Trägern in Gespräche zu treten, signalisiert der Öffentlichkeit, dass es in diesen Einrichtungen Probleme gibt und Handlungsbedarf besteht. Von den einzelnen Stadträten fordert eine solche Situation dann auch ein Bekenntnis, ob sie die Diskriminierung durch das Kirchliche Arbeitsrecht als Problem ansehen oder gutheißen. Zudem gibt es, wie das Gutachten Antidiskriminierung im Vergaberecht der Frankfurter Professorin für Sozialrecht Ursula Fasselt zeigte, die Möglichkeit, bei der Vergabe öffentlicher Aufträge darauf zu achten, dass bestimmte Standards eingehalten werden. Gleiches Recht für alle Angesichts dessen war es eine vernünftige Entscheidung des IBKA, für 2014 ein Projekt anzusetzen, das an die GerDiA-Kampagne anknüpft und diese auf kleiner Flamme fortführen kann. Denn unter dem Slogan „One Law For All“ soll eine systematische Übersicht über die derzeit existierenden Privilegien von Religionsgemeinschaften erstellt werden – gewissermaßen als Vorbereitung, diese anschließend eins nach dem anderen abzuschaffen. Im Mittelpunkt der Recherchen soll dabei stehen, in welchen Bereichen die Privilegien der beiden großen christlichen Kirchen auf weitere religiöse Vereinigungen, insbesondere die islamischen Verbände, ausgeweitet werden. Dies erscheint dringend notwendig, da derzeit in mehreren Bundesländern Überlegungen im Gange sind, die konservativen islamischen Gemeinschaften aufzuwerten; insbesondere ist im Gespräch, einzelnen den Status einer Körperschaft des öffentlichen Rechts zu verleihen. Im Juni hatte bereits die Ahmaddiyya-Muslim-Jamaat die Körperschaftsrechte erhalten. Ein ähnlicher Trend ist übrigens auch in der Auseinandersetzung um das Kirchliche Arbeitsrecht feststellbar. Innerhalb der Kirchen gibt es eine Position, die darauf drängt, Arbeitnehmer der drei abrahamitischen Religionen in „kirchlichen“ Sozialeinrichtungen zu akzeptieren. Außen vor blieben dann weiterhin Anhänger sonstiger Religionen wie beispielsweise Buddhisten und Nichtgläubige. Gegen solche Tendenzen macht die Parole „One Law for All“ klar, dass die bloße Verkleinerung der Gruppe der Diskriminierten keine akzeptable Lösung darstellt. Beschneidungsdebatte Zum Jahrestag der Verabschiedung des „Gesetzes über den Umfang der Personensorge bei einer Beschneidung des männlichen Kindes“ fand am 12. Dezember in Berlin eine Pressekonferenz statt, auf der Kritiker des Gesetzes ihren Standpunkt verdeutlichten. Als „auf ganzer Linie gescheitert“ bewerteten die anwesenden Kinderschützer und Ärzte das Gesetz mit Blick auf die Praxis. In einer vorab veröffentlichten Pressemitteilung hatte Alexander Bachl, Sprecher des Facharbeitskreises Beschneidungsbetroffener im MOGIS e.V., gefordert, dass eine Beschneidung ohne therapeutischen Nutzen nur von demjenigen entschieden werden dürfe, „der sein ganzes Leben lang mit den Folgen verbringen muss“. In diesem Zusammenhang sprach Bachl mit Blick auf das Gesetz von einer Entrechtung der Betroffenen. Die Vertreter des Berufsverbandes der Kinder- und Jugendärzte und der Deutschen Gesellschaft für Kinderchirurgie konzentrierten sich auf medizinische Aspekte. Eine wichtige Forderung war die „umfassende Aufklärung des ugendlichen (ohne Dabeisein der Eltern) über die Folgen der Vorhautentfernung“. Ihre Kritik richtete sich gegen die derzeit gängige Praxis, Beschneidungen ohne Anästhesie vorzunehmen. Da nicht-ärztliche Beschneider nicht befugt seien, eine Betäubung durchzuführen, erfolge gerade bei Säuglingen die Beschneidung „ohne Schmerzausschaltung“. Die hier oft verwendete Salbe sei zum einen nicht ausreichend und zum anderen für die Anwendung bei Kindern unter 12 Jahren nicht zugelassen. Nach einer Erhebung der Deutschen Akademie für Kinder- und Jugendmedizin ist auch die Komplikationsrate, insbesondere Infektionen, die über die örtliche Wundinfektion hinausgehen und die Gesundheit des Patienten beeinträchtigen können, offenbar höher als bisher angenommen. Auf der Pressekonferenz kam auch der Fall eines Mohels zur Sprache, der das Blut von der Wunde mit dem Mund abgesaugt haben soll. Die Einstellung des Strafverfahrens zeige, dass die im Gesetz festgelegten hygienischen Mindeststandards in der Praxis nicht eingehalten würden und der Staat auch kein großes Interesse zeige, diese durchzusetzen. Die Terre des Femmes-Vorsitzende Irmingard Schewe-Gerigk erinnerte daran, dass es auch im Fall der Mädchenbeschneidung lange gedauert habe, bis ein öffentliches Bewusstsein entstanden sei. Insofern war allen Anwesenden klar, dass das letzte Wort in der Debatte noch nicht gesprochen ist. ATHventslesungen An drei Sonntagen im Dezember veranstalteten die Evolutionären Humanisten Berlin-Brandenburg im Literaturhaus ihre ATHventslesungen. Den Auftakt machte Philipp Möller, der aus seinem im Januar erscheinenden Buch Bin isch Freak, oda was? las. Neben allerlei Durchschnittsfreaks präsentierte er in seiner Freakshow insbesondere Esoterikfreaks, Religionsfreaks und Ernährungsfreaks. Für letztere wäre sicherlich auch der sehr lebendige Vortrag von Udo Pollmer von Interesse gewesen, der über psychotrope Stoffe in Lebensmitteln referierte: „Opium fürs Volk“. Vor allem Würzmitteln wie Muskatnuss oder Safran enthalten Substanzen, die uns glücklich machen. Ums kirchliche Arbeitsrecht ging es in der Lesung von Corinna Gekeler. Deren Studie zu Diskriminierung bei Caritas. Diakonie & Co war im Sommer in einer stark erweiterten Fassung als Buch erschienen. Sie stellte die wichtigsten Ergebnisse daraus vor und zeigte, welche politischen Perspektiven sich derzeit ergeben, den Status quo zu ändern. Kritik am ZDF Der Internationale Bund der Konfessionslosen und Atheisten (IBKA) hat die kürzlich gestartete Online-Plattform des ZDF God’s Cloud kritisiert. Sie sei ein typisches Beispiel für den „weithin interessengeleiteten und oberflächlichen“ Umgang der Kirchenredaktionen der öffentlich-rechtlichen Medien mit dem Thema Religion. Hinter der verlautbarten Zielsetzung von God’s Cloud, vermeintliches religiöses Wissen zu bewahren, sieht der IBKA-Vorsitzende René Hartmann eher die Absicht, „die massenhafte Abwendung von den Kirchen zu bremsen“. Mit Hinblick auf die Rundfunkräte, aber auch auf die Besetzung leitender Stellen in öffentlich-rechtlichen Rundfunkanstalten spricht Hartmann von einer „starken Präsenz von Vertretern der großen Kirchen in den Sendern“, die er als Garantie dafür ansieht, „dass eine wissenschaftliche und kritische Betrachtung bestenfalls in Ansätzen erkennbar ist. Stattdessen liegt der Schwerpunkt auf dem Versuch, alte Mythen in medientauglicher Verpackung zu präsentieren.“ Die Folge seien Produktionen mit klischeehaften Bildern und pseudokritischen Kommentaren. Als eigentliche Aufgabe der öffentlich-rechtlichen Medien sieht Hartmann, das Thema Religion „auf unabhängige und kritische Weise zu beleuchten“. Roland Ebert Über 15 Jahre lang hat er regelmäßig für die MIZ geschrieben, sein letzter Aufsatz befasste sich mit dem Geschäft mit der Altenpflege und wie kirchliche Pflegeeinrichtungen dabei mitmischen. Unmittelbar nach der Auslieferung des Heftes ist Roland Ebert tödlich verunglückt. Insgesamt hat Roland Ebert seit 1997 über 50 Artikel beigesteuert. Zumeist nahm er das Verhältnis des Staates zu den Religionsgemeinschaften in den Blick, wandte sich innenpolitischen Themen und sozialpolitischen Fragen zu. Durch sein umfangreiches, gut erschlossenes Zeitungsausschnittarchiv war es ihm möglich, personelle Verflechtungen und langfristig angelegte Argumentationslinien schnell zu recherchieren – anhand der zahlreichen Anmerkungen seiner Aufsätze war zu erahnen, welche Menge an Material er im Laufe der Jahre angesammelt hatte. Die Redaktion profitierte mehr als ein Jahrzehnt von seinen Recherchen, deren Ergebnisse er uns bei seinen wöchentlichen Besuchen im Verlag vorstellte. Am 5. November war Roland Ebert bei uns im Verlag, um sich seine Belegexemplare der aktuellen MIZ abzuholen. Zwei Tage später wurde er von einer rückwärts fahrenden Kehrmaschine überrollt, als er mit seinem Fahrrad unterwegs war Artikel aus MIZ 4/13 http://www.miz-online.de/node/417 Kommentar zu Türkische AnarchistInnen im Kampf gegen den religiös-faschistischen Islamischen Staat von Die Apokalyptische Matrix — Kommt es zu einem Krieg der Religionen? Dienstag, 30. Dezember 2014 11:39 Die Apokalyptische Matrix Kommt es zu einem Krieg der Religionen? Ein kurzer Blick auf die Schlagzeilen seit Anfang des Jahres zeigt, wie weit sich Politik und Religion schon miteinander verfilzt haben: Tony Blair erklärte im britischen Fernsehen, er sei dem Weg Gottes gefolgt, als er sich für einen Krieg gegen den Irak entschied; dort sprengen verschiedene muslimische Sekten gegenseitig ihre Moscheen in die Luft; weltweit tobte ein aggressiver, massenhafter Aufstand islamischer Extremisten gegen die im Westen veröffentlichten Mohammed-Karikaturen; in Nigeria und der Türkei wurden Christen in diesem Zusammenhang getötet und christliche Kirchen zerstört; die fundamentalistische Hamas, deren Grundsatzerklärung die Vernichtung des jüdischen Staates einfordert, übernahm die Regierungsbildung in den palästinensischen Autonomiegebieten; der iranische Präsident Mahmoud Ahmadinedschad spricht Israel das Existenzrecht ab und kündigt vor der UNO Vollversammlung das Erscheinen des schiitischen Messias (des 12. Imams) an; die extremistische jüdische Siedlerbewegung tritt unter der Führung Benjamin Netanjahus in eine neue Phase der Radikalisierung; in Varanasi (Indien) löst die tödliche Bombe in einem Hindu-Tempel den alten Konflikt zwischen der religiösen Rechten des Landes und den Muslimen wieder aus. Der christliche Fundamentalismus ist in den USA zu einem politischen Machtfaktor geworden, der bis hinein ins Oval Office reicht, und seine Ideologien sind dabei, in Europa Fuß zu fassen; mehr oder weniger direkt drohen religiöse Terroristen und westliche Staatschefs mit dem Einsatz von Nuklearwaffen; ein Militärschlag gegen den Iran wird als letzte Option nicht ausgeschlossen – all diese jüngsten Ereignisse dienen heute Hunderten Millionen von Menschen aller Glaubensrichtungen als Indizien für einen “Kampf der Kulturen” bzw. einen “Krieg der Religionen”. Bisher wurden diese beiden umstrittenen Begriffe von Politikern, Experten und Religionsvertretern bewusst und mit guten Absichten heruntergespielt. Doch die Vorkommnisse der letzten Wochen haben die Schleusen für eine Debatte über den “Krieg der Religionen” mit Gewalt aufgestoßen. Talkshows, Politkommentare, TV-Dokumentationen und Print-Medien sprechen das Thema heute unverhohlen an. Zweifellos ist die Religion seit Ende des 20. Jahrhunderts entgegen allen Erwartungen zu einem planetaren soziokulturellen Phänomen und zu einem mächtigen Mitspieler auf der Bühne der Politik geworden. Parallel zur ökonomischen, kommunikativen und politischen Globalisierung sind wir in allen Kulturen und Ländern mit einer rasant sich ausbreitenden Hinwendung zur Glaubensinhalten konfrontiert. Für diese globale Renaissance des religiösen Bewusstseins ist nicht zuletzt der Zusammenbruch der kommunistischen und vorher der faschistischen Staaten ursächlich. Beide totalitären Systeme waren aufs engste mit Visionen und Utopien von (in ihrem Sinne) idealen Gesellschaften verbunden. An deren Stelle sind nun die endzeitlichen Heilsversprechungen der Religionen von einer vollkommenen Welt getreten: statt eines sozial-revolutionären Führers erwarten nun Millionen das Erscheinen eines militanten Messias, der sie mit Gewalt ins Paradies bombt. Mittlerweile hat dieser “moderne”, weltweit agierende Fundamentalismus eine eigene “politische Theologie” entwickelt, die je nach religiöser Ausrichtung variiert, die aber im Kern sehr ähnliche Ziele mit verblüffend ähnlichen Mitteln verfolgt. Worin besteht nun das übergreifende Dogma dieser “politischen Theologie”, welches Islamisten, fundamentalistische Christen, religiöse Zionisten und radikalisierte Hindus miteinander teilen, obgleich sie sich gegenseitig bekriegen? Sie alle machen keinen Unterschied mehr zwischen Religion und Politik; sie alle glauben daran, dass ein Weltkrieg zwischen den verschiedenen Glaubensrichtungen kurz bevorstehe oder schon im Gange sei; sie alle haben ein eschatologisches Geschichtsverständnis. Man kann ihre gemeinsame Vorstellungswelt als apokalyptische Matrix bezeichnete, denn es ist ein messianisch-apokalyptisches Selbstverständnis, das in letzter Instanz hinter dem militanten Fundamentalismus jeglicher Couleur wirksam ist. In allen Religionen drückt sich diese apokalyptische Matrix erst einmal in den Prophezeiungen ihrer Heiligen Texte vom Ende der Welt und dem Auftritt ihres jeweiligen Erlösers aus. Bei den Juden vor allem in den Büchern der Propheten, insbesondere im Buch Daniel, bei den Christen insbesondere in der Offenbarung des Johannes, bei den Muslimen in Passagen aus dem Koran und in zahlreichen Hadiths (Sprüchen des Propheten Mohammed), bei den (lamaistischen) Buddhisten im Kalachakra-Tantra und bei den Hindus in der Bhagavadgita, dem Vishnu Purana und dem Ramayana. Die apokalyptischen Matrix hat die Form eines “Dramas” vom Untergang der Welt und ihrer Neuerstehung. Sie weist in allen Glaubensrichtungen die folgenden gleichen Inhalte, Handlungsabläufe und Zielrichtungen auf: 1. Die Geschichte der Menschheit ist der irdische Ausdruck eines kosmischen Krieges zwischen Gut und Böse, zwischen Licht und Finsternis. In diesem universellen Kampf stehen sich Gott und Satan, Engel und Teufel, Oberwelt und Unterwelt als unversöhnliche Feinde gegenüber. Wenn sich die Weltgeschichte der apokalyptischen Entscheidungsschlacht nähert, ist jeder Mensch gezwungen, sich für oder gegen Gott zu entscheiden. 2. Die gegenwärtige Periode in der Menschheitsgeschichte ist gekennzeichnet durch die zunehmende Herrschaft des Bösen, die sich ausdrückt im sittlichem Verfall und sexuellen Exzessen, in Ungläubigkeit, Korruption, Krieg, Gewalt, Ungerechtigkeiten, Verbrechen, Seuchen, Naturkatastrophen und Wirtschaftskrisen. Die Gegenwart, so wie sie ist, wird radikal abgelehnt. 3. Ein Dämon, der Satan oder dessen Stellvertreter, ergreift die Gewaltherrschaft über diese Welt der Niedertracht. Mit Vorspiegelungen, Betrug, Hinterhältigkeit, Manipulation, Terror und Mord zwingt er einen Großteil der Menschheit unter sein Kommando und wird zum Weltenherrscher. Dann versucht er nach dem Throne Gottes zu greifen. 4. Kurz bevor der satanische Welt-Imperator alle seine Ziele erreichen kann, inkarniert sich im letzten Augenblick das Gute in der Gestalt eines “Militanten Messias”, der als Anführer einer “kosmischen Armee” aus Menschen und Überwesen (Engeln, Göttern, Heroen) mit extremer Härte, mit Zorn und mit gnadenloser Grausamkeit gegen die “Koalition des Bösen”, den Teufel und sein Pandämonium antritt und diese dann endgültig vernichtet. Beide Parteien kämpfen mit allen Arten von Massenvernichtungswaffen und setzen auch Naturkatastrophen und Seuchen als Kampfmittel gegeneinander ein. 5. Die Anhänger des “Militanten Messias” bezeichnen sich als “Gotteskrieger”, die bereitwillig das Martyrium auf sich nehmen, um dadurch sofortige “Erlösung” zu erlangen. 6. Vernichtet werden am Ende alle, die nicht den “wahren” Glauben haben, erlöst werden dagegen alle Rechtgläubigen. Diejenigen, welche die apokalyptischen Kriege überleben, müssen sich einem Gericht stellen, das die restlichen Rebellen und Ungläubigen zu unsäglichen Höllenqualen verurteilt. 7. Nach seinem triumphalen Sieg über das Böse errichtet der “Militante Messias” einen weltweiten, autoritativen “Gottesstaat” (eine Theokratie oder eine Buddhokratie) mit dem eigenen Glauben als einziger Religion. Ein totalitärer Staat, in dem alle Gesetze von “Gott” und nicht von den Menschen erlassen werden, in dem die absolute Macht durch ein militantes Priesterkönigtum ausgeübt wird und in dem die Frauen eine untergeordnete Rolle spielen, ist das Ziel jeder traditionellen Endzeitvision. Dieser religiöse Machtstaat wird in den apokalyptischen Schriften als das “Paradies auf Erden” beschrieben. 8. 1000 Jahre (ein Millennium) lang dauert dieses paradiesische “Reich des Guten”. Danach geht es ebenfalls unter und der gesamte Planet Erde wird vernichtet. Die allgemeine Gültigkeit der apokalyptischen Matrix für alle Glaubensrichtungen zeigt jedoch die ganze Absurdität des messianischen Endzeit-Wahns. Obgleich sie sich in einen gegenseitigen “Heiligen Krieg” verstricken und sich in einer Konkurrenz um die Erlangung der Weltenherrschaft befinden, teilen die Apokalyptiker aller Religionen sehr ähnliche traditionalistische Wertvorstellungen insbesondere in ihrer konservativen Haltung gegenüber der Geschlechterfrage. Auch in ihren politischen Visionen ähneln sie sich. Vertreter der amerikanischen Christlichen Rechten, religiöse Zionisten, revolutionäre Islamisten, Hindu-Fundamentalisten und Dalai Lama-Anhänger alle träumen von einer globalen Theokratie (bzw. Buddhokratie) ihres jeweiligen Höchsten Wesens. Insofern ist es im eigentlichen Sinne falsch, vom “Kampf der Kulturen” zu sprechen, denn die sich gegenseitig bekriegende “Kultur-Muster” decken sich inhaltlich, strukturell und programmatisch in vielen Punkten. Die “Guten” und die “Bösen” im apokalyptischen Welttheater sind einander sich bekämpfende “Brüder”, die vom selben zerstörerischen dualistischen Geist, wenn auch jeweils mit umgekehrtem Vorzeichen, getrieben werden. Jede religiöse Gruppe, die einen apokalyptischen Krieg befürwortet, hat ein großes Interesse daran, dass die andere Seite ebenfalls in das apokalyptische Delirium hineingezogen wird und sich durch dualistische Reizwörter wie Gut und Böse, Gott und Satan, Heilig und Unheilig artikuliert. Die daraus resultierende gegenseitige Dämonisierung führt notwendigerweise dazu, dass sich die apokalyptische Matrix parteiübergreifend durchsetzen kann, um den messianischen Endzeit-Wahn erst richtig anzuheizen. Bush und Bin Laden Als zum Beispiel der amerikanische Präsident George W. Bush erklärte, einen Krieg gegen die “Achse des Bösen” zu führen, ist er nolens volens in die apokalyptische Falle getreten, die ihm von Osama bin Laden gestellt wurde. “Den ‘Heiligen Krieg’ zu beschwören ist ein Kurs voller Gefahren”, warnt der amerikanische Soziologie-Professor John R. Hall von der University of California, “denn seine Rahmenbedingungen geraten mit Begriffen in Konflikt, welche diejenigen von al-Qaida widerspiegeln. In der Tat, insoweit die USA und ihre Verbündeten es zulassen, dass al-Qaida die Auseinandersetzung als eine ‘apokalyptische’ definiert, helfen sie al-Qaida in ihren Anstrengungen, ihren Kampf unter den muslimischen Anhängern als ‘Heiligen Krieg’ zu definieren.” Die Apokalypse der einen Partei potenziert die Apokalypse der anderen. Der Endzeit-Wahn, der Hass auf das bestehende Leben und auf die Erde kann zu einer selffullfilling prophecy werden. Jetzt schon ist die Zahl der US-Bürger, die Geschichte und Politik aus der Sicht biblischer Prophezeiungen interpretieren, gigantisch. Nach einer Umfrage von TIME/CNN spekulieren mehr als ein Drittel aller Amerikaner darüber, in welchem Zusammenhang aktuelle Nachrichten mit den Weissagungen der Heiligen Schrift stehen. 59 Prozent (!) sind davon überzeugt, dass wir in einer Zeit leben, in der sich die Ereignisse der Johannesoffenbarung realisieren und ein Viertel glaubt, der 11. September sei in der Bibel vorausgesagt. Die beiden prominentesten Zeitschriften der Welt Time Magazine und Newsweek widmeten dem Thema Titelgeschichten: “Apocalypse Now” (Time Magazine 2002) und “Die neuen Propheten der Offenbarung” (Newsweek 2004). Auch die ehrenwerte Washington Post vom 2. Februar 2003 spricht von einem “aufkommenden Zeitalter der Apokalypse” und resümiert: “Vor zehn Jahren lasen wir Professor Francis Fukuyamas Essay und toasteten auf das Ende der Geschichte. Dann folgte Professor Samuel Huntingtons Nachdenken über den Kampf der Kulturen. Jetzt ist es schlimmer: Wir werden gewarnt, uns nicht nur Sorgen über den Kampf der Kulturen zu machen, sondern über das Ende der Zivilisation, wie wir sie kennen, über das Ende, vielleicht, der Welt selber.” Sogar die deutsche Presse zeigte sich angesichts des Doomsday-Trends besorgt. So berichtete der Spiegel im Jahre 2003: “Seit den Anschlägen vom 11. September hat die Apokalypse des Johannes, das Buch der Offenbarung, wieder einmal Hochkonjunktur bei den fundamentalistischen Kirchen Amerikas.” Mittlerweile aber ist dieser Apokalypsen-Wahn erfolgreich dabei, in Europa, insbesondere auch in Deutschland, Fuß zu fassen. Abgelesen werden kann das unter anderem an den Verlagsprogrammen. Bertelsmann/Random House setzt seit neuesten explizit auf christliche Schriftsteller, darunter auch den extremistischen Doomsday-Autor Tim LaHaye, der mit seinen messianisch-apokalyptischen Thrillern Millionen von US-Bürger mit dem Endzeit-Virus infiziert hat. Für viele Kulturkritiker gilt er deswegen als der “mächtigste [christliche] Fundamentalist im heutigen Amerika”: 2002 unterschrieb LaHaye mit der amerikanischen Sektion von Random House (Bertelsmann) einen 42 Millionen Dollar Vertrag für eine Serie mit dem Titel “Babylon steht auf” (Babylon Rising) und kassierte damit den größten Vorschuss, den je ein Schreiber in der Geschichte des modernen Verlagswesens erhalten hat. Hier in Deutschland vertreiben Blanvalet und Gerth-Medien die LaHaye Bücher. Beide Häuser zählen zu Bertelsmann. Über das messianische Selbstverständnis des amerikanischen Präsidenten George W. Bush und neuestens auch über das polit-religiöse Outfit des britischen Premiers Tony Blair hat die internationale Presse ausführlich berichtet. In Europa wird jedoch kaum zur Kenntnis genommen, dass in den USA schon seit vielen Jahren eine intensive, öffentliche und verbissen geführte Theokratie-Bewegung im Vormarsch ist, welche die Schaffung eines totalitären christlichen “Gottesstaates” zum Ziel hat. Langfristig versucht die Christliche Rechte die säkulare US-Gesellschaft über das Bildungswesen zu Fall zu bringen. Dabei soll ein amerikanischer “Gottesstaat” nur der Anfang eines zukünftigen, weltweiten christlichen Imperiums sein. Sozusagen als Vorgeplänkel des kommenden inner-amerikanischen Kulturkrieges wird von den Fundamentalisten die so genannte “Darwin-Debatte” angesehen, die dabei ist, ebenfalls nach Europa überzugreifen. Diese Attacke auf die Evolutionslehre ist nur die Spitze eines Eisberges. Daniel Dennet, engagiertester Sprecher der Darwin-Zunft, fasst deswegen in einem Spiegel-Interview die Intentionen seiner Gegner mit den folgenden zwei Sätzen zusammen: “Sie wollen in Amerika einen Gottesstaat errichten. Es ist erschreckend, dass viele von ihnen überzeugt sind, das Jüngste Gericht stehe bevor.” Sogar traditionell eingestellte Theologen wie Jürgen Moltmann sehen im christlichen Fundamentalismus der USA eine Gefahr, die unseren ganze Planeten in den Abgrund ziehen mag: “Das amerikanische Millennium kann der Untergang der Welt sein. Wie dem amerikanischen Traum der amerikanische Alptraum und dem amerikanischen Messianismus die amerikanische Apokalyptik auf den Fuß folgen kann”, meint Moltmann. “Gott sandte mich mit einem Schwert…” Auch der fundamentalistische Islam orientiert sich an der apokalyptischen Matrix. Der Bericht eines israelischen Geheimdienst-Beobachters aus dem Jahre 2004 sieht die derzeitige gespannte Lage im Irak als einen “gefährlichen islamisch-messianischen Strudel”. Die Auseinandersetzung mit den Koalitionskräften sowie zwischen Sunniten und Schiiten werde von militanten Irakern zunehmend “apokalyptisch” gedeutet, sagte der Mann. Es seien auch endzeitliche Prophezeiungen, die islamistische Terroristen aus anderen Ländern dazu veranlassten, in das Land zu gehen, um von dort aus den “Kampf gegen das Böse” aufzunehmen. Seit Jahren ist die apokalyptische Obsession der Islamisten bekannt, dennoch wird in der Öffentlichkeit kaum darüber diskutiert: Osama bin Laden, Ayman al-Zawahiri, Abu Musab al-Zarqawi, Muqtada al Sadr, die Führer der Hamas und der Hisbollah, sie und viele andere sind Endzeit-Fanatiker, die sich als Erfüllungsgehilfen bei der Errichtung eines weltweiten Kalifats oder sogar des Jüngsten Gerichts verstehen. “Gott sandte mich mit einem Schwert, um die Stunde des Jüngsten Gerichts vorzubereiten, dann wenn Gott allein verehrt wird ohne einen anderen neben ihm.” Dieser Spruch des Propheten Mohammeds (in westlicher Sprache meist falsch übersetzt) wird von Osama bin Laden und anderen Terroristen in ihren “Kriegserklärungen” immer wieder bemüht. Aber auch die große Masse der Muslime ist für Endzeit-Ideologien empfänglich. “Eine Milliarde Muslime werden letztendlich in ein Millennium Szenario hineingezogen, in dem sie die Welt erobern. […] Je gewaltsamer und aktiver das apokalyptische Szenario ist, je destruktiver können seine Konsequenzen sein, gleichgültig wie unrealistisch die Ziele sind. Der Westen kann es sich nicht leisten, diese Phantasien einfach nicht zu beachten, weil er sie für nicht realistisch hält”, erklärt der amerikanische Historiker Richard Landes über den Doomsday-Glauben in der islamischen Welt. Erst in der letzten Zeit, als der iranische Präsident Ahmadinedschad seine Politik damit begründete, sie werde die Rückkehr des militanten schiitischen Messias, des 12. Imam (Imam-Mahdi) beschleunigen, berichtete die Weltpresse eingehender über den islamischen Apokalypsen-Wahn. Auslöser hierfür war vor allem die Rede, die Ahmadinedschad am 17. September vor dem Plenum der Vereinten Nationen in New York hielt. Was die heikle Nuklearfrage anbelangt, so brachte seine Ansprache nichts Neues, sondern er wiederholte das unantastbare Recht des Irans auf “friedliche” Nutzung von Nuklearenergie. Religionspolitisch muss diese “Predigt” als eine Sensation angesehen werden, denn der iranische Präsident proklamierte schlichtweg das Ende des agnostischen, säkularen Zeitalters und stellte das Primat der Aufklärung in Frage. Heute kultiviere die gesamte Menschheit wieder den Glauben an einen einzigen Schöpfergott, sagte Ahmadinedschad. Der Monotheismus sei das Band, das alle Völker zusammenschließe, Glaube und Religion seien auch die einzigen Mittel, um die anstehenden Weltprobleme zu lösen, denn die Aufklärung und die (westliche) Wissenschaft hätten endgültig versagt. Sie müssten durch “das Wissen, basierend auf der göttlichen Offenbarung” ergänzt werden, bzw. sich in deren Dienst stellen. Die Propheten Noah, Abraham, Moses, Jesus und Mohammed hätten dieses “göttliche Wissen” auf Erden zum Wohle aller Menschen verkündet. Der allgemein feststellbare Trend hin zur Religion, das sei, so Ahmadinedschad, die gute Nachricht. Am Ende seiner Rede kündigte er das Erscheinen des Imam-Mahdis, des schiitischen Erlösers an. In Palästina übernimmt mit der Wahl der Hamas eine an apokalyptischen Ideologien orientierte Partei die politische Macht. Artikel 6 der immer noch geltenden Grundsatzerklärung (Hamas-Charta) von 1988 besagt: “Das Land von Palästina ist heiliges, islamisches Besitztum, dass für zukünftige muslimische Generationen bis zum Jüngsten Tag [!] bestimmt ist. Keiner kann darauf verzichten, auch nicht auf einen Teil davon, oder es abtreten, auch nicht einen Teil davon.” Die Erklärung beinhaltet außerdem eine platte Verschwörungstheorie von der Weltherrschaft der Juden, die sich expressis verbis auf die Protokolle der Weisen von Zion bezieht, und eine Missbilligung der säkularen Politik der PLO. Wegen solcher und vieler ähnlicher Statements kommt der amerikanische Religionswissenschaftler David Cook zu dem Schluss: “Bei der Hamas im Westjordanland und im Gaza-Streifen handelt es sich eindeutig um eine apokalyptische Gruppe, wie sich aus ihren Pamphleten und ihrer übrigen Literatur ohne weiteres ergibt. Ihre Ideologen benutzen in ihrer Propaganda gegen die PLO regelmäßig apokalyptische Motive. Der Beginn der Intifada 1987 stimmt überein mit einer 80 Jahre alten Vorhersage des Weltuntergangs.” Religiöser Zionismus Die traditionelle jüdische Apokalyptik wird an erster Stelle durch radikale Rabbiner der Siedlerbewegung “kultiviert” und sehr geschickt und suggestiv mit der Geschichte Israels zu einem “modernen” Endzeit-Wahn verwoben. Während sich der säkulare Zionismus historisch gegen die “religiöse” Interpretation einer jüdischen Besiedlung Palästinas stellte, entwickelte sich seit dem 6-Tage-Krieg eine religiöse Variante des Zionismus mit messianischen Zielvorgaben. “Die religiösen Zionisten der neuen Sorte sind davon überzeugt, dass sie den Willen Gottes erfüllen und das Kommen des Messias vorbereiten. Die ‘national-religiösen’ Kabinettsminister, die immer zum moderaten Flügel der Regierung gehörten, machten einer neuen extremistischen Führung Platz, mit Tendenzen zum religiösen Faschismus”, schreibt der israelische Friedensaktivist Uri Avnery. Zuerst förderte der jetzt im Koma liegende Ariel Scharon diese Bewegung, dann distanzierte er sich davon und begann damit einige jüdische Siedlungen, insbesondere im Gaza-Streifen, zu schließen. Seine Krankheit, derzeit ohne Hoffnung auf Genesung, wird heute von jüdischen Fundamentalisten als Gottesgericht über einen Mann angesehen, der das Heilige Land an die Muslime herschenken wollte. Bei den kurz bevorstehenden Wahlen gruppiert sich die jüdische Rechte um den Populisten Benjamin Netanjahu, der wiederum von der christlichen Rechten Amerikas unterstützt wird. “Wie wir gesehen haben, beschäftigen wir uns hier nicht mit einer Bande verrückter Propheten oder mit einer extremen Minorität am Rande der Gesellschaft, sondern mit einer dogmatischen Denkschule und einer methodischen Doktrin, die unweigerlich zu einer Politik führt, welche die Konzepte der Menschen- und Bürgerrechte nicht tolerieren kann, weil ihre Vorstellungen von der [religiösen] Totalität von Zeit und Raum keinen Platz für Toleranz zulassen”, schreibt der israelische Historiker Uriel Tal über die radikalen jüdischen Siedler. Es scheint so, als würde sich der ganze apokalyptische Wahn in einer Stadt und auf einem Platz verdichten: in Jerusalem und auf dem Tempelberg. In den Endzeit-Prophezeiungen aller drei monotheistischen Religionen bilden sie die Hauptbühne und sind der Erscheinungsort ihres jeweiligen Messias. Aber nicht nur Fundamentalisten sondern auch säkular eingestellte Politologen und Politiker bezeichnen den Tempelberg als die Akupunkturstelle, von der möglicherweise ein Weltenbrand ausgehen mag. “Der Tempelberg ist wie ein rauchender Vulkan, der ständig Blasen entlässt und der auszubrechen droht. […] Wenn der Heilige Ort beschädigt wird, fällt die ganze Schande auf Israel zurück und apokalyptisch zerstörerische Kräfte könnten entfesselt werden”, schreibt die israelische Gruppe Keshev, ein Zentrum zur Verteidigung der Demokratie. Jedenfalls ist das religiöse Weltbild islamischer, christlicher und jüdischer Fundamentalisten mittlerweile so ausschließlich auf diesen Ort fixiert, dass eine endgültige Befriedung von Jerusalem der Doomsday-Obsession die Zielvorgabe nähme und das Wahngebilde zum Einsturz bringen würde. Asiatische Apokalypse Dies gilt jedoch nur für die monotheistischen Apokalypsen, nicht aber für die asiatischen. Auch die Hindutva, die religiöse Rechte Indiens, orientiert sich an einer endzeitlich-messianischen Philosophie. Die Ambition der Hindutva-Anhänger ist es, die Grundsätze der Realpolitik aus dem umfangreichen archaischen Erbe der indischen Religionen und ihren Heiligen Texten, an erster Stelle dem Ramayana, abzuleiten. Dabei wird das Ahimsa-Prinzip, die Gewaltlosigkeit eines Mahatma Gandhi, durch das Himsa-Prinzip, die Bejahung von Gewalt, ersetzt. Die Nähe zum europäischen Faschismus ist in diesem Fall nicht nur metaphorisch zu verstehen. Die religiöse Rechte Indiens hat in der Mitte des vorigen Jahrhunderts direkte Kontakte zu den Achsenmächten unterhalten und sich ideologisch aus dem italienischen Faschismus und Nationalsozialismus inspirieren lassen – ebenso wie umgekehrt. Heute noch gibt es in Indien eine latente, weit verbreitete Hitlerbewunderung, die sich bis zu dessen Verehrung als göttlicher Avatar hinaufsteigern kann. Obgleich der Buddhismus im Westen als eine Religion des Friedens und der Gewaltlosigkeit glorifiziert wird, weist auch er seine kriegerisch-apokalyptischen Ideologien auf. Das prominenteste Beispiel hierfür ist das weltweit durchgeführte endzeitliche Kalachakra-Tantra-Ritual des Dalai Lama. Der heilige Text (das Kalachakra-Tantra), der diesem Ritual zu Grunde liegt, prophezeit eine Letzte Schlacht zwischen Buddhisten und Muslimen, einen militanten buddhistischen Messias, den Einsatz ultimativer Waffensysteme, und die Schaffung einer buddhokratischen Weltordnung. Als Gegner des Buddhismus nennt das Kalachakra-Tantra explizit die “Führer” aller drei monotheistischen Religionen: “Adam, Henoch, Abraham, Moses, Jesus, der im weißen Gewand [Mani], Mohammed und Mathani [der Mahd
  2. Morjen is och noch n Tach permalink
    31. Dezember 2014 15:38

  3. Auch einen guten Putsch! permalink
    31. Dezember 2014 16:09

    Hier ma wat mit Spaß:

  4. FÜR EINE HANDVOLL SPIELGELD permalink
    1. Januar 2015 13:22

  5. 1. Januar 2015 14:52

    Ein Freund schickte mir Neujahrsgrüße per mail und den Link zur
    FANAL 1. Jahrgang 1926/27 Online
    „Die ersten 12 Hefte der Zeitschrift Fanal von Erich Mühsam könnt ihr nun hier herunterladen und lesen. Du kannst jedes Heft einzeln oder den gesamten Jahrgang downloaden.“
    https://a-bibliothek.org/?p=3537#more-3537

  6. Orientierungslos irrlichtern wir dahin permalink
    1. Januar 2015 21:15

    Dude Karl in seiner Lieblingsrolle als Endzeitpeot.

  7. Weiterlachen! permalink
    4. Januar 2015 10:46

    Zum 1. Todestag von Dieter Hildebrandt
    Ein Film von Rüdiger Daniel
    Eine Sendung des WDR vom 19.11.2014

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