Skip to content

Berlin: Mall of Shame – Wo ist das Geld der Arbeiter?

1. Dezember 2014

mallshameSeit einer Woche demonstriert die FAU Berlin und ihre neuen Mitglieder, Mall-Bauarbeiter aus Rumänien, vor der „Mall of Berlin“. Ihr Ziel ist unmissverständlich: Sie fordern den versprochenen Lohn für die geleistete Arbeit. Über 10.000 Flugblätter verteilten Arbeiter und GewerkschafterInnen in der letzten Woche. Online und vor Ort sammelte die Gewerkschaft zudem bereits hunderte Unterschriften für das Anliegen der Arbeiter. In dieser Woche wird die FAU die Proteste nochmals ausweiten.

Neben der „Mall of Berlin“ wird die gesamte Woche vor dem Büro des Bauherren Andreas Fettchenhauer und ebenso vor dem des Investors Harald Huth protestiert werden. Auf ein erstes Gesprächsangebot reagierte der Bauherr bisher nicht. Die FAU sieht jedoch auch den Investor klar in der Verantwortung: Spätestens im November 2011, als der Bau der „Mall of Berlin“ bereits begonnen hatte, hätte Huth seinen Bauherren Fettchenhauer einer kritischen Überprüfung unterziehen müssen. Dieser war einer von drei Geschäftsführern der Berliner Firma Beton-System-Schalungsbau (BSS) GmbH, die bis ins Jahr 2011 bereits Gegenstand einer dreijährigen Ermittlung wegen „Schwarzarbeit“ war.

„Die ganze Sache stinkt bis zum Himmel. Die Forderungen der Arbeiter sind doch schlichte Portokasse für den reichen Investor! Wo ist das Geld der Arbeiter?“ empört sich Nina Matzek, Sekretärin der FAU Berlin. „Wir sind bereit, den Protest fortzuführen. Ich bezweifle, dass die bemüht weiße Weste des Investors mit nur ein paar Flecken davonkommt, wenn er nicht dafür sorgt, dass die Mall-Arbeiter ihr Geld erhalten!“

Für Samstag, den 6.12. ruft die FAU Berlin zu einer Demonstration um 14 Uhr am Leipziger Platz auf. Sie artikuliert einerseits das Anliegen der Arbeiter, kritisiert aber auch die generelle Ausbeutung migrantischer ArbeiterInnen.

Quelle: Pressemitteilung FAU Berlin vom

6 Kommentare leave one →
  1. Eddy permalink
    6. Dezember 2014 09:29

    http://en.labournet.tv/video/6736/mall-shame-call-demo-saturday-06122014

    Beim Ansehen dieses Videos stellen sich mir fragen.

    1. was hat Nationalismus in einem Arbeitskampf zu suchen. Der Kollege sagt: „Ich demonstriere weil ich stolz bin, ein Rumäne zu sein“.

    2. Ist dieser Kollege FAU-Mitglied? Sind Nationalismen und Nationalstolz nun vereinbar mit dem Anarcho-Syndikalismus?

    Das kann doch nicht sein. Sollte es jedoch so sein, dass die FAU Berlin entschieden hat dass nur Mitglieder der FAU von ihr im Arbeitskampf unterstützt werden, dann sollte sie diese Position überdenken. Denn die Solidarität mit den rumänischen Kollegen steht ausser Frage und soll/muss geübt werden. Jedoch ist es eine ganz andere Sache, wenn diese in ihrem Solidaritätsaufruf auf einen, von uns allen zu bekämpfenden, Nationalstolz Bezug nehmen und dabei auch noch FAU-Mitglieder sind. Das ist alles andere als gut. Als AnarchosyndikalistInnen sind wir InternationalistInnen. Nationalismus spaltet.

    • 6. Dezember 2014 13:30

      treffend bemerkt, – mal schauen, ob die FAU B diesmal auf die Kritik eingeht… @ Eddy

    • Friss die Kritik permalink
      6. Dezember 2014 19:16

      Eddy, du bist ein manipulativer Schwachkopf, genauso wie dein Nachredner, der was von auf Kritik eingehen faselt, selbst aber die größe Scheiße nachplappert, ohne sie kritisch bewerten zu können. Der Kollege sagt eben nicht: „weil ich stolz bin, ein Rumäne zu sein“, sondern: „weil ich Rumäne bin und [auch] meinen Stolz habe“. Durch den folgenden Satz („Ich möchte, dass die Veranwortlichen uns alle respektieren“) wird dann schließlich klar, was gemeint ist: Nur weil er Rumäne ist, kann/darf man ihm nicht sein Würde nehmen. Man muss schon ein Idiot sein, da Nationalismus rein zu interpretieren.

      • Mag permalink
        6. Dezember 2014 22:34

        > Man muss schon ein Idiot sein, da Nationalismus rein zu interpretieren.

        Genau so stellt sich das dar. Der Kommentator ist ein Idiot, dem jedes Mittel der Manipulation recht ist, um seine sowie schon vorgefasste Meinung zu „begründen“.

  2. Zwei Syndikalisten rocken den Kehraus permalink
    25. April 2015 12:55

    • 29. April 2015 22:58

      Die Abwesenheit des Utopischen

      Auf der Suche nach dem ganz Anderen, bleibt nur eine Abwesenheit des Utopischen zu konstatieren. Zu Wort kommen bzw. hörbar gemacht wurden: Karl Popper, Ernst Bloch, Theodor W. Adorno, Walter Benjamin, Hartmut Rosa, Jean Baudrillard. Ein Feature von Adrian Lauchengrund und Radio Corax aus Halle. (Quelle & MP3: http://www.freie-radios.net/57767 )

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s

%d Bloggern gefällt das: