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Crowdfunding für anarchistisches Dokumentarfilmprojekt: „Eine Reise zu anarchistischen Projekten in Europa“

24. November 2014

Das Filmteam zur Dokumentation „Projekt A – Eine Reise zu anarchistischen Projekten in Europa“ begleitete in den letzten vier Jahren Anarchisten in Deutschland, Spanien, Schweiz und Griechenland in ihren Bemühungen, herrschaftsfreie Gesellschaftsformen in verschiedensten Projekten zu realisieren. Die am Projekt beteiligten Genossen schreiben zu ihrer Intention: „Wir möchten mit dem Film nicht die gängigen Klischees gewaltbereiter, vermummter Anarchisten reproduzieren, sondern widmen uns explizit den bereits konkreten Umsetzungen selbstorganisierter, herrschaftsfreier Ideen. Der Film hat dabei auch den Anspruch, ein Publikum zu erreichen, das sich bisher wenig/bis gar nicht mit dieser Thematik auseinandergesetzt hat. Daher wird der Film auch eine Einführung in die anarchistische Theorie geben.

Der Dreh ist soweit abgeschlossen und mit dem Schnitt wurde vor wenigen Wochen begonnen. Wie es in der momentanen Gesellschaft so ist, braucht man für alles Geld und davon nicht wenig. Für die Fertigstellung ist deshalb noch etwas Geld notwendig, das wir über ein Crowdfunding sammeln, damit wir den Film im Frühjahr 2015 veröffentlichen können.“ Das Filmkollektiv ist in Deutschland und Österreich verstreut.


Die folgenden Beiträge sind beinhaltet:

Ein kleiner Teil des Films skizziert die grundlegenden Ideen des Anarchismus. Unser Hauptaugenmerk aber liegt auf Menschen, die erste Schritte in Richtung einer anarchistischen Gesellschaft wagen. Wer sich – jenseits der gängigen Klischees von Anarchisten als vermummte Chaoten oder von Anarchie als bürgerkriegsähnlichen Zustand – mit der Idee einer anarchistischen Gesellschaft als ernstzunehmende, gesellschaftliche Alternative auseinandersetzen möchte, ist bei uns genau richtig.

In den letzten Jahren waren wir in Spanien, Griechenland, der Schweiz und Deutschland unterwegs.

Drehorte, Projekte und Menschen im Film:
→ Internationales Anarchistisches Treffen 2012 – St.Imier, Schweiz
Das größte anarchistische Treffen der jüngeren Geschichte mit ca. 3.000 Teilnehmern.

→ Confederación General del Trabajo (CGT) – Barcelona, Spanien
Anarchosyndikalistische Gewerkschaft mit rund 60.000 Mitgliedern.

→ Parko Navarinou – Athen, Griechenland
2009 besetzter Parkplatz, der von Anwohnern und Anarchisten zu einem öffentlichen Park umfunktioniert wurde.

→ Hanna Poddig, Deutschland
Anti-Atom Aktivistin, die mit Ankettaktionen Atomtransporte blockiert.

→ Enric Duran, Spanien
Antikapitalistischer Aktivist, der 39 Banken um fast eine halbe Million Euro erleichterte und jetzt im Untergrund lebt.

→ Cooperativa Integral Catalana (CIC) – Barcelona, Spanien
Von Enric Duran mit initiierte Kooperative mit mehr als zweitausend Mitgliedern, die mithilfe von alternativen Währungsmodellen, eigener Produktion und Tauschhandel eine Transformation der Gesellschaft herbeiführen möchte.

→ Kartoffelkombinat – München, Deutschland
Solidarische Landwirtschaft, die bereits nach zwei Jahren 450 Haushalte versorgt. Tendenz steigend. (Das Kartoffelkombinat ist nach der Selbstdefinition der Genossen kein anarchistisches Projekt, im Kontext des Films ist es für uns dennoch von großem Interesse.)

Wer dieses Projekt finanziell unterstützen mag, findet hier alle benötigten Informationen für eine Spende: https://www.startnext.de/de/projekt-a

Die Webseite findet sich hier: http://www.projekta-film.net/de/

3 Kommentare leave one →
  1. Wahn permalink
    24. November 2014 19:25

    Ein Projekt, wie dieses, ist vollkommener Unsinn – mit dem Geld könnte man einen Betrieb starten und diese Studenten machen daraus eine nichtssagende, szene-interne, sich selbst bejubelnde DVD. Eine DVD von einem unwichtigen Film über unwichtige Projekte, der sowieso nach drei Tagen auf Youtube zu bewundern sein wird.
    Bis sie die Arbeit gemacht haben, bestehen wahrscheinlich keine der portraitierten „Porjekte“ mehr….

    Wenn ich mir dieses verflachte und geistlose Gelaber im Trailer schon ansehe / anhöre… und diese lächerlichen Demoschnipsel….die Krönung ist dann der Gartenfutzie und am besten geht es auch noch um Pazifismus und was weiß ich noch um was für Belanglosigkeiten und Religionen. Und alles schön schwammig – Heiiiiii Anarchismus kann alles sein, deshalb ist es auch egal, was du machst – machst du Mist oder einfach gar nichts – kein problem – tu es einfach „herrschaftsfrei“ und „diskriminierungsfrei“ dann ist es kein Müll – es ist dann „Anarchismus“! Nein besser – ein „herrschaftsfreies Projekt“!
    Wahnsinn, wie man depressive Studenten-WGs umdeuten kann!

    Solche Projekte sind für mich der Inbegriff des selbsgerechten Blödsinns, den die Szene so verzapft. Völlig Banane. Nichts als bürgerlicher Individualismus.

    Ich finde es auch unvernünftig nur mehrere zehntausend Euro dafür draufgehen zu lassen – ich hätt gleich eine Million weggeschmissen – Jau, Nägel mit Köpfen, Mensch!

    • Inhaltlich kritisieren statt raunzen permalink
      25. November 2014 15:47

      → Confederación General del Trabajo (CGT) – Barcelona, Spanien
      Anarchosyndikalistische Gewerkschaft mit rund 60.000 Mitgliedern.

      → Enric Duran, Spanien
      Antikapitalistischer Aktivist, der 39 Banken um fast eine halbe Million Euro erleichterte und jetzt im Untergrund lebt.

      → Cooperativa Integral Catalana (CIC) – Barcelona, Spanien
      Von Enric Duran mit initiierte Kooperative mit mehr als zweitausend Mitgliedern, die mithilfe von alternativen Währungsmodellen, eigener Produktion und Tauschhandel eine Transformation der Gesellschaft herbeiführen möchte.

      Wirklich, wenn das keine umgedeuteten depressiven Autonomen-WG´s oder bürgerlicher Individualismus sind… Viel Spaß, einen Betrieb mit den paar Kröten zu starten: das 35e Druckkollektiv geht sich damit vielleicht schon aus – das besteht dann in 3 Jahren wahrscheinlich aber wirklich nicht mehr.

      • Ach so....hm.... permalink
        26. November 2014 17:09

        Oh ja – braucht man mehr Geld… interessant. Das lass ich mir mal durch den Kopf gehen:
        Ich habe X und brauche X+Y. Klar – da verschleuder‘ ich einfach X, weil… ich bräuchte ja mehr!

        Ein Bank-Erleichterer, der jetzt im Untergrund lebt… Klasse. Da machen nach dem Anschauen der DVD bestimmt viele Leute mit!

        CGT – Toll – und die brauchen genau diese DVD für was genau? BZW. wozu sollte jemand, der sich für die CGT interessiert diese DVD brauchen?

        Alternative Währung? Soll das dein Ernst sein? Das macht die ganze Welt bereits, seit bekannt ist, dass Währungen unstabil sind, sogar der DOLLAR!!!… Guten Morgen…

        Ja, also alles in allem bleibe ich bei meiner Meinung – das, was du vorgebracht hast, ist nicht überzeugend.

        Und die Hauptfrage ist, was uns das hier in Doi!tschland interessiert, wo alles, aber wirklich auch alles brach liegt und auf nichts Verlass ist, wo keine stabilen Strukturen bestehen und der Anarchismus im Allgemeinen nichts weiter ist, als eine verkommene, bürgerliche, pseudoradikale Politikertruppe?
        Das zeigt die DVD nicht – sie ist höchst wahrscheinlich auch nicht im Geringsten selbstkritisch, weil sie dann zu lang geworden wäre.

        Und solche offensichtlichen Widersprüche fucken einen doch ab. Diese Kohle könnte weitaus perspektivischer verwendet werden. Ich weiß von genossen – gut, mich betrifft es jetzt persönlich nicht aber trotzdem – die nicht heizen, weil sie keine Kohle haben. Statt dessen so einen nichtssagenden, im heutigen Zeitalter antiquiert produzierten Film zu machen ist dem ein Hohn.

        Aber gut – wenn du meinst, dass dann alles so wichtig ist, dann kannst du ja fleißig spenden oder mitarbeiten. Wir schauen einfach mal in 5 Jahren, was die DVD geleistet hat und was der Betrag rein hypothetisch hätte leisten können – einfach als Gedankenspiel, nichts verbindliches. Ich bin gespannt 😉

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