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Demo 1.12. Dresden: Für grenzenlose Solidarität – Gegen Rassismus

23. November 2014

Rassismus hat viele Formen. Manche sind klar zu erkennen, andere sind versteckt und kommen maskiert daher. Seit über einem Monat veranstaltet die rassistische Grup- pierung PEGIDA („Patriotische Europäer gegen die Islamisierung des Abendlandes“) jeden Montag eine Demonstration durch die Innenstadt, um gegen die angebliche „Islamisierung“ Deutschlands und „Glaubenskriege auf deutschem Boden“ zu demonstrieren. Unter dem Deckmantel einer friedlichen Bürgerbewegung demonstriert diese Koalition aus Nazis, Rassist*innen, Fußballanhängern und konservativen Bürger*innen mit erheblichen Zulauf durch die Dresdner Innenstadt. Zuletzt schlossen sich 3500 Rassist*innen diesem Aufzug an. PEGIDA versucht an die aktuellen Debatten um den IS anzudocken, um ihre rassistischen Ressentiments zu verbreiten und gegen Migrant*innen und Muslime*a mobil zu machen.

Im bekannten Nazijargon wird vom „Erwachen des Volkes“ gesprochen und die Angst vor geflüchteten Menschen geschürt, indem herbei halluzinierte Horrorszenarien wie “Glaubenskriege auf deutschem Boden” verbreitet werden. PEGIDA versucht dabei an die Montagsdemonstration von 1989 anzuknüpfen, wodurch eine Einheit à la „Wir sind das Volk“ herbei beschworen wird. Doch ein “Wir” konstruiert auch immer ein “Die Anderen”! Während die Stadt Dresden am 13. Februar noch scheinheilig eine Menschenkette durchführt, sieht die AG 13. Februar dieses Symbol dadurch gefährdet, dass das Symbol ja nur dem Dresdner Opfergestus gelte nicht aber der Positionierung gegenüber Hass und Rassismus und überlegt eine “Menschenkerze” oder dergleichen zu veranstalten. Die Dresdner CDU stellt sich hingegen in einer öffentlichen Stellungnahme gegen aktiven Protest gegenüber den Rassist*innen, wahrscheinlich in der Hoffnung vermehrt Wähler*innenstimmen am rechten Rand zu fischen.

Für uns steht fest, dass wir am 01.12.2014 den PEGIDA-Anhänger*innen und ihrer rassistischen Hetze entgegentreten werden.

Dresden – Sachsen – Deutschland – Das Problem heißt Rassismus!

Fast wöchentlich kommt es zu rassistischen Übergriffen und Mobilmachungen in und um Dresden. Am 10.11.2014 demonstrierten zeitgleich zum PEGIDA-Aufmarsch 250 Personen gegen eine geplante Asylunterkunft in Klotzsche. In Ottendorf-Okrilla kam es, aufgrund der geplanten Unterbringung von Flüchtlingen, in den letzten Wochen wiederholt zu rassistischen Demonstrationen von Nazis und Bürger*innen. Im nicht weit entfernten Bautzen demonstrierten am 08.11.2014 600 Nazis wiederholt gegen ein Flüchtlingsheim.

In Sachsen ist Rassismus wieder salonfähig geworden, einem Klima welchem bis jetzt schon etliche Todesopfer wie Jorge Gomondai, Kamal K. oder Marwa El-Sherbini folgten. Es ist nur eine Frage der Zeit, bis die stumpfe Hetze wieder in Gewalt umschlägt. Doch solange können und wollen wir nicht warten.

Deshalb fordern wir ALLE couragierten Menschen auf, am 01.12.2014 auf die Straße zu gehen und ein deutliches Zeichen gegen jede Form von Rassismus zu setzen.

Wir rufen alle antifaschistischen, zivilgesellschaftlichen und antirassistischen Kräfte auf, nach Dresden zu kommen und mit uns gegen die menschenverachtenden Einstellungen dieser Gesellschaft zu demonstrieren.

Wir wollen eine Gesellschaft ohne Ausgrenzung und Unterdrückung. Wir wollen ein Bleiberecht für alle Menschen und eine dezentrale Unterbringung von Geflüchteten anstatt in Sammelunterkünften. Schluss mit der jetzigen Behördenpraxis, durch welche Geflüchtete schikaniert und kriminalisiert werden.

Deshalb: Kraftvoll und laut gegen staatlichen Rassismus, Alltagsrassismus, und Sozialchauvinismus!

Rassismus Demaskieren!
Für grenzenlose Solidarität statt begrenztem Horizont und Nationalismus!

Undogmatische Radikale Antifa Dresden
uradresden.noblogs.org

One Comment leave one →
  1. claudia permalink
    9. Dezember 2014 19:12

    Was ist den bitte momentan in Dresden los ? Ich glaube ich muß da mal hin und mir das anschauen. In den Medien sprichtmann von 5500 bis 20000 Teilnehmern. Solche schwammigen Aussagen wer soll da was glauben.

    VG

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