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Zum Arbeitskampf bei der Bahn…

6. November 2014

gdl-streik

geben wir hier einige Meldungen der „Nachdenkseiten“ wieder:

Nahles verschärft Gesetzentwurf

Arbeitsministerin Andrea Nahles (SPD) hat ihren umstrittenen Gesetzentwurf zur Tarifeinheit leicht verschärft. Neu eingefügt wurde nach Angaben der Nachrichtenagentur Reuters ein Absatz, in dem ausdrücklich auf die Befriedungsfunktion eines Tarifvertrags hingewiesen wird. Dies könnte eine Rolle spielen, wenn Gerichte darüber zu entscheiden haben, ob der Aufruf einer Minderheitsgewerkschaft zum Arbeitskampf verhältnismäßig ist, wenn es bereits einen Tarifvertrag der Mehrheitsgewerkschaft im selben Betrieb gibt. “Zur Sicherung der Schutzfunktion, Verteilungsfunktion, Befriedungsfunktion sowie Ordnungsfunktion von Rechtsnormen des Tarifvertrages werden Tarifkollisionen im Betrieb vermieden”, heißt es demnach nun im Gesetzentwurf. Das Kabinett soll den Gesetzentwurf am 3. Dezember billigen.

Mit dem Gesetzentwurf hatte Nahles Berufsgewerkschaften wie die Gewerkschaft der Lokführer (GDL), die Pilotenvereinigung Cockpit oder den Deutschen Beamtenbund auf die Barrikaden gebracht. Wenn sich zwei Gewerkschaften in einem Betrieb um die Zuständigkeit für dieselbe Beschäftigtengruppe streiten, soll laut Gesetzesentwurf letztlich der Tarifvertrag der Gewerkschaft mit den meisten Mitgliedern in dem Betrieb gelten.

Quelle: SPON

Anmerkung J.A: “Mini-Gewerkschaften”, das soll sicher nach “eigentlich unbedeutend” klingen, und “übermäßige Streiks”, oh Mann: die realitätswidrige antigewerkschaftliche Propaganda und Verleumdung erreicht jeden Tag neue Niveau-Tiefstände. Und wo im ersten bekannt gewordenen Gesetzesentwurf noch Zweifel bestanden, ob er nicht doch irgendwie mit dem Grundgesetz in Einklang gebracht werden könnte, ist dieser ganz sicher verfassungswidrig. Denn zwar werden Streiks einer Minderheitsgewerkschaft damit nicht explizit verboten, aber völlig sinnlos gemacht.

Und der DGB schaut wohlwollend und parteiisch (für die Einschränkung grundgesetzlich verbürgter gewerkschaftlicher Rechte!!!) zu… Natürlich, dafür werden Arbeitnehmerparteien “links von der Mitte” gewählt… Vielleicht sollte man den DGB und die Spezialdemokraten mal daran erinnern, daß den Nazis im Mai 1933 die Zerschlagung der freien Gewerkschaftsbewegung fast noch wichtiger war als die Beseitigung der parlamentarischen Demokratie. Ist natürlich ein ganz dummer, ahistorischer Vergleich zur heutigen Situation… Es ist schlimm, wenn die Regierung Bürgerrechte dermaßen mit Füßen tritt und niemand ihr in den Arm fällt, so daß man nur noch auf das BVerfG hoffen kann.

Anmerkung J.K.: Wie bereits erwähnt, Nahles will hier wirklich den Noske, also den Bluthund für die Interessen der herrschenden Eliten machen. Weiter so beim Projekt 18 Prozent. – Und um es noch einmal klar zu stellen ein Lokführer mit mehr als 25 Jahren Berufserfahrung erhält laut Tarifvertrag vom 01.11.2013, 3010,00 € Brutto. Das ergibt Netto (Steuerklasse 3, verheiratet, ein Kind) 2.173,01 €, für einen Knochenjob.

GDL-Streiks: Wir sind in die Nähe von Terroristen gestellt worden

Der Chef der Gewerkschaft GDL, Claus Weselsky, sieht die Deutsche Bahn verantwortlich für die drohenden neuen Streiks der Lokführer. Im DLF beklagte er ein Tarifdiktat des Konzerns und außerdem eine Hetzkampagne gegen die GDL und ihn persönlich. (…)

Armbrüster: Ja. Aber, Herr Weselsky, wenn Sie effektiv gegen die Deutsche Bahn streiken wollen, warum schließen Sie sich dann nicht mit der anderen Gewerkschaft, mit der EVG zusammen?
Weselsky: Das müssen Sie die Kollegen der EVG fragen.
Armbrüster: Nein, ich frage aber Sie. Sie sind ja eine der beiden Parteien.
Weselsky: Natürlich! Und ich bin die Partei, die nachgewiesenermaßen und von der Bahn bestätigt 51 Prozent der Mitglieder in den Eisenbahn-Verkehrsunternehmen hat. Ich bin die Partei, die als Gewerkschaft ein Tarifvertragssystem im Eisenbahn-Verkehrsmarkt, und zwar für alle Lokführer und alle Zugbegleiter, verankert, das denen Beschäftigungssicherheit gewährleistet und den Wettbewerb über die Einkommen beendet hat. Und ich bin plötzlich die Gewerkschaft, die von der Deutschen Bahn in Vorreiterrolle diese Tarifsystematik, diese Tarifvertragsstruktur wieder weggenommen bekommen soll, mit der Zielstellung, den Flächentarifvertrag zu beerdigen und das Lohndumping im Eisenbahn-Verkehrssegment wieder von vorne beginnen zu lassen. Das ist die Realität! Und da müssen Sie sich nur die Tarifforderungen anschauen, die die GDL erhoben hat, die sich mit Arbeitszeit befassen, mit Belastungssenkung, mit Überstundenbegrenzung, und dann schauen Sie sich andere Tarifforderungen an und dann sehen Sie, dass das alles gar keine Geige spielt. Das mag aber im Monopolbereich auch wirklich keine Geige spielen. Das will ich gar nicht beantworten, weil ich davon zu wenig verstehe. Nur was wir verstehen ist, im Eisenbahn-Wettbewerbssegment bei den Eisenbahn-Verkehrsunternehmen die richtigen Strukturen, die richtigen Tarifverträge für unsere Mitglieder und für niemanden anderen abschließen zu wollen, und das ist grundgesetzlich verbrieft. (…)

Quelle 1: Deutschlandradio

Quelle 2: Deutschlandradio [Audio – mp3]

Die Rolle der DB im Bahnstreik

Streik bei der Bahn und kein Ende in Sicht. Dabei wäre eine Lösung zum Greifen nahe – würde die DB endlich das Urteil des Bundesarbeitsgerichts akzeptieren.

Die Gespräche zwischen Deutscher Bahn und der GDL sind gescheitert. Nachdem es anfangs so aussah, als würde die DB ihre Blockadehaltung gegenüber der GDL aufgeben, entpuppte sich das Angebot der Bahn als Luftnummer. Denn statt der GDL ihr Recht auf Verhandlungen auch für Zugbelgleiter zuzugestehen, fordert die Bahn weiter, dass die EVG bei Streitfragen die Führung in diesem Bereich übernehmen soll. […] Dennoch ist in der letzten Woche Bewegung in den Konflikt gekommen. Bahn und GDL trafen sich in Berlin zu Gesprächen, in denen nach Möglichkeiten gesucht wurde, wie die Tarifeinheit bei der Bahn gewahrt bleiben könnte, ohne die Rechte der GDL zu beschneiden. Dabei sah es zunächst danach aus, als würde man sich einig. Umso ernüchternder dann der Vertrag, den die DB am Sonntagabend präsentierte. Denn im Kern soll alles beim Alten bleiben: Die EVG bleibt bei Zugpersonal verhandlungsführend, die GDL darf dabeisitzen und abnicken. Mit dieser Blockadehaltung provoziert die DB nun die wohl längsten Bahnstreiks der Geschichte – auf Kosten von Zugpersonal und Bahnkunden.

Quelle: Der Freitag

5 Kommentare leave one →
  1. Bahn-Streik: EIN DANK AN DIE LOKFÜHRER permalink
    6. November 2014 16:04

    Wenn Manager „Personal abbauen“, nehmen wir es hin. Wenn die Abhängigen für ihre Interessen kämpfen, herrscht Empörung. Der Bahnstreik ist kein Skandal – sondern ein Geschenk. Er erinnert uns an die Macht der Arbeitnehmer. Eine Kolumne von Jakob Augstein mehr…
    Quelle: spon – http://www.spiegel.de/wirtschaft/unternehmen/bahn-streik-claus-weselsky-ruft-polizei-a-1001371.html

    ——-
    Bahnstreik – Aus den Zeilen tropft Hass

    Was hat Claus Weselsky den Medien eigentlich getan? Die BILD nennt ihn den „Größen-Bahnsinnigen“ und fordert ihre Leser auf, dem „Gewerkschafts-Boss“ unter der auf der Titelseite gedruckten Büronummer „die Meinung zu geigen“. Der Focus kürt ihn gar zum „meistgehassten Deutschen“ und präsentiert seinen Lesern Fotos vom Wohnhaus der Familie Weselsky samt genauer Ortsangabe. Selten tropfte so viel Hass aus den Zeilen. Und dieser Hass tropft offenbar auf fruchtbaren Boden, wie die von Medien eingesammelten O-Töne belegen. Die Wut der vom Streik betroffenen Bahn-Kunden ist freilich verständlich. Absolut unverständlich ist jedoch, dass aus dieser Wut auf den Streik ein kanalisierter Hass auf die Lokführer, die GDL oder gar Herrn Weselsky wird. Hier werden Opfer und Täter verwechselt. Lassen Sie sich bitte nicht ins Bockshorn jagen! Ein Kommentar von Jens Berger. http://www.nachdenkseiten.de/?p=23849


    Lokführerstreik http://www.nachdenkseiten.de/?p=23845#h01

    Lokführerstreik: Einen Orden für den GDL-Chef!
    Wenn es um den neuerlichen Ausstand der Lokführer geht, der heute Nachmittag beginnt, ist ihren Gegnern im Moment offenbar kein Argument zu blöd. Der Bahnvorstand nennt es eine Schikane, dass die GDL die Tarifverhandlungen abgebrochen hat und zum Arbeitskampf aufruft […] . Auch Wirtschaftsverbände und CDU-Politiker warnen vor den ökonomischen Auswirkungen. Sie würden den Streik wohl am liebsten verbieten lassen. […] All das ist völlig absurd. Denn die Lokführergewerkschaft und ihr Vorsitzender Claus Weselsky nehmen nicht nur ein selbstverständliches Recht in Anspruch. Ihr Vorgehen ist auch absolut legitim. Es könnte anderen Gewerkschaften sogar als Vorbild dienen.
    Quelle: Zeit.de http://www.zeit.de/wirtschaft/2014-11/lokfuehrer-streik-gdl-kommentar/komplettansicht

    Anmerkung S.T./NDS: Der Text spricht vielleicht nicht Jedem aus der Seele, aber es ist richtig: Die ganze Diskussion trägt reichlich absurde Züge. Und deshalb tut der Text richtig gut, denn er bringt einige wichtige Dinge auf den Punkt. Dazu gehört u. a. der Hinweis, dass Streiks ja gerade darauf abzielen, die Unternehmen wirtschaftlich (!) unter Druck zu setzen – ihnen finanziell weh zu tun. Das ist, wie der ZEIT-Autor richtig feststellt, “vielfach das einzige Mittel, das Arbeitnehmer und Gewerkschaften einsetzen können”. Wie entlarvend ist es daher, wenn gegen die Streiks deren volkswirtschaftlicher Schaden ins Feld geführt wird: Im Kern kommt damit doch nur zum Ausdruck, keine Streiks und damit keinen Arbeitskampf und mithin auch keine mündige sowie mitbestimmende Arbeitgeberschaft haben zu wollen. Darüber sollten insb. Politikerinnen und Politiker der SPD nachdenken. Im Moment sind gerade sie – die das “sozial” im Namen tragen – es, die an unseren Grundrechten zu sägen: GDL-Chef Weselsky hat ausdrücklich Recht, wenn er darauf hinweist, dass es hier um ein Grundrecht und die Funktion der Gewerkschaften geht. Und es darf verwundern, wie wenig das von unseren Medien erkannt wird und wie wenig Solidarität die GDL erfährt (auch seitens gewerkschaftlicher Kreise).
    Eindimensionale Sicht der Medien erschreckend und weit weg von der Wirklichkeit
    Glaubt man der Presseschau des Deutschlandfunks von heute Vormittag, kann es nur einen Rückschluss geben: Der Streik der GDL stößt ausnahmslos auf Unverständnis, und das Unverständnis richtet sich ausschließlich gegen die GDL, nicht die Unternehmensführung der Bahn oder den Eigentümer Bund. Ein nahezu identisches Bild liefert der “Pressekompass” von Spiegel online. Das eindimensionale Bild der Presse ist das eine. Die Artikulierung desselben das andere:
    Ein Streik wird wie selbstverständlich als “Erpressungsversuch” kriminalisiert (Darmstädter Echo) und dies der GDL unterstellt, nicht der Bahn. Der Kommentator des Handelsblatts, Daniel Klager, sieht sich gar eines “Grundrechts” beraubt, dem der Mobilität. Klager weiß offensichtlich nicht, was ein Grundrecht ist. Im Grundgesetz ist dazu jedenfalls nichts zu finden, zum Streik in Artikel 9 dagegen schon. Aber das Grundgesetz ist auch nicht Klagers Richtschnur, sondern dies: “Die Wirtschaft erwartet Mobilität”, schreibt er. Vielleicht hätte er seine Karrie besser als Pressesprecher eines Unternehmens wie der Bahn geplant und nicht als Journalist. Aber warum eigentlich, diese Art “Journalismus” scheint ja bei Chefredakteuren, Intendanten, Herausgebern und Verlegern auf breite Zustimmung und Anerkennung zu stoßen….
    Es kann dabei gar nicht darum gehen, die GDL von Kritik auszunehmen, wenn diese gut recherchiert und begründet ist. Davon aber kann in den besagten Medien keine Rede sein. Alle tonangebenden Medien beten dieselben Sätze herunter, dieselbe Sicht, ohne sie zu belegen oder auch nur halbwegs schlüssig zu begründen.
    Quelle: Wirtschaft und Gesellschaft http://www.wirtschaftundgesellschaft.de/2014/11/gdl-bahnstreik-eindimensionale-sicht-der-medien-erschreckend-und-weit-weg-von-der-wirklichkeit/#sthash.ZwEJRwjr.dpuf
    GDL-Streik: Claus Weselsky zu Verhandlungen mit der Deutschen Bahn am 05.11.2014
    Quelle: Phoenix Live (Video)https://www.youtube.com/watch?v=XrcWbRBleuo

    Siehe auch: Tarifeinheit für Arbeitgeber versus Tarifpluralität für Arbeitnehmer
    Der Tarifvorschlag vom 02. November 2014 des Arbeitgeber- und Wirtschaftsverbands der Mobilitäts- und Verkehrsdienstleister e.V. (Agv MoVe) als Verhandlungsführer für die Deutsche Bahn gegenüber der GDL beinhaltet folgende Fallstricke u.a.:
    Dies wird Auswirkungen auf die gesamten Errungenschaften des Arbeitskampfes haben und als Modell für alle Formen des Arbeitskampfes dienen. Es braucht in Zukunft von den Arbeitgebern nur eine Gegengewerkschaft initiiert zu werden, um jeder anderen Gewerkschaft unter Verweis auf den »historischen« und bindenden Tarifabschluss der Eisenbahner im Jahre 2014 das einzige Mittel zu nehmen, was ihr im Arbeitskampf zusteht: Die Tarifpluralität und der direkte Arbeitskampf in Form des Streikes – nicht als Erpressung, sondern als Grundrecht gegen eine ungerechte Tarifpolitik!
    Quelle: Grundrechtepartei http://grundrechtepartei.de/solidaritaetsnote-gdl/
    Die Pressekonferenz der GDL zur Ablehnung des “Schlichtungsvorschlags” der Deutschen Bahn mit vielen grundsätzlichen Erläuterungen und Hergangserklärungen
    Quelle: GDL via YouTube

    CDU-Politiker will Bahn wieder verstaatlichen
    Der Bundesvize der Christlich Demokratischen Arbeitnehmerschaft (CDA), Christian Bäumler, hat das Verhalten der Deutschen Bahn im Tarifstreit mit der Lokführergewerkschaft GDL scharf kritisiert und drastische Konsequenzen gefordert. Der CDU-Politiker sprach sich dafür aus, die Bahn wieder zu verstaatlichen. „Die Deutsche Bahn sollte in eine Bundesagentur für Mobilität umgewandelt und die Lokführer verbeamtet werden“, sagte Bäumler dem Handelsblatt (Online-Ausgabe)http://www.handelsblatt.com/politik/deutschland/lokfuehrerstreik-und-die-folgen-cdu-politiker-will-bahn-wieder-verstaatlichen-seite-all/10935694-all.html . Zur Begründung fügte er hinzu, dass das Unternehmen „für die Infrastruktur und die Mobilität in Deutschland unverzichtbar“ sei.
    Der Vorsitzende der Deutschen Polizeigewerkschaft, Rainer Wendt, sieht in der Privatisierung der Bahn einen der Gründe für die aktuelle Eskalation im Bahnkonflikt. „Es waren Politiker, die entschieden haben, dass der Bahnverkehr privatisiert und somit in die Spielregeln der Tarifauseinandersetzung entlassen wird“, sagte Wendt dem Handelsblatt (Online-Ausgabe)…
    Wenn sich Politiker jetzt über Streikfolgen beklagten, dann bejammerten sie die Folgen ihrer eigenen Entscheidungen, sagte Wendt weiter. „Wer vom Grundrecht auf Mobilität oder von Bahnfahren als öffentlicher Daseinsfürsorge redet, hat entweder seinerzeit unverantwortlich gehandelt oder immer noch nicht verstanden, was er angerichtet hat.“
    Quelle: Handelsblatt
    So lebt der GDL-Chef Weselsky
    Altbau-Fassade: So versteckt lebt Deutschlands oberster Streikführer
    Er ist aktuell wohl der meistgehasste Deutsche: Claus Weselsky, Vorsitzender der Lokführer-Gewerkschaft GDL. FOCUS Online begab sich auf Spurensuche nach dem Hardliner – und wurde in Leipzig fündig.
    Claus Weselsky – GDL-Chef und Streik-Führer – muss sich fühlen wir ein vorverurteilter Verdächtiger. Das öffentliche Urteil über ihn ist längst gesprochen. Klar, unmissverständlich und gegen den Angeklagten…
    Der Mann hat den Zorn von Millionen Bahnreisenden auf sich gezogen, weil er als Vorsitzender der Lokführer-Gewerkschaft GDL für die aktuelle Streik-Welle verantwortlich ist…
    Quelle: FOCUS http://www.focus.de/finanzen/news/unternehmen/so-lebt-der-gdl-chef-claus-weselsky-der-streikfuehrer-hinter-der-schicken-altbau-fassade_id_4218134.html

    Anmerkung J.A./NDS: Ein unglaublicher Artikel. Der Gewerkschaftschef (bei FOCUS “Streik-Führer” – ist der sprachliche Anklang zu einem anderen “Führer” beabsichtigt?) wohnt also “versteckt” hinter einer “Fassade” – wie Millionen andere Deutsche, die auch gern ein Privatleben haben. Soll mit dem Artikel Sozialneid geschürt werden, weil der GdL-Chef “mehr als das Doppelte” der von ihm vertretenen Lokführer verdient (auf der Basis von 3.000 Euro brutto für die Lokführer also ein zwar gutes, aber doch überschaubares Gehalt von ca. 80.000 Euro) und im “schicken Altbau” wohnt?
    Oder gar Schlimmeres: ein Aufruf zur Lynchjustiz an die “Millionen [zornigen] Bahnreisenden”? Mit der Beschreibung der Gegend und dem Foto (!) des Wohnhauses kann man die Wohnung sicher leicht finden. Noch eins: “Seit 1992 sitzt Weselsky im warmen Büro“, im Gegensatz zu den Vorständen der Deutschen Bahn, die bei Wind und Wetter im Schichtdienst raus und auf zugigen Bahnsteigen stehen müssen… Lächerlicher gehts nicht mehr.
    Würde der FOCUS einen entsprechenden Artikel über Bahnchef Grube verfassen, der für Weselskys Jahresgehalt ganze 11 Tage arbeiten muss (“Als Vorstandsvorsitzender erhielt Grube im Geschäftsjahr 2012 eine Vergütung von 2,661 Millionen Euro, darunter 900.000 Euro Festgehalt.“) Etwa so: “In dieser millionenteuren Villa im feinsten Hamburger Nobel-Vorort gut bewacht wohnt der Vorstandsvorsitzende, der den Lokführern eine angemessene Gehaltserhöhung verweigert, obwohl er das 70-fache ihrer mickrigen Gehälter verdient.”
    Soll das Journalismus sein oder nur noch pure Stimmungsmache?
    Lokführer-Streik: Die dürfen das
    Ja, die Streiks nerven. Aber sie gehören auch dazu, damit Unternehmen und Arbeitnehmer wenigstens halbwegs auf Augenhöhe verhandeln können. Kleine, aufmüpfige Gewerkschaften wie die GDL sind genau das, was Deutschland braucht, kommentiert Stefan Römermann.
    Quelle 1: Deutschlandfunk – http://www.deutschlandfunk.de/lokfuehrer-streik-die-duerfen-das.720.de.html?dram:article_id=302364
    Quelle 2: DLF-Audio – http://ondemand-mp3.dradio.de/file/dradio/2014/11/05/dlf_20141105_1908_43d82d2a.mp3
    Anmerkung Orlando Pascheit/NDS: Endlich einmal, der etwas andere Kommentar.

    Kundenfreundliche Streiks gibt es nicht
    Es ist Streik und alle finden es schlimm. Nicht grundsätzlich natürlich. Denn das Streikrecht gehört ja irgendwie zu Marktwirtschaft und Demokratie dazu. Also: Streik im Prinzip ja, aber nicht bei der Bahn bitte und schon gar nicht bei der Personenbeförderung. Erst recht nicht an diesem Wochenende.
    Aber einen “kundenfreundlichen” Streik bei der Bahn kann es gar nicht geben. Ein Streik, den niemand spürt, ist eben kein Streik. Wer so etwas grundsätzlich nicht will, muss das Streikrecht schleifen oder dem Vorschlag des Vize-Vorsitzenden der christlich-demokratischen Arbeitnehmerschaft, Christian Bäumler, folgen. Der will die Bahn allen Ernstes wieder verstaatlichen und aus den Lokführern wieder Beamte machen – und die dürfen bekanntermaßen nicht streiken.
    Dieser Streik ist aber eine logische Folge genau gegenteiliger Politik, die unter neoliberaler Fahne einst die Bahn privatisiert und den Wettbewerb “Jeder gegen Jeden” gepriesen hat. Der Egoismus wurde in den 1990er Jahren zum gesellschaftlichen Leitmotiv. Menschliche Arbeit wurde zu einer austauschbaren Ware erklärt, die aus Sicht der Arbeitgeber natürlich vor allem eines zu sein hat: kostengünstig.
    Quelle: tagesschau http://www.tagesschau.de/kommentar/bahnstreik-137.html

    Anmerkung JK/NDS: Es gibt doch noch den einen oder anderen Journalisten, der sich einen differenzierteren Blick erlaubt. Den letzten Satz muss man aber nicht verstehen. Ganz ohne GdL-Bashing geht es dann doch nicht. Und warum sollte sich die Linke nicht auf die Seite der GdL stellen. Die Linke ist immerhin die einzige Partei, die sich gegen die neoliberale Einheitspolitik im Bundestag stellt. Die Solidarisierugn mit der GdL ist da nur konsequent.
    Es sicher ein wesentlicher Punkt, dass diejenigen, die vehemnt die Privatisierung der Bahn gefordert und voran getrieben haben nun lauthals die Folgen beklagen. In einem privatwirtschaftlichen Unternehmen haben die Mitarbeiter nunmal das Recht sich zur Vertretung ihrer Interessen zu organisieren (Artikel 9 GG) und zur Durchsetzung ihrer Interessen zu streiken.

  2. "Dumm", "verantwortungslos", "irre" Regierung, ARD, Bild und Spiegel vereint gegen das Streikrecht der Lokführer permalink
    6. November 2014 23:11

    „Dumm“, „verantwortungslos“, „irre“
    Alexander Dill, Telepolis 20.10.2014
    Regierung, ARD, Bild und Spiegel vereint gegen das Streikrecht der Lokführer
    50 Stunden bundesweiten Streik hat die Gewerkschaft der Lokführer (GDL) beschlossen. Mit ihren über 30.000 Mitgliedern vertritt sie 90 Prozent der Lokführer und 30 Prozent der Zugbegleiter. Es gibt aber auch eine handzahmere Gewerkschaft: Die Eisenbahn- und Verkehrsgewerkschaft (EVG) hat knapp über 200.000 Mitglieder – allerdings nur wenige Lokführer. Der Deutschen Bahn AG und der Bundesregierung, die sich die Scheingewinne der Bahn als vermeintlichen Privatisierungserfolg auszahlen lässt, ist die Existenz der GDL ein Dorn im Auge.

    Arbeitsministerin Andrea Nahles möchte deshalb ein Gesetz verabschieden lassen, wonach es pro Betrieb – also eben für die Deutsche Bahn – nur noch einen Tarifvertrag, also auch nur noch einen Tarifpartner geben soll. Das wäre das Ende für eine Lokführergewerkschaft – und ein stichhaltiger Grund, einmal richtig und nachhaltig zu streiken. Was neu ist: Erstmals können sich Regierung und Bahnführung auf die Unterstützung durch die Massenmedien Bild, Spiegel und ARD stützen.
    1750 netto als Verantwortlicher für hunderte Fahrgäste und millionenteure Technik

    Auf Verständnis der ohnehin täglich geplagten Bahnreisenden kann die GDL allerdings kaum hoffen. Aus Sicht vieler Pendler befindet sich die Bahn in einem unbefristeten Dauerstreik, seit sie sich von einst über 400.000 Mitarbeitern auf teilweise nur noch 230.000 Beschäftigte krank schrumpfte, Strecken stilllegte und mit marodem Material für ständige Verspätungen sorgt.

    Nach 25 Berufsjahren kann….http://www.heise.de/tp/artikel/43/43103/1.html

  3. Streikerbrechen ( - Feynsinn) permalink
    8. November 2014 16:37

    Eigentlich hatte ich hier bereits alles gesagt, aber es wird ja nicht besser, und daher verweise ich erstens darauf, was andere noch zu sagen haben, zum Beispiel der Kieztourette oder Monsieur Sabot. Und für die Kleinen, die tatsächlich keinerlei Idee mehr haben, was ein Streik eigentlich ist, sei zweitens die Wikipedia empfohlen, für den Anfang.

    Gerade gestern hatte ich wieder eines dieser Gespräche; jemand machte mir deutlich, dass man mit der Aufnahme einer Arbeit wisse, was man bekomme und daher kein Recht habe, sich zu beschweren. Ernsthaft vertrat der Mann in der Konsequenz die Ansicht, es hätte kein Streikrecht zu geben und man müsse sich stets am unteren Limit orientieren. Wenn einer mehr bekommt als der andere, ist derjenige, der weniger bekommt, im Recht. Wer mehr fordert, ist unverschämt. Ich nannte das “gehirngewaschen”, was willst du machen? Der grandiose Erfolg, diese Haltung erzeugt zu haben, wird jetzt für die nächste Stufe genutzt:

    Hängt ihn!

    Das ‘Doxxen’, also die Veröffentlichung von Adresse, Telefonnummer und anderer privater Daten, wie es zuletzt durch die deutsche Hetzpresse gegenüber dem Chef der GdL stattgefunden hat, ist das endgültige Niederklatschen des Niveaus politischer Propaganda auf den harten Boden der faschistischen Gesinnung. Das muss man sich begreiflich machen: Da schwafelt die Journaille scheinheilig von einem “Zorn”, gar “Volkszorn”, den ein streikbereiter Gewerkschafter auf sich gezogen habe und gibt gleichzeitig dem potentiellen Lynchmob das nötige Wissen an die Hand, ihn heimzusuchen.

    Selbstverständlich trägt der Artikel keine Unterschrift, nicht einmal ein Kürzel. Wie wir sehen, hat der Qualitätsjournalismus® völlig recht, wenn er die anonyme Hetze im Internet anprangert. Gemeint ist aber offenbar nur solche, die nicht unter das Leistungsschutzgesetz fällt. Es wird nicht weniger widerlich, im Gegenteil. Man sollte die Gewerkschaft tätig unterstützen, was mehr als nötig ist, denn es geht um die letzten Rechte und das bisschen Durchsetzungsfähigkeit, das die immer noch zu teuren Lohnsklaven haben. Es sollen nur mehr jene Gewerkschaften übrigbleiben, deren korrupte Bosse jederzeit auch die Seiten wechseln könnten. Für den Standort, für Deutschland, für das Wachstum®. Gegen alle, die noch aufmucken. Ihr werdet euch noch daran erinnern.

    Quelle u. links: http://feynsinn.org/?p=2098

  4. Heinz Lind permalink
    9. November 2014 18:25

    Die GDL wird jetzt richtig plattgemacht. Von GDLern aus dem Rhein-Main-Gebiet habe ich gehört, dass sie von „Kollegen“ geschnitten werden – wenn sie Raucherplätze betreten oder Pausenräume, dann gehen die anderen raus. Ekelhaft und kulturlos.

    Ich denke auch, dass es dem DGB nicht passt, dass soviel Eigenständigkeit von einer Spartengewerkschaft ausgeübt wird, die werden sich wahrscheinlich auch mit der Solidarität zurückhalten.

    Ein widerlicher Ungeist ist das hier in Deutschland, der einem von allen Seiten entgegenschlägt – die armen Leute, die sich morgens schon gequirlte Dummheit am Telefon der Servicenummern anhören dürfen, von schlipstragenden Blutsaugern, die nichts anderes im Leben zu tun haben, als sich zwischen zwei Stellen zu schalten, zwischen denen Geld fließt und dann dort die kleinen Zähnchen anzusetzen.

    Ich selbst arbeite nicht bei der Bahn, aber nutze sie täglich mehrere Stunden, weil ich ein Pendler bin. Was einem da zu Ohren kommt ist auch immer zum Kotzen.
    Einmal habe ich auch bei der Service-Hotline angerufen und nach einer alternativen Strecke gefragt, die ich schon kannte, nur weil ich sagen wollte, wie toll ich es finde, dass sich wenigstens einige wehren. Die Dame am anderen Ende war zunächst total überrascht und fand ihre Worte erst nach einigen Momenten wieder, freute sich aber dann.

    Aber ich möchte nochwas sagen, denn dieser Kampf ist wichtig. Jeder Lohnkampf hat eine größere politische Bedeutung als die Meisten annehmen. Die Mehrheit der Deutschen war schon immer ein Volk, dass man leicht durch Vergeistigung an der Nase herum führen konnte, weg von den Tatsachen locken konnte.
    Ein Hang zum Intellektuellen macht uns leicht angreifbar für Despotismus und das Primat des Geistigen hält uns oft davon ab, wirkliche Tatsachen zu sehen. Aus diesem Grund war die Geschichtschreibung lange Zeit ein reaktionärer Hort, weil dort eher die abstrakte Rechtfertigung der Eliten stattfinden sollte, als „tatsächliche“ Wissenschaft.
    Heute ist es auch noch so – ein Lohnkampf ist ein Kampf um wirtschaftliche Tatsachen und deshalb auch politisch. Aber die Politaktivisten gehen achtlos daran vorüber und entwerfen die dollsten „Utopien“, wie sie es nennen… die fruchtlos verklingen, weil sie nur zwischen deren Ohren stattfinden, statt in der einzigen Welt, die wir wirklich zur Verfügung haben.

    Auch von dieser Seite wird der Kampf nicht genügend untermauert – hier wäre natürlich großes Potenzial, aber es scheint niemanden ernstlich zu interessieren. Durch Propaganda zB.
    Ich wüsste nicht, wo sich die Untergebenen mehr im Kampf mit den Herrschenden befinden sollten als dort, wo es um die Verweigerung von Gehorsam, die Arbeit und den Lohn geht….

    Ich wünsche allen Streikenden GDLern viel Erfolg und Durchhaltevermögen gegen eine verrottete Republik.

  5. Beamtete Lokführer: “Im Geiste stehen wir zu den GDL-Kollegen” permalink
    10. November 2014 10:55

    Eine weithin vergessene Berufsgruppe sorgt dafür, dass bei der Bahn überhaupt noch was geht: Die rund 5000 Lokführer mit Beamtenstatus. Sie sind meist in der GDL – doch streiken dürfen sie nicht. (…)
    Gemeinsam mit den bei der GDL-Konkurrenzgewerkschaft EVG organisierten ebenfalls rund 5000 Lokführern sorgen sie dafür, dass trotz Streik überhaupt noch etwas rollt auf Deutschlands Schienen.
    “Wir arbeiten 41 Stunden, die Kollegen 39″
    Wirklich wohl fühlen sich die meisten von ihnen in dieser Rolle allerdings nicht. Das macht Johannes Delhaes klar, Sprecher der Mobilisierungverereinigung beamteter Lokführer (Mobiv), in der rund tausend Lokführer-Beamte zusammengeschlossen sind. Die meisten beamteten Lokführer sind laut Delhaes auch Mitglieder der GDL, die wiederum zum Deutschen Beamtenbund gehört.
    Unmut über die Gewerkschaftsspitze wegen des aktuellen Tarifstreits kann Delhaes nicht feststellen. Im Gegenteil: “Im Geiste stehen die meisten von uns den GDL-Kollegen bei”, sagt er SPIEGEL ONLINE.
    Die Argumente, mit denen sich die Bahn-Spitze gegen mehrere Tarifverträge für gleiche Berufsgruppen – und damit gegen den Vertretungsanspruch der GDL auch für das Zugpersonal – wehrt, kann der Mobiv-Sprecher nicht nachvollziehen. Beamte bei der Deutschen Bahn würden 2036 Stunden im Jahr arbeiten, also durchschnittlich 39 Stunden die Woche – und damit genauso lange wie angestellte Tarifmitarbeiter, sagt die Bahn. Doch in der Praxis wird von dieser Regel wohl auch abgewichen. “Wir Beamte müssen ja 41 Stunden in der Woche arbeiten, die tarifgebundenen Kollegen nur 39 Stunden.” Die Bahn betreibe also schon jetzt problemlos verschiedene Planungssysteme für gleiche Berufsgruppen.
    Mit den eigenen Arbeitsbedingungen seien die beamteten Lokführer trotz der längeren Arbeitszeit im Übrigen zufrieden, sagt Delhaes – gerade im Vergleich zu den angestellten Kollegen. “Die haben in der höchsten Einkommensstufe locker tausend Euro weniger als wir. Da geht es uns schon besser.” Daher könne man auch die Gehaltsforderungen der GDL gut nachvollziehen.
    Quelle: Spiegel Online – http://www.spiegel.de/wirtschaft/unternehmen/bahnstreik-beamte-als-lokfuehrer-erleben-neue-wertschaetzung-a-1001718.html


    Die verlorene Solidarität
    Wie seltsam: Sympathie für die Lokführer gibt es kaum. Wer fragt, warum sich die deutsche Streikkultur so verändert hat, landet am Ende gar bei Lehrplänen in Schulen. (…)
    Was sich in die öffentliche Meinung einbrennen soll, ist, dass es GDL-Chef Claus Weselsky vor allem ums – zweifellos ausgeprägte – Ego geht. Inhalte aber gehen dabei verloren. Seit Monaten will etwa die Bahn nicht über das Wochenende verhandeln und wie viel Freizeit den Lokführern am Stück zugestanden wird. Auch die Lohnerhöhung von 80 bis 100 Euro soll kein Thema sein: Zuerst sollen die Gewerkschaften sich gefälligst untereinander einigen. Was im Klartext aber bedeuten würde, dass die GDL darauf verzichtet, der Bahn gegenüber weitere Berufsgruppen zu vertreten.
    In früheren Zeiten hätten es die Menschen wie der Bäcker oder Strobl wohl schwerer gehabt im Kampf um die Deutungshoheit. Damals waren Arbeiter, Angestellte und Lehrlinge über alle Branchen hinweg gut organisiert. Die Forderungen waren vergleichsweise überschaubar.
    Gewerkschaften waren nicht im Abwehr-, sondern im Verteilungskampf: von der Aufstockung des Krankengeldes, die Ende der Fünfziger in – heute unglaublichen – 16 Wochen erstreikt wurde, bis zur Lohnerhöhung von 11,4 Prozent, für die im Jahr 1974 rund 200.000 Beschäftigten im öffentlichen Dienst die Arbeit niederlegten. Es gab die Fünf-Tage-Woche (“Samstags gehört Vati mir”) und den berühmten Lohnrahmentarif II der Metaller. Der sichert Mitarbeitern bei Daimler, Porsche, Bosch und anderen Firmen im Südwesten bis heute besondere Vergünstigungen zu. Der Tarif schadet den Unternehmen offenbar im weltweiten Wettbewerb nicht. (…)
    Prominente Betriebsratsvorsitzende wie Uwe Hück von Porsche philosophieren auch deshalb unwidersprochen über den hohen Stellenwert einheitlicher Verträge in einem Betrieb – und verschweigen, dass selbst sein Arbeitgeber von der Zwei-Klassen-Gesellschaft in der Produktion profitiert.
    Und wie bezeichnend war es, als Kanzlerin Angela Merkel im TV-Wahlkampf 2013 kalt erwischt wurde, als ein Leipziger Leiharbeiter ihr und einem TV-Millionenpublikum erzählte, dass er seit zehn Jahren in derselben Firma keine Festanstellung und keine zum einfachen Leben ausreichende Bezahlung erhält.
    Quelle: Zeit Online – http://www.zeit.de/wirtschaft/2014-11/streik-gdl-gewerkschaft-solidaritaet/komplettansicht

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