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Schwarz-Roter Ticker (187) [5 Meldungen]

27. Oktober 2014

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1800 Salafisten aus Deutschland kämpfen und morden gegen Freiheit und Emanzipation

Die Zahl der Salafisten, die von Deutschland mit dem Ziel Syrien und Nordirak ausgereist sind, ist nach Berechnungen der Geheimdienste und Polizeien vier Mal so hoch wie offiziell angegeben. Das heißt, dass nicht gut 450, sondern rund 1800 radikale Islamisten aus Deutschland mit dem Ziel Syrien ausgereist sind, um für die Terrorarmee Islamischer Staat oder andere radikalislamistische Organisationen zu kämpfen. Das erfuhr die „Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung“ (F.A.S.) aus „Sicherheitskreisen“. „Wir müssen die offiziellen Angaben mit dem Faktor vier multiplizieren, um eine realistische Zahl zu erhalten“, sagte ein „Verfassungsschützer“. Eine Analyse der vorhandenen Daten und die Kenntnis über salafistische Netzwerke führten zu diesem Schluss. Bisher wurde von den Behörden nur von einer hohen Dunkelziffer gesprochen, weil man in vielen Fällen die Ausreise nach Syrien oder in den Nordirak nicht zweifelsfrei nachweisen konnte. Zudem wurden auch die Angaben zu den Bundesländern nicht im Einzelnen offengelegt. So seien allein in Nordrhein-Westfalen nach der offiziellen Statistik bis zu 200 Personen ausgereist. Jede Woche erführen Polizei und Verfassungsschutz in Bund und Ländern von zahlreichen Personen, die mit dem Ziel Syrien ausgereist sind und von deren Absichten die Behörden zuvor keine Ahnung hatten, heißt es in den Sicherheitskreisen. (mit FAZ)

Gnadenlose Jurastudenten

Jeder dritte Jurastudent, so eine neue Studie, ist für die Wiedereinführung der Todesstrafe. Und jeder zweite meint, die Anwendung von Folter sei unter bestimmten Voraussetzungen durchaus gerechtfertigt, zum Beispiel zur Rettung eines Menschenlebens oder zur Verhinderung eines Terroranschlags. Ausgerechnet jene, die eines nicht allzu fernen Tages das bestehende Recht auslegen, anwenden und verteidigen sollen, stellen derart fundamentale Prinzipien wie das ausnahmslose Verbot von Todesstrafe und Folter in Frage. (Zeit)

Neues Video aus Kobane

Ein neues Video aus ‪Kobanê‬ zeigt, wie entschlossen die Kämpfer*innen der ‪‎YPG‬ und ‪‎YPJ‬, aber auch Zivilisten wie dieser alte Mann (ab 2:17) die in weiten Teilen zerstörte Stadt verteidigen. Ginge es um die Häuser, um das, was die Stadt im streng materiellen Sinne ausmacht, dann wäre ein strategischer Rückzug aller kurdischen Kräfte freilich längst geboten gewesen.Es geht aber nicht um die Häuser, sondern darum, den Islamischen Staat zu besiegen, seinen Beutezug endlich zu beenden und darum, Kobanê zum Anfang einer Rückeroberung zu machen, auch einer (Rück)eroberung der Freiheit. Um welche Freiheit es genau geht, ist noch nicht ausgemacht. Denn das politische Ringen, gewiss auch mit den derzeitigen militärischen Verbündeten, mag längst im vollen Gange sein – es wird in einem Bürgerkriegsland nicht ohne die Bevölkerung entschieden werden können, auch die mehrheitlich arabische im Umland. Die sieht im Moment einen heldenhaften Kampf derjenigen, die das weitestgehende Freiheitsverständnis haben. Ganz ausreichen wird das wohl nicht. Ein Sieg in Kobanê ist nur Voraussetzung für alles Weitere. (Perspektive Kurdistan)

Der Iran ermordet Reyhaneh Jabbari

reyhanehDie Iranerin Reyhaneh Jabbari ist tot. Die wegen Mordes an einem Ex-Mitarbeiter des iranischen Geheimdienstes verurteilte 26-Jährige wurde am frühen Morgen in einem iranischen Gefängnis gehängt. Dies teilte der Onkel Jabbaris SPIEGEL ONLINE mit. Die Nachrichtenagentur AP berichtete unter Berufung auf die staatliche Agentur IRNA ebenfalls von ihrer Hinrichtung. Am Freitag hatten die Eltern der Todeskandidatin überraschend einen Anruf bekommen, sie sollten sich von ihrer Tochter verabschieden. Laut Jabbaris Onkel wurde die Familie drei Stunden zu der 26-Jährigen vorgelassen. Den genauen Ort der Vollstreckung des Todesurteils wollten die Gefängnismitarbeiter demnach nicht mitteilen – vermutlich aus Angst vor Protesten. Am frühen Samstagmorgen erhielten die Eltern Jabbaris dann erneut einen Anruf. Sie könnten den Leichnam ihrer Tochter nun abholen. Der Fall der jungen Frau hatte international Entsetzen ausgelöst. Im Jahr 2007 war die damals 19 Jahre alte Jabbari von dem früheren Geheimdienstmitarbeiter Morteza Abdolali Sarbandi unter einem Vorwand in eine Wohnung gelockt worden. Dort habe er sie angegriffen und versucht zu vergewaltigen, sagte Jabbari. In Notwehr habe sie ihn mit einem Messer verletzt und sei dann geflüchtet. Sie rief noch einen Rettungswagen, doch Sarbandi starb. Die Netzfrauen kommentieren die Hinrichtung: Öffentliche Hinrichtungen, Missbrauch, Misshandlungen, Zwangsverheiratungen, Mädchen und Frauenhandel – Gewalt gegen Frauen lässt sich nicht als kulturelle oder religiöse Folklore entschuldigen. Es handelt sich nicht um Einzelfälle. Jeder einzelne Fall ist Teil eines Ganzen. Teil des Femizids.

Wahlen in der Ukraine

Die Wahlen in der Ukraine, zu der 29 Parteien und mehr als 3000 Kandidaten angetreten sind, haben wie erwartet den Block Poroschenko zur stärksten Partei gemacht. Nach ersten Prognosen haben auch die proeuropäischen Parteien die Mehrheit der Stimmen erzielt, allerdings mit einer starken Neigung zum Rechtsnationalismus. Nur sieben Parteien werden voraussichtlich die 5-Prozent-Hürde überspringen und in die Rada einziehen. Aber keine Partei ist wirklich stark geworden, die Wähler sind offensichtlich skeptisch gegenüber allen Optionen geblieben, höchstens die Hälfte der berechtigten Wähler hat bei dieser Richtungswahl seine Stimme abgegeben. (Heise)

33 Kommentare leave one →
  1. 27. Oktober 2014 12:09

    Bei der kommenden Linken Literaturmesse vom 31.10. – 01.11. in Nürnberg ist auch die BUNĂ vertreten. Am Stand des Instituts für Syndikalismusforschung kann mit uns gesprochen werden und die aktuelle Ausgabe bieten wir natürlich ebenfalls zum Kauf an.

    Die bereits 19. Linke Literaturmesse findet im Künstlerhaus “KunstKulturQuartier” in der Königstraße 93 statt.
    Die Öffnungszeiten der Messe sind:
    Freitag: 19 bis 22 Uhr
    Samstag: 10 bis 22 Uhr
    Sonntag: 10 bis 15 Uhr

    Wir freuen uns auf euch.

    Das Programm und weitere Informationen zur Linken Medienmesse findet sich unter der folgenden Adresse:
    http://www.linke-literaturmesse.org/index.php

  2. Syriens Nachbarstaaten: Wenn die Flüchtlingswelle ein Land überrollt permalink
    28. Oktober 2014 08:44

    Assads Fassbomben auf der einen, die Klingen des IS auf der anderen Seite. Hunderttausenden Syrern bleibt nur die Flucht. Es sieht nicht so aus, als könnten sie bald zurück. Was macht das mit den Aufnahmeländern?

    Von Christiane Schlötzer und Ronen Steinke, SZ 28.10.14

    Wenn es Abend wird in Libanon, müssen neuerdings viele Menschen von den Straßen verschwinden. Es treten dann Ausgangssperren in Kraft, ein neues Phänomen in diesem Herbst. „Ausländer“ oder „ausländische Arbeiter“, so erklärt zum Beispiel ein Banner, das über die Hauptstraße des christlichen Dorfs Rahbe gespannt ist, unweit der syrischen Grenzstadt Homs, dürfen nach 20 Uhr nicht mehr nach draußen gehen und sich nicht mehr versammeln.

    Das Wort „Syrer“ fällt nicht. Trotzdem ist klar, …
    Quelle: SZ, Sueddeutsche Zeitung – http://www.sueddeutsche.de/politik/syriens-nachbarstaaten-wenn-die-fluechtlingswelle-ein-land-ueberrollt-1.2193500

  3. GB: Bündnis aus Bergarbeitern und Schwulen permalink
    28. Oktober 2014 17:15

    Englischer Film Bündnis aus Bergarbeitern und Schwulen

    „Pride“ erinnert an eine ungewöhnliche Allianz gegen Margaret Thatcher

    Von Christian Berndt, Deutschlandradio Kultur
    In den 80er-Jahren protestierten in England eine Gruppe von Schwulen und Lesben und die Bewegung der Bergarbeiter gemeinsam gegen Zechenschließungen. Auch bei der „Pride“-Parade zogen sie zusammen durch London. Ein Film erinnert daran.
    „In 10 Jahren könnt ihr zurückschauen und werdet feststellen, dass ihr 1984 in der stolzen Lage wart, am größten Kampf, den es je gab, beteiligt gewesen zu sein.“
    „Die Premierministerin verteidigte heute ihren Standpunkt:“
    „Ich kann meinen Stil nicht ändern, es braucht einen starken Führungsstil.“

    England 1984: Die Ankündigung der Regierung Thatcher, 20 Zechen zu schließen, löst einen landesweiten Streik der Bergleute aus. Die Regierung bleibt hart, die Folge sind fast bürgerkriegsartige Auseinandersetzungen. Der einjährige Streik spaltet das Land, und er führt dazu, dass nun die unterschiedlichsten Leute Stellung beziehen: Wie der Schwulen-Aktivist Mark, der mit seinen Freunden gerade die schwul-lesbische Pride-Parade mitorganisiert hat: … Quelle: http://www.deutschlandradiokultur.de/englischer-film-buendnis-aus-bergarbeitern-und-schwulen.1013.de.html?dram:article_id=301572

  4. Sturm auf die Bastille permalink
    29. Oktober 2014 13:53

    Scheint ein nettes Spiel zu sein… Warum gibt es sowas nicht aus unseren Kreisen?

  5. Scheiss Anmache permalink
    29. Oktober 2014 20:34

    Mehr als 100 schlechte Sprüche in zehn Stunden: Im Internet macht ein Video die Runde, das die alltäglichen Belästigungen einer Frau in New York mit versteckter Kamera festgehalten hat. In dem zweiminütigen Zusammenschnitt ist zu sehen, wie Dutzende Männer der in neutralem schwarzen T-Shirt und Jeans gekleideten Shoshana Roberts hinterherrufen.

  6. Reyhaneh Jabbari - Mahnwache in Berlin 25. Oktober 2014 permalink
    29. Oktober 2014 22:21

    Reyhaneh Jabbari – Mahnwache in Berlin 25. Oktober 2014

  7. Psychologin zu den Brutalo-Attacken in FrankreichSo funktioniert der Clown-Terror permalink
    29. Oktober 2014 23:55

    Psychologin zu den Brutalo-Attacken in FrankreichSo funktioniert der Clown-Terror

    PARIS/ZÜRICH – In Frankreich verkleiden sich Jugendliche wegen eines neuen Facebook-Trends als Clowns und erschrecken nachts unschuldige Passanten. Eine Psychoanalytikerin erklärt den Schrecken.

    Haben Menschen Angst vor Clowns?
    Jeannette Fischer: Eigentlich bringen Clowns Spass und Freundlichkeit oder veräppeln uns ein bisschen. Aber normalerweise hat man vor Clowns keine Angst.

    Aber einem verkleideten Clown nachts auf der Strasse zu begegnen, wie das derzeit in Frankreich passiert, schüchtert schon ein.
    Diese Jugendlichen in Frankreich haben sich vielleicht deswegen als Clowns verkleidet, weil man Clowns sonst eigentlich freundlich begegnet. Und das missbrauchen sie dann gnadenlos, um Gewalt anzuwenden oder Schrecken zu verbreiten.

    Trotzdem oder gerade deswegen haben viele Erwachsene ein Unbehagen gegenüber Clowns.
    Manche mögen sie vielleicht nicht, weil sie den Menschen den Spiegel vorhalten. Aber ein Clown ist an sich keine gewalttätige Figur. Wenn Leute Angst vor einem Clown haben, dann projizieren sie bloss ihre eigenen Aggressionen auf den Clown. In Frankreich ist es eine andere Sache, da haben die Menschen Angst vor den Clowns, weil sie all diese negativen Meldungen hören.

    Welche Einflüsse prägen einen Menschen, dass er Angst vor gewissen Figuren bekommt?
    Das ist meistens keine Urangst, sondern eben diese Aggression, die man in die Figur hineinprojiziert. Denn Angst und Aggressionen liegen nahe beisammen. Wenn man einen Film sieht, dann projiziert man alles auf diesen bösen Hai, der ja so gemein ist, dass er mich fressen will.

    Können Sie das genauer erklären?
    Viele Menschen denken von sich, sie würden keiner Fliege etwas zuleide tun, haben aber gleichzeitig eine Heidenangst zum Beispiel vor Löwen. Doch wenn man den Nachbarn am liebsten erwürgen würde, weil er schon wieder den Waschraum besetzt, muss man irgendwohin mit dieser Aggression. Und dann kommt einem ein Löwe oder Hai gerade Recht, denn er ist all das Böse, was ich selber nicht bin, denn ich bin ja so unschuldig.

    Wie kann man diese Angst überwinden?
    Am besten, indem man sich den eigenen Aggressionen bewusst wird und erkennt, dass einen der Nachbar tatsächlich unglaublich nervt und man ihn schütteln könnte. Man muss sich dies eingestehen und erkennen: Aha, auch ich kann ein böser Mensch sein mit bösen Gedanken.

    Werden die Angstbilder wie etwa böse Hexen oder der böse Mann nicht auch geprägt vor äusseren Einflüssen wie den Eltern oder Filmen?
    Doch, das auch. Man kann mit solchen Ängsten sehr einfach spielen, wie etwa im Film. Oder man kann die Ängste auch ganz gezielt in die Welt setzen. Zum Beispiel, wenn Eltern sagen, der böse Mann komme, wenn man nicht schnell genug von der Schule nach Hause eilt.

    Das tönt ja ziemlich grausam. So fies sind Eltern doch gar nicht!
    Manchmal schon. Denn so gehorcht das Kind besser. Zum Beispiel, wenn die Religion herbeigezogen wird: «Der liebe Gott sieht alles». Aber leider sind die Kinder dann auch dieser Angst wehrlos ausgeliefert.

    Zurück zu den Clowns: Mögen Kinder Clowns überhaupt?
    Sie fremdeln zuerst vielleicht, aber das ist ein grundsätzlicher Respekt vor Dingen, die sie nicht kennen. Das kann sich aber schnell auflösen, wenn die Kinder dank des Clowns lachen und spielen. Die Stiftung Theodora setzt ja Clowns zur Therapie ein.

    Mögen Sie persönlich Clowns?
    Ja, wenn sie unterhaltsam sind, mag ich sie sehr.

    Jeannette Fischer ist Psychoanalytikerin mit eigener Praxis in Zürich. Sie ist Autorin des Dokumentarfilm «Lisa und Yvonne», der sich mit der Angstübertragung eines ehemaligen Verdingkindes auf dessen Tochter befasst.
    Das ist Coulrophobie

    Als Coulrophobie wird die krankhafte Angst vor Clowns bezeichnet. Laut einer Studie finden Kinder Clowns nicht lustig, einige haben Angst vor ihnen. Die kindliche Angst vor Clowns hat laut dieser Studie ihre Gründe in deren unbekannten Aussehen und Auftreten. Diese Angst vor dem Unbekannten kann sich auf viele Dinge beziehen und ist nicht spezifisch für Clowns, weshalb sie meistens im Zuge des Älterwerdens verschwindet.

    Selten ist diese Angst auch bei Erwachsenen anzutreffen, dies hat dann jedoch andere Gründe. Die Angst erwachsener Personen vor der Clownsfigur begründet sich im geschminkten Gesicht, dem Kostüm und einem meist freundlichen Erscheinungsbild. Dadurch ist ein Erkennen der wahren Emotionen erschwert. Clowns verhalten sich ausserdem abweichend von üblichen sozialen Normen, was Unsicherheit ihnen gegenüber und damit verbunden ein Unbehagen vor ihnen zur Folge haben kann. (Quelle: Wikipedia)

    http://www.blick.ch/news/ausland/psychologin-zu-den-brutalo-attacken-in-frankreich-so-funktioniert-der-clown-terror-id3227153.html

  8. Der Kampf der 595 Putzfrauen des griechischen Finanzministeriums - labournet.tv permalink
    30. Oktober 2014 08:49

    Der Kampf der 595 Putzfrauen des griechischen Finanzministeriums

    griechisch mit dt. UT | 25 min | 2014

    Dieser 25minütige Dokumentarfilm des unabhängigen griechischen Magazins
    Unfollow gibt uns einen guten Einblick in einen der emblematischsten Kämpfe,
    den es in Griechenland in den letzten Jahren gegeben hat.

    Die
    Putzfrauen des Finanzministeriums wurden am 17. September 2013 entlassen.
    ihre Jobs wurden an private Dienstleister ausgelagert. Seitdem sind sie
    arbeitslos und kämpfen um ihre Jobs zurückzubekommen. Ihre Löhne
    lagen zwischen 205 und 757 Euro im Monat. Seit ihrer Entlassung kämpfen sie
    und haben fast ein Jahr lang jeden Tag einen 24 Stunden Streikposten vor dem
    Finanzministerium organisiert. Sie sind regelmäßig mit
    Aufstandsbekämpfungseinheiten der Polizei konfrontiert und mehrmals brutal
    verprügelt worden.

    Dennoch sind die Arbeiter_innen entschlossen, so
    lange zu kämpfen, bis sie ihre Jobs zurück haben: „Ich habe meine
    Angst überwunden. Sie hat sich in Wut verwandelt“, sagt eine von ihnen
    in dem Video.

    Klick hier, um die Arbeiter_innen zu kontaktieren oder zu
    unterstützen:

    http://595katharistries.wordpress.com/international-solidarity/„>http://595katharistries.wordpress.com/international-solidarity/

    video:
    http://de.labournet.tv/video/6720/der-kampf-der-595-putzfrauen-des-griechischen-finanzministeriums

  9. BREAKING News: #ISIS is sending its only doctor to Liberia to find and behead #Ebola permalink
    31. Oktober 2014 08:51

    https://twitter.com/KurtPelda

  10. 6,66 o/oo permalink
    1. November 2014 12:49

    Käßmann kritisiert Halloween-Brauchtum

    Bei “Auswüchsen von Halloween” arte immer häufiger der “Klamauk” aus, und “die Aufforderung ‘Süßes oder Saures’ bleibt dann nicht lustig, sondern wird zur Bedrohung”, schreibt die ehemalige Bischöfin und Ratsvorsitzende der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) in der “Bild am Sonntag”.

    Der Reformator Martin Luther habe auch Angst vor dem Teufel und vor Hexen gekannt. Seine Erkenntnis aber “war, dass wir diese Angst überwinden können! Das hat er als tiefe Befreiung erlebt. Umso absurder erscheint es mir, dass nun am Reformationstag diese Angst zum Hauptthema wird. Geister, Teufel, Hexen – das Mittelalter ist vorbei!?”

    http://www.katholisch.de/de/katholisch/themen/news/page_news.php?id=41816

  11. Das passiert Rassisten in Kanada permalink
    1. November 2014 12:53

    Das passiert Rassisten in Kanada

    Was passiert, wenn ein junger Mann in aller Öffentlichkeit einen Moslem verdächtigt, ein Terrorist zu sein? In Kanada, wo vor Kurzem zwei Soldaten von islamistischen Attentätern getötet wurden, haben drei junge Filmemacher das Video-Experiment gewagt – mit überraschendem Ergebnis. Denn jedes Mal kommen Passanten dem zu Unrecht verdächtigten Moslem zu Hilfe und zeigen Zivilcourage.

    http://www.krone.at/Welt/Video-Experiment_Das_passiert_Rassisten_in_Kanada-Viel_Zivilcourage-Story-425268

  12. Projekt A - Crowdfunding Trailer (deutsch) permalink
    2. November 2014 11:54

    Projekt A taucht ein in die Welt der Anarchie. Ein Film über Menschen, die erste Schritte in Richtung einer neuen Gesellschaft wagen. Sie träumen von einer Welt ohne Herrschaft und ohne Ausbeutung, organisiert nach dem Prinzip der gegenseitigen Hilfe. Ausgangspunkt des Films ist dabei die Frage, ob die anarchistischen Ideen nur eine Vision weniger Menschen sind, oder sie einen Lebensentwurf für die gesamte Gesellschaft dastellen können.

    Um den Film fertigzustellen benötigt das Kollektiv finanzielle Unterstützung – Unterstützt uns auf Startnext!

    Zum Trailer auf vimeo http://vimeo.com/107805786
    Zum Crowdfunding: startnext.de/projekt-A http://www.startnext.de/projekt-A
    Zur Homepage: projektA-film.net http://www.projekta-film.net/

  13. Freier Fall durch Freihandel - Direkte Aktion 225 – Sep/Okt 2014 permalink
    2. November 2014 17:28

    Über die Risiken und Nebenwirkungen des TTIP, 
das derzeit zwischen EU und USA verhandelt wird

    Sparen wir uns das Gerede über Chlorhähnchen und den bösen US-Raubtierkapitalismus. All das ist bereits Teil der Empörung um die Transatlantische Freihandels- und Investitionspartnerschaft (TTIP). So war in der Ver.di-Zeitung Kunst und Kultur im Juli 2014 zu lesen, es gehe bei TTIP „um einen imperialen Kampf von Systemen zwischen Europa und den USA“. Das ist natürlich Unfug: US-BürgerInnen wären genauso betroffen, EU-Unternehmen würden ebenso profitieren, und EU wie USA treiben die Verhandlungen gleichermaßen voran.

    Die EU-US-Freihandelszone würde mehr als ein Drittel des Welthandelsvolumens und 800 Millionen ArbeiterInnen und KonsumentInnen umfassen. Indes,…https://www.direkteaktion.org/225/freier-fall-durch-freihandel

  14. Aktuelle Studie der Amadeu Antonio Stiftung: Die stabilisierte Mitte Rechtsextreme Einstellung in Deutschland 2014 permalink
    3. November 2014 10:20

    http://www.amadeu-antonio-stiftung.de/w/files/pdfs/mitte_leipzig_internet.pdf

  15. Hunderttausende bekunden bei Demonstrationen auf fünf Kontinenten Solidarität mit kurdischer Stadt in Syrien permalink
    3. November 2014 20:55

    Aktionstag
    Die Welt für Kobani
    Hunderttausende bekunden bei Demonstrationen auf fünf Kontinenten Solidarität mit kurdischer Stadt in Syrien
    Nick Brauns, jw – https://www.jungewelt.de/titel/die-welt-f%C3%BCr-kobani

    ————————————————————————————-
    Rojva-Solidarität: Wer wenn nicht wir? Wann wenn nicht jetzt?
    ————————————————————————————-

    http://en.firatajans.com/news/news

    https://twitter.com/hashtag/rojava

    https://www.facebook.com/hamburgfuerrojava

    https://twitter.com/hashtag/TwitterKurds?src=hash

  16. Klima noch wäre Zeit zum Handeln permalink
    4. November 2014 17:42

    Klima: Noch wäre Zeit zum Handeln
    Wolfgang Pomrehn, Telepolis 03.11.2014
    Weltklimarat IPCC legt neuen Bericht vor und mahnt eindringlich zum Handeln

    Der Weltklimarat IPCC (Intergovernmental Panel on Climate Change) hat am Sonntag in Kopenhagen seinen so genannten Synthese-Bericht vorgelegt, die Zusammenfassung dreier jeweils viele Hundert Seiten starker Teilberichte, die im im Herbst 2013, im Ende März 2014 und Mitte April 2014 herausgegeben worden waren. In denen hatten die Arbeitsgruppen über die physikalischen Grundlagen der Wissenschaften, über Auswirkungen, Anpassung und Gefährdungen sowie über Vermeidungsstrategien den jeweiligen Kenntnisstand der wissenschaftlichen Diskussion zusammengefasst.

    Die Diagnose kann deutlicher kaum sein. Die sogenannte Zusammenfassung für Entscheidungsträger http://www.ipcc.ch/pdf/assessment-report/ar5/syr/SYR_AR5_SPM.pdf des neuen Berichts macht gleich eingangs unmissverständlich klar, dass der Klimawandel bereits im vollen Gange ist und es an dem maßgeblichen menschlichen Einfluss auf die Veränderungen keinen Zweifel gibt:
    „Human influence on the climate system is clear, and recent anthropogenic emissions of greenhouse gases are the highest in history. Recent climate changes have had widespread impacts on human and natural systems.“
    IPCC, Summary for Policy Maker

    „Wir brauchen rasches Handeln, um die globalen Treibhausgasemissionen zu reduzieren“, meinte am Sonntag in Kopenhagen der Generalsekretär der Weltmeteorologieorganisation WMO Michel Jarraud. Der IPCC ist Ende der 1980er Jahren auf Betreiben der WMO und des UN Umweltprogramms UNEP gergündet worden.

    „Je länger wir warten, desto länger teurer und schwieriger wird die Anpassung werden, bis dahin, dass einige Auswirkungen irreversibel und für die betroffene Bevölkerungen unerträglich sein werden“, so Jarraud weiter.“„Wir sprechen nicht über eine ferne Zukunft sondern über unsere Kinder und Enkelkinder.“
    Abrupter Wandel?

    Die inzwischen erreichten atmosphärischen Konzentrationen der wichtigsten Treibhausgase, nämlich des Kohlendioxids, des Methans und der Stickoxide, sind die höchsten in mindestens 800.000 Jahren Erdgeschichte, stellt der Bericht unter anderem fest. Und vor allem: Sie steigen und zwar seit Beginn des Jahrtausends so schnell wie selten zuvor.

    Erstmalig wird in dem IPCC-Bericht auch an prominenter Stelle auf die Gefahr abrupter Veränderungen aufmerksam gemacht. Die Klimamodelle simulieren wegen begrenzter Rechnerkapazitäten und der Unmöglichkeit, nichtlineare Prozesse beliebig genau zu berechnen, meist nur graduelle Veränderungen.

    Aus der Klimageschichte des Planeten ist jedoch bereits seit Längerem bekannt, dass der Wandel oft eher in raschen, großen Schritten als in Form einer linearen Veränderung verläuft. Je stärker die globale Erwärmung, desto höher das Risiko derartiger abrupter Veränderungen, heißt es in der „Zusammenfassung für Entscheidungsträger“.

    Mögliche Kandidaten sind unter anderem der westantarktische Eisschild, das größtenteils auf Felsen gründet, der bereits unter dem Meeresspiegel liegt, oder die Entwicklung in der Arktis. Nach dem letzten Höhepunkt der letzten Eiszeit vor rund 18.000 Jahren hat es Zeiten gegeben, in denen der Meeresspiegel um mehrere Meter pro Jahrhundert gestiegen ist.
    Noch gibt es einen Ausweg

    Allerdings ist das noch lange kein Grund, von Angst gelähmt auf das Problem zu starren wie das sprichwörtliche Kaninchen auf die Schlange. Der Bericht lässt keinen Zweifel daran, dass das Zwei-Grad-Ziel (über dem vorindustriellem Niveau) noch erreicht werden kann. Auf dieses hat sich die Mehrheit der Staaten als jene Marke geeinigt, die nicht überschritten werden sollte, um den globalen Klimawandel noch in einem halbwegs erträglichen Rahmen zu halten.

    Dafür dürfte die Konzentration der Treibhausgase bis Ende des Jahrhunderts nicht über 450 Millionstel Volumenanteilen (ppm) in Kohlendioxid-Äquivalenten steigen. Derzeit liegt sie bei ungefähr 400 ppm zu Beginn der Industrialisierung bei etwas mehr als 270ppm.

    Wird die Treibhausgas-Konzentration auf die besagten 450 ppm begrenzt, dann gibt es immerhin noch eine Chance von mehr als 2:1, dass der Klimawandel begrenzt werden kann. Dafür müssten die globalen Emissionen bis 2050 um 40 bis 70 Prozent gegenüber dem Niveau von 2010 reduziert sein und bis 2100 auf nahezu Null oder gar darunter sinken. Letzteres hieße, dass der Atmosphäre aktiv Treibhausgase entzogen werden müssten.
    Deponieraum Atmosphäre

    Der Bericht stellt fest, dass es diverse Pfade gäbe, dieses Ziel zu erreichen, die von der IPCC-Arbeitsgruppe III ausführlich beschrieben wurden. Allein: „Die Treibhausgas-Emissionen steigen, steigen, steigen“, wie Ottmar Edenhofer, Ko-Vorsitzender der IPCC-Arbeitsgruppe III und einer der Autoren des nun veröffentlichten Syntheseberichts, feststellt.

    „Wir sind heute nicht auf dem Weg, das gesetzte Zwei-Grad-Ziel einzuhalten. Und je länger wir die dazu notwendigen Klimaschutzmaßnahmen verzögern, umso größere Risiken nehmen wir auf uns – bei den Klimafolgen, aber auch im Klimaschutz.“ Und weiter: „Klimaschutz ist zweifellos mit Kosten verbunden, aber es kostet nicht die Welt, den Planeten für unsere Kinder zu bewahren.“

    Eine zentrale Klimaschutzmaßnahme wäre für den Ökonomen ein Preis auf Kohlenstoffemissionen: „Der Deponieraum der Atmosphäre ist begrenzt und kann nicht weiter kostenlos genutzt werden“, betont Edenhofer. Doch leider verweigern die Regierungen der EU, nicht zuletzt die Berliner, die Reparatur des europäischen Emissionshandelssystems, sodass die Preise für Emissionszertifikate seit Jahren im Keller sind.
    Nicht ambiotioniert

    Bundesumweltministerin Barbara Hendricks (SPD) schweigt dazu lieber, findet aber derweil den Bericht „alarmierend und ermutigend zugleich. (…) Wir kennen die Werkzeuge, um die Erderwärmung auf zwei Grad zu begrenzen. Bis Mitte des Jahrhunderts muss die globale Energieversorgung weitgehend klimaneutral sein.“

    An Erkenntnis mangelt es also auch in der Bundesregierung nicht, wohl aber an politischer Aufrichtigkeit. Die Bundesumweltministerin meint nämlich, die „EU hat sich gerade ein ambitioniertes Klimaziel von mindestens 40 Prozent bis 2030 gesetzt. Jetzt müssen die anderen großen Staaten nachlegen.“

    Doch das werden diese sicherlich nicht, denn das Ziel der EU ist alles andere als ambitioniert und damit kaum geeignet, andere unter Zugzwang zu setzen. Wie auf Telepolis kürzlich vorgerechnet bedeutet das von den Regierungschefs unter Umgehung des EU-Parlaments beschlossene Ziel, dass der Klimaschutz auf die lange Bank geschoben wird.

    Demnach müssten die EU-Staaten nämlich zwischen 2030 und 2050 weitere 45 Prozentpunkte ihrer Treibhausgasemissionen reduzieren, um auch nur einen halbwegs angemessenen Beitrag zur Erreichung des Zwei-Grad-Zieles zu leisten. Dass dies in einer so kurzen Zeit gelingen wird, ist eher unwahrscheinlich.

    An der Erarbeitung der insgesamt vier Berichte haben seit 2010 mehr als 3000 Wissenschaftler aus gut 70 Ländern ehrenamtlich gearbeitet. Davon kamen über 100 aus Deutschland. Ausgesucht wurden sie von den IPCC-Vorständen aus Vorschlagslisten der Regierungen. Die einzigen Zuwendungen sind Unterstützungen für im Rahmen der IPCC-Arbeit notwendige Reisen für Wissenschaftler aus Entwicklungsländern. Die Arbeit wird von einem kleinen, 12köpfigen Sekretariat am Sitz der WMO in Genf koordiniert.
    Quelle: Telepolis (links u. comments) – http://www.heise.de/tp/news/Klima-Noch-waere-Zeit-zum-Handeln-2440955.html

    http://www.ipcc.ch/pdf/assessment-report/ar5/syr/SYR_AR5_SPM.pdf

    http://de.wikipedia.org/wiki/F%C3%BCnfter_Sachstandsbericht_des_IPCC

    Jürgen Paeger: Der fünfte UN-Klimareport Deutschsprachige Zusammenfassung des Berichts http://www.oekosystem-erde.de/html/ipcc-5-wg1.html

    • K to the Lima permalink
      7. November 2014 12:37

      „politische Aufrichtigkeit“ ? Was ist denn DAS?!

  17. Aufwachsen ohne Gott permalink
    5. November 2014 23:19

    Humanisten berufen sich auf die Freidenker. Sie vermitteln eine atheistische Weltanschauung, kritisches Denken und soziale Verantwortung – nicht nur zuhause, sondern auch in Kitas, Schulen und den Jugendfeiern des humanistischen Verbandes.

    Aufwachsen ohne Gott

    • Nicht Mehr Ich --- Nonne missbraucht: Orden bedauert "Fehler" permalink
      9. November 2014 20:28

      Nicht Mehr Ich

      Was ist im Kloster passiert, Frau Wagner?
      Missbrauchte Nonne
      07.11.2014, 16:30

      Acht Jahre dauerte ein Martyrium, mit dem eine ehemalige Ordensfrau jetzt an die Öffentlichkeit geht. Sie sei, so Doris Wagner, kein Einzelfall. Isolation, sexueller Missbrauch, ein Selbstmordversuch. Mit Conny Bischofberger sprach die Buchautorin, heute 30, im „Krone“- Interview über ihre erdrückende Geschichte.

      Die Vorwürfe der deutschen Theologin wiegen schwer: Sie sei von einem Priester sexuell missbraucht worden, der (österreichische) Orden habe sie nicht geschützt, an dessen „sektenartigen Strukturen“ sei sie schließlich fast zugrunde gegangen. Ein weiteres Puzzleteilchen im Missbrauchsskandal der katholischen Kirche?

      Telefoninterview mit Autorin Doris Wagner (nächste Woche stellt sie bei Stern- TV und Sandra Maischberger ihr Buch vor): Sie spricht eloquent und klingt sympathisch. Schwer vorstellbar, dass sie 2008 ohne Geld, ihres Selbstbewusstseins beraubt, missbraucht und psychisch gebrochen dastand.

      Hier können Sie Audioausschnitte vom Interview mit Doris Wagner hören:
      Clip 1 (Doris Wagner über ihr Leben im Kloster)
      [audio src="http://download.krone.at/mp3/wagner1.mp3" /]
      Clip 2 (Über den Priester, der sie sexuell missbraucht hat)
      [audio src="http://download.krone.at/mp3/wagner2.mp3" /]
      Clip 3 (Wagner über Kardinal Schönborn)
      [audio src="http://download.krone.at/mp3/wagner3.mp3" /]

      „Krone“: Frau Wagner, wie schmerzvoll war es, dieses Buch zu schreiben?
      Doris Wagner: Es ist natürlich keine schöne Geschichte. Ich musste die Seiten immer wieder weglegen, dann sind mir die Tränen über das Gesicht gelaufen. Letztendlich hat es aber gut getan, alles in Worte zu fassen und auf Papier zu bringen. Das jetzt in die Hände von Menschen zu geben, die ich gar nicht kenne, ist allerdings auch ein merkwürdiges Gefühl.

      „Krone“: Was erhoffen Sie sich von Ihrem Outing?
      Wagner: Meine größte Hoffnung ist, Menschen zu erreichen, die auf einem ähnlichen Weg sind wie ich es war. Vielleicht können dadurch Geschichten wie meine in Zukunft verhindert werden. Vielleicht wächst sogar in der Kirche selber die Vorsicht vor solchen Gemeinschaften. Denn dort passieren Dinge, die niemand gutheißen kann.

      „Krone“: Sie nennen die Ordensgemeinschaft, der Sie 2003 beigetreten sind, im Buch nicht, obwohl Sie dort sexuell missbraucht wurden. Stellen Sie damit nicht alle österreichischen Klöster unter Generalverdacht?
      Wagner: Das möchte ich nicht. Aber ehrlich gesagt ist es mir auch gar nicht so unrecht, denn man sollte generell vorsichtig sein, wenn man sich in die Obhut eines Klosters begibt. Mit 19 war das mein größter Wunsch, ich habe den Glauben zu Hause als etwas sehr Schönes erlebt, ich habe mich auf die Kirche verlassen… Mittlerweile bin ich mir nicht mehr sicher, ob es überhaupt so etwas wie ein gesundes Klosterleben geben kann.

      „Krone“: Was ist im Kloster passiert?
      Wagner: Je länger ich dort war, desto mehr bin ich meiner Freiheit beraubt worden. Keiner kann sich vorstellen, was das mit einem macht, wenn man isoliert und kontrolliert wird, wenn man seine Freunde und Eltern nicht mehr sehen, keine Bücher mehr lesen darf, kein Fernsehen, kein Radio erlaubt ist… Irgendwann hört man auf zu denken. Da ist es irrelevant, wie intelligent oder begabt oder lebenslustig man war, man verliert alles.

      „Krone“: Auf Fotos von damals sehen Sie fast verängstigt aus. Welches Bild taucht auf, wenn Sie sie betrachten?
      Wagner: Dieser geneigte Kopf… Das habe ich bei vielen Frauen festgestellt, die eingetreten sind: Schon nach kurzer Zeit geht man mit geneigtem Kopf, spricht mit leiser Stimme. Eine geduckte Existenz.

      „Krone“: Wie ist Ihr Orden mit dem Thema Sexualität umgegangen?
      Wagner: Das war einerseits ein großes Tabu, andererseits stand es permanent im Mittelpunkt. Wir mussten jeden Abend dieses Gebet mit der Bitte um Jungfräulichkeit und Keuschheit sprechen. Gleichzeitig wurde mir vermittelt: Nimm dich mehr zurück, du bist eine Gefahr für die Männer im Haus! Wir waren ein gemischter Orden. Ich musste mich grau kleiden, lange Röcke mit Unterrock tragen. Da verliert man ein Stück Identität.

      „Krone“: Die ersten Übergriffe sind durch Frauen geschehen…
      Wagner: Ja, sie haben mich angefasst… Es stand immer im Raum: Da will jemand etwas von mir. Ich kann natürlich nicht sagen, wie weit sie noch gegangen wären. Inwieweit dieses Anfassen sexuell motiviert war, kann ich nicht sagen.

      „Krone“: Und später war es ein Priester, der Sie missbraucht hat. Wie ist es dazu gekommen?
      Wagner: Solche Übergriffe, das ist mir heute klar, sind nur möglich, wenn auch Übergriffe auf die persönliche Freiheit und auf die Privatsphäre stattfinden. Ich war ohnmächtig, eine gebrochene Person, ohne jede Verbindung zu meinen Gefühlen. Erst zwei Jahre, nachdem das alles geschehen ist, habe ich mich meiner Vertrauensperson anvertraut, aber sie hat mich angebrüllt und mich mit Vorwürfen überschüttet.

      „Krone“: Was ist dann passiert?
      Wagner: All meine Hoffnungen wurden zerstört. Ich hatte ein Leben in Geborgenheit, in einer Liebesbeziehung mit Gott gesucht. Zu Liebe gehört Freiheit, persönliche Entfaltung… All das wurde uns genommen. Die Oberen haben festgelegt, was Gott von uns will. Wir haben nicht wie Bräute Christi gelebt, sondern wie Prostituierte.

      „Krone“: Gestorben, vernichtet, gelähmt – mit so dramatischen Worten beschreiben Sie im Buch Ihre Empfindungen. Wie haben Sie es nach einem Selbstmordversuch geschafft, in ein normales Leben zurückzukehren?
      Wagner: Ich lernte einen Menschen kennen, der mich stark gemacht hat. Der mir klar gemacht hat, dass ich ein Recht habe, so zu sein, wie ich bin. Der mich nach vielen Jahren als Erster wieder gefragt hat: Wie geht es dir? Der mir gesagt hat: Ich finde es super, dass du studierst! Ohne ihn hätte ich den Schritt hinaus nicht gehen können.

      „Krone“: Haben Sie den Mann, der Sie missbraucht hat und der im Buch „Pater Jodok“ heißt, angezeigt?
      Wagner: Natürlich, in Österreich und in Deutschland. Er hat angegeben, dass es einvernehmlich war. Es ist ihm nichts passiert. Er wurde versetzt, was aber de facto für ihn eine Beförderung war. Ich glaube, er ist mittlerweile wieder zurück in Österreich, zurück in der Gemeinschaft.

      „Krone“: Glauben Sie, wird er Ihr Buch lesen?
      Wagner: Das ist eine spannende Frage. Ich weiß nicht einmal, ob ich hoffe, dass er es liest. Mir ist es eigentlich egal. Ich erwarte mir nicht, dass er auf einmal Reue empfindet.

      „Krone“: Sie haben 2008 auch den damaligen Papst kennengelernt. Glauben Sie, dass unter dem neuen Papst mit dem Thema Missbrauch anders umgegangen wird?
      Wagner: Ich glaube, dass Papst Franziskus ein anderes Klima schafft, und das ist die Voraussetzung dafür, dass sich etwas ändert. Denn meine Geschichte ist kein Einzelfall. Gemeinschaften, die ihre Mitglieder missbrauchen, gibt es viele – und sie sind von der Kirche jahrzehntelang gefördert worden.

      „Krone“: Sie haben auch Kardinal Schönborn kennengelernt. Was wird er sich denken, wenn er das liest?
      Wagner: Ich würde mir wünschen, dass er mein Buch liest. Und dass er meine Geschichte ernst nimmt. Denn Missbrauch hat in der Kirche System. Wann immer ich kirchliche Obere, Bischöfe, Kardinäle, auch Priester angesprochen habe, hatte ich das Gefühl, dass sie einfach überfordert sind mit dieser Tatsache. Sie sagen dann: „Ja, das ist traurig, was Ihnen passiert ist. Ich werde für Sie beten.“ Und das war es dann. Das reicht aber nicht! Sie müssen erkennen, dass es ein grundlegendes Problem in diesen Gemeinschaften gibt.

      „Krone“: Was soll der Titel Ihres Buches aussagen?
      Wagner: „Nicht mehr ich“ ist doppeldeutig. Einerseits war ich nicht mehr „ich“, als ich 2011 ausgetreten bin. Andererseits kann mich so etwas nicht mehr treffen.

      „Krone“: Gar keine Angst, dass sich der Orden wehren wird?
      Wagner: Doch, deshalb erwähne ich ihn auch nicht. Weil ich 100 Prozent sicher sein möchte, dass die nicht noch einmal die Hände nach mir ausstrecken und versuchen, mir vielleicht noch einen Strick zu drehen.

      http://www.krone.at/Oesterreich/Was_ist_im_Kloster_passiert._Frau_Wagner-Missbrauchte_Nonne-Story-426600

      Nonne missbraucht: Orden bedauert „Fehler“
      „Grenzen fließend“
      09.11.2014, 12:00

      Was ist im Kloster passiert, Frau Wagner?
      Nach dem Bekanntwerden jener dramatischen Leidensgeschichte rund um Isolation und sexuellen Missbrauch, die die ehemalige Ordensfrau Doris Wagner literarisch aufgearbeitet hat, liegt nun eine Stellungnahme der betreffenden Kirchengemeinschaft vor: Obwohl Wagner den Orden in ihrem Buch nicht namentlich nannte, hieß es nun seitens „Das Werk“, dass man sehr bedauere, „dass sie in einer derartig negativen Weise auf die Jahre in unserer Gemeinschaft zurückblickt“. Indes erheben nun weitere Aussteiger schwere Vorwürfe…

      Zwar wurde „Das Werk“ in dem Buch von Wagner, das sich die heute 30- Jährige – wie berichtet – von der Seele geschrieben hat, nicht explizit genannt, laut dem Regionalverantwortlichen der Gemeinschaft, Pater Georg Gantioler, sei aus dem Kontext aber leicht zu entnehmen, dass es sich um die geistliche Familie „Das Werk“ handle, wie er gegenüber dem ORF erklärte.
      Die Ordensniederlassung von „Das Werk“ in Bregenz-Thalbach (Bild: ConnieConan)
      Die Ordensniederlassung von „Das Werk“ in Bregenz-Thalbach
      Foto: ConnieConan

      „Das Werk“ ist eine 1938 gegründete katholische Gemeinschaft, die seit 2001 vom Vatikan approbiert und als „Familie gottgeweihten Lebens“ anerkannt ist. Der Hauptsitz des in zwölf Ländern aktiven Ordens ist seit 1978 das Bregenzer Kloster Thalbach. In Österreich gibt es Niederlassungen in Schoppernau im Bregenzerwald, in Feldkirch, Innsbruck und Wien.
      „Positive Dinge“ ausgeblendet

      In der Stellungnahme heißt es: „Wir bedauern es sehr, dass sie (Anm. Doris Wagner) in einer derartig negativen Weise auf die Jahre in unserer Gemeinschaft zurückblickt und viele positive Dinge, die sie erlebt hat, ausblendet.“ Der Inhalt des Buches gebe subjektive Darstellungen und Empfindungen der Autorin wieder, Elemente des Gemeinschaftslebens und unserer Lebensordnung seien aus dem Kontext gerissen.

      Die Gemeinschaft bedaure sehr, „dass ein Priester der Gemeinschaft eine kurze intime Beziehung mit der damals 24- Jährigen unterhalten hat“. Eine diesbezügliche Anzeige wegen Vergewaltigung sei jedoch sowohl in Deutschland als auch in Österreich zurückgewiesen worden. „Der Priester war stets zu rechtlicher, kirchlicher und persönlicher Klärung des Vorfalls und zu persönlicher Buße bereit“, so Gantioler. Weil der aber von einvernehmlichem Geschlechtsverkehr sprach, sei es zu keiner Anklage gekommen. Der Priester sei danach in der Kurie im Vatikan an eine zentrale Stelle versetzt worden, obwohl er intern den Missbrauch zugegeben haben soll.
      „Das waren Entwicklungsschritte“

      Zudem bestätigte Gantioler in der Stellungnahme, dass die Leitung früher persönliche Briefe noch vor dem Adressaten gelesen und abgefangen habe. Auch sei es vorgekommen, dass dem geistlichen Begleiter persönlich Anvertrautes weitererzählt worden sei. „Da sind die Grenzen manchmal fließend gewesen“, sagte der „Das Werk“- Sprecher. Heute kämen solche Vorfälle in der geistlichen Familie nicht mehr vor. Explizit als Fehler bezeichnete der Geistliche die Praktiken etwa der Verletzung des Briefgeheimnisses aber nicht. „Man kann das jetzt Fehler nennen. Ich würde sagen, das waren Entwicklungsschritte“, so der Geistliche. Diese hätten aus der „pubertären“ Gemeinschaft eine „reife“ Gemeinschaft gemacht, „auch durch schmerzliche Erfahrungen hindurch“.

      Der Regionalverantwortliche der Gemeinschaft räumte auch ein, dass es eine „Apostolische Visitation“ durch den Vatikan zur Klärung der Vorwürfe gegeben habe. Der abschließende Bericht der Kongregation sei jedoch noch ausständig.
      Weitere Ex- Ordensmitglieder erheben Vorwürfe

      Zudem wurde nun bekannt, dass zwei weitere ehemalige Mitglieder der direkt dem Vatikan unterstellten katholischen Gemeinschaft schwere Vorwürfe gegen die geistliche Familie erheben. Einer der beiden Aussteiger, ein heute 35- jähriger Brite, lebte laut ORF ab seinem 18. Lebensjahr sechs Jahre lang in der Gemeinschaft in einem ehemaligen Dominikanerinnen- Kloster in Bregenz- Thalbach, in dem derzeit rund 100 Schwestern und 30 Brüder sowie Priester leben sollen. Er sagte, er sei sich zum Schluss vorgekommen wie in einer Sekte, ständig überwacht und sogar von seinem Beichtvater durchleuchtet.

      Ein ehemaliger Werkpriester, der nicht namentlich genannt werden will, berichtete von gleich mehreren Missbrauchsfällen seiner ehemaligen Mitbrüder an „Werk“- Schwestern. Er bestätigte, dass Frauen, die Anschuldigungen erhoben, stets selbst als Verführerinnen dargestellt worden seien.

      http://www.krone.at/Oesterreich/Nonne_missbraucht_Orden_bedauert_Fehler-Grenzen_fliessend-Story-426764

      http://www.amazon.de/Nicht-mehr-ich-Geschichte-Ordensfrau/dp/399001109X/ref=sr_1_6?ie=UTF8&qid=1415561182&sr=8-6&keywords=nicht+mehr+ich

  18. Religiöse Gefühle á la Serdar Somuncu permalink
    5. November 2014 23:27

    Religiöse Gefühle á la Serdar Somuncu

  19. Das Ekel von Bellevue - Hermann L. Gremliza über Joachim Gauck permalink
    6. November 2014 23:27

    http://www.konkret-magazin.de/

    http://www.konkret-magazin.de/start/gremlizas-kolumne.html

  20. Wollt ihr den totalen Gauck? - Hermann L. Gremliza über neue deutsche Kriege permalink
    6. November 2014 23:43

    http://www.konkret-magazin.de/

  21. Warum die Biermann-Claqueure nur Philister sind… permalink
    8. November 2014 08:49

    Ja, das brauchen sie, die konservativen Wirtschaftslobbyisten im Bundestag, einen Wolf Biermann, der als DDR-ausgebürgerter Liedermacher die Linken als “elenden Rest” beschimpft. Was interessieren uns auch die Übel von heute, wenn man auf die Übel des Gegners von vorgestern verweisen kann. … http://www.maskenfall.de/?p=6928

    http://www.rationalgalerie.de/home/biermann-als-sankt-georg.html


    http://www.taz.de/Wolf-Biermann-im-Bundestag/!149090/
    …eben dort…Statt zum Mauergedenken längst geschlagene Schlachten mit den Nachkommen der Machthaber von gestern zu führen, hätte er auf die zahlreichen Toten an der EU-Außengrenze hinweisen können, die die aktuelle Mauerpolitik der heute Herrschenden zur Folge hat. Dafür hätte es dann allerdings vermutlich keinen johlenden Applaus von der Bundestagsmehrheit gegeben.

  22. 8. November 2014: Vor 75 Jahren das Hitler-Attentat permalink
    8. November 2014 13:43

    Nur eine unscheinbare Gedenktafel erinnert an Georg Elser. Am 8. November 1939 wollte er mit einer Bombe im Münchner Bürgerbräukeller Adolf Hitler töten. Lange Zeit taten sich die Deutschen schwer mit der Erinnerung – obwohl Elser immer eine Identifikationsfigur war. Eine Spurensuche.
    Von Martin Bernstein
    http://www.sueddeutsche.de/muenchen/jahre-hitler-attentat-ich-habe-den-krieg-verhindern-wollen-1.2210143

  23. Neonschwarz - 2014 permalink
    9. November 2014 17:38


    Auf der einen Seite erinnern wir der rassistischen Anschläge auf Flüchtlingsheime Anfang der 90er Jahre, auf der anderen Seite sagen wir ganz deutlich: Auch wenn die Qualität der Gewalt glücklicherweise abgenommen hat, ist die Anzahl von Übergriffen, Anschlägen und versuchten Tötungen im Jahre 2014 verdammt hoch.

  24. Kurdish fighters rescuing an ISIS terrorist from under the debris permalink
    9. November 2014 18:47

    08.11.2014 a video shared by the Kurdish fighters in Kubani trying to save an ISIS terrorist who was caught under the debris after his comrades left him behind. The Kurdish fighters did save him and freed him in order to go to his family rather than killing him.

    • Delil & Jiyan - Shingal/74/Kobane - Musikvideo (Goodfellaz) - JiyanVideo 2014 permalink
      9. November 2014 18:59

      http://de.wikipedia.org/wiki/Kurdische_Musik

      Xalaz – Kobane (feat. Berivan) prod. by Sero

    • Karl Grobe: Der Irak vor dem Zerfall permalink
      10. November 2014 11:03

      Als Haider al-Abadi im September endlich eine Regierung gebildet hatte, war nichts gewonnen in Bagdad. Seit der April-Wahl war ein halbes Jahr vergangen. Abadis Vorgänger, Nuri al-Maliki, hatte sich übermäßig lange ans Amt des irakischen Ministerpräsidenten geklammert. Die Trümmer aufzuräumen, die seine Amtsführung verursacht hatte, kam ihm anscheinend nicht in den Sinn. Es kamen vielmehr weitere dazu.

      Drei Monate nach der Wahl eroberte der „Islamische Staat in Irak und Syrien“ (IS) die drittgrößte Stadt des Landes – Mosul – und die Erdölfelder ringsum. Kurz darauf…
      http://aixpaix.de/autoren/grobe/irak-20141108.html

  25. Thesen zu Podemos und der "demokratischen Revolution" in Spanien by Raul Zelik permalink
    9. November 2014 19:17

    Thesen zu Podemos und der „demokratischen Revolution“ in Spanien

    Mit dem Auftauchen von „Podemos“ ist die politische Landschaft in Spanien auf den Kopf gestellt worden. Neueren Umfragen zufolge könnte die erst im Januar 2014 gegründete Organisation bei den Wahlen im kommenden Jahr stärkste Partei werden. Zum ersten Mal seit vielen Jahren scheint sich eine politische Linke in Europa nicht nur einen Regierungswechsel oder eine Oppositionsrolle, sondern auch ernsthaft einen grundlegenden gesellschaftlichen Transformationsprozess zum Ziel zu setzen. Zeit, sich das Phänomen genauer anzuschauen.

    Auch wenn man mit derartigen Prognosen fast immer falsch liegt: Der spanische Staat steht vor dem größten Bruch seit Ende der Franco-Diktatur. In mehreren Großstädten haben die linken radikaldemokratischen Listen der Guanyem / Ganemos-Initiativen realistische Chancen, die im Mai anstehenden Bürgermeisterwahlen zu gewinnen. In Katalonien waren in den letzten Monaten Millionen für ein demokratisches Selbstbestimmungsrecht auf der Straße, worauf Madrid nur mit immer neuen Verboten zu reagieren weiß. V.a. aber wird die politische Situation in Spanien vom Phänomen Podemos bestimmt. Einer aktuellen Umfrage der El País zufolge wäre die erst im Januar 2014 gegründete Linkspartei mit knapp 28% Wählerzuspruch heute, ein Jahr vor den Parlamentswahlen, stärkste Partei.

    Das Bemerkenswerte an Podemos sind weniger die Umfrageergebnisse, die volatile Momentaufnahmen sein können, als die von der Organisation in Gang gesetzte gesellschaftliche Mobilisierung. 900 Podemos-Basisgruppen, so genannte Zirkel, haben sich im ganzen Land gebildet. Am Gründungskongress der Partei im Oktober haben fast 10.000 Menschen teilgenommen. Und auf Stadtteilversammlungen diskutieren Hunderte Nachbarn über Krise, Kapitalismus und „reale Demokratie“ – wobei mit „Nachbarn“ auch tatsächlich Nachbarn gemeint sind. Podemos hat das subkulturelle Milieu verlassen.
    Erstaunlich ist dabei auch das Niveau der Debatte, die einerseits von einem auf die Wahlen 2015 gerichteten Pragmatismus, andererseits von einer scharfen Kritik des Neoliberalismus und des bürgerlichem Politikbetriebs bestimmt ist.

    Podemos ist Ausdruck einer Repräsentationskrise, wie sie seit den 1990er Jahren zahlreiche Länder des neoliberalen Regimes erfasst hat…..
    …weiter… Quelle: http://www.raulzelik.net/kritik-literatur-alltag-theorie/441-thesen-zu-podemos-und-der-demokratischen-revolution-in-spanien

  26. CDU und Neonazis gegen “Links” permalink
    10. November 2014 10:49

    http://www.neues-deutschland.de/artikel/951816.cdu-und-rechte-demonstrieren-gegen-rot-rot-gruen.html

    Neues Deutschland: “CDU und Rechte demonstrieren gegen Rot-Rot-Grün”.

    Zu den Rednern gehörte einem MDR-Bericht zufolge der ehemalige Bürgerrechtler Matthias Büchner aus Zella-Mehlis. »Die DDR war kein Unrechtsstaat, sie war viel schlimmer«, sagte er. (…) Einige Demonstranten stimmten die deutsche Nationalhymne an, viele hatten eine thüringische Landesflagge dabei. (…) Neben CDU-, FDP- und AfD-Politikern hatten über Facebook auch führende NPD-Kader, Mitglieder Freier Kräfte und Freier Kameradschaften sowie Mitglieder der NPD-Nachwuchsorganisation ihr Kommen angekündigt. Zur Teilnahme an der Veranstaltung wurde zudem in verschiedenen Neonaziforen aufgerufen.

    Da demonstriert zusammen, was ideologisch zusammengehört. meint: https://www.burks.de/burksblog/2014/11/10/cdu-und-neonazis-gegen-links


    PS: Die verbalen Hassattacken von W.Biermann dachte ich bei mir, bereiten weiter den Boden für die Nazis. Die Nazis greifen dann zu körperlichen Attacken und Anschlägen gegen Büros und Mitglieder der LINKEN und alles was links ist, wie es in der Vergangenheit schon vielfach der Fall war.


    siehe auch: Die Feiern zum Mauerfall: Der Missbrauch einer „friedlichen Revolution“ zur Stabilisierung der Macht http://www.nachdenkseiten.de/?p=23883

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