Skip to content

Hasse den Kapitalismus!

23. Oktober 2014

hate it

6 Kommentare leave one →
  1. So viel Hass! permalink
    23. Oktober 2014 23:07

    Hass. So ein schönes Gefühl. Leider wird es dank jahrelanger Indoktrination marxistischer Politikanten missverstanden, als „schlechtes Gefühl“, genau wie Waffen missverstanden werden, als schlechtes Gerät „an sich“, wo es doch immer darauf ankommt, wie man mit dem Gefühl, wie man mit der Waffe umgeht.

    Leider haben die Aktivisten und Aktivistinnen nie wirklich ein tiefes Verständnis aufgebaut für die freiheitliche Weltsicht, die sich bewusst dem Dogma fernhält und bewusst der Monokausalität entgegensteht.
    Der Grund ist das Hohelied der Politik, welches Autonome, Neo-Anarchisten usw. heute immernoch singen und welches es der Politik, als Umgangsform des Feindes ermöglicht Übergriffe auf Kultur und Empfinden der Menschen zu verüben, statt sie – gemäß freiheitlichem Streben – zu unterbinden und durch die freie Gemeinschaft oder freie Verträge zu ersetzen. Was ja eigentlich freiheitlich wäre.

    Nun aber beim Hass ist das schlimmste – diejenigen, die aus „politischen“ Gründen „brav“ sind und „chillig“ und die mit jedem „cool down sind“, weil es sich so laut einer Correctnes gehört, die sind keine Anarchisten, sondern Leute, die tiefgreifende persönliche Probleme haben, die sie fälschlicherweise als besonders „aware“ kompensieren.
    All die naiven Hippies, die statt einer gesunden Kneipenschlägerei lieber drei Monate am Stück „soziophob“ sind und in Weltschmerz ersaufen, die so sensibel sind, dass sie für die Umwelt kaum zu ertragen sind, eben diese Leute sind von tieferliegenden, nicht ausgesprochenen Denkfehlern und Doktrinen, Verhaltenskodizee bestimmter bekloppter Szenen in DOi!tschkand geschädigt worden, allen voran durch die Soziologie, meistens entstammen sie ja studentischen Kreisen.

    Ich sehe nur Heilmittel in den Dingen, die den Menschen auch selber zur Verfügung stehen. Also die Krankheit kam zwar von außen, aber die Gesundung muss von Innen heraus kommen. D.h. im Falle verhätschelter Bubies, den eigenen Hass zu entdecken und auch zu leben.
    Hass ist eine gesunde Sache, er entzündet ähnlich der Liebe ein Feuer, welches ein guter Antrieb sein kann. Aus Hass resultiert manchmal Disziplin und Durchhaltevermögen, aber sehr oft auch der Wille den Feind wirklich zu schlagen und sich ihn nicht in kompromisslerischer Manier ewig zu erhalten.

    Hass gehört wie die Liebe zum Menschen. Wer die Intensität des Einen nicht aus sich selbst verspürt hat oder sie gar selbst aus welchen wirren Gründen auch immer, gewaltsam unterdrückt, der verbaut sich auch das Andere.

    Innbrünstige Liebe gegenüber der Freiheit heißt innbrünstiger Hass gegenüber den Unterdrückern. Wer innbrünstig hasst und liebt, der verhält sich auf eine gewisse Art. Ich erkenne diese Leidenschaft nicht in vielen deutschen Szenen.
    Ich erkenne aber dafür, wie sie alle unauthentisch miteinander umgehen – bestimmte Floskeln häufen sich, bestimmte vollkommen übertrieben positivistische Urteile schießen über das ein oder andere wie auswendig gelernt hervor und Körperhaltung, Gestus oder wie das heißt und das andere war Habitus geben dem Bild den Rest.
    All das verrät dem aufmerksamen Beobachter eine Unreife der Aktivisten und Aktivistinnen, die aus „politischen“ Gründen nicht zu ihren gefühlen, die trotzdem da sind! stehen und die anderseits annehmen, Politik sei die Basis unserer Menschheit, was widerum die Politik selbst dem eigenen Empfinden gegenüber überordnet. Die Auswirkungen sind katastrophal. Korrekte Ernährung, korrektes „Schimpfen“, korrektes „Flirten“, korrektes irgendwas – aber nichts mehr menschliches. Der Verlust des Hassenkönnens gehört dazu. Was nicht verstanden wird, bei der rosa-linken Brille ist, dass mit dem Verlust des Hasses eine allgemeine Gefühlsintensität verloren geht, die auch die Liebe trägt. Man beschneidet sich selbst, wenn man das eigene „Unkorrekte“ unterdrückt – Was in einem ist, zählt mehr, als was in einem sein „soll“.

    Und um zum Hass zurück zu kommen, noch folgendes Meisterwerk:

    Georg Herwegh
    Das Lied vom Hasse
    1841

    Wohlauf, wohlauf, über Berg und Fluß

    Dein Morgenrot entgegen,

    Dem treuen Weib den letzten Kuß,

    Und dann zum treuen Degen!

    Bis unsre Hand in Asche stiebt,

    Soll sie vom Schwert nicht lassen;

    Wir haben lang genug geliebt

    Und wollen endlich hassen!

    Die Liebe kann uns helfen nicht,

    Die Liebe nicht erretten;

    Halt du, o Haß, dein Jüngst Gericht,

    Brich du, o Haß, die Ketten!

    Und wo es noch Tyrannen gibt,

    Die laßt uns keck erfassen;

    Wir haben lang genug geliebt

    Und wollen endlich hassen!

    Wer noch ein Herz besitzt, dem soll’s

    Im Hasse nur sich rühren;

    Allüberall ist dürres Holz,

    Um unsre Glut zu schüren.

    Die ihr der Freiheit noch verbliebt,

    Singt durch die deutschen Straßen:

    »Ihr habet lang genug geliebt,

    O lernet endlich hassen!«

    Bekämpfet sie ohn Unterlaß,

    Die Tyrannei auf Erden,

    Und heiliger wird unser Haß

    Als unsre Liebe werden.

    Bis unsre Hand in Asche stiebt,

    Soll sie vom Schwert nicht lassen;

    Wir haben lang genug geliebt

    Und wollen endlich hassen!

    Von: http://gutenberg.spiegel.de/buch/georg-herwegh-gedichte-eines-lebendigen-band-1-1196/28

  2. Die K-Frage stellen permalink
    24. Oktober 2014 09:59

    Simon Poelchau über die Ursache der wachsenden Ungleichheit

    Man muss nicht erst an die fehlende Altersvorsorge denken, um zu erkennen, dass hierzulande etwas schief läuft. Auch wenn die meisten Vermögensstudien die Superreichen nur unzureichend erfassen, so ist doch eindeutig, dass die Schere zwischen Arm und Reich immer weiter aufgeht.

    Doch haben diese Studien eine weitere, entscheidende Schwachstelle: Sie stellen die K-Frage, die Klassenfrage, nicht. Was versteckt sich nämlich hinter dem Begriff Vermögen, wenn es nicht Anleihen, Aktien und Immobilien – also Kapital – sind? Die Frage nach der immer ungerechteren Verteilung des Vermögens wird so zu einer Frage nach der immer stärkeren Konzentration des Kapitals in den Händen weniger. Und dieses Kapital kann sich nur vermehren, wenn Menschen dafür – in welcher Form auch immer – ausgebeutet werden. Dies ist wahrlich keine neue Erkenntnis. Karl Marx schrieb sie bereits vor rund 150 Jahren auf.

    Wie man diese wachsende Ungerechtigkeit aufhalten kann, ist ebenfalls altbekannt. Nur stellt sich jedes Mal neu die Frage, wie man die Menschen dazu bringt, für mehr Lohn und gegen steigende Mieten, TTIP, Privatisierungen und all die anderen Schweinereien zu kämpfen, die das Leben der meisten immer beschwerlicher machen, damit die Profite des reichsten Prozents stimmen.

    Dafür muss auch die Sozialpartnerschaft der alten Bundesrepublik endgültig aufgegeben werden. Das Kapital hat sie sowieso schon längst aufgekündigt.

    Quelle: http://www.neues-deutschland.de/artikel/950215.die-k-frage-stellen.html

  3. medico international: Dossier zum Thema Ebola permalink
    24. Oktober 2014 10:29

    Unter anderem mit folgenden Themen:
    Woher kommt Ebola? Die soziale Pathologie des Ebola-Virus und der Epidemie in Westafrika
    Es ist kein Zufall, dass die gegenwärtige Ebola-Epidemie drei der ärmsten Länder der Welt trifft: Liberia, Guinea und Sierra Leone liegen auf Platz 175, 179 und 183 aller 187 Länder auf dem Index der menschlichen Entwicklung der Vereinten Nationen. Die Gesundheitssysteme dieser Länder sind ineffektiv beziehungsweise in vielen Regionen praktisch nicht vorhanden. Die gegenwärtige Epidemie wurde durch Armut und die schonungslose Ausbeutung der Umwelt und der natürlichen Rohstoffe in der Region verursacht. Eine Analyse des People’s Health Movement.
    Ebola und die globale Gesundheitskrise: Fünf Aufgaben einer zeitgemäßen globalen Gesundheitspolitik
    Die Ebola-Epidemie legt nicht nur die Schwächen der Gesundheitssysteme Westafrikas bloß, auch die Probleme der aktuellen internationalen Gesundheitspolitik werden uns vor Augen geführt. Ein Paradigmenwechsel ist nötig. Fünf Ansatzpunkte für eine Neugestaltung globaler Gesundheitspolitik.
    Reichtum, Armut und ein Gesundheitssystem, das krank macht: Ursachen der Ebola-Epidemie in Sierra Leone
    Die jahrzehntelange Vernachlässigung des Gesundheitssektors schaffte in Sierra Leone die Voraussetzungen für die Ausbreitung der Ebola. medico-Gesundheitsreferentin Anne Jung über die politischen und sozialen Bedingungen der Epidemie.

    Quelle: Online-Dossier von medico international
    http://www.medico.de/themen/gesundheit/ebola/?pk_campaign=nl10_text

  4. Hipster Neukölln permalink
    25. Oktober 2014 00:32

    Hipster Neukölln

  5. Blutsbrüder-Wenn Banker mit Politiker Geschäfte macht permalink
    25. Oktober 2014 02:01

    Blutsbrüder-Wenn Banker mit Politiker Geschäfte macht

  6. Georg Schramm über den Krieg Reich gegen Arm permalink
    27. Oktober 2014 00:39

    Georg Schramm über den Krieg Reich gegen Arm

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s

%d Bloggern gefällt das: