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Großoffensive des IS in Shingal – Hunderte Widerstandskämpfer umzingelt

20. Oktober 2014

ShingalGebirgeSHINGAL. Terroristen des Islamischen Staates (IS) haben heute in den frühen Morgenstunden, seit 3 Uhr, mit einer der massivsten Großoffensiven seit der Übernahme der Region begonnen. Kommandeure der Verteidigungseinheiten teilten êzîdîPress mit, dass hunderte Kämpfer in Borik, Duhola und an der Pilgerstätte Sherfedîn umzingelt sind. Von allen Seiten greifen die Terroristen mit einem massiven Aufgebot an Kämpfer die Region erneut an und haben mehrere Gemeinden vollkommen umzingelt.

Alleine in der Gemeinde Duhola ist der IS mit rund 40 gepanzerten Humvees vorgerückt und hat rund 100 Kämpfer umzingelt. Die Zivilisten sind alle in das Gebirge geflüchtet. Kommandeure der Widerstandseinheiten versuchen derzeit die Pilgerstätte zu verteidigen, Oberkommandant Heydar Shesho und General Qasim Shesho weigern sich, die Pilgerstätte aufzugeben.

Ohne Luftunterstützung werden die Terroristen sowohl die Kämpfer als auch die Zivilisten massakrieren, heißt es von einem der Kämpfer. Helikopter der Anti-IS-Koalition seien zwar anwesend, fliegen aber keinerlei Angriffe.

Update 11:00 Uhr: Die Gemeinden Duhola und Borik sind an den IS gefallen. Nur noch die Pilgerstätte Sherfedîn wird derzeit verteidigt, die Widerstandskämpfer versuchen den Vormarsch der Terroristen auf das Gebirge zu unterbinden, ohne Erfolg. Dem massiven Aufgebot des IS haben die Kämpfer nichts entgegenzusetzen.

Update 11:07 Uhr: Über 7.000 Zivilisten sowie hunderte Kämpfer sind in das Gebirge geflohen und versuchen sich dort zu schützen. Mehrere hundert Kämpfer sowie ihre Kommandeure wollen die Pilgerstätte Sherfedîn nicht aufgeben und verteidigen die Heiligenstätte weiter.

Update 11:40 Uhr: Das Gebirge ist nun vollständig belagert. Verzweifelt versuchen Kämpfer der Widerstandseinheiten die Terroristen des IS vom Einmarsch in das Gebirge aufzuhalten. Über 7.000 Zivilisten befinden sich im Gebirge, sollte die Verteidigungslinie durchbrochen werden, drohen erneut Massaker. Den gepanzerten Fahrzeugen der Terroristen haben die Êzîden kaum etwas entgegenzusetzen.

Update 12:08 Uhr: Selbstmordattentäter des Islamischen Staates versuchen nun in das Gebirge vorzudringen. Der Nebel im Gebirge verdeckt die Sicht der Widerstandskämpfer. Ein Selbstmordattentäter soll sich bereits in die Luft gesprengt haben, Angaben zu Opfer gibt es bislang nicht. Offenbar kam es im Norden des Bergmassives jedoch zu einem Massaker, wir versuchen dies derzeit zu verifizieren. Die Lage bleibt unübersichtlich.

êzîdîPress, 20. Okt. 2014
Quelle hier

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