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Anschauungsuntericht: Kapitalisten, ihre Medien und ihre Sozialdemokraten gegen streikende Arbeiter und deren Organisationsfreiheit

14. Oktober 2014

Gestern strahlte das Erste Deutsche Fernsehen in seiner Sendung „Hart aber fair“ eine „Diskussionsrunde“ zum Streik der Lokomotivführer und ihrer Gewerkschaft GdL aus. Dabei wurde deutlich gemacht, dass Demokratie dort ihre Grenze hat, wo sie den Kapitalisten und der Staatsräson entgegensteht. Besonders hervorgetan haben sich in diesem Sinne der Chefredakteur des Focus, Ulrich Reitz, die Generalsekretärin der SPD Yasmin Fahini und der Kapitalist Thomas Selter. Von süffisant herablassend und respektlos bis offen ArbeiterInnen- und Gewerkschaftsfeindlich wurde der Vorsitzende der GdL Claus Weselsky  attackiert, der trotz aller Angriffe und Häme bemerkenswert sachlich blieb. Als sozialpartnerschaftlicher Demokrat beteiligte sich der ehem. FDP-Innenminister Gerhard Baum an der Veranstaltung. Natürlich standen auch generelle Angriffe auf Gewerkschaften, die sog. „Tarifeinheit“ und die Protegierung des DGB im Fokus. Die Sendung ist lohnender Anschauungsuntericht dafür, dass die Kapitalisten und der angeblich demokratische Staat kämpferische und unangepasste Gewerkschaften dämonisieren und bekämpfen.

16 Kommentare leave one →
  1. Zur gesellschaftspolitischen Bedeutung von Streiks permalink
    16. Oktober 2014 23:20

    Gemeinsam Strategien entwickeln. Konflikte führen. Beteiligung organisieren. Erneuerung durch Streik II
    Konferenz vom 02. bis zum 04. Oktober 2014 in Hannover.

    Redner: BERND RIEXINGER (Vorsitzender DIE LINKE, ehem. Geschäftsführer ver.di Stuttgart): Jenseits des Tarifrituals – Zur gesellschaftspolitischen Bedeutung von Streiks.
    Begrüßung und Moderation: JEANNINE GEISSLER (stellv. Bezirksgeschäftsführerin ver.di Hannover/ Leine-Weser).

  2. Gewerkschaften zwischen Defensive und Revitalisierung permalink
    16. Oktober 2014 23:27

    Hans-Jürgen Urban – Gewerkschaften zwischen Defensive und Revitalisierung

  3. Flüchtlingsbesetzung beendet: DGB lässt Gewerkschaftshaus räumen permalink
    16. Oktober 2014 23:51

    Flüchtlingsbesetzung beendet: DGB lässt Gewerkschaftshaus räumen

    Die Polizei hat die eine Woche lang von Flüchtlingen besetzte Berliner DGB-Zentrale unter heftigem Protest geräumt. Etwa 20 Menschen – Flüchtlinge und Unterstützer – hätten sich mit einer Eisenkette an den Hälsen aneinandergekettet und auf eine Treppe gesetzt, sagte Polizeisprecher Stefan Redlich am Donnerstag. Rund 200 Polizisten waren vor Ort, einige der Besetzer mussten den Angaben zufolge mit Bolzenschneidern voneinander getrennt werden.

    Räumung der von Flüchtlingen besetzten DGB-Zentrale
    Polizeibeamte bei der Räumung der besetzten DGB-Zentrale. Foto: Rainer Jensen © dpa

    Nach einer Woche Besetzung des Gewerkschaftshauses hatte der DGB am Morgen die Polizei verständigt und Anzeige wegen Hausfriedensbruchs erstattet. «Unserer Aufforderung, das Haus bis 10 Uhr zu verlassen, sind die Flüchtlinge nicht nachgekommen», sagte DGB-Sprecher Dieter Pienkny. Deshalb habe man sich genötigt gesehen, die Polizei zu rufen.

    Die Polizei sei mit einer Dolmetscherin in das Gebäude gegangen und habe die Besetzer erneut gebeten, freiwillig zu gehen. Das sei aber nicht passiert. Einer der Flüchtlinge habe sich an der Nase verletzt und sei von einem Arzt behandelt worden, sagte Redlich. Ein weiterer klagte über Herzschmerzen und wurde in ein Krankenhaus gebracht. Zusätzlich zu der Anzeige des DGB werde nun in einigen Fällen wegen Widerstand ermittelt, sagte Redlich.

    Für die Flüchtlinge habe sich damit eine weitere Tür zur Zukunft geschlossen, sagte ein Unterstützer. Man habe vom DGB erwartet, dass er seine politischen Kontakte spielen lasse. «Die Flüchtlinge sind abgeschottet von der gesamten politischen Welt.»

    Der DGB hatte schon während der Besetzung gesagt, man sei keine Flüchtlingsorganisation und könne die Forderungen nach einem Bleiberecht nicht erfüllen. Die Gewerkschaft vermittelte aber – wie gefordert – Kontakt zu einem Mitglied des Bundestages. Dieses habe aber keinerlei Einfluss, da es keiner Regierungspartei angehöre, sagte der Flüchtlings-Unterstützer. Ob weitere Aktionen geplant seien, wollte er nicht sagen – kündigte aber an: «Es geht einfach weiter. Aber so langsam sind die Möglichkeiten für die Menschen hier ausgeschöpft.»

    Zahlreiche Flüchtlinge hatten in Berlin monatelang auf dem Oranienplatz in Kreuzberg campiert. Das Camp wurde schließlich aufgelöst. Verschiedene Flüchtlingsgruppen suchten in den vergangenen Monaten wiederholt Zuflucht in Kirchen oder anderen Gebäuden. Die Evangelische Kiche hatte kürzlich heftige Kritik an der Flüchtlingspolitik des rot-schwarzen Senats geäußert. Sie rief den Senat auf, den Flüchtlingen nach zwei Jahren endlich eine humane Perspektive zu geben.
    Quelle: dpa

    http://www.berlin.de/aktuelles/berlin/3639856-958092-fluechtlingsbesetzung-beendet-dgb-laesst.html

  4. Öffnet die Gewerkschaftshäuser für die Flüchtlinge! permalink
    16. Oktober 2014 23:52

    Öffnet die Gewerkschaftshäuser für die Flüchtlinge!

  5. Räumung des DGB-Hauses verurteilt - Versuchter rassistischer Angriff auf Flüchtlingscamp permalink
    16. Oktober 2014 23:55

    Räumung des DGB-Hauses verurteilt
    Versuchter rassistischer Angriff auf Flüchtlingscamp

    Das Thema Zusammenarbeit mit und Unterstützung von Geflüchteten nahm seinen Platz auf der Streikkonferenz ein. Scharfe Kritik wurde an der Räumung des Berliner DGB-Hauses durch die Polizei vorige Woche geäußert. Der Leiter des Hamburger ver.di-Fachbereichs Besondere Dienstleistungen, Peter Bremme, sagte in zu der Räumung, die der DGB Berlin-Brandenburg unter anderem mit »Überforderung« begründet hatte: »Hier erklärt sich eine dem Humanismus und der Solidarität verpflichtete gesellschaftliche Organisation für nicht zuständig für das politische verursachte Leid einer gesellschaftlich schwächsten Gruppe und wirft ihr vor, sie würde ihn an der Arbeit hindern«. Das sei eine »politische Bankrotterklärung«, so Bremme. 2013 hatte er 300 libysche Lampedusa-Flüchtlinge in einer mutigen Aktion als ver.di-Mitglieder aufgenommen. Die Erklärung »Nicht in meinem Namen«, mit der gegen die Räumung des DGB-Hauses protestiert wird, unterschrieb ein großer Teil der KonferenzteilnehmerInnen.
    nd-App

    Asuquo Udo, ein Sprecher der Hamburger Lampedusa-Gruppe, sagte, er mache ihn stolz, Mitglied »der Familie«, der Gewerkschaft ver.di zu sein, weil diese sie sehr unterstützt hätte. Doch das Recht zu arbeiten hätten sie noch immer nicht. »Wir wollen keine Almosen vom Staat, sondern selber für unseren Lebensunterhalt sorgen«, so Udo.

    Gegenüber dem Konferenzort auf dem Weißekreuzplatz befindet sich seit dem Frühsommer ein Protestcamp von aus dem Sudan Geflüchteten. Sie protestieren gegen die deutsche Asylgesetzgebung. Am späten Freitagabend versuchte eine Gruppe rechter Hooligans, die beim Rückweg von einem Neonaziaufmarsch im nordrhein-westfälischen Hamm in Hannover ausstiegen, das Camp anzugreifen. Es kam zunächst zu Auseinandersetzungen zwischen den Neonazis und Antifas bzw. GewerkschafterInnen, bei denen nach Medienangaben und Augenzeugenberichten mindestens eine Person verletzt wurde. Die Blutspuren waren noch am nächsten Morgen auf dem Gehweg zu sehen.

    Während die »Hannoversche Allgemeine« von einem »versuchten Angriff« auf das Flüchtlingscamp spricht – der Autor dieses Beitrags ist ebenfalls Augenzeuge -, widersprach die Polizei am Sonntag, es habe sich um Auseinandersetzungen verfeindeter Ultragruppen gehandelt. Bis in die frühen Morgenstunden waren Dutzende zum Schutz des Camps vor Ort. jme

    http://www.neues-deutschland.de/artikel/948137.raeumung-des-dgb-hauses-verurteilt.html

  6. DGB und Flüchtlinge - Empörung über die Kollegen des Berlin-Brandenburger Gewerkschaftsbundes - Unterschriftenaktion permalink
    16. Oktober 2014 23:57

    DGB und Flüchtlinge
    Empörung über die Kollegen des Berlin-Brandenburger Gewerkschaftsbundes
    Daniel Behruzi
    EMPFEHLEN
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    MEHR
    5 Okt 2014 – 16:27

    Auf der Konferenz »Erneuerung durch Streik II« von Rosa-Luxemburg-Stiftung und ver.di Hannover war die Empörung über die Kollegen des Berlin-Brandenburger DGB groß. Der Landesverband hatte eine Flüchtlingsbesetzung des Gewerkschaftshauses am Donnerstag von der Polizei räumen lassen. Einen »unglaublichen Vorgang« nannte dies die stellvertretende Geschäftsführerin des ver.di-Bezirks Hannover/Leine-Weser, Jeannine Geißler.

    Peter Bremme vom ver.di-Fachbereich »Besondere Dienstleistungen« in Hamburg verwies darauf, dass vor genau einem Jahr ein Flüchtlingsboot vor der Insel Lampedusa sank, wobei etwa 390 Menschen starben. »Seither sind im Mittelmeer rund 3 000 Flüchtlinge ertrunken«, betonte er. »Und in dieser Situation lässt der DGB Berlin-Brandenburg sein Gewerkschaftshaus – mit dem Einverständnis aller Einzelgewerkschaften – von den Überlebenden dieser Katastrophen durch die Polizei räumen.« Dieses Vorgehen sei »eine politische Bankrotterklärung und mit vielen gewerkschaftlichen Initiativen unvereinbar«.

    Eine von ehren- und hauptamtlichen Gewerkschaftern initiierte Unterschriftenaktion, die auf der Tagung in Hannover vorgestellt wurde, will die innergewerkschaftliche Debatte dazu vorantreiben. Unter dem Titel »Nicht in unserem Namen – Refugees welcome!« dokumentieren die Unterzeichner »Entsetzen, Beschämung und Zorn« über die Berliner Vorfälle. Das Vorgehen sei »menschlich fatal und politisch das völlig falsche Signal«. Sie fordern von ihren Organisationen statt dessen praktische Solidaritätsarbeit mit Flüchtlingen inklusive der Möglichkeit, diese als Mitglieder im DGB aufzunehmen. Zudem solle zeitnah eine Konferenz zum Thema stattfinden.

    Informationen zur Unterschriftenaktion per E-Mail: refugeeswelcome@labourcampaigns.org

    https://www.jungewelt.de/schwerpunkt/dgb-und-fl%C3%BCchtlinge

    • FAU-Berlin permalink
      17. Oktober 2014 00:01

      pennt.

      • Syndikalist permalink
        17. Oktober 2014 13:16

        Watn sonst…

      • Oscar permalink
        18. Oktober 2014 09:03

        peinlich, peinlich, peinlich

  7. DGB will keine Flüchtlinge - Räumung in Berlin 2.10.2014 permalink
    17. Oktober 2014 13:29

    DGB will keine Flüchtlinge – Räumung in Berlin 2.10.2014

  8. Polizei räumt DGB-Zentrale permalink
    17. Oktober 2014 13:31

    Polizei räumt DGB-Zentrale

  9. Die Rechten pennen nicht: Berlin: Asylerpresser besetzen DGB Haus permalink
    17. Oktober 2014 13:37

    Berlin: Asylerpresser besetzen DGB Haus

    HETZTEXT unter dem rechten Video:

    Schon seit mehr als 24 Stunden besetzt eine Gruppe von etwa 25 Illegalen und linken Unterstützern der Gesetzesbrecher die Zentrale des DGB in der Keithstraße in Berlin Schöneberg. Vermutlich handelt es sich um dieselbe Personengruppe, die im Juli den Berliner Fernesehturm geentert hatte. Sie fordern Aufenthaltstitel, Arbeitserlaubnis, den Beitritt in eine Gewerkschaft, weil man um deren politischen Einfluss wisse und Kontakt zur Bundesregierung. Mit politischem Bezirkspersonal wollen sich diese Schlafsackpolitiker offenbar nicht mehr abgeben. Und was machen die Verantwortlichen des DGB? Die Polizei rufen? Nein, denn man „möchte eine Eskalation vermeiden“, deshalb sucht man devot nach Lösungen.
    Eine Räumung stehe laut DGB-Pressesprecher Dieter Pienkny nicht zur Debatte. Aber man hat den Besetzern die Unterbringung in einem Jugendheim angeboten, was diese postwendend ablehnten. Offenbar hat die Gruppe vor das Wochenende über im Gebäude des DGB auszuharren. Doro Zinke, die DGB-Landeschefin sorgte dafür, dass alle Reden der Erpresser aus dem Englischen, Französischen und Türkischen simultan übersetzt wurden und erklärte sich, ebenso wie Azize Tank, Bundestagsabgeordnete der Linken solidarisch mit den Forderungen.

    HETZVIDEO der Rechten

  10. Germany: Chained-up refugees resist police eviction from occupied building permalink
    17. Oktober 2014 13:46

    Germany: Chained-up refugees resist police eviction from occupied building

    Refugees from Africa and Pakistan chained themselves by their necks to each other whilst occupying the DGB trade union building in Berlin on Thursday, making multiple attempts to resist police from cutting their chains and evicting them.

    One by one the refugees had their chains forcibly cut by police officers who had swarmed the trade union building for the impending, and delayed eviction, at 11am local time.

    One refugee, exhausted from his resistance to remain in the building and not be removed, was bloody and had to be sat down to recover from his injury.

    The 15 refugees have previously occupied Berlin’s iconic TV Tower and did a hunger strike at Brandenburg Gate. Coming to the capital from Bavaria, the refugees were originally guests at the trade union house, until all 10 organisations which are part of the headquarters asked them to leave, with Thursday’s eviction as the result of that decision.

    The 15 refugees are due to be deported back to Bavaria.

    Facebook: http://www.facebook.com/Ruptly
    Twitter: http://twitter.com/Ruptly
    LiveLeak: http://www.liveleak.com/c/Ruptly
    Google Plus: http://google.com/+RuptlyTV
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    Video on Demand: http://www.ruptly.tv

  11. DGeschwurBel Teil 1 und Teil 2 permalink
    17. Oktober 2014 14:24

    AUF DGB.DE SUCHT MAN EBENSO VERGEBLICH
    http://www.dgb.de/search?search_text=zentrale+berlin+fl%C3%BCchtling

    EBENSO VERGEBLICH WIE AUF BERLIN.FAU.ORG
    https://berlin.fau.org

    AUF berlin-brandenburg.dgb.de BLIEB IHNEN NIX ANDERES ÜBRIG

    Flüchtlinge reagieren auf DGB-Angebote nicht
    Grenzen der Belastbarkeit bei Beschäftigten erreicht

    Die tagelange Belagerung des DGB-Hauses durch mehr als 20 Flüchtlinge und ihre Sympathisanten haben viele Beschäftigte im Hause an die Grenze der Belastbarkeit gebracht. Die politische Arbeit wurde empfindlich gestört und behindert: Unsere zahlreichen Beratungsstellen im Hause, die auch Anlaufstellen für Ratsuchende Migranten und Wanderarbeiter sind, sind in ihrer täglichen Arbeit stark behindert. Dieses Gewerkschaftshaus mit seinen Projekten, in dem u. a. auch die IG BAU sowie Arbeit & Leben etabliert sind, wird zum Großteil von Beiträgen der Gewerkschaftsmitglieder finanziert und hat klar umrissene soziale und gewerkschaftspolitische Aufgaben. Flüchtlingshilfe gehört nicht dazu, damit sind die Gewerkschaften überfordert. Dafür gibt es u.a. Organisationen wie den Flüchtlingsrat oder ProAsyl. Was wir machen konnten, wurde ausgereizt.

    Was für Bedingungen hat der DGB eingehalten:

    Es wurde eine Pressekonferenz durchgeführt.
    Wir werden die Forderung, dass Flüchtlinge Gewerkschaftsmitglieder werden können, an unsere Mitgliedsgewerkschaften und an den DGB Bundesvorstand weiterleiten.
    Wir haben ihnen ein Kontakt zu einem Mitglied des Bundestages ermöglicht
    Wir haben keine Polizei geholt.
    Es wird eine rechtliche Beratung der Flüchtlinge stattfinden.
    Wir sind gern bereit bei der Suche nach einer Unterbringungsmöglichkeit zu helfen.

    Der DGB unterstützt folgende Forderungen:

    die Abschaffung der Residenzpflicht und das Recht zum Wohnsitzwechsel bei wichtigem Grund, z. B. bei einem Arbeitsplatzangebot
    die gesetzliche Verankerung des Rechts auf Leben in einer Privatwohnung für Asylsuchende und Geduldete nach einer kurzen Übergangsfrist (Erstaufnahme)
    die Abschaffung des Asylbewerberleistungsgesetzes und die sozialrechtliche Gleichstellung der Betroffenen und ihre Einbeziehung in die gesetzliche Krankenkasse
    die Abschaffung des Arbeitsverbots

    http://berlin-brandenburg.dgb.de/presse/++co++548c56cc-494f-11e4-99f9-52540023ef1a

    ———————————————————————————————-

    Deutschland muss mehr Flüchtlinge aufnehmen
    Erklärung des DGB Bezirksvorstandes zur Flüchtlingspolitik vom 7.10.2014

    Die zahlreichen internationalen Krisenherde und die wirtschaftliche Not besonders in afrikanischen Ländern führen zu immer größeren Flüchtlingsströmen. Wir sehen das unermessliche Leid der Menschen täglich in den Medien und bei der Begegnung und im Gespräch mit jenen, die sich nach Deutschland retten konnten. Es ist nicht nur eine Frage des Mitgefühls, sondern auch unseres Selbstverständnisses als Gewerkschaften, den oftmals traumatisierten Flücht- lingen zu helfen, soweit es uns möglich ist. Notwendig ist eine gerechtere internationale Politik gegen Hunger und Krieg, und notwendig ist eine solidarische, humanitäre Asylpolitik in Deutschland und der EU. Deutschland wird mehr Flüchtlinge aufnehmen müssen als in den letzten Jahren.
    Die Möglichkeiten der Flüchtlinge, in Deutschland zu arbeiten, müssen besser geregelt werden. Der DGB-Bundes- kongress hat dazu im Mai einen umfangreichen Beschluss gefasst, in dem unter anderem eine Öffnung des Arbeits- marktes für Flüchtlinge und eine geregeltere Zuwanderungspolitik gefordert werden.
    Die Landesregierungen sind für die Unterbringung der Flüchtlinge verantwortlich. Sie sind dringend aufgefordert, jegliches Kompetenzgerangel zu unterbinden und für ausreichend menschenwürdige Unterkünfte zu sorgen. Der DGB und die Gewerkschaften werden die Landesregierungen und die Kommunen dabei unterstützen, gegebenen- falls notwendige zusätzliche finanzielle Mittel vom Bund zu fordern. Der DGB und die Gewerkschaften werden wie bisher Kommunen unterstützen, falls fremdenfeindliche Aktionen zum Beispiel gegen Wohnheime abgewehrt wer- den müssen.
    In den letzten zwei Jahren hat es in Berlin eine Reihe von öffentlichkeitswirksamen Aktionen durch einige Flücht- linge und sich als Unterstützer verstehende Berlinerinnen und Berliner gegeben. Der DGB und die Gewerkschaften halten öffentliches Eintreten für das Recht auf Asyl und für bessere Arbeits- und Lebensbedingungen nicht nur für sinnvoll, sondern auch für notwendig. Wir haben uns bei der Besetzung des DGB Hauses in langen Verhandlungen bemüht, uns mit den Flüchtlingen und den Unterstützern auf ein gemeinsames Vorgehen zu einigen. Das ist leider nicht gelungen. Deshalb hat der DGB Bezirksvorstand in der vergangenen Woche einstimmig entschieden, das Gewerkschaftshaus nach einer Woche Besetzung räumen zu lassen, wenn die Besetzer nicht freiwillig gehen. Sie wa- ren vom DGB bis zuletzt als Gäste behandelt worden, aber leider war eine einvernehmliche Lösung nicht möglich. Wir gehen davon aus, dass bei der Strafverfolgung mit Augenmaß vorgegangen wird.
    Politische Kompromisse zur Beilegung von Konflikten wie am Oranienplatz sind wertvoll. Sie müssen dringend ein- gehalten werden. Der DGB fordert deshalb den Senat auf, die gegebenen Zusagen einzuhalten.
    Der DGB und die Gewerkschaften sind die Organisation der Arbeit. Über die genauen Regelungen der Gewerk- schaftsmitgliedschaft entscheiden die Gewerkschaften selbst. Als Gewerkschaftsmitglied hat jede und jeder An- spruch auf Rechtsschutz – in Fragen der Arbeit und rund um die Arbeit, zum Beispiel wenn es um die Rente oder Arbeitslosigkeit geht. Der Rechtsschutz für Mitglieder erstreckt sich jedoch nicht auf Verfahren, in denen es um das Asyl- und Flüchtlingsrecht geht. Dies kann der Rechtsschutz der Gewerkschaften nicht leisten.
    Der DGB Bezirksvorstand hat Anfang September beschlossen, die Flüchtlingspolitik verstärkt zu thematisieren, unter anderem wegen der schwierigen Situation rund um die zentrale Aufnahmestelle des Landes Brandenburg in Eisen- hüttenstadt. Wir unterstreichen diesen Beschluss und werden ihn hinsichtlich der schnelleren Verteilung auf die Kreise und die dort notwendige Wohnunterbringung, die Arbeits- und Ausbildungsmöglichkeiten sowie hinsichtlich der erforderlichen Beratungsstrukturen umsetzen. Dazu sollen auch Netzwerke wie die Berliner und Brandenburger Flüchtlingsräte, Asyl in der Kirche (ökumenischer Zusammenschluss), die Paritätischen Wohlfahrtsverbände Berlin und Brandenburg und Pro Asyl genutzt werden.

    http://berlin-brandenburg.dgb.de/themen/++co++01f0bede-4e50-11e4-be9d-52540023ef1a

  12. Karrieristen, Speichellecker, Arschgesichter, Karrieristen, Speichellecker, Arschgesichter, Karrieristen, Speichellecker, Arschgesichter, Karrieristen, Speichellecker, Arschgesichter, Karrieristen, Speichellecker, Arschgesichter, Karrieristen, Speichellec permalink
    21. Oktober 2014 22:51

    Karrieristen, Speichellecker, Arschgesichter

  13. Journalismus vs. Propaganda: John Pilgers Rede auf dem Londoner Logan Symposium permalink
    9. Dezember 2014 11:27

    John Pilgers Rede auf dem Londoner Logan Symposium
    Warum hat sich ein so großer Teil des Journalismus der Propaganda unterworfen? Warum sind Zensur und (Tatsachen-) Verdrehung Standardpraktiken? Warum ist die BBC so oft das Sprachrohr raubgieriger Macht? Warum betrügen die New York Times und die Washington Post ihre Leser?
    Warum wird jungen Journalisten nicht beigebracht, die Zielsetzung der Medien zu verstehen und die behaupteten hohen Ansprüchen und die niedrigen Zwecke falscher Objektivität in Frage zu stellen? Und warum wird ihnen nicht beigebracht, dass das Wesen von so vielem, was „Mainstream Medien“ genannt wird, nicht Information sondern Macht ist?

    Quelle: Die Propagandaschau – http://propagandaschau.wordpress.com/2014/12/07/john-pilgers-rede-auf-dem-londoner-logan-symposium-deutsche-ubersetzung/

    ——————-

    ND: Der Publizist Günter Gaus bekannte 2001 so grimmig wie traurig, er sei angesichts des Verkaufs der Politik ans Unterhaltungsfernsehen kein Demokrat mehr. Stehen auch Sie kurz vor diesem Abschied?

    Roger Willemsen: Nein. Wahrscheinlich bin ich zu romantisch verblasen, ich hänge wider alle Erfahrung noch immer an der Idee der Mündigkeit.

    ND: Was steht ihr im Wege?

    R.W.: Die Demokratie benötigt eine höhere Anstrengung, was ihren Informationswillen angeht. Der Bürger kann in den Abläufen des politischen Geschäfts nicht mehr seine eigenen Interessen identifizieren. Politik ist um die Belange des Ichs herum entkernt. Denn was wird mir angeboten? Wozu Börsennachrichten, in direkter Nähe zur »Tagesschau«? Sie sind ein Beispiel dafür, wie das Fernsehen den Markt verinnerlicht. Sie simulieren Relevanz, verhindern aber nur, wie vieles andere der Nachrichtengebung auch, dass ich mich selber erkenne und daraus mögliche Direktiven für mein Handeln ableiten kann.

    aus einem ND Interview 17.05.14, hier: http://www.ag-friedensforschung.de/themen/Bundestag1/willemsen.html

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