Skip to content

Schwarz-Roter Ticker (185) [4 Meldungen]

13. Oktober 2014

ticker+++

Wachmann darf weiter bei Sicherheitsfirma arbeiten

folterindeutschlandEiner der Wachmänner, der im Auftrage Betreiberfirma „European Homecare“ (EHC) im Flüchtlingsheim Burbach Flüchtlinge gequält haben soll, darf nach Angaben der „Welt am Sonntag“ offenbar weiter bei der Sicherheitsfirma SKI arbeiten. Das Ordnungsamt Nürnberg habe den 30-jährigen „nach Abwägung aller Gesichtspunkte“ als zuverlässig eingestuft, berichtet die Zeitung. Zwar hätten die Bedenken gegen seine Beschäftigung nicht vollständig ausgeräumt werden können, hieß in einem Schreiben an SKI. Deshalb werde nach Ablauf eines Jahres ein weiteres unbeschränktes Führungszeugnis verlangt. Nach Zeitungsangaben gibt es Fotos, auf denen der Wachmann einem gefesselt am Boden liegenden Flüchtling seinen Stiefel in den Nacken drückt. Politiker hatten daraufhin gefordert, die Kontrollen der Asylbewerberheimbetreiber und ihrer Sicherheitsdienste auszuweiten. (Berliner Kurier)

Hauen und Stechen bei der Deutschen Bank

Wegen gestrichener Gehalts-Boni wollen viele Händler offenbar die Deutsche Bank verlassen. Das Geldhaus plane, Händlern in Spitzenpositionen künftig keine Boni und weitere Sondervergütungen mehr zu zahlen, wenn sie „für Unruhe sorgten“ oder nicht teamfähig seien, berichtet die „Financial Times“. Daher würden Banker der Deutschen Bank den Rücken zu kehren und stattdessen in weniger regulierten Bereichen wie etwa bei Hedgefonds anheuern, hieß es weiter. Die Deutsche Bank war zunächst nicht zu einer Stellungnahme zu erreichen. Deutschlands größte Bank ist in eine Reihe von Skandalen verstrickt. Die Rückstellungen für Rechtsstreitigkeiten dürften zum Jahresende etwa drei Milliarden Euro betragen, hat der Vorstand mehrfach angedeutet. Unter anderem steht noch eine Strafe der angelsächsischen Regulierer wegen mutmaßlicher Manipulation wichtiger Referenzzinsen aus. (FAZ)

Textilarbeiterproteste in Kambodscha

„Wir brauchen eine anständige Bezahlung“ und „Man lässt uns verhungern“, steht auf den Transparenten, mit denen Tausende Demonstranten am Sonntag durch Kambodschas Hauptstadt Phnom Penh ziehen. Aufgerufen zum jüngsten Protest haben sechs Gewerkschaften der Textilindustrie. Denn die Verhandlungen über die lange geforderten Lohnerhöhungen für Textilarbeiter sollen verschoben werden, wie eine in den lokalen Medien verbreitete Mitteilung angekündigt hat. Mehr als 600.000 Menschen arbeiten in Kambodschas Textilsektor, der vor allem internationale Modemarken beliefert. Er gilt als wichtigster Exportzweig des Landes: Allein 2013 exportierte der Sektor Waren im Wert von 5,5 Milliarden US-Dollar, was 80 Prozent des Gesamtexports entsprach. Doch die Beschäftigten in den Fabriken, hauptsächlich Frauen aus ländlichen Regionen, spüren nichts vom Exportsegen. Stattdessen fristen sie ihr Dasein mit Hungerlöhnen und unter unzumutbaren Arbeitsbedingungen. Gewaltsame Niederschlagungen von Protesten streikender Arbeiter oder auch von Landraub betroffener Bewohner sind keine Seltenheit in Kambodscha, das zu den ärmsten Ländern in Asien zählt. Die Kundgebung vom Sonntag reiht sich ein in eine Serie von Protesten, die Ende 2013 begonnen hatte. Die zunächst friedlichen Demonstrationen waren Anfang Januar dieses Jahres eskaliert: So waren damals in Phnom Penh fünf Menschen getötet worden. Militärpolizisten hatten versucht, die Kundgebungen gewaltsam zu beenden, und mit automatischen Gewehren auf die Demonstranten gefeuert. Zuvor waren Elitesoldaten gegen protestierende Arbeiter vorgegangen und hatten mehrere Streikende verhaftet. (taz)

Nobelpreisträgerin für den Sozialismus

yes

15 Kommentare leave one →
  1. 5.000 fordern in Basel Unterstützung für Kobanê - fast 1.000 in Den Haag permalink
    13. Oktober 2014 20:59

    5.000 fordern in Basel Unterstützung für Kobanê – fast 1.000 in Den Haag

    13.10.14 – Aus Basel in der Schweiz berichtet ein Korrespondent: „Es war die größte Demonstration in Basel seit vielen Jahren: Kurdische, aber auch türkische Organisationen hatten zur Unterstützung des Widerstands in Rojava und Kobanê gegen den ISIS-Terror aufgerufen. Laut und kämpferisch zogen die 5.000 Teilnehmer durch die Stadt. Es war auffällig, wie viele junge und modisch gekleidete Kollegen im Zug mitmarschierten. Parolen wurden gerufen, oft auch: ‚Hoch die internationale Solidarität!‘

    Viele Menschen blieben am Straßenrand stehen, immer wieder schlossen sich spontan Leute an, auch viele Ältere. In Gesprächen und in den Interviews am Fernsehen wurde von den Aufständen in türkischen Städten zur Unterstützung von Rojava erzählt und von der Frustration, dass die westlichen Länder nicht konkreter helfen. Eine Forderung stand eindeutig im Vordergrund und wurde immer wieder erhoben: Waffen für Kobanê!“

    Aus Den Haag (Niederlande) kam die kurze Meldung: „Fast 1.000 Teilnehmer waren auf der Demonstration zur Solidarität mit den Kurden am 10. Oktober.“

    http://www.rf-news.de/2014/kw42/basel-5.000-fordern-unterstuetzung-fuer-kobane

  2. Klassenjustiz spricht lausiges Urteil Für Strasser --- Halbes Jahr Wellnessknast dann 2,5 Jahre Hausarrest (Fußfessel) permalink
    14. Oktober 2014 00:41

    Klaus Schwaighofer zum Strasser-Urteil
    | 06:04 Min.
    Klaus Schwaighofer analysiert das Urteil des OGH gegen Ernst Strasser. Der Professor für Strafrecht an der Universität Innsbruck hält die Strafe für den ehemaligen ÖVP-EU-Parlamentarier nach wie vor für zu hoch.

    http://tvthek.orf.at/program/ZIB-2/1211/ZIB-2/8589060/Klaus-Schwaighofer-zum-Strasser-Urteil/8589106

    Zur Erinnerung

  3. Sozialistischer Wohlstand siegt in Bolivien permalink
    14. Oktober 2014 08:34

    Ralf Streck 13.10.2014
    Evo Morales wurde mit 60% mit deutlicher Mehrheit bis 2020 bestätigt und damit auch der von ihm eingeschlagene Weg, der über Verstaatlichungen, Wachstum und breiteren Wohlstand gebracht hat
    Ein zweiter Wahlgang ist unnötig, denn mit einer mehr als klaren Mehrheit wurde Evo Morales von der Bevölkerung in Bolivien erneut zum Präsidenten gewählt. Statt zum Kollaps führten seine Verstaatlichungen in dem Andenstaat zu starken Wachstumsraten und zu mehr Wohlstand für die breite Bevölkerung. Nach verschiedenen Nachwahlbefragungen erhielt er mehr als doppelt so viele Stimmen wie sein schärfster Widersacher Samuel Doria Medina. Morales widmete seinen Sieg „allen Völkern in Lateinamerika und der Welt, die gegen den Kapitalismus und den Imperialismus kämpfen“. Der Opposition bot er eine Zusammenarbeit an, um gemeinsam aus dem Land mit seinen großen Gasreserven das „Energiezentrum“ in Südamerika zu machen. http://www.heise.de/tp/artikel/43/43040/1.html

  4. Billiges Fleisch? permalink
    14. Oktober 2014 10:26

    Billiges Fleisch?

    Und es geht doch!

    Die Gewerkschaft NGG hat zum 1. Juli 2014 mit dem Bundesverband der Arbeitgebervereinigung Nahrung und Genuss e.V. eine Einigung über die Eckpunkte eines Mindestlohntarifvertrages erreicht. Er enthält auch eine Allgemeinverbindlichkeitserklärung die dadurch auch für LeiharbeiterInnen und Werk verträglerInnen gilt. Gerade die Einbeziehung dieser Gruppe ist hier besonders wichtig, da nur etwa 20% der Beschäftigten zum Stammpersonal gehören. Die Tarifvereinbarung wurde schon im Januar 2014 vereinbart und enthält folgende Entlohnungseckpunkte zum Mindestlohn: in der 1. Stufe zum 1. Juli 2014 7,75 Euro/Stunde, in der 2. Stufe zum 1. Dezember 2014 8,00 Euro/Stunde, in der 3. Stufe zum 1. Oktober 2015 8,60 Euro/Stunde und in der 4. Stufe zum 1. Dezember 2016 8,75 Euro/Stunde. Dass dieser Mindestlohn immer noch viel zu niedrig ist und dieser weiterhin nur eine ungenügende Lebensgrundlage für die Betroffenen bietet, steht außer Frage, aber wenn man die bisherigen Löhne in diesem Bereich betrachtet, stellt dieser Mindestlohn für viele Betroffene eine über 200%ige Lohnsteigerung dar.
    Schlachte viel ohne Stammpersonal und du sparst: Der Staat gibt Anreize zur Ausbeutung

    Eine Befreiung von der EEG-Umlage bekommen Unternehmen, die mehr als 14% der Bruttowertschöpfung für Stromkosten ausgeben müssen. Da die Kosten für die Stammbelegschaft nicht in die Bemessungsgrundlage einfließen, stellen Schlachtereibesitzer LeiharbeiterInnen oder WerkverträglerInnen ein, um einerseits in den Genuss der EEG Umlagebefreiung zu gelangen, denn die Kosten für „Fremdarbeiter“ dürfen die Bruttowertschöpfung mindernd und damit den Anteil des Stroms steigernd einbezogen werden. Also: Ein Schlachtereibetrieb zerlegt ein Schwein, vom Erlös des Fleisches rechnet er die Ausgaben für Messer, Gewürze usw. ab. Das ist seine Bruttowertschöpfung. Die Kosten für seine Stammbelegschaft darf er dabei nicht abziehen. Folglich: Schlachte viel, aber ohne eigenes Personal! Dass dieses Vorgehen auch von anderen Branchen, z.B. Großhandelsunternehmen eingesetzt wird, ist logisch. Wenn der Staat solche Anreize schafft, muss man sich nicht wundern, wenn diese auch genutzt werden. Allein die Schlachtindustrie hat im Jahr 2013 durch die Einsparung der EEG-Umlage ca. 30 Millionen Unkosten eingespart, die die „NormalbürgerInnen“ dann mitbezahlen müssen. Der Konsument zahlt somit indirekt die Reduzierung von Stammpersonal.

    https://www.direkteaktion.org/224/billiges-fleisch

  5. Iraqi Doctors Call Depleted Uranium Use "Genocide" permalink
    15. Oktober 2014 09:29

    By Dahr Jamail, Truthout | Report
    Contamination from depleted uranium (DU) munitions is causing sharp rises in congenital birth defects, cancer cases and other illnesses throughout much of Iraq, according to numerous Iraqi doctors.

    Iraqi doctors and prominent scientists believe that DU contamination is also connected to the emergence of diseases that were not previously seen in Iraq, such as new illnesses in the kidney, lungs and liver, as well as total immune system collapse. DU contamination may also be connected to the steep rise in leukaemia, renal and anaemia cases, especially among children, being reported throughout many Iraqi governorates.

    There has also been a dramatic jump in…http://www.truth-out.org/news/item/26703-iraqi-doctors-call-depleted-uranium-use-genocide

  6. „Identität auf Vorrat – Zur Kritik der DNA-Sammelwut“ - Buchtipp permalink
    15. Oktober 2014 09:50

    Gen-ethisches Netzwerk (Hg.)
    Identität auf Vorrat
    Zur Kritik der DNA-Sammelwut
    ISBN 978-3-86241-439-0 | 136 Seiten | 14 Euro
    http://www.assoziation-a.de/vor/Identitaet_auf_Vorrat.htm

    Rezensionsexemplare können angefordert werden unter: berlin[at]assoziation-a.de

    Zum Buch:
    Neben den fortdauernden Enthüllungen verschiedener Whistleblower zur informationellen Gesamtüberwachung, bleibt ein nicht weniger bedeutender Zugriff auf unsere biologischen „Daten“ bislang weithin unterbelichtet.

    Spucketröpfchen, Schuppenschnipsel, ein unsichtbarer Hautabrieb an Dingen: Niemand kann verhindern, kleinste Körperspuren zu hinterlassen. Die staatliche Überwachung macht sich dies zunutze. Polizeiliche DNA-Datenbanken wachsen in beängstigender Geschwindigkeit und werden international vernetzt. Allein das deutsche Bundeskriminalamt ist heute im Besitz von mehr als einer Million DNA-Profilen, die in einer Datenbank gespeichert sind. Mit ihrer Hilfe soll jede/r »identifiziert« und sichtbar gemacht werden, noch Jahrzehnte, nachdem sie oder er irgendwo etwas hinterlassen hat. Die eingängige Begründung: Spurensammeln gegen Gewaltverbrechen wie Mord oder Vergewaltigung.
    Doch längst liegt das Hauptaugenmerk der biologischen Vorratsdatenspeicherung nicht mehr auf Kapitalverbrechen. Im Gegenteil: Es geht um eine flächendeckende präventive Erfassung, die Bagatelldelikte wie Diebstahl, Grafittisprayen oder kleine Dealereien zum Anlass nimmt. Aber sowohl im bürgerlich-freiheitlich gesinnten Umfeld als auch in linken Zusammenhängen, herrschen vor allem Ignoranz und Unwissenheit.
    Das Buch gibt einen umfassenden Überblick über den aktuellen Stand der DNA-Datenspeicherung und die gefährliche Weiterentwicklung der DNA-Analyse, dokumentiert aber auch ermutigende Beispiele für Protest-und Widerstandsaktionen und bietet praktische und juristischeTipps, wie man sich gegen das Wattestäbchen im Mund und die Speicherung von DNA-Profilen wehren kann.
    http://www.assoziation-a.de

  7. IM ZENTRUM, ORF 2: Der Terror der Gotteskrieger permalink
    15. Oktober 2014 10:26

    ORF2, 12.10.14:
    http://tvthek.orf.at/program/Im-Zentrum/6907623/IM-ZENTRUM-Der-Terror-der-Gotteskrieger/8572238

  8. IS-Terror und verfehlte Irak-Politik // Über den Krieg gegen die Organisation "Islamischer Staat" u. Veränderungen in der globalen US-Strategie permalink
    15. Oktober 2014 16:31

    Die Entstehung der Terrorgruppe „Islamischer Staat“ (IS) hat ihre Ursache auch in der schon Jahrzehnte dauernden verfehlten Interventionspolitik westlicher Staaten.

    Wie aus dem Nichts sind sie gekommen, die so genannten „Kämpfer“ der Gruppe, die sich selbst „Islamischer Staat“ nennt. Mit bislang kaum gekannter Brutalität gehen sie gegen jene vor, die sie sich zu Feinden auserkoren haben – Schiiten, Christen, Jesiden, Ausländer, deren sie habhaft werden können. Ein islamisches, natürlich sunnitisch geprägtes Kalifat wollen sie gründen, indem sie die von den Siegermächten des ersten Weltkrieges geschaffenen nationalen Grenzen ausradieren, um auf diese Weise einen allumfassenden islamischen Staat zu gründen.

    „Die Torheit der Regierenden“….http://www.journal21.ch/is-terror-und-verfehlte-irak-politik

    ———–
    Über den Krieg gegen die Organisation „Islamischer Staat“ u. Veränderungen in der globalen US-Strategie

    Von Ignacio Ramonet Übersetzung: Malte Daniljuk

    Am vergangenen 11. September – ein mehr als symbolisches Datum – richtete sich Präsident Barack Obama an die Nation, um seine neue Militärstrategie gegen den Islamischen Staat (IS) anzukündigen, der seiner Ansicht nach eine „Gefahr für den gesamten Mittleren Osten“ darstellt. Obama erklärte, dass die amerikanischen Streitkräfte den IS angreifen werden, „wo auch immer sie sich befinden“, Syrien inbegriffen.1

    Die neue Strategie besteht darin, „systematische“ Luftangriffe gegen die Dschihadisten2 zu fliegen, und die Zahl der in den Irak geschickten amerikanischen Militärspezialisten zu erhöhen, um die irakischen Truppen in Fragen von militärischer Ausbildung, bei den Nachrichtendiensten und mit technischer Ausrüstung zu unterstützen.

    Obama fügte hinzu, dass die US-Armee sich nicht an Bodenoffensiven gegen den IS beteiligen werde und dass Washington nicht die Absicht habe, den Kampf gegen die Dschihadisten „allein“ zu führen. „Der Einsatz amerikanischer Streitkräfte“, erklärte er, „könnte einen den Krieg entscheidenden Unterschied ausmachen. Aber wir können für die Iraker nicht das erledigen, was sie selbst tun müssen, genau so wenig, wie wir den Platz der arabischen Verbündeten einnehmen können, um die Sicherheit in ihrer Region zu gewährleisten.“

    Barack Obama, der im Jahr 2008 als Kritiker des Einmarsches in den Irak gewählt wurde, eines Kriegs, den sein Vorgänger George W. Bush im Jahr 2003 angeordnet hatte, sagte, er werde keine Bodentruppen zurück in dieses Land schicken. Und, in einem typischen Beispiel der Freudschen Verleugnung, erklärte er: „Als Oberbefehlshaber werde ich nicht zulassen, dass die Vereinigten Staaten erneut in einen Krieg im Irak verwickelt werden.“ Das würde bedeuten, dass ein dritter Irak-Krieg begonnen hat.

    Der zweite Golfkrieg, auch bekannt als „1. Irakkrieg“ [Anm.: korrigiert durch KN-Admin H.S.] von 1990 bis 1991, wurde von US-Präsident George Bush an der Spitze einer Koalition aus 34 Ländern angeführt, die, mit einem UN-Mandat versehen, einen Einmarsch der irakischen Truppen von Saddam Hussein in Kuwait beenden wollten. Er endete mit der Niederlage des Irak und dem Rückzug aus Kuwait.

    Den zweiten Irakkrieg von 2003 bis 2010 begann Präsident George W. Bush, der Sohn des oben genannten, in einer Atmosphäre der Paranoia, die auf die Angriffe des 11. September 2001 folgte, und er wurde unter dem falschen Vorwand angezettelt, dass Saddam Hussein über „Massenvernichtungswaffen“ verfüge. Diesen Krieg autorisierte die UN nicht. Die irakischen Streitkräfte wurden innerhalb weniger Wochen besiegt, aber ein Frieden wurde nie erreicht. Der Irak versank in einem Chaos aus Gewalt, aus dem es bis heute keinen Ausweg gibt.

    Wie auch schon die beiden vorhergehenden, und nach fast 25 Jahren der gewalttätigen Auseinandersetzungen, wird dieser neue Krieg seine Ziele nicht erreichen. Erstens, weil noch nie ein Krieg nur mit Luftangriffen entschieden wurde, und zweitens einfach weil die Ziele dieses Krieges völlig unklar sind.

    Worum geht es überhaupt?

    Darum den Islamischen Staat zu besiegen?

    Aber wenn man noch nicht einmal in der Lage war, Al-Qaida zu besiegen?

    Und verglichen damit stellt der IS eine noch radikalere und monströsere Kreatur dar… Geht es vielleicht darum, die Einheit des Irak zu erhalten?

    Aber warum startet man die aktuelle Offensive, damit dass die kurdischen „Peschmerga“ massiv bewaffnet werden, die öffentlich ihre Absicht bekannt geben, dass sie sich vom Irak trennen und die Unabhängigkeit eines irakischen Kurdistan ausrufen werden?
    https://amerika21.de/analyse/108288/der-dritte-irak-krieg

  9. Granado permalink
    16. Oktober 2014 10:28

    http://www.hintergrund.de/201410153285/soziales/reformen/gewerkschafter-als-geiselnehmer/drucken.html
    Gewerkschafter als Geiselnehmer?
    Bahnstreik: Forderungen nach einer Einschränkung des Streikrechts werden lauter –
    Von SEBASTIAN RANGE, 15. Oktober 2014 –
    …Immer deutlicher wird, worum es bei der von Medien und Politik betriebenen Kampagne gegen die GDL wirklich geht: Der Machtkampf zwischen den beiden Bahn-Gewerkschaften dient dabei nur als Vorwand für Pläne, das Streikrecht wesentlich einzuschränken und für manche Berufsgruppen völlig abzuschaffen…
    Das Zugpersonal werde von der Deutschen Bahn „absichtlich in den Streik getrieben“, wirft GDL-Chef Claus Weselsky dem Transportunternehmen vor. Die Lokführer sollten „die Begründung liefern“ für das Tarifeinheitsgesetz.* Die GDL bezichtigt die Bahn einer Blockadehaltung bei den gegenwärtigen Tarifverhandlungen. Die Deutsche Bahn beteuert zwar ihre Kompromissbereitschaft, das von ihr eingereichte Angebot läuft jedoch faktisch auf eine Kapitulation der Gewerkschaft hinaus. Die Bahn bietet – allerdings nur für die Lokführer – zwei Prozent mehr Lohn, wenn im Gegenzug der Tarifstreit ausgesetzt wird, bis das neue Gesetz die Tarifeinheit regelt…
    http://www.tagesspiegel.de/wirtschaft/drohender-streik-deutsche-bahn-macht-lokfuehrern-neues-angebot/v_print/10785300.html?p=
    02.10.2014 08:18 Uhr
    Drohender Streik: Deutsche Bahn macht Lokführern neues Angebot
    Der Tarifkonflikt bei der Bahn treibt einer weiteren Eskalationsstufe entgegen – da wendet sich der Konzern noch einmal mit einem neuen Angebot an die Lokführer. Doch die wichtigste Forderung scheint die Bahn nicht zu erfüllen.
    http://www.fr-online.de/wirtschaft/kommentar-deutsche-bahn-die-deutsche-bahn-trickst,1472780,28644798,view,printVersion.html
    Wirtschaft – 04.10.2014
    Kommentar Deutsche Bahn: Die Deutsche Bahn trickst
    Von Timot Szent-Ivanyi
    Die Deutsche Bahn macht der Gewerkschaft der Lokomotivführer ein Angebot, das die GDL auf jeden Fall ablehnen muss. Mit solchen Tricks können keine ernsthaften Tarifverhandlungen geführt werden. Ein Kommentar.

  10. Der Kapitalismus - TV arte sechteiligen Dokumentarfilmreihe permalink
    16. Oktober 2014 11:18

    Von der Entstehung der freien Marktwirtschaft über die aktuelle Marktlogik bis hin zum mißverstandenen Kommunismus Karl Marxs: In einer sechteiligen Dokumentarfilmreihe widmet sich Thema der Entstehung des Kapitalismus. Im Kontext der Finanzkrise betrachtet die Dokumentarfilmreihe die Theorien sechs bekannter Wirtschaftswissenschaftler aus einer neuen Perspektive. Wie wurden Schlüsselpassagen aus Adam Smith’s Bestseller “Wohlstand der Nationen” aus ihrem Kontext gerissen und für politische Zwecke benutzt? Wurde mit Marx nicht auch seine einzigartig prägnante Analyse des damaligen Kapitalismus eingemottet? Und dient inzwischen die Gesellschaft der Wirtschaft und nicht mehr die Wirtschaft der Gesellschaft? So vertreten die meisten Volkswirte und einige Historiker die Meinung, dass die freie Marktwirtschaft nach heutigem Muster erstmals von Adam Smith in seinem Buch „Wohlstand der Nationen“ geschildert wurde und sich in der Zeit der industriellen Revolution herausbildete.Diese Dokumentation wirft diese konventionelle Sichtweise über Bord und lädt ein zu einer Weltreise durch eine 500-jährige Geschichte voller Überraschungen. Die Recherchen führen zu einem chinesischen Admiral, zu Festungen in Ghana, in denen die Sklaven gefangen gehalten wurden, bis über den Atlantik zu den Goldminen der Neuen Welt. Hier liegen die tatsächlichen Ursprünge unseres heutigen Wirtschaftssystems: Die Entdeckung Amerikas brachte eine tiefgreifende globale Veränderung und grundlegende Verwerfungen des sozialen Gefüges mit sich.
    Adam Smith Bestseller „Wohlstand der Nationen“ erschien im Jahr 1776 und wird regelmäßig neu aufgelegt. Für viele gilt er als Bibel eines neuen Wirtschaftssystems. In der aktuellen Folge wird anhand konkreter Beispiele dargelegt, wie Schlüsselpassagen des Buches aus ihrem Kontext gerissen und für politische Zwecke benutzt werden. In dem Bestreben, das Werk zum ökonomischen Testament zu erheben, wurden die sozialpolitischen Überlegungen von Adam Smith einfach außer Acht gelassen.

    “Von Managern und Menschen – Teil 1” – Dienstag, 7. Oktober um 20.15 Uhr
    “Von Managern und Menschen – Teil 2” – Dienstag, 7. Oktober um 21.30 Uhr
    “Tauschen und Teilen – mehr als nur ein Trend?“ – Dienstag, 14. Oktober um 22.10 Uhr
    “Mexiko: Die Macht der Kartelle“ – Dienstag, 21. Oktober um 20.15 Uhr
    “Wachstum, was nun?” – Dienstag, 4. November um 20.15 Uhr

    1. Folge /14.10.14, 20.50 Uhr: Adam Smith und der freie Markt –
    2. Folge /14.10., 21.10 Uhr Adam Smith und der Wohlstand der Nationen
    3. Folge /21.10., 21.55 Uhr: David Ricardo und Thomas Malthus,
    4. Folge /21.10., 22.50 Uhr: Und wenn Karl Marx doch Recht gehabt hätte?
    5. Folge /28.10., 22.15 Uhr: Keynes versus Hayek, ein Scheingefecht?
    6. Folge /28.10., 23.05 Uhr: Karl Polanyi, Wirtschaft als Teil des menschlichen Kulturschaffens –

    Quelle 1: arte – der Kapitalismus – http://info.arte.tv/de/der-kapitalismus
    Quelle 2: arte – der Kapitalismus – Doku-Reihe – http://info.arte.tv/de/der-kapitalismus-doku-reihe

  11. Syrien-Protokolle: Von der gesamten Menschheit enttäuscht // EU-Länder finanzieren ISIS durch Ölimport permalink
    16. Oktober 2014 11:21

    Syrien-Protokolle: Von der gesamten Menschheit enttäuscht
    Seit die USA den IS in Syrien bekämpfen, ist das Bürgerkriegsland wieder in den Fokus gerückt. Was denken Syrer über die Luftangriffe? Und wie sieht ihr Leben jenseits der IS-Bedrohung aus? Vier Syrer erzählen.
    Quelle: SZ – http://www.sueddeutsche.de/politik/syrien-protokolle-ich-bin-von-der-gesamten-menschheit-enttaeuscht-1.2161153


    EU-Länder finanzieren ISIS durch Ölimport
    Der Westen kämpft gegen ISIS – macht aber gleichzeitig mit ihm Geschäfte. Das Öl der Terror-Miliz wird meist zu niedrigeren Preisen verkauft.
    Geld von europäischen Staaten für ISIS? Jana Hybášková (49), die Botschafterin der EU im Irak, ließ jetzt nach einem Treffen des EU-Ausschusses für Auswärtige Angelegenheiten die Bombe platzen: Mehrere Mitgliedsstaaten der EU kaufen Öl von ISIS und finanzieren dadurch die islamistische Terrorgruppe…
    Die Zwischenhändler auf dem Schwarzmarkt gehen mit dem ISIS-Öl ein hohes Risiko ein. Über diese Zwischenhändler gelangt das Öl dann zumeist in die Türkei und von dort offenbar in EU-Staaten – auch wenn Hybášková diese Länder nicht beim Namen nennen wollte. Der türkische Energieminister Taner Yildiz (52) hatte bisher stets abgestritten, dass sein Land Öl aus von ISIS kontrollierten Quellen weiterverkaufe.
    Die Gewinne aus dem verkauften Öl belaufen sich für ISIS an manchen Tagen auf bis zu eine Million Euro. Mit dem Geld bezahlt die Terrormiliz ihre Kämpfer, kauft Waffen und finanziert so ihren Feldzug im Irak und Syrien.
    Quelle: BZ – http://www.bz-berlin.de/welt/eu-laender-finanzieren-isis-durch-oelimport-2

  12. Zweifelhafte Arbeitsbedingungen bei Primark permalink
    16. Oktober 2014 22:36

    Zweifelhafte Arbeitsbedingungen bei Primark

    Hosen für acht Euro und T-Shirts für 2,50 Euro – damit erobert die irische Modekette Primark gerade den deutschen Markt. Aber wie geht der Konzern mit den Mitarbeitern um?

    http://mediathek.daserste.de/Plusminus/Zweifelhafte-Arbeitsbedingungen-bei-Prim/Das-Erste/Video?documentId=24114444&topRessort=tv&bcastId=432744

  13. Der Westen bekämpft den islamistischen Terrorismus. Warum nicht den eigenen? permalink
    17. Oktober 2014 10:35

    Jakob Augstein: Wir Terroristen
    Der Westen bekämpft den islamistischen Terrorismus. Warum nicht den eigenen? Die Zahl der Menschen, die uns zum Opfer fallen, ist viel höher. Alle zehn Sekunden verhungert ein Kind. Es ist unsere Schuld.
    2100 Kalorien, 805 Millionen, zwölf Milliarden, zehn Sekunden: Im Westen begegnen wir dem Hunger als Zahlen: So viel braucht ein Mensch zum Leben, so viele Menschen haben zu wenig zu essen, so viele Menschen könnte die Erde heute ernähren – und so lange dauert es, bis wieder ein Kind unter fünf Jahren an Hunger stirbt. Drei Millionen jedes Jahr. Das ist die Statistik der Welthungerhilfe, veröffentlicht Anfang der Woche. Aber die Wahrheit liegt hinter den Zahlen. “Hunger ist kein stiller Tod, kein langsames Verlöschen. Das Ende ist grausam, die Agonie ist schrecklich”, sagt Jean Ziegler, der alte Kämpfer, der ein halbes Leben dem Engagement gegen den Hunger und seine Schuldigen gewidmet hat. Die Schuldigen – das sind wir.
    Quelle: Spiegel Online – http://www.spiegel.de/politik/deutschland/jakob-augstein-kolumne-hunger-gehoert-bekaempft-a-997476.html

  14. Anonymous permalink
    17. Oktober 2014 10:45

    Die Anarchistische Gruppe Krefeld (AGKR), Mitglied der Anarchistischen Föderation Rhein/Ruhr (AFRR) hat die Eröffnung eines PRIMARK in Krefeld kritisch begleitet (die Erföffnung zu verhindern war in anbetracht der Kräfteverhältnisse (noch) nicht möglich).

    Eine ausfürhrliche Dokumentation inkl. zahlreicher Presseartikel findet ihr auf der Seite der AGKR: http://agkrefeld.blogsport.de/

  15. Women, Resistance and the Kurdish Questions in 21st Century permalink
    17. Oktober 2014 13:17

    Speaker: Dilar Dirik from University of Cambridge on the occasion commemorating International Women’s Day. (Chair/Moderator: Dr Dibyesh Anand).

    Dilar Dirik blog: http://dilar91.blogspot.de/

    ————–

    https://twitter.com/hashtag/kurden?src=hash

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s

%d Bloggern gefällt das: