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„Hier erhöhen, da erhöhen….“

8. Oktober 2014

Einen interessanten Einblick in das Denken und Handeln kapitalistischer Unternehmer und Millionäre gibt der Vortrag des österreichischen Milionärs und Immobilienhändlers Gerald Hörhan. Unter dem Titel „Investment Punk – Warum ihr schuftet und wir reich werden“ hielt er vor dem Wirtschaftskurs der Hochschule Fulda einen Vortrag. Zwar ist seine Aussprache nicht besonders gut für das zuhören geeignet, doch wer sich durch die über 2 Stunden quält, wird einiges von dem bestätigt finden, was Antikapitalisten seit jeher über das Gesindel sagen. Hörhan, der an der Harvard University studierte und danach u.a. für JPMorgan Chase sowie als Unternehmensberater für McKinsey & Company tätig war, nimmt kaum ein Blatt vor den Mund. Er analysiert zutreffend, dass die Mehrheit der Menschen in Hamsterrädern gefangen ist und darin ohne Unterbrechung ein ganzes Leben läuft. Seine Schlussfolgerung daraus ist allerdings nicht, dass diese Hamsterräder abgeschafft werden müssen um allen Menschen ein freies, selbstbestimmtes Leben zu ermöglichen, nein, es gehe darum „die Hamsterräder zu besitzen“.

Schließlich möchte er „langfristig am gedeckten Tisch bleiben“. Er ist ein wunderbares Beispiel einer „personalisierten Kapitalismuskritik“. Sein Lieblingstag ist übrigens der Monatserste (der „Jack Pott“), denn dann geht er durch die Kontoauszüge und freut sich über die Mieteinnahmen. „Hier erhöhen, da erhöhen“ sind dann seine Gedanken dabei. Seine eigenen Mietverträge würde er allerdings nicht unterzeichen, denn „die sind zu teuer. Das könnte ich mir nicht leisten“. Die Wirtschaftsstudenten- und studentinnen in Fulda klatschten dann auch Artig am Ende seiner Ausführungen. Zum klatschen fühlen sich allerdings auch diejenigen, die von Gestalten wie Höhran ausgebeutet werden. Ihr klatschen wird aber kein Beifall sein.

„Wird der Kapitalismus abgeschafft, dann ist auch das Parasitentum zu Ende“
(Worte des unbekannten Proletariers)

(Mit Dank für den Hinweis an den Genossen)

Und weil es einfach sein muss:

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