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Augenzeugenbericht aus Hamburg: Salafisten und IS-Unterstützer provozieren und attackieren Kurden

8. Oktober 2014
Salafisten in Hamburg

Salafisten und IS-Unterstützer gestern Abend in Hamburg

Am gestrigen Abend, 07.10.2014, kam es in Sankt Georg zu massiven Auseinandersetzungen zwischen Unterstützer_innen der kurdischen Kämpfe in Kobane und gewalttätigen Salafisten und IS-Unterstützern. Dieser Bericht soll einen kleinen Überblick über den Abend geben.

Ca 40 Salafisten und IS-Unterstützer trafen sich am Abend vor einem kurdischen Zentrum am Steindamm in Sankt Georg. Nach kurzer Zeit wurden diese von Unterstützer_innen des kurdischen Zentrums abgedrängt, ab diesem Zeitpunkt war die Polizei ebenfalls vor Ort. Die Salafisten und IS-Unterstützer zogen sich daraufhin in eine nahegelegene Moschee am „Kleinen Pulverteich“ zurück. In Folge dieser Auseinandersetzung sperrte die Polizei den Zugang in Richtung Moschee.

Die Situation eskalierte nun an verschiedenen Orten im Stadtteil Sankt Georg, immer wieder versuchten Gruppen an die Salafisten heranzukommen. Die Gewaltbereitschaft, grade der Salafisten, war sehr hoch. Vor der Moschee wurde sich immer wieder vermummt. Die Polizei war von Anfang an mit der Situation massiv überfordert und reagierte in fast allen Situationen panisch. Laut anderen Anwesenden wurde daraufhin in der salafistischen Szene in ganz Norddeutschland mobilisiert, sodass gegen 22:35 weitere IS-Sympathisanten am Berliner Tor eintrafen.

In Folge dessen kam es zu gewalttätigen Aufeinandertreffen in Sankt Georg. Hierbei kamen auch Messer, Macheten, Teleskopschlagstöcke, armgroße Maulschlüssel und Fleischspieße zum Einsatz. Gegenseitiger Steinbewurf war oft zu beobachten. Laut dem Nachrichtenportal „Hamburg Mittendrin“ handelte es sich bei den in die Moschee geflüchteten Menschen nicht um Menschen aus der Moschee und diese versuchte sie aus ihrem Gebäude zu schicken. Der Schura (Rat der islamischen Gemeinden in Hamburg) übernahm hierbei die Vermittlung zwischen Salfisten, Polizei und Moscheeangehörigen.

Gegen 23:30 sammelten sich über 100 weitere Salafisten und IS-Unterstützer zwischen Berliner Tor und dem ZOB und zogen bewaffnet mit Teleskopschlagstöcken, Macheten und Knüppeln/Holzlatten in Richtung des kurdischen Zentrums. Diese wurden von der Polizei mit Hilfe von inzwischen eingetroffenen Wasserwerfern verstreut und teilweise festgesetzt. Nach dieser Auseinandersetzung räumte die Polizei mit einem Großaufgebot den Steindamm in Höhe des kurdischen Zentrums um die verbliebenen Salafisten wegbringen zu können. Diese konnten in Kleingruppen von dannen ziehen, wurden teilweise noch mit Steinen beworfen.

Jedem_Jeder der_die sich in diese (wirklich wichtige) Auseinandersetzung begibt, sollte bewusst sein in welchen Situationen er_sie sich wiederfinden kann.

Bewaffnete Salafisten, die ohne Vorwarnung brutal angreifen,

panisch überforderte Polizei, die in Angstsituationen noch willkürlicher reagiert als sonst schon,

undurchsichtige Situationen, da aufgrund der Sprachbarriere oft nicht einschätzbar ist in welcher Gesellschaft sich grade befunden wird.

Haltet die Augen auf, passt auf euch auf!

Seid solidarisch mit den kurdischen Kämpfen in Kobane und anderswo, aber seid euch bewusst, dass gewaltbereiten Salafisten alles zuzutrauen ist!

Hoch lebe der Widerstand in Rojava, Singal und Kobanê!

Quelle: Linksunten

6 Kommentare leave one →
  1. RT Video permalink
    8. Oktober 2014 15:24

  2. spon: Das Netz der deutschen Islamisten permalink
    8. Oktober 2014 17:44

    Straßenschlachten in Norddeutschland, junge Männer auf dem Weg in den Dschihad: Die Islamistenszene in der Bundesrepublik ist in Aufruhr. Unsere Datenanalyse zeigt, wie systematisch sich die radikale Untergrund-Szene vernetzt – und in welchen Regionen sie am stärksten ist.
    (…)
    Quelle: Spiegel-Online: http://www.spiegel.de/politik/deutschland/islamisten-daten-analyse-zum-netzwerk-in-deutschland-a-995153.html

    Krawalle in Hamburg: Wie kam es zu der Gewalt?
    http://www.spiegel.de/politik/deutschland/demonstration-gegen-is-gewalt-zwischen-kurden-und-salafisten-a-995972.html

  3. Absage an Gewalt in Hamburg permalink
    10. Oktober 2014 08:55

    Absage an Gewalt in Hamburg
    Birgit Gärtner 10.10.2014
    Schon einen Tag nach dem gewaltsamen Angriff junger radikaler Muslime auf Kurden wurde ein runder Tisch einberufen – Sollte das PKK-Verbot aufgehoben werden?
    Am vergangenen Dienstagabend kam es im Hamburger Stadtteil St. Georg zu einer Straßenschlacht (Hamburg: Salafisten griffen kurdische Demonstranten an): radikal islamische Jugendliche griffen Kurdinnen und Kurden an, die von einer Solidaritätskundgebung mit der bedrohten syrisch-kurdischen Stadt Kobanê am Hauptbahnhof auf dem Weg zu einem Kulturverein am Steindamm waren. Der Konflikt weitete sich rasend schnell aus, noch bevor die Polizei eingreifen konnte, standen sich 400 Salafisten und 400 zu ihrer Verteidigung entschlossenen Kurdinnen und Kurden gegenüber. 24 Personen wurden dabei z. T. schwer verletzt.

    Quelle: http://www.heise.de/tp/artikel/43/43012/1.html

    Nach Bildern zu urteilen, die ich im TV gesehen hab,
    ist es allerdings ein eklatantes Versagen der Polizei, die nicht die Personalien der Islamisten aufgenommen hat, bzw. in Haft genommen hat, nach schwersten Körperverletzungen.

  4. Haymatlos Nr. 14, FSK, zum nachhören: über Kobane und den Angriff auf den kurdischen Verein in Hamburg permalink
    23. Oktober 2014 15:01

    Freies Sender Kombinat – FSK (Hamburg) http://www.fsk-hh.org/

    1. Teil Kobane, Rojava (Hauptteil)
    AnhörenDownload: http://www.freie-radios.net/mp3/20141018-haymatlosnr-66756.mp3
    Haymatlos Nr. 14, 39:23 min
    Über Kobane, Rojava und den Angriff auf den deutsch-kurdischen Verein von ISIS-Sympathisanten in Hamburg

    2. Teil Angriff auf den kurdischen Verein in Hamburg, 51:29 min
    Anhören: http://www.freie-radios.net/mp3/20141018-haymatlosnr-66758.mp3

    https://www.facebook.com/fsk930

    http://www.freie-radios.net/66756

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