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Demo: „Anarchismus – Selbstbestimmt. Herrschaftsfrei. Erreichbar.“

27. September 2014

aVerehrte Menschen des guten Geschmacks, die Anarchistisch Syndikalistische Jugend Bonn ruft dazu auf, am 11. Oktober 2014 um 14 Uhr unter dem Motto „Anarchismus – Selbstbestimmt. Herrschaftsfrei. Erreichbar.“ auf die Straße zu gehen. Wir starten um 14:00 Uhr am Kaiserplatz in Bonn und möchten mit einer Kundgebung um 16:00 Uhr am Frankenbadplatz abschließen.

Mit dieser Demonstration möchten wir auf die Idee des Anarchismus aufmerksam machen und für ihn werben. Entgegen der geläufigen Meinung sind wir keine „Truppe von gewaltbereiten Chaoten“, sondern eine Gruppe von engagierten Menschen, die für eine andere Welt eintreten. Mit unserer Demonstration möchten wir Menschen außerhalb unserer Zusammenhänge erreichen. Um dem landläufigem Vorurteil entgegenzutreten bitten wir euch, möglichst vornehm gekleidet in Abendkleidern oder Anzügen zu erscheinen. Wer gar keine bonzigen Kleider zu Verfügung hat, ist natürlich auch herzlich eingeladen unserem Aufruf zu folgen. Wie innerhalb der Szene wohl hinreichend bekannt sein dürfte, treten wir für ein solidarisches Miteinander ein, in dem Menschen frei von Diskriminierung leben können. Jede*r soll sich der Unterstützung und Solidarität der Gemeinschaft sicher sein, Grundlage für unser Zusammenleben ist der gegenseitige Respekt. Unter diesen Voraussetzungen ist es möglich, ein herrschafts- und hierarchiefreies Leben zu gestalten. Und das ohne kapitalistische Kackscheiße.

Herrschaftsfrei bedeutet für uns, dass wir keine Macht und Befugnisse an Personen delegieren wollen, die dann für die Gemeinschaft Entscheidungen treffen. Entscheidungen werden nicht nach bloßem Mehrheitsprinzip gefällt, eine Konsenskultur ist das Ziel. Das Alles soll keine reine Träumerei und eine unerreichbare Utopie sein. Wir halten unsere Ziele für langfristig erreichbar. Auf dem Weg dorthin ist ein langer Atem notwendig, denn eine Welt muss umgestürzt werden ohne die eigenen Ideale und Werte mit Füßen zu treten. Leider können wir uns auf kein „Ende der Geschichte“ verlassen, sondern müssen selbst an einer Welt wie wir sie gerne hätten, arbeiten.

Es gibt jedoch in der Gesellschaft Tendenzen, die unseren Vorstellungen von einem freien Leben in Würde widersprechen. Daher setzen wir uns entschlossen gegen Antisemitismus, Antiziganismus, Rassismus, Sexismus, und andere menschenfeindliche Ideologien ein. Der Weg zur „befreiten Gesellschaft“ kann nicht über eine Diktatur führen, Machtpositionen neigen dazu, in erster Linie für ihre Selbsterhaltung zu sorgen.

Die von uns geforderte Solidarität soll bei möglichst vielen Menschen Mut schaffen, für sich und für andere einzutreten. Unterstützung untereinander und Menschen außer unserer „linken Zusammenhänge“ schafft eine Form des Zusammenlebens ohne Existenzangst und ein aus Konkurrenz resultierendem Hass.

Und deshalb: Raus auf die Straße, rein ins schöne Leben!
11. Oktober 2014, 14:00 Uhr, Bonn Kaiserplatz

Gefunden auf Linksunten.Indymedia

3 Kommentare leave one →
  1. Konstruktive Kritik permalink
    29. September 2014 09:18

    1. Anarchismus und Anarcho-Syndikalismus: Die aSj macht eine Demo, auf der sie „auf die Idee des Anarchismus aufmerksam machen und für ihn werben“ will. Warum nicht auf den (Anarcho-)Syndikalismus? Zum einen vermute ich, dass sich mehr Leute vom S als vom A angesprochen fühlen, weil S realitätsnaher ist und sich einfacher mit dem Alltag der Menschen verbinden lässt. A ist erstmal nur eine abstrakte Idee, und außerdem sehr negativ behaftet. Zum anderen – warum diese Entwicklung des A verschweigen? Historisch und praktisch betrachtet ist der AS eine Weiterentwicklung des A. Nur A zu wollen bedeutet also in etwa so viel wie die Wäsche mit der Hand zu waschen, anstatt die längst erfundene Waschmaschine zu benutzen. Es gibt natürlich unzählige Anarchistische Gruppen, bei denen dies kritisiert werden kann. Aber man sollte doch meinen, dass die Leute einer ASJ dies eigentlich durchschaut haben und sich deshalb ASJ und nicht AJ nennt, oder etwa nicht?
    2. Wie lassen sich Leute überzeugen? Ich habe schon angesprochen, dass sich mit S vermutlich mehr Leute abholen lassen als mit A, unter anderem weil A negativ behaftet ist. Das Ziel der Demo soll sein, dies zu ändern. Wenn ich aber schon überzeugt bin, dass eine Idee schlecht und nicht umsetzbar ist, dann überzeugen mich doch nicht ein paar Dutzend Menschen im Abendkleid mit Transparenten vom Gegenteil! Eine Veränderung meiner Weltanschauung, die mir jahrelang eingetrichtert wurde, geht sehr langsam vonstatten und kann nur im zwischenmenschlichen Kontakt geschehen. ZB ein Stand mit Infos und Kuchen, um mit den Leuten ins Gespräch zu kommen, wäre schon einmal attraktiver und persönlicher (nur eine Idee). Warum immer diese Demos?!
    3. Mal was anderes anziehen: Klar nervt die schwarze Uniform! Und mal zu reflektieren, dass sie abschreckend wirkt, finde ich einen sehr guten Ansatz. Aber die Demo ist doch mit „selbstbestimmt“ und „herrschaftsfrei“ betitelt – warum dann nicht auch danach handeln? Es geht nicht ums richtige Leben im falschen, sondern darum, dass sich die „anarchistischen Prinzipien“ bereits in den kleinsten Dingen umsetzen lassen, zB Kleidung. Ich will selbstbestimmt leben, dann kleide ich mich so, wie ich es will, weil ich so bin. Ich kaufe es niemandem ab, dass seine Kleidung seiner Persönlichkeit entspricht, wenn diese die Uniform der Szene / des Militärs / der Polizei / der Wall Street ist. Und das ganze dann einfach ins Gegenteil zu kehren, um sich mal anders darzustellen, kann genauso nicht der Persönlichkeit entsprechen. „Wer gar keine bonzigen Kleider zu Verfügung hat … “ demonstriert dies aufs Beste. Warum etwas anziehen, das man selbst ablehnt? Stellt euch vor, die Broker und Banker wollten ihr Image aufpolieren und zeigen, dass sie keine langweiligen, herzlosen Roboter sind, und verkleideten sich einen Tag lang alle als Skinheads, und meinten dies vollkommen ernst!
    Wer wirklich von dem überzeugt ist, was er tut und dementsprechend eine eigene Persönlichkeit hat, der trägt Jogginghosen, Iro, Anzug, Highheels, gar nichts, ohne es in der Öffentlichkeit thematisieren zu müssen.

  2. Die 3 ... permalink
    30. September 2014 22:38

    Werbekacke. Nachäffen. Bescheuert.

    • Spieglein, Spieglein ... permalink
      1. Oktober 2014 19:57

      Spießig. Vegan. Lifestyle.

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