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Gaza, Ukraine: USA bereiten urbane Kriegführung vor

15. August 2014
asow2

Neonazis: Verbündete und Hilfskräfte von Regierung und herrschender Klasse. Hier das „Asow-Bataillon“ in der Ukraine.

Von Bill Van Auken

Mehr als einen Monat lang hat die Welt mit Entsetzen zugeschaut, wie das israelische Militär mit Bomben, Raketen und Granaten auf den dicht besiedelten, verarmten Gazastreifen eingeschlagen hat. Zehntausende Soldaten wurden gegen eine Bevölkerung geschickt, die in der Falle saß. Diesem unablässigen Angriff sind fast zweitausend Menschen zum Opfer gefallen, über Zehntausend wurden verwundet und fast eine halbe Million wurden durch die massive Zerstörung von Wohnungen und Infrastruktur obdachlos.

Ähnliche Gräueltaten finden in der Ostukraine statt, auch wenn die Medien ihnen viel weniger Aufmerksamkeit schenken. Das Marionettenregime der USA in Kiew hat sein Militär zusammen mit autonomen faschistischen Milizen losgeschickt, um die Großstädte Lugansk und Donetzk mit großer Brutalität zu belagern. In diesen Städten hat sich die Zahl der Todesopfer in den letzten beiden Wochen verdoppelt. Die äußerst zurückhaltenden Schätzungen der Vereinten Nationen gaben die Zahl am Mittwoch mit 2.086 Toten und mindestens 5.000 Verwundeten an.

Auch hier wurden Hunderttausende gezwungen, ihre Häuser und Wohnungen zu verlassen. Was die rechten Kiewer Nationalisten anrichten, fügt sich immer deutlicher zu einem Bild bewusster ethnischer Säuberung zusammen. Wie in Gaza wurden auch hier Krankenhäuser und Schulen beschossen und Patienten und Kinder getötet.

Bilder aus Gaza und der Ukraine von leblosen und verstümmelten Kinderleichen, von weinenden alten Frauen und Männern vor den Ruinen ihrer Häuser und Wohnblocks und von unschuldigen Menschen, die auf der Flucht aus ihren Häusern oder auf der Suche nach Nahrung oder Wasser für ihre Familien von Granatsplittern niedergestreckt werden, erfüllen Arbeiter in aller Welt mit Entsetzen.

An anderer Stelle werden diese Ereignisse allerdings emotionslos und mit professionellem Interesse genau beobachtet.

So zum Beispiel in den Büros hoher Politiker und Militärs in Berlin und anderen europäischen Hauptstädten, die die „Antiterrorkampagne“ des Kiewer Regimes gegen die Bevölkerung der Ostukraine unterstützen.

Die Regierungen Europas bewahren auch jetzt noch Schweigen, nachdem die Medien zugeben mussten, dass es rechtsradikale und neofaschistische Milizen sind, die in diesem Krieg zur Unterdrückung der Bevölkerung fast die gesamte Bodenoffensive führen. So zum Beispiel das Asow-Bataillon, das, wie die Londoner Sunday Times berichtet, „in seinem Wappen die Wolfsangel trägt, die schon die Sturmtruppen der Nazis verwandten, und die heute in Deutschland verboten ist“.

Diese faschistischen Milizen geben selbst zu, dass sie Neonazis anziehen und dass sich unter ihnen Anhänger von Herrenrassen-Theorien aus mehreren europäischen Ländern (Schweden, Italien, Frankreich, Kanada, Griechenland) befinden.

Einerseits wird ein großes Gezeter über die angebliche Gefahr europäischer Islamisten erhoben, die nach Syrien gehen, um dort zu kämpfen, und dann nach Europa zurückkommen; andererseits hört man nichts über jene, die in der Ostukraine Kampferfahrung sammeln. Angesichts wachsender sozialer Spannungen in Europa haben gewisse Schichten der herrschenden europäischen Elite den Eindruck gewonnen, dass kampferfahrene faschistische Schläger sich in nicht allzu ferner Zukunft als nützlich erweisen könnten.

Am genauesten beobachtet die Ereignisse in Gaza und der Ukraine allerdings das Pentagon, das in beiden Kriegen bis über die Ellenbogen mit Blut besudelt ist. Das amerikanische Militär unterhält die engsten Beziehungen zur israelischen Armee, und die Regierung in Washington finanziert sie jedes Jahr mit drei Milliarden Dollar.

Das Pentagon beantragte kürzlich beim Kongress weitere neunzehn Millionen Dollar, um die Einheiten der Nationalgarde der Ukraine auszubilden und auszurüsten, und zwar zusätzlich zu den schon bewilligten 23 Millionen Dollar. Inmitten der „Antiterroroffensive“ im Osten des Landes schickte das US-Militär eiligst ein Team von Spezialisten für „Strategie und Politik“ nach Kiew, um diese blutige Kampagne zu analysieren. Beide Konflikte bieten lebendiges Anschauungsmaterial für die Vorbereitung amerikanischer Truppen auf die Kriegsführung in den Städten, ein Szenarium, das für das Pentagon immer höhere Priorität erlangt.

Für Israel ist das nichts Neues. 2001 bauten die USA der israelischen Armee für 266 Millionen Dollar in der Negev-Wüste ein Ausbildungszentrum für urbane Kriegsführung. Die neunzehn km2 große künstliche Stadt wird für gemeinsame Übungen israelischer und amerikanischer Sondereinheiten genutzt. Sie tauschen sich in den Techniken aus, die sie jeweils in Gaza, auf der Westbank und im Libanon bzw. in Afghanistan und im Irak erworben haben.

An dem Phänomen, das in Donezk und Lugansk zu beobachten ist, ist das Pentagon noch brennender interessiert: die umfassende Belagerung einer modernen Stadt und eines industriellen Arbeiterklassezentrums mit über einer Million Einwohner.

Kampfhandlungen in großen Städten nehmen einen zentralen Platz in der Militärdoktrin ein, die von der US-Armee entwickelt wird. Das ergibt sich aus einem Dokument mit dem Titel „Riesenstädte und die Armee der Vereinigten Staaten: Vorbereitung auf eine komplexe und unsichere Zukunft“ (Megacities and the United States Army: Preparing for a complex and uncertain future), das im Juni von der Strategic Studies Group der Armee veröffentlicht, und das ihr Generalstabschef, General Raymond Odierno, abgesegnet hat.

Der Bericht erwartet, dass „Mega-Städte [Metropolen mit über zehn Millionen Einwohnern] sehr wahrscheinlich in künftigen Krisen das strategische Schlüsselterrain sein werden, in denen ein Eingreifen des amerikanischen Militärs erforderlich sein wird“. Der Bericht enthüllt, dass das Pentagon bereits „Fallstudien“ erstellt und „vorbereitende Arbeiten“ für solche Interventionen in Dhaka (Bangladesch), Lagos (Nigeria), Bangkok (Thailand), Mexico City (Mexiko), Rio de Janeiro und Sao Paulo (Brasilien) … und in New York City geleistet hat.

Der Bericht beschreibt die Bedingungen, die eine amerikanische Intervention notwendig machen könnten, und warnt: „In dem Maße, wie die Ungleichheit zwischen Arm und Reich zunimmt, werden Stagnation und beispiellose Entwicklung nebeneinander existieren, weil Slums und Shanty Towns sich schnell neben modernen Hochhäusern ausbreiten werden. Das ist die städtische Zukunft.“ “Radikale Einkommensungleichheit” wird in diesen ausufernden Metropolen als die stärkste „Triebkraft für Instabilität” bezeichnet.

Mit anderen Worten, die Pentagon-Spitze bereitet das amerikanische Militär direkt auf konterrevolutionäre Interventionen zur Unterdrückung von Revolten vor, die sie als unvermeidliche Folge der beispiellosen sozialen Ungleichheit, die der Weltkapitalismus in der Krise schafft, erwartet. Dass auch New York City in seine “Fallstudien” aufgenommen wurde, macht ausdrücklich klar, dass sich diese Vorbereitungen nicht nur gegen revolutionäre Entwicklungen in Afrika, Asien oder Lateinamerika richten, sondern vor allem auch in den Vereinigten Staaten selbst.

Dieses Ziel, das US-Militär auf die Unterdrückung einer Volksrevolte in den USA vorzubereiten, war auch der Hintergrund mehrerer provokativer Übungen in „städtischer Kriegsführung“, die in den letzten Jahren in großen amerikanischen Städten stattfanden. Außerdem wurde Anfang des Jahres in Virginia ein Ausbildungszentrum für eine Kampfgruppe für asymmetrische Kriegsführung der Armee eröffnet, das aus einer nachgebauten amerikanischen Stadt mit Bürogebäuden, einer Kirche, einem Sportstadion, einem U-Bahneingang und einem Bahnhof besteht. Die Armee teilte mit, dass das 96-Millionen Dollar Zentrum darauf ausgelegt ist, „komplexe Operationsumgebungen realistisch nachzustellen und Lösungen zu entwickeln.

Die Vorbereitungen des Pentagon gehen Hand in Hand mit der Militarisierung der zivilen Polizeikräfte. Diese sind inzwischen beinahe flächendeckend mit SWAT-Teams verstärkt, die bis an die Zähne bewaffnet und für moderne Kriegsführung gerüstet sind. Solche Gruppen werden z.B. gegen die Bewohner in St. Louis eingesetzt, die gegen den Polizeimord an Michael Brown protestieren.

Das Töten in Gaza und in der Ukraine ist eine Warnung an die Arbeiterklasse in den USA und weltweit. Die Finanz- und Wirtschaftsoligarchie, die diese Kriege unterstützt, ist bereit, die gleiche mörderische Gewalt zur Verteidigung ihres Systems gegen eine revolutionäre Herausforderung durch die Arbeiterklasse einzusetzen.

Es ist klar, dass die herrschenden Klassen und ihre militärischen Kommandeure sich auf eine solche Eventualität vorbereiten. Genauso muss sich die Arbeiterklasse vorbereiten.

Quelle: WSWS

13 Kommentare leave one →
  1. Die freie Arbeiterstimme permalink
    15. August 2014 22:22

    Die freie Arbeiterstimme

  2. neulich in der Bahn permalink
    16. August 2014 07:53

    habe ich einen jungen Kerl gesehen, ich denke er war, seines Milchgesichts nach zu urteilen, Student, und hat einem Mädchen in seinem Alter, sie war wahrscheinlich auch Studentin, auch über beide Themen hier (Gaza und Ukraine) berichtet und sehr standhaft behauptet, es sei ja ein Unding, Israel wegen der Vergangenheit einiger seiner Bewohner nicht kritisieren zu dürfen. Er trennte klar Staat und Bevölkerung, Geschichte und Moderne, was ich sehr gut für einen Studenten fand.

    Ich habe mich deshalb darüber gefreut, weil es unsere antideutschen und auch anarchistischen Demagogen nicht geschafft haben, die Meinung der Menschen wie eine marxistische Orthodoxie in eine Uniformität zu pressen.
    Die antideutsche Gerhinerweichung hat also nicht alle ergriffen.

    Überhaupt habe ich das Gefühl, dass die antideutsche Krankheit langsam abstirbt, denn manche ihrer Vertreter – nicht ihrer Protagonisten, die sind sowie fertig und am Ende – ziehen den Schwanz ein nischen winselnd woanders ein: in anarchistischen / autonomen Gruppen, klar sie sind ja „anti“national und da Anarchisten heute nichts weiter sind, als Schlagwörter skandierende Politiker können „Überschneidungen“ schnell zu Stande kommen, „man will ja das Gleiche“ usw. Die meisten jedoch gehen zu sog. „Ideologiekritischen“ über, haha das ich nicht lache. Was für ein Gekrieche, aber man kennt es von marxistischen Nationalisten nicht anders.

    Also jedenfalls ist es von großer Bedeutung immer jene Meinungen zu unterstützen,wie es syndikalismus.blog macht, die fern ab dieser orthodoxen Unterwürfigkeit stehen und besonders gut, wenn damit die Intellektuellen nicht bestätigt werden.
    Die sind ja sowieso die an Ethik und Lebenserfahrung ärmste Schicht in Deutschland und müssen in ihrem Vorhaben gebremst werden, sich immer wieder den Diskursen zu bemächtigen und a) diese in den Vordergrund zu stellen, statt perspektivischen Handelns und b) ihre abstrakten Ideen über die Diskussionen, die meistens nicht von Bildung behelligt werden, in die jeweiligen Szenen einsickern zu lassen.

  3. Gysi redet Klartext über die Ukraine & Swoboda & Putin (deutsch / english) permalink
    16. August 2014 12:27

    Gysi redet Klartext über die Ukraine & Swoboda & Putin (deutsch / english)

  4. "IS bringt Kindern bei, Menschen abzuschlachten" permalink
    16. August 2014 14:05

    „IS bringt Kindern bei, Menschen abzuschlachten“

    In den Kurdengebieten setzt sich Bürgerrechtler Falah Muradkhin für Flüchtlinge ein. Die Brutalität des Islamischen Staates ist so beängstigend, dass Menschen sofort fliehen, wenn IS näher rückt.

    Von Antje Schippmann

    Die Welt: Zehntausende Menschen fliehen im Irak vor den Terrorkämpfern des Islamischen Staat (IS). Sie sind für die deutsche Hilfsorganisation Wadi im Irak tätig. Wie ist die aktuelle Lage in der Kurdenregion im Osten des Landes, wo die Menschen Aufnahme finden?

    Falah Muradkhin: Unser Gebiet ächzt unter den Flüchtlingsmassen, die bei uns in den vergangenen Wochen Schutz gesucht haben. Alle Verfolgten der Region finden bei uns Zuflucht: von den Tausenden politischen Dissidenten aus dem Iran und der Türkei über die Flüchtlinge aus Syrien, zu den Christen und Schiiten aus Mossul und Sunniten aus der westirakischen Provinz Anbar, die nicht ins schiitische Bagdad fliehen konnten, den Schabak und Haqqa-Minderheiten und den Jesiden aus Sindschar. Jeder Bedrängte kommt nach Kurdistan! Mittlerweile leben Schätzungen zufolge 1,5 Millionen Flüchtlinge bei uns. Allein die Bevölkerung unserer Hauptstadt Arbil hat sich verdoppelt.

    Die Welt: Wenn es die Menschen in Sicherheit schaffen, wie ergeht es ihnen dann?

    Muradkhin: Ihr Zustand ist katastrophal. Die Flucht ist für alle schrecklich, egal ob Christen oder Muslime. Am schlimmsten aber trifft es die Jesiden. Sie gehörten schon immer zu den ärmsten Bevölkerungsgruppen, lebten als einfache Bauern in der Sindschar-Region und gingen ihrer Religion nach. Viele von ihnen waren noch nie in einer Stadt außerhalb ihres Dorfes. Selbst wenn wir sie humanitär versorgen können, so ist es für sie eine Katastrophe, dass sie von ihrer Heimatregion abgeschnitten sind. Den Islamisten gelten sie als Teufelsanbeter und deshalb werden sie noch skrupelloser und brutaler verfolgt als Christen oder andere Muslime.

    Die Welt: Wie erleben Sie die psychische Situation der Flüchtlinge?
    Bürgerrechtler Falah Muradkhin lebt in Sulaimaniyya nahe der iranischen Grenze und arbeitet dort als Projektkoordinator für Wadi
    Foto: Wadi Bürgerrechtler Falah Muradkhin lebt in Sulaimaniyya nahe der iranischen Grenze und arbeitet dort als Projektkoordinator für Wadi

    Muradkhin: Die Menschen sind völlig traumatisiert, weinen die ganze Zeit. Eine der wichtigsten Kampfstrategien der IS-Milizen ist das Verbreiten von Angst, und darin sind sie sehr erfolgreich. Vor allem für Frauen ist ihr Vormarsch extrem beängstigend. Die Dschihadisten setzen Vergewaltigungen systematisch als Waffe ein. In Mossul und Sindschar haben sie 500 Frauen und Mädchen entführt und heute haben sie angefangen, Fotos von ihren Vergewaltigungen zu veröffentlichen.

    Die Welt: Die Enthauptungen verbreiten sie auch sehr öffentlichkeitswirksam.

    Muradkhin: Genau. Und wenn jetzt ein Dorf hört, dass die IS-Terrormiliz zu ihnen vordringt, fliehen die Menschen sofort zu uns. Sie wissen, wie skrupellos und brutal die Dschihadisten sind, und haben deshalb furchtbare Angst vor ihnen, haben Angst um ihre Frauen und Kinder. Diese Angst ist eine der wichtigsten Waffen von IS. Wir sehen, dass IS sogar Kindern beibringt, Menschen abzuschlachten, und diese Brutalität ist so beängstigend, dass die Menschen sofort fliehen, wenn IS näher rückt.

    Die Welt: Bei Wadi setzen Sie sich besonders für die Stärkung von Frauenrechten ein. Wie erleben Sie die Frauen, die vor IS geflohen sind?

    Muradkhin: Gestern traf ich eine junge Frau, die Vergewaltigungen durch IS-Terroristen überlebt hat, und sie sagte, dass sie nicht mehr leben möchte, weil es eine solche Schande sei. Ich versuche, den Frauen zu erklären, dass sie Opfer geworden sind und dass sie nichts dafür können, was ihnen widerfahren ist, aber es ist nicht einfach für sie, das zu akzeptieren.

    Die Welt: Haben Sie Angst, dass IS in die Kurdengebiete vordringen könnte?

    Muradkhin: Das hat wenig mit Angst zu tun, es wäre fast unsere Realität geworden. Hätten die US-Luftstreitkräfte nicht mit den Luftschlägen begonnen, wären wir den Dschihadisten zum Opfer gefallen. Wir hätten die Gebiete alleine nicht halten können.

    Die Welt: Was wird jetzt akut benötigt? Und was langfristig?

    Muradkhin: Wir brauchen internationale Hilfe, humanitär und vor allem militärisch. Wir brauchen Waffen, neue Waffen, denn die Dschihadisten sind gut ausgerüstet. Der Westen muss verstehen, dass dieser Krieg ein internationaler Krieg ist, ich würde sagen, es ist der dritte Weltkrieg, denn die Dschihadisten bekommen Geld, Waffen und Kämpfer aus allen Teilen der Welt. Nur wir stehen alleine da! Wir sind die letzte verbliebene progressive Bastion in der Region, die Trutzburg gegen den Terror und brauchen jetzt militärische Hilfe bei der Verteidigung unseres Lebens und der Leben derer, die zu uns geflohen sind.

    Die Welt: Deutschland diskutiert ja auch gerade, ob Militärhilfe geleistet werden soll.

    Muradkhin: Das ist sehr wichtig! Deutschland hatte nie ein Problem damit, Saddam Hussein und andere Despoten in der Region zu unterstützen. Ich hoffe sehr, dass sie jetzt als Wiedergutmachung uns helfen werden oder in Zukunft zumindest mit Diktaturen wie dem Iran keine Geschäfte mehr machen.

    http://www.welt.de/politik/ausland/article131183573/IS-bringt-Kindern-bei-Menschen-abzuschlachten.html

  5. ISIS Demonstranten rufen “Tod den Juden” in Den Haag permalink
    16. August 2014 14:15

    ISIS Demonstranten rufen “Tod den Juden” in Den Haag

    Ein von der niederländischen Regierung genehmigter Protest in Holland, der eine friedliche Demonstration gegen Israels Gaza-Operation sein sollte, verwandelte sich in eine schreckliche Protestkundgebung mit Hunderten von ISIS Unterstützern.

    Die Demonstranten marschierten mit schwarzen ISIS Fahnen durch die Straßen von Den Haag, sie riefen “Tod den Juden” und andere Parolen die zu Mord und kämpfen in den Ländern Europas und insbesondere in den USA aufriefen.

    Sehen Sie hier ein Video über die Umtriebe von Islamischer Staat ISIS in Den Haag:

    Viele Bürger der Stadt waren von der Propaganda für die Terroristengruppe ISIS in ihrem Land schockiert und der Den Haager Bürgermeister wurde aufgefordert zurücktreten, nachdem seine Mitarbeiter den als Protest getarnten islamistischen Propagandafeldzug genehmigt hatten ohne zu merken, welche Gefahren damit verbunden waren.

    Die Holländer waren auch über Bilder schockiert die einen niederländischen ISIS-Terroristen zeigen, der neben abgetrennten Köpfen von syrischen Soldaten posiert, die er kaltblütig ermordet hatte.

    Analysten schätzen, dass die extremistische Organisation mit dieser Protestkundgebung Jugendliche für einen Religionskrieg in europäischen Städten gewinnen wollte.

    Rund 3.000 europäische Jugendliche muslimischer Abstammung, sind vermutlich für ISIS in den Kampf nach Syrien und den Irak gezogen. Von denen sind einige bereits wieder in die Niederlande zurückgekehrt, nachdem sie mit ISIS gekämpft und viele Menschen ermordeten haben.

    Über das Wochenende, haben Hunderte von ISIS Unterstützer mehrere hundert Yeziden angegriffen, die in der deutschen Stadt Herford gegen die Abschlachtung ihres Volkes im Irak protestierten.

    Redaktion Israel-Nachrichten.org

    Quelle: 12TribeFilms

    http://www.israel-nachrichten.org/archive/11154

    • sent permalink
      18. August 2014 08:45

      Verdeckte Kriegsführung mit ISIS-Fake?

      Wieder der alte Trick, um Friedensdemonstrationen unmöglich zu machen? Was ist mit den Zivilpolizisten, die Steine werfen, damit ihre uniformierten Kollegen einen Grund zum knüppeln haben? Was war mit den Demonstrationen gegen das Völkerrechtsverbrechen der mit Lügen begründeten Irakinvasion, als Faschodeppen der mit Verfassungsschutz durchsetzten Geheimdienstpartei NPD samt ihren Fahnen aufmarschierten, rassistische Parolen riefen und die Medien fast nur über die Faschos berichteten, bis immer weniger Kriegsgegner sich trauten gegen die Invasion zu demonstrieren, aus Angst als Rassisten verleumdet zu werden? Jetzt die Wiederholung in neuen Kleidern? Ist ISIS/IS das neue Al Qaida-Terrorlabel für die gefälschten Muslime der menschenhassenden Fascho-Fußtruppen von CIA, Mossad und NATO?

      2013 türkisch-syrische Grenze, ISIS-Anführer Baghdai mit US-Senator McCain:

      „Wer ist ihr Chef Abu Bakr al-Baghdadi, der als Nachfolger von Osama Bin Laden gehandelt wird? Laut «Washington Post» wurde al-Baghdadi 2005 von amerikanischen Streitkräften festgenommen und vier Jahre lang im Lager «Boca Camp» im Südirak interniert. Nach einer arabischen Quelle hat er dort mit Al-Kaida-Kämpfern zu trainieren begonnen. Wie kann er in Gefangenschaft unter US-Besatzungsmacht zusammen mit Al Qaida trainieren? Das spricht eher dafür, dass er in einem US Ausbildungslager im Irak als pro-Washington-Dschihadist 4 Jahre lang ausgebildet wurde.“

      http://internetz-zeitung.eu/index.php/2026-isis-abu-bakr-al-baghdadi-cia-agent-oder-neuer-dschihadisaten-f%C3%BCrst

      Global Research, July 16, 2014

      ISIS Leader Abu Bakr Al Baghdadi Trained by Israeli Mossad, NSA Documents Reveal

      The former employee at US National Security Agency (NSA), Edward Snowden, has revealed that the British and American intelligence and the Mossad worked together to create the Islamic State of Iraq and Syria (ISIS).

      Snowden said intelligence services of three countries created a terrorist organisation that is able to attract all extremists of the world to one place, using a strategy called “the hornet’s nest”.

      NSA documents refer to recent implementation of the hornet’s nest to protect the Zionist entity by creating religious and Islamic slogans.

      According to documents released by Snowden, “The only solution for the protection of the Jewish state “is to create an enemy near its borders”.

      Leaks revealed that ISIS leader and cleric Abu Bakr Al Baghdadi took intensive military training for a whole year in the hands of Mossad, besides courses in theology and the art of speech.

      http://www.globalresearch.ca/isis-leader-abu-bakr-al-baghdadi-trained-by-israeli-mossad-nsa-documents-reveal/5391593

      Das ist natürlich alles Verschwörungstheorie, genau wie die totalitäre NSA-Spionage.

  6. KenFM im Gespräch mit: Rainer Rupp (Topas) - Teil 1 permalink
    17. August 2014 10:45

    Rainer Rupp hatte eine Bilderbuch-Kariere bei einer Organisation vorzuweisen, die jeden ihrer Angestellten vor der Einstellung buchstäblich röntge. Rupp war in der Verwaltung der NATO, ganz ganz oben.

    Auf dem 70. Geburtstag seiner Mutter erschien plötzlich ein Sondereinsatzkommando, um Rupp und seine Ehefrau wegen schweren Landesverrats zu verhaften. Rupp war als Agent Moskaus aufgeflogen. Jahrelang hatte er unter dem Decknamen „Topas“ die geheimsten Angriffs- und Verteidigungspläne der NATO über Ostberlin nach Moskau verraten.

    Im Rahmen dieser Tätigkeiten, für die er zu einer Haftstrafe von 12 Jahren verurteilt wurde, hatte er bei der NATO-Übung „Able Archer“ 1983 durch die Weitergabe entscheidender, „Cosmic Top Secret“- Informationen, auch einen Atomkrieg verhindert, der sich sonst „aus Versehen“ zwischen den Vereinigten Staaten und der Sowjetunion ereignet hätte.

    Im Gespräch mit KenFM gibt Rupp das längste und offenste Interview seines Lebens, mit einer Dauer von knapp zweieinhalb Stunden. Teil zwei des Gesprächs erscheint am 21. August auf http://www.kenfm.de
    Politik und Zeitgeschichte spannend wie ein Krimi.

    ttp://www.facebook.com/KenFM.de

  7. Grünes Licht aus Europa, um Gaza zu töten, zu zerstören und zu zerreiben permalink
    20. August 2014 12:12

    Wenn die Sicherheit der Juden im Nahen Osten von echtem Belang für europäische Länder wie Deutschland und Österreich wäre, würden sie nicht fortfahren, die israelische Besatzung zu subventionieren. Von Amira Hass

    Mit seinem fortgesetzten Schweigen kollaboriert das offizielle Deutschland mit Israel auf dessen gegen das palästinensische Volk in Gaza gerichteten Reise von Zerstörung und Tod. Deutschland ist nicht allein – Österreichs Schweigen ist ebenfalls ohrenbetäubend. Aber warum sollten wir diese beiden Länder aussondern? Am zweiten oder dritten Tag des Krieges, war Bundeskanzlerin Angela Merkel nicht die einzige, die erklärte, dass sie auf Seiten Israels stand. Die gesamte Europäische Union unterstützte Israel und sein Recht auf “Selbstverteidigung”.

    Ja, Frankreich und Großbritannien haben sich letzte Woche etwas gewunden und machten ein paar schwache Geräusche des Protests. Aber die ursprüngliche Haltung der EU vom 22. Juli hallt noch nach. Sie warf derjenigen Seite, die unter einer langanhaltenden Belagerung durch Israel steht, vor die Eskalation herbeigeführt zu haben. Es ist die Seite, die sich trotz aller europäischen Erklärungen über deren Recht auf Selbstbestimmung und einen unabhängigen Staat in der Westbank und im Gazastreifen noch immer unter israelischer Besatzung befindet, nach 47 Jahren.

    Die EU-Mitgliedstaaten und offensichtlich auch die Vereinigten Staaten gaben Israel grünes Licht, zu töten, zu zerstören und zu zerreiben. Sie bürdeten die Hauptlast an der Schuld den Menschen …http://diefreiheitsliebe.de/international/palastina/gruenes-licht-aus-europa-um-gaza-zu-toeten-zu-zerstoeren-und-zu-zerreiben

  8. 14. September 2014 01:01

    Heuchelei und Manipulation durch die westlichen Regierungen und Massenmedien

    Die Heucheleien des sogenannten “Westen”, der sich ständig als Hüter der Demokratie, der Menschenrechte und jetzt auch noch der nationalen Selbstbestimmung aufführt und dieselben Rechte dabei in unzähligen Ländern der Welt mit Füssen tritt und die massiven Manipulationen der westlichen Massenmedien in ihrer Berichterstattung, zur Zeit u.a. gerade in Sachen Ukraine sind schon sehr bemerkenswert. Hat irgendjemand etwas Wesentliches gehört von Seiten des “Westen”, als kürzlich das kambodschanische Regime die Textilarbeiterinnen westlicher Textilkonzerne zusammenschoss oder gegen die unglaublichen Massaker der vom Westen klammheimlich unterstützten Militärregierung Ägyptens? Nicht auszumalen wäre das monatelange westlich mediale Geschrei, wenn z. B. die Regierungen Venezuelas oder Boliviens sich auch nur einen Bruchteil von dem geleistet hätten. Und geschahen dann die militärischen Interventionen des Westens in Mali, Zentralafrika und anderswo nicht unter ähnlichen Vorwänden wie diejenige Putins in der Krim? Die täglichen manipulativen Berichterstattungen beeinflussen subtil auch viele Menschen, die ansonsten gut informiert und nicht einfach unkritisch sind.

    Wir drucken deshalb einen Brief der Venezuela Gruppe um die online Zeitschrift “amerika21″ an die Redaktion der als “seriös und liberal” geltenden ARD ab, wo die heuchlerische Berichterstattung anhand von Venezuela exemplarisch und stellvertretend für viele andere Fälle aufgezeigt wird. ARD, ZDF und bei den gedruckten Medien die Süddeutsche Zeitung gehören zu den fortschrittlichsten bürgerlichen Massenmedien in Deutschland, bei allen anderen Massenmedien sind die Berichterstattungen noch viel schlimmer, noch manipulierter und noch verzerrter. Der Brief wurde von uns leicht redaktionell bearbeitet und gekürzt.

    1. In Ihren Berichten über die Proteste in Venezuela nennen Sie immer wieder die Zahl der Toten – bis zum heutigen Tag handelt es sich um 16 Menschen, die dabei ums Leben kamen. Dies erweckt beim Zuschauer bzw. Zuhörer den Eindruck, es handle sich dabei um durch Polizeimaßnahmen getötete Protestierende. Tatsächlich kamen bisher unseres Wissens drei Demonstranten durch Polizeigewalt ums Leben. Die Mehrheit der Todesopfer fiel den Gewaltaktionen der Protestierenden zum Opfer. Darunter sind Unbeteiligte, die an Barrikaden tödlich verunglückten; Protestierende, die wahrscheinlich durch ihre eigenen Leute getötet wurden wie die Miss Turismo Génesis Carmona bzw. verunglückten; und schließlich Unterstützer der Regierung, die von Protestierenden umgebracht wurden. (siehe detaillierte Aufstellung unten)

    2. Die ARD nennt in ihrer Berichterstattung über die Proteste zuletzt die Zahl von über 700 verhafteten Demonstranten. Tatsächlich befinden sich aber nur 44 Personen in Haft. Alle anderen Festgenommenen wurden sofort wieder entlassen. Bei einer Bevölkerung von 35 Millionen Menschen und nunmehr fast einem Monat der – teilweise extrem gewalttätigen – Proteste erscheinen uns diese Zahl erwähnenswert, um darauf hinzuweisen, dass die venezolanische Justiz in diesem Zusammenhang äußerst zurückhaltend agiert.

    3. Zum juristischen Umgang wäre zudem berichtenswert, dass die Staatsanwaltschaft bisher acht Angehörige des Geheimdienstes Sebin unter Mordvorwurf verhaften ließ, die sich im Umfeld der ersten tödlichen Auseinandersetzung am 12. Februar aufhielten. Zudem wurde der Leiter des Geheimdienstes entlassen. Auch im Bundesstaat Táchira, wo die Proteste der radikalen Studenten-Gruppen begonnen hatten, räumte der dortige sozialistische Gouverneur inzwischen ein, dass es zu Übergriffen durch die Sicherheitsbehörden kam und kündigte Ermittlungen gegen Angehörige der Nationalgarde
    an. Zudem wurden zwei (oppositionelle) Polizisten verhaftet, denen der Mord an einem Chavisten vorgeworfen wird.
    Bemerkenswert ist dies deshalb, weil in Lateinamerika – aber, wie Sie wissen, nicht nur dort – für Angehörige der Sicherheitskräfte bei Ausübung ihrer Tätigkeit bisher komplette Straflosigkeit garantiert war.

    4. Allgemein möchten wir Sie darauf hinweisen, dass wir extrem verwundert sind, welch hohe Akzeptanz militante Protestformen inzwischen unter Redakteuren der ARD genießen. Aus Ihrer Bild-Ton-Berichterstattung gewinnen wir den Eindruck, dass brennende Barrikaden, das Anzünden öffentlicher Gebäude, die Blockade von Autobahnen und öffentlichen Transportmitteln, die Belagerung öffentlicher Medien, handgreifliche Attacken auf Andersdenkende und Steinwürfe auf die Sicherheitskräfte zu den selbstverständlichen und akzeptierten Formen der politischen Auseinandersetzung gehören. Dabei ist es Ihrer Berichterstattung bisher völlig entgangen, dass von Seiten der Protestierenden regelmäßig auch mit scharfer Munition geschossen wird.

    5. In den Nachrichten über die aktuellen innenpolitischen Spannungen benennen Sie pauschal “die Studenten” als Urheber der Proteste. Aufgrund der expansiven Bildungspolitik der venezolanischen Regierung sind zur Zeit etwa 80 Prozent der Jugendlichen unter 25 Jahren an einer Schule oder Hochschule immatrikuliert. Zusammen mit den Ausbildungsgängen der Erwachsenenbildung entspricht das einer absoluten Zahl von etwa 10 Millionen Schülern und Studenten.

    An den beiden bisher größten Mobilisierungen der Opposition nahmen am 12. und 22. Februar allerdings nur mehrere zehntausend Menschen teil. Die große Masse der Protestaktivitäten sind so genannte Guarimbas, bei denen Gruppen von 40 – 80 Personen Barrikaden errichten oder andere Formen von “direkten Aktionen” ausführen. Wir denken, es lässt sich unschwer leugnen, dass – soweit die Demonstranten überhaupt immatrikuliert sind – das Protestspektrum mit “radikale Gruppen von Studierenden” quantitativ und qualitativ angemessen beschrieben wäre.

    6. Ebenso scheint es Ihren Redakteuren bisher entgangen zu sein, dass die politische Kultur in Venezuela extrem polarisiert ist und beide Seiten mit haltlosen Übertreibungen, Verleumdungen und Beleidigungen Politik machen. Aus den Nachrichten der ARD gewinnt man bisher den Eindruck, dass in Venezuela ausschließlich Präsident Nícolas Maduro mit polemischen Ausfällen auffällt.

    Als intensiver Leser der venezolanischen Presse wissen wir jedoch, dass man sehr lange suchen muss, um irgendeinen sachlichen Kommentar aus dem Oppositionslager zu finden. Henrique Capriles beschreibt die Lebensbedingungen in dem Land als “Völkermord”, andere Oppositionsführer sprechen von einer “Castro-kommunistischen Diktatur”, einem “Regime” und vielem Unsinn mehr. Es besteht also nicht der geringste Mangel an Vorfällen, bei denen sich auch Politiker aus dem Lager der Opposition selber disqualifizieren.

    7. Immerhin kam in der ARD ein Demonstrant zu Wort, der in die Kamera schrie, dass sie “alle umgebracht” würden und “verhungern”. Einen unfreiwillig komischen Tiefpunkt erlebte Ihre Berichterstattung, als tagesschau.de in diesem Zusammenhang von “Sozialprotesten” schrieb. Ich hoffe, Ihre zuständigen Redakteure setzen als allgemein bekannt voraus, dass die aktuelle Regierung die Quote der absoluten Armut um drei Viertel auf gegenwärtig sieben Prozent gesenkt hat und in allen Armenvierteln sehr stark subventionierte Grundnahrungsmittel verkauft. Ansonsten dürften die skurrilen Aspekte dieser Beiträge dem Großteil Ihres Publikums entgangen sein.

    8. Wirklich fassungslos macht uns etwa der Bericht über die versuchte Festnahme von Ex-General Àngel Vivas am 24. Februar auf tagesschau.de. Das einzig realistische an Ihrer Darstellung ist das Foto, das einen älteren Herrn mit Bulldoggen-Gesicht und einem Sturmgewehr in der Hand zeigt. Ansonsten erweckt die ARD hier den Eindruck, ein Strafvorwurf gegen diesen Mann sei völlig illegitim. (Nicht berichteter) Anlass war, dass Vivas den gewaltbereiten Demonstranten wenige Tage zuvor per Twitter geraten hatte, ihre Barrikaden statt wie bisher mit Nylon-Seilen besser mit Stahldrähten zu sichern. Die Aktivisten griffen den Ratschlag auf, in den folgenden Tagen wurden nach Angaben der Staatsanwaltschaft zwei Motorradfahrer durch solche Drähte regelrecht geköpft.

    Wenn Sie sich dazu vergegenwärtigen, dass der Mann auf freiem Fuß ist, obwohl er die Ordnungskräfte mit einem Sturmgewehr bedrohte (“Ihr werdet einen Versuch, mich festzunehmen, teuer bezahlen.”), und obwohl er seit dem Jahr 2002 bei jeden Versuch, die Regierung zu stürzen, aktiv war, wäre das natürlich einen Bericht wert. Beispielsweise ließen sich in einem regionalen Vergleich die Zustände in Kolumbien, Honduras oder Mexiko anführen, wo radikale Regierungsgegner nicht selten entführt, gefoltert und ermordet werden – eine Praxis, die übrigens bis in die 1990er Jahre auch in Venezuela weit verbreitet war. Wie immer, wenn man sich gesellschaftliche Konflikte genauer ansieht, ergibt sich ein durchaus differenziertes Bild der Situation. Leider sind solche differenzierten Darstellungen in Ihren Venezuela-Berichten bisher schwer zu finden. Dass es sie gibt, beweist zumindest, dass es in der ARD nicht unmöglich ist, unterschiedliche Aspekte darzustellen. So erwähnt Matthias Ebert am 24. Februar immerhin, dass es “gewaltbereite Demonstranten” gibt. Auch die Hörfunk-Beiträge von Martin Polansky am 15. und 21. Februar räumen den Unterstützern der Regierung – die, ob uns das gefällt oder nicht, die Mehrheit der Bevölkerung ausmachen – immerhin einen gewissen inhaltlichen Anteil ein.

    Wir hoffen, dass wir Ihnen anhand der Beispiele die Problemlage etwas verdeutlichen konnten. Wenn wir es kurz zusammenfassen müssten, würde wir sagen, dass die ARD Berichterstattung einen extremen Oppositions-Bias aufweist und der von der Opposition verbreitete Diktatur-Frame unkritisch und ungeprüft reproduziert wird.

    PS: Randbemerkung: Man vergleiche dazu die Berichterstattung zu den “schweren Krawallen” Ende 2013 in Hamburg als es um die “Rote Flora” ging.

    Übersicht über die Todesfälle im Zusammenhang mit den aktuellen Protesten und Ausschreitungen in Venezuela
    Von Jan Kühn
    amerika21.de
    28.02.2014

    Im Zusammenhang mit den Protesten und Ausschreitungen gegen die Regierung in Venezuela haben bislang 18 Menschen das Leben verloren (Stand 03.03.). Viele Medien suggerieren, dass sie Opfer von Polizeigewalt waren. Doch eine genauere Betrachtung zeigt ein komplexeres Bild:
    . Bassil Alejandro Da Costa (24): Oppositioneller, nach der Demonstration am 12.2. im Zentrum Caracas erschossen. Die Ermittlungen der Staatsanwaltschaft deuten darauf hin, dass er von Agenten des Geheimdienstes (Sebin) erschossen wurde, die nach Angaben der Regierung entgegen klaren Befehls ausgerückt waren und Schusswaffen benutzten. Acht Sebin-Beamte wurden in diesem Zusammenhang festgenommen (Stand: 27.2.).2
    . Juan Montoya (40): Chavist, nach der Demonstration am 12.2. im Zentrum von Caracas in derselben Situation erschossen wie Bassil Alejandro Da Costa, vermutlich von Sebin-Agenten.
    . Roberto Redman (31): Oppositioneller, am Abend des 12.2. im Osten von Caracas von Unbekannten erschossen.
    . José Ernesto Méndez (17): Oppositioneller, am 18.2. in Cumaná (Sucre) bei einer Straßenblockade von einem Auto überfahren. Der Fahrer ist wegen Mordes angeklagt.
    . Génesis Carmona (22): Oppositionelle und Ex-Miss Turismo Carabobo, wurde bei Protesten in Valencia am 18.2. von Unbekannten erschossen. Nach Angaben der Regierung weisen die Ermittlungen darauf hin, dass der Schuss “aus den eigenen Reihen” der Demonstranten gekommen sind.
    . Arturo Alexis Martínez (54): Chavist und Bruder des PSUV-Abgeordneten Armando Martínez, wurde am 20.2. in Barquisimeto aus einem Gebäude heraus erschossen (in die Brust), als er eine Barrikade wegräumte.
    . Julio Gonzalez: Staatsanwalt in Carabobo, der aufgrund einer Straßenblockade die Kontrolle über sein Fahrzeug verlor und starb.
    . Asdrúbal Rodríguez (24): Wurde unter dem Vorwurf, ein Motorrad gestohlen zu haben, von der Polizei von Chacao festgenommen, die dem oppositionellen Bürgermeister Ramon Muchacho untersteht. Am 20.2. wurde seine Leiche am Rand einer Autobahn gefunden. Zwei Polizisten wurden in der Sache festgenommen.
    . Elvis Rafael Durán De La Rosa (29): Motorradfahrer, der am 21.2. durch einen Draht geköpft wurde, der bei einer Straßenblockade in Caracas über die Straße gespannt wurde.
    . Doris Lobo (37): Motorradfahrerin, die am 21.2. durch einen Draht getötet wurde, der bei einer Straßenblockade in Mérida über die Straße gespannt wurde.
    . Jose Alejandro Márquez (41): Oppositioneller, in der Candelaria in Caracas am 21.2. angeblich durch die Nationalgarde so schwer verletzt, dass er danach für hirntot erklärt wurde und dann starb. Gegen sieben Gardisten wird ermittelt. Parlamentspräsident Diosdado Cabello sagte später, er sei ein Paramilitär gewesen und von “seinen Leuten” ermordet worden. Familienangehörige haben diese Beschuldigung zurückgewiesen.
    . Geraldine Moreno (23): Oppositionelle, am 22.2. in Naguanagua (Carabobo) von einem Gummigeschoss der Nationalgarde ins Gesicht getroffen und an den Verletzungen gestorben.
    . Danny Melgarejo: Am 23.2. beim Durchqueren einer Straßenblockade in Táchira von einem Unbekannten erstochen. Präsident Maduro sagt, der Täter habe aus Wut auf die Blockierer gehandelt, das Opfer habe aber gar nicht zu diesen gehört. Der Bürgermeister von San Cristóbal hatte gesagt, sie sei bei einem Überfall erstochen worden.
    . Jimmy Vargas (34): Oppositioneller, am 24.2. in San Cristóbal (Táchira) von einem Dach gestürzt. Augenzeugen und Familienangehörige beschuldigten die Nationalgarde, weil das Opfer vor Tränengas und Gummigeschossen geflohen sei und dabei stürzte. Ein Video von CNN zeigt, dass er offenbar ohne Fremdeinwirkung beim Klettern von einem Dach das Gleichgewicht verlor und stürzte.
    . Wilmer Carballo (34): Oppositioneller, am 24.2. in Cagua (Aragua) von Unbekannten Motorradfahrern erschossen.
    . Unbekannt: Bei der Plünderung eines Supermarktes in Maracay getötet. Weitere Details sind bislang nicht bekannt.
    . Unbekannt: Ein Jugendlicher wurde im Bundesstaat Carabobo erschossen, als er eine Barrikade wegräumte.
    . Giovanni Pantoja Hernández Sánchez (28): Nationalgardist, beim Wegräumen einer Barrikade am Rande von Protesten in Valencia (Carabobo) am 28.2. durch einen Kopfschuss getötet. Weitere Mitglieder der Nationalgarde wurden durch Schüsse verletzt. Präsident Maduro sprach später von einem “Hinterhalt” in den sie glockt worden seien.
    Nach Angaben der Staatsanwaltschaft befinden sich 55 Menschen wegen der gewalttätigen Auseinandersetzungen in Haft (Stand: 27.2.), davon elf Beamte: acht Angehörige des Geheimdienstes Sebin wegen der Schießerei am 12.2. in Caracas und drei Mitglieder der Nationalgarde wegen der Misshandlung von elf Demonstranten. Gegen weitere Beamte laufen Ermittlungen. In Untersuchungshaft sitzen zudem zwei Polizisten der Stadtteilpolizei von Chacao, einem oppositionell regierten Stadtteil von Caracas, sowie ein Polizist der Regionalpolizei von Mérida.

    http://www.nao-prozess.de/blog/heuchelei-und-manipulation-durch-die-westlichen-regierungen-und-massenmedien

  9. Rebellunion #1: 2014 - Das Jahr des permanenten Krieges. permalink
    6. November 2014 10:09


    Rezension: „Die Eroberung Europas durch die USA“ – Wolfgang Bittners faktenreiches Buch gibt Aufschluss über die Ukraine-Krise

    Wolfgang Bittner: „Die Eroberung Europas durch die USA“, VAT Verlag André Thiele, Mainz 2014, 148 Seiten, 12.90 Euro

    Nach mehr als zwei Jahrzehnten friedlicher Nachbarschaft und wirtschaftlicher Kooperation durchzieht Europa wieder ein Eiserner Vorhang, verursacht durch die Krise in der Ukraine, wo inzwischen Bürgerkrieg herrscht. Wie kam es dazu? Wolfgang Bittner zeichnet minutiös die Entwicklung der letzten Monate nach und gibt Aufschluss über die verhängnisvolle Einflussnahme der USA und der EU auf die Destabilisierung des Landes. Er beschreibt, wie die Ukraine, „als Brückenland von großer geostrategischer Bedeutung sowie als Wirtschaftsraum und Tor zu Russlands Ressourcen“ über Jahre hinweg systematisch durch subversive Kräfte zu dem wurde, was sie gegenwärtig ist: Kriegsschauplatz und Zentrum der Auseinandersetzungen zwischen einer „westlichen Allianz“ und Russland. Von Jennifer Munro.

    Der Autor steht mit seiner Kritik an Politik und Medien nicht allein. Er zitiert namhafte Wissenschaftler wie Norman Birnbaum, John J. Maersheimer, Karel van Wolferen oder Daniele Ganser, die der gleichen Meinung sind. Ebenso die auf Ausgleich mit Russland bedachten Politiker Helmut Schmidt, Egon Bahr, Willy Wimmer und Jack Matlock sowie die Journalisten Albrecht Müller, Gabriele Krone-Schmalz, Jakob Augstein und Gabor Steingart.

    Zum Beispiel bringt de…http://www.nachdenkseiten.de/?p=23838

    Hier ein Auszug aus Wolfgang Bittners neuem Buch [PDF – 74 KB].
    http://www.nachdenkseiten.de/upload/pdf/141105_ukraine_auszug1.pdf

    • Falkin im Weißen Haus? Die aggressive Außenpolitik von Hillary Clinton permalink
      20. Oktober 2016 23:36

      Falkin im Weißen Haus? Die aggressive Außenpolitik von Hillary Clinton

      20.10.2016 | 7 Min. | Verfügbar bis 30.12.2099 | Quelle: WDR

      Dass Hillary Clinton die nächste US-Präsidentin wird, gilt inzwischen fast als sicher. Angesichts der Auftritte ihres Widersachers Donald Trump spricht aber kaum jemand darüber, was das für die Weltpolitik bedeuten würde, zum Beispiel für die großen Konflikte in Syrien, im Irak, in Libyen oder der Ukraine. Clinton fordert seit Monaten eine härtere Gangart der USA, plädiert für Aufrüstung, militärische Interventionen und Abschreckung. Droht mit einer Präsidentin Hillary Clinton ein Rückfall in die aggressive Außenpolitik eines George W. Bush? Und was bedeutet das für Deutschland?

      http://mediathek.daserste.de/Monitor/Falkin-im-Wei%C3%9Fen-Haus-Die-aggressive-Au/Video?bcastId=438224&documentId=38448308

  10. Biowaffenterror der US-Army permalink
    9. August 2015 11:20

    Biowaffenterror der US-Army

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  1. Was mir heute wichtig erscheint #366 - Welcome @ trueten.de

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