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Die ASJ Leipzig und der Verfassungschutzbericht 2014 in Sachsen

10. Juni 2014

FBDie frei­heit­lich de­mo­kra­ti­sche Grund­ord­nung ist uns nicht frei­heit­lich und de­mo­kra­tisch genug!

Wir freu­en uns euch mit­tei­len zu kön­nen, dass wir end­lich mit Pro­mi­nen­ten wie Fei­ne­Sah­ne­Fisch­fi­let auf einer Stufe ste­hen. Wir möch­ten uns zu­nächst beim Lan­des­amt für Ver­fas­sungs­schutz Sach­sen für die auf uns ver­wen­de­te Auf­merk­sam­keit be­dan­ken. Nach jah­re­lan­ger po­li­ti­scher Ar­beit ist es uns schließ­lich ge­lun­gen in den Ver­fas­sungs­schutz­be­richt 2013 für Sach­sen auf­ge­nom­men zu wer­den. Uns wur­den zwei Sei­ten ge­füllt mit knall­har­ten Re­cher­che-​Er­geb­nis­sen ge­wid­met. Man könn­te die En­er­gie zwar auch auf die Nach­for­schun­gen zu Rechts­ter­ro­ris­mus ver­wen­den, aber einer ba­sis­de­mo­kra­ti­schen Ju­gend­grup­pe nach zu schnüf­feln, die nach Frei­heit und Gleich­heit strebt, scheint wohl wich­ti­ger zu sein. Aber wir wol­len uns nicht be­schwe­ren.

Die Ein­schät­zun­gen des Be­richts sind durch­weg po­si­tiv. „Die in­ter­ne po­li­ti­sche Ar­beit der ASJL ist von Kon­ti­nui­tät ge­prägt.“ Be­son­ders haben wir uns über das Lob für un­se­ren In­ter­ne­tauf­tritt und un­se­re „ein­präg­sa­men Trans­pa­ren­te“ ge­freut. (Die sind echt schön ) Wir müs­sen euch je­doch lei­der mit­tei­len, dass wir uns zwar ge­ehrt füh­len aber mit der Aus­ar­bei­tung noch etwas un­zu­frie­den sind. Liest man sich den Be­richt durch, könn­te man mei­nen der VS hätte sich gar keine rech­te Mühe ge­ge­ben. Es scheint als hät­ten sie ein­fach nur un­se­re Face­book­sei­te und un­se­ren Blog durch­ge­schaut. Im­mer­hin war die Mühe beim Selbst­ver­ständ­nis schrei­ben nicht kom­plett um­sonst. Wir kön­nen stolz be­haup­ten: We­nigs­tens eine Per­son hat das ge­le­sen! Al­ler­dings haben sie sich mit den Ter­mi­nen immer ein biss­chen ver­tan: „Re­gel­mä­ßig wer­den mo­nat­li­che of­fe­ne Ple­nen und „Mi­ni­job-​Be­ra­tungs­stun­den“ durch­ge­führt.“ Das ist falsch! Un­se­re Plena fin­den wö­chent­lich statt (Mon­tag 20 Uhr in der Li­bel­le – Ko­lon­na­den­stra­ße 19) und die Mi­ni­job-​Be­ra­tungs­stun­den sind zwei­mal im Monat (2. und 4. Mon­tag im Monat 19 Uhr Li­bel­le). Also ganz ehr­lich, wenn ihr schon Wer­bung für uns macht, dann schreibt we­nigs­tens rich­tig von un­se­rem Blog ab. Co­py-​Pas­te ist echt nicht sooo schwer oder? Es gibt noch mehr Feh­ler, aber die zäh­len wir hier nicht alle auf.

Ver­steht uns nicht falsch. Das ist uns immer noch lie­ber als Be­spit­ze­lung und An­quatsch­ver­su­che, die lei­der schon vor­ge­kom­men sind.

Auch bei der Be­schrei­bung un­se­rer „Ideo­lo­gie/Po­li­ti­schen Ziel­set­zung“ hat sich der VS gleich am An­fang grobe Schnit­zer ge­leis­tet. „Dar­über hin­aus grenz­te sich die ASJL – zu­min­dest in­di­rekt – deut­lich vom Frei­heits­be­griff der AU­TO­NO­MEN ab, da aus ihrer Sicht „Frei­heit nicht das Aus­le­ben ego­is­ti­scher Vor­stel­lun­gen auf Kos­ten An­de­rer“ be­deu­te.“

Wir gren­zen uns ein­deu­tig nicht (!) von Au­to­no­men ab. Wir glau­ben au­ßer­dem nicht, dass Au­to­no­me so einen Frei­heits­be­griff haben. Da hat der VS mal wie­der was Grund­le­gen­des nicht ver­stan­den. Mit den rest­li­chen Ein­schät­zun­gen un­se­rer brand­ge­fähr­li­chen und men­schen­ver­ach­ten­den po­li­ti­schen Ver­blen­dung sind wir ganz zu­frie­den:

„Au­ßer­dem ist sie [die ASJ] der Mei­nung, dass´(…) man über sein Zu­sam­men­le­ben mit an­de­ren Men­schen selbst ent­schei­den kann, ohne durch so­zia­le, po­li­ti­sche oder sons­ti­ge Hier­ar­chi­en un­ter­drückt zu wer­den.´“ „Unter Klas­sen­kampf ver­steht die ASJL den „un­mit­tel­ba­ren Kampf gegen das Be­ste­hen von Klas­sen, als Aus­druck von Un­ter­drü­ckung“. Die­ser sei nur zu ver­wirk­li­chen, „indem die Be­reit­schaft aller zur Über­win­dung des Sys­tems durch Auf­klä­rung und Eman­zi­pa­ti­on ge­för­dert wird“ “

Da wir na­tür­lich nicht den gan­zen Tag nur Auf­klä­rung und Eman­zi­pa­ti­on be­trei­ben kön­nen und das auch ein biss­chen lang­wei­lig klingt, be­tont der VS un­se­re Ge­walt­be­reit­schaft. Die Ein­woh­ner Leip­zigs er­zit­tern ja be­kannt­lich unter der täg­lich prak­ti­zier­ten Ge­walt gegen Sa­chen, Tiere, Men­schen und Gän­se­blüm­chen, die von der ASJ aus­geht (au­ßer­dem has­sen wir klei­ne süße Kätz­chen). Der VS be­schreibt un­se­re un­ver­hoh­le­ne Ge­walt­be­reit­schaft indem er un­se­re het­ze­ri­schen und ge­walt­ver­herr­li­chen­den Schrif­ten zi­tiert: „Nichts wäre wün­schens­wer­ter, als dass die­ser Kon­flikt fried­lich aus­ge­tra­gen wer­den könn­te. Die Leh­ren aus der Ge­schich­te und das Ge­bä­ren der ak­tu­ell Macht­ha­ben­den lässt uns die­sen Wunsch lei­der als un­rea­lis­tisch er­schei­nen.“

Nach­dem ihr also nun ge­le­sen habt, wie wir unter Ein­satz von bru­ta­ler und sinn­lo­ser Ge­walt­an­wen­dung unser ba­sis­de­mo­kra­ti­sches Ter­ror­re­gime mit Frei­heit und Gleich­heit für alle er­rich­ten wol­len, seid ihr be­stimmt neu­gie­rig ge­wor­den. Ihr könnt ja mal in un­se­rem Blog rum­stö­bern oder kommt doch ein­fach mal zu un­se­rem Ple­num oder zur Mi­ni­job-​Be­ra­tungs­stun­de.

Und wir blei­ben dabei:
Die frei­heit­lich de­mo­kra­ti­sche Grund­ord­nung ist uns nicht frei­heit­lich und de­mo­kra­tisch genug!

Quelle: Blog der ASJ Leipzig

One Comment leave one →
  1. VS wie Versifft permalink
    10. Juni 2014 21:42

    „We­nigs­tens eine Per­son hat das ge­le­sen! “

    Wunderschön!

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