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Schwarz-Roter Ticker (169) [6 Meldungen]

2. Juni 2014

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Streiks bei Amazon gehen weiter

Ver.di will am Montag ihre Streiks beim Online-Versandhändler Amazon ausweiten. Die Gewerkschaft rief die Beschäftigten der Versandzentren im hessischen Bad Hersfeld und in Graben bei Augsburg dazu auf, ganztägig die Arbeit niederzulegen. An einem Ausstand in Bad Hersfeld und Leipzig hatten sich am Freitag und Samstag laut Verdi jeweils rund 600 Beschäftigte beteiligt. Die Fortsetzung der Arbeitsniederlegung in Bad Hersfeld sei durch eine Streikversammlung am Samstag beschlossen worden. In Graben wird am Montag zum zweiten Mal gestreikt. Die Beschäftigten hatten sich erstmals in der Woche vor Weihnachten als dritter Streikstandort den Arbeitsniederlegungen in Leipzig und Bad Hersfeld angeschlossen. (Neues Deutschland)

Gezi-Proteste erstickt

Panzerfahrzeuge, 50 Wasserwerfer und 25000 Polizisten hat die türkische Regierung in Istanbul aufgeboten, um Demonstrationen zum ersten Jahrestag der landesweiten Gezi-Park-Proteste bereits im Keim zu ersticken. Aufgrund der massiven Polizeipräsenz gelangten lediglich einige Hundert Demonstranten in die zum Taksim führende Fußgängerzone Istiklal Caddesi. Die Polizei löste selbst kleinste Versammlungen hier und in anderen Teilen der Stadt mit Wasserwerfern, Gasgranaten und Plastikgeschossen auf, zahlreiche Menschen wurden verletzt. Nur der Abgeordnete der linken Demokratischen Partei der Völker (HDP), Sirri Süreyya Önder, der den letztjährigen Widerstand im Gezi-Park angeführt hatte, konnte auf dem Taksim-Platz einen Blumenstrauß zum Gedenken an die Opfer der Polizeibrutalität niederlegen. Rund 120 Menschen wurden nach Polizeiangaben bis Samstag abend in Istanbul festgenommen. (jW)

Verdeckte Videoüberwachung in Leipzig-Plagwitz aufgeflogen

Erneut wurde in Leipzig eine versteckte Videoanlage gefunden. Sie befand sich in einem leerstehenden Haus in der Gießerstraße 47 (Plagwitz), wo im ersten Obergeschoss eine „konspirative Wohnung“ eingerichtet war. Dort wurden auf zwei Stativen Kameras montiert, die mit unterschiedlichen Blickwinkeln den öffentlichen Raum filmten. Vermutlich waren dieser Überwachung zahlreiche Menschen ausgesetzt, denn direkt vor dem Haus befindet sich eine Bushaltestelle (Siemensstraße).Es ist nicht erkennbar, seit wann die Anlage in Betrieb war und auch nicht, wen sie wirklich auf den Schirm kriegen sollte. An die Kameras angeschlossen waren ein Recorder sowie ein Übertragungsgerät mit SIM-Modul (Karte von Vodafone), so dass womöglich eine Live-Verbindung bestand. Am anderen Ende dürften Polizisten gesessen haben. Darauf weisen jedenfalls Inventar-Aufkleber mit der Aufschrift „Polizei Sachsen“ hin. (Linksunten Indymedia)

NSA sammelt Millionen Bilder für Gesichtserkennung

Der US-Geheimdienst NSA greift offenbar Massen an Bildern aus dem Internet ab, um sie mit Gesichtserkennungssoftware zu prüfen – und mit Hilfe der Technologie das Auffinden von Zielpersonen rund um die Welt zu revolutionieren. Laut einem Bericht der »New York Times«, die sich auf neueste Enthüllungen aus dem Fundus des Whistleblowers und Ex-Geheimdienstmitarbeiters Edward Snowden beruft, sammelt die NSA täglich Millionen Bilder, davon hätten rund 55.000 eine für Gesichtserkennung geeignete Qualität. Genauso jage der Dienst der Spur von Fingerabdrücken und anderen biometrischen Daten hinterher, hieß es unter Berufung auf Unterlagen aus dem Jahr 2011. Die wichtigste Gesichtserkennungssoftware der NSA trage den Namen »Tundra Freeze« und kann laut dem Beispiel in einem Dokument eine Person auch erkennen, wenn sie sich die Haare abrasiert. Zugleich wird an anderer Stelle eingeräumt, dass Bärte das Programm verwirren können. Eine NSA-Sprecherin wollte sich auf Anfrage der Zeitung nicht dazu äußern, ob der Dienst Zugang zur Datenbank des US-Außenministeriums habe, in der Bilder zu Visa-Anträgen gespeichert werden, – und ob er Fotos aus Online-Netzwerken abgreife. (dpa/nd)

Pirate-Bay-Mitgründer verhaftet

pbNach Jahren auf der Flucht ist der Mitgründer der Internettauschbörse Pirate Bay, Peter Sunde, in Schweden festgenommen worden. Wie eine Polzeisprecherin am Sonntag sagte, wurde der 35-Jährige am Vortag im Süden des Landes aufgegriffen. Er müsse nun eine im Jahr 2009 gegen ihn verhängte Haftstrafe von acht Monaten absitzen. Sunde und drei weiteren Mitarbeiter der Tauschbörse waren in Schweden wegen Verstößen gegen Urheberrechte zu Haftstrafen zwischen vier und zehn Monaten sowie zu einer Geldbuße von insgesamt 5,36 Millionen Euro verurteilt worden. Die im Jahr 2003 gegründete Plattform Pirate Bay ist eine der größten Internettauschbörsen weltweit. Sie speichert die Dateien nicht selbst, sondern verweist nur auf die Computer anderer Nutzer, von denen Dateien heruntergeladen werden können. Derzeit ist das Portal nach eigenen Angaben auf den Seychellen registriert.(FAZ)

Erfolgreiche Klage gegen Spardiktat

Das Oberste Gericht in Portugal hat einige Sparmaßnahmen der Regierung als verfassungswidrig verworfen. Zu den von dem Gericht am Freitag abend abgelehnten Maßnahmen gehören Gehaltskürzungen im öffentlichen Dienst sowie Einschnitte bei Pensionen, beim Kranken- und Arbeitslosengeld. Die Kürzungen sollen aber ab Juni zurückgenommen werden. Mit dem Urteil ist ein entscheidender Teil des Sparprogramms der Regierung gekippt worden, das ihr von der Europäischer Union und Internationalem Währungsfonds aufgezwungen worden war.(Reuters/jW)

13 Kommentare leave one →
  1. gegenstandpunkt unterwandert de.wiktionary.org permalink
    2. Juni 2014 13:13

    agi·tie·ren, Präteritum: agi·tier·te, Partizip II: agi·tiert

    ……………

    Synonyme:

    [1] werben, propagieren
    [2] aufwiegeln, aufhetzen

    Beispiele:

    [1] „Chávez agitiert aber ausdrücklich nicht dafür, von der „Ölwaffe“ Gebrauch zu machen.“[1]

    …………………….

    Quellen:

    http://www.gegenstandpunkt.com/gs/02/2/chavez.htm

    ………………..

    http://de.wiktionary.org/wiki/agitieren

  2. labournet.tv: Amazon - Die Wahrheit hinter dem Klick permalink
    2. Juni 2014 18:10

    Amazon – Die Wahrheit hinter dem Klick

    engl. mit dt. UT | 28 min | 2014

    Doku über die Arbeitsbedingungen bei Amazon

    Ein Journalist schickt
    einen Arbeiter mit einer versteckten Kamera in das Amazon-Lager in Swansea
    (Wales). Vor Weihnachten arbeitet er dort als Kommissionierer, für
    umgerechnet etwa 8 bis 10 Euro pro Stunde, je nach Schicht. Jeden Tag läuft
    er 10 bis 18 Kilomenter pro 10,5-Stunden-Schicht. Ein Handscanner schreibt
    ihm vor, wie viele Sekunden er hat, um das nächste Teil herauszusuchen.
    Fehler werden durch Piepen angezeigt. Die Vorgesetzten kontrollieren seine
    Leistung, treiben ihn an und drohen ihm mit Disziplinarmaßnahmen. Wenn
    jemand drei Mal krank ist, wird er oder sie gefeuert. Diese Art von
    Schichtarbeit unter Druck schädigt die Gesundheit, sagt ein
    Experte.

    Weltweit arbeiten Zehntausende unter diesen Bedingungen bei
    Amazon. In Deutschland gab es dort schon Streiks, in Polen werden gerade neue
    Lager aus dem Boden gestampft. Wie lange wird es dauern, bis sich die
    ArbeiterInnen auch dort gegen die Ausbeutung wehren?

    video: http://de.labournet.tv/video/6684/amazon-die-wahrheit-hinter-dem-klick

    • Lagerarbeiter permalink
      3. Juni 2014 10:00

      Auch hier wieder:
      Im Zusammenhang mit Amazon tauchen immer wieder diese magischen 17 Kilometer pro Schicht als „Horrorzahl“ auf. 17 Kilometer in 8 (oder 10) Stunden??? – Das ist ja wie Urlaub! Jeder Senioren-Kegelklub kommt am „Herrentag“ auf höhere Werte.
      Wer als Picker mal so eben mehr als 40 km im Laufschritt hinter sich hat fühlt sich da ziemlich verarscht.

  3. Keine Macht den Räten permalink
    3. Juni 2014 01:07

    Bäcker-Patriarch gegen Betriebsrat

  4. Justizkrise: Bayerische Staatsanwälte im Zwielicht --- Studiogespräch zur "Labor-Affäre" mit Jan Keuchel permalink
    3. Juni 2014 01:15

    Justizkrise: Bayerische Staatsanwälte im Zwielicht

    Studiogespräch zur „Labor-Affäre“ mit Jan Keuchel

  5. Leiharbeit und Hartz IV - In Gedenken an die Opfer der Agenda 2010 permalink
    3. Juni 2014 20:56

    Institutionalisierte Spaltung

    Hallo, hier spricht Angela Merkel«. So beginnt ein Interview mit einem Leiharbeiter in der Februarausgabe der Metallzeitung, dem Mitteilungsblatt der IG Metall (IGM). Der interviewte Kollege Christian Graupner hatte im September 2013 die Kanzlerin mit der Schilderung seiner beruflichen Situation in der »ARD-Wahlarena« konfrontiert. Er ist seit zehn Jahren Leiharbeiter bei Thyssen­Krupp Automotive in Leipzig, einer von 500, bei einer Stammbelegschaft von 30 oder 40. Und prompt rief sie ihn an.
    Der Kollege fragte sie, was sie gegen den Mißbrauch der Leiharbeit tun wolle. Die Kanzlerin darauf: Die Regierung wolle das Problem im ersten Quartal 2014 angehen. Der Kollege, Betriebsrat und Metaller, hakte nach: Im Koalitionsvertrag stehe, daß durch Tarifverträge und Betriebsvereinbarungen von der Verleihdauer von 18 Monaten abgewichen werden könne. Die Kanzlerin beruhigte ihn: Die 18 Monate seien die Höchstgrenze. Der Kollege freute sich, daß durch den Rummel die Aufmerksamkeit der Medien auf die Mißstände gelenkt worden sei.
    Das Interview verrät einiges über die Haltung eines aktiven Metallers. Dem Kollegen geht es nicht nur um seine persönliche Lage, er möchte, daß sich generell etwas ändert. Er meint auch nicht, ein persönliches Gespräch mit Frau Merkel würde die Lage der Leiharbeiter verbessern, sondern er zielt auf öffentlichen Druck – allerdings nicht durch die IG Metall, sondern durch die Medien. Und er spricht vom Mißbrauch der Leiharbeit, das heißt, er ist nicht prinzipiell gegen sie eingestellt. Er widerspricht auch nicht der Kanzlerin, als sie ihn einen »krassen Einzelfall« nennt. (…)
    Leiharbeit bedeutet einen Angriff auf die Würde der Arbeiter, auf ihr Selbstbewußtsein, auf ihre sozialen und demokratischen Rechte und damit auch auf die Gewerkschaften. Zeitarbeiter haben Schwierigkeiten, zu Betriebsversammlungen gehen zu dürfen, den Betriebsrat mit zu wählen, weil sie oft gar nicht in die Wählerverzeichnisse aufgenommen werden. Der Tarifvertrag wird ausgehebelt, die Einheit der Kollegen in einem Betrieb zerstört, ihre Organisierung erschwert und die Kampfkraft unterminiert. Die negativen Folgen gehen jedoch noch weiter: Es ist offensichtlich, daß Leiharbeit dazu dient, auch die Löhne der Stammbelegschaft zu drücken, daß Leiharbeit dazu dient, den Kündigungsschutz auszuhebeln, die Streikfähigkeit zu untergraben und einen Teil der Belegschaft rechtlos zu halten.
    Quelle: junge Welt
    http://www.jungewelt.de/2014/06-02/014.php

    Ohne einen Cent in der Tasche
    Am liebsten würde sie arbeiten, doch Sabine Schulze (Name geändert) ist chronisch krank. Seit 2011 bezieht die gelernte Einzelhandelskauffrau Hartz IV. Ihre Wege zum Jobcenter »team.arbeit« Hamburg nennt sie »Spießrutenlauf«. Sie fühlt sich »gegängelt und schikaniert«. Seit zweieinhalb Jahren kämpft sie gegen Zwang und Sanktionen. Derzeit steht die 45jährige ohne Geld da. Schriftwechsel mit Anwalt und Behörden, die junge Welt einsehen durfte, füllen ganze Aktenordner. (…)
    Im April beorderte das Jobcenter Schulze zum ärztlichen Dienst. Die frühere Jobcentermitarbeiterin und Hartz-IV-Kritikerin Inge Hannemann begleitete sie – und war »entsetzt«, wie sie gegenüber jW sagte. »Wir standen unerwartet einer Psychiaterin gegenüber.« Die habe Schulze nach der Schulbildung befragt und wissen wollen, ob sie sich arbeitsfähig fühle. Als die Antwort ausblieb, habe die Ärztin den Termin sofort abgebrochen. »So geht das nicht, schließlich ging es um eine körperliche Untersuchung«, so Hannemann. Als Reaktion stellte das Jobcenter erneut die Leistungen ein. Seit 1. Juni bekommt Frau Schulze keinen Cent mehr.
    Sie sei zwar zum Termin erschienen, habe aber ihre Mitwirkungspflichten verletzt, schrieb ihr die Behörde. Und: »Durch Ihre Weigerung, Angaben zur Ausbildung und Arbeitsunfähigkeit zu machen und ihre Ärzte von der Schweigepflicht zu entbinden, konnte der Untersuchungszweck nicht erfüllt werden.« Schulze hat Widerspruch eingelegt, doch die Zeit spielt gegen sie. »Ich habe Angst vor Hunger und Obdachlosigkeit.«
    Auf Nachfrage von jW wollte Jobcentersprecherin Kirsten Maaß zum »Einzelfall« nichts sagen. Sie räumte aber ein, daß Schweigepflichtentbindungen und Fragebögen »grundsätzlich freiwillig« seien. »Angeordnete Untersuchen sind trotzdem Pflicht«, bekräftigte Maaß. Bei Krankheit reiche gewöhnlich ein Attest aus. In manchen Fällen müßten Betroffene jedoch gesondert nachweisen, daß ihnen das Erscheinen zum Meldetermin unmöglich sei. Immerhin versprach Maaß, den Fall noch einmal zu prüfen.
    Quelle: junge Welt – http://www.jungewelt.de/2014/06-02/032.php

    Anmerkung H.R./NDS: Es würde nicht wundern, wenn es weitere vergleichbare Fälle gäbe: Ob als Einzelperson oder in einer sog. Bedarfsgemeinschaft.
    Eine Verschärfung der Sanktionsmöglichkeiten ist offenbar geplant. Die NachDenkSeiten hatten berichtet; kann u.a. hier nachgelesen werden: Am Ende bleibt der Lebensmittelgutschein und hier Paritätischer: Hartz-Pläne sind «menschenfern».http://www.neues-deutschland.de/artikel/930963.paritaetischer-hartz-plaene-sind-menschenfern.html

    In Gedenken an die Opfer der Agenda 2010

    Die Agenda 2010 sowie die aus der Hartz-Gesetzgebung resultierende, gewollte Armut und Entrechtung betrifft uns alle, direkt oder indirekt, gestern, heute oder morgen.
    Wir fordern die verfassungs- und menschenrechtswidrigen Sanktionen nach § 31 und § 32 SGB II sowie die Zwangsarbeit sofort abzuschaffen.
    Die Agenda 2010, insbesondere die Hartz-Gesetze, treffen nicht nur die ca. 10 Millionen direkt Betroffenen. Durch den dadurch entstandenen Druck auf die Arbeitsverhältnisse und Löhne entfalten die Hartz-Gesetze ihre zerstörerische Kraft auf die gesamte Gesellschaft.
    Arbeitslose werden durch Androhung der Existenzvernichtung in prekäre Beschäftigungen oder sinnlose Beschäftigungsmaß­nahmen gezwungen. Lohndumping und Niedriglöhne haben eine Spirale nach unten konkurrierender Löhne in Gang gesetzt. Unsichere, befristete und schlecht bezahlte Arbeitsplätze breiten sich epidemisch aus und ersetzen normale Arbeitsverhältnisse.
    Die politisch gewollte Ausweitung des Niedriglohnsektors und die zunehmende Verarmung großer Bevölkerungsteile werden mittlerweile nach ganz Europa exportiert. Federführend zwingt Deutschland Staaten wie Griechenland, Portugal und Spanien zu Lohnkürzungen. Auch anderen Ländern wird das Modell Hartz IV empfohlen, Hartz IV als Exportmodell für ganz Europa.
    Quelle: Die-Opfer-der-Agenda-2010 – http://dieopferderagenda2010.wordpress.com/

  6. Vorwurf Sozialmissbrauch – Schmarotzen auf Deutsch - Sozialmissbrauch findet bei deutschen Unternehmen statt permalink
    3. Juni 2014 20:59

    Arbeitsmigranten, die in Deutschland Hartz IV abgreifen? Von wegen. Sozialmissbrauch findet nicht bei ihnen statt, sondern bei deutschen Unternehmen.

    Die Europawahl hat es gezeigt: Politiker in Deutschland versuchen mit Stichworten wie „Armutsmigration“ oder „Sozialmissbrauch“ zu punkten. „Wer betrügt, der fliegt“, hatte die CSU griffig formuliert. Gemeint waren vor allem Arbeitsmigranten aus osteuropäischen Staaten.
    Kurz vor der Europawahl entschied Angela Merkel, ebenfalls diese Karte zu ziehen. Europa, so die Kanzlerin in einem Zeitungsinterview, sei keine Sozialunion und man wolle kein Hartz IV für EU-Bürger zahlen, die sich allein zum Zwecke der Arbeitssuche in Deutschland aufhalten.
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    Sozialmissbrauch, so wird insinuiert, findet auf Seiten der Wanderarbeiter statt. Mit der Realität hat diese Sicht auf die Dinge allerdings wenig zu tun. Es gibt noch eine andere Art, wie die Sache mit dem Sozialmissbrauch zu sehen ist. Die nimmt jene Unternehmen in den Blick, die durch sozialen Missbrauch an Wanderarbeitern Profit machen; Unternehmen, die in Deutschland ansässig sind.
    Quelle: taz
    http://www.taz.de/Vorwurf-Sozialmissbrauch/!139468/

  7. Arbeiter ohne Dach permalink
    3. Juni 2014 22:22

    Im Camp der Bewegung „Arbeiter ohne Dach“ leben tausende Familien. Sie wollen mit Demonstrationen Druck auf die Regierung ausüben, denn viele Brasilianer fallen noch immer durch das soziale Raster.

    http://www.zdf.de/ZDFmediathek/hauptnavigation/startseite#/beitrag/video/2167758/Obdachlos-neben-dem-WM-Stadion

  8. In Gedenken an die Opfer der Agenda 2010 - Gedenktag am 02.09.2014 permalink
    5. Juni 2014 15:28

    Erster bundesweiter Gedenktag für die Opfer der Agenda 2010. Am 2. September 2014.

    Die Agenda 2010 sowie die aus der Hartz-Gesetzgebung resultierende, gewollte Armut und Entrechtung betrifft uns alle, direkt oder indirekt, gestern, heute oder morgen.

    Wir fordern die verfassungs- und menschenrechtswidrigen Sanktionen nach § 31 und § 32 SGB II sowie die Zwangsarbeit sofort abzuschaffen.

    Die Agenda 2010, insbesondere die Hartz-Gesetze, treffen nicht nur die ca. 10 Millionen direkt Betroffenen. Durch den dadurch entstandenen Druck auf die Arbeitsverhältnisse und Löhne entfalten die Hartz-Gesetze ihre zerstörerische Kraft auf die gesamte Gesellschaft.

    Arbeitslose werden durch Androhung der Existenzvernichtung in prekäre Beschäftigungen oder sinnlose Beschäftigungsmaß­nahmen gezwungen. Lohndumping und Niedriglöhne haben eine Spirale nach unten konkurrierender Löhne in Gang gesetzt. Unsichere, befristete und schlecht bezahlte Arbeitsplätze breiten sich epidemisch aus und ersetzen normale Arbeitsverhältnisse.

    Die politisch gewollte Ausweitung des Niedriglohnsektors und die zunehmende Verarmung großer Bevölkerungsteile werden mittlerweile nach ganz Europa exportiert. Federführend zwingt Deutschland Staaten wie Griechenland, Portugal und Spanien zu Lohnkürzungen. Auch anderen Ländern wird das Modell Hartz IV empfohlen, Hartz IV als Exportmodell für ganz Europa.

    Wir wollen die menschenverachtende Hartz-Gesetze (Gesetz für „moderne“ Dienstleistungen am Arbeitsmarkt) abschaffen. Wir fordern ein Recht auf Grundsicherung ohne Bedingungen.

    http://dieopferderagenda2010.wordpress.com/

  9. Kryptographie permalink
    5. Juni 2014 21:07

    “Alles Verschlüsseln”: Immer mehr Menschen beschäftigt Kryptographie.
    “140 Sekunden”: Über zufälliges Belauschen.
    “Crowd Investment”: Wie man mit kleinen Summen Miteigentümer eines Unternehmens wird.

    http://www.zdf.de/ZDFmediathek/hauptnavigation/startseite#/beitrag/video/2168952/Elektrischer-Reporter:-Kryptographie

  10. Verdeckter Bürgerkrieg und Klassenkampf in Italien Band I – Die sechziger Jahre Bd. 31 Bibliothek des Widerstands permalink
    6. Juni 2014 20:21

    BIBLIOTHEK DES WIDERSTANDS

    Band 31:
    Verdeckter Bürgerkrieg und Klassenkampf in Italien Band I – Die sechziger Jahre
    ISBN:
    978-3-944233-17-8

    Laika Verlag, Hamburg. Erschienen im Mai 2014
    Preis:
    29,90 €
    224 Seiten

    Die weltweite Teilung in zwei große Blöcke spiegelte sich in Italien in der inneren Aufstellung der politischen Klasse wider und hegemonisierte Inhalt und Form des Klassenkampfes. Eine Revolte, die sich von keiner der bestehenden Parteien und Gewerkschaften führen lassen wollte, stieß auch auf den Widerspruch des PCI (Partito Comunista Italiano, Kommunistische Partei Italiens).

    Nach der Stagnation und den Niederlagen der 1950er-Jahre wandelte sich unter dem Industrialisierungsschub des »Wirtschaftsbooms« die soziale Zusammensetzung der Arbeiterklasse in Italien durch die Binnenmigration dramatisch. Anfang der 1960er-Jahre begann ein neuer Zyklus der Fabrikkämpfe und der politischen Proteste, die schließlich die durch die italienischen Neofaschisten unterstützte Mitte-Rechts-Regierung Tambroni in die Knie zwang. Die jungen Militanten, die sich nicht mehr durch die traditionelle Arbeiterlinke repräsentiert sahen, forderten die steril gewordene Resistenza-Kultur durch die Parole der Resistenza rossa, der roten Resistenza, heraus und propagierten einen neuartigen Antifaschismus, den sie unmittelbar aus ihren Alltagserfahrungen ableiteten.

    In dieser Zeit beginnt auch die Geschichte des Operaismus, der aus einer klaren Rebellion gegen die traditionelle Linke hervorgeht. Der Bezugsverlust des PCI zur marxistischen Theorie, zur Arbeiterklasse und der Welt der Fabrik war eine der Voraussetzungen, unter denen sich die neue Verbindung zwischen Arbeitern und Studenten entwickeln konnte.

    Auf diese neue Kraft zielte bald die staatliche und neofaschistische Gewalt. Alles, was der PCI damals dieser rückläufigen Entwicklung entgegenzusetzen vermochte, war der »historische Kompromiss« mit jenen politischen Kräften, Institutionen und Verwaltungsapparaten, die dies zugelassen hatten.

    Band I zur neueren Geschichte in Italien versammelt die prägnanten Untersuchungen
    der Historiker Cesare Bermani und Sergio Bologna zu dieser Zeit sowie einen Beitrag von Jacopo Chessa und Annamaria Licciardello über das militante italienische Kino der 1960er-Jahre. Mit einer Einführung von Karl Heinz Roth.

    FILMOGRAFIA

    1960 i ribelli, 2010, 40 min. Mimmo Calopresti

    La via sicura, 1964, 24 min. Commissione stampa e propaganda del PCI (Kommission Presse und Propaganda des PCI)

    Scioperi a Torino, 1962, 35 min, Carla e Paolo Gobetti

    Fata Morgana, 1962, 11 min, Lino dal Fra

    Apollon, 1969, 62 min., Gregoretti

    Rodiathoce di Pallanza, 1969, 25 Min., Collettivo cinema militante

    Torino

    Fabbrica aperta, 1971, 30 Min, Collettivo cinema militante Torino

    http://www.laika-verlag.de/bibliothek/verdeckter-b%C3%BCrgerkrieg-und-klassenkampf-italien-band-i

  11. Zwanzigtausend Meilen für die Anarchie - 40 Jahre Edition Nautilus (GWR, Nr. 390) permalink
    8. Juni 2014 18:16

    Ein Gespräch mit den Verlegerinnen Hanna Mittelstädt und Katharina Picandet

    Seit 500 Millionen Jahren gibt es den Nautilus, den Urvater der heutigen Tintenfischarten. Das fiktive Unterseeboot Nautilus von Jules Verne ist verglichen mit diesem Kopffüßler nicht ganz so alt. Es tauchte erstmals 1869 und 1874 in den Romanen Zwanzigtausend Meilen unter dem Meer und Die geheimnisvolle Insel auf. „Das Boot ist zum einen eine Art Asyl für ‚Aussteiger‘ aus der irdischen Welt und zugleich unterseeische Forschungsstation. Zum anderen ist sie ein Rachewerkzeug, mit dem Nemo – früher selber Opfer von Unterdrückung – als Rächer der Unterdrückten auftritt“. (1)

    Noch jünger als die Kopffüßler und das berühmte U-Boot ist die Edition Nautilus. Sie wurde 1974 als libertärer Verlag für politische Sachbücher, Biografien und Belletristik in Hamburg gegründet. Vor zehn Jahren erschien in der Graswurzelrevolution Nr. 292 zum 30. Geburtstag der Edition Nautilus ein Interview mit Lutz Schulenburg und Hanna Mittelstädt. (2) Im April 2014 feierten die „subversiven Kopffüßler“ ihren 40. Geburtstag. Höchste Zeit also für das folgende Gespräch, das GWR-Praktikantin Nina Nadig und GWR-Redakteur Bernd Drücke im Mai 2014 mit den Nautilus-Steuerfrauen Hanna Mittelstädt und Katharina Picandet geführt haben. (3) (GWR-Red.)
    (…)
    http://www.graswurzel.net/390/nautilus.php
    http://www.graswurzel.net/390/

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