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Auffällig viele Psychopathen werden Chef

27. Mai 2014

frosch_kapitalistSie manipulieren andere, sind erfolgreich – und gefährlich. Überdurchschnittlich viele Psychopathen schaffen es ins höchste Management, sagt der Psychologe Jens Hoffmann. Ein Interview von Tina Groll.

ZEIT ONLINE: Es heißt, Manager mit psychopathischen Zügen seien gut für den wirtschaftlichen Erfolg eines Unternehmens. Herr Hoffmann, können Sie das bestätigen?

Jens Hoffmann: Auf keinen Fall. Psychopathen sind gefährlich – auch für den Unternehmenserfolg.

ZEIT ONLINE: Warum?

Hoffmann: Weil sie extrem gefühlskalt und hochmanipulativ sind. Sie denken nicht an das Unternehmen, sondern handeln nur in ihrem eigenen Interesse. Sie haben Spaß an Dominanz und Kontrolle. Sie demütigen gern andere und mögen es oftmals auch, wenn andere Angst vor ihnen haben. Selbst haben sie keine Angst. Gerade das macht sie in Führungspositionen gefährlich, denn sie treffen oft hochriskante Entscheidungen, die ein Unternehmen in den Ruin treiben können.

ZEIT ONLINE: Dennoch zeigen Studien, dass Menschen mit ausgeprägtem Narzissmus oder sogar einer psychopathischen Störung überdurchschnittlich oft in Führungspositionen kommen…

Hoffmann: Neueren Untersuchungen zufolge sind Menschen mit einer narzisstischen oder psychopathischen Persönlichkeit etwa drei- bis viermal häufiger in Machtpositionen vertreten als im Bevölkerungsdurchschnitt. Man geht davon aus, dass etwa vier Prozent der Bevölkerung Narzissten sind und etwa ein bis zwei Prozent Psychopathen. Deren Anteil in Führungspositionen beträgt etwa sechs Prozent.

ZEIT ONLINE: Woran liegt es, dass solche Menschen häufig Chefs sind?

Hoffmann: In Führungspositionen können Psychopathen ihr Dominanzbedürfnis natürlich gut ausleben. Man geht davon aus, dass je höher die Ebene, desto höher auch der Anteil der Menschen mit auffälligen Persönlichkeiten ist.

Das ganze Interview findet sich bei der ZEIT

 

5 Kommentare leave one →
  1. Liebe Psychopathen in Nadelstreifen... permalink
    28. Mai 2014 17:41

    Liebe Psychopathen in Nadelstreifen…

    Forscher: Kein großer Unterschied zu „durchgeknallten Serienkillern“

    http://www.heise.de/resale/artikel/Liebe-Psychopathen-in-Nadelstreifen-882841.html

  2. Ist dein Boss ein Psychopath? permalink
    28. Mai 2014 17:43

    Ist dein Boss ein Psychopath?

    „Ein Krimineller ist jemand mit räuberischen Instinkten, der nicht genügend Kapital hat um eine Firma aufzumachen.“ Howard Scott

    http://www.netzwerkit.de/projekte/galeere/psychoboss

  3. Börsenturbulenzen: Aktienhändler riskieren mehr als Psychopathen permalink
    28. Mai 2014 17:44

    Börsenturbulenzen: Aktienhändler riskieren mehr als Psychopathen

    Warum verspielen einzelne Trader immer wieder Milliarden? Für eine Studie hat die Universität St. Gallen Aktienhändler und Psychopathen verglichen. Selbst die Experten waren vom Ergebnis überrascht. Sie bescheinigen den Börsenprofis einen immensen Hang zur Zerstörung.

    http://www.spiegel.de/wirtschaft/unternehmen/boersenturbulenzen-aktienhaendler-riskieren-mehr-als-psychopathen-a-788232.html

  4. 4. April 2015 16:44

    Angst. Das Grundgefühl unserer Zeit?

    „Angst vor dem Scheitern, Angst vor dem Leben, Angst vor der Angst. Unter keinem Gefühl leiden Menschen so stark wie unter der Angst. Doch ist sie auch das Grundgefühl der Gegenwart, wie einige Soziologen meinen? Wie lässt sie sich besiegen? Barbara Bleisch fragt den Angsttherapeuten Borwin Bandelow.

    Jeder fünfte Schweizer, jede fünfte Schweizerin leidet einmal im Leben an einer Angststörung. Und wer einmal eine Panikattacke erlitten hat, hat zu allem Übel noch Angst vor der Angst. Was den Philosophen Sören Kierkegaard in die Arme des Christentums trieb, scheint heute ein weitverbreitetes Lebensgefühl zu sein. Was bringt die Menschen so in Aufruhr? Warum machen sie sich permanent Sorgen? Ist die Angst am Ende die Schubkraft der Leistungsgesellschaft – und haben die Betroffenen letztlich genau vor dieser Gesellschaft Angst?

    Darüber spricht Barbara Bleisch mit dem Psychiater und Angstexperten Borwin Bandelow.

  5. 11. Mai 2015 16:34

    Irgendwann werden wir alle vergast, alle vergast, alle vergast…

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