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Türkei: Erklärung der Revolutionären Anarchistischen Aktion (DAF) über die Soma Minenarbeiter

20. Mai 2014

Turkey Mining AccidentVom Staat er­mor­det – Unser Schmerz ist die Saat un­se­rer Wut.

Das Feuer, das am 13. Mai im Koh­len­berg­werk in Ma­ni­sa-​So­ma aus­brach, wurde zu einem der größ­ten Mas­sa­ker in die­sem Land. In dem Feuer er­stick­ten Hun­der­te von Mi­nen­ar­bei­tern durch Koh­len­mon­oxid. Die Zahl der Ar­bei­ter, die ge­stor­ben waren, stieg mit jeder Stun­de. Der En­er­gie­mi­nis­ter, der Ar­beits­mi­nis­ter und der Pre­mier­mi­nis­ter ver­such­ten die reale Zahl der ver­stor­be­nen Mi­nen­ar­bei­ter zu ver­schwei­gen und er­klär­ten, es habe sich „um einen trau­ri­gen Ar­beits­un­fall“ ge­han­delt. Der Pre­mier­mi­nis­ter er­klär­te, dass „diese Art Un­fäl­le je­der­zeit pas­sie­ren kön­nen“.

Wäh­rend Tau­sen­de von Men­schen bei der Koh­len­mi­ne war­te­ten und ver­such­ten, etwas über ihre Ver­wand­ten in der Mine zu er­fah­ren, war an den Kran­ken­wa­gen, den Lei­chen­wa­gen und den Kühl­fahr­zeu­gen die Schwe­re des Mas­sa­kers zu sehen. Die Zahl der toten Berg­werks­ar­bei­ter stieg: 78, 151, 245, 282…

Und die Zahl steigt. Die Ver­ant­wort­li­chen für die­ses Mas­sa­ker ver­su­chen die „To­des­fäl­le“ zu recht­fer­ti­gen, indem sie be­haup­ten, „das ist Schick­sal“. Im ge­sam­ten Land gibt es Pro­tes­te. Die Men­schen sind auf der Stra­ße, um zum Aus­druck zu brin­gen, dass es weder Schick­sal noch ein Un­fall ist, son­dern ein Mas­sa­ker des Staa­tes und der Un­ter­neh­men.

Am 14. Mai at­ta­ckier­te die Po­li­zei die Men­schen, die gegen die Ver­ur­sa­cher die­ses Mas­sa­kers pro­tes­tier­ten. Der Staat und seine be­waff­ne­ten Kräf­te mein­ten, sie könn­ten diese Wut mit Plas­tik­ge­schos­sen, Trä­nen­gas und Gas­gra­na­ten un­ter­drü­cken. Aber die Men­schen in den Stra­ßen rufen zu­sam­men: „Mör­der­staat“.

Staats­be­am­te und Bosse der En­er­gie­kon­zer­ne geben vor, zu trau­ern. Doch sie sind die Mör­der, die die Men­schen ge­zwun­gen haben, Hun­der­te von Me­tern unter der Erd­ober­flä­che zu ar­bei­ten, um Geld zum Über­le­ben zu ver­die­nen. Sie sind die Mör­der, die die Men­schen ge­zwun­gen haben, unter Be­din­gun­gen zu ar­bei­ten, in denen der Tod un­ver­meid­lich ist.

Wir sind be­trübt über die­je­ni­gen, die von Ka­pi­ta­lis­ten und dem Staat in den Minen er­mor­det wur­den. Wir sind in den Stra­ßen aus Wut gegen diese Mör­der. Wir trau­ern nicht, dies ist Re­bel­li­on.

Unser Schmerz ist die Saat un­se­rer Wut!

Re­vo­lu­tio­nä­re An­ar­chis­ti­sche Ak­ti­on (DAF)

15. Mai 2014

Quel­le: Con­tra Info

One Comment leave one →
  1. 22. Mai 2014 19:35

    Heute hat die türkische Polizei Ugur Kurt im Istanbuler Stadtteil Okmeydani in den Kopf geschossen. Das Alevitenzentrum wurde von der Polizei beschossen.

    http://www.cnnturk.com/video/turkiye/ugur-kurtun-vurulma-ani
    ttp://www.gercekgundem.com/guncel/45773/polis-cenazedeki-ugur-kurtu-vurdu

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